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View Full Version : Archäologie - Die Traumfrau der Antike



vamp
09.10.2006, 08:03
Als Göttin verehrt, als Hure geschmäht: Kleopatra verführte zwei mächtige römische Feldherren, um ihr Reich Ägypten zu retten. Doch am Ende verlor sie alles. Historiker und Archäologen versuchen Fakt und Legende voneinander zu trennen: Wer war die legendäre Königin vom Nil?

Von allen Legenden, die sich um das Leben der Königin vom Nil ranken, ist die Geschichte ihrer ersten Begegnung mit Julius Cäsar sicherlich die schönste. Über der Stadt Alexandria liegt Dunkelheit, als ein kleines Boot unbemerkt im Hafen festmacht. Ein Mann trägt einen Teppich zum Königspalast, auf ein Zeichen hin wird er eingelassen. Kurz darauf rollt er das Bündel vor dem römischen Feldherrn aus, der mit der Absicht ins Land gekommen ist, den andauernden Streit um den ägyptischen Thron zu beenden: Zu Cäsars Füßen liegt eine junge Frau von 21 Jahren. Ein unmissverständliches Angebot an den 52-Jährigen, der bekannt dafür ist, kaum einer Schönen widerstehen zu können. Es ist eine Nacht im Herbst des Jahres 48 v. Chr. Das berühmteste Liebespaar der Welt hat sich gefunden. Verführt sie ihn? Erobert er sie? Oder ist es beiderseits Liebe auf den ersten Blick? Kurz darauf ist Kleopatra schwanger.



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Seit mehr als 2 000 Jahren erregt Kleopatra die Phantasie, wie keine andere beschäftigt sie die Künste: verteufelt als Kurtisane vom Nil, verklärt als Tragödin, die an ihrer Liebe scheitert und eine jahrtausendealte Kultur in den Abgrund reißt. Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere setzte den Namen Regina meretrix- "Königin Hure" - in die Welt, sein Kollege Properz ließ sie gar unter ihren Sklaven von Hand zu Hand gehen. Der Dichter Dante geißelte im Mittelalter ihre Wollust im Höllenkreis der "Göttlichen Komödie", Boccaccio fand kein besseres Beispiel für Habgier, Grausamkeit und Geilheit. Haben sie Recht?

Kleopatra VII. regiert im 1. Jahrhundert v. Chr. über das reichste Land der Welt. Sie residiert in einem weitläufigen Palast- und Tempelbezirk in Alexandria, der Stadt, die Alexander der Große 331 v. Chr. gegründet hat. Eine halbe Million Menschen leben in dieser Metropole, Griechen und Römer, Ägypter und Nubier, Gallier und Juden, die in 2500 Tempeln und Kultstätten ihre Gottheiten verehren. Nachts weist Pharos den Schiffen den Weg; der hoch aufragende Leuchtturm bewacht den größten Hafen und Handelsplatz der Antike. Alexandria ist auch eine Stadt des Geistes, in der die Elite der Wissenschaft forscht. Die Alexandrinische Bibliothek versammelt das Wissen der Zeit auf einer halben Million Papyrusrollen.



Zum ganzen Artikel gehts hier (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,441256,00.html) entlang.

Voodoo
09.10.2006, 08:27
Interessanter Artikel. Doch ncihts, was ich nicht schon wusste.

Lord_Ayax
09.10.2006, 17:12
angeber :P