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View Full Version : S.W.A.T. - Die Spezialeinheit



Voodoo
04.12.2003, 08:45
Kategorie: Action/Thriller, USA 2002

Kinostart: läuft schon (ab 16)

Info:
Weil ihm eine Geiselbefreiung entglitt, landet Jimmy Street (Colin Farrell), vormaliger Hoffnungsträger der "Special Weapons and Tactics"-Elitepolizeieinheit, hinter dem Schreibtisch. Eine zweite Chance ergibt sich, als der neue SWAT-Leader "Hondo" Harrelson (Samuel L. Jackson) frische Gesichter für sein Team castet. Die erste Bewährungsprobe folgt sogleich, als man Drogenzar Montel (Olivier Martinez) in den Knast überstellen soll. Montel hat 100 Mio. Dollar für seine Befreiung ausgelobt...

Basierend auf einer in den 70er Jahren maßvoll populären TV-Serie, macht uns dieser Hochglanz-Actionthriller quasi mit den "Navy Seals" der US-Polizeistreitkräfte bekannt.

Passend zur Geschichte vereint die Besetzung aufstrebende Jungstars wie Michelle Rodriguez ("Fast & Furious"), LL Cool J, Olivier Martinez oder Colin Farrell ("Nicht auflegen!") als Jim Street. Der hartgesottene Hondo wird gespielt von Coolness-Ikone Samuel Jackson.

Glaubwürdige Figuren und ein cleveres Drehbuch stehen hinter diesem spektakulären Actionthriller, der sich für eine ungewöhnliche Fortsetzung empfiehlt: Zum Kinofilm wird wieder eine Fernsehserie produziert.

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Offizielle Homepage: http://www.swat-der-film.de/

Voodoo
04.12.2003, 09:15
Interview mit Samuel L. Jackson:

Spätestens seit seiner Rolle als Killer Jules in «Pulp Fiction» verkörpert Samuel L. Jackson im Kino das Wort Coolness. Mit der Netzeitung sprach der Schauspieler über seinen neuen Film «S.W.A.T.», Spielplatzregeln und Schwarze in Hollywood.

Netzeitung: Sie haben in den letzten zehn Jahren fast 50 Filme gedreht. Sind Sie süchtig nach der Kamera?

Samuel L. Jackson: Nein, ich arbeite einfach nur gerne. Ich bin in einem Haus aufgewachsen, in dem jeder jeden Tag zur Arbeit ging. Das hat mich geprägt. Ich bin also höchstens süchtig nach Arbeit. Mein Job ist ja auch sehr interessant. Und nicht unbedingt der schwierigste!

Netzeitung: Sie haben 1969 im Rahmen studentischer Proteste mal einige Mitarbeiter des Morehouse College als Geiseln genommen, um auf die schlechten Studienbedingungen für Schwarze hinzuweisen. Fühlten Sie sich jetzt daran zurückerinnert, als Sie für «S.W.A.T.» die Befreiung von Geiseln trainierten?

Jackson: Das war natürlich etwas völlig anderes. Wir hatten damals keine Waffen, und die Polizei versuchte auch nicht, die Leute, die wir festhielten zu befreien.

Netzeitung: Waren Sie zur Vorbereitung auf den Film auch bei einem echten Einsatz des SWAT-Teams dabei?

Jackson:Natürlich nicht live vor Ort, aber wir haben ein Video von einem Einsatz bei einem großen Bankraub in Burbank vor ein paar Jahren gesehen. Die Täter hatten damals wesentlich größere Waffen als die Polizei, daher wurde SWAT gerufen. Und weil die Bankräuber so viel Schutzkleidung anhatten, haben die SWAT-Jungs auf das Straßenpflaster geschossen, so dass die Patronen abgeprallt sind und die Gangster am Knöchel getroffen haben. Einer von ihnen ging dadurch zu Boden und die weiteren Patronen trafen ihn in die Hüfte. Weil die Polizei nicht wusste, ob er eine Bombe am Körper trägt, musste auf das Bomben-Einsatzkommando gewartet werden, deshalb ist der Typ in der Zwischenzeit verblutet. Das war einer von nur drei oder vier Menschen, die jemals bei einem SWAT-Einsatz getötet wurden.

Netzeitung: In «S.W.A.T.» geht es auch darum, als Team zusammen zu arbeiten. Ist die Schauspielerei für Sie auch Teamarbeit?

Jackson: Ich habe die Schauspielerei am Theater gelernt, und da geht es ganz eindeutig um Ensemble-Arbeit. Man gibt dem Gegenüber ein Stichwort und bekommt selber eines zurück. Da muss man schon zusammenarbeiten. Beim Film ist das Team noch viel größer. Da müssen die unterschiedlichsten Leute ihre Arbeit ordentlich machen, damit eine Szene gedreht werden kann. Vom Kameramann über den Beleuchter bis zum Schauspieler muss jeder vorbereitet sein, sonst klappt gar nichts. Vor allem muss der Caterer mein Sandwich genau richtig belegen, damit ich bei Laune bleibe [lacht]. Man lernt auf jeden Fall, im Team zu arbeiten. Allerdings habe ich es schon oft erlebt, dass Schauspieler sich für die wichtigste Person am Set hielten und sich auch so ignorant verhalten haben. Leider sieht man das den Filmen dann an, weil es für alle Beteiligten schwierig war, mit dieser Person zusammenzuarbeiten. Dabei muss man im Grunde selbst einen Statisten, der nur einen Tag da ist, so behandeln, als sei er dein Co-Star und genauso wichtig wie jeder andere am Set. Und sei vor allem nett zu den Männern vom Licht. Die können dich nämlich richtig scheiße aussehen lassen. [grinst]

Netzeitung: Sie spielen häufig in Actionfilmen mit? Gibt es dafür einen besonderen Grund?

Jackson: Wahrscheinlich hat es damit zu tun, dass ich solche Filme schon als Kind gerne gesehen habe. Und natürlich haben wir damals schon solche Filme nachgespielt: Wir haben uns gejagt, so getan als hätten wir Pistolen, sind von Bäumen gesprungen. Wir wollten alle Helden sein – ich war natürlich der Herrscher über den Spielplatz, der immer oben auf der Rutsche stand [lacht]. Polizist wollte ich allerdings nie werden, lieber Superman oder Robin Hood. Damals gab es noch keine Filme, in denen Polizisten die Helden waren. Das war ja noch vor «Dirty Harry»! Aber immerhin habe ich das mit dem Heldsein mittlerweile geschafft – schließlich gibt es in Spielzeugläden Actionfiguren von mir in meinem Jedi-Kostüm!

Netzeitung: Haben Sie die Erfahrung gemacht, dass man als schwarzer Schauspieler immer auf die gleichen Rollen und Klischees festgelegt ist?

Jackson: Generell ist man als junger schwarzer Schauspieler in der gleichen Situation wie jeder andere junge Schauspieler: Man geht von einem Vorsprechen zum nächsten. Man kann sich seine Rollen nicht aussuchen, wie ich das heute kann. Als Schwarzer, Mexikaner oder Asiate bekommt man dann in der Regel eben die Rolle eines Gangmitglieds oder eines Gefängnisinsassen angeboten. Das ist eine verzwickte Situation, denn man muss ja nehmen, was man kriegt, wenn man überhaupt arbeiten will. Aber dann spielt man solche Rollen eben so gut wie man kann und hofft, dass das jemandem auffällt, der einem dann einen neuen, besseren Job vermittelt. Und wenn man lange genug einen guten Eindruck hinterlässt, bekommt man irgendwann auch mal die Chance, beispielsweise einen Arzt zu spielen. Man muss einfach beharrlich seinen Weg gehen, so wie ich das auch getan habe.

Netzeitung: Hat sich die Situation denn verbessert, nachdem Halle Berry und Denzel Washington ihre Oscars bekamen?

Jackson: Sie waren einfach die besten Darsteller in dem Jahr. Aber das war kein Wendepunkt, kein Umsturz der Verhältnisse. Es hat schon Jahre gegeben, in denen mehr Afro-Amerikaner Oscars gewonnen haben, nur eben nicht in solch prestigeträchtigen Kategorien.

Netzeitung: Erinnern Sie sich an eine besonders ernüchternde Casting-Erfahrung?

Jackson: Oh ja! Ich habe damals für eine Rolle in Alan Parkers «Mississippi Burning» vorgesprochen. Aber Parker sagte zu mir, der ich in Tennessee aufgewachsen bin, ich würde zu wenig wie ein Südstaatler klingen. Woraufhin ich nur erwidert habe: «Sie aber auch nicht!» Das war schon kurios, sich von einem Briten sagen lassen zu müssen, man würde nicht genug wie ein Schwarzer aus den Südstaaten klingen. Die Rolle habe ich natürlich nicht bekommen.

rage
30.12.2003, 11:32
hab mir den film mal gegeben. is nais kann man anschauen, kein überhit aber auch nicht schlecht. ins kino gehen?? naja, aber für nen videoabend is der immer gut.

Voodoo
30.12.2003, 11:35
hmm, ich weiß net so recht. Der Sleipnir ist weit weniger "begeistert" von dem Film.

Tarion
30.12.2003, 14:27
ich find ihn gut vor allem die Sprüche sind goil

rieke
30.12.2003, 15:19
der eine tüp sieht mir aus wien Milchbubi... so wie der rob :grins:

rage
30.12.2003, 19:36
duuuuuuuuuuuuu duuuuuuuuuuuu duuuuuuuuuu ... bin kein milchbubie :( .

der sleip hat wahrscheinlich mit wesentlich mehr action gerechnet, die ist in dem film nämlich wohl dosiert. ich sach ma so, is von dem gleichen team das auch tripple x gemacht hat und swat find ich wesentlich besser.

Draco (ex [GER])
30.12.2003, 20:53
Hab ihn auch geschaut, der Film rult find ich.
Kann man sich angucken.

D@YWaLKeR
30.12.2003, 22:14
japp, ich fand den auch ganz gut. natürlich ist die handlung schon ein bissl abgenudelt aber trotzdem gut.
ciao

Selan
30.12.2003, 23:21
Lohnt sich der Film oder eher nicht??
Ich bräuchte Argumente dagegen :cry:

rieke
31.12.2003, 11:29
der rob spielt da mit, das is schon nen argument dagegen :D

Sleip`
31.12.2003, 14:21
Also, wie's der Voo ja schon oben erwähnt hat, halte ich diesen Film für absoluten Müll!

Angefangen von der Action, eine solch wackelige Kamera und die damit total unübersichtlichen Einstellungen habe ich selten gesehen, die meist viel zu kurz und auch viel zu berechenbar ist, gilt im übrigen auch für die Story, ist schon im heutigem Zeitalter und Standarts ziemlich arm! Man merkt zwar, das die Produzenten verucht haben, die Action realistisch darzustellen, aber eine ziemlich Peinliche Stelle ist meiner Meinung nach (Vorsicht Spoiler!): die in der die S.W.A.T.-Jungs den "Befreiern" in der Kanalisation verfolgen, welche ja eine Sprengzündung mit einer Schnur aufgestellt haben. Und wie durch ein Wunder haben die Leute ja tatsächlich die Schnur gesehen. Schon klar, eine 1mm dicke Schnur in absoluter Dunkelheit, bei einer kaum durchzusehenden Nelbelsuppe auszumachen, finde ich ja mal mehr als realistisch!? Naja, und da waren eben noch andere solche Beispiele, und und und...

Wenn man sich den Trailer im Vorfeld angeschaut hat, hat man halt eben bestimmte Erwartungen, die in keinster Weise erfüllt wurden. Der Film war sogar so schlecht, das ich zum ersten Mal überhaupt vorzeitig aus dem Film gehen wollte, und das schon eine halbe Stunde vorher, aber die Hoffnung auf Besserung hat mich doch dann bis zum schlechten Ende durchstehen lassen...

D@YWaLKeR
01.01.2004, 20:08
wie gesagt fand ich nicht so ;)

freak
02.01.2004, 18:35
Fand den Film zum Anschauen aufjedenfall voll ok.
Kino bezahlen? Wäre ich glaube auch ein bisschen enttäuscht, aber nicht so extrem wie toni es schildert *smile*.
Ich finde über Realismus in Action Filmen sollte man sich nicht ärgern, finde in S.W.A.T. geht es sogar noch, wenn ich mir andere Filme anschaue.
Und Ich als "Normal-Zuschauer" habe von der Kamera nicht wirklich was mitbekommen.

rage
03.01.2004, 16:45
toni schau mal "born 2 die", dann weißte was schnelle kamerabewegungen sind ;)

Voodoo
11.02.2004, 15:35
Naja, also so schlimm wie Sleipnir find ich den Film nicht. Auch hat mich die Kameraführung nicht gestört. Ich fand nur manche Situationen weit her geholt. Dennoch... die Action ist in Ordnung und von der Story hat eh niemand viel erwartet.

Für zwischendurch kann man ihn anschauen, aber im Kino würde ich es nicht unbedingt tun.

Note 3