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View Full Version : Umwelt/Natur - Warum Wurzeln nicht buddeln müssen



Cobra
29.02.2008, 11:05
Beim Wachsen in der Erde vermeiden Pflanzen Hindernisse dank Rückkopplungssystem

Britische und japanische Forscher haben entdeckt, wie Pflanzenwurzeln beim Wachsen durch die Erde Hindernisse vermeiden: Feine Härchen an der Wurzelspitze testen, in welche Richtung ein Wachstum möglich ist und in welche nicht. Dazu benutzen sie einen Rückkopplungsmechanismus, der in dem Moment zum Erliegen kommt, in dem ein Härchen an ein Hindernis wie einen Stein oder einen harten Erdklumpen stößt. Als Reaktion darauf hört das Wachstum der Wurzel an dieser Stelle auf und wird an anderer Stelle fortgesetzt. "Dieses bemerkenswerte System verleiht den Pflanzen die Flexibilität, eine komplexe Umgebung zu erkunden und selbst das ungastlichste Erdreich zu besiedeln", erklärt Studienleiter Liam Dolan vom John-Innes-Forschungszentrum in Norwich.
http://www.wissenschaft.de/sixcms/media.php/1434/wurzelhaar_john_innes_centre.jpg

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/288951.html

greenmachine
29.02.2008, 12:06
Wow! Das is n super System.

Cobra
29.02.2008, 12:41
ja schon irgendwie krass, wie inteligent Pflanzen vorgehn, mich hat es auch schon immer gewundert, wie manches Unkraut, zwischen Gestein und Straßen überhaupt wachsen kann, bzw. woher die ihre Nährstoffe nehmen :grübel:

MaX PoWeR
29.02.2008, 23:00
Tja, im Grunde besteht eine Pflanze aus Luft und Wasser :)

Deadman
29.02.2008, 23:53
Und Kohlenstoff. Und entsprechend Zucker.

MaX PoWeR
01.03.2008, 00:45
Kohlenstoff? Ob vielleicht im CO² Kohlenstoff ist? Ob das bei der Photosynthese vielleicht zu Zucker reduziert wird? :D

Deadman
02.03.2008, 16:28
Ob vielleicht Zucker aus Kohlenstoff besteht und DNA Stränge aus Zucker? ;)

MaX PoWeR
02.03.2008, 16:41
Ja danke, dass Du mir zustimmst ;) Wollte Dir eigentlich nur sagen, das Luft und Wasser reichen, da der Kohlenstoff doch in der Luft enthalten ist...

Deadman
02.03.2008, 16:44
quod erat demonstrandum

Cobra
04.03.2008, 10:18
Evolution im Sauseschritt

Pflanzen passen sich sehr schnell den veränderten Bedingungen in den Städten an

Städtische Unkräuter sind durch die Aufsplitterung ihres Lebensraums gezwungen, sich sehr schnell anzupassen: Sie wenden immer weniger Energie für die Verbreitung ihrer Samen auf und vermeiden auf diese Weise, dass die Saat nutzlos auf Asphalt fällt. Stattdessen stecken sie mehr ihrer Ressourcen in die Entwicklung von Samen, die direkt neben ihnen zu Boden fallen, haben Pierre-Olivier Cheptou vom Zentrum für funktionelle Ökologie und Evolution in Montpellier und seine Kollegen herausgefunden. Das Objekt ihrer Forschung war der Heilige Pippau (Crepis sancta), der im Stadtgebiet von Montpellier die Erdflächen um Alleebäume herum bevölkert.