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View Full Version : Technik - Flaviir –das Flugzeug der Zukunft?



Cobra
18.06.2006, 12:40
kEnglische Wissenschaftler arbeiten gerade am Unmöglichen: einem Flugzeug ohne bewegliche Flügel. Der erste Prototyp ist für 2009 geplant – und soll ohne Piloten in die Luft gehen. Denn in der Zukunft, glauben Experten, schaltet die Luftfahrt auf Automatik.

Während Boing gerade an immer größeren Passagierflugzeugen baut, die bis zu 900 Menschen auf einmal transportieren sollen, geht die wissenschaftliche Forschung in England den genau entgegen gesetzten Weg: klein und wendig soll es den Engländern nach sein, das Flugzeug der Zukunft. Flaviir heißt das technische Wunderkind, dessen erster Prototyp schon in wenigen Jahren den Himmel erobern soll. Das besondere: Um möglichst leicht und beweglich zu sein, soll das Fluggerät auf eine völlig neue Weise gesteuert werden – ohne Bremsklappen, und ohne Piloten.

Bremsklappen sind ein wichtiger Bestandteil jedes bislang üblichen Fluggerätes. Während Start und Landung werden sie an den Flügeln ausgefahren und in eine jeweils unterschiedliche Position gebracht. So erzeugen sie mehr Auftrieb oder blockieren den Windfluss, und das Flugzeug hebt ab oder verlangsamt sich.

Der Nachteil von Bremsklappen ist jedoch ihr enormer Umfang, der den Bau kleiner und wendiger Flugzeuge erschwert. Die englischen Techniker arbeiten daher an einem ganz neuen Konzept, das verstärkt die Schubkraft der Luftströmungen ausnutzen will: Das Flugzeug wird mit Hilfe eines zweiten Luftstromes kontrolliert, der über die Tragflügelhinterkante geleitet wird, so den Strömungsfluss an der Oberfläche steuert und für einen stärkeren Auftrieb sorgt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des neuen Flugzeuges ist seine automatische Steuerung. Bis zum Probeflug soll der Autopilot in der Lage sein, das Fluggerät auch bei schwierigen Witterungen und in einer gefährlichen Umgebung ohne Probleme ans Ziel zu bringen. Hierfür soll das Flugzeug mit einer Anzahl unterschiedlichster Sensoren ausgestattet werden, um alle notwendigen Daten selbständig zu ermitteln und auszuwerten. Sogar Fehler oder Schäden in der eigenen Software soll Flaviir dann ohne fremde Hilfe erkennen und reparieren können. Einmal abgehoben, käme dieser Roboter der Lüfte entsprechend ganz ohne menschliches Zutun aus.