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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umwelt/Natur - Unwucht im Globus



vamp
02.09.2006, 15:21
Hat die Erde vor langer Zeit die Balance verloren? Forscher glauben, dass der Globus vor rund 800 Millionen Jahren um mehr als 50 Grad gekippt ist. Würde Ähnliches heute geschehen, läge Alaska am Äquator.

Ihren Bewohnern mag die Erde zuweilen ein wenig träge vorkommen. Doch der Planet, der schätzungsweise sechs Trilliarden Tonnen auf die Waage bringt, dreht sich am Äquator mit einer Geschwindigkeit von 1700 Kilometern pro Stunde. Die Fliehkräfte dort sind so gewaltig, dass sie die Erde nicht nur auseinanderziehen und ihr die leicht abgeplattete Form einer Pampelmuse verpassen; sie können den Planeten auch heftig ins Taumeln bringen - denn eine rotierende Kugel verhält sich nur stabil, wenn sie am Äquator ein Übergewicht besitzt.

Das aber war bei der Erde nicht immer der Fall, glaubt ein Team von US-Wissenschaftlern. Ihrer Untersuchung zufolge entstand im Blauen Planeten vor rund 800 Millionen Jahren eine Unwucht, möglicherweise verursacht durch eine Magma-Ansammlung unter einem riesigen Vulkan. Seine Fliehkraft habe den Gesteinsknubbel zum Äquator gezogen - und dadurch den gesamten Planeten gleich um 50 Grad mitgedreht.

Ganze Kontinente seien so im Verhältnis zu den Polen verrutscht, schreiben Adam Maloof von der Princeton University und seine Kollegen im Fachblatt "Geological Society of America Bulletin". Manche Landflächen, die zuvor in eisigen Polarregionen lagen, fanden sich demnach innerhalb von nur 5 bis 20 Millionen Jahren in den Tropen wieder. Dabei seien sie zehn- bis hundertmal schneller gewandert als bei der üblichen Kontinentaldrift.

Zum ganzen Artikel geht es hier (http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,434474,00.html).