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  1. #1
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    Standard Batman: Arkham Knight
    PC
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 X-BOX One

    Batman: Arkham Knight

     

    Genre: Action-Adventure

    Entwickler: 

    USK: , nicht zensiert

    Homepage: 

    Releasedate: 23.06.2015

    Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment

    Preis: 48,90€ bei Amazon

    News zum Spiel: auf myrabbits.de




    „So hat es sich abgespielt. So ist Batman gestorben.“ Die ersten Worte in Batman: Arkham Knight verheißen nichts Gutes. Viel Gutes gibt es jedoch über die Qualität des Action-Adventures zu erzählen. Schließlich ist der Originalentwickler der Arkham-Serie wieder am Steuer und fährt nicht nur mit dem panzerähnlichen Batmobil große Geschütze auf.

    Batman: Arkham Asylum war ein Überraschungs-Hit. Arkham City übertraf seinen Vorgänger so überzeugend, dass es den Titel "Spiel des Jahres 2011" bei uns einheimste. Danach zog sich Rocksteady zurück und überließ es Warner Bros. Games Montreal, die Serie weiterzuführen. Heraus kam Arkham Origins, das zwar gut war, aber dieses gewisse Quäntchen Genialität und Gespür für spaßfördernde Spielmechaniken missen ließ, das die Rocksteady-Werke auszeichnete. Eines der größten Mankos war, dass es die Reihe nicht weiterentwickelte. Mit dem Batmobil demonstriert Rocksteady nun eindrucksvoll, wie man Arkham City würdig fortsetzt.

    Straßenfeger

    Es gibt kaum Zweifel daran, dass sich viele Studios bereits mit der Einführung des Batmobils als reinem Transportmittel zufriedengegeben hätten. Vielleicht hier und da noch während der Fahrt herumballern, aber das wäre es wohl schon gewesen. Rocksteady jedoch hat das wahre Potenzial des Fledermausgefährts erkannt, perfekt umgesetzt und mit erstaunlicher Kreativität sogar noch erweitert.

    Das Batmobil ist mit allen aus der Serie bekannten und bewährten sowie neuen Spielmechaniken tief verzahnt: Ihr nutzt es als Unterstützung bei Prügeleien, löst Riddler-Rätsel damit, stürzt euch in originell umgesetzte Panzergefechte, sucht Spuren wie ein Detektiv, ohne aussteigen zu müssen, steuert es fern wie James Bond und nutzt es natürlich als Fortbewegungsmittel, wenn ihr gerade nicht hoch über Gothams Dächern schwebt. Beide Wege zum Ziel machen dank der hervorragenden Steuerung und der flüssigen Übergänge einen Heidenspaß.

    Allerdings fällt in den Straßen der Stadt etwas auf, was in großer Höhe nicht gleich ins Auge sticht: Die drei Inseln von Gotham City, auf denen Arkham Knight spielt, sind menschenleer, geradezu tot. Ihr erblickt nur Polizeiautos und Verbrecher. Selbst in den Taxis sitzen ausschließlich Gangster. Wo sind die normalen Bürger Gothams hin? Traut sich keiner mehr nachts auf die Straße?

    Ist das der Preis für die Größe der offenen, wundervoll düster gestalteten Spielwelt? Zumindest läuft es fast immer flüssig und nervt nicht mit Pop-ups oder anderen auffälligen Technikmakeln. Der Regen wirkt in der getesteten PS4-Version zwar etwas pixelig und hier und da flimmert mal eine Kante, aber wer die maximale Grafikpracht eines Arkham-Spiels genießen will, wird wohl auch hier wieder auf einem PC am besten aufgehoben sein.

    Wer mit der Reihe weniger vertraut ist, wird wohl erst einmal etwas überwältigt sein von den Möglichkeiten, die sich einem bieten. Batman ist bekannt für seine Gadgets. Origins demonstrierte jedoch, dass die Erweiterung des Spielzeugarsenals nicht gleichbedeutend mit einer Steigerung des Spielspaßes sein muss. Dieser Erkenntnis entsprechend beschränkt sich Rocksteady auf wenige, sinnvolle Apparate. Mit dabei sind selbstverständlich die Batarangs, mit denen ihr Gegner kurz aufhalten oder Schalter betätigen könnt. Für gezieltere Anwendungen befinden sich wieder der ferngesteuerte Batarang sowie das Explosionsgel und das Hackertool in Batmans Allzweckgürtel. Weitere Gadgets nennen wir aus Spoiler-Gründen an dieser Stelle nicht, da manche erst gefunden oder freigeschaltet werden müssen.

    Für manche Gegenstände genügt es, in der Geschichte voranzukommen, die diesmal allerdings trotz des stimmungsvollen Einstiegs ein wenig Zeit benötigt, bevor sie richtig in die Gänge kommt. Zwar warten schon früh die ersten Überraschungen und Wendungen auf euch, dennoch wird erst in der zweiten Hälfte die erzählerische Klasse des Studios wieder deutlich. Rocksteady schafft es tatsächlich, die Geschehnisse in Arkham City nicht zu verharmlosen oder gar rückgängig zu machen und trotzdem – ACHTUNG! ARKHAM-CITY-SPOILER! - das Fehlen einer der wichtigsten Figuren auf originelle Weise zu kompensieren.

    Der schmale Grat
    Batman selbst verhält sich zunehmend fragwürdig, gar selbstsüchtig im Verlauf der Kampagne. So finster haben wir ihn selten erlebt. Nie wurde in einem Spiel deutlicher, wie dünn die Grenze zwischen ihm und seinen Gegnern ist. Insbesondere der titelgebende Arkham Knight ist ihm sehr, sehr ähnlich. Hauptgegner Nummer 2 in diesem Teil ist Scarecrow, aus dem Rocksteady viel herausholt, obwohl er erwartungsgemäß nie an die Faszination eines Jokers herankommt. Im Gegensatz zur Geschichte in Arkham City wird die Kampagne diesmal nicht mit Batman-Antagonisten überflutet. Stattdessen gehen diese den Riddler-Weg und bieten eigene kleine Handlungsstränge abseits der Hauptgeschichte.

    So bietet Arkham Knight mehrteilige Nebenmissionen, die ihr komfortabel per Kreismenü jederzeit auswählen könnt. Allerdings folgt jede spielerisch einem jeweils festgelegten, stark wiederholungsanfälligen Ablauf. Two-Face raubt beispielsweise mehrere Banken aus. In diesem Nebenmissionsstrang lauert ihr, typisch für die Serie, auf erhöhten Plattformen, macht Feinde und interessante Objekte per Detektivsicht aus und schaltet dann einen Räuber nach dem anderen aus – bevorzugt heimlich. Eine andere Nebenmission lässt euch immer und immer wieder Minen in den Straßen Gothams beseitigen, indem ihr sie kontrolliert sprengt. Das benötigt jedoch Zeit, in der ihr euch im Panzermodus des Batmobils gegen zahlreiche Feindpanzer verteidigt, indem ihr deren Schüssen ausweicht.

    Oder ihr sucht Azrael, der sich auf den Dächern der Stadt herumtreibt, und stellt ihn in Simulationen, die auch Batman selbst als sogenannte ER-Herausforderungen jederzeit zur Verfügung stehen, auf die Probe. Das ist einer von mehreren Momenten, in denen ihr auf Wunsch nicht Batman steuert. An anderer Stelle ist es sogar möglich, abwechselnd mit Batman und beispielsweise Nightwing oder Catwoman Gegnerhorden zu verprügeln.

    Diese Handgemenge funktionieren im etablierten Free-Flow-Kampfsystem wieder einmal hervorragend. Im Gegensatz zu so mancher Kopie dieses Systems, beispielsweise in Remember Me von DONTNOD, beweist Rocksteady ein sicheres Gespür für die richtigen Gegnerkombinationen. So werden diese Auseinandersetzungen nie frustrierend, wenn auch gelegentlich durchaus herausfordernd.

    Nebenschauplätze
    Habt ihr die letzten Feinde in der Haupthandlung beseitigt, stellt euch das Spiel vor die etwas mühsame Aufgabe, eine bestimmte Anzahl an Nebenmissionen zu erfüllen, bevor ihr den Abspann sehen dürft. Das hat zwar innerhalb der Geschichte durchaus Sinn, wirkt aber dennoch wie Spielzeitstreckung., zumal es das ansonsten gelungene Finale erzählerisch verwässert. Habt ihr das geschafft, erwartet euch nach dem Abspann, neben dem obligatorischen New Game+, der Hinweis, dass ihr immer noch nicht das vollständige Ende gesehen habt. Hierfür müsst ihr nämlich alle Nebenmissionsstränge komplett erledigen. Netterweise versetzt euch das Spiel dann zu einem Zeitpunkt vor den finalen Ereignissen, sodass ihr dieser Aufgabe noch nachkommen könnt.

    Zum Glück gibt es neben den Missionen selbst und der Aussicht auf ein Ende, das nicht jeder sieht, auch jede Menge Erfahrungspunkte für das Erfüllen der Zusatzaufgaben. Diese Punkte setzt ihr in einem Skilltree ein, um zum Beispiel neue Fähigkeiten im Kampf zu erhalten oder die Einsatzmöglichkeiten eurer Gadgets oder des Batmobils zu erweitern. Auch passive Erweiterungen wie die Verstärkung von Batmans Anzug oder der Panzerung seines Gefährts sind möglich.
    Für Komplettisten

    Hinzu kommt, dass ihr auf dem Weg zu den verschiedenen Nebenmissionen meist auf das eine oder andere Sammelobjekt stoßt. So sind unter anderem wieder die Riddler-Trophäen an manchmal offensichtlichen, manchmal gut versteckten Orten zu finden. Doch nicht nur Gegenstände, sondern auch Personen könnt ihr ausfindig machen. Dabei handelt es sich um diverse Riddler-Informanten, denen ihr überall auf den Straßen Gothams begegnen könnt und die ihr verhören müsst.

    Insgesamt gibt sich Batman: Arkham Knight jedoch sparsam mit Sammelobjektarten. Dafür verzichtet es aber auf mehr oder weniger sinnlose und für manche eher nervige als motivierende Sammelobjekte wie beispielsweise die Federn in diversen Assassin's-Creed-Teilen. Nicht verzichten müsst ihr auf ein befriedigendes Gefühl, wenn ihr alles erledigt habt. Denn trotz der zurecht kritisch beäugten zahlreichen Special Editions mit jeweils exklusiven Inhalten fühlt sich Arkham Knight auch in der getesteten „normalen“ Version komplett an.

    Auf PC ein Trauerspiel
    Angesichts der PC-Version müsste Warner eigentlich vor Scham im Boden versinken, so etwas durchgewunken zu haben. Das beginnt schon damit, dass das Spiel sich bereits beim Start gern in den Urlaub verabschiedet und aufhängt. Ist es dann gestartet, wundert man sich über die minimalen Konfigurationsmöglichkeiten, die im Prinzip nur aus einigen wenigen Einstellungen für Auflösung und Detailgrad sowie der (De-)Aktivierung der Nvidia-Features bestehen.

    Fast schon albern ist, dass Batman: Arkham Knight auf dem PC mit einem Framelock auf 30 Bilder pro Sekunde versehen ist, der nur durch das Editieren einer .ini-Datei aufgehoben werden kann. Optional wäre so etwas verständlich, aber von vornherein eine Sperre einzubauen, lässt auf wenig Selbstvertrauen hinsichtlich der PC-Version schließen.

    Spielt man eine Weile, wird schnell klar, warum das so ist. Die PC-Version, die von einem kleinen, externen Studio produziert wurde, ist in vielen Bereichen misslungen. Zunächst fällt auf, dass die Version sich in Sachen Grafikqualität nur marginal von den Konsolenversionen unterscheidet. Gerade bei den Texturen wäre noch deutlich mehr drin gewesen. Was daher umso mehr verwundert, ist die unausgewogene Performance.

    Speziell beim Fahren mit dem Batmobil, immerhin DAS primäre neue Feature, sackt die Bildrate zuweilen ins Bodenlose. Aber auch das Fliegen und Gleiten läuft alles andere als rund. Hinzu kommen immer wieder Einbrüche der Bildrate beim Szenenwechsel und teils auch in den Zwischensequenzen. Wer eine Highend-Grafikkarte hat, kann sich gerade noch glücklich schätzen, Besitzer von Mittelklasse-Grafikkarten kommen nicht umhin, den Detailgrad massiv herunterzuschrauben, um eine halbwegs erträgliche Performance zu erzielen.

    In einem unserer Rechner ist eine Radeon HD7950 verbaut. Damit waren bei vollen Details Absacker bis auf 10 fps (also Unspielbarkeit) beim Fahren keine Seltenheit. In einer anderen Maschine, bestückt mit einer GeForce GTX 980, war Batman: Arkham Knight zumindest halbwegs flüssig spielbar bei maximalen Details und mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Aber auch damit erzielten wir keine stabile Bildrate. Das Gameplay am Boden lief mit durchschnittlich 50 bis 60 fps mit gelegentlichen Absackern in den 30er-Bereich. Beim Gleitflug sackte das Ganze gern mal auf circa 40 fps ab, beim Fahren sogar auf weit unter 30 fps. Wohlgemerkt bei einem Rechner, auf dem Open-World-Monster wie GTA V oder The Witcher 3: Wild Hunt mit stabilen 50 bis 60 fps laufen.

    Pressestimmen

    Zitat Zitat von GamesWelt (90%)
    Die Integration des Kultwagens in alle möglichen Spielmechaniken einschließlich der Riddler-Rätsel ist so clever, dass ich Rocksteady Anerkennung zollen muss. (zum Artikel)
    Zitat Zitat von GamersGlobal (90%)
    Arkham Knight ist ein würdiges Serienfinale, auch wenn die Batmobil-Abschnitte hier und dort unnötig Frustfalten auf die Stirn spielen. Die PC-Fassung ist aufgrund technischer Probleme aktuell nur begrenzt zu empfehlen. (zum Artikel)
    Zitat Zitat von Gamestar (75%)
    Da schraubt Rocksteady solch ein fantastisches Spiel zusammen, und dann lassen sie es zu, dass nur die wenigsten PC-Spieler [...] etwas davon haben? Es tut [...] weh, wie sich hier ein Meisterwerk selbst demontiert. (zum Artikel)
    Zitat Zitat von GamePro (90%)
    Ein grandioser Abschluss der Rocksteady-Trilogie um den wohl bekanntesten Comichelden der Welt. Man merkt an allen Ecken und Enden, dass hier echte Fans am Werk waren [...] (zum Artikel)
    Videos






































    Geändert von Voodoo (03.09.2015 um 11:37 Uhr)
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  2. #2
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    lohnt sich der kauf der ps4 version für 23€
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