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Voodoo
23.11.2006, 11:52
ATI, Nvidia und Havok als starke Konkurrenz


Um seine eigene Physik-Engine PhysX und damit auch PhysX-Steckkarten für PCs interessanter zu machen, bietet Ageia nun eine kostenlose Lizenz für Entwickler. Damit soll nun für jedes kommerzielle und nichtkommerzielle PC-Software-Projekt die Nutzung des PhysX SDK kostenlos werden, Gleiches gilt für das Beipacken der nötigen Software-Bibliotheken.

Mit der neuen Lizenz soll nun jeder Entwickler auf PhysX setzen können, kostenlos allerdings nur in Form der kompilierten Bibliotheken - und mit Hinweis auf die Nutzungsbedingungen im eigenen Installationsprogramm. Wer die Physik-Engine stärker auf seine Bedürfnisse anpassen will, als es mit dem PhysX SDK möglich ist, für Spielekonsolen entwickelt und mehr Support während der Entwicklung benötigt, muss mit Ageia gesonderte, kostenpflichtige Vereinbarungen treffen.

Der Schachzug kommt nicht von ungefähr: Hersteller wie ATI und Nvidia werden in Zukunft ebenfalls eine Physik-Beschleunigung in ihren auf bestimmte Berechnungen spezialisierten Grafikchips anbieten. Entweder werden zusätzlich eingesteckte Grafikkarten genutzt, um ausschließlich Physik-Berechnungen zu erledigen, was sowohl ATI mit Crossfire als auch Nvidia mit SLI unterstützen, oder die Grafikkarte kümmert sich neben Grafikberechnungen gleichzeitig um die Physiksimulation - wie etwa bei der neuen GeForce-8-Serie mit ihrer vereinheitlichten Shader-Architektur ("Unified Shader").

Grafikkarten zur Physik-Simulation wird Platzhirsch Havok nutzen, entsprechende Kooperationen mit ATI und Nvidia wurden bereits angekündigt. Da Havok trotz Bemühungen Ageias nicht die PhysX-Hardware unterstützt, Ageia bisher selbst keine Zusammenarbeit mit ATI und Nvidia ankündigte und eine DirectX-API zur Physikbeschleunigung noch fehlt, muss das kleine Unternehmen also selbst versuchen, das Interesse für die eigene Plattform zu steigern. Ob die kostenlose PhysX-Nutzung reicht, um mit einer auf eine Physik-Engine beschränkten speziellen Hardware gegen die übermächtige Konkurrenz aus dem Grafikchip-Lager bestehen zu können, ist allerdings eher fraglich.

Voodoo
20.07.2007, 12:04
John Carmack bevorzugt Multi-Cores

Gegenüber BootDaily erklärte John Carmack von id Software, dass er spezielle Physik-Karten (wie beispielsweige die PhysX vo Ageia) für unnötig hält. Seiner Meinung nach sind Prozessoren mit mehreren Kernen grundsätzlich sinnvoller und er erwartet auch, dass Grafikkarten diese Aufgaben übernehmen können. Damit scheint sich Carmack der Meinung von Intel, Nvidia und AMD anzuschliessen, die eher in Richtung einer Kombination von CPU und GPU forschen. Quelle Gamestar