PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Archäologie - Die Totenstadt des Vatikans



vamp
11.10.2006, 09:13
Archäologen haben im Vatikan eine antike Totenstadt freigelegt. Die Nekropole bietet einen tiefen Blick in das Alltagsleben im Rom der Antike - Forscher nennen sie ein "kleines Pompeji".

Eigentlich sollte auf dem Gebiet des Vatikanstaats nur ein neuer Parkplatz entstehen. Doch was bei den Bauarbeiten vor drei Jahren ans Tageslicht kam, erstaunte selbst Experten: Der Erdboden gab die Überreste zahlreicher Menschen frei. In vielen Fällen war die Asche der Toten in einfachen Terrakotta-Gefäßen bestattet worden. Reichere Verstorbene waren in prunkvollen Sarkophagen zur letzten Ruhe gebettet. Außerdem fanden die Forscher Skulpturen, Inschriften und viele andere Grabbeigaben.



http://www.spiegel.de/img/0,1020,715306,00.jpg

Die Totenstadt wurde nach Angaben der Wissenschaftler in der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus angelegt, die vom Jahr 27 vor bis 14 nach Christus dauerte. Die letzten Bestattungen in der Nekropole hätten in der Zeit Kaiser Konstantins im vierten Jahrhundert stattgefunden.

Besucher werden demnächst von eigens konstruierten Stegen auf die Skelette herabblicken können. Erst beim Bau der Wege, als die Ausgrabungen bereits beendet waren, wurden die Knochen eines Kindes entdeckt, das mit einem Hühnerei in der Hand begraben wurde. Das Kind steckt noch immer zur Hälfte im Erdboden und hält die Reste der Eierschale in der Hand. Das Ei könnte die Hoffnung auf eine Wiedergeburt zum Ausdruck gebracht haben, sagten Vertreter des Vatikanmuseums.




Den ganzen Artikel kann man hier (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,441731,00.html) nachlesen.