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View Full Version : Blick in die Zukunft und in die Statistiken



Voodoo
12.11.2012, 08:19
Auf dem Electronic Sports World Cup (ESWC) 2012, der vergangenes Wochenende in Paris stattfand, waren auch viele Mitarbeiter von Valve anwesend, die das Event vor Ort verfolgt und sich mit einigen Profi-Spielern getroffen haben. Mit diesen haben sie nicht nur wie angekündigt (http://cs.ingame.de/news/csgo/csgo-pro-tip-series-profi-tipps-von-tm/) neue Folgen für die CS:GO Pro Tip Series aufgenommen, sondern sich auch tiefergehend mit den Profis über Counter-Strike: Global Offensive unterhalten.

Natürlich würden wir alle gerne wissen, was genau dort besprochen wurde. Wissen die Pros schon etwas was wir noch nicht wissen? Wie wird sich das Spiel in Zukunft verändern? Einen kleinen Einblick in die geführten Gespräche gibt es nun in einem Artikel, der vor kurzem bei HLTV veröffentlicht wurde.

So wurden die Valve-Mitarbeiter unter anderem auf ihre Pläne für das Movement und das Recoil in Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) angesprochen. Und sie gaben eine überraschende Antwort. Scheinbar ist Valve momentan nicht direkt für diese Einstellungen zuständig, sondern hat das in die Hände eines Experten gegeben. Die Werte für die entsprechenden Einstellungen bekommt Valve von j3di und gibt sie dann einfach nur noch ein. Wer bei j3di nur an Luke Skywalker denkt, dem helfen wir kurz auf die Sprünge: das ist der Typ, der hinter dem bekannten Plugin zBlock steckt und er ist seit einiger Zeit tiefer in die Entwicklung von Counter-Strike: Global Offensive involviert. Valve hat bereits versucht ihn fest einzustellen, allerdings bisher ohne Erfolg.

Auch das Thema Schalldämpfer wurde angesprochen. Viele Spieler haben sich bereits beschwert, dass die M4 immer noch keinen Schalldämpfer besitzt. Laut Valve ist das auf der ToDo-Liste, hat aber keine Priorität. Der Grund warum er noch nicht eingebaut wurde ist, dass man bei Valve die Meinung vertritt, dass die CTs bereits leicht im Vorteil sind und man sie nicht noch weiter verstärken möchte. Solche kleine Änderungen wie ein Schalldämpfer können nämlich Einfluss auf viele andere Aspekte des Gameplays haben und die Spielbalance kann dadurch schnell kaputt gehen. Das gilt übrigens auch für das viel diskutierte Molotov. Valve möchte es nicht einfach aus dem Spiel herausnehmen, sondern versuchen seine Funktionsweise so anzupassen, dass es auch in Wettbewerbsspielen gut einsetzbar ist. Möglichkeiten wären z.B. die Dauer zu verkürzen oder den Verlangsamungseffekt zu entfernen.

Die Spielerzahlen von Counter-Strike: Global Offensive waren ebenfalls ein Gesprächsthema über das Valve auf den ESWC Finals (http://cs.ingame.de/news/csgo/eswc-2012-die-sieger/) mit den Profis redete. Viele Spieler stempeln das Spiel bereits als Misserfolg ab, da es in den täglichen Steamsatistiken deutlich niedrigere Spielerzahlen aufweist als Counter-Strike 1.6 und Counter-Strike: Source. Aber kann man das so stehen lassen und was sagen diese Zahlen wirklich aus? Valve gibt etwas Auskunft dazu. Zunächst mal hat Counter-Strike: Global Offensive einen deutlich erfolgreicheren Start als Counter-Strike: Source, das in seiner Anfangszeit auf gerade einmal 4000 gleichzeitige Spieler kam. Und wie wir wissen hat es sich trotz des mäßigen Starts mit der Zeit durchgesetzt und eine wichtige Stellung im eSport eingenommen.

Und dann muss man sich vor Augen führen, was genau die Zahlen bei Steam eigentlich aussagen und was im Verborgenen bleibt. Diese geben nämlich nur an, wie viele Spieler im Moment spielen und was die höchste Zahl der gleichzeitig aktiven Spieler an diesem Tag war. Was wir nicht daraus lesen können ist, wie viele Spieler tatsächlich an diesem Tag Counter-Strike: Global Offensive gespielt haben. Denn von diesem Standpunkt aus ändert sich das Verhältnis zwischen den drei Spielen deutlich. Betrachtet man dazu die geographische Komponente findet man den Grund dafür. Beispielsweise ist Counter-Strike 1.6 in bestimmten Ländern besonders stark vertreten und bekommt deshalb diese hohen Spitzen bei den Spielerzahlen. Counter-Strike: Source und Counter-Strike: Global Offensive verteilen sich gleichmäßiger über die Erde und kommen deshalb nicht auf ganz so hohe Spitzen. Seit 2007 ist Counter-Strike: Source der erfolgreichste Teil der Serie, was die Spieler pro Tag angeht. Counter-Strike 1.6 und Counter-Strike: Global sind momentan etwa auf dem gleichen Level.

Ozzem
12.11.2012, 13:22
Interessant.

Der letzte Abschnitt ist wieder ne kleine Lehrstunde über Statistik. :top:

Voodoo
12.11.2012, 13:23
Jo, dass sie ziemlich täuschen können :)