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Voodoo
08.11.2006, 11:06
bErstmals, seit sie als Vampir-Lolita das Blut ihrer Klavierlehrer trank, lebt sie nun zwanzig Jahre später erneut ihre dunkle Seite aus.

Kirsten Dunst war gerade mal zwölf, als sie an der Seite der Blutsauger Tom Cruise und Brad Pitt in "Interview mit einem Vampir" ihr sensationelles Filmdebüt feierte. In dem Schocker "A Jealous Ghost" wird sie nun selbst das Opfer beängstigender Nachtgestalten.

In der Verfilmung des letztjährigen Erfolgsromans von A.N. Wilson spielt Dunst die junge Amerikanerin Sallie, die in London studiert. Vom Thema ihrer Abschlussarbeit, dem Horror-Klassiker "Das Durchdrehen der Schraube", ist Sallie regelrecht besessen: Dieses Buch handelt von einer Pfarrerstochter im 19. Jahrhundert, die als Gouvernante auf einem Landgut mysteriöse Schattengestalten sieht und allmählich den Verstand verliert. Als Sallie eine heiße Affäre mit ihrem Professor beginnt und aus einer Laune heraus genau wie ihre Romanheldin eine Stelle als Kindermädchen annimmt, beginnt ihr Schicksal auf erschreckende Weise ähnlich zu verlaufen wie die Handlung ihres Lieblingsbuchs.

Albtraumrolle

Dunst ist hin und weg vom Part als verstörte Studentin, für die die Grenze zwischen Schattenreich und Wirklichkeit immer mehr verschwimmt: Sie habe schon jahrelang nach "einer Rolle in einem anspruchsvollen, düsteren Thriller gesucht - etwas in der Tradition von Stanley Kubricks 'Shining' oder Polanskis 'Ekel'." Damit der Film ganz nach ihren Vorstellungen gerät, wird Dunst auch als Produzentin die Strippen ziehen.

Selbstverständlich schiebt die schöne Kirsten dafür ihre Pläne, eine Auszeit vom Filmgeschäft zu nehmen und Kunst zu studieren, vorerst auf. Derzeit ist sie ohnehin noch in Sofia Coppolas sinnlicher Bilderflut als "Marie Antoinette" im Kino zu bewundern. Danach verdreht sie ab Mai 2007 zum dritten Mal "Spider-Man" den Kopf.