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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deutsche Spiele zu kompliziert?



Voodoo
18.08.2004, 15:48
Wenn man dem US-Spieleentwickler Bob Bates glauben schenken soll, sind die Spiele aus deutschen Produktionen zu kompliziert. Dadurch soll der sehr geringe Marktanteil deutscher Produktionen entstehen.

Laut Bates habe das Spiel genau 5 min Zeit um beim Konsumenten aktzeptiert zu werden, andernfalls mache das Spiel keinen Spass und würde nicht beachtet und gekauft werden. Desweiteren sagt er, der deutsche Spieler ist es gewohnt sich in ein Spiel einzuarbeiten und viel Zeit damit zu verbringen, in den USA wird eher "drauf los" gedaddelt. Daraus entsteht die klare Abseitsposition deutscher Produktionen.

Auch ein Grund für seine Theorie, dass der Deutsche es lieber kompliziert hat, ist der relativ geringe Absatz von Konsolen und deren Games. So kann man eine Konsole einfach anstöpseln und loslegen, beim PC wird man dann doch des öfteren mit Problemen konfrontiert. Er erwarte allerdings das auch in Europa das Zocken immer beliebter und als Freizeitvergnügen unter Erwachsenen akzeptiert wird. So liege schon in den USA das Durschnittsalter eines Konsolenbesitzers bei 25 Jahren.

Voodoo
18.08.2004, 15:54
Ich find die Spieltiefe eher interessesant als störend. Am Beispiel Gothic 2 kann man es leicht verständlich machen. Das Spiel macht so fun, die Spielwelt ist so lebendig und Groß, dass ich enttäuscht gewesen wäre, wenn es innerhalb weniger Stunden durchgespielt wäre. Auch die Freiheit tun zu können was man möchte, bringt dich der Spielwelt viel näher als bei anderen liniearen Spiele.

Solch komplizierte Fußballmanger oder ähnliches hängen mir auch allmählich aus dem Hals raus. Aber für Fans gibt es nichts besseres. Selbst die Engländer spielen lieber die deutschen Manager (zumindest hab ich das mal irgendwo gelesen). Und nicht umsonst hat Fifa Manager die drei deutschen Anstoß Programmierer und Designer geholt damit ihr Manager besser wird.

Ich würde also einfach sagen die deutschen versuchen anspruchsvolle Zocker anzusprechen und somit eine Marktlücke zu schließen. Wer spielt denn schon gerne ständig hirnlose Einfach-Spiele?

Sleip`
18.08.2004, 18:56
verallgemeinen kann man das sowieso nicht. rpg's sollten ruhig richtig schön anspruchsvoll sein, wobei shooter doch eher leichte, den komplizierte, kost sein sollten.

deus ex war zwar damals ziemlich erfolgreich, zumindest auf die tests bezogen, aber ein verkaufsschlager war's dennoch nicht. shooter mit zu viel sequenzen wo hirnschmalz angesagt ist, ist halt nicht jedermanns sache. dies kann man ja aktuell ziemlich gut beobachten: siehe doom³ *kotz*! jeder geilt sich an der grafik auf, aber das das spiel null abwechslung, absolut belangloses gameplay/design besitzt, stört niemanden. und dies gilt nicht nur für D, sondern für die ganze welt.

meiner meinung nach, ist das nichts weiter als eine weitere ausrede, weshalb sich, in der produktion teure spiele aus amiland, hier schlecht verkaufen. spiele wie gta oder eben auch doom, verkaufen sich hier doch ziemlich gut, und das trotz des unkompliziertem gameplays.

persönlich finde ich jedoch beides ganz lustig, wobei ich dann doch rpg's, also spiele mit hirn :rolleyes:, eher bevorzuge!