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View Full Version : Formel 1 - Formel 1: Saison 2007



Voodoo
23.10.2006, 22:15
LÖL, der Alonso spricht jetzt schon davon, dass er nach seinem dritten Titel aufhören möchte. Finde ich schon ein herber Rückschritt, dass er neulich erst rumposaunt hat, jeden Rekord von Schumacher brechen zu wollen.

Nirvana
24.10.2006, 11:14
Quelle ?

Voodoo
24.10.2006, 11:33
Netzeitung.de (http://www.netzeitung.de/sport/formel1/448227.html)
Sport1.de (http://www.sport1.de/de/apps/news/news-meldung/news_500051.html)

Sgt Ultra
24.10.2006, 17:33
Wenn McLaren die ganzen defekte nicht abstellen kann, gewinnt der nicht mal mehr den dritten titel...

MaX PoWeR
24.10.2006, 17:41
:D

Voodoo
06.11.2006, 17:01
http://www.sport1.de/media/redaktionell/bilder/sportarten/formel1/november06/mclaren_frontfluegel.jpg

Silber jetzt Ferrari-rot


Teamchef Ron Dennis hatte sich schon etwas dabei gedacht, als er seine McLaren-Boliden 1997 silbern umlackieren ließ. Es sollte an die legendären Erfolge der Silberpfeile von Motorenpartner Mercedes erinnern.

Ein Ansporn, der sich zumindest 1998 und 1999 in zwei WM-Titeln auszahlte.
Nach einer enttäuschenden Saison 2006 sieht Dennis offenbar erneut Handlungsbedarf in Punkto "Glücksfärbung".
Immerhin beherbergt das Traditionsteam nun den aktuellen Weltmeister Fernando Alonso -Hinterherfahren kann da nicht mehr das Ziel sein.
Neuer Sponsor, neue Farbe
Ein bisschen neue Farbe soll den Boliden wieder zu altem Glanz verhelfen - doch die sind nach Informationen der spanischen Zeitung "Marca" kaum noch wieder zu erkennen.
Das "Silber" der Silberpfeile muss man fast mit der Lupe suchen, McLaren fährt 2007 fast komplett in knallrot!
Silber als Ferrari-Kopie? Wenn die Lackierung ein Garant für eine Titelansammlung wie die der Scuderia ist, wird es den Fans wohl recht sein.
Dennoch ist die neue Optik arg gewöhnungsbedürftig. Doch dem neuen Sponsor, einem Mobilfunkanbieter, ist die rote Bemalung an den Seitenkästen geschuldet und sollte eigentlich noch geheim bleiben. Aber jetzt wurde sie bei einem nicht öffentlichen PR-Termin von der "Marca" enthüllt.
Ferrari zum Verwechseln ähnlich
Schon an die roten Front- und Heckflügel der vergangenen Saison konnte sich der geneigte Formel-1-Fan nur schwer gewöhnen. Auf die Distanz war Mercedes nur noch schwer von den Spyker-Autos (vormals Midland) zu unterscheiden.
Ab März 2007 muss das Auge weiter geschult werden, damit ein Alonso-Sieg nicht plötzlich Kimi Räikkönen im Ferrari gut geschrieben wird...
Um die Nachfolge des "Iceman" balgen sich bei McLaren derzeit noch zwei Piloten und denen wird die Lackierung ihres potenziellen neuen Arbeitsgeräts leidlich egal sein: Pedro de la Rosa und Lewis Hamilton.
Hamilton oder de la Rosa?
Der Ex-Testpilot durfte nach der Trennung von Juan Pablo Montioya bereits acht Grands Prix für Silber fahren, hat jedoch durch den aktuellen GP2-Champion harte Konkurrenz im Kampf um das Cockpit bekommen.
Hamilton gilt als großes Motorsporttalent und käme dem britischen Rennstall als "Lokalmatador" eigentlich sehr gelegen. Die Entscheidung dürfte nach den Wintertestfahrten fallen, die am 28. November beginnen.

Voodoo
02.01.2007, 12:52
"Das wird das Gesicht der Formel 1 verändern"


Mario Theissen warnt vor den negativen Auswirkungen von Kunden-Chassis
Formel Bausatz? Schon in der kommenden Saison wollen die Formel-1-Teams Super Aguri und Toro Rosso mit nur marginal modifizierten Chassis ihrer "Mutter-Rennställe" Honda und Red Bull an den Start gehen.
Die Konkurrenz läuft Sturm und droht mit Klage.
Doch selbst wenn Super Aguri und Toro Rosso letztlich noch gezwungen werden sollten, nach alter Königsklassen-Tradition eigene Chassis zu bauen, würde die Maßnahme nur für 2007 greifen.
Ab 2008 sind eingekaufte Chassis nämlich laut FIA-Reglement absolut legal.
Theissen warnt vor Marionetten
Mario Theissen sieht diese Entwicklung mit Unbehagen. Der BMW-Motorsport-Direktor warnt davor, dass sich die großen Werks-Teams künftig Marionetten-Rennställe leisten könnten, deren Fahrer als bloße Wasserträger für den eigenen WM-Kandidaten fungieren.
"Das ist ein sehr ernstes Thema", sagte Theissen dem Fachmagazin "Autosport". "Das wird das Gesicht der Formel 1 verändern."
Vier Autos, drei Wasserträger
"Meine Sorge ist, dass wir künftig unabhängige Teams haben werden, die nicht wirklich unabhängig sind. Mit Sicherheit würde jeder große Hersteller darüber nachdenken, sich ein zweites Team zuzulegen. Das würde aber zu einer Situation führen, in der ein Werks-Team vier Autos kontrolliert - und vielleicht drei Autos nur dafür abstellt, den Top-Fahrer zu unterstützen."
Theissen fordert, die für 2008 geplante Freigabe von Kunden-Chassis zu überdenken: "Man muss sich schon fragen, ob eine solche Entwicklung gut für die Formel 1 wäre. Mir wären zwölf Teams, die nur für ihre eigenen Belange und ihren eigenen Erfolg kämpfen, bedeutend lieber."
Hintergrund der Freigabe von Kunden-Chassis ist der Gedanke, kleinen Teams konkurrenzfähige Zeiten zu ermöglichen, ohne dass dafür teure Entwicklungsarbeit für ein eigenes Auto geleistet werden muss.

Voodoo
13.02.2007, 15:27
Schumacher als Ferrari-Teamchef im Gespräch


Häufige Besuche in der «Ferrari-Stadt» Maranello haben die Gerüchteküche zum Brodeln gebracht: Einem Zeitungsbericht zufolge wird Michael Schumacher weitaus mehr als nur Berater bei Ferrari.

Michael Schumacher soll nach einem Bericht des Magazins «auto, motor und sport» (ams) als neuer Teamchef beim Formel-1-Rennstall Ferrari im Gespräch sein. Nach ams-Informationen wird der zurückgetretene Rekordweltmeister intensiv in die Vorbereitung für die am 18. März im australischen Melbourne beginnenden Saison einbezogen und nimmt an allen wichtigen Terminen teil, um später eine neue Funktion im Team übernehmen zu können.

«Er war in diesem Winter öfter in Maranello als in all den Jahren zuvor», sagte ein Ferrari-Manager der an diesem Mittwoch erscheinenden Zeitschrift. Schumacher, der offiziell als Berater für die Scuderia tätig sein soll, nehme auch an den zweiwöchigen Treffen der wichtigsten Entscheidungsträger des Rennstalls teil. Dazu zählen neben dem Ferrari-Direktor und dem mit Schumacher freundschaftlich verbundenen Ex-Teamchef Jean Todt der neue Technikchef Mario Almondo, der neue Sportdirektor Stefano Domenicali sowie der Design- Verantwortliche Aldo Costa und Motorenchef Gilles Simon.

Bekannt ist seit längerem, dass Schumacher sich alle Testzeiten und Daten auch nach Hause übermitteln lässt. Helfen soll er zudem seinem Nachfolger, Kimi Räikkönen (Finnland), sich mit Ferrari vertraut zu machen, für das Schumacher fünf Titel in Serie holte, ehe er sich nach der vergangenen Saison und insgesamt sieben Championaten aus dem Renncockpit zurückzog.

«Michaels Rolle ist ganz klar für den Hintergrund ausgelegt», sagte Schumacher-Sprecherin Sabine Kehm am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. «Wer in solche Dinge eingebunden ist, der wird auf eine höhere Aufgabe vorbereitet. Das muss der Rennleiterposten sein», mutmaßte indes laut der ams ein Ferrari-Insider.

Hilli
13.02.2007, 16:28
war doch klar, dass ers nicht lassen kann.

Voodoo
13.03.2007, 12:03
Ecclestone will Punktesystem abschaffen


Seitdem die Formel 1 vor der Saison 2003 auf das neue Punktesystem umgestellt hat, gibt es für die Titel-Arithmetik eine einfache Formel: Der konstante Fahrer hat Vorteile gegenüber dem schnellen Fahrer.

Bernie Ecclestone plant eine Erweiterung des Rennkalenders auf 20 Rennen
Grund: Da es für einen zweiten Platz seit 2003 nicht mehr nur sechs sondern acht Punkte gibt, hat ein GP-Sieg, sei er noch so spektakulär herausgefahren, deutlich an Stellenwert verloren.
Die logische Folge ist, dass die Piloten deutlich weniger riskieren, um einen eventuellen Sieg einzufahren. Oft genug passiert es, dass nach dem letzten Boxenstopp die Positionen nur noch gehalten werden, um nur keinen Ausfall zu riskieren.
"Werde für 2008 eine Änderung vorschlagen"
Das soll anders werden, fordert kein Geringerer als Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Er sieht in dem momentanen Punktesystem eine Gefahr für die Attraktivität seines Sports.
"Wenn der zweite Platz acht Punkte bekommt, dann ist es nicht richtig, dass der Sieger nur zehn bekommt", sagte Ecclestone und fügte hinzu: "Für 2008 werde ich eine Änderung vorschlagen." Er kann sich sogar eine komplette Abschaffung des Punktesystems vorstellen.
Weltmeister aufgrund der erzielten Siege weiter "Es wäre einfach: Der Fahrer, der mehr Rennen gewinnt, sollte Weltmeister sein", schlägt der Zampano vor, den Champion rein nach den gewonnenen Grands Prix zu ermitteln.
Erst im Falle eines Gleichstandes nach Siegen könnten entweder die Zahl an zweiten Plätzen oder der Punktestand in der Konstrukteurs-WM ausschlaggebend sein.
Alonso wäre 2006 in jedem Fall vorne gewesen
So wäre es 2006 gewesen. Michael Schumacher und Fernando Alonso hatten beide sieben Siege auf dem Konto, Alonso wäre aber sowohl nach dem Stand in der Konstrukteurs-WM (206 zu 201 für Renault) als auch nach der Zahl der zweiten Ränge (7 zu 4) Champion geworden.
Bevor es aber so weit ist und Ecclestone seinen Vorschlag offiziell eingebracht hat, wird der Weltmeister 2007 nach der guten alten Punkteregel 10-8-6-5-4-3-2-1 ermittelt.

Das war doch aber von Anfang an klar. Ich fragte mich eh schon warum dies überhaupt jemals eingeführt wurde. Mit jeder dieser Wahnwitzigen Regeländerungen wird die Formel 1 uninteressanter. Jetzt wo Schumi weg ist, werde ich sicherlich nicht mehr als nur die Ergebnisse anschauen.

Hilli
13.03.2007, 12:59
Der Sieg muss wieder mehr an Bedeutung gewinnen, aber doch nicht so. Rossberg wurde 1982 Weltmeister mit nur einem Sieg!

t0s3n
13.03.2007, 13:43
Ich werde mir die Formel 1 auf jedenfall weiterhin ansehen. Jetzt mit den Einheitsreifen und dem neuen Duell Alonso vs. Raikkönen wird bestimmt interessant. Die Tests haben zuletzt Spannung versprochen, bin mal gespannt wie sich das am Wochenende wiederspiegeln wird.

Das mit dem Punktesystem war damals wirklich keine gute Entscheidung, aber man kann ja nicht alles schön finden :D

Sgt Ultra
13.03.2007, 16:56
Das war doch aber von Anfang an klar. Ich fragte mich eh schon warum dies überhaupt jemals eingeführt wurde. Mit jeder dieser Wahnwitzigen Regeländerungen wird die Formel 1 uninteressanter. Jetzt wo Schumi weg ist, werde ich sicherlich nicht mehr als nur die Ergebnisse anschauen.

dito, hat mich die letzten jahre kaum noch gejuckt, wird jetzt sicher nicht mehr werden ;)

freak
10.06.2007, 21:20
Fiiiiiiiiiiiiiiiieser crash und dann wenn überhaupt ein knöchel bruch!
Die Autos sind echt super sicher..!

Sgt Ultra
10.06.2007, 21:22
Joa, das stimmt. Sah echt schlimm aus. Hätte net gedacht das der so glimpflich davon kommt...

Sgt Ultra
17.06.2007, 19:56
Hmm, entgegen allen erwartungen schau ich die Formel 1 Rennen dieses Jahr wieder sehr gerne an. Sind irgendwie wieder sehr spannend, auch wenn kein Deutscher mehr vorne mitfährt...

kRaL
17.06.2007, 20:27
^^ dafür wir alonso sicher nicht begeistert von hamilton sein ^^

Sgt Ultra
17.06.2007, 20:34
hrhr, aber genau deswegen wirds zur Zeit auch so Spannend und interessant sein

Sgt Ultra
22.06.2007, 19:23
Ferrari hat gegen seinen Techniker Nigel Stepney Anzeige erstattet und ihn der Sabotage bezichtigt.

"Die Tatsache, dass wir bei der Staatsanwaltschaft einen Bericht eingereicht haben, zeigt, dass wir etwas Illegales festgestellt haben", wird Ferrari-Rennleiter Jean Todt von der "Gazzetta dello Sport" zitiert, ohne näher auf die Hintergründe einzugehen. Laut der italienischen Zeitung und der Nachrichtenagentur "ANSA" soll sechs Tage vor dem prestigeträchtigen Rennen in Monte Carlo ein verdächtiges Pulver in und an den Tanks der beiden Boliden von Kimi Räikkönen und Felipe Massa gefunden worden sein.

Die Teile wurden jedoch noch vor dem Rennen ersetzt und das Pulver zu weiteren Untersuchungen an die Polizei übergeben. Warum sich der Verdacht gegen Stepney, langjähriger Wegbegleiter von Michael Schumacher, erhärtet, ist unklar. 1992 wechselte der Brite von Benetton zu Ferrari. Nachdem Ross Brawn im vergangenen Jahr ankündigte, eine einjährige Pause einlegen zu wollen, machte er sich Hoffnungen, den Posten des Technischen Direktors zu übernehmen. Todt hat sich jedoch anders entschieden.Stepney, dessen Vertrag bei dem in Maranello ansässigen Unternehmen zum Saisonende ausläuft, fühlt sich seitdem bei der Scuderia nicht mehr wohl. Im Februar hatte er Abwanderungsgedanken geäußert und mit einem Wechsel zu Honda geliebäugelt. Daraufhin war der einstige Chefmechaniker aus der Renn-Box in den Innendienst beordert worden und das Team hat eine interne Untersuchung eingeleitet.
"Nigel Stepney ist weiterhin einer unserer Angestellten, aber wir haben gegen ihn eine Klage eingereicht. Es geht um sein Benehmen", teilte ein Firmensprecher mit. Mittlerweile befindet sich Stepney im Urlaub.
Zuletzt wurden bereits zwei frühere Ingenieure wegen Weitergabe von Werksgeheimnissen zu einer Bewährungsstrafe von 16 und 19 Monaten verurteilt. Beide haben Datenmaterial an Toyota weitergegeben.


Warum wundert es mich nicht das sowas ausgerechnet in Italien passiert? :heilig:

Sgt Ultra
04.07.2007, 18:07
Der Spionage-Skandal um Ferrari und McLaren zieht immer weitere Kreise. Jetzt mischt sich auch der Weltverband FIA auf Wunsch des McLaren-Mercedes-Teams in den Fall ein.

Zuvor hatte der Rennstall aus Woking bekannt gegeben, dass nach eingehenden Überprüfungen keine Daten von Ferrari für die Entwicklung des MP4-22 verwendet worden sind. In der FIA-Pressemitteilung heißt es: "Mit der vollen Unterstützung der beiden Teams hat die FIA eine Untersuchung der Angelegenheiten eingeleitet." Als neutraler Vermittler könnte die FIA Abgleiche zwischen den Autos vornehmen, ohne dass ein Team Daten direkt an den Kontrahenten herausgeben muss.

Ob alles in der Tat nur so harmlos ist, wie es von McLaren nach außen dargestellt wird, ist allerdings die Frage. Welche brisanten Informationen erhielt der am Dienstagabend in einer Blitzaktion von McLaren suspendierte Chefdesigner Mike Coughlan von dem bei Ferrari gefeuerten Ex-Chefmechaniker Nigel Stepney? Jacques Schulz sieht die Sache nicht ganz so harmlos wie die McLaren-Verantwortlichen um Teamchef Ron Dennis. Der Formel-1-Experte und "Premiere"-Kommentator äußert bei Sport1.de seine Meinung zu dem Spionagefall und dessen möglichen Auswirkungen.

Ich glaube, dass die Spionage Affäre noch wesentlich weitere Kreise ziehen wird. Dies wird mit einem Statement von McLaren nicht beendet sein.
Dass der ehemalige Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney etwas in den Tank der Autos geschüttet haben soll, war nur der Auslöser, dass Ferrari den Mann loswerden konnte. Denn Stepney wollte Nachfolger von Ross Brawn werden und fühlte sich übergangen.
Dass er sich aus gekränkter Ehre mit seinem englischen Kumpel Mike Coughlan unterhalten haben könnte, halte ich für möglich. Dass sich Coughlan möglicherweise Informationen von Stepney hat geben lassen, halte ich ebenfalls für nicht abwegig.
Spionage mit Hilfe von Fotos ist in der Formel 1 gang und gäbe. Kopieren, ausspionieren und am eigenen Auto weiterverwenden und weiterentwickeln ist ebenfalls üblich. Nicht unbedingt aber das Treffen zweier hochrangiger Angestellter zum "Infoaustausch"…
Diese Geschichte um Stepney nimmt eine ganz andere Dimension an, als die eines enttäuschten Mitarbeiters, der übergangen wurde. Nach dem Abgang von Brawn/Schumacher halte ich das für wahrscheinlich.
Dies ist die größte Spionage-Affäre in den letzten 20 Jahren, an die ich mich erinnern kann. Die Politik, die dahinter steht, könnte leider maßgeblich in den sportlichen Fight zwischen McLaren und Ferrari hineinreichen.
Die sehr schnelle Trennung von Mike Coughlan spiegelt die Hoffnung wider, dass McLaren da nicht weiter hineingezogen wird. Coughlan ist seit Jahren bei McLaren der Chefdesigner. Er war immer einer der Männer, der hinter Ron Dennis und Adrian Newey Verantwortung hatte. Damit gehört er hinter Dennis, Whitmarsh und Haug zur nächsten Führungsebene.
Mit der Entlassung ist diese Angelegenheit möglicherweise nicht beendet, auch wenn McLaren versucht, mit einem Cut die Sache zu beenden. Wenn so ein wichtiger Mann den Schreibtisch räumt, zieht dies weitere Konsequenzen nach sich.
Die Entlassung ist eine Schwächung des McLaren-Mercedes-Teams.
Es gibt eine historisch begründete Animosität zwischen Dennis und Ferrari. Der Mann kann nicht verlieren und, wenn er dann noch gegen die Roten verliert, ist es für ihn eine noch größere Niederlage.
In der jüngeren Geschichte der Formel 1 gab es häufig das Duell Italiener (FERRARI) gegen Briten (MCLM). Wir dürfen nicht vergessen, dass Ferrari erst erfolgreich wurde, als auch dort die Engländer das Sagen hatten. Eine Niederlage gegen Ferrari bleibt für Ron Dennis die schwärzeste aller Niederlagen!
Die FIA kann sich als oberste Sportbehörde diesen Fall ansehen. Wenn hier Spionage im großen wirtschaftlichen Ausmaß gegeben ist, dann wird unter Umständen sogar FIA-Präsident Max Mosley sich zu Wort melden.
Das Verhältnis von Dennis zur FIA ist angespannt seit der Bevorzugung von Ferrari/Schumacher. Es knistert hinter den sportlichen Superleistungen der beiden Topteams.
Hoffentlich überschattet dieser Fall nicht den England-GP und die Megasaison 2007…

Voodoo
15.07.2007, 08:11
McLaren droht Horrorszenario

Wird die WM am Grünen Tisch entschieden?

Lewis Hamilton führt die Fahrer-WM vor Teamkollege Fernando Alonso an
In der Spionage-Affäre zwischen McLaren-Mercedes und Ferrari droht den Silberpfeilen eine harte Strafe.
Der Weltverband FIA hatte schon klar gestellt, dass zumindest Punktabzüge in Frage kommen - doch anscheinend gehen die Gedankenspiele sogar einen gewaltigen Schritt weiter.
"Wenn auch nur annähernd der Verdacht bleibt, dass McLaren mit den Ferrari-Unterlagen gearbeitet hat, ist vom Punktabzug für Team und Fahrer bis zu Disqualifikation alles möglich", zitierte die Münchner "tz" nun einen namentlich nicht genannten FIA-Insider.


Anhörung am 26. Juli

Berufen könnte sich die FIA dabei auf den Paragraphen 151c des FIA-Sportgesetzes, wo es sinngemäß heißt: Jede Handlung, die dem Ansehen des Sports schadet, ist zu bestrafen.
Am 26. Juli findet zunächst eine FIA-Anhörung von Ferrari und McLaren in Paris statt.
Zu entscheiden gilt es dann, ob die Ferrari-Dokumente (780 Seiten über das Auto von 2007), die bei McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan gelandet sind, auch genutzt wurden.


Coulthard unterstützt McLaren

Unterstützung erhält das deutsch-englische Team derweil von Red-Bull-Fahrer David Coulthard.
Der Schotte, der von 1996 bis 2004 im McLaren-Cockpit saß, glaubt nicht an ein falsches Spiel des Rennstalls.
"Ich zweifele nicht an der Position von Ron Dennis und McLaren", sagte der 36-Jährige in seiner Kolumne bei "itv.com". Und: "Sie sind zu clever, um in einer solchen heiklen Sache verwickelt sein."


Vier Jahre Haft für Stepney?

Dem von Ferrari entlassenen Chefmechaniker Nigel Stepney droht unterdessen eine hohe Strafe.
Nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" könnte der Brite wegen Spionage, Verbreitung von industriellen Geheimnissen und Sabotage zu einer Strafe von bis zu vier Jahren Haft verurteilt werden.


Halbes Kilo Düngemittel

Nach Angaben von Experten ist das weiße Pulver, das Stepney angeblich vor dem Grand Prix von Monte Carlo in die Ferrari-Autos geschüttet hat, Düngemittel.

Mindestens ein halbes Kilo des Pulvers soll der 48-Jährige in die Autos geschüttet haben. Offizielle Angaben über die Substanz sollen erst Anfang August bekannt gegeben werden, verlautete aus Ermittlungskreisen.
Vernehmung steht bevor
Stepney soll nächste Woche in Modena vernommen werden. "Stepney beteuert seine Unschuld und ist sicher, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird und dass andere Personen in den Sog der Ermittlungen geraten werden", sagte seine Rechtsanwältin Sonia Bartolini.
Ferrari hatte vor drei Wochen bei einem Gericht in Modena Klage gegen Stepney eingereicht.
Im Zuge der Ermittlungen gegen den britischen Chefmechaniker hatte McLaren von den Behörden in Modena den Hinweis bekommen, dass vertrauliche Ferrari-Daten an einen der eigenen Mitarbeiter, eben Coughlan, weitergegeben worden waren.

Sgt Ultra
15.07.2007, 18:50
hab ich vor kurzem auch gelesen. Schon hart. Für das Team wäre es ja teilweise noch zu vertreten das sie bestraft werden, wenn sie denn wirklich vorteile aus den Daten gehabt haben. Aber die Fahrer wussten davon denk ich mal nix. Ausserdem würde die komplette Saison damit an Spannung verlieren...

Sgt Ultra
21.07.2007, 16:02
Sorge um Lewis Hamilton: Der WM-Führende ist beim Qualifying zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring schwer verunglückt.

Der Brite kam im künftigen Schumacher-S wegen eines Schadens am rechten Vorderrad von der Strecke ab und raste mit über 200km/h in einen Reifenstapel.

Hamilton stieg selbst aus dem zerstörten "Silberpfeil" aus, wurde dann aber noch an der Unfallstelle von Ärzten behandelt und auf einer Trage in den Krankenwagen gebracht. Von der Trage aus winkte Hamilton den Zuschauern zu und reckte den rechten Daumen in die Höhe. Nach ersten offiziellen Aussagen war der Shooting-Star ansprechbar und bei vollem Bewusstsein.

Das Training wurde wegen des Unfalls 5:13 Minuten vor Ende unterbrochen. Streckenposten mussten vor dem Neustart die Schutzbarriere aus Reifenstapeln reparieren.

Hoffentlich is der schnell wieder auf den Beinen, würde der Spannung in der Saison dieses Jahr nich gut tun...

Voodoo
07.08.2007, 00:01
Quelle bei sport1 (http://www.sport1.de/de/sport/artikel_1536685.html)

Junge junge, da gehts ja drunter und drüber. Alonso wird bestraft. Droht mit weggang, wenn McClaren sich nicht für ihn oder Hamilton entscheidet. Lewis Hammilton widersetzt sich teamorder vom obersten Chef und beleidigt ihn sogar. Ferrari will den Streit ausnutzen und ihn zu Ferrari holen.

Da kommt richtig Schwung rein...

MaX PoWeR
13.09.2007, 20:01
SPIONAGEAFFÄRE

McLaren muss 100 Millionen Euro Strafe zahlen

Der Motorsport-Weltverband hat in der Spionageaffäre der Formel 1 eine drakonische Strafe gegen McLaren-Mercedes verhängt. Das Team muss eine enorme Summe zahlen und verliert alle Punkte in der Konstrukteurswertung. Die Fahrer bleiben ungestraft.


Paris - Der Rennstall McLaren-Mercedes eine Strafe in Höhe von 100 Millionen Euro bezahlen. Zudem verliert das Team alle Punkte in der Konstrukteurswertung für diese Saison. Die in der WM-Wertung führenden Fahrer Lewis Hamilton und Fernando Alonso dürfen dagegen ihre Punkte behalten.

Das beschloss das World Motor Sport Council der Fia nach zehnstündiger Anhörung heute in Paris. Damit revidierte das Gremium das Urteil aus erster Instanz vom 26. Juli. Damals war McLaren-Mercedes aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden

Das Team war beschuldigt worden, illegal erworbene Informationen vom schärfsten Konkurrenten Ferrari verwendet zu haben.

Über eine weitere Strafe für die kommende Saison will der Weltverband Fia noch entscheiden.

http://www.spiegel.de/img/0,1020,968351,00.jpg
McLaren-Mercedes-Boliden: Keine Punkte in dieser Saison

Hamilton bleibt in der Fahrerwertung Spitzenreiter vor McLaren-Mercedes-Kollege Fernando Alonso. In der Konstrukteurswertung übernimmt Rivale Ferrari die Führung. Zweiter ist nun BMW-Sauber. McLaren, das stets seine Unschuld beteuert hatte, kann gegen das Urteil Protest einlegen.

"Dieses Urteil ist ein Schock für alle im Team und, wie Reaktionen bei Medien und Formel-1-Publikum zeigen, auch für weite Teile draußen", kommentierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug die heftige Sanktion.

Mehr in Kürze auf SPIEGEL ONLINE.


Quelle: spiegel.de (http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,505655,00.html)

Voodoo
13.09.2007, 20:13
harte strafe... :confused:

Nirvana
13.09.2007, 21:07
so ein schwachsinn kann sich echt nur die fia ausdenken ...

m e t h
13.09.2007, 21:26
angemessen wenn sie es getan haben.

t0s3n
13.09.2007, 22:23
ich denke auch das es gerechtfertigt ist, wenn sie es getan haben ... sie können froh sein, dass sie keinen WM-Ausschluss bekommen haben, sonder "nur" die Punkte um die Konstrukteurswm verloren haben

MaX PoWeR
14.09.2007, 07:59
Ich frage mich ja, an wen die die Summe zahlen müssen. An die FIA?? Und was macht die dann mit der Kohle?

Voodoo
14.09.2007, 08:01
Ich frage mich ja, an wen die die Summe zahlen müssen. An die FIA?? Und was macht die dann mit der Kohle?

Das hab ich mich auch schon gefragt. Ich glaub ich kann mir vorstellen warum die Macher Milliardäre sind.... Da fällt für sie sicherlich auch immer wieder ein Stückchen ab.