PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biologie - ...wie werde ich wohl in Zukunft aussehen?



Cobra
22.05.2006, 21:59
Diese Frage konnte Schneewittchens Stiefmutter ihrem Spiegel noch nicht stellen. Denn erst jetzt haben Wissenschaftler ein digitales Modell entwickel, dass in die Zukunft schauen kann. Dieser Wahrsage-Spiegel soll Gesundheitsmuffeln und Vielfraßen helfen, durch einen Blick auf ihr zukünftiges Äußeres ihre schlechten Lebensgewohnheiten abzulegen.
Der Spiegel, den in der südfranzösischen Forscherstadt Sophia Antipolis entwickelt worden ist, kann das zukünftige Aussehen von Menschen sichtbar machen. Übergewichtige oder Sportmuffel haben die Folgen ihres Lebensstils also mit einem Blick vor Augen: "Wir sind überzeugt, dass die dem Spiegel zu Grunde liegende Technologie nicht nur dabei helfen kann, ein genaues Bild des Körpers zu berechnen, sondern dass durch die drastische Darstellung auch Verhaltensänderungen bewirkt werden", sagt Dr. Jeannie Huang von der University of California in San Diego. Die US-Medizinerin will den Prototyp des Wahrsage-Spiegels bei wissenschaftlichen Studien einsetzen.

Ein Hochleistungscomputer im Spiegel-Kostümd
Der Protoyp sieht auf den ersten Blick aus wie ein normaler Spiegel. Reine Fassade: In Wirklichkeit ist es ein Flachbildschirm. Zwei Kameras, die an seiner Seite angebracht sind, filmen die Versuchsperson und erzeugen aus den beiden Bildern ein wirklichkeitsgetreues "Spiegelbild". Per Spezialsoftware und moderner Bildbearbeitung kann der Computer das Bild der Person dann auch in die Zukunft projizieren. Doch um die späteren Gesundheitsaussichten eines Menschen zu berechnen, braucht der Hightech-Spiegel natürlich möglichst genaue Daten.

Keine Chance für Stubenhocker
Die bekommt er über Webcams und Sensoren, die überall im Haus angebracht sind. Ob man sich nach Feierabend noch vorbildlich auf den Hometrainer schwingt oder nur das Sofa trainiert, ob man sich einen Salat zum Essen macht oder nachts noch das Nutellaglas aus dem Kühlschrank leer schleckt – das Beobachtungssystem sieht alles. Per Schrittzähler werden auch noch das Joggingtraining oder der Spaziergang zur Arbeit eingerechnet. Der digitale Spiegel ermittelt aus all diesen Daten, wie sich das aktuelle Verhalten in der Zukunft auf Gesundheit und Äußeres auswirkt.

Der Prototyp ist absolut unbestechlich
Der digitale Spiegel macht also Schluss mit Ausreden wie "Die Mini-Tüte Chips wird sich schon nicht direkt auf den Hüften ablagern" oder "Das bisschen Sport kann ich mir auch schon schenken". Denn in dem neu entwickelten Spiegel kann man quasi zusehen, wie zur Strafe zwei Hamsterbacken und ein Doppelkinn wachsen: Dann verkneift man sich das zweite Stück Torte vielleicht lieber. Die Forscher hoffen also, Sportmuffel und Vielfraße per Computer zu mehr Gesundheitsbewusstsein zu motivieren. Dieser neue wissenschaftliche Ansatz heißt "Captology".

Jetzt kann den Captology-Forschern nur noch einer einen Strich durch die Rechnung machen: der innere Schweinehund. Er könnte dafür sorgen, dass Gesundheitsmuffel ab sofort halt einfach nicht mehr in den Spiegel gucken.

zoot
23.05.2006, 09:33
halt ich für sehr fragwürdig, denn eigentlich sollte jeder soviel verstand haben, um zu wissen was passiert wenn er zu viel fettes ist. Es ist eh eine frage der Disziplin und wer diese nicht aufbringen kann dem hilft auch so ein Bild nicht

Voodoo
23.05.2006, 09:42
naja, doch manche realisieren es erst, wenn sie es sehen. Denke schon, dass es bei manchen Wirkung zeigen kann.

Cobra
23.05.2006, 18:43
klar, ist schon auch einen Frage des Verstands.....aber naja vielleicht erschreckt es ja den ein oder anderen, so das es so Wirkung zeigt ;)