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View Full Version : Technik - Experten messen A380-Luftwirbel



vamp
24.08.2006, 07:56
Der Airbus A380 ist ein Koloss unter den Passagierjets - und kann mit gewaltigen Luftverwirbelungen andere Flugzeuge in Gefahr bringen. Experten haben die sogenannten Wirbelschleppen jetzt bei Testflügen mit einem A380 und einer Boeing 747 erforscht.


Oberpfaffenhofen - Hunderte Schaulustige haben am heutigen Mittwoch in Oberpfaffenhofen einen Testflug der zwei größten Passagierflugzeuge der Welt beobachtet. Der neue Airbus A380 und der Jumbojet Boeing 747 zogen Schleifen über dem Sonderflughafen, um die Auswirkungen der sogenannten Wirbelschleppen hinter den Flugzeugen zu messen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat im Auftrag von Airbus getestet, welcher Jet größere und gefährlichere Turbulenzen im Luftraum erzeugt. Davon hängt ab, wie weit andere Flugzeuge bei Starts und Landungen Abstand von den Giganten der Lüfte halten müssen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Für den späteren Einsatz der A380 sind die Messungen von großer Bedeutung.

Die Wirbelschleppen entwickeln sich spiralförmig hinter den Tragflächen. Die Stärke der Wirbel und ihre mögliche Gefahr für andere Flugzeuge ist von mehreren Faktoren abhängig: So wirken sich Windrichtung und Geschwindigkeit des Flugzeuges, aber auch aerodynamische Details der Tragfläche auf die Intensität der Wirbelschleppen aus.

Was die Turbulenzen anrichten können, wurde vor knapp fünf Jahren auf tragische Weise in den USA deutlich. Am 12. November 2001 stürzte ein Airbus A300-600 kurz nach dem Start über dem New Yorker Stadtteil Queens ab und riss 265 Menschen in den Tod. Die Untersuchung zur Unglücksursache endete drei Jahre später mit dem Ergebnis, dass der Airbus in die Wirbelschleppe eines vorausfliegenden Jumbojets geraten war. Der Kopilot habe daraufhin heftig auf die Ruderpedale getreten, so dass das Seitenruder abgerissen und die Maschine abgestürzt sei.



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