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View Full Version : Umwelt/Natur - Braunbär könnte nach Deutschland einwandern



Voodoo
18.05.2006, 12:10
BildIn Österreich wurde ein Braunbär nahe der Grenze zu Deutschland gesichtet. Naturschützer rechnen damit, dass er einwandert.

Im österreichischen Vorarlberg und in Tirol wurde ein Braunbär beobachtet. Sollte das Wildtier die Grenze zu Deutschland überqueren, wäre es das erste auf deutschem Boden seit mehr als 170 Jahren.

In Österreich sei bereits seit einer Woche «der Bär los», teilte die Naturschutzorganisation WWF mit. Seit dem gestrigen Dienstag wird der Bär kurz vor der deutschen Grenze im Allgäu in Tirol vermutet. Er soll dort in der Ortschaft Holzgau, etwa fünf Kilometer Luftlinie von Deutschland entfernt, gesichtet worden sein.

Derzeit wird eine DNA-Probe analysiert, die Aufschluss über die genaue Herkunft des Tieres geben soll. Man vermutet, dass es sich um «JJ2» handelt. Dieser Bär war bereits im letzten Jahr in der Schweiz und in Tirol beobachtet worden.

In Deutschland wurde der letzte Braunbär 1835 in Rupolding erlegt. Eine Rückkehr von Meister Petz hierzulande galt bislang als äußerst unwahrscheinlich. In Österreich waren die Braunbären Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet. 130 Jahre später kehrte jedoch ein Bär in die nördlichen Kalkalpen Österreichs zurück. Das Tier wanderte aus Slowenien ein und wurde als «Ötscherbär» bekannt.

1989 setzten Artenschützer des WWF die Bärin Mira aus – das Weibchen sollte sich mit dem Ötscherbären paaren. Bereits zwei Jahre später wurde Mira mit drei Jungen gesichtet. Der WWF siedelte daraufhin zwei weitere Tiere aus. Seither wurden etwa 27 Bärenkinder in den Alpen Österreichs geboren. Stabil ist die Bären-Population in Österreich allerdings nicht: Nach Einschätzung des WWF muss der Bestand dazu auf mindestens 50 Tiere anwachsen

Das freut mich jetzt echt... endlich mal andere Nachrichten über die Tierwelt. Nicht immer nur, dass die nächste Rasse ausgestorben ist.

Diablo
18.05.2006, 17:31
ich mag bären^^

Cobra
22.05.2006, 21:07
:confused: grad gelesen:

Nachdem ein Braunbär in Deutschland Schafe und Hühner gerissen hat, soll er abgeschossen werden. Die Entscheidung wird von Tierschützern scharf kritisiert.weiter (http://www.netzeitung.de/wissenschaft/400245.html)

Young-Steff
22.05.2006, 21:28
sollen die menschen doch die tiere in ruhe lassen...

Totenhand
23.05.2006, 00:47
jupp haben sie vorhin im Radio gesagt das er entweder dauerhaft eingesperrt werden muss, oder halt umgelegt.

Find sowas traurig ... Wenn er ursprünglich hier her kommt, dann kann er doch auch wieder hier leben

Voodoo
23.05.2006, 07:59
total bekloppt. Erst freuten die sich, dass der Bär endlich wieder nach Deutschland kommt, nachdem wir so blöd waren und ihn ausgerottet haben und kaum tötet es mal eine Gans, wird es sofort auf die Abschussliste gesetzt. Dass es millionen von Gänse in Deutschland gibt wird gar nicht berücksichtigt. :shakehea:

zoot
23.05.2006, 08:28
ich war gestern schon fast sauer als ich es im tv gesehen hab ... :(

rieke
23.05.2006, 16:19
Das Problem liegt eher beim Bär und nicht beim Menschen. Dieser spezielle Bär hat es nicht anders gelernt, als beim Menschen Futter zu finden, sprich Hühnerställe, Schafweide o.ä. Es gibt noch andere Bären in Österreich, die gelernt haben ihr Futter in der Wildnis zu suchen.

Ganz davon abgesehn bin ich der Meinung, dass in es in Deutschland viel zu besiedelt ist, als dass wirklich wieder Bären bei uns leben könnten. Son Vieh rennt mal bis zu 20km in der Nacht, da kommt er zwangsläufig an einer Ortschaft vorbei. Es wird immer wieder Bauern oder Privatleute geben, die nicht auf Bären vorbeireitet sind, allenfalls auf Füchse oder Marder. Son Bär kann halt mal son Hühnerstall komplett einreißen, im Gegensatz zu einem Marder. Wenn Bären wieder bei uns leben sollen, dann muss auch der letzte Depp damit einverstanden sein, weil dummerweise der letzte Depp eine Klage oder einen Antrag stellen kann, dass dieser Bär geschossen wird oder ausgesiedelt - wenn das Tier etwas beschädigt oder erlegt hat.

Wenn jetzt manche sagen: Aber in anderen Ländern klappt das auch, z.b. in Kanada. In Kanada leben die Menschen schon seit sie denken können mit Bären zusammen, wenn das hier in Deutschland klappen soll muss einiges geschehen...

Voodoo
23.05.2006, 16:28
In den Alpen gibt es sicherlich auch große Flächen ohne menschliche Besiedlung. Ich war neulich in den Alpen und konnte mich davon überzeugen. Doch stimmt es schon, dass es der Bär in Deutschland schwer haben wird. Wir alle hoffen immer nur das Beste für die Bären (Bär ersetzbar durch jedes andere Lebewesen), doch sollte mal dieser Bär ein fremdes Grundstück "betreten" wird es erschossen.

BTW: Ein Marder hat mal an mein Auto rumgeknappert und während der Fahrt ist mein Anlasserkabel komplett durch. Wäre es das Bremsschlauch gewesen, dann hätte es auf der Autobahn bös enden können. Ich fordere jetzt auch nicht, dass alle Marder erschossen werden.

Ich sehe es so. Wenn man in solchen natürlichen Gegenden wohnt, dann muss man auch mit den Konsequenzen rechnen, z.B. dass ein Tier mal was ... tierisches tut. Ich bau mir auch kein Haus im Regenwald und erschiesse dann alle Schlangen, weil eins davon mein Hund gefressen hat.

Voodoo
23.05.2006, 17:18
Bären-Jagd löst Empörung aus



Zum ersten Mal seit 170 Jahren ist ein Braunbär in Deutschland gesichtet worden - und soll abgeschossen werden. Inzwischen suchen Jäger nach dem Bären, was bei Tierschützern für Entrüstung sorgt.



Bis zu einem Dutzend Jäger suchen nach dem in Bayern gesichteten Braunbären. Der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) hatte das Tier am Montag zum Abschuss freigegeben. «Der Bär ist seit gestern Nachmittag nicht mehr gesichtet worden. Heute Vormittag sind Jäger unterwegs in dem Gebiet, wo er zuletzt aufgetreten ist und suchen nach Spuren», sagte ein Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen. In der Nähe der Kreisstadt hatte der Bär am Wochenende Schafe gerissen und war in einen Hühnerstall eingedrungen.

Tierschützer empört über geplanten Abschuss

Tierschützer in Deutschland kritisierten unterdessen den geplanten Abschuss. «Typisch deutsch» sei die Entscheidung der bayerischen Behörden, sagte der Präsident des deutschen Naturschutzringes, Hubert Weinzierl. «Wir machen uns weltweit lächerlich.» Auch der Tierschutzbeauftragte der SPD, Wilhelm Priesmeier, kritisierte den geplanten Abschuss. «Ich halte das Theater nicht für angemessen», sagte er der «Berliner Zeitung». Nur wenn der Bär eine unmittelbare Gefahr für Menschen sei, wäre der Abschuss gerechtfertigt.

Es reiche aus, den Bären zu betäuben, anstatt ihn zu töten, meinte Naturschutzring-Präsident Weinzierl. Er forderte, dass Bayerns Umweltminister seine Abschussforderung zurücknehmen solle. Sonst müsse der für Tierschutz zuständige Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) seinen «wild gewordenen Landsmann bremsen», forderte Weinzierl.


Abschuss «ungeheuerlich und empörend»

Auch der Deutsche Tierschutzbund stößt sich am geplanten Abschuss: «Ich halte den Vorgang für ungeheuerlich und empörend», sagte die Vizepräsidentin des Verbandes, Brigitte Rusche. Die Deutschen regten sich über jeden Elefanten auf, der in Afrika erschossen werde, um die Ernte der Bauern zu schützen. «Aber selbst fällt uns nichts besseres ein, als einen Bären sofort abzuschießen.» Der Braunbär in Bayern ist seit 170 Jahren der erste Bär in Deutschland.

Die teilen so ziemlich meine Meinung :D

rieke
24.05.2006, 11:09
Gestern habe ich noch einen interessanten Kommentar im Radio gehört, in dem nicht nur kritisiert wurde, dass der Bär eventuell abgeschossen werden soll, sondern die Jäger seit ziemlich langer Zeit auch keine Übung hatten solche Viecher abzuknallen. Sprich wenn er daneben schiesst - und das ist ziemlich häufig der Fall - dann viel Spass :)

Abgesehen davon, gibt es in Deutschland nur sehr wenige Gegenden wo der Bär leben könnte. In BaWü z.B. gibt es gerade mal ca.20 Gebiete in denen die Natur nicht innerhalb von 5-10qkm von einer stark befahrenen Straße durchquert wird.

Zu dem Artikel oben: die machen sich wirklich total lächerlich. Jeder, der Ahnung hat und vor allem auch die Tierschutzbünde haben zugestanden, dass gerade dieser Bär nicht weiter dort leben kann - weil er nunmal in Menschennähe aufgewachsen ist und demnach auch gelernt hat, sich beim Menschen sein Fressen zu holen. Wie ich schon oben gesagt habe, beteuerten die Experten aber auch, dass es z.B. in Österreich sehr wohl auch Bären gibt die nicht bei jedem Hunger an der Haustür klopfen.
Dieser jetzige Bär muss leider austransportiert werden - abgeschossen ist mal wieder genau das was man von sonem bayrischen Politiker erwarten kann ...

Voodoo
19.06.2006, 10:30
Die haben den Bären ja immer noch nicht. Doch wenn die Pressemitteilungen stimmen (und nicht nur Falschinformationen enthalten um die Bevölkerung zu beschlichtigen), dann sollte der Bär wirklich gefangen genommen werden. Er reisst ständig Schafe und frisst sie nicht. Er scheint es fast aus Spaß oder Langeweile zu machen. Und das ist nicht wirklich gut...

Mal schauen.... die starke Hitze soll ihm ja zu Gute kommen. So können die Hunde ihn noch schwieriger folgen.

GSF_Patrick
19.06.2006, 10:41
Sorry,

aber hin und wieder geht es halt mit mir durch. Und wirklich schmecken tun mir die Schafe nicht.

Hoffentlich schießen die mich nicht wirklich ab.... Mein schönes Kostüm :heilig:

Voodoo
26.06.2006, 10:08
Braunbär «Bruno» ist tot.



Der seit Wochen im
bayerisch-österreichischen Grenzgebiet
umherstreunende Bär wurde in der Nacht zu
Montag in der Nähe des Spitzingseegebiets
im Landkreis Miesbach von Jägern
erschossen. Das bestätigte ein Sprecher
des bayerischen Umweltministeriums der
dpa.


Der Bär sei gegen 4.50 Uhr in der Nähe der
Rotwand erlegt worden. Nach wochenlangen
vergeblichen Versuchen, das Tier lebend zu
fangen, war «Bruno» zu Wochenbeginn wieder
zum Abschuss freigegeben worden. Zuvor war
es auch den vielgerühmten finnischen
Bärenjägern mit ihren speziell
ausgebildeten Hunden nicht gelungen, den
Bären zu stellen.


Noch am Samstag war das Tier mehreren
Mountainbikern begegnet. Sie sahen ihm zu,
wie er durch den Soinsee im Landkreis
Miesbach schwamm. Danach wurde er von drei
Wanderern dabei beobachtet, wie er ins
Gebirge aufstieg.

rieke
26.06.2006, 10:22
ich weiß nicht so ganz was ich davon halten soll....

Totenhand
26.06.2006, 10:29
tjo da versucht man erst den zu fangen nur um ihn dann doch abzuschießen ... Früher oder später hätten sie ihn bestimmt auch gefangen. Naja typisch Mensch ..

Nirvana
26.06.2006, 11:10
Naja ich habe auch gelesen, dass die bei anderen Bären über ein Jahr gebraucht haben, um diesen zu fangen ... und wer weiß was der bis dahin alles angestellt hätte ;) Schade ist es allerdings trotzdem ...

Cobra
26.06.2006, 19:12
die hatten doch alle nur Angst vor dem :D

ne aber mal ernsthaft, echt schade um den Bären :(

GSF_Patrick
27.06.2006, 11:09
Gestern kam eine Reportage, weiss nicht mehr wo und wann...


Diese finnischen Bärenjäger hätten wohl einige male die Chance gehabt und haben sie verpasst weil sie die Zeit mit anderen Dingen verplempert haben....

Von daher könnte Bruno auf jeden Fall noch leben oder lebendig gefasst worden sein... Aber man machts halt doch lieber auf die brutalere Art und Weise...

Schade.....

riKkTer^
29.06.2006, 13:53
http://ugly.plzdiekthxbye.net/art2/ultimate-uglybear.png
sieht doch ganz putzig aus. Weiss gar ned was die leute haben ^^

Voodoo
29.06.2006, 13:55
lol

vamp
29.06.2006, 14:05
rofl

rieke
29.06.2006, 15:27
omfg rikk^s welt 11 :ugly: