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vamp
09.10.2006, 13:04
Google will YouTube kaufen


Der Suchmaschinenbetreiber Google will die Community-Plattform YouTube für 1,6 Milliarden Dollar (1,26 Mrd. Euro) übernehmen. Das berichtet das „Wall Street Journal“. Die Verhandlungen befinden sich der Zeitung zufolge noch in einem frühen Stadium.

Die Video-Website YouTube ging im Februar 2005 online und hat nach eigenen Angaben monatlich 32 Millionen Nutzer.

Erst vor kurzem hatte YouTube-Chef Chad Hurley angekündigt, in Zusammenarbeit mit den großen Labels auch Musikvideos auf der Seite zu veröffentlichen.

Voodoo
09.10.2006, 15:37
in einem Jahr 1,25 Millionen € Wert angehäuft.... nicht schlecht!!!!! YouTube wird ja auch gehyped in den Medien. Unglaublich.

MaX PoWeR
09.10.2006, 15:40
Millionen, das ginge ja noch ;)

Young-Steff
09.10.2006, 15:42
joa voo, es sind milliarden nich millionen ;)

Voodoo
09.10.2006, 16:01
ja, verschrieben. Ich hab schon Milliarden gemeint.

Deadman
09.10.2006, 16:36
Das passiert dir in letzter Zeit ziemlich oft.

-Merke: Voo nie Milliarden Beträge leihen, man würde nur Millionen zurück bekommen-

Voodoo
09.10.2006, 16:37
Wenn man das hochrechnet auf die Menge, die ich täglich schreibe, ist es schon nicht mehr soviel. Außerdem darf ich entschuldigend dazu anführen, dass ich gleichzeitig eigentlich noch arbeite :p. Zumindest werde ich dafür bezahlt ;).

MaX PoWeR
09.10.2006, 21:45
Man erkläre mir bitte die Bedeutung des Wortes "eigentlich" :D

Deadman
10.10.2006, 00:48
Erklären kann ich es dir nur an einem Beispiel:

Eigentlich sollte Voo ja jetzt arbeite und eigentlich dabei etwas schaffen und eigentlich damit sein Geld verdienen, denn eigentlich sollte die Firma mit seinem Produzierten Geld machen.
Aber dann hätte Voo eigentlich keine Zeit hier zu posten. Also pfeifen wir eigentlich auf den Verlust der Firma und freuen uns eigentlich dafür, dass Voo dafür bezahlt wird hier zu posten.
Oder eigentlich auch nicht, denn eigentlich würden wir auch gern dafür bezahlt werden :)

Voodoo
10.10.2006, 08:08
Schöne Erklärung :top:

Voodoo
10.10.2006, 12:34
Google hat es gemacht!


Seit geraumer Zeit gab es Spekulationen, die sich in der letzten Zeit verdichteten. Nun hat Google tatsächlich das äusserst erfolgreiche Video-Portal übernommen. Zum Kaufpreis von 1,65 Milliarden US-Dollar in Form von Aktien kauft der Suchmaschinengigant eine der bekanntesten Webseiten dieser Tage.

YouTube soll weiterhin unabhängig betrieben werden. Google wird jedoch an der Integration neuer Funktionen mitwirken, die sowohl den Besuchern als auch zukünftigen Regisseuren eine Plattform bieten sollen. Das Geschäft soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Google wird nach eigenen Angaben weiter in Technologien investieren, die Videos in den Mittelpunkt des Online-Erlebnisses der User stellen sollen. Die Macher von YouTube zeigten sich begeistert von den Möglichkeiten, die ein Unternehmen wie Google ihnen bieten kann. Man habe jetzt die Ressourcen um das Projekt auf die nächste Ebene zu heben.

Über YouTube können rund 100 Millionen Videos angesehen werden und täglich kommen 65000 neu hinzu. Aktuelle Statistiken besagen, dass das Unternehmen damit einen Marktanteil von rund 45 Prozent im Bereich der Video-Portale hält und monatlich rund 20 Millionen einzelne Besucher zählen kann.

Eine der ersten Amtshandlungen nach der Übernahme durch Google wird die Einführung einer neuen Suchfunktion sein, die die Technologien des Suchmaschinenbetreibers nutzt. Google sieht in YouTube darüber hinaus natürlich vor allem eine ideale Plattform für seine verschiedenen Werbeprogramme.

YouTube hatte in der jüngeren Vergangenheit mehrfach mit Urheberrechtsproblemen zu kämpfen, die häufig auch dazu führten, dass das Unternehmen mit Klagen umgehen musste. Einige Rechteinhaber sahen jedoch auch das Potential und gingen exklusive Vertriebsverträge mit den Portalbetreibern ein.

MaX PoWeR
10.10.2006, 13:30
Googles risikoreichste Investition

Es ist der mit Abstand teuerste Kauf in der Google-Geschichte. Ein Branchenkenner erklärte erst kürzlich, nur "ein Idiot" würde YouTube kaufen. Doch Google will am neuesten Dotcom-Wunder teilhaben - und verleibte sich die Seite trotz all ihrer Baustellen ein.


San Francisco - Es ist eins dieser Wunder, die nur im Internet möglich sind: Im Februar 2005 startete das Portal YouTube - ohne jeglichen Marketingaufwand. Inzwischen hat die Seite täglich 30 bis 40 Millionen Besucher. Allein in Deutschland nutzten im August nach Angaben von Nielsen NetRatings 3,238 Millionen Menschen das Angebot, nahezu sechs Mal so viel wie im Februar und weit mehr als die 1,227 Millionen Nutzer des bisherigen Konkurrenzangebots Google Video.

Die Geschäftsidee von YouTube ist einfach: Unter dem Motto "Broadcast Yourself" ("Sende Selbst") werden neben urheberrechtlich geschütztem Material vor allem zu Hause aufgenommene Videos eingestellt. Das Angebot ist gratis - die Seite finanziert sich über Werbung.

70.000 neue Fernsehausschnitte, Interviews, Parodien, Musikclips und selbst gedrehte Heimvideos kommen so bei YouTube täglich dazu. Kein Wunder, dass sich der Internetvorreiter Google bei der Erfolgsseite jetzt einklinkt. Rund 1,65 Milliarden Dollar ließ Google sich den Kauf des Portals kosten. "Verdammt günstig für ein Unternehmen, das bereits eine globale Reichweite hat", findet das Trip Chowdhry vom Analyseinstitut Global Equities Research in San Francisco. "Die Marke von YouTube ist nicht geringer einzuschätzen als Google oder Coca Cola." Wenn die Popularität des Portals weiterhin so rasant nach oben gehe, könnte Google sicherstellen, dass die Infrastruktur der Website mit dem Wachstum Schritt halte, erklärte die Expertin.

Manche Beobachter sehen das kritischer. Der Kauf ist die mit Abstand teuerste Akquisition in der Google-Geschichte. Zuletzt sicherte sich das Internetunternehmen für einen Betrag von mindestens 900 Millionen Dollar die populäre Community-Website MySpace.com für mehrere Jahre als Werbepartner und kaufte für eine Milliarde Dollar einen Anteil von fünf Prozent am Portalbetreiber AOL. Aber vor allem: YouTube ist trotz seiner weltweit hohen Zugriffszahlen noch immer ein Unternehmen, das ganz am Anfang steht. Deshalb sei die Investition ein riskanter Schachzug.

Wichtigstes Problem: Urheberrechte
Ein Problem waren die Urheberrechte, denn viele YouTube-Nutzer laden Ausschnitte aus Fernsehsendungen, Musikvideos oder Filmen, die geschützt sind. Die Rechteinhaber tolerierten es bisher weitgehend, weil es auch Werbung für ihre Produkte bedeutet, einige US-Fernsehsender platzieren auch von sich aus Ausschnitte aus neuen Serienstaffeln auf der Seite. Zudem stellte YouTube im September ein System vor, mit dem die Halter der Autorenrechte automatisch ermittelt und entsprechend an den Werbeeinnahmen beteiligt werden sollen.

Branchenpionier Mark Cuban etwa, in den Neunzigern Mitgründer des Unternehmens Broadcast.com (und heutiger Besitzer des Basketballteams Dallas Mavericks), hatte deswegen erst vor einem Monat bei einer Konferenz gesagt, nur "ein Idiot" würde YouTube kaufen. Nun aber scheint es, als ob Google und YouTube fieberhaft dabei sind, dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen: Kurz nach der Bestätigung des Kaufs erklärten YouTube und Google gestern, man habe sich mit wichtigen Medienkonzernen inzwischen auf die Übernahme von Videoclips geeinigt.

So wird Google künftig mehrere Tausend Musikvideos der Plattenfirmen Sony BMG Music Entertainment und Warner Music Group auf seiner Internet-Seite zeigen. Das Angebot werde durch Werbepartner finanziert. Zuvor hatte YouTube bereits mitgeteilt, es habe ebenfalls mit Sony BMG sowie CBS und Universal Music die Nutzung von Videoclips vereinbart. Mit Warner Music hatte YouTube bereits im September eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Der US-Fernsehsender CBS kündigte an, er werde auf YouTube Kurzbeiträge aus seinem Programm anbieten. Das Angebot soll ebenfalls durch Werbung finanziert werden.

Analysten erwarten nun, dass die Google-Wettbewerber mit dem Kauf anderer Videoanbieter nachziehen werden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Analyst Anthony Noto von Goldman Sachs sagte, neben E-Mail und Suchmaschine werde wohl das Videoangebot zum dritten zentralen Internetangebot werden. Einem "Wall Street Journal"-Bericht zufolge hatte auch Yahoo schon Interesse an YouTube angemeldet. Erst im August hatte Sony den kleineren YouTube-Konkurrenten Grouper für 65 Millionen Dollar gekauft.