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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Microsoft-Software steuert künftig Formel-1-Fahrzeuge



Porschejägerin
07.07.2006, 13:05
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Der internationale Automobil-Dachverband Fédération Internationale de l'Automobile (FIA (http://www.fia.com/)) hat Microsoft mit der Entwicklung von ECU-Software (Electronic Control Units) für die Steuerung von Formel-1-Fahrzeugen beauftragt. Ab der Saison 2008 sollen die Formel-1-Rennställe nach dem Willen der FIA ausschließlich standardisierte ECUs verwenden, um Entwicklungskosten zu sparen und den Rennkommissaren bessere Kontrollmöglichkeiten für künftig unzulässige Hilfsmittel wie Anfahrts- und Traktionskontrollen zu geben.

Im Februar hatte die FIA in einer Ausschreibung definiert, dass die neuen ECUs in der Lage sein müssen, V8-Motoren (2,4 Liter Hubraum, in Ausnahmefällen auch leistungsreduzierte 3-Liter V10-Aggregate) mit halbautomatischem Sechs- oder Siebenganggetriebe, hydraulischem Differential und einem Modul zur Energierückgewinnung steuern zu können. Eingebunden werden sollen zudem die Lenkradelektronik, ein Telemetriesystem zur Übermittung diverser Kontroll- und Diagnosedaten sowie eine Unfall-Blackbox.

Den geplanten Änderungen am Formel-1-Reglement (PDF-Date (http://www.fia.com/resources/documents/580074332__2008_F1_TECHNICAL_REGULATIONS_21_12_200 5_showing_alterations.pdf)i) im Rahmen eines neuen Concorde-Agreements, das bis 2010 gelten soll und eine Verpflichtung zur Nutzung einheitlicher ECUs beinhaltet, haben bereits die Teams Ferrari, Williams, Red Bull, Midland, Toro Rosso und Super Aguri zugestimmt. Eine Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichneten die Mitglieder der Grand Prix Manufacturers' Association (GPMA (http://www.gpma-online.com/)), Renault, McLaren-Mercedes, BMW Sauber, Honda und Toyota. Wer die ECU-Hardware produzieren wird, ist öffentlich derzeit nicht bekannt.