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  1. #1
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    Standard Dan Brown - Das verlorene Symbol



    Titel: Das verlorene Symbol

    Kategorie: Krimi/Thriller, USA 2009

    Autor(en): Dan Brown

    Seiten und Preis: 765 Seiten, 26€ bei Amazon

    Hörbuch: 20€ bei Amazon

    Mehr Infos: http://www.dan-brown.de/




    Info:

    BildDer amerikanische Bestsellerautor Dan Brown ist eine Art Spezialist für mörderische Fingerzeige – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Im Sensationserfolg Sakrileg gibt der grausam getötete Chefkurator des Louvre dem Symbologen und Harvard-Professor Robert Langdon durch eine blutige Fingerzeichnung auf seinem eigenen Körper den ersten Hinweis. Und in Das verlorene Symbol ist es die abgetrennte und mit rätselhaften Zeichen tätowierte Hand von Langdons langjährigem Freund Peter Solomon, die im Washingtoner Kapitol auf ein Gemälde des ersten US-Präsidenten George Washington weist.

    Washington war nicht nur Präsident, er war auch Freimaurer – und Langdon ist eigentlich nach Washington D.C. gekommen, um über diesen Geheimbund und seine Bedeutung für die heutige USA einen Vortrag zu halten. Am Zusammenspiel dieser mysteriös verbundenen Fakten entzündet sich der Plot. Ein Handy-Anruf macht Langdon gleich mit seinem Gegner bekannt: Es ist ein schrecklich tätowierter Mann, der sich Mal’akh, „Engel“, nennt. Er hat den verstümmelten Solomon, ebenfalls ein Freimaurer, in seiner Gewalt. Und er will, dass Langdon ihm beim Entschlüsseln des letzten großen Geheimnisses der Freimaurer hilft. Zwölf Stunden bleiben Browns Helden, um eine Katastrophe zu verhindern, „von der sich das Land nicht mehr erholen wird“ – zwölf Stunden, in denen er durch Washington zieht, um eine Pyramide zu finden, die Aufschluss über alles gibt: verfolgt nicht nur von der verrinnenden Zeit und einer von Mal’akh gezogenen Spur mörderischer Gewalt, sondern auch von der CIA-Agentin Sato, von der zunächst unklar bleibt, auf welcher Seite sie eigentlich steht...


    Eigene Meinung:

    Nachdem ich alle Romane von Dan Brown gelesen habe, hier also das neueste Werk. Auch wenn einige Romane später aufgrund des Erfolgs von Sakrileg erneut veröffentlicht wurden und dann später auf die Bestsellerlisten gerutscht sind, hat sich Dan Brown in der tatsächlichen Schreibreihenfolge kontinuierlich gesteigert. Mit Sakrileg hat er ein wohlabgewogenes Skandalbuch und einen berechtigten Weltbestseller abgeliefert, welcher eine atmosphärische Dichte genial mit dem interessierten Halbwissen der Allgemeinheit und der abendländischen Historie verbunden hat. Jeder hatte "aha-Effekte", fand sich wieder, verfolgte den Verlauf mit Spannung. Das Buch war innovativ und geistreich.

    Warum das alles in dieser Rezension? Genau das lässt Brown's neues Buch leider vermissen. "Das verlorene Symbol" ist ein mittelprächtiges Buch, das durchaus zu unterhalten weiß, aber die Klasse seiner Vorgänger nicht besitzt. Leider muss er sich natürlich genau daran messen lassen, weshalb das Buch bei mir vielleicht ein wenig zu schlecht weg kommt.

    Der Geschichte fehlt Tiefgang. Echte Spannung kommt nur sehr bedingt auf. Der ganze Plot wirkt leider blutleer und konstruiert. Viele Figuren scheinen aus dem Brown'schen Standardbaukasten kreiert worden zu sein und sind nur minimal variiert zu den Figuren seiner bisherigen Geschichten. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte um die Freimaurer und die Gründung Amerikas in ein durchweg unterhaltenden Rahmen gegossen worden und wird sicher mehr Leser an dieses Thema heranführen als jede historische Abhandlung. Doch will man als Leser eine historische Abhandlung, in der das Abenteuer an sich viel zu kurz kommt? Stellenweise kommt die Geschichte völlig zum erliegen, da wieder seitenweise Erläuterungen zu irgendwelchen Symboliken oder Fraumaurer Ritualen geschildert wurden.

    Dan Brown missglückte beim Versuch das richtige Maß an Spannung und Hintergrundinformationen in einer spannenden Story zu verweben. Er vergeistigt Themen auf ein Maß, bei dem die Handlung einfach nicht mehr vorangetrieben wird, sondern die Effekte zu einem eigenständigen Leben erwachen und dadurch wie eine abgelöste zweite Schicht parallel existieren. Dies führt auch zu dem Gefühl der Blutleere.

    Wer schon Illuminati oder Sakrileg gelesen hat, kann sich hier die 26€ sparen. Im Grunde wiederholt sich die selbe Geschichte mit den selben Charakteren nur mit anderen Namen, anderem Ort und anderem Geheimbund. Das Ende vom Buch war für mich der traurige Abschluss einer enttäuschenden Rundfahrt durch Washington.

    Note 4-
    Geändert von Voodoo (15.10.2013 um 14:09 Uhr)
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  2. #2
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    Nice Rezension!

    Ich mag Dan Browns Schreibstil ohnehin nicht besonders, aber Dank deiner Informationen werde ich mir das Buch dann sicherlich sparen.

  3. #3
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    Hype oder nicht, das war für mich bislang noch etwas fraglich. Werd's wohl eher nicht lesen, bzw. auf jeden Fall mal bis zum Taschenbuch warten.

  4. #4
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    Dan Brown hat ein neues Buch. Jemand schon gelesen?

  5. #5
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    Das Buch heißt "Inferno". Ich habe es vorletzte Woche gekauft. Aber noch keine Zeile gelesen. Habe einfach zu viele Fantasy Romane noch vor mir
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