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  1. #1
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    Standard The Witcher 3: Wild Hunt
    PC
 PS4
 X-BOX One

    The Witcher 3: Wild Hunt

     

    Genre: 3D-Rollenspiel

    Entwickler: 

    USK: ab 18, nicht zensiert

    Homepage: 

    Releasedate: 19.05.2015

    Publisher: Bandai Namco

    Preis:  49,99€ bei Amazon

    News zum Spiel: auf myrabbits.de




    CD Projekt RED hat mit Geralt von Riva eine der schillerndsten Hauptfiguren des Rollenspielgenres virtuell ins Leben gerufen und sich vor allem dank der Nähe zur Community einen guten Namen gemacht. Beide Vorgänger von Wild Hunt waren nicht perfekt – der erste Teil litt unter zahlreichen Bugs und der zweite Teil unter einem schwachen Finale. Doch die raue, erwachsene Spielwelt, die Entscheidungsfreiheiten und die famosen Charaktere bescherten den Titeln viel Liebe. Der dritte Teil soll auf PC, PS4 und Xbox One nun alles Dagewesene übertreffen. Ist das den polnischen Entwicklern gelungen?

    Der weißhaarige Geralt von Riva ist Monsterjäger. Ein Mutant, ausgestattet mit übernatürlichen Fähigkeiten, der sich gegen Bares den schlimmsten Bestien von Temerien stellt. Doch Geralt hat Sorgen: Während er nach seiner ewigen Liebe Yennefer sucht, plagen ihn Albträume um seine Ziehtochter Ciri. Immer wieder hat er Visionen, in denen Ciri von der Wilden Jagd verfolgt wird - übernatürlichen Wesen, so scheint es, mit denen Geralt schon selbst unliebsame Erfahrungen gesammelt hat. Doch so einfach es ist, Yennefer zu finden, die Suche nach Ciri wird zu einem ganz anderen Abenteuer, das den Monsterjäger quer durch die Welt führt. Eine Welt, die unter der Invasion der Nilfgaarder leidet und politisch zerrissen ist.
    Viel mehr wollen wir gar nicht verraten. Die Suche nach Ciri ist jedenfalls der Dreh- und Angelpunkt der Hauptgeschichte von The Witcher 3: Wild Hunt und gleichzeitig der Abschluss der Geralt-Trilogie. An Umfang wird dabei nicht gespart. Die Hauptgeschichte selbst umfasst mit den relevanten Nebenquests rund 40 bis 50 Stunden Spielzeit, zuzüglich eventuell notwendiger Quests, um das passende Charakterlevel zu erreichen. Der Gesamtumfang ist allerdings um einiges größer. Für unseren Durchlauf benötigten wir etwa 70 Stunden, wobei wir bei Weitem noch nicht alle Aufgaben gelöst haben, die das Spiel uns bietet. Für einen kompletten Durchlauf mit allen Quests dürfte man daher von ungefähr 100 Stunden ausgehen.

    Von der Monsterjagd bis zur Story-Quest
    Neben der Hauptgeschichte gibt es viel zu tun, sehr viel sogar. Euch erwarten zahlreiche Nebenquests unterschiedlicher Natur und Länge. Die Nebenquests bieten jeweils eigene Handlungsstränge mit mehreren Questabschnitten und sind enorm gut und interessant geschrieben. Hinzu kommen Monsterjagden, in denen ihr eurem Job als Hexer nachkommt. Weiterhin sind Schatzsuchen dabei, in denen ihr an besonderen Orten wertvolle Objekte finden könnt, ebenfalls mitunter in eigene Geschichten verpackt. Und es gibt zahllose besondere Orte zu erkunden. Hinweise auf solche Orte findet ihr beispielsweise in Dokumenten oder an Anschlagbrettern in den Dörfern und Städten. Überdies könnt ihr euch mit Faustkämpfen, Pferderennen oder dem Kartenspiel Gwint vergnügen, ebenfalls mit ganzen Questreihen dazu.

    Während die eigentlichen Nebenquests euch ausgearbeitete Storys mit speziellen Charakteren bieten, sind die besonderen Orte eher Kleinigkeiten, um Leben in die Welt zu bringen und die Erkundung lohnenswert zu machen. Ihr stoßt dabei auf Banditenlager, Monsternester, versteckte Schätze oder verlassene Dörfer. Nicht selten bringt euch die Beute an diesen Orten zu weiteren Nebenquests und Aufgaben. Zum Beispiel wenn ihr ein verlassenes Dorf von Monstern befreit, die Bewohner zurückkehren und damit neue Händler oder Questgeber verfügbar werden. Bei Monsterjagden widmet ihr euch mittels Detektivarbeit der Spurensuche, um die fiesen Viecher aufzustöbern, sie zu erlegen und mit einer Trophäe beim Auftraggeber die Belohnung zu kassieren.

    Zusätzliche Abwechslung kommt dadurch ins Spiel, dass ihr immer wieder mal die Steuerung von Ciri übernehmt. Meist dann, wenn ihr eine Spur von ihr gefunden habt und eine Person euch erzählt, was bei ihrer Begegnung mit Ciri passiert ist. Ciri ist spielerisch etwas simpler gestrickt als Geralt, aber die Szenen ermöglichen es euch, eine Bindung zu der jungen Dame aufzubauen. Sie ist immerhin Geralts Ziehtochter und eine der wichtigsten Personen in seinem Leben.

    Gut und Böse gibt es nicht
    Zwar wiederholt sich die Grundmechanik in Nebenaufgaben und Monsterjagden, aber das fällt kaum auf, da sie zu keiner Zeit generisch wirken und immer wieder kleinere und größere Überraschungen im Verlauf zu Tage treten. Zum Beispiel wenn eine Monsterjagd ein ganz anderes Ende nimmt, als ursprünglich erwartet. Lobenswert ist außerdem, dass das Quest-Design überwiegend auf stupide Sammel- und Tötequests verzichtet, außer es passt sinnvoll und logisch zur Erzählung. Die großen Nebenquests hingegen sind kleine Meisterwerke, aus denen manch anderer Entwickler ein ganzes Spiel stricken würde, vor allem weil es in allen Bereichen immer wieder alternative Lösungswege und vor allem Entscheidungen gibt.

    Immer wieder habt ihr die Möglichkeit, in Dialogen oder in den Aufgaben selbst zu entscheiden, wie der Ausgang der jeweiligen Geschichte verlaufen soll. Und das, ohne in simple Schwarz-Weiß-Muster zu verfallen. Denn Gut und Böse gibt es in dem Sinne nicht in der Welt des Hexers – selbst eine vermeintlich gute Tat kann schlimme Auswirkungen haben und umgekehrt. Die Konsequenzen eurer Taten bekommt ihr meist nicht direkt zu spüren, sondern erst deutlich später im Spiel. Keine Chance also, vor einer Entscheidung schnell mal zu speichern, um im schlimmeren Falle den Verlauf zu ändern. Die Auswirkungen eurer Entscheidungen sind dennoch markant und verändern zuweilen die Spielwelt auf die eine oder andere Art und Weise.

    Gefühle kommen nicht zu kurz
    Während eurer Abenteuer überzeugt das Spiel mit einem angenehmen Spielfluss. Die Story ist packend genug, um euch immer wieder abzuholen, weil sie zuweilen dank extrem guter Charaktergestaltung und toller Dialoge sehr emotional und ergreifend umgesetzt wurde. Dabei kann sich auch die Lokalisierung sehen lassen, bis auf wenige Sprecher und einige kleine Aussetzer bei der Übersetzung (Stichwort: Schimpfwörter) ist sie von hoher Qualität. Da die Version mehrsprachig ist, könnt ihr aber auch auf die englische Basisversion wechseln, die noch einen Tick besser klingt. Auf jeden Fall überzeugen die Dialoge mit teils zynisch-süffisanten Elementen und Humor, aber auch Emotionalität.

    Ohnehin sind die Charaktere eine der Stärken des Spiels. Zum einen, weil so ziemlich alle Figuren enorm detailliert dargestellt werden, sowohl was die Gesichter als auch die abwechslungsreiche Kleidung angeht. Zum anderen transportiert die eigentlich recht sparsame Mimik dennoch viele Nuancen, was die Figuren sehr glaubhaft macht. Und beinahe jeder wichtige Charakter, mit dem ihr es in den Quests zu tun bekommt, bietet durch optionale Fragen und Antworten in den Dialogen noch einiges an Hintergründen über sich selbst. Ausgeprägte Charaktere wie Dykstra bleiben nachhaltig im Gedächtnis, das Knistern zwischen Geralt und Yennefer ist beinah spürbar. Und das Spiel nimmt sich die Zeit, die Beziehungen und Emotionen zwischen den Charakteren auch auszuleben.

    Riesig und wunderschön
    Die Spielwelt selbst ist riesig. Sie besteht aus vier großen, in sich komplett offenen und frei begehbaren Gebieten. Der fünf bis sechs Stunden umfassende Prolog findet in einer dörflichen Region statt und macht euch mit der Steuerung, aber auch den verschiedenen Questarten vertraut. Danach geht es ins Niemandsland Velen, das ganz unterschiedliche Regionen umfasst: von Schlachtfeldern über Agrarregionen bis hin zu Sümpfen. Daran nahtlos anschließend findet ihr die gewaltige Stadt Novigrad und später die nordische Inselwelt Skellige. Die drei großen Areale haben einen gewaltigen Umfang, weshalb ihr euch freuen könnt, dass ihr von Beginn an über ein Pferd verfügt und ihr nach und nach Schnellreisepunkte in Form von Wegweisern aktiviert. Hinzu kommen im Verlauf der Quests noch besondere Areale und Dungeons, die zuweilen ebenfalls recht umfangreich sind.

    Die Gestaltung der Spielwelt sucht ihresgleichen, sie wirkt ungemein glaubwürdig und authentisch. CD Projekt RED baut hier keine Fantasy-Welt, sondern eine mittelalterlich orientierte Spielwelt nach realen Vorbildern, der man ihre Geschichte ansieht. In der Nähe der Kriegsgebiete hungern die Menschen, während im Umfeld der freien Stadt Novigrad der Reichtum sichtbar ist. Doch auch dort gibt es Probleme, denn Rassismus gegenüber Magiern, Elfen, Zwergen und anderen „Anderlingen“ lässt Blut in den Straßen fließen. Die Inselwelt Skellige wiederum wird nach dem Tod des Königs vom Streit der Clans untereinander zerrissen. Generell scheut sich CD Projekt RED nicht, auch ernste Themen aufzugreifen, und macht das richtig gut. Bestes Beispiel hierfür ist eine Questreihe, in der es um einen versoffenen Baron und häusliche Gewalt mit unvorhersehbaren Konsequenzen geht. Zumal nicht nur klischeehaft eine offensichtliche Seite des Problems beleuchtet wird, sondern auch die verborgene.

    Visueller Augenschmaus

    Die Gestaltung der Spielwelt ist in allen Belangen ein Hochgenuss und man merkt an jeder Stelle, dass hier viel Handarbeit im Spiel war. Die Spielwelt wirkt enorm glaubwürdig und authentisch, mit sanften Übergängen zwischen den Regionen und immer wieder beeindruckenden Landschaften und Panoramen. Das wird noch dadurch verstärkt, dass CD Projekt dem Spiel dynamisches Wetter nebst Tag-Nacht-Zyklus spendiert hat. Manchmal ist man versucht, einfach stehen zu bleiben und die Stunden verstreichen zu lassen, um jede Facette einer Region ausgiebig zu genießen. Ob bergige Höhen, weite Wiesen, dichte Wälder, neblige Sümpfe oder steile Klippen – all das sieht fantastisch aus und lässt einen tief in der Spielwelt versinken.

    Ladebildschirme gibt es hier und da trotz der Aussage, das keine vorhanden wären. Zwar lädt das Spiel nicht nach, wenn ihr in einer Region unterwegs seid, jedoch kommt es – selbstverständlich – zu kurzen Ladezeiten, wenn ihr die Schnellreise nutzt. Außerdem werden Quest-Dungeons, Dialoge und bestimmte Questsequenzen meist nach einer kleinen Ladezeit angezeigt, die aber von der Länge her verschmerzbar ist. Reitet ihr einfach nur von einem Ende eines Gebiets zum anderen, werdet ihr von Ladezeiten komplett verschont. Erfreulich ist übrigens, dass die Performance immer nahezu stabil bleibt, abgesehen von leichten Absackern der Bildrate. Vor allem ist kaum mal ein unschönes Aufpoppen von Objekten oder Texturen zu entdecken, was die Immersion stören würde.

    Monsterjägerarsenal
    Geralt ist ein Monsterjäger und hat dementsprechend ein ganzes Arsenal an Möglichkeiten, Gegner aller Art auszuschalten. Im Vordergrund stehen natürlich die beiden Schwerter – eins aus Stahl gegen natürliche, eins aus Silber gegen übernatürliche Gegner. Weiter geht es mit den magischen Zeichen, die unterschiedliche Effekte haben. So könnt ihr Gegner verbrennen oder zurückstoßen, euch selbst einen schadensreduzierenden Schild verpassen, Gedanken beeinflussen (oft wichtig bei Gesprächen) oder eine magische Falle legen. Eine Armbrust ist hilfreich gegen fliegende und schwimmende Gegner, zudem könnt ihr verschiedene Arten von Bomben nutzen, vorausgesetzt, ihr kennt die Rezepturen dafür.

    Mittels Alchemie könnt ihr nicht nur Bomben bauen, sondern auch jede Menge hilfreicher Tränke und Öle, mit denen ihr eure Waffen verstärkt oder eure eigenen Fähigkeiten steigert. Doch aufgepasst, diese Tränke haben Nebenwirkungen in Form von Vergiftung. Man sollte die Nutzung der Tränke und Absude also nicht übertreiben. Überdies könnt ihr an Schleifsteinen und Schmiedestationen eure Waffen und Rüstungen temporär aufwerten.

    Sammeltrieb und Item-Flut
    Des Weiteren verfügt ihr natürlich über Rüstung, aufgeteilt in Brustharnisch, Handschuhe, Hose und Stiefel. Schwere Rüstung bietet euch mehr Schutz, verringert aber eure Ausdauerregeneration, während leichte Rüstung euren Schaden durch kritische Treffer erhöht, euch dafür aber anfälliger für Treffer macht. Waffen und Rüstungen unterschiedlichster Qualitäten findet ihr zuhauf während eurer Abenteuer und könnt sie beim Händler verkaufen oder zu Rohstoffen zerlegen. Daraus wiederum könnt ihr neue Waffen und Rüstungen sowie verbesserte Rohstoffe fabrizieren, wenn ihr die entsprechenden Pläne gefunden habt. Und davon gibt es reichlich. Schemata für besondere Sets erlangt ihr übrigens im Rahmen der Schatzsuchequests.

    Schön, dass die Entwickler der Beutegier der Spieler Raum geben, das war in den früheren Teilen nicht so ausgeprägt, zumal nahezu alle Ausrüstungsteile stilistisch völlig unterschiedlich aussehen und ein gewisser Modeaspekt greift. Trägt man eine nützliche, aber hässliche Rüstung, die einem nicht gefällt, ist die Motivation umso größer, guten Ersatz zu finden. Abgesehen davon könnt ihr Waffen und Rüstungen oftmals mit Runen ausstatten, die spezielle Werte verbessern, beispielsweise eine Chance auf Verbrennen oder Vergiften oder eine stärkere Wirkung der magischen Zeichen. Einziger Vorwurf hier: Im Inventar tummelt sich mit der Zeit eine Unmenge an Gegenständen und Rohstoffen, sodass es manchmal schwer fällt, den Überblick zu behalten. Vielleicht hätten ein paar mehr Reiter für die Beute im Inventar der Übersicht gutgetan.

    Da das Gewicht der Rohstoffe gering gehalten ist, kommt ihr nur ab und zu in die Verlegenheit, dass eure Tragkraft überschritten ist. Dank Pferd Plötze ist sie ohnehin recht ordentlich und durch neue Satteltaschen ausbaubar. Euer Pferd könnt ihr zudem mit einem bequemen Sattel ausstatten, um die Ausdauer beim Galopp zu verbessern. Oder ihr verpasst ihm Scheuklappen, damit es im Kampf nicht so schnell in Panik gerät. Hängt ihr euch eine Monstertrophäe an den Sattel, werdet ihr mit einem Bonuswert belohnt.

    Und dann sind da noch die Hexersinne. Drückt ihr die entsprechende Taste, entdeckt ihr zuvor verborgene Objekte, Spuren, Düfte und generell Objekte, mit denen ihr interagieren könnt. Speziell bei den Monsterjagden kommen diese speziellen Sinne häufig zum Einsatz, da ihr erst ermitteln müsst, was passiert ist, welche Art von Monster euch erwartet und wo es zu finden ist. Gerade der zweite Punkt ist nicht unwichtig, denn wer in höheren Schwierigkeitsgraden unvorbereitet ein Monster attackiert, wird schnell seinen letzten Atemzug tun. Dieser Quasidetektivmodus ist zudem ein netter Kniff, um das Gameplay weiter abwechslungsreich zu gestalten.

    Waffen, Magie oder Tränke?
    Das Charaktersystem von Geralt basiert im Wesentlichen auf den Elementen Kampf, Zeichen, Tränke und Fähigkeiten, dazu noch Mutagene, die ihr von Monstern erbeutet. Es gibt jeweils eine Reihe von Verbesserungen, wie beispielsweise mehr Schaden bei schnellen Schlägen, längere Wirkung von Zeichen, aber auch zusätzliche Attacken und einige andere Boni. Auf Attribute wird daher gänzlich verzichtet, abgesehen von der Vitalität. Allerdings könnt ihr nicht alle Fähigkeiten nutzen, sondern müsst in bis zu vier Blöcken jeweils drei Fertigkeiten aktivieren, was euch ein wenig zur Spezialisierung zwingt. Mutagene geben zusätzliche Boni und habt ihr in einer der vier Gruppen zum Mutagen passende Fertigkeiten, erhaltet ihr einen Zusatzbonus.

    Das scheint auf den ersten Blick recht simpel, bietet aber Unterstützung für alle Spielweisen. Wer mehr mit den Waffen arbeitet, kann das forcieren, ebenso wie man Zeichen oder Alchemie in den Vordergrund stellen kann. Allerdings sollte man ohnehin keines der Elemente zu kurz kommen lassen. Schon im normalen Schwierigkeitsgrad sind die Kämpfe sehr fordernd und es empfiehlt sich, Zeichen und Tränke akkurat einzusetzen. Im zweithöchsten Grad kommt ihr ohne diese gar nicht mehr aus, während im niedrigen Grad zumeist das Verwenden der Waffen ausreicht. Da die Gegner nicht skalieren, kommt es durchaus vor, dass ihr mal mit verbesserter Ausrüstung zu einem Auftrag zurückkehren müsst. Gegner mit niedrigem Level sind dann zwar keine allzu große Herausforderung mehr, aber in größerer Zahl dennoch nicht zu unterschätzen.

    Schlagen, parieren, ausweichen
    Das Kampfsystem gibt sich auf den ersten Blick einfach gestrickt, ist aber eine sinnvolle Weiterentwicklung des Systems aus dem zweiten Teil. Schnelle leichte Schläge, langsamere harte Schläge. Parieren, Seitwärtsschritte und Abrollen dienen der Schadensvermeidung – Abrollorgien wie in Teil 2 gibt es aber nicht mehr. Durch die Skill-Punkte kommt noch der eine oder andere Spezialschlag hinzu. In Kombination mit den Zeichen und Tränken erfüllt das System voll und ganz seinen Zweck, was auch an der Gestaltung der Gegner liegt. Menschliche Gegner mit Schild sind schwer zu knacken, Monster teilen extrem viel Schaden aus. Der Kampf mit mehreren Gegnern ist eine Herausforderung, da sie immer versuchen, euch einzukreisen und mitunter gleichzeitig zu attackieren, während ihr möglicherweise noch von Fernkämpfern beharkt werdet.

    Hier ist viel Bewegung angesagt, gezieltes Zuschlagen, geschicktes Parieren oder Ausweichen und gezielte Konter. Gerade bei Bossgegnern oder Monstern zahlt es sich aus, zunächst die Attacken des Gegners zu beobachten und dann erst zuzuschlagen. Ansonsten ist das Laden eines Spielstands fällig. Davon könnt ihr übrigens jederzeit mehrere anlegen, zudem wird nach Schlüsselszenen automatisch gespeichert. Visuell überzeugen die Kampfszenen durch butterweiche, sehenswerte Animationen, denen man deutlich ansieht, dass hier Motion-Capturing mit Personen dahintersteckt, die wissen, wie man sich mit einem Schwert bewegt. Die Kämpfe fühlen sich gut, kraftvoll und richtig an. Und ganz schön brutal, wenn ihr mit einem Finisher einen Gegner enthauptet oder gar halbiert.

    Übrigens könnt ihr nicht nur zu Fuß kämpfen, sondern auch vom Pferd aus, wobei die Kontrahenten nicht einfach nur auf ihren Gäulen nebeneinanderstehen, sondern sich gegenseitig anreiten und gezielt zuschlagen müssen. Allerdings müsst ihr dabei aufpassen, dass euer Pferd nicht in Panik gerät, sonst werdet ihr abgeworfen. Unter Wasser kann Geralt nicht nur schwimmen und tauchen, sondern auch kämpfen, wobei euch hier nur die Armbrust als eine Art Harpune zur Verfügung steht. Haben wir eigentlich schon erwähnt, dass Geralt nun auch ein wenig klettern und springen kann?

    Kleinere Problemchen technischer Natur
    Natürlich ist The Witcher 3: Wild Hunt nicht fehlerfrei. Das wäre bei dem Umgang ein Ding der Unmöglichkeit. Erfreulicherweise sind es zumeist kleinere Fehler technischer Natur, zumindest bei der uns vorliegenden PS4-Vorabversion. Die Bildrate ist nicht immer ganz stabil, allerdings kommt es so gut wie nie zu starken, den Spielfluss beeinträchtigenden Rucklern. Zuweilen tauchen unschöne Clipping-Fehler auf, vornehmlich in den Dialogsequenzen oder wenn ihr euch in ungünstigem Winkel neben Objekten oder Gebäuden befindet. Auch kommt es vor, dass Objekte nach dem Laden nach einer Sequenz etwas verzögert erscheinen, aber auch das stört im Grunde nicht wirklich.

    Ab und zu wechselt das Wetter einen Tick zu schnell beim Durchreiten der Umgebung und manchmal erscheinen Wettereffekte etwas deplatziert, beispielsweise wenn es draußen regnet, die Charaktere in einem Raum aber nass aussehen. Aber das alles kommt recht selten vor. Etwas unschöner ist da schon, dass die Übergänge verschiedener Spielsequenzen nicht immer ganz sauber sind und zu abrupt wirken. Abschließend hatten wir zwei- oder dreimal in der Testzeit von immerhin 70 Spielstunden das Problem, dass das Spiel in einem Ladebild zwischen zwei Szenen festhing. Das kann aber ein Fehler der Vorabversion sein. Ein Day-one-Patch soll ohnehin noch einige Macken beseitigen.

    Insgesamt ist die reine Anzahl und Schwere an Fehlern für einen Titel der Größe akzeptabel und verzeihlich, zumal keine Plotstopper dabei waren.

    Testartikel von Gameswelt.de

    Pressestimmen
    Zitat Zitat von Gameswelt.de (100%)
    The Witcher 3 ist 25 oder mehr Jahre Rollenspielentwicklung vereint in einem einzigen Spiel, und zwar in der Form, dass keines seiner Bestandteile echte Schwächen hat. (zum Artikel)
    Zitat Zitat von Gamersglobal (90%)
    Witcher 3 leistet sich viele Schnitzer bei Spielbalance, Spieldesign und Technik. Diese verblassen gegenüber der Story, den fantastischen Charakteren und Dialogen oder der offenen Spielwelt aber eindeutig. (zum Artikel)
    Zitat Zitat von GamePro (06.2015, 92%)
    The Witcher 3 fesselt, motiviert, überhäuft mich bis an die Schmerzgrenze mit Aufgaben. Es verquickt scheinbar mühelos die Erzählgewalt seiner Vorgänger [...] mit einer fantastischen und riesigen Spielwelt. (zum Artikel)
    Zitat Zitat von Gamona (90%)
    Unterm Strich kann man [...] den Fazitsatz stehen lassen: "Kontrapunkte dieser Welt sind technische Macken. Propunkte pure Liebe der Entwickler zu ihrem Spiel und ihrer Welt.". (zum Artikel)

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  2. #2
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    Ich habe echt ein massives Problem. Ich habe einfach zu viele gute Spiele. Darunter ein "Pillars of Eternity" welches ich auch schon 50 Stunden gespielt habe und erst bei der Hälfte bin. Waaaaaaah, ich brauche Urlaub. Kostet ganz schön Überwindung das Spiel seit 2 Tagen unausgepackt auf dem Tisch liegen zu lassen.
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  3. #3
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    Ich konnte es vorgestern bereits eine Stunde lang spielen. Zu wenig um groß zu sagen. In zwei Sätzen...

    Die Grafik ist super auf der PS4, wenn auch nicht so gut wie The Order: 1886. Das Spiel wirkt schön aus einem Guss, so dass z.B. der emulierte Import nicht per Menü, sondern Ingame (Beim Barbier) durchgeführt wird. Ziemlich cool gemacht.

    Spiele aber erstmal Pillars of Eternity weiter.
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  4. #4
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    Für alle, die eine Zusammenfassung der ersten beiden Teile benötigen.

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  5. #5
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    Zitat Zitat von Voodoo Beitrag anzeigen
    ...so dass z.B. der emulierte Import nicht per Menü, sondern Ingame (Beim Barbier) durchgeführt wird. Ziemlich cool gemacht.
    Himmel, ich weiß gar nicht mher, wie ich mich damals entschieden hab... schon die erste Frage beim Barbier kann ich nicht beantworten
    Revenge is sweet but not nourishing. -Mason Cooley

  6. #6
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    Das ist ganz einfach zu beantworten. Wenn das Schloss am Anfang abgebrannt ist, dann hast du ihn Leben lassen. Wenn nicht, dann hast du ihn getötet.

    Hat sonst noch keiner Witcher 3 gespielt? Ich war 8 Tage in Holland. Konnte in dieser Zeit nicht spielen. Habe deshalb erst das Anfangsdorf durch.
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  7. #7
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    Bin schwer am überlegen. Jedoch schrecken mich die +150 Std. an Aufwand, wenn man alles komplett machen will, etwas ab...

  8. #8
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    ich bin jetzt nach etlichen Stunden erst am Prolog vorbei und werde von einer riesigen Karte mit hunderten Markierungen erschlagen. Ich denke 150 Stunden ist nicht übertrieben.
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  9. #9
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    Ich mag ja solche Spiele, werds mir aber erst im Herbst zulegen. Sonst gehts mir wie bei Skyrim und ich hocke an den schönsten Sommertagen vor der Konsole



  10. #10
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    Werde es vielleicht auch so machen. Bis dahin dürfte der Preis runter und das Spiel fertig gepatched sein.

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