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Voodoo
11.10.2006, 10:32
Ageias PhysX 2.6 bringt zerstörbare Objekte


Der Hersteller der Physik-Engine "PhysX" für Computerspiele, Ageia, hat die Version 2.6 seines Entwicklerkits vorgestellt. Mit oder ohne die gleichnamigen PhysX-Karten sollen neue Titel so mit Objekten aufwarten können, die ihre Form verändern oder von Kleidungsstücken umgeben sind.

Das Paket für Entwickler namens "PhysX SDK 2.6" steht nur registrierten Kunden von Ageia zur Verfügung. Laut Ageia setzen die hauseigene Software bereits über 70 Studios ein, rund 120 Spiele sollen mit PhysX entwickelt werden. Bisher war die realitätsnahe Simulation von physikalisch korrektem Verhalten von 3D-Objekten durch PhysX unumstritten, durch geringe Vorteile im Spielverhalten gilt dies jedoch nicht für die Steckkarten mit dem Physikbeschleuniger in Hardware.

Offenbar versucht Ageia nun, durch zügige Weiterentwicklung der Engine noch mehr Akzeptanz zu gewinnen. PhysX 2.6 soll die auch schon als Name geschützten "Deformable Objects" unterstützen, die sich etwa für die Zerstörung von Fahrzeugen nach einer Kollision eignen sollen. Die Verformung der Karosserie soll dem Kontakt mit einem anderen Gegenstand entsprechen und sich auf das weitere Fahrverhalten auswirken. Immer gleiche Schadensmodelle, wie sie häufig in Rennspielen zu beobachten sind, könnten damit der Vergangenheit angehören.

Was Ageia "Self Collision Prevention", also eigentlich die Verhinderung von Kollisionen zweier eng in Beziehung stehender Objekte nennt, dient beispielsweise für Kleidung, die eine Spielfigur trägt. Ohne Leistungsverlust, so Ageia, soll der Körper der Figur die Kleidung bei Bewegungen verformen können. Auch das Zerreissen von Stoffen soll so gut simuliert werden, versprechen die Physikbeschleuniger.

Das neue SDK steht in Form von Plugins für 3ds Max ab Version 7 von Autodesk (früher als 3D-Studio bekannt) und die Animations-Software Maya 7 zur Verfügung. Auch in der Version 5.0 von Softimage XSI soll die Engine bereits integriert sein. Die Bibliotheken sollen für Entwicklung und Spiele neben den bisherigen 32-Bit-Versionen auch unter den 64-Bit-Ausgaben von Windows Vista und Linux laufen.