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View Full Version : Schiedsrichter-Skandal in Italien - Bilanzfälschung bei Juve?



MaX PoWeR
11.05.2006, 23:47
Neun Klubs im Visier der Ermittler

Betroffen sind inzwischen Rekordmeister Juventus Turin sowie die Erstligisten AC Florenz, Lazio Rom, Udinese Calcio, FC Messina und AC Siena sowie die Zweitligisten FC Arezzo, AC Crotone und SSC Avellino - der Schiedsrichter-Skandal in Italien zieht immer weitere Kreise. Drei Klubs droht laut der "Gazzetta dello Sport" der Zwangsabstieg, darunter auch Juve.

Mutmaßliche Spielabsprachen sind Thema der Ermittlungen auf dem "Stiefel". Die Staatsanwaltschaft in Neapel rechnet damit, dass bereits in der vergangenen Saison 18 Partien unlauter beeinflusst wurden.

Gegen insgesamt 52 Personen wird ferner ermittelt, die Vorwürfe sind in einer 1400-seitigen Abhandlung zusammengefasst. Die wohl bekanntesten Namen auf der Liste der Schuldverdächtigen sind Antonio Giraudo, Geschäftsführer von Rekordmeister Juventus, und Luciano Moggi, Sportdirektor der "Alten Dame".

Beide traten noch am Donnerstag zurück. Auch Vizepräsident Roberto Bettega sowie acht weitere Mitglieder des Aufsichtsrates legten ihre Ämter nieder. Am 29. Juni sollen nun Neuwahlen stattfinden. Giraudo wird zudem Bilanzfälschung zum Vorwurf gemacht - die Staatsanwaltschaft Turin ist angeblich schon seit Monaten an ihm dran.
mehr... (http://www.kicker.de/content/news/artikel.asp?folder=8100&object=332343&liga=1&saison=2005%2F06&spieltag=34&gruppe=23500)

Young-Steff
12.05.2006, 02:56
is schon heftig was da immer wieder auftaucht bei den großen klubs...

Voodoo
12.05.2006, 08:24
ja, da vergeht einen ja so richtig die Lust am Fußball...

Nirvana
12.05.2006, 09:41
nicht schlecht - soll Bayern mal nen paar Spieler von denen holen: Den Trézéguet und den Émerson kann man immer gut gebrauchen :D

Voodoo
12.05.2006, 09:52
Juventus Turin droht der Zwangsabstieg


Juventus Turin steht nun endgültig ohne Führungsmannschaft da. Der Vorstand machte so den Weg frei zur Aufklärung des Korruptionsskandals.

Kurz vor seinem 29. Titelgewinn wird Juventus Turin immer tiefer in den Strudel des italienischen Fußball-Skandals gerissen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Neapel den Rekordmeister selbst mit acht weiteren Erst- und Zweitligisten ins Visier genommen. Sollte Juve-Manager Luciano Moggi tatsächlich mit Hilfe von korrupten Schiedsrichtern und Verbandsfunktionären in der Saison 2004/2005 Serie-A-Spiele manipuliert haben, droht Italiens berühmtestem Fußball-Klub laut der «Gazzetta dello Sport» der Zwangsabstieg.


Saisonfinale gerät in den Hintergrund

Der Juve-Vorstand trat unter dem Druck der sich überschlagenden Ereignisse am Donnerstagabend geschlossen zurück. Am 29. Juni wollen die Aktionäre unter Führung der Agnelli-Familie über das neue Spitzengremium beraten. Die Vorfreude auf das Saisonfinale am Sonntag ist damit endgültig dahin. Dabei würde Juve (88) bei Reggina Calcio schon ein Punkt reichen, um Verfolger AC Mailand (85/daheim gegen AS Rom) auf Distanz zu halten.

Verliert das vom Skandal verunsicherte Juve, wäre Milan mit einem Heimsieg wegen der Erfolge im direkten Vergleich Meister. Seit Wochen befindet sich Juventus im Presseboykott. Kein Wort dringt heraus, das Chaos aber ist auch mit bloßem Auge erkennbar: Kapitän Alessandro Del Piero verließ nach einem Streit mit Trainer Fabio Capello das Training. Capello scheint auf dem Absprung Richtung Inter Mailand.



Verdacht auf Bilanzfälschung

Das Team zerfällt, die Führungsriege steht unter Beschuss und kurz vor der Abberufung durch die entsetzte Besitzerfamilie der Agnellis. Nun wurde auch noch bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Turin schon seit Monaten gegen Juve-Geschäftsführer Antonio Giraudo wegen Bilanzfälschung ermittelt. Täglich neue Enthüllungen stürzen Juventus immer tiefer in die Krise und reißen den halben italienischen Fußball mit sich: Nach dem Präsidenten des Fußballverbands FIGC, Franco Carraro, ist nun auch dessen Stellvertreter Innocenzo Mazzini zurückgetreten.



Weitere Klubs betroffen

«Das ist wie Tangentopoli», sagte der in die Politik gewechselte Mailänder Staatsanwalt Antonio Di Pietro. Mit seinen Schmiergeld-Ermittlungen brachte er Anfang der 90er Jahre das gesamte Parteiensystem Italiens zu Fall. Nun kündigt sich eine ähnliche Revolution im italienischen Fußball-Systems an: Neben Juventus hat Staatsanwalt Giorandomenico Lepore in Neapel auch Florenz, Lazio Rom, Udinese, Siena, Messina, Arezza, Crotone und Avellino ins Fadenkreuz genommen. Drei Klubs droht eine Anklage wegen Sportbetrugs und damit auch der Zwangsabstieg, berichtetet die «Gazzetta dello Sport».

Alle Clubs hatten ebenso wie die in den Skandal verstrickten Referees, Funktionäre, Spielervermittler und Fußballer engen Kontakt zu Moggi. Dessen von der Staatsanwaltschaft Turin 2004 abgehörten Telefongespräche brachten die Staatsanwälte in Rom und Neapel sowie die FIGC-Ermittler auf die Spur der mutmaßlichen Betrüger. In Neapel sollen weitere rund 50 Ermittlungsbescheide bereitliegen.



Fifa in der Zwickmühle

Bei vielen Verdächtigten wird sich später wohl ihre Unschuld herausstellen. Ihr Ruf ist dennoch ruiniert, beklagen vor allem die betroffenen Referees wie WM-Schiedsrichter Massimo De Santis. Er sprach bereits mit der Staatsanwaltschaft Neapel, schweigt aber wie alle Verdächtigten. Der Weltfußball-Verband Fifa steht vor einem großen Problem: Die Ermittlungen gegen De Santis wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung erschüttern dessen Glaubwürdigkeit. Ein Verzicht auf De Santis aber käme einer Vorverurteilung gleich.

Castor
12.05.2006, 10:34
als wenn die italiener juve absteigen lassen würden...
da hat doch jeder verein dreck am stecken oder ist chronisch pleite, es kümmert nur einfach keinen

Nirvana
12.05.2006, 10:45
muss ja schon was richtig fettes dran sein, wenn fast der gesamte Vorstand von Juve zurücktritt. Ich denke mal die UEFA und FIFA werden da auch nicht tatenlos zuschauen. Meine Meinung: Ich glaube schon, dass Juve mit einem Zwangsabstieg rechnen darf, da National und International sehr viel Druck auf auf die Seria A ausgeübt wird und irgendwo müssen dann mal richtig Konsequenzen gezogen werden ...

Voodoo
12.05.2006, 10:51
ja, schon alleine mit ihren Schulden wäre jeder deutsche Verein schon längst in die Amateurliga verbannt worden. Dennoch kann ich mir die Serie A ohne Juve kaum vorstellen.

Welches Land ist nach Deutschland und Italien als nächstes dran? England? Spanien? Frankreich?.....

Der Rest der Welt wird sich ihren Teil denken.

Nirvana
12.05.2006, 11:04
Klar ist das in anderen Ländern auch wahrscheinlich ... aber, wenn nicht irgendwann mal Zeichen gesetzt werden, kann man den Profi Fußball gänzlich abschreiben. Nicht nur, dass die sich gänzlich unglaubwürdig machen, nein die öffnen damit anderen schwarzen Schafen damit die Tür. Nach dem Motto: Jo ich habe als Manager des Vereines "xxx" Spiele und Schiedsrichter manipuliert, aber die Meisterschaft ist ja trotzdem unsere und die paar Geldstrafen interessieren mich doch eh nicht - Peanuts ;)

Voodoo
12.05.2006, 11:48
Sehe ich auch so. :exekutio:

Young-Steff
12.05.2006, 14:14
ich finds einfach nur schade aber die macht des geldes und der spruch, jeder hat seinen preis is leider wahr...

Sgt Ultra
12.05.2006, 16:54
junge junge, das wird immer heftiger:


Auch Lippi und Buffon unter Verdacht

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Vier Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in Deutschland nimmt der Skandal um den italienischen Fußball immer größere Ausmaße an.

Auch Nationaltrainer Marcello Lippi wird verdächtigt, auf Druck des zurückgetretenen Juve-Sportdirektors Luciano Moggi hin Spieler in die "Squadra Azzurra" berufen zu haben, um deren Marktwert zu steigern. Und zwar Spieler aus der Agentur von Moggi-Filius Alessandro.

Dies berichten diverse italienische Medien. Lippi selbst ist sich keiner Schuld bewusst. "Ich habe immer korrekt gehandelt. Jeder weiß, dass ich nach Leistungskriterien die Spieler für die Nazionale nominiert habe", so der Trainer, der früher auch Juventus zu zahlreichen Titeln geführt hatte.

Sein ehemaliger Arbeitgeber gerät derweil immer stärker unter Druck, der Zwangsabstieg hängt wie ein Damoklesschwert über Juventus. Nachdem am Donnerstag noch der Vorstand um Moggi zurückgetreten war, stehen nun auch Spieler und Ex-Spieler der "Alten Dame" im Fadenkreuz der Ermittler.

Der Verdacht des Wettbetrugs liegt in der Luft. Vier Spielernamen tauchen dabei auf, die zum Teil auch über die Grenzen Italiens bekannt sind. Juves Nationaltorwart Gianluigi Buffon soll wie seine Ex-Kollegen Mark Iuliano (Sampdoria Genua), UEFA-Cup-Held Enzo Maresca (FC Sevilla) und Keeper Antonio Chimenti (Cagliari Calcio) angeblich in der vergangenen Saison trotz eines Wettverbots via Strohmann Wetten auf Serie-A-Spiele platziert haben. Aus diesem Grund wurden die Telefone der Spieler über drei Monate abgehört. Einer aus dem genannten Quartett soll dabei insgesamt 1,6 Millionen Euro gesetzt haben. Dem Quartett drohen nun dreijährige Sperren.

Ferner stellten die ermittelnden Behörden am Freitag bei Razzien in den Büros des Nationalverbandes FIGC sowie der Schiedsrichter-Vereinigung AIA zahlreiche Unterlagen sicher, die nun ausgewertet werden müssen.

Luciano Moggi, der offenbar die zentrale Figur in diesem großen Skandal ist, soll nach Ermittlungserkenntnissen mit dem dem italienischen Schiedsrichter-Koordinator 29 von 38 Spielen seines Klubs in der Saison 2004/05 abgesprochen haben. Nicht nur gegen Juventus, auch gegen acht weitere Klubs aus der Serie A und der Serie B sowie rund 50 Personen wird von Seiten der Staatsanwaltschaft Neapel um Giorandomenico Lepore ermittelt.

Die FIFA hat am Freitag Unterlagen aus Italien angefordert, um sich auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen. Vor allem will der Weltverband ("Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen") wissen, ob der für die WM nominierte Referee Massimo De Santis noch tragbar ist. De Santis beteuert seine Unschuld und will bei der WM auf alle Fälle pfeifen.

Die italienischen Tifosi stöhnen derweil auf und fürchten einen immensen Imageschaden für den Caldio, der sich auch auf den Auftritt der "Squadra Azzurra" bei der WM in Deutschland auswirken könnte.

"Es wird immer schlimmer", schreibt die Corriere dello Sport. "Über der Nazionale liegt kurz vor der WM ein Schatten. Der italienische Fußball versinkt im Schlamm wie noch nie."

Verband, Schiedsrichter, Vereine, Spieler, Trainer - die Affäre scheint den Fußball auf dem "Stiefel" wie ein dichtes Netz zu umspannen. Juventus Turin verspürt die Auswirkungen bereits am eigenen Leib, obwohl noch kein Urteil gesprochen ist. So fiel der Aktienkurs des an der Börse notierten Rekordmeisters von Mittwoch bis Freitagmittag um über 15 Prozent. Die bevorstehende Meisterfeier - die "Alte Dame" benötigt zum Abschluss gegen Reggina Calcio noch einen Punkt - wird wohl zur Trauerfeier mutieren, während die Unternehmerfamilie Agnelli als Mehrheits-Aktionär augenscheinlich Fiat-Vize John Elkann damit beauftragen will, den Neuaufbau bei Juve zu leiten. Darüber soll auf der für den 29. Juni angekündigten Aktionärs-Versammlung befunden werden.

"Der Zusammenbruch der Spitze bedeutet das Ende einer Ära", fasste die römische Tageszeitung "La Repubblica" das Schicksal der "Alten Dame" derweil zusammen. Italiens neuer Regierungschef Romano Prodi kündigte die Installation einer parlamentarischen Untersuchungskommission ein.

rieke
13.05.2006, 12:41
erinnert mich nen bissi an AC Florenz :)

reen
13.05.2006, 14:06
die italiener und ihre syndikate.... naja mal gespannt was das noch fuer wellen auslöst. aber eins ist sicher von denen wird sicher keiner in knast kommen..

Sgt Ultra
05.06.2006, 20:14
junge junge, was da so alles ans Tageslicht kommt:


Was Riccardo Pirrone dem zuständigen Staatsanwalt Francesco Saverio Borrelli berichtete, setzt nicht nur den als Schlüsselfigur geltenden ehemaligen Sportdirektor von Juventus Turin, Luciano Moggi, massiv unter Druck.
Während bei der Verteilung der Schiedsrichter auf die einzelnen Ligaspiele ein unabhängiger Assistent unter notarieller Aufsicht aus einer Lostrommel den Namen des Referees zog, sollen nach Aussage von Pirrone die früheren Schiedsrichter-Koordinatoren Paolo Bergamo und Pierluigi Pairetto aus einer mit markierten Kugeln versehenen zweiten Lostrommel das von Juventus gewünschte Spiel dazu gestellt haben.

Gelbe Karte nach Ansage
Einige Schiedsrichter hätten von Moggi zudem Anweisungen bekommen, welche Spieler sie mit Gelben Karten für die nächsten Partien außer Gefecht setzen sollen.
So habe Moggi die kommenden Juventus-Gegner gezielt schwächen wollen. Zu den verdächtigten Schiedsrichtern zählt auch der zunächst für die Weltmeisterschaft nominierte und jetzt vom Verband FIGC zurückgezogene Massimo De Santis.
Pirrone selbst war 2001 aus Protest gegen die Beeinflussung der italienischen Unparteiischen aus dem Schiedsrichter-Verband AIA zurückgetreten.
Systematische Manipulation
In dieser Woche will Borrelli, ehemaliger Oberstaatsanwalt von Mailand, Pairetto und Bergamo vernehmen.
Die Beschuldigten sollen über ihre Beziehungen zu Moggi befragt werden. Dem 68-jährigen Moggi wird eine systematische Manipulation der Meisterschaft 2004/2005 zu Gunsten des italienischen Rekordmeisters vorgeworfen. Juve droht deshalb der Zwangsabstieg.

Moggi kann Aussage verweigern
Borrelli will Moggi am kommenden Freitag zu einer Vernehmung vorladen, doch der mittlerweile zurückgetretene Juve-Sportdirektor könnte seine Aussage verweigern.
Da Moggi seine Spitzenposition beim Turiner Klub aufgegeben hat und daher nicht mehr Mitglied des Fußballverbandes ist, könne er nicht zur Aussage vor einer sportlichen Gerichtsinstanz gezwungen werden, erklärten Moggis Anwälte.
Inzwischen traf der kommissarische Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC, Guido Rossi, mit Liga-Chef Adriano Galliani zusammen.
Rossi, der seit dem Rücktritt des skandalumwitterten Verbandschefs Franco Carraro das Ruder bei der FIGC übernommen hat, will Galliani zum Rücktritt überreden.

Galliani bleibt standhaft
Der Vizepräsident des AC Mailand ist das einzige Schwergewicht im italienischen Fußball, das trotz seiner Verwicklung in den Skandal nicht zurückgetreten ist.
"Galliani kämpft wie der letzte Japaner im Dschungel, um in den Wogen der Manipulationsaffäre zu überleben", schrieb die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Montag. Galliani wird beschuldigt, sich mit Moggis Hilfe 2001 zum Liga-Chef gewählt haben zu lassen.
Moggi soll Wählerstimmen gekauft haben, um Gallianis Wahl zu begünstigen. Galliani bestreitet dies vehement.

Cannavaro beteuert Unschuld
Unter Beschuss bleibt auch der Kapitän der italienischen Nationalelf, Fabio Cannavaro. Der Abwehrchef von Juventus Turin war am Samstag wegen seiner angeblichen Verbindungen zur Spieler-Vermittlungsgentur GEA, die unter Kontrolle von Moggis Sohn Alessandro stand und angeblich gezielt Transfers ihrer Klienten erpresst haben soll, vernommen worden.
Cannavaro beteuerte seine Unschuld. Er habe keinerlei Absicht, wegen der Ermittlungen auf seine Rolle als Kapitän in der Squadra Azzurra zu verzichten

Nirvana
06.06.2006, 10:25
Da Moggi seine Spitzenposition beim Turiner Klub aufgegeben hat und daher nicht mehr Mitglied des Fußballverbandes ist, könne er nicht zur Aussage vor einer sportlichen Gerichtsinstanz gezwungen werden, erklärten Moggis Anwälte. :wallbash: :wallbash: :wallbash: :stupid2: :stupid2: :stupid2:

Voodoo
06.06.2006, 10:47
Hoffentlich wird da endlich mal richtig auf die Kacke gehauen. Wenn da nicht hart durchgegriffen wird, wird es solche Probleme immer wieder geben.

Sgt Ultra
06.06.2006, 19:08
Hoffentlich wird da endlich mal richtig auf die Kacke gehauen. Wenn da nicht hart durchgegriffen wird, wird es solche Probleme immer wieder geben.

ich hab das dumme gefühl das das irgendwie im sand verlaufen wird

Voodoo
07.06.2006, 09:42
Erstes Geständnis im Moggi-Skandal


Der italienische Fußball-Skandal hat einer der Verdächtigen erstmals Manipulationen zugegeben. Der Zwangsabstieg eines renommierten Vereins wird daher immer wahrscheinlicher.

Einen Tag vor der WM-Anreise der italienischen Nationalmannschaft gibt es im Fußball-Skandal das erste Geständnis. «Ja, die Schiedsrichter-Auslosungen waren manipuliert», gab der Sekretär der Schiedsrichterkommission, Manfredi Martino, zu. «Jetzt haben wir einige Erkenntnisse und eine genauere Vorstellung», sagte der Chefermittler des Fußball-Verbandes (FIGC), Francesco Saverio Borelli, laut einem Bericht der «Gazzetta dello Sport». Das Bild der mutmaßlichen Schiedsrichter-Manipulationen von Juventus Turins Ex-Manager Luciano Moggi wird immer klarer, der Zwangsabstieg des Rekordmeisters immer wahrscheinlicher. Damit wächst der Druck auf die Turiner Nationalspieler, für die die WM auf der Suche nach einem neuen Top-Klub zur Showbühne wird.

Auslosung manipuliert

«Ich hoffe, dass die italienische Mannschaft mit dem Skandal umgehen kann», sagte Franz Beckenbauer, für den Italien bis zum Skandal ein Top-Favorit war. «Wenn sie sich konzentrieren können, können sie doch noch weit kommen», meinte der Präsident des WM-Organisationskomitees, der genauso wie der Weltfußball-Verband (Fifa) und die Europäische Fußball-Union (Uefa) mit großer Sorge nach Italien schaut.

Fifa-Chef Joseph Blatter forderte die italienischen Ermittler auf, bis zum 31. Juli über Sanktionen gegen die betroffenen Clubs zu entschieden. Der italienische Verband teiltenach einem Gespräch zwischen Blatter und dem kommissarischen FIGC-Chef Guido Rossi mit, dass er in diesem Jahr keinen Club für den UI-Cup melden wird.

In Italien sagte Martino aus, dass die Loskugeln von den Schiedsrichter- Koordinatoren Paolo Bergamo und Pier Luigi Pairetto markiert worden seien. Damit bestätigte er die Aussage von Ex-Referee Riccardo Pirrone. Moggi wünschte sich die Unparteiischen für Juve- Spiele - die Koordinatoren manipulierten die Auslosung entsprechend.



Auch AC Mailand unter Verdacht

Noch am Tag des Geständnisses kündigte Rossi an, auch den Schiedsrichter-Verband von zwei externen kommissarischen Leitern führen zu lassen. Damit haben alle entscheidenden Fußball-Institutionen eine neue Führung. Auch den Liga-Präsidenten Adriano Galliani soll Rossi zum Rücktritt gedrängt haben. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass auch der AC Mailand Schiedsrichter manipuliert hat, müsse Galliani sofort zurücktreten, berichtete die «Gazzetta dello Sport» am Dienstag. Rossi dementierte dies halbherzig: «Im Gespräch mit Galliani wurden keine Entscheidungen getroffen», ließ der FIGC verlauten.

Bei den fünf WM-Spielern des AC Milan wird dies für neue Unruhe sorgen. Unterdessen setzten FIGC-Ermittler Borelli und die Staatsanwaltschaften ihre Verhöre fort. Die Staatsanwaltschaft Turin eröffnete zudem ein neues Ermittlungsverfahren gegen Juve-Funktionäre wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Sportbetrug.

reini
27.06.2006, 20:24
Juve-Manager Pessotto stürzt aus Fenster
Der jetzige Teammanager von Juventus Turin stürzte sich mit einem Rosenkranz in der Hand aus einem Dachgeschoss- Fenster des Clubhauses, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Der 35-Jährige erlitt mehrere Knochenbrüche, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Der mutmaßliche Selbstmordversuch scheint nicht in Zusammenhang mit dem Prozess gegen den Rekordmeister und sein früheres Führungsduo Luciano Moggi und Antonio Giraudo zu stehen. Der 22-malige Nationalspieler, bei dem über gesundheitliche Gründe spekuliert wurde, ist nicht in den Fußball-Skandal um den italienischen Rekordmeister verstrickt. Auch wurde Pessotto nie eines Dopingvergehens beschuldigt, obwohl er in dem von Juve gewonnenen Dopingprozess aussagen musste.:confused: :confused: :confused:

Pessotto soll sich vom höchsten Fenster des Juve-Clubhauses in den Innenhof gestürzt haben. Dort sei er auf das Auto des Juve- Vizepräsidenten Roberto Bettega geprallt, was die Wucht des Aufpralls verringert habe. Ein Rettungswagen habe den früheren Abwehrspieler in das Krankenhaus Molinette gebracht, wo am Nachmittag seine Frau Reana und Bruder Vanni eintrafen. Staatsanwalt Andrea Calice ermittelte am Clubsitz, zu dem auch der designierte neue Juve-Präsident Giovanni Cobolli Gigli eilte.
Die "Azzurri" reagierten in ihrem WM-Quartier in Duisburg schockiert. Als Kapitän Fabio Cannavaro die Nachricht aus Italien erreichte, brach der Turiner eine Pressekonferenz ab. "Ich bin aufgewühlt. Pessotto ist der liebste Mensch der Welt", sagte Cannavaro drei Tage vor dem Viertelfinale in Hamburg gegen die Ukraine. Bis zum Ende der vergangenen Saison hatten die beiden gemeinsam für den Rekordmeister in der Abwehr gespielt. Erst vor wenigen Wochen war Pessotto als Teammanager in die Funktionärsriege des amtierenden Meisters gewechselt.

"Er ist unser Freund, wir sind in Gedanken bei ihm", sagte Marco Materazzi. "Wir wünschen ihm, dass er bald wieder auf den Beinen ist und keine Schäden zurückbehält", meinte der Verteidiger von Inter Mailand. Für einen möglichen Selbstmordversuch fanden die "Azzurri" keine Erklärung. Pessotto hatte das Team noch beim 2:0-Sieg in der Vorrunde gegen Tschechien in Hamburg besucht. Dabei habe der WM- Teilnehmer von 1998 keinen depressiven Eindruck gemacht. Mit der Nationalelf war Pessotto 2000 Vize-Europameister geworden. Mit Juve hatte er seit 1995 sechs Meistertitel und einmal die Champions League gewonnen.

Nirvana
28.06.2006, 00:10
Tschüss Juve - Ibrahimovic, Emerson, Trezeguet -> Bayern :D

Voodoo
05.07.2006, 09:04
Zwangsabstieg von Juve und Milan rückt näher


Rom - Als Fabio Capello am Dienstagmittag sein Traineramt bei Juventus Turin zur Verfügung stellte, verließ damit der Kapitän das sinkende Schiff.

Im Zuge des Manipulationsskandals im italienischen Fußball forderte Untersuchungsrichter Stefano Palazzi drakonische Strafen, und nicht nur dem Rekordmeister soll es an den Kragen gehen.
Die Urteile sollen bereits unmittelbar nach der WM gesprochen werden. Bis zum 27. Juli muss der italienische Verband der UEFA die Teilnehmer an den europäischen Vereins-Wettbewerben melden.
Zwangsabstieg für Juve und Milan
Die Anklage verlangt als Strafe für Juve den Zwangsabstieg in die dritte Liga, den Abzug von sechs Punkten bei Saisonbeginn und die Aberkennung der Meistertitel der vergangenen beiden Jahre.
"Vize" AC Mailand soll trotz energischer Proteste von Klubchef und Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi in die zweite Liga zwangsabsteigen und mit drei Minuspunkten an den Start gehen.
Für den AC Florenz und Lazio Rom verlangte Palazzi ebenfalls den Abstieg in die Serie B und zusätzlich den Abzug von 15 Zählern.
Milde Strafen für Moggi und Carraro
Vergleichsweise geringe Strafen sieht Palazzi dagegen für die Hauptakteure des Skandals vor.
Für den ehemaligen Juve-Sportdirektor Luciano Moggi und den ebenfalls zurückgetretenen Verbandschef Franco Carraro verlangte der Untersuchungsrichter eine fünfjährige Suspendierung sowie die Zahlung von 5000 Euro für jedes der insgesamt vier Vergehen, für das sie verantwortlich gemacht werden.
Zwei Jahre Sperre für Liga-Chef Galliani
Eine Fünfjahressperre sollen auch der zurückgetretene Juventus-Geschäftsführer Antonio Giraudo, Lazio-Klubchef Claudio Lotito, Fiorentina-Boss Diego Della Valle und dessen Bruder Andrea sowie Milan-Manager Leonardo Meani erhalten.
Adriano Galliani, zurückgetretener Liga-Chef und AC-Vizepräsident, soll zwei Jahre von der Fußball-Bildfläche in Italien verschwinden.
Schiedsrichter De Sanits gilt als Drahtzieher
Suspendiert werden sollen auch die ehemaligen Schiedsrichter-Koordinatoren Pierluigi Pairetto und Paolo Bergamo sowie die Referees Gianluca Paparesta und Massimo De Santis.
Der 44-Jährige De Santis hatte ursprünglich bei der WM pfeifen sollen, war aber kurz vor dem Beginn der WM in Deutschland vom Verband abgesetzt worden.
De Santis, der gemeinsam mit Moggi als Drahtzieher bei zahlreichen Spielabsprachen gilt, droht nun eine fünfjährige Sperre.
Capello bei Real im Gespräch
Die Reaktionen in Italien auf Palazzis Forderungen glichen einem Erdbeben.
Capello, der bereits als neuer Trainer von Real Madrid gehandelt wird, trat umgehend als Turiner Trainer zurück.
Die Aktien von Juventus und Lazio Rom mussten wegen starker Kurseinbrüche vorübergehend vom Handel ausgesetzt werden. Selbst die Wertpapiere des nicht beschuldigten AS Rom brachen ein.
Berlusconi spricht von Verschwörung
Berlusconi reagierte wütend und sprach von einer Verschwörung gegen den Klub, aber auch seine eigene Person.
"Ich bin empört. AC Mailand hat keinerlei Begünstigungen von Schiedsrichtern erhalten. Im Gegenteil: Der Klub ist Opfer der Absprachen anderer Klubs mit den Unparteiischen geworden."
"Ich bin sicher, dass diese absurde Strafforderung den Willen versteckt, mich politisch zu benachteiligen", meinte der Oppositionschef.
"Ich bin kein Drahtzieher"
Auch Referee De Santis protestierte wegen der strengen Strafforderung. "Ich bin kein Drahtzieher in diesem Skandal. In der Meisterschaft 2004-2005 habe ich fünf Spiele mit Juventus gepfiffen. Zweimal hat der Klub gewonnen, einmal kam es zu einem Remis und zweimal hat er verloren", sagte der Schiedsrichter.
Empört zeigte sich auch der Rechtsanwalt von Lazio Rom, Gianmichele Gentile: "Dies ist ein Prozess, bei dem das Urteil schon feststeht. Die Verteidigung hat keine Chance."

LOL, Serie A ohne Mailand, Juve, Lazio und Florenz :) Ein herber Schlag würde ich sagen :). Mal schauen, wo die ganzen Spieler hin verschwinden.

Nirvana
05.07.2006, 11:29
Kaka -> Bayern :D

Voodoo
05.07.2006, 11:31
Mich würde interessieren ob die ganzen Stars Austiegsklauseln in ihren Verträgen haben, für den Fall, dass die Mannschaft absteigt. Dann könnten einige sogar unter Umständen Ablösefrei gehen. harhar

rieke
05.07.2006, 11:41
NAja ich glaube die Verträge sind klar für die Serie A geschrieben. In dem Fall sind die dann wohl nicht mehr gültig.

freak
05.07.2006, 12:21
Klar...die Verträge gelten nur für die erste Liga!

Sgt Ultra
05.07.2006, 20:00
Ich denke mal das Italien dadurch in der 5-Jahres Wertung dann in nächster Zeit abrutschen wird. Die Stars werden die Liga verlassen, weil sich die kleineren Vereine die nicht leisten können...

Young-Steff
05.07.2006, 20:25
also mit meiner managerspiel erfahrung *g* kann ich sagen das die spieler auf jedenfall diese klauseln drin haben ablösefrei bai abstieg den verein zu wechseln...

P.S. ich habe da noch nen kandiaten für die fifa der unbedingt mal überprüft werden sollte... ich kenne seinen namen nicht aber er ist derjenige der am 4.7.2006 ab 21 uhr in dortmund ein gelbes trikot getragen hat :P

Sgt Ultra
15.07.2006, 10:47
Im größten Fußballskandal Italiens bleibt Juventus Turin der Sturz in Liga drei erspart. Nach einem Urteil des italienischen Fußballverbandes (FIGC) vom Freitagabend wird der Meister in die Serie B zwangsabsteigen. Das Gleiche gilt für Lazio Rom und Florenz. Weiterhin erstklassig bleibt Milan, wird aber nicht an der lukrativen Champions League teilnehmen.

Gemäß der Urteile vom Freitagabend wurden Juventus Turin zudem die Meistertitel der letzten beiden Spielzeiten 2005 und 2006 aberkannt. In die neue Saison in der Serie B startet Juventus allerdings mit der Riesenhypothek von 30 Minuspunkten.

Der ebenfalls maßgeblich in die Affäre verstrickte AC Mailand bleibt hingegen von einem Zwangsabstieg verschont, dem Klub des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlsuconi werden für die vergangene Saison allerdings rückwirkend 44 Punkte abgezogen. Damit darf Mailand in der kommenden Saison nicht in der Champions League starten. In der kommenden Serie-A-Saison werden Milan zudem 15 Zähler abgezogen.

Dem AC Mailand wird nachträglich der Titel 2005 (damals Vizemeister hinter Juve) zugesprochen, Meister 2006 ist Pokalsieger Inter Mailand, der die vergangene Saison als Dritter hinter Juventus und Milan abgeschlossen hatte.

13 von 23 Fußball-Weltmeistern stehen bei den vier Skandalklubs unter Vertrag. Beim italienischen Rekordmeister Juventus stehen unter anderem die Weltmeister Gianluigi Buffon, Gianluca Zambrotta, Fabio Cannavaro und Mauro Camoranesi unter Vertrag.

Ebenfalls in die zweite Liga absteigen, müssen der AC Florenz und Lazio Rom. Ex-Meister Lazio und die Fiorentina müssen mit Punktabzügen von sieben beziehungsweise zwölf Punkten in die neue Saison in der Serie B gehen.

Die drei sportlichen Absteiger aus der Serie A 2006 dürfen auch in der kommenden Saison weiter in der höchster Liga spielen. Der Tabellen-18. FC Messina, der 19. US Lecce sowie der letzte der Spielzeit 2005/2006, Treviso FBC, nehmen die Plätze der Zwangsabsteiger Juventus Turin, AC Florenz und Lazio Rom ein.

Der Prozess fand unter erheblichem Zeitdruck statt, weil bis zum 25. Juli der Europäischen Fußball-Union (UEFA) die endgültige Starterliste für die internationalen Wettbewerbe vorliegen muss. gemäß den Urteilen vom Freitagabend sind damit Inter Mailand, AS Rom, Chievo Verona und US Palermo für Italien in der Champions League startberechtigt.

Gerichts-Präsident Cesare Roberto erklärte nach der Urteilsverkündung: "Wir haben nur unsere Pflicht getan und uns von niemandem beeinflussen lassen." Italiens Ministerpräsident Romano Prodi erklärte in einer ersten Stellungnahme: "Wenn die Klubs und einige ihrer Verantwortlichen Fehler gemacht haben und schuldig gesprochen werden, müssen sie dafür bezahlen. Egal ob sie Weltmeister sind."

Darüberhinaus wurden zahlreiche Funktionäre von Juventus, Lazio und Florenz mit Berufsverboten zwischen einem und viereinhalb Jahren belegt. Berufsverbote für die nächsten fünf Jahre wurden für den ehemaligen Juventus-Manager Luciano Moggi sowie den früheren Geschäftsführer Antonio Giraudo ausgesprochen. Der zurückgetretene Verbandspräsident Franco Carraro erhielt eine Sperre von vier Jahren und sechs Monaten.


Von den acht Schiedsrichtern, gegen die im Zuge der Affäre Ermittlungen liefen, wurden fünf freigesprochen. Der für die WM urspünglich vorgesehene Massimo De Santis wurde hingegen mit einer Sperre von vier Jahren und fünf Monaten belegt.

Juve-Präsident Giovanni Cobolli kündigte ebenso wie der AC Florenz noch am Abend an, gegen das Urteil Einspruch einlegen zu wollen. "Das Urteil steht außerhalb jeder Logik und ist unerhört", sagte Cobolli. Die zurückversetzten Klubs haben nach der Urteilsverkündung noch Zeit in der kommenden Woche Berufung einzulegen.

Die von Sportrichter Cesare Ruperto ausgesprochenen Urteile wegen Manipulationen von Meisterschaftsspielen fielen damit milder aus als von Staatsanwalt Stefano Palazzi gefordert. Der hatte unter anderem für Juventus einen Zwangsabstieg in die Serie C und die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel sowie für den AC Mailand den Gang in die Serie B vorgesehen.




Die Urteile im Stenogramm

Juventus Turin

Zwangsabstieg in die Serie B, 30 Punkte Abzug für die Serie-B-Saison 2006/2007, Aberkennung der Meistertitel 2005 und 2006

AC Mailand

Rückwirkender Abzug von 44 Punkten in der Saison 2005/2006. Damit als Tabellenzwölfter nicht zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Abzug von 15 Punkten in der Serie-A-Saison 2006/2007.

Lazio Rom

Zwangsabstieg in die Serie B, 7 Punkte Abzug für die Serie-B-Saison 2006/2007

AC Florenz

Zwangsabstieg in die Serie B, 12 Punkte Abzug für die Serie-B-Saison 2006/2007

reini
15.07.2006, 13:26
Das Urteil find ich zu milde, aufjeden für Mailand....da hatte Berlusconi doch die Finger mit im Spiel.

Nirvana
15.07.2006, 18:25
also ich kann mit dem Urteil leben :)

Sgt Ultra
15.07.2006, 19:37
ich kann eigentlich auch damit leben, wobei Juve mit den -30 punkten bestimmt absteigt. Mailand is aber zu leicht davongekommen find ich

reini
15.07.2006, 22:33
Mailand hätte aufjeden, ne härtere Strafe verdient.Da sind die doch alle korrupt.Allein schon der Berlusconi,beschwert sich einmal und behauptet "Der Verein ist das Opfer"...:stupid2: und Mailand kriegt nur ein paar MInuspunkte aufgebrummt.

Sgt Ultra
19.07.2006, 20:04
LOL, das hört irgendwie gar nimmer auf bei denen...


Der Manipulations-Skandal im italienischen Fußball zieht immer weitere Kreise.

Nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale" könnten nun auch Chievo Verona und Reggina Calcio in den Sog der Ermittler gezogen werden.
Die Staatsanwaltschaft von Neapel wird dem Verband in den nächsten Tagen ein 300-seitiges Dossier mit abgehörten Telefongesprächen aus der Meisterschaftssaison 2004/2005 einreichen.
Dabei sollen weitere Unregelmäßigkeiten zu Tage getreten sein.

Wegen der zahlreichen Unwägbarkeiten durch die ausstehenden Gerichtsurteile wird die neue Saison in der Serie A voraussichtlich um zwei Wochen verschoben.
Der ursprünglich am 27. August geplante Meisterschaftsstart soll am 10. September erfolgen. Dies berichten am Mittwoch mehrere italienische Medien.

Eine offizielle Bestätigung des Verbandes (FIGC) blieb noch aus.
Aus Verbandskreisen verlautete aber, dass es "angesichts der aktuellen Notlage kein Drama" sei, wenn der Beginn der Meisterschaft um einige Wochen verschoben werde.
Einen definitiven Beschluss über das Datum des Meisterschaftsbeginns soll bekannt gegeben werden, nachdem der Berufungsprozess abgeschlossen ist.

Die bestraften Klubs könnten nach dem Urteil noch bei einem römischen Verwaltungsgericht Einspruch gegen die Urteile der Sportjustiz einreichen, was den Meisterschaftsbeginn noch weiterhin verzögern könnte.

Unterdessen fiebert Italien dem am Samstag beginnenden Berufungsprozess entgegen, der voraussichtlich vier Tage lang dauern wird.
Das zweitinstanzliche Urteil könnte schon am kommenden Dienstagabend verlesen werden. Alle vier Vereine - neben Rekordmeister Juventus Turin waren auch Lazio Rom und der AC Florenz zum Zwangsabstieg verurteilt worden - haben gegen die ersten Urteile Einspruch eingelegt.

Juve ist bereits öffentlich auf Distanz zu seinem zurückgetretenen Sportdirektor Luciano Moggi gegangen, der als Drahtzieher der Manipulationsaffäre gilt.
"Moggi war nicht der Verwalter des italienischen Fußballs. Die Strafe, die gegen Juventus verhängt worden ist, ist absolut unbegründet", heißt es im achtseitigen Dokument, das von Rechtsanwalt Cesare Zaccone eingereicht wurde.
Unerklärbar sei, dass Juventus der Meistertitel 2006 entzogen worden sei. "In der Saison 2005/2006 sind keine Unregelmäßigkeiten aufgetreten", schreibt der Anwalt.

Sgt Ultra
26.07.2006, 09:59
Rom - Das Berufungsgericht des italienischen Fußball-Verbandes (FIGC) hat die Strafen für Juventus Turin und drei andere Top-Clubs im Manipulationsskandal abgemildert.
Rekordmeister Juve muss zwar wie in erster Instanz entschieden in der kommenden Saison in der 2. Liga starten, wird aber dort nur mit 17 statt 30 Minuspunkten belastet. Lazio Rom und der AC Florenz dürfen auch in der kommenden Saison in der Serie A spielen. Dies gab der Vorsitzende Richter Piero Sandulli in Rom bekannt.

Die vom Sportgericht am 14. Juli verhängten Urteile gegen die anderen Clubs wurden in zweiter Instanz deutlich abgemildert. Lazio Rom und der AC Florenz dürfen ebenso wie der AC Mailand weiter in der Serie A spielen. Lazio werden in der kommenden Saison elf Punkte abgezogen, Florenz startet mit 19 Minuspunkten in die neue Spielzeit. Der AC Mailand bekommt zur neuen Saison in der höchsten italienischen Spielklasse nur noch acht statt 15 Punkte abgezogen.

Auf Bitte des italienischen Verbandes verlängerte die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Meldefrist für die europäischen Club- Wettbewerbe um einen Tag auf den 26. Juli. Bereits am Freitag, dem 28. Juli, werden in Nyon die dritte Qualifikationsrunde in der Champions League und die zweite Qualifikationsrunde im UEFA-Pokal ausgelost.

zierfisch
26.07.2006, 10:20
Das versteh ich nunmal garnicht, vor allem da die Manipulationen so weittragend waren, dass die ganze Liga beeinflusst wurde. Die Strafen sind hier eindeutig zu gering ausgefallen!

Sgt Ultra
26.07.2006, 10:23
was erwartest du? es ist italien, das land der mafia, der geldschieberei und gaunerei ;)

Voodoo
26.07.2006, 10:33
ja, ein weiterer Grund, warum sich die Italiener wirklich schämen sollten. Die können sich doch alles erlauben und bekommen Baby Strafen. Echt lächerlich!

Nirvana
26.07.2006, 11:03
Juve, Lazio und Florenz haben schon wieder Berufung eingelegt ... wenn das weiter so geht, dann bekommen die noch nen Fairnesspokal am Ende ;o)

Voodoo
26.07.2006, 11:11
WAS?!!!? Gehts denen noch gut? ALDA. Die FIFA soll mal einschreiten und die Vereine komplett einstampfen lassen..... :stupid2:

zierfisch
26.07.2006, 16:01
frechheit...

deswegen bevorzuge ich immer noch die nicht so "stark" verschuldete Bundesliga und respektiere Vereine wie Bayern München die ein dickes Konto wegen ihrer guten Einkaufspolitik haben!!!!

Totenhand
28.07.2006, 13:57
WAS?!!!? Gehts denen noch gut? ALDA. Die FIFA soll mal einschreiten und die Vereine komplett einstampfen lassen..... :stupid2:


ich würds besser finden wenn die komplette Verband von der FIFA ausgeschlossen werden sollte.
Finde das ist für den Weltfußball nicht tragbar wenn da Vereine bescheißen und die Regierung nicht dagegen vorgeht.

Voodoo
28.07.2006, 14:07
So, wie sie gegen Griechenland vorgegangen sind vor einigen Wochen. Das sollten sie auch mit Italien machen. So kanns doch echt nicht weiter gehen.

Young-Steff
02.08.2006, 14:23
italien macht eben viel geld für den fussball der welt...geld regiert die welt...ich hab absolut nix gegen italien oder italiener aber ich hasse den italienischen fussball abgrund tief!

Nirvana
23.08.2006, 16:12
JUVENTUS-KLAGE

Fifa droht Italien mit Ausschluss

Der Weltverband macht ernst: Sollte Juventus Turin wirklich vor ein ordentliches Gericht ziehen, um gegen den Zwangsabstieg zu klagen, droht die Fifa dem italienischen Fußball-Verband mit harten Konsequenzen. Betroffen davon wäre auch die Weltmeisterelf.

Rom - Der italienische Fußball-Verband FIGC soll Rekordchampion Juventus Turin zur Einsicht bringen, ansonsten hat die Fifa einen Ausschluss der Nationalmannschaft und aller italienischen Cubs von internationalen Wettbewerben angedroht. Die Fifa fordere vom FIGC, Juventus davon abzuhalten, vor ein ordentliches Gericht zu ziehen.

Zur Begründung verweist die Fifa ihre Statuten, denen zufolge der jeweilige Verband dafür Sorge zu tragen hat, dass die ihm angehörenden Vereine Streitigkeiten nur vor Sportinstanzen, aber nie vor ordentlichen oder Zivilgerichten austragen. Juve stünde demnach nur der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne zu.

Der FIGC reagierte prompt und hat Juventus heute mit noch härteren Strafen gedroht. Sollte der Traditionsclub den Zwangsabstieg tatsächlich vor einem Zivilgericht anfechten, werde der Verband weitere Sanktionen gegen Juve verhängen. Der FIGC sicherte der Fifa ein hartes Vorgehen zu.

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter habe, so bestätigte Fifa-Sprecher Andreas Herren der französischen Nachrichtenagentur afp, gestern einen Brief an Guido Rossi, den Präsidenten des italienischen Verbandes FIGC, und Gianni Petrucci, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Italien, geschickt. In diesem Schreiben betonte Blatter, dass die Urteile von Sportgerichten nicht zur Klärung vor ein ordentliches Gericht gebracht werden dürfen.

Der Juve-Vorstand hatte am Montag einstimmig entschieden, das Verwaltungsgericht der Region Lazio anzurufen, das das Recht hat, Urteile von Sportverbänden aufheben kann. "Die Sanktionen gegen Juventus sind unverhältnismäßig", hieß es in einer Erklärung der Turiner: "Es ist unverständlich, dass Juventus mit der größten Strenge behandelt wird."

Rekordmeister Juventus war als einziger in den Manipulationsskandal verwickelter Verein vom Sportgericht des italienischen Verbandes in die Serie B verbannt worden, der AC Mailand, Lazio Rom und der AC Florenz blieben dagegen nach der Berufungsverhandlung in der Serie A. Zahlreiche Spieler wie Weltmeister Gianluca Zambrotta (FC Barcelona) oder Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand) haben den Club inzwischen verlassen.

Quelle: spiegel.de (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,433183,00.html)

gut so !

Voodoo
23.08.2006, 16:16
Find ich auch. Die Turiner erlauben sich echt viel zu viel. Ach ... die ersten Stars wechseln übrigens schon wieder nach Turin. Die werden sicherlich nicht lange da unten verweilen.

Italien... pfffff.... da kannste auf Fußball scheissen.

Totenhand
24.08.2006, 18:10
njo vorallem haben die ja auch wieder ordentlich Kohle von den anderen Vereinen bekommen, die deren Spieler gekauft haben.

Fand die Einstellung von Bayern in dem Falle echt korrekt. Neulich ham sie Hoeneß gefragt warum sie sich nicht bei Juve bedient haben, darauf hin meinte er: uns wurden alle spieler angeboten, aber wir haben uns drauf geeinigt das wir keine Spieler von nem verein kaufen, die den ganzen Fußball betrogen haben, und den somit noch finanziel zu unterstützen.

Ich würde es nur richtig finden, wenn die Fifa Italien erstmal komplett ausschließt. Ham sie ja mit Griechenland auch schon gemacht (war zwar nen anderer Fall, aber wurden halt ausgeschlossen).

Voodoo
25.09.2006, 14:18
Spionage-Affäre bei Bayern-Gegner Inter


Zwei Tage vor dem Gruppenspiel in der Champions League gegen den FC Bayern München wird nun auch Inter Mailand vom italienischen Fußball-Skandal eingeholt.

Wie die "Gazzetta dello Sport" am Montag berichtet, soll die Inter-Führung 2002 einen Detektiv auf den früheren Schiedsrichter Massimo De Santis angesetzt, seine Konten ausspioniert und seine Telefongespräche illegal abgehört haben.
Der italienische Fußball-Verband (FIGC) wolle gegen Inter wegen Unsportlichkeit ermitteln, so die Zeitung weiter.
Inter-Boss Massimo Moratti wies alle Vorwürfe vehement zurück. "Dies entbehrt jeglicher Grundlage. Inter Mailand hat damit nichts zu tun", erklärte er in einer ersten Stellungnahme.
Angebliche Absprachen zwischen De Santis und Moggi
Der damalige und inzwischen verstorbene Inter-Präsident Giacinto Facchetti soll von einem Kollegen von De Santis, Danilo Nucini, auf angebliche Absprachen zwischen Ex-Juve-Manager Luciano Moggi und dem Referee hingewiesen worden sein.

Inter habe sich laut "Gazetta" selbst um die Sache gekümmert, da Nucini seinen Verdacht der Staatsanwaltschaft vorenthalten habe.
Wieviel wusste Inter?
Der von Inter angeheuerte Detektiv habe sowohl De Santis, als auch den damaligen FIGC-Chef Franco Carraro illegal abgehört – dank seiner hervorragenden Kontakte zu Telecom-Manager Giuliano Tavaroli.
Die Staatsanwaltschaft Neapel hatte Tavaroli 2004 gebeten, ihr bei geplanten Abhöraktionen von Luciano Moggi, dem mutmaßlichen Drahtzieher im Manipulationsskandal, behilflich zu sein.
Daraufhin habe Tavaroli seinen Vorgesetzten Carlo Buora informiert. Der wiederum ist Vize-Präsident von Inter Mailand.

Sgt Ultra
21.06.2007, 19:15
Aus gegebenem Anlass mal wieder nen alten Schinken rauskramen:


Mailänder Klubs am Pranger
Inter Mailands Klub-Präsident Massimo Moratti reagierte demonstrativ gelassen auf die schweren Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen den italienischen Meister.
"Ich bin absolut ruhig, weil Inters Bilanzen in Ordnung sind. Die Staatsanwaltschaft und die Steuerpolizei haben das Recht zu ermitteln, wir werden uns verteidigen", sagte Moratti.
Beiden In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Mailänder Staatsanwaltes Carlo Nocerino wird Inter Bilanzfälschung vorgeworfen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, hätte das dramatische Konsequenzen.
"Hätte Inter nicht die Schulden verheimlicht, hätte Inter nicht die Lizenz für die Meisterschaft 2005/2006 erhalten", heißt es in dem Bericht.Nocerino wirft neben Inter auch Stadtrivale AC Milan vor, die Lizenzen für die Saison 2005/06 mit Hilfe von Bilanzmanipulationen erschlichen zu haben.

Inter war wegen des Manipulationsskandals im vergangenen Jahr am grünen Tisch zum Meister 2006 erklärt worden, nachdem der "sportliche Champion" Juventus Turin zum Zwangsabstieg und Stadtrivale AC Mailand zu drastischen Punktabzügen verurteilt wurden. Durch überhöhte Spielerwerte hätten beide Klubs gegenseitig Bilanz-Defizite ausgeglichen. Inter habe im Sommer 2003 Matteo Giordano für drei Millionen Euro an Milan verkauft. Dessen realistischer Wert habe aber nur rund 300.000 Euro betragen. Die Differenz von 2,7 Millionen Euro habe Inter aber in der Bilanz verbucht. Im Gegenzug war es offenbar auch für Milan ein erkleckliches Geschäft, da dabei nie Geld geflossen sein soll und stattdessen eigene Spieler für die Neuzugänge eingetauscht wurden. Da auch deren Werte überhöht gewesen sein sollen, musste der "kaufende" Klub kein Minus in der Bilanz ausgeben.

Die Technik der so genannten "Plusvalenze" ist in Italien wohl schon seit Jahren gang und gäbe. Im Moment läuft ein ähnlicher Prozess gegen die Hauptstadt-Klubs AS Rom und Lazio Rom. Staatsanwalt Nocerino hat die Ermittlungen gegen Moratti sowie gegen die beiden Inter-Manager Rinaldo Ghelfi und Mauro Gambaro in den vergangenen Tagen abgeschlossen.
Nach einer möglichen Verurteilung vor einem Zivilgericht drohe Inter die Aberkennung des Meistertitels 2006 und beiden Vereinen hohe Strafen bis hin zum Zwangsabstieg, schreibt die "Gazzetta dello Sport".
"Das ist absurd. Inter-Fans können beruhigt sein, wir werden den Titel 2006 nicht verlieren", entgegnete Moratti aber in einem Gespräch mit Journalisten am Donnerstag.Die Ermittlungen der Mailänder Justizbehörden betreffen die Jahre 2003 bis 2005. Gegen Champions-League-Sieger Milan und dessen Vize-Präsidenten Adriano Galliani laufen ebenfalls Ermittlungen. Auch Galliani wies die Vorwürfe entschieden zurück. "Die Bilanzen unseres Klubs bezüglich der Einschreibung für die Meisterschaften 2004/2005 und 2005/2006 sind total in Ordnung", meinte Galliani.


Man man, hört das denn nie auf? Dieses Land, so schön es zum Urlaub machen auch ist, Stinkt von oben bis unten...

Voodoo
21.06.2007, 19:55
oh mann. hoffenltich werden die Strafen folgen. Sport ist echt nicht mehr das was es mal war. In einer Ecke hört man von Doping. In der anderen Ecke von Absprachen und hier von Manipulationen.... :(

Castor
21.06.2007, 20:18
[...]Sport ist echt nicht mehr das was es mal war. In einer Ecke hört man von Doping. In der anderen Ecke von Absprachen und hier von Manipulationen.... :(

naja, dass ist doch nix neues. Man denke an den Bundesliga Skandal in den 60er (oder war's Anfang der 70er) mit Scheisse 05 und Bielefeld.
Es gibt auch klare Fakten, die besagen, dass im Prinzip jeder Tour Sieger seit den 60er Jahren gedopt war bzw. gewesen sein muss. Sind immer alle mal erwischt worden, auch wenn es eben teilweise keine Konsequenzen hatte.