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View Full Version : Technik - Moderne Dieselmotoren schädlicher als ältere



Cobra
28.02.2008, 16:34
Die Abgase von Dieselmotoren werden angeblich immer sauberer: Ein deutsch-italienisches Forscherteam kommt jetzt jedoch zu ganz anderen Ergebnissen: Tatsächlich töten die Rußpartikel, die ein moderner Dieselmotor ausstößt, mehr Zellen der menschlichen Immunabwehr als die Teilchen eines älteren Motortyps.


http://www.welt.de/wissenschaft/article1734472/Moderne_Dieselmotoren_schaedlicher_als_aeltere.htm l

Voodoo
28.02.2008, 16:47
na toll!

clubic
28.02.2008, 19:14
Gasautos subventionieren und endlich die ersten Wasserstoffkisten auf den Markt bringen.

Mit der heutigen Technik murkst man doch eh nur noch im kreis.

Naja vielleicht macht ja GM seine Ankündigung war und bringt in den nächsten (nächstes??) Jahren das erste elektroauto. Auch Fisker ist in der Sache schon sehr weit.

greenmachine
28.02.2008, 19:25
Super toll.... Da denkt man die neue Technik is so toll und dann so n Müll.... :(

Deadman
28.02.2008, 19:56
Diesel ist antiquiert.

Voodoo
28.02.2008, 22:02
geht aber gut ab :D Neulich ein 180 ps turbodiesel als Geschäftsauto gehabt.

Jejolore
29.02.2008, 01:53
Als die obligatorischen Tests mit dem weissen Taschentuch am Auspuff aufkamen und in jeder Tageszeitung abgedruckt waren, kam mir schon der Gedanke: Nur weil ich das Schädliche nicht mehr sehe, ist es nicht mehr schädlich?!

Zu den Forderungen von clubic, wenn du Wasserstoffautos haben willst, musst du bedenken das Wasserstoff kein Primärenergieträger ist und somit erst gewonnen werden muss, woraus? Natürlich aus Wasser davon haben wir genug, aber was benötigt man um aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen? Elektrische Energie, und die ist nur in einer Variante ökonomisch für eine industrielle Erzeugung von Wasserstoff vorliegend und zwar Atomenergie - und genau hier beisst sich die Katze in den Schwanz, weil keiner Atomenergie "will". (Anmerkung von mir persönlich: Atomenergie ist unter verantwortungsvoller Aufsicht, und bitte kommt mir nicht mit dem Versuchsreaktor Tzernobyl, die ökonomischte und sauberste Art Energie zu erzeugen, von der Endlagerung und Folgen in xxx-tausend Jahren mal abgesehen).

Wenn wir auf irgendeine Weise eine umweltschonenden Alternative gefunden haben um Energie z.b. mit Hasen im Laufrad zu erzeugen und am Tag mehr Wasserstoff erzeugen als Öl gefördert wird, so ist der nächste Schritt der Vertrieb des Treibstoffes - alleine die Umrüstung im Musterland Amerika übersteigt so manches Staatsbudget. Ich darf hier einen Auszug der Probleme und natürlich auch die Quelle eines Artikels Posten:


Allerdings wird man die Tankstellen umrüsten müssen. Neue Zapfsäulen braucht das Land und die Erdölindustrie zeigt sich bislang sehr zögerlich. Das ist nicht ganz unverständlich, denn die Autohersteller haben sich noch nicht geeinigt, in welcher Form sie denn nun den Wasserstoff ihren Brennstoffzellen zuführen wollen, ob als komprimiertes Gas, als verflüssigtes Gas oder als flüssiges Methanol. Jede Variante benötigt eine eigene Tanksäule, verschiedene Tankautomaten, unterschiedliche Wasserstoffspeicher. Die sind nicht ganz billig, d.h. die Umrüstung der bisherigen Tankstellen wird die Mineralölfirmen Milliarden kosten, die sich aber erst auf lange Sicht amortisieren werden, da vorerst nur wenige Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb auf die Straße kommen. Der Wasserstoff-Verkauf wird also eine ganze Weile ein Verlustgeschäft bleiben. Gleichzeitig aber muß Wasserstoff überall zu tanken sein, sonst werden die Kunden die Autos nicht kaufen wollen. Die Mineralölindustrie zögert aber auch, weil sie sich mit dem Wasserstoff die Konkurrenz zum eigenen Treibstoff ins Haus holt. Sie müsste auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Danach ist ihr im Augenblick überhaupt nicht zumute. Doch sie wird dem-nächst damit anfangen müssen, denn die Autohersteller haben ziemlich klare Vorstellungen, wann sie auf dem Markt präsent sein wollen, so Ferdinand Panik, Leiter des Projekt-hauses Brennstoffzelle bei Daimler-Chrysler
Quelle (http://64.233.183.104/search?q=cache:cxr3DDfsyFgJ:www.hr-online.de/servlet/de.hr.cms.servlet.File/03-027.rtf%3Fws%3Dhrmysql%26blobId%3D56612%26id%3D863 574+wasserstoff+vertrieb+amerika+umr%C3%BCstung+ko sten&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=at)

Noch dazu muss ich anmerken das es noch keinen industriellen Standard bzw. sogar noch keine Technologie gibt, Wasserstoff wie Benzin/Diesel in einem Tank für PKW/LKW sicher zu lagern.

Alles in allem können wir nur auf den Fortschritt hoffen, jedoch wird sicherlich nicht der kleine Arbeitnehmer mit Hybrid Auto und privater Sonnenkollektoren-Wasser-in-Wasserstoff-Umwandlungsstation im Vorgarten die Entscheidung bringen, denn die liegt zur Gänze in den Händen der Öl-Multis und Großindustrieller.

mfg
Jejo

Voodoo
29.02.2008, 09:15
wow! Gut geschriebener Post. Kann dir in allem nur zustimmen :clap:

Cobra
29.02.2008, 10:45
jup, das ist das Problem das man immer an mehre Dinge denken muß, mit den Autos allein ist es nicht getan.
Schön geschrieben :top:

Jejolore
29.02.2008, 12:55
Ich muss nur noch einen Spruch hinzufügen: Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

Wenn niemand den Stein ins rollen bringt, so rotieren wir nur auf der Stelle.
Alles in allem eine sehr verzwickte Lage, bei der wir nur eine sehr kleine Rolle spielen.

clubic
29.02.2008, 13:03
Das man Wasserstoff erst erzeugen muss ist mir durchaus klar ;)

Aber Ich denke auf diesem Gebiet wird sich erst wirklich was tun, wenn die ersten Autos wirklich Serienreif sind, weil sich die "Massenproduktion" von Wasserstoff noch nicht rentieren kann.

Ich denke übrigens, dass es eine Sinnvolle erzeugung von Wasserstoff nur in Form von Bakterien geben kann.

Maddox
29.02.2008, 13:10
Selbes Problem besteht übrigens für die Elektroautos. Das Problem ist im Moment nicht ein funktionsfähiges elektroauto für den Massenmarkt herzustellen, sondern die nötige Infrastruktur bereitzustellen die für die Energieversorgung nötig wäre. Genau die Elektrotankstelle. Bevor dieses Problem nicht gelöst ist, wird es keinen Massenmarkt für E- Autos geben.
Ich hab vor kurzem erst ne Seminararbeit über die Zukunft des Automobilmarkts geschrieben und mich deswegen intensiv mit dem Thema befasst. Kurzfristig wird es wohl so sein das die Hybridtechnologie immer weiter im kommen ist, sobald das oben geschilderte Problem behoben ist wird allerdings auch das E-Auto einer ernsthafte Alternative darstellen.

Die Sache mit den Wasserstoffautos sehe ich genauso wie Jejo, solange es keine Möglichkeit gibt ohne großen Energieaufwand Wasserstoff herzustellen ist es genauso keine Lösung.

Deadman
29.02.2008, 19:19
Wenn man allerdings bedenkt, dass Sonnenkollektoren vor kurzem wieder verbessert worden sind und die Entwicklung der Windräder in den letzten Jahren so massiv vorranging, sehe ich auch bald kein Problem mehr auf Atomenergie zu verzichten.Denn leider lässt sie die Endlagerung nicht so einfach ausklammern wie du es gerade getan hast. Sicher uns tangiert es gerade rechtwenig. Doch unsere Nachwelt wird irgendwann vor dem Problem stehen die Salzhöhlen ihre Energiedifferenz aufgenommen haben werden und sich die Lagerungsstätten zu einem explosiven Standtort entwickelt haben werden.

Wen jetzt weiter Windmühlenwälder stören kann ich nur sagen, dass der unsichtbare Stuß den wir Produzieren derzeit viel Schlimmer ist.

Was allerdings ebenfalls ein Flacks der Automobilindustrie ist, ist ihr verbauch von Platin. Jeder Katalysator ist mit wertvollen Platin bestückt, welcher verdampft und in den Meeren landet. Dadurch wird Platin immer teurer, was wiederum den Preis für die Membrane beim Wasserstoffmotor steigen lässt.

clubic
29.02.2008, 19:21
Für die E_ Tankstellen hat sich ein interessantes Joint-venture gegründet. Ganz oben der ehemalige Kronprinz von SAP. Hab leider keinen Link mehr, aber von der Idee her, war der Plan, die Autos mit wechselbaren Akkus auszustatten, die dann einfach an der Tanke gewechselt werden.

Jejolore
29.02.2008, 20:02
Ich darf nur nebenbei erwähnen das zur Herstellung einer Solarzelle mehr Energie benötigt wird, als je damit erzeugt werden kann.

Auf fachchinesisch heisst das: Die Energiebilanz zur Herstellung einer Solarzelle ist negativ.
Somit ist eine komplette Umrüstung aus Solarenergie unmöglich. Wenn man dann noch bedenkt das durch Solarkollektoren/Zellen und deren spiegelähnlichen Oberflächen ein Teil der Sonnenstrahlen in den Weltraum reflektiert wird und somit die Erdoberfläche nicht aufgewärmt wird, könnte man einerseits denken: Super endlich ne Möglichkeit die Erderwärmung zu stoppen, aber auf lange Zeit gesehen glaube ich nicht das eine Discospiegelkugel im Weltall allzulange überlebt, bzw. diejenigen die darauf wohnen.

Bezüglich der Platingeschichte: Ich bin derzeit nicht auf dem laufenden, aber das Platin im Katalysator mit der Zeit "vergeht" kann ich mir schwer vorstellen. Platin ist dazu du um bestimmte Reaktionen im Abgas auszulösen und somit das sehr schädliche Abgas in weniger schädliches zu reduzieren. Dabei fungiert das Platin eben als Katalysator und wird nicht im Abgas gelöst und ausgeschieden. Genau aus diesem Grund ist der Katalysator bei Schrotthändlern so beliebt, da er einen sehr hohen Wert beim Recyclingschrott erzielt.

mfg
Jejo

Voodoo
29.02.2008, 20:06
da müsstest Meth fragen. Der ist quasi Abteilungsleiter in einem Werk, das die Solarzellen herstellt. Der kann das mit Sicherheit sagen.

Maddox
29.02.2008, 22:25
Für Israel plant ein Unternehmer auch ein interessantes Projekt was e-Autos und deren Versorgung angeht. Dort schliesst man praktisch ähnlich wie bei einem Handy einen Vertrag ab, bekommt dafür ein E-Auto vom Partnerhersteller und kann dann an den Tankstellen tanken in dem man nur seine Nummer eingibt oder seinen Ausweis drüber zieht. Dafür wird extra eine eigene Infrastruktur aufgebaut und es sollen wohl moantliche Gebühren fällig werden.
Falls der Ansatz dort erfolgreich ist, könnte das auch ein Ansatz sein der hierzulande möglich wäre.

m e t h
02.03.2008, 19:11
Ich darf nur nebenbei erwähnen das zur Herstellung einer Solarzelle mehr Energie benötigt wird, als je damit erzeugt werden kann.

Auf fachchinesisch heisst das: Die Energiebilanz zur Herstellung einer Solarzelle ist negativ.
Somit ist eine komplette Umrüstung aus Solarenergie unmöglich. Wenn man dann noch bedenkt das durch Solarkollektoren/Zellen und deren spiegelähnlichen Oberflächen ein Teil der Sonnenstrahlen in den Weltraum reflektiert wird und somit die Erdoberfläche nicht aufgewärmt wird, könnte man einerseits denken: Super endlich ne Möglichkeit die Erderwärmung zu stoppen, aber auf lange Zeit gesehen glaube ich nicht das eine Discospiegelkugel im Weltall allzulange überlebt, bzw. diejenigen die darauf wohnen.

Fakt ist das zur Herstellung einer Solarzelle mehr Energie verballert wird als sie in ihrer Lebenszeit gewinnen kann. Die Frage ist ob man es schafft die Effizienz zu steigern um daraus einen wirklichen Gewinn zu machen.
Es gibt ja mittlerweile einige Verfahren zur Herstellung und dementsprechend sind da ja noch einige Möglichkeiten.
Die Oberfläche der Solarzellen hat im übrigen eine "antireflektionsschicht"
Ansonsten würde man ja unmengen an Sonnenlicht verschwenden.

Jejolore
02.03.2008, 22:37
Auch mit Antireflektionsschicht wird ein Teil der UV-Strahlen und sonstiger Bestandteile des Sonnenlichts reflektiert und kann nicht auf die Erde einwirken.