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vamp
16.10.2006, 13:48
Sony Notebook-Akkus: Schadenersatz für Hersteller?


Nach Dell und Apple mussten vor kurzem zahlreiche andere Notebook-Hersteller ebenfalls Rückrufaktionen starten, weil in einigen ihrer Produkte Akkus von Sony verbaut wurden, die sich als fehlerhaft herausgestellt haben. Einige Unternehmen denken nun darüber nach, von Sony Schadenersatz für die ihnen entstandenen Kosten zu fordern.

In einem Bericht der japanischen Zeitung Nihon Keizai Shimbun heisst es, dass sowohl Toshiba, als auch Fujitsu möglicherweise Schadenersatzzahlungen beanspruchen wollen. Toshiba tauscht derzeit bei rund 830000 Notebooks die fehlerhaften Akkus aus dem Hause Sony aus, während Fujitsu die Zahl der zu tauschenden Stromspeicher von bisher 287000 auf fast 340000 anheben musste.

Man habe keine andere Wahl, als Schadenersatz zu fordern, weil man durch die Rückrufaktionen weniger Geräte verkaufen könne und zudem einen Image-Schaden erlitten habe, zitiert das Blatt einen ungenannten Toshiba-Mitarbeiter. Sony wird wahrscheinlich die durch den Austausch der Akkus entstehenden Kosten übernehmen, heisst es weiter.

Toshiba begründet seine Ansprüche vor allem mit dem Beginn der Rückrufaktionen ausgerechnet kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Bisher sei aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen heisst es. Fujitsu hat ebenfalls noch keine konkreten Pläne, gegen Sony vorzugehen.


Quelle: Winfuture.de (http://www.winfuture.de/news,27972.html)

vamp
17.10.2006, 12:16
Ende August hieß es bei Sony noch, dass man die Akkus der eigenen Notebook-Modelle nicht tauschen wolle, da diese nicht von den Herstellungsproblemen betroffen sein sollten, die zu den Rückrufaktionen anderer Hersteller geführt hatten, in deren Notebooks Sony-Akkus verwendet wurden.

Nun hat der japanische Elektronikriese sich trotz dieser Ankündigung entschieden, eine Rückrufaktion zu starten, bei der zunächst rund 60000 Akkus getauscht werden sollen. Die Maßnahme ist zunächst auf Japan beschränkt, könnte nach Angaben des Unternehmens aber auch auf andere Länder ausgedehnt werden.

Sony hatte im September ein Austauschprogramm für Akkus aus eigener Produktion gestartet, die in den Notebook-Computern zahlreicher Hersteller eingesetzt werden. Zu den betroffenen Firmen gehören unter anderem Dell und Apple, die allein mehr als sechs Millionen Stromspeicher auswechseln müssen.

Auslöser der Rückrufaktionen sind Produktionsfehler. In einem japanischen Werk von Sony waren während der Herstellung der Akkus kleine Metallsplitter in die Pakete gelangt, welche nun zu Kurzschlüssen führen können. Es gab in der Folge eine ganze Reihe von Fällen, in denen Laptops aufgrund fehlerhafter Stromspeicher explosionsartig in Flammen aufgegangen waren.

Quelle: Winfuture.de (http://www.winfuture.de/news,27988.html)

vamp
20.10.2006, 09:52
9,6 Millionen Akkus von Rückruf betroffen


Ende August hieß es bei Sony noch, dass man die Akkus der eigenen Notebook-Modelle nicht tauschen wolle, da diese nicht von den Herstellungsproblemen betroffen sein sollten, die zu den Rückrufaktionen anderer Hersteller geführt hatten, in deren Notebooks Sony-Akkus verwendet wurden.

Am Dienstag hatte der japanische Elektronikriese sich trotz dieser Ankündigung entschieden, eine Rückrufaktion zu starten, bei der zunächst rund 60.000 Akkus getauscht werden sollen. Inzwischen hat der Chief Financial Officer Nobuyuki Oneda mitgeteilt, dass insgesamt 9,6 Millionen Akkus betroffen sein werden. Der Rückruf dieser Bestände wird mit 429 Millionen US-Dollar veranschlagt.

Sony hatte im September ein Austauschprogramm für Akkus aus eigener Produktion gestartet, die in den Notebook-Computern zahlreicher Hersteller eingesetzt werden. Zu den betroffenen Firmen gehören unter anderem Dell und Apple, die allein mehr als sechs Millionen Stromspeicher auswechseln müssen.

Auslöser der Rückrufaktionen sind Produktionsfehler. In einem japanischen Werk von Sony waren während der Herstellung der Akkus kleine Metallsplitter in die Pakete gelangt, welche nun zu Kurzschlüssen führen können. Es gab in der Folge eine ganze Reihe von Fällen, in denen Laptops aufgrund fehlerhafter Stromspeicher explosionsartig in Flammen aufgegangen waren.

vamp
24.10.2006, 11:19
Sony muss weltweit 250000 Laptop-Akkus tauschen


Sony hat in der letzten Woche angekündigt, entgegen früherer Planungen nun doch einen Rückruf von Notebook-Akkus zu starten, die in den vom Unternehmen selbst produzierten Produkten zum Einsatz kommen. Zunächst sollten nur in Japan 90000 Akkus ausgetauscht werden. Jetzt wurde die Rückrufaktion ausgeweitet.

Wie heute bekannt gegeben wurde, sollen nun weltweit insgesamt 250000 Notebook-Akkus ausgewechselt werden, weil von ihnen Brandgefahr ausgeht, die durch eine Überhitzung verursacht werden kann. Ursprünglich hatte der japanische Elektronikkonzern mitgeteilt, dass die eigenen Laptop-Serien nicht von den Batterieproblemen betroffen seien.

Sony hat nach eigenen Angaben mehr als 427 Millionen US-Dollar für die Deckung der Kosten der von mehreren anderen Notebook-Herstellern gestarteten Akku-Rückrufe reserviert. Die Probleme sind auf Produktionsfehler zurückzuführen. In einem Werk von Sony waren mikroskopisch kleine Metallsplitter in die Akku-Palete gelangt.

Insgesamt müssen 9,6 Millionen Akkus getauscht werden, die in den Produkten von Herstellern wie Apple, Dell, Fujitsu und Toshiba verwendet werden. Bei einigen Fluglinien ist die Mitnahme von bestimmten Laptop-Modellen in Verbindung mit dem Standard-Akku vorläufig nicht mehr gestattet. Um zukünftig Probleme zu vermeiden, berät die Branche derzeit über eine mögliche Standardisierung der Stromspeicher für tragbare Computer.

Voodoo
24.10.2006, 11:21
Ich würde sagen, bei sovielen Akkus, die inzwischen zurückgerufen wurden, sind bestimmt etliche Köpfe gerollt. Was ein Imageverlust, aber vor allem auch ein Verlust von Firmengeldern.