PDA

View Full Version : Umwelt/Natur - Erderwärmung auf höchstem Stand seit 1600



Cobra
24.06.2006, 23:19
Hauptverantwortlich dafür, dass es auf der Erde immer wärmer wird, ist laut amerikanischen Wissenschaftlern der Mensch. Im letzten Jahrhundert habe die Erwärmung besonders stark zugenommen.
kAuf der Erde ist es derzeit so warm wie in den letzten 400 Jahren nicht. Einer Studie der US-Akademie der Wissenschaften zufolge stieg die Durchschnittstemperatur auf der Nordhalbkugel allein im 20. Jahrhundert um etwa ein Grad Celsius.
Die Wissenschaftler untersuchten dazu die Temperaturentwicklung der vergangenen Jahrhunderte. Allerdings sind erst seit etwa 1600 die Daten verlässlich genug, um zu beweisen, dass sich die Erde immer weiter erwärmt.

Auch wenn Daten aus der Zeit zuvor fehlen, sind die Klimaforscher überzeugt, dass die Temperatur schon seit mindestens 1000 Jahren ansteigt, wahrscheinlich sogar schon seit 2000 Jahren. Dabei fanden sie heraus, dass es um das Jahr 1000 herum besonders heiß gewesen war. Zwischen 1500 und 1850 habe dagegen eine kleine Eiszeit geherrscht.

Erderwärmung im 20. Jahrhunder rasant zugenommen
Allerdings habe die Erwärmung zu keinem Zeitpunkt so rasant zugenommen wie im 20. Jahrhundert, betonten die Autoren der Studie. Das liegt vor allem an den Treibhausgasen Kohlendioxid und Methan. Mit dem Beginn der Industrialisierung wurden sie vermehrt ausgestoßen. In den 12.000 Jahren vor der Industrialisierung war der Ausstoß dagegen konstant. Im Zeitraum vom ersten Jahrhundert bis 1850 lösten vor allem Vulkanausbrüche und Schwankungen der Sonnenstrahlung Temperaturunterschiede aus.

Die Studie wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss des Kongresses in Washington in Auftrag gegeben. Der republikanische Vorsitzende Sherwood Boehlert wollte damit dem Ausschuss für Energie und Handel entgegen treten, der den Klimawandel wiederholt heruntergespielt hat. Auch die Regierung von US-Präsident George W. Bush macht geltend, die Erderwärmung sei nicht stark genug, um Maßnahmen zu rechtfertigen, die fünf Millionen Arbeitsplätze kosten könnten. So wollen die USA auch das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz nicht ratifizieren.

Bei einem Seminar zum Klimawandel am Amtssitz des britischen Premierministers Tony Blair erklärte der frühere US-Vizepräsident Al Gore, die Bevölkerung der USA werde sich immer stärker der Gefahren einer fortschreitenden Erderwärmung bewusst. Die Wähler würden deshalb die Politiker dazu drängen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sagte Gore der BBC in London