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View Full Version : Buch - DSA - Maraskengift



A-TOM-IC
12.06.2007, 23:13
<div style="background-color:#8b4545;width:100%;height:5px;" target="_blank"><img src="images/spacer.gif" width="1" height="5"></div><table bgcolor="#ffffff" border="0" cellspacing="10" width=100% background="http://articles.myrabbits.de/GERtranz.jpg" style="background-repeat:no-repeat"><tr align="left"><td width="50"></td><td width="150"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3890644570.03.LZZZZZZZ.jpg" width="150" border="0"></td><td>DSA - Maraskengift

Kategorie:<br>Fantasy, Deutschland 2005

Autor(en):<br> Markus Tillmanns

Verlag und Anzahl Seiten:<br>FanPro, 360

Preis:<br>bei Amazon für 9€</td></tr></table><div style="background-color:#8b4545;width:100%;height:5px;" target="_blank"><img drc="images/spacer.gif" width="1" height="5"></div>


Inhalt:



Der Dschungel Maraskans zählt zu den tödlichsten Regionen Aventuriens. Darum begibt sich Brindijin auch nicht allein auf seine Expedition in den Urwald, sondern sucht den Schutz einer kleinen Reisegruppe. Doch dann stellt sich heraus, dass unter den Mitreisenden ein gedungener Meuchler ist! Und nun fragt sich Brindijin verzweifelt, wem er zuerst zum Opfer fällt, dem unheimlichen Mörder oder dem ... Maraskengift?
Gorm, der Söldner, ist völlig verzweifelt. Er hasst Maraskan, die Hitze, den Dschungel mit seinem giftigen Getier, die ungenießbar scharfen Speisen und die Bewohner die ihn in den Wahnsinn treiben. Doch er ist auf der Suche nach etwas. All dies führt ihn in den Rur-Gror-Tempel, um den Rat der Priester einzuholen. Gemeinsam erzählen ihm Rujibor, der Träge und Khaziber, der Gerechte, daraufhin die Geschichte von Brindijin, einem Exilmaraskaner der in seine Heimat zurückgekehrt, um die heimischen Reisfelder zu bestellen.

Doch die Götter haben wohl etwas anderes für ihn vorgesehen als das Leben eines Reisbauern. So kommt es, dass er durch ein Unglück alles verliert. Völlig Mittellos nimmt er schließlich einen gefährlichen Auftrag an: Er soll eine geheime Botschaft durch den Dschungel und das Land des Feindes nach Jergan bringen.

Brindijin findet Anschluss zu einer Reisegruppe, doch schon nach kurzer Zeit gibt es bereits den ersten Toten zu beklagen. Wurde er Opfer des Dschungels oder hat vielleicht doch jemand nachgeholfen? Hat der Schatten damit zu tun, welcher ihnen zu folgen scheint oder befindet sich unter den Reisegefährten ein Mörder?

Die Reise führt die Gruppe von Sinoda durch den Dschungel ins feindlich besetzte Tuzak, durch einen Teil des Dschungels, welcher durch die Herrin des wimmelnden Chaos verseucht wurde und über einen Teil der Maraskankette schließlich nach Jergan.


Der Autor:


<img align=left src="http://lobberich.de/aktuell/gn/2003/10-30-tillmanns.jpg" width="200" hspace=5 border=0>Markus Tillmanns ist ein deutscher Autor von Fantasy- und Kriminalromanen, der zunächst Germanistik und Philosophie studierte. Inzwischen ist er Studienreferendar an einem Gymnasium. Tillmanns ist auch Vorsitzender der Fraktion der Grünen im Nettetaler Stadtteil Lobberich.

Nachdem er den 1. Platz in einem Kurzgeschichten-Wettbewerb des Heyne-Verlages gewann, schrieb er seinen ersten Fantasy-Roman Das Daimonicon, der in der Welt des Schwarzen Auges spielt. Gleich auf Anhieb erhielt der Autor für den 2003 erschienenen Aventurien-Roman als Dritter den Deutschen Phantastik Preis 2003 in der Kategorie "Bester Roman Debüt/national".

Im folgenden Jahr machte er sich sein Philosophiestudium zu nutze und brachte den in der Antike spielenden Kriminalroman "Sokrates und der Mörder der Mysterien" heraus. Dieser spielt im Athen des Jahres 406 vor Christus, der Philosoph Sokrates soll einen Mord mit Hilfe seines Schülers Platon aufklären. Inzwischen stammen noch zwei weitere Fantasyromane mit kriminalistischem Einschlag aus seiner Feder.


Kritik:


Der Roman von Markus Tilmanns hat seinen sehr eigenen Stil. Es handelt sich um eine Kriminalgeschichte im maraskanischen Dschungel innerhalb einer Rahmenhandlung. Diese Geschichte wird von zwei Rur-Gror-Geweihten abwechselnd erzählt, was anfangs etwas daran hindert die Erzählungen über Brindijin flüssig zu lesen, denn nach jedem Kapitel wechselt der Erzähler und berichtigt erst einmal die Unstimmigkeiten seines Vorgängers. Dadurch erhalten die Figuren plötzlich andere Namen, ein anderes Geschlecht, sind älter oder junger, haben eine andere Haarfarbe und ähnliches. Um den Überblick dennoch zu bewahren ist dem Roman eine Personenliste vorangestellt. Auch die Geschichte selbst wird teilweise geändert, indem einen Begebenheit ergänzt bzw. weiter ausgeschmückt wird.

Gegen Ende des Romans wird jedoch klar, weshalb diese Art der Erzählung vom Autor gewählt wurde und dass die unterschiedlichen Erzählungen und Darstellungen durchaus einen Sinn ergeben. Denn: „Zweifach nicht einfach ist die Wahrheit“!

Dem Leser die maraskanische Kultur und Lebensweise zu vermitteln ist aufgrund ihrer Fremdartigkeit nicht ganz einfach. Hier hat sich der Autor sichtlich Mühe gegeben, selbst auf kleine Details geachtet (z.B. Kapitelüberschriften) und eine dichte, stimmige Atmosphäre geschaffen. Trotz des eher ernsten Themas (Kriminalroman) verfügt die Geschichte über viel Witz, ohne jedoch lächerlich zu wirken.

Der Protagonist der Geschichte, Brindijin, ist ein typischer Anti-Held und damit auch für einen guten Teil des Humors verantwortlich. Er gehört nicht richtig zur maraskanischen Gesellschaft, weil er im Exil lebte (wo er natürlich auch als Fremder galt). Der Versuch sich ein Haus zu bauen wird zum Desaster. Am Ende steht er mit nichts da. Auch im weiteren Verlauf der Gesichte stellt er sich nicht gerade sehr geschickt oder gar mutig an. Nach und nach macht er jedoch eine gewisse Wandlung durch, bei der es der Autor meiner Meinung nach jedoch am Ende etwas übertrieben hat.

So startet der Leser mit den Reisegefährten und einigen Fakten zur Jagd auf den Mörder. Ein Nachteil des Buches ist jedoch, dass der Leser kaum eine Chance hat den Täter zu entlarven oder gar Brindijins geheime Nachricht zu entschlüsseln. Die Wechsel von Namen und Eigenschaften der Figuren machen die Angelegenheit natürlich nicht gerade leichter.


Bewertung:


Der Roman „Maraskengift“ hat mir trotz der wechselnden Eigenschaften der Figuren gut gefallen. Das Ende war sehr überraschend und für meine Geschmack etwas kurz. Der ungewöhnliche Stil bringt zwar einige Nachteile mit sich, hat jedoch einen besonderen und vor allem sehr maraskanischen Charme. Für Freunde der Bücher „Spuren im Schnee“ und „Treibgut“ von Karl-Heinz Witzko und DSA-Spielern die sich mit der maraskanischen Lebensweise beschäftigen wollen, ist das Buch Pflicht-Lektüre. Aber auch Leser, die einen ungewöhnlichen Kriminalroman suchen und Aventurien bzw. DSA bisher völlig fremd war, werden mit „Maraskengift“ ihre Freude haben.

Voodoo
13.06.2007, 11:33
Lustiger Zufall. Genau das Buch liegt vor mir aufm Regal und sollte mein nächstes Leseopfer sein :). Freu mich schon drauf.