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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umwelt/Natur - Bauverbote auf Meereshöhe



vamp
05.09.2006, 08:55
Die Erdatmosphäre erwärmt sich. Verhindern kann die Menschheit das nicht mehr. Eine britische Top-Wissenschaftlerin findet großes Echo mit der Forderung: Konzentrieren wir uns auf die Folgen! Nicht nur robusteres Saatgut und Deiche seien nötig - sondern auch Bauverbote am Meer.

In Grönland werden Kartoffeln und Broccoli angebaut, das schmelzende Eis der Arktis wird einen neuen Seeweg freigeben. Ölunternehmen planen bereits die Ausbeutung der bislang unzugänglichen arktischen Gebiete. Und im Frühjahr prophezeite ein Klimaszenario des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie der deutschen Ostseeküste Sommer von Mittelmeerformat - Palmen inklusive.


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Bislang stellen sich nur wenige potentielle Profiteure auf die Folgen des Klimawandels ein. Zwar bestreitet kein Wissenschaftler mehr, dass sich etwas ändert in der Erdatmosphäre. Bislang aber sprechen nationale Regierungen und internationale Organisationen davon, dem Klimawandel entgegenzuwirken, ihn abzuschwächen - oberflächliche Betrachter könnten gar den Eindruck erlangen, die Welt habe ernsthaft vor, den Treibhauseffekt zu stoppen.

Um volle 60 Prozent müsste der Ausstoß an Treibhausgasen zurückgefahren werden, wollte man einen weiteren Anstieg der Konzentration in der Atmosphäre verhindern. "Das wird einfach nicht passieren", sagt eine der renommiertesten Wissenschaftlerinnen Großbritanniens.

Frances Cairncross, die dieses Jahr den Vorsitz der British Association for the Advancement of Science (BA) innehat, ist Direktorin des Exeter College an der Oxford University und außerdem Vorsitzende des Economic and Social Research Council, welches unter anderem das britische Forschungsministerium berät. Äußert sich die Ökonomin Cairncross zu einem so politischen Thema, wird dies nicht als Privat- oder Gelehrtenmeinung wahrgenommen.

Alles zu dem Thema findet man hier (http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,435127,00.html).