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View Full Version : Tennis - Gift in Haas' Nachtisch?



Voodoo
08.11.2007, 08:44
Gift in Haas' Nachtisch?

Tommy Haas soll beim Davis-Cup-Halbfinale in Moskau im September vergiftet worden sein.

BildDem Deutschen, der bei der 2:3-Niederlage das erste Spiel gegen Igor Andrejew deutlich verlor und seine zweite Partie absagte, soll etwas ins Essen gemischt worden sein.

Teamarzt Dr. Erich Rembeck hatte damals eine Magen-Darm-Grippe vermutet.
Ans Licht gekommen ist der Vorfall durch Haas' Teamkollege Alexander Waske, der jetzt erst von diesem Vorfall erfahren habe.
Ein russischer Informant
"Ich habe mit einem Russen in Moskau gesprochen", wird Waske in der "Bild-Zeitung" zitiert. "Der sagte ganz beiläufig, dass es ja bitter gewesen sei, dass man Tommy Haas vergiftet habe."

Nach Waskes Nachfrage soll der Russe nochmals bestätigt haben, dass es eine absichtliche Vergiftung gewesen sei.
Wie Waske dem DSF erklärte, müsse der Informant, wenn er geoutet würde, um sein Leben bangen.


In den Nachtisch gemischt

Haas reagierte geschockt von den Neuigkeiten, die ihm Waske persönlich mitgeteilt hatte. Haas spekuliert bereits über den möglichen Hergang.
"Ich bin der einzige von uns, der nach dem Essen noch einen Nachtisch oder einen Latte Macchiato bestellt", erklärt Haas. "Da es keinen anderen erwischt hat, müssen die es, wenn es stimmen sollte, dort gemacht haben."


Haas schlimm erwischt

Haas hatte es in der Nacht zum Samstag nach dem Essen schlimm erwischt. Waske im DSF: "Das war so schlimm, dass der Arzt dreimal kommen musste. Tommy leidet wahrscheinlich noch heute durch diese Geschichte. Mir war es wichtig, dass jetzt zu erklären ist, wie krank Tommy wirklich war."
Haas sagte: "Mir war noch nie in meinem Leben so elend, ich habe zwischenzeitlich richtig Angst bekommen, weil ich nicht wusste, was mit mir passiert."


"Eine heikle Angelegenheit"

Waske hatte auch DTB-Chef Georg von Waldenfels informiert: "Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen und er hatte zu mir gesagt, das ist natürlich eine heikle Angelegenheit. Er sagte, man muss da aufpassen, dass nicht der russische Verband kommt und sagt, ihr bezichtigt uns, dass wir was getürkt haben. Aber das tun wir ja nicht, ich habe ja keine Ahnung, wo das herkommt."
Haas war nach dem Davis Cup in Moskau nach Bangkok gereist und anschließend nach München zurückgekehrt.


"Keine ernsthafte Vergiftung"

Teamarzt Dr. Rembeck erklärte gegenüber Sport1.de: "In München hat eine ausführliche Untersuchung im Hinblick auf den diagnostizierten Magen-Darm-Infekt stattgefunden - unter anderem wurden eine ausgiebige Blut- und Stuhlanalyse vorgenommen."
Der Mediziner sagt weiter: "Die Untersuchungen haben keinen Hinweis auf eine Gefährdung oder Bedrohung ergeben, im Blutbild waren keine Veränderungen zu erkennen. Nach ein paar Tagen ging es Tommy Haas dann auch wieder besser."
Aus medizinischer Sicht gäbe es keine konkreten Verdacht, dass "Tommy Haas vergiftet wurde".


Tests in den USA

Am Freitag fliegt Haas nach New York, um sich dort speziellen Blut- und Haartests zu unterziehen, die möglicherweise auf eine Vergiftung hindeuten könnten.
Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen erklärte im DSF: "Ich hatte noch keine Möglichkeit, mit Tommy selbst zu sprechen. Wir müssen ganz klar formulieren, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen können, dass alles mit sportlich rechten Dingen zugegangen ist. Wir haben keine Beweise."
Zusammenhang mit "Wettaffäre"?
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der "Wettaffäre" im Tennis lässt sich ein Zusammenhang nicht ausschließen.
Anonym hatte ein deutscher Tennis-Profi vor wenigen Tagen behauptet, ein deutscher Spieler habe ihn gefragt, ob er als Strohmann einen fünfstelligen Betrag auf sein Spiel setzen könne.
Mittlerweile soll der ATP angeblich eine Liste vorliegen, auf der 140 verdächtige Spiele aufgeführt sind. Darauf sollen auch Partien mit sieben Deutschen stehen.
Quelle Sport1 (http://www.sport1.de/de/sport/artikel_1899550.html)