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Voodoo
09.11.2006, 16:11
GameStop: Angriff auf die Spiele-Fachhändler



Nach mehreren Übernahmen, dem Aufkauf durch Barnes & Noble, späterer Firmenausgründung und Schlucken von EB Games ist aus einer kleinen Klitsche die größte Spielehandelskette der Welt geworden. Jörg Langer hat sich in der Branche für Golem.de umgehört, wie GameStops Aktivitäten in Deutschland eingeschätzt werden.

Was 1983 mit dem US-Softwareladen Babbage’s begann, ist heute ein Börsenunternehmen mit 4,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz. Rund 33.000 Mitarbeiter gehören weltweit zum GameStop-Imperium. Mitte 2006 betrieb GameStop 4.592 Ladengeschäfte, davon 3.684 in den USA, der Rest in 13 anderen Ländern. 450 davon befinden sich in Europa, 261 in Kanada und 197 in Australien/Neuseeland.

Das Unternehmen macht in den USA so viel Umsatz mit Spielen wie der Handelsriese WalMart. Da nehmen sich rund 100 Ladengeschäfte im deutschsprachigen Raum noch bescheiden aus, doch beschleunigt schon diese Zahl den Pulsschlag manches Branchenvertreters. Ob aber aus Angst oder aus Vorfreude, das kommt ganz auf den Standpunkt an: Einzelhändler sehen GameStop als gefährliche Konkurrenz, Spielehersteller freuen sich über den möglichen Gegenpol zu Media Markt/Saturn – auch wenn sie das öffentlich nie zugeben würden.

Auf dem Vormarsch

Durch den Merger von GameStop und EB Games von April 2005 bis Januar 2006 hat sich GameStop extrem vergrößert. Der Marktanteil in den USA bei Spieleverkäufen stieg von rund 15 auf 25 Prozent, der Umsatz verdoppelte sich. Bei dem Zusammenschluss behielt GameStop nicht nur beim Namen klar die Oberhand: Die Zahl der Managementposten blieb auf dem Stand von GameStop vor dem Merger, viele EBGames-Manager mussten gehen. Auch in Deutschland ist die Spielekette seit dem Zusammenschluss plötzlich präsent. Im Oktober 2006 existieren in Deutschland 85 Filialen des Konzerns, dazu kommen acht in der Schweiz und fünf in Österreich.

Von den deutschen Ladengeschäften schmücken sich gerade mal neun neuere mit dem GameStop-Logo, 76 andere laufen bis auf weiteres noch unter EB Games. Da ist noch Raum für Expansion, zumal außer den Postleitzahlengebieten 4 und 5 (mit 26 Filialen) die Ladendichte nicht sonderlich hoch ist: Norddeutschland kommt aktuell auf zehn, Ostdeutschland auf neun Shops. Und obwohl sich die Firmenzentrale im beschaulichen Memmingen befindet, gibt es in ganz Süddeutschland (PLZ-Gebiete 7, 8, 9) gerade mal 19 Läden.

Ganzer Artikel (http://www.golem.de/0611/48826.html)