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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Forscher auf den Spuren der Apokalypse



vamp
14.08.2006, 08:55
Nicht nur in der Bibel, auch in anderen uralten Schriften wie dem Gilgamesch-Epos geht die Welt beinahe unter. Eine Forschergruppe glaubt nun den historischen Kern der Apokalypse-Geschichten gefunden zu haben - einen gigantischen Meteoriteneinschlag.

"Die Anunnaki hoben Fackeln empor, mit ihrem grausen Glanz das Land zu entflammen. Die Himmel überfiel wegen Adad Beklommenheit, jegliches Helle in Düster verwandelnd; das Land, das weite, zerbrach wie ein Topf." Selten wurde die Apokalypse eindringlicher beschrieben als im Gilgamesch-Epos, einer der ältesten Dichtungen der Menschheit. Da heben die Götter Fackeln empor, die das Land entflammen, und Stürme verwandeln den Tag in Nacht. Jetzt haben Wissenschaftler in der jordanischen Wüste Spuren entdeckt, auf die frühzeitliche Untergangsberichte wie das Gilgamesch-Epos gründen könnten - das wiederum eine mögliche Inspirationsquelle für die biblische Sintflut-Geschichte war. Die Forscher fanden nahe der Grenze zu Saudi-Arabien einen gewaltigen Krater, der bei einem Meteoriteneinschlag in der Mittel-Steinzeit vor weniger als 10.000 Jahren entstanden sein soll.

Es ist die Geschichte einer verspäteten Entdeckung. Bereits in den sechziger Jahren fanden Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) den Krater und trugen ihn sorgsam in eine geologische Karte ein. Sie deuteten die ringförmige Struktur im Wüstenboden jedoch fälschlicherweise als erloschenen Vulkan. Der Geologe Werner Schneider von der Technischen Universität Braunschweig, der Jahrzehnte in der Region gearbeitet hat, schaute sich die Karten nun erneut an. Untersuchungen des Untergrundes vor Ort bestätigten seinen Verdacht: Der mehr als fünf Kilometer breite Krater entstand beim Einschlag eines 100 Meter großen Meteoriten.



Den ganzen Artikel kann man hier (http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,431230,00.html) nachlesen.