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Voodoo
28.03.2007, 14:51
TeraDisc: Ein Terabyte auf einer Scheibe


Das israelische Unternehmen Mempile hat ein optisches Medium in DVD-Größe vorgestellt, das bis zu einem Terabyte Speicherplatz bieten soll. Das Unternehmen teilte mit, dass man die Technik schon mehreren japanischen Herstellern für optische Laufwerke vorgestellt habe. Das Konzept beinhaltet bislang ca. 100 Datenlayer pro Speichermedium.


Die TeraDisc, wie Mempile sein Produkt nennt, soll zumindest einmal beschreibbar (WORM) sein. Die enorm angestiegenen Speichermengen, die sich aus hochauflösenden Videos ergeben, machen die Technik für die Hersteller von Unterhaltungselektronik interessant, so Mempile.

Mempiles Konzept sieht vor, Daten innerhalb der Speicherschicht dreidimensional aufzuzeichnen. Dabei werden keine halbtransparenten Reflexionsschichten eingesetzt und die Layer sind deshalb auch nicht real vorhanden – die Markierungen können in unterschiedlichen Ebenen der Plastikschicht angebracht werden, so dass daraus die 100 "virtuellen" Schichten resultieren.

Funktionierende Prototypen arbeiten mit Medien, die eine Dicke von 0,6 mm aufweisen. Hier lassen sich etwas weniger als 300 Gbyte unterbringen. Verstärkt man die Materialdichte auf die Stärke einer DVD, die Mempile mit 1,2 mm angibt, sollen sich 500 Gbyte auf den oben angesprochenen 100 Layern speichern. Mit weiteren Optimierungen sollen sich 200 Layer abbilden und bis zu 5 Gbyte pro Layer speichern.

Wann die Scheiben und passende Geräte auf den Markt kommen, ist ungewiss.

Auch die Konkurrenz ist aktiv: Das japanische Unternehmen Optware entwickelt an einer holografischen Disk. Das von ehemaligen SanDisk-, Iomega- und Sony-Mitarbeitern gegründete japanische Unternehmen Optware und seine Partnerfirmen haben bereits die einmal beschreibbare HVD mit 200 GByte, die nur lesbare Holographic Versatile Disc (HVD-ROM) mit 100 GByte und die Holographic Versatile Card (HVC) mit 30 GByte Speicherplatz vorgestellt.