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View Full Version : Software Ubuntu 7.04



Deadman
18.04.2007, 22:26
http://news.myrabbits.de/UbuntuLogo.gif
7.04


Das zierliche Rehkitz ist auf dem Weg durch den Geburtskanal


Am 19. April dieses Jahres soll im Zuge der „Ubuntu 6-months stable releases“ nun die neuste Version des Linux Distributors „Ubuntu“ als finale 7.04 Veröffentlichung zum Download bereit gestellt werden.
Im Zuge dieses Ereignisses wollen wir euch das immer beliebter werdende Linux und speziell dessen ,mitunter beliebtesten, Derivaten (http://de.wikipedia.org/wiki/Derivat_%28Software%29) näher bringen.


Viele von euch werden sich sicherlich zunächst fragen warum sie überhaupt ein anderes Betriebssystem außer Microsofts (http://www.microsoft.com/de/de/default.aspx) Windows© verwenden sollten. An dieser Stelle gibt es sehr viele gute Gründe für ein Gnu/Linux System und einer der besten ist vielleicht, dass es umsonst ist.
Ja ihr habt richtig gehört, die meisten Linux Distributionen, darunter auch Ubuntu, sind völlig umsonst. Möglich ist das durch den Sponsor Canonical Ltd. (http://www.canonical.com/) welcher in die Entwicklung von Ubuntu ein Startkapital von 10 Millionen U.S. Dollar investierte.
Aufgrund dessen ist man im folgenden nicht mehr von kommerzielen Wirtschaftsstrategien der Redmonder abhängig.
Das allein sollte natürlich kein Grund für euch sein euer System umzustellen so, deswegen werden wir im Folgenden noch einige Weitere aufzählen.


...Und Pinguine können doch fliegen!
Die meisten werden sicherlich an irgendein Terminal-Fenster im Microsoft DOS Stil denken sobald sie den Begriff „Linux“ hören. Diese Zeiten sind allerdings schon lange vorbei. Inzwischen tragen Desktop-Umgebungen wie Gnome dazu bei, dass man sich vollkommen ohne Kenntnisse über die Befehle des Terminals in seinem Betriebssystem bewegen kann. Doch an dieser Stelle wurde nicht Schluss gemacht und man ging weiter, so weit dass es sogar 3D Composite Manager, wie Compiz (http://www.go-compiz.org/), gibt die eindrucksvolle und praktische Effekte bei der Verwendung des Desktops auf den Bildschirm zaubern können. Auch die von Mac OS bekannten und inzwischen sogar von Microsoft übernommenen Widgets gibt es für Linux Distributionen schon lange.
Das soll natürlich nicht bedeuten, dass sich Linux von seinen Wurzeln trennte und der Terminal zu einem unbedeutenen „Tool“ degradiert worden ist.
Der Terminal ist und bleibt unter Linux-System ein Grundbaustein. Nicht nur, dass man mit einigen wenigen Kenntnissen über diesen, sein ganzes System einrichten bzw. reparieren kann (sofern man selbst irgendetwas verbaut haben sollte), es bietet einem sogar die Möglichkeit Anwendungen und Befehle zu spezifizieren, was einem ein reines „Klick-me“ System mit .exe-Dateien nicht immer darbringt.
Wenn man möchte, kann man über seine Konsole (Terminal) auch alle Aktivitäten seines Rechners beobachten oder durch die umfangreiche Ausgabe die Fehler eines Programms ausfindig machen, natürlich geht das besser je versierter man ist.


Ein weiterer Vorteil eines Linux Systems ist wohl die erhöhte Performance, es mag sein, dass mich Windowsnutzer nun auf Scheiterhaufen sehen wollen, doch ich kann diese, bei mir gemessene, Geschwindigkeit nicht von der Hand weisen.
Der Ursprung dessen liegt einfach darin, dass bei Ubuntu nicht alle Programme beim Start des Systems vor geladen werden, sondern erst dann zum Einsatz kommen wenn sie aufgerufen werden. Entsprechend ist der Speicher nicht schon mit allem überfüllt und kann effektiver eingeteilt werden.
Das birgt zwar, dass ein Programm ein bis zwei Sekunden länger benötigt um sich vollständig zu öffnen, das ist aber kaum spürbar.

Die integrierten Paket-Manager wie Synaptic und Aptitude bieten zudem einen komfortablen und sicheren Weg weitere Programme nach Wunsch zu de- und installieren, da alle standardmäßig freigeschalteten Paketquellen geprüft sind.


Der Sprung ins kalte Wasser ist hart...
Und so ist es auch mit einem abrupten Umstieg auf ein neues Betriebssystem, doch kann man ja vorerst mit Schwimmflügeln in der Badewanne üben bevor man im tiefen See schwimmt.
Aus diesem Grund installiert Ubuntu den Bootloader Grub mit, welcher einem die Möglichkeit bietet weiterhin in sein Windows zu booten ohne umständlich Festplatten austauschen zu müssen.
Man ist nicht einmal gezwungen vorher manuell eine Partition für Ubuntu zu erstellen, sondern kann dieses auf der selben Festplatte wie Windows laufen und einfach den restlichen freien Speicher dieser nutzen.
Wem das zu viel Aufwand ist, der kann sich ja erst an der Live CD probieren bei der man Ubuntu auch ohne Installation von der CD testen kann.


Den ersten Schritt sollte ich an dieser Stelle vielleicht betont empfehlen, bevor ich hier nun einige unserer (Zocker-)Seelen dazu verleite umzusteigen und dann nur Mord Drohungen erhalte.


Denn es gibt, wie überall, auch hier negative Seiten.
Darunter fällt leider die mangelnde Spiele Portierung. Was nicht bedeuten soll, dass es gar keine Spiele für Linux gibt, sie sind nur, gelinde gesagt, rar vertreten oder stecken in der Entwicklung. Es gibt zwar die Möglichkeit hier eine Windows-kompatible Laufzeitumgebung wie Wine (http://www.winehq.com/) oder dessen kostenpflichtigen Fork Cedega (http://www.transgaming.com) zu verwenden, doch laufen selbst mit Cedegas Unterstützung der DirectX Schnittstelle nicht alle Spielen, besonders häufig sind es dabei die Neusten die Probleme bereiten.
Dafür sei an dieser Stelle erwähnt, dass Wine eine gute Möglichkeit ist, aus Windows lieb gewonnene, Programme für die es weder eine native Linux Version noch ein Pendant gibt dennoch unter dem neuen OS zu verwenden.


Dieses Problem führt uns nun zu weiteren Kritiken an Linux.
Denn Spiele sind nicht der einzige vernachlässigte Sektor. Leider wird auch noch nicht jede Hardware, aufgrund von Treiber Mängeln, unterstützt.
In den vorher gegangenen Jahren haben sich fast alle Hersteller lediglich auf Windows und wenn es hoch kam vielleicht auch noch Mac OS konzentriert. Das war dann aber schon das größte an Gefühlen. So kommt es jetzt erst, dass durch aktive Arbeit der Linux User nach und nach Treiber erstellt werden, viele davon in Handarbeit der User selbst. Beschwert wird dieser Weg zudem durch mangelnde Kooperation Seitens der Hardwarehersteller welche ungern benötigte Referenzen freigeben.
Doch so langsam kommt der Stein ins Rollen und die Linux Community hofft, dass durch Aufsprünge von nVidia (http://www.nvidia.de/page/home.html) und Konsorten bald auch der Rest nachzieht um keine wirtschaftlichen Einbüssungen einstecken zu müssen. Ein guter Schritt ist unter anderem der Entschluss Dell (http://www.dell.de)s nun auch PCs auszuliefern auf denen von Anfang an ein Linux System der eigenen Wahl aufgespielt ist. So steigt der Druck für die Konzerne auch Linux Treiber für die bei Dell angebotene Hardware zu erstellen.


Um sich zu vergewissern, dass die eigene Hardware nun auch zur Zufriedenheit aller läuft, sollte man eventuell Ubuntuusers.de (http://www.ubuntuusers.de) besuchen und sich dort informieren.
Diese deutschsprachige Ubuntu Community ist im Übrigen auch eine wirklich empfehlenswerte Anlaufstelle bei Problemen, seien es nun welche der Einsteigerart oder aber auch schwerer zu lösende.
Denn Linux ist nichts mit dem man sich eben mal fünf Minuten beschäftigen könnte um es dann vollends zu begreifen. Es nimmt einem auch nicht die meisten Entscheidungen ab, gleich ob man das möchte oder nicht (wie es bei Windows der Fall ist). Es ist Eigeninitiative und Spaß am Lernen im Umgang mit Neuem gefordert.


Hierzu ein guter Entscheidungsgrund den ich einst ein einem Forum gelesen habe:

Warum Linux? Weil es das beste Adventure der Welt ist.



Mit diesen Worten werden wir euch nun erstmal ruhen sowie die ganze Sache verdauen lassen und melden uns mit einem Testbericht und ausführlicheren Details zu Ubuntu 7.04 wieder nachdem der Release von uns unter die Lupe genommen worden ist.

Deadman
19.04.2007, 21:28
Nach 20 Stunden der Warterei sind die Download Server nun freigegeben. Alle folgenden Links verweisen auf einen Direktdownload der .iso Datei von den Servern, welche natürlich restlos ausgelastet sind. Alternativ kann man hier weitere Downloadmöglichkeiten von Ubuntu 7.04 (http://de.releases.ubuntu.com/7.04/) oder Kubuntu 7.04 (http://releases.ubuntu.com/kubuntu/7.04/) finden.


Mit der Desktopumgebung Gnome Für Linux Neulinge und Windowsnutzer, mit grafischer Installationsoberflächei386 Architektur (http://de.releases.ubuntu.com/7.04/ubuntu-7.04-desktop-i386.iso)
AMD64 Architektur (64-Bit) (http://de.releases.ubuntu.com/7.04/ubuntu-7.04-desktop-amd64.iso)

Für erfahrene Nutzer mit mehr Optionen bei der Installation, dafür ohne grafische Installationsoberfläche i386 Architektur (http://de.releases.ubuntu.com/7.04/ubuntu-7.04-alternate-i386.iso)
AMD64 Architektur (64-Bit) (http://de.releases.ubuntu.com/7.04/ubuntu-7.04-alternate-amd64.iso)


Mit der Desktopumgebung KDE

Für Linux Neulinge und Windowsnutzer, mit grafischer Installationsoberfläche
i386 Architektur (http://releases.ubuntu.com/kubuntu/7.04/kubuntu-7.04-desktop-i386.iso)
AMD64 Architektur (64-Bit) (http://releases.ubuntu.com/kubuntu/7.04/kubuntu-7.04-desktop-amd64.iso)

Für erfahrene Nutzer mit mehr Optionen bei der Installation, dafür ohne grafische Installationsoberfläche
i386 Architektur (http://releases.ubuntu.com/kubuntu/7.04/kubuntu-7.04-alternate-i386.iso)
AMD64 Architektur (64-Bit) (http://releases.ubuntu.com/kubuntu/7.04/kubuntu-7.04-alternate-amd64.iso)