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vamp
26.09.2006, 09:15
Ernährungsstörungen, Bewegungsarmut und psychische Erkrankungen - wenn ein Kind in Deutschland arm aufwächst, hat es viel schlechtere Chancen auf eine gesunde Jugend. Die erste repräsentative Studie zeigt: Arme Kinder sind öfter krank, nur bei Allergien sind reiche vorn.

Berlin - Beine strecken, Arme lang und mit den Fingerspitzen den Boden berühren - als sportlicher Standard bei Aufwärmen und Gymnastik zählt die Rumpfbeuge eher zu den leichteren Elementen körperlicher Ertüchtigung. Doch selbst diese kleine Verrenkung ist für einen von fünf Minderjährigen in Deutschland zu viel: 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen erreichen mit ihren Fingerspitzen nicht den Fußboden.


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Das geht aus der bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitsstudie (Kiggs) des Robert Koch Instituts (RKI) in Berlin hervor, deren erste Ergebnisse nun vorgestellt wurden. Rund 18.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren haben daran teilgenommen. Das macht Kiggs zu einer bislang europaweit einmaligen Großstudie - und erlaubt einen detaillierten Blick auf Fitness und Gesundheit der Jugend in der Bundesrepublik.

Junge Menschen in Deutschland sind relativ gesund - sowohl im weltweiten Vergleich als auch im Kontrast zu früheren Zeiten. Das ist der ganz entspannte Blick auf die erste Auswertung der RKI-Daten. Doch gemessen am zivilisatorischen Stand einer modernen Industriegesellschaft und den ihr zur Verfügung stehenden Mittel und Kenntnisse zeichnet Kiggs ein anderes Bild: Übergewicht und Essstörungen, Allergien, mangelnde Gelenkigkeit und psychische Probleme plagen die junge Generation. Und ganz ähnlich wie Bildungschancen sind in der Bundesrepublik auch die Möglichkeiten sehr ungleich verteilt, eine gesunde Kindheit und Jugend zu erleben. Kinder aus niedrigen sozialen Schichten sind eindeutig benachteiligt.

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