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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Earthrace In 65 Tagen um die Welt - mit Biodiesel



Cobra
14.05.2006, 21:05
In der Rekordzeit von 65 Tagen will Pete Bethune die Welt umrunden - mit einem futuristischen Rennboot. Revolutionär: Das Boot des Earthrace, so der Name des Projekts, fährt mit umweltfreundlichem Biodiesel und ist aufgrund seines Designs in der Lage, meterhohe Wellen zu durchschneiden - bei einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 90 km/h.

kBeim Anblick dieses Rennbootes denkt man eher an Science Fiction als an Umweltschutz. Und doch ist das Werben für alternative Energiequellen wie Bio-Diesel das eigentliche Ziel des Earthrace. Der Neuseeländer Pete Bethune startet im Juni zu einer Weltumrundung entlang des Äquators - insgesamt sollen dabei mehr als 24.000 Seemeilen zurückgelegt und weltweit über 90 Städte besucht werden. Der eigentliche Rekordversuch soll erst im März und April 2007 stattfinden. Davor und danach rührt der abenteuerlustige Ingenieur mit seiner Crew die Werbetrommel.

Wellenbrecher mit Design
Vor zwei Jahren baute Bethune den ersten Prototyp für das Earthrace. Die revolutionäre Form des Rumpfes musste auf Herz und Nieren geprüft werden. Die bei dem Boot eingesetzte Technologie heißt " Wave Piercing" (zu deutsch "Wellenbrechen") und macht hohe Geschwindigkeiten auch auf hoher See möglich. Der fast auftriebslose schlanke Rumpf des Trimarans durchschneidet die Wellen, statt in Berg- und Talfahrt über sie hinwegzufahren - wie ein Torpedo. Der Trimaran ist 24 Meter lang und 7 Meter breit, zwei 540 PS starke Motoren sorgen für die nötige Power.

"Das coolste Boot der Welt"
An dem Boot, das nun auf große Fahrt geht, hat Bethune 14 Monate gearbeitet. Durch Geldmangel - die Baukosten betrugen rund anderthalb Millionen Euro - und die daraus folgende Suche nach Sponsoren kam es immer wieder zu Unterbrechungen. Die Mühe hat sich trotzdem gelohnt. "Es ist das coolste Boot der Welt", sagt der stolze Konstrukteur. Die Maori-Ornamente auf dem Boot unterstreichen die ökologische Botschaft des Earthrace.

kHörner am Heck
Die futuristisch anmutenden Hörner am Heck des Bootes sehen nicht nur beeindruckend aus - sie haben auch eine wichtige Funktion. "Wenn wir wie ein U-Boot durch die Wellen fahren, müssen wir trotzdem die Motoren mit Luft versorgen. Deshalb haben wir uns diese coolen Hörner einfallen lassen. An der oberen Spitze werden die heißen Auspuffgase ausgestoßen und unten saugen wir saubere Luft an." Die imposanten Konturen des Gefährts sorgen für die nötige Stabilität auf dem Wasser.

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Hindernisse auf hoher See
Die geplante Route des Earthrace
Etwa 18 Monate wird die Earthrace-Crew unterwegs sein - und die Reise ist nicht gerade ungefährlich. "Wenn wir richtig schnell fahren und einen Container sehen, dann haben wir nicht viel Zeit zum Ausweichen. Wenn wir ihn rammen, dann sitzen wir anschließend ziemlich schnell im Rettungsboot", sagt der Kapitän. Das Radar ist Bethunes einzige Versicherung gegen im Meer treibende Hindernisse.

Young-Steff
14.05.2006, 21:29
das boot ist wirklich verdammt cool...

rieke
14.05.2006, 21:50
ich fänd nen kleines demonstationsvideo nicht uninteressant. Ich würd das Ding nämlich gern ma in AKtion sehn ;)

Voodoo
15.05.2006, 09:55
Das Ding taucht bestimmt im nächsten James Bond auf :D