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Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Standard Valiant Hearts: The Great War
    PC
 PS3
 PS4
 X-BOX 360
 X-BOX One

    Valiant Hearts: The Great War

     

    Genre: Puzzle-Adventure

    Entwickler: 

    USK: ab 12 freigegeben, nicht zensiert

    Homepage: 

    Releasedate: 25.06.2014

    Publisher: Ubisoft

    Preis:  8,62€ bei Amazon

    News zum Spiel: 




    „In ganz Europa gehen die Lichter aus, wir werden es nicht mehr erleben, dass sie angezündet werden", sagte einst der britische Außenminister Edward Grey, kurz bevor Großbritannien Deutschland den Krieg erklärte. Der 1. August 1914 war der Auftakt des ersten weltumspannenden Krieges, der Millionen Menschen das Leben kostete und nationalistischem Gedankengut den Weg ebnete. Gut 100 Jahre später gelingt es Ubisoft Montpellier, eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte von den Klassenzimmern dieser Welt in den Kosmos der Computer- und Videospiele zu verfrachten.

    Es bedarf keines Patriotismus und auch keiner bildgewaltigen Inszenierung, um den gemeinen Spieler für sich zu gewinnen. Es ist nicht das Verlangen nach Action oder expliziter Gewaltdarstellungen, das dafür sorgt, dass wir uns für die Vergangenheit interessieren. Es sind die Fehler unseres Handelns, moralisch fragwürdige Entscheidungen und Interessenkonflikte globalen Ausmaßes, die aufeinandergetroffen sind. Spiele neigen in der Regel nicht zu Differenzierung und multiplen Betrachtungsweisen – sie versetzen euch meist in eine Rolle, die euch, den Spielern, das Schwarz-Weiß-Denken regelrecht aufzwingt.

    Fünf Perspektiven
    Um der Bedeutung und der Komplexität des Ersten Weltkriegs gerecht zu werden, ist jedoch eine andere Herangehensweise gefragt – und dieser wird Valiant Hearts: The Great War gerecht. Um zu verstehen, welche Folgen der Krieg für die Menschen haben kann, versetzt euch der Titel in die Rolle von fünf unterschiedlichen Charakteren verschiedener Nationalitäten. Damit erlebt ihr die Irrungen und Wirrungen des vier Jahre andauernden Krieges aus verschiedenen Perspektiven und erlebt die Geschichte in all ihren hell- bis dunkelgrauen Facetten. Gut und Böse gibt es nicht in dieser Welt. Das macht die Beschäftigung mit diesem Thema noch unangenehmer, als sie es ohnehin schon ist.

    Auch wenn die Geschichte von Valiant Hearts sowohl Kernstück als auch Aushängeschild des Titels ist, drängt sie sich zu keinem Zeitpunkt in den Vordergrund. Dadurch bleibt Valiant Hearts ein Spiel und verkommt nicht zu einer interaktiven Erzählung, in der ihr zum Zuschauer degradiert werdet, der nur noch sporadisch involviert ist. Die Rätsel mögen nicht schwer sein, sind dafür aber stets logisch und trotz ihrer Limitiertheit manchmal sogar richtig clever. Die Einbindung von sammelbaren Gegenständen wirkt angesichts der Thematik etwas deplatziert und wenig gelungen, auch wenn sie euch historische Fakten liefern. So weicht die Illusion etwas plump geratenen Mechanismen, die weitaus subtiler hätten einfließen können.

    Warum Action?
    Das Gleiche gilt für spätere, Action-lastige Abschnitte, die im gesamten Kontext des Spiels völlig deplatziert wirken und dem ansonsten sehr ruhigen Grundtenor des Spiels eher schaden. Es sind diese kleinen Zugeständnisse an gängige Standards, die Valiant Hearts nicht gebraucht hätte, um seine Botschaft nach außen zu tragen. Doch sind sie ein vergleichbar kleines Gegengewicht zu dem ansonsten so durchdachten Konzept, das am Ende schwerer wiegt als solch überschaubare Ungereimtheiten.

    Großes Lob gebührt dem grafischen Stil, der es schafft, die Gräuel menschlichen Handelns aufzuzeigen und dennoch für eine jüngere Zielgruppe verträglich zu sein. So beweisen die Entwickler, dass weder Fotorealismus noch explizite Gewaltdarstellung nötig sind, um Emotionen wie Mitgefühl, Angst und Trauer im Spieler zu wecken. Die Mittel, derer sich Ubisoft Montpellier bedient, rufen Betroffenheit hervor, ohne allzu vorhersehbar zu sein. Mag sein, dass der Effekt nicht immer so stark ist, wie im Vorfeld versprochen – aber er ist da.

    Videos



































    Geändert von Voodoo (17.03.2015 um 11:27 Uhr)
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  2. #2
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    Ausnahmsweise habe ich mal einen Artikel zu einem Arcade Game gepostet, welches allerdings mit seinem Gamedesign aus der Masse heraus sticht und vielleicht irgendwann mal einer der Gründe sein wird, dass Spiele doch noch als Kunst anerkannt werden. Die Vorraussetzungen, um mir zu gefallen, standen auf jeden Fall überaus gut. Als geschichtsinteressierter Gamer konnte mir das Setting bzw deren Aufarbeitung von Beginn an gefallen und eine Schwäche für diesen comichaften Grafikstil hatte ich schon immer.

    Diese Vorfreude wurde dann letztlich auch nicht enttäuscht. Auch wenn viele Kritiker über das simple Gameplay schimpften, konnte mich das Spiel von Anfang bis zum Ende begeistern. Die Rätsel waren zwar nicht so schwer, wie bei manchen Adventures, doch konnten sie durch ihre gelungene Abwechslung, fernab vom stumpfen Kombinieren irgendwelcher Inventargegenstände, dennoch überzeugen und - noch wichtiger - unterhalten. Durch das Fehlen von Texten in den Gesprächen, man erhält nämlich nur stests gut gewählte Bilder als Infos, wird das Augenmerk stark auf die übermittelten Gefühle gelegt. Und dies hat das Spiel überraus gut hin bekommen. Mit ein Grund, warum das Spiel so bewegend ist. So ist das eigentliche simple Spieldesign angesichts der gelungenen Aufarbeitung des Ersten Weltkriegs mit seinen Opfern nur eine Randerscheinung, der man schlussendlich nicht allzu viel Beachtung schenken sollte.

    Dem Spiel gelingt es, trotz limitierter Mittel eine Geschichte zu erzählen, die ohne Klischees auskommt, und uns den Krieg aus einer Perspektive näherzubringen, die weder voreingenommen noch eindimensional ist. Spiele können manchmal tatsächlich lehrreich sein – auch ohne Holzhammer.
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  3. #3
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    Das Spiel ist gerade noch kostenlos auf PSN für PS4 zu bekommen. Unbedingt zuschlagen. Selten ein so bewegendes Ende in einem Spiel oder Film erlebt. Ubisoft hat gerade echt ein Händchen für so besondere Kleinode.
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  4. #4
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    @Grollbart
    Hast es auch schon durch?
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  5. #5
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    Ja habe ich durch.

    Ich wollte auch noch was dazu schreiben, habs dann aufgrund von Zeitmangel wieder verdüst...
    Das Spiel ist eines der besten, die ich je gespielt habe!
    Es hat geschafft mich vom Anfang an zu fesseln und sämtliche Gefühlslagen mit zu erleben. Von Freude, Entsetzen, Erleichterung bis hin zu großer Trauer. Und ich schäme mich auch keiner Träne, die ich am Ende vergossen habe!
    Das "simple" Spielprinzip passt hervorragend hier rein. Da ich unbedingt immer wissen wollte wie es weiter geht, wollte ich da nicht lange an den unterschiedlichen Elementen probieren wollen. Denn es bietet auf die Zeit gesehen doch einige unterschiedliche von den Rätseln, Geschicklichkeitspassagen, Reaktionsspielchen und unter Zeitdruck stehenden, actionlastigeren Elementen.
    Auch finde ich den Information zu den Schauplätzen und den zu findenen Sammelobjekten sehr Lehrreich. Ich habe hier wesentlich mehr und vor allem interessantere Sachen über den erten Weltkrieg erfahren, als damals im Geschichtsunterricht!
    Nach dem Spiel besteht die Chance die einzelnen Kapitel nochmal zu spielen um verpasste versteckte Sammelobjekte zu finden. Was ich auch gleich gemacht hatte.
    Gesamt hatte ich dann ca. 12h Spielzeit auf der Uhr, wovon ca. acht für den durchlauf waren. Ich habe mir natürlich auch immer alles durchgelesen.
    Ich bereue keinen einzigen Cent der 15€ die ich bezahlt habe als es rauskam!

  6. #6
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    Stimmt, hatte ich total vergessen zu erwähnen. Für mich eins der bewegendsten Spiele, die ich je gespielt habe. Zum Schluss hatte ich einen super dicken Kloß im Hals und feuchte Augen.
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  7. #7
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    Habs mir die Tage auch runtergeladen da man von überall nur gutes hört. Wenn mir GTA 5 mal irgendwann zum Hals raus hängt werd ich das mal anspielen



  8. #8
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    Habs die Tage durchgespielt und kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Fantastisches Spiel, lohnt sich auf jeden Fall



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