PDA

View Full Version : Der Spieletest ist tot



Voodoo
30.11.2009, 17:08
Eine sehr schöne Kolumne habe ich auf der Blog Seite meines Lieblings-Redakteurs und Microsofts Senior Product Manager in Deutschland Boris Schneider-Johne gesehen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.


Die Art und Weise, in der Spiele “getestet und bewertet” werden, ist mir schon seit 1995/96 suspekt (Kenner erinnern sich jetzt sofort an “5 Sterne”), aber inzwischen scheint das immer mehr Menschen klar zu sein – nur den meisten Zeitschriften (und Webseiten) noch nicht, die weiterhin so tun, als könnte man auf ein Spiel eine Zahl draufkleben und sich dann wundern, dass niemand ihre Druckwerke am Kiosk mehr kaufen mag.

http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1802


Es ist ein ellenlanger Text, aber ich finde ihn sehr gut geschrieben und trifft häufig auch meine Meinung. Vor allem für Meta-Sleip dürfte es mal lesenswert sein :D

Sleip`
30.11.2009, 19:27
hehe, diese diskussion habe ich die letzten tage auch aufmerksam verfolgt, wobei es dort in erster linie nicht um die tests, sondern vielmehr um die sogenannten "embargos" ging. immerhin ging es teilweise dann auch um die tests und deren verhältnis zum erfolg und misserfolg in der branche.

auch wenn ich immer wieder gerne auf metacritic und critify verweise, dann auch nur der einfachheit halber. warum ewig lange nach passenden argumenten suchen, wenn die zahlen für sich sprechen?! :D wertungen sind schon immer mit vorsicht zu genießen gewesen, dafür fehlt ihnen einfach der pauschale wert. die geschmäcker sind nun mal zu verschieden, wie soll denn da eigentlich auch eine objektive berichterstattung erfolgen können?

dennoch sind sie mir fast immer eine nützliche hilfe gewesen. in meiner gesamten zockerkarriere habe ich aufgrund guter tests nur zwei oder drei mal einen griff ins klo getan. bei 25 jahren erfahrung mit spielen eine sehr gute bilanz, wie ich finde. nur bei filmen gibt es regelmässig aussetzer... :(

dennoch, die menschen lassen sich halt gerne durch hohe (positive) zahlen überzeugen und beeinflussen, warum also auf diese form der berichterstattung verzichten? das natürlich gerade menschen, die in der branche tätig sind, nicht immer auf wertungen gut zu sprechen sind, ist auch verständlich. sie würden es aber alle, nämlich dann, wenn sie ihren job gut machen würden! ;)