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Voodoo
01.03.2007, 14:27
Cameron hat Jesu Grabstätte gefunden


Eine Dokumentation, die noch viel Gesprächsstoff liefern wird.

Rechtzeitig zum bevorstehenden Osterfest hat Regisseur James Cameron jetzt verkündet, er habe Jesu Grabstätte gefunden. Bei einer Pressekonferenz in New York zeigte der "Titanic"-Regisseur mit einem Team von Wissenschaftern zwei schmale Sarkophage in denen sich die Gebeine Christus befunden haben sollen. Viele Forscher halten dies allerdings für eine PR-Aktion.

Cameron will die Sarkophage während der Dreharbeiten zu seinem Dokumentarfilm "The Lost Tomb of Jesus - die verlorene Grabstätte von Jesus" wiederentdeckt haben. Die beiden Sakophage waren mit zehn anderen bereits 1980 in Jerusalem gefunden worden. Auf sechs der zehn steinernen Särge sollen sich Inschriften befinden, die sich "Jesus, Josephs Sohn" sowie "Judah, Sohn von Jesus" und "Maria" übersetzen lassen. Nach Meinung der Forscher ist einmal die Mutter von Jesus und das andere Mal Maria Magdalena gemeint. Die Inschrift Judah könnte bedeuten, dass Jesus einen Sohn hatte. Allerdings solle dabei nicht vergessen werden, dass die Namen damals weit verbreitet waren.

Knochen befinden sich nicht mehr in den Särgen. Camerons Filmpartner Simcha Jacobovici beteuerte aber, dass sich noch DNA-Spuren auf den Böden der Särge befänden. Dass aber niemand die DNA von Jesus kennt, scheint Jacobovici wohl entgangen zu sein.

Hohe Zuschauerzahlen garantiert

Jürgen Zangenberg, Experte für das Neue Testament, glaubt nicht, dass es dem Regisseur um wissenschaftliche Erkenntnisse geht: "Hier geht es um Geld und um Schlagzeilen." Auch in Israel ist die Bedeutung der Höhlen, in denen die Sakophage gefunden wurden, umstritten: "Es ist eine sehr schöne Geschichte, aber es gibt keinen Beweis dafür", dass es sich wirklich um die Ruhestätte von Jesus handelt", sagt Archäologe Amos Kloner.

Für Zangenberg fehlt auch der Beweis, dass die Knochen von Christus jemals in einen steinernen Sarg gelegt wurden: "Nach den Berichten der Evangelien wurde der Sohn Gottes in ein Grab gelegt. Dann verschwand die Leiche."

Ob die Särge nun wirklich einmal die Gebeine von Jesus beinhaltet haben oder nicht, wird sich kaum klären lassen. Eines hat sich Cameron aber auf jeden Fall gesichert - viel Werbung für seine kommende Dokumentation, die am 6. April im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird.

nette publicity... mehr nicht.