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View Full Version : Fußball - Wettskandale



Hilli
23.01.2005, 17:17
Hoyzer unter Manipulationsverdacht

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird von einem handfesten Manipulationsverdacht erschüttert. Der Kontrollausschuss hat Ermittlungen gegen Schiedsrichter Robert Hoyzer aus Berlin wegen unsportlichen Verhaltens aufgenommen.
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Offensichtlich im Recht: Barbarez beschwert sich bei Schiedsrichter Hoyzer.Es besteht der Tatverdacht, dass er im Zusammenhang mit Sportwetten Einfluss auf Ergebnisse von ihm geleiteter Spiele genommen und sie damit möglicherweise manipuliert hatte. Dies geschah nach Erkenntnissen des DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzenden Horst Hilpert, um sich Geldvorteile zu verschaffen, indem Hoyzer auf ein von ihm gewolltes Spielergebnis gewettet haben soll. Der Verdacht der geschilderten Beeinflussung der Spielergebnisse bezieht sich unter anderem auf das DFB-Vereinspokal-Spiel der ersten Runde am 21. August 2004 zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV (4:2). Möglicherweise wird der HSV zivilrechtliche Schritte gegen den Referee einleiten.

Laut Darstellung des DFB ist nach einer ersten Prüfung eine nachträgliche Korrektur der unter Manipulationsverdacht stehenden Spielergebnisse auf Grund bestehender Bestimmungen in den Verbands-Ordnungen nicht möglich. Bezüglich weiterer, möglicherweise betroffener Spiele sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Am Sonntag wäre Hoyzer als vierter Offizieller beim Spiel zwischen Hannover 96 und Bayer Leverkusen vorgesehen gewesen. Stattdessen nominierte der DFB kurzfristig Norbert Grudzinski (Hamburg).

"Dies ist ein bedauernswerter und durch nichts zu entschuldigender Vorfall. Ich begrüße es ausdrücklich, dass Horst Hilpert in Abstimmung mit Schiedsrichter-Obmann Volker Roth sofort reagiert hat. Eine abschließende Bewertung muss der endgültigen Sachverhalts-Aufklärung vorbehalten bleiben. Ich gehe davon aus, dass die Angelegenheit konsequent verfolgt und lückenlos aufgeklärt wird. Nach unserem jetzigen Kenntnisstand handelt es sich um einen Einzelfall, der nicht zu pauschaler Kritik an unseren Schiedsrichtern führen darf", sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger, der am Freitagabend von der Entwicklung informiert wurde.

Der 25-jährige Hoyzer erklärte mittlerweile seinen Rücktritt und seinen Austritt aus seinem Klub, Hertha BSC Berlin. Der Berliner stand seit Beginn der Saison 2002/2003 auf der DFB-Schiedsrichter-Liste und leitete bisher zwölf Spiele der 2. Bundesliga, außerdem Begegnungen im DFB-Pokal und in der Regionalliga. Hoyzer machte bei seiner Vernehmung keine Angaben. Er begründete dies damit, dass er nach seiner Vereinsaustrittserklärung nicht mehr der Disziplinargewalt des DFB unterliege. Im Gespräch mit Volker Roth, dem Vorsitzenden des DFB- Schiedsrichter-Ausschusses, hatte Hoyzer zuvor die Manipulations-Vorwürfe bestritten.

Zwanziger hat in Absprache mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und -Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie Hackmann und Wilfried Straub von der DFL für Montag das DFB-Präsidium zu einer außerordentlichen Sitzung nach Frankfurt eingeladen. Dort soll ausführlich über die aktuelle Entwicklung informiert werden.



Das is mal krass.

Voodoo
27.01.2005, 13:07
Glaubt ihr der Schiedsrichter ist schuldig? Jetzt heißt es ja sogar, er hätte Kontakt mit der kroatischen Mafia. Und 2 Assis wären auch drin verwickelt.

Er macht mir zwar einen seriösen Eindruck, aber auffällig ist das schon. Vorletzte Saison tadellos und echt super gepfiffen und ein Jahr später etliche Skandalentscheidungen. Gerade gegen Hamburg war das ja super schlecht.

Voodoo
27.01.2005, 16:01
Robert Hoyzer hat gegenüber seinen Anwälten absichtliche Fehlentscheidungen bei Fußball-Spielen eingestanden. Der ermittelnden Staatsanwaltschaft bot er sich als Kronzeuge an.

Dramatische Wende im Schiedsrichter-Skandal: Der umstrittene ehemalige Unparteiische Robert Hoyzer hat erstmals zugegeben, Spiele absichtlich verpfiffen zu haben. Der Berliner gestand gegenüber seinen Anwälten unter Tränen, diverse Spiele durch Fehlentscheidungen manipuliert zu haben.
«Die in der Öffentlichkeit erhobenen Anschuldigungen gegen mich sind im Kern zutreffend. Ich bedauere mein Verhalten zutiefst und entschuldige mich gegenüber dem DFB, meinen Schiedsrichterkollegen und allen Fußballfans. Ich habe heute vollständig und schonungslos mein Verhalten und mein gesamtes umfangreiches Wissen über alle mir in diesem Zusammenhang bekannten Sachverhalte und Personen dokumentiert», ließ Hoyzer nach einem zweiten ausführlichen Gespräch in der Essener Kanzlei Holthoff-Pförtner verlauten.


Hoher Lohn für Spielmanipulation

Hoyzer beschuldigt in diesem Zusammenhang in einem Interview mit dem Fernsehsender TV Berlin andere Personen, ebenfalls in den Wettskandal verwickelt zu sein. Der 25-Jährige sprach von «weitreichenden Manipulationen.» Hoyzer habe außerdem zu verstehen gegeben, dass eine große Organisation im Hintergrund steht, ohne allerdings konkret zu werden. Die Affäre werde den deutschen Fußball schwer beschädigen, sagte Hoyzer. Er selbst habe für die Manipulation von Spielen einen fünfstelligen Betrag erhalten.



Hoyzer bietet sich als Kronzeuge an

Ferner hat sich Hoyzer als Kronzeuge angeboten. Er «stehe der Staatsanwaltschaft und dem DFB zur vollumfänglichen Aufklärung zur Verfügung», erklärte der Ex-Schiedsrichter. Die Berliner Staatsanwaltschaft wurde von der Erklärung überrascht. Sprecher Michael Grunwald sagte: «Wenn er das in die Tat umsetzt, dann wird uns das helfen.»

Er wird verdächtigt, unter anderem das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV (4:2) manipuliert zu haben. Mindestens fünf Partien soll Hoyzer verschoben haben, um damit Ergebnisse zu erzielen, auf die er zuvor gewettet hatte.



DFB will «gnadenlos durchgreifen»

Volker Roth, der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichterausschusses, wies am Donnerstag in Frankfurt/Main die Entschuldigung Hoyzers als «unverzeihlich» zurück. «Hier wurden ideelle Werte verraten und verkauft, das ist unentschuldbar», sagte Roth. Er kündigte ein hartes Durchgreifen an: «Sollte diese Meldung stimmen, werden wird gnadenlos und ohne Rücksicht aufräumen.»

Castor
27.01.2005, 17:35
übel übel. bin mal gespannt was da so alles ans licht kommt. gab ja im herbst schon mal so andeutungen bei einem spiel von oberhausen, extrem hohe wetteinsätze auf tordifferenz...

SpaxX
28.01.2005, 00:42
ich glaub da kommt nun mehr ans Licht als jedem von uns Lieb ist, was mich intressiert ist ob Spieler verwickelt waren bzw. ob sich das ganze bis in die 1.Bundesliga fort führt. Vieleicht zieht sich das bis ins Ausland...

Das er Schuldig ist war mir seit seinem ersten Interview klar, der wahr mir n bisschen zu abgeklärt, wenn ich Unschuldig bin hab ich ne gewisse Auffbrausende Art und nehm nicht alles mit einem Wimpernschlag hin.

Kann auch sein das Hoyzer auspacken wollte und die Mafia im das in die Schuhe schieben wollte bevor er handelt. :eek:
Mal guggn was da noch so abgeht, nun rollt der Rubbel!!!!!!!

Hilli
28.01.2005, 03:41
Hansas Coup: Jari Litmanen kommt

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Spektakulärer Transfer beim FC Hansa: Finnlands 93-facher Nationalspieler Jari Litmanen wechselt nach Rostock.
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Große Fußballwelt an der Ostsee: Jari Litmanen wechselt nach Rostock.Der 33-jährige offensive Mittelfeldspieler erhält nach Erledigung letzter Formalitäten beim Rostocker Bundesligisten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2006. Er wird voraussichtlich im Heimspiel gegen Schalke 04 am 5. Februar erstmals für die Hanseaten auflaufen.

"Es ist eine große Herausforderung für mich, mit dem FC Hansa um den Klassenerhalt zu kämpfen. Darüber hinaus ist die Bundesliga eine neue Erfahrung für mich", so Jari Litmanen, der 1995 mit Ajax Amsterdam die Champions League gewann und unter anderem auch für den FC Barcelona und den FC Liverpool spielte.

Zuletzt spielte Litmanen beim finnischen Erstligisten FC Lahti. Die Saison in Finnland endete Anfang Oktober 2004.


Wow, da bin ich ja mal gespannt wie gut der noch ist. Aber verschlechtern wird sich Hansa mit ihm sicher nicht :)

freak
28.01.2005, 09:57
Der Schiri und Wettskandal breitet sich immer mehr aus. Polizei hat jetzt schon etliche Verfahren und Ermittlungen laufen gegen alles mögliche, in einem Fall schon 2 Millionen € in Bar gezockt usw. ich denk da kommt noch einiges.

Voodoo
31.01.2005, 15:34
Chronologie des Vorfalls Hoyzer

31. Januar

Paderborns Präsident Wilfried Finke bestätigt die Geldübergabe an Kapitän Thijs Waterink. Der Niederländer hat sich selbst noch nicht geäußert.


30. Januar

Der Präsidente des Regionalligisten SC Paderborn zeigt einen Spieler beim DFB an, der Kontakt zur Wettmafia hatte. Acht Zweitliga-Profis sowie drei Schiedsrichter sollen in den Skandal verwickelt sein, meldet eine Zeitung. Es sei kein Bundesliga-Profi betroffen. Hoyzer räumt ein, vier Spiele verpfiffen zu haben.


29. Januar

Fußball-Bundesligist Hertha BSC bestreitet vehement, dass drei seiner Spieler etwas mit dem Wettskandal zu tun haben.

Ab Abend erlässt ein Richter in Berlin Haftbefehle gegen drei der Personen, die am Vorabend festgenommen worden waren. Ihnen wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen. Ein vierter Verdächtiger ist wieder auf freiem Fuß.


28. Januar

Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft einen Personenschutz für den früheren Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer. Dessen Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner hatte dies beantragt. Grund sind die möglichen Verbindungen des Berliners zu den Hintermännern des Wettskandals.

Am Abend hatte Hoyzer gegenüber der Staatsanwaltschaft ein Geständnis abgelegt, worauf hin im Berliner «Cafe King» zwei Personen festgenommen wurden. Laut Hoyzer sollen neben weiteren Schiedsrichtern auch Spieler in den Fall verwickelt seien.


27. Januar:

Hoyzer gesteht überraschend die gegen ihn erhobenen Manipulationsvorwürfe. Zudem sagt er, dass in die Affäre noch viele andere Leute verstrickt seien. Der Schiedsrichterausschuss reagiert auf den «Fall Hoyzer» mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Nach Arminia Bielefelds Manager Thomas von Heesen erhebt auch VfL Wolfsburgs Amateur-Trainer Uwe Erkenbrecher Vorwürfe gegen Dominik Marks. Marks leitete die Regionalligapartie zwischen den Amateurteams des VfL Wolfsburg und des Hamburger SV. Marks wird nach einer Vernehmung vom DFB entlastet.


26. Januar:

Der DFB erstattet Anzeige gegen Robert Hoyzer. Medienberichten zufolge hatte Hoyzer Kontakte zur kroatischen Mafia. Arminia Bielefelds Manager Thomas von Heesen bringt Schiedsrichter Dominik Marks in die Schusslinie. Beim Regionalliga-Spiel zwischen den Amateuren der Ostwestfalen bei Hertha BSC Berlin soll unter der Leitung von Marks zu auffälligen Entscheidungen gekommen sein. Marks bestreitet die Vorwürfe. Regionalligist FC St. Pauli fordert den DFB auf, die Ermittlungen auch auf das Punktspiel der Hamburger gegen den VfL Osnabrück (2:3) auszuweiten. Hoyzers Rechtsanwalt Stefan Holthoff-Pförtner übt harsche Kritik am DFB und erklärt, bisher finde eine Vorverurteilung seines Mandanten in der Öffentlichkeit statt, die einer Hinrichtung gleich komme.


25. Januar:

Es wird bekannt, dass die vier Schiedsrichter Lutz-Michael Fröhlich, Manuel Gräfe, Olaf Blumenstein und Felix Zwayer dem DFB den entscheidenden Tipp im «Fall Hoyzer» gegeben haben. Hoyzer bekräftigt, er habe nicht betrogen. Zudem wird bekannt, dass Hoyzer von der Essener Rechtsanwaltskanzlei Holthoff-Pförtner vertreten wird. Hertha BSC Berlin lässt verlauten, dass Hoyzer noch nicht aus dem Klub ausgetreten ist. Schiedsrichter Felix Zwayer bestätigt, dass es vor dem Zweitligaspiel Rot-Weiß Essen - 1. FC Köln (2:2) dazu aufgefordert worden war, mit seinen Entscheidungen Einfluss auf die Partie zu nehmen. Zweitligist SpVgg Greuther Fürth legt Einspruch gegen die Spielwertung der Partie beim MSV Duisburg (0:1) ein. Bernd Schultz, der Vorsitzende des Berliner Fußball-Verbandes (BFV), warnt vor einer Hexenjagd auf seine Schiedsrichter.


24. Januar:

Erstmals meldet sich Hoyzer zu Wort und erklärt, er habe nie auf von ihm geleitete Spiele gewettet. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig nimmt Vorermittlungen auf. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder fordert ein völliges Wettverbot für Spieler, Schiedsrichter und Klubverantwortliche. Schiedsrichter Markus Merk spricht sich dagegen aus. Nach einer Sondersitzung des DFB-Präsidiums wird bekannt, dass weitere fünf Spiele unter Manipulationsverdacht stehen. Der Hamburger SV legt Protest gegen die Wertung des Pokalspiels beim SC Paderborn ein. Der «Fall Hoyzer» soll nach Medienberichten kein Einzelfall sein. Für das Gespann, das das Zweitligaspiel Essen gegen Köln geleitet hat, gibt der DFB eine Ehrenerklärung ab. Erwin Horak, Oddset-Chef, schließt Regressansprüche an Robert Hoyzer nicht aus.


23. Januar:

Der Ex-Trainer des HSV, Klaus Toppmöller, sieht sich als Opfer möglicher Manipulationen von Hoyzer. Er war nach der Pokalniederlage seiner Mannschaft in Paderborn entlassen worden. Es wird bekannt, dass sich die Ermittlungen auch auf weitere von Hoyzer geleitete Spiele erstreckt. Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger spricht erstmals von Betrug. Zudem erklärt er, dass Zeugen aus dem Bereich des Schiedsrichterwesens den DFB auf das Verhalten Hoyzers aufmerksam gemacht haben.


22. Januar:

Der DFB gibt bekannt, dass der Kontrollausschuss Ermittlungen gegen Hoyzer aufgenommen hat. Der Verdacht der Beeinflussung der Spielergebnisse bezieht sich unter anderem auf das DFB-Vereinspokal-Spiel der ersten Runde zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV.


21. Januar:


Eine vom Vorsitzenden des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, anberaumte Vernehmung in der Frankfurter DFB-Zentrale endet damit, dass Hoyzer nach Ansicht des DFB seinen Austritt aus dem Verein Hertha BSC Berlin erklärt hat und damit nicht mehr der Disziplinargewalt des DFB unterliege. Im Gespräch mit Volker Roth, dem Vorsitzenden des Schiedsrichter-Ausschusses, bestreitet Hoyzer die Manipulations-Vorwürfe.


19. Januar:

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhält einen Hinweis, dass Schiedsrichter Robert Hoyzer aus Berlin Spiele manipuliert hat, um daraus Geldvorteile zu ziehen. Auf Grund dieser Hinweise leitet der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen gegen
Hoyzer ein.

Voodoo
01.02.2005, 10:55
Der hauptbeschuldigte Schiedsrichter Hoyzer hat einem Medienbericht zufolge Namen genannt. DFB-Chefankläger Hilpert bestätigte derweil, dass wohl keine Bundesligaspiele verpfiffen wurden.

Der frühere Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer hat laut «Bild»-Zeitung drei Unparteiische, neun Spieler und einen Funktionär belastet. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, sagte dazu in Frankfurt: «Wir werden nur Ergebnisse der Berliner Staatsanwaltschaft bestätigen, alles andere werde ich weder bestätigen noch dementieren. Wir werden schnell die notwendigen Erkenntnisse haben.»
Nach «Bild»-Informationen handelt es sich bei Hoyzers Geständnis um die Referees Jürgen Jansen (Essen), Dominik Marks (Stendal) und Felix Zwayer (Berlin).

Der Berliner soll außerdem die Namen folgender Profis genannt haben: Thijs Waterink, Alexander Löbe, Georgi Donkow (alle SC Paderborn), Tomislav Piplica (Energie Cottbus), Laurentiu Aurelian Reghecampf (Alemannia Aachen), Steffen Karl, Markus Ahlf (Chemnitzer FC), Ignac Kresic und Torsten Bittermann (Dynamo Dresden). Den früheren Fifa-Schiedsrichter Wieland Ziller belastete Hoyzer ebenfalls.



Eidesstattliche Erklärungen

Von Schiedsrichter Jansen, Energie-Torhüter Piplica und dem Aachener Reghecampf liegen Eidesstattliche Erklärungen vor, wonach sie jede Verwicklung in die Affäre bestreiten. Die gesamte Mannschaft Dynamo Dresdens versicherte ebenfalls an Eides statt, nichts mit der Sache zu tun zu haben. Der Paderborner Spieler Thijs Waterink hat inzwischen ein Geständnis abgelegt.

Auch die «Berliner Morgenpost» brachte in Erfahrung, dass der Manipulations-Skandal sich auf Verdächtige in mehreren Bundesländern ausdehnt. Die Berliner Staatsanwaltschaft soll demzufolge gegen Personen aus Berlin, Nordrhein-Westfalen (Essen, Duisburg, Oberhausen, Paderborn), Sachsen (Dresden und Chemnitz) sowie dem Rhein-Main-Gebiet ermitteln. Es handele sich um mehr als ein Dutzend Spieler und Schiedsrichter.



Keine Manipulation in der Bundesliga

Der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, bestätigte, dass es nach jetzigem Stand der Ermittlungen «keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass Erstliga-Spiele verpfiffen wurden.» Der Chefankläger sagte: «Einen bundesweiten Flächenbrand sehe ich derzeit nicht.»


Hmm, beim Waterink hatte Hoyzer ja auch recht. Dann wirds wohl bei den anderen ebenfalls stimmen. Echt heftig wie viele da betroffen sind.

Voodoo
01.02.2005, 11:01
Zweitliga-Spieler von Dynamo Dresden haben offenbar auch Geld von Wettbetrügern angenommen. Kurz vor dem Spiel gegen Cottbus hatten sie noch eidesstattlich versichert, nicht am Wettskandal beteiligt zu sein.


Spieler des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden haben Bestechungsgeld erhalten. Dynamo-Ersatztorhüter Ignac Kresic bestätigte am Montagabend, die Mannschaft habe am 18. Juni 2003 für ein Spiel gegen Preußen Münster von einem Unbekannten 15.000 Euro erhalten. Damals hatte Dynamo Dresden mit 3:2 gesiegt. Laut Kresic wurde das Geld damals in die Mannschaftskasse eingezahlt.


Die Aussage Kresics steht im Widerspruch zu allen bisherigen Darstellungen des Vereins. Noch vor der Partie gegen Energie Cottbus (0:1) hatten alle Profis von Dynamo Dresden eine Eidesstattliche Erklärung unterzeichnet. Darin erklärten sie, nichts mit dem Skandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer zu tun zu haben. Kresic selbst hatte erklärt: «Ich habe nichts damit zu tun. Das ist alles, was ich sagen kann.«



Chemnitzer bestreiten Vorwürfe

Derweil erklärten die Spieler Marcus Ahlf und Steffen Karl vom Regionalligisten Chemnitzer FC an Eides statt, dass sie nicht an den Manipulationen beteiligt waren. Das gab der Verein bekannt. «Ich bin mir absolut keiner Schuld bewusst», sagte Ahlf der «Freien Presse» Chemnitz. CFC-Präsident Frank Kapp, der am Montag bei der Staatsanwaltschaft Berlin und dem DFB einen Antrag stellte, damit dem Verein entsprechende Informationen zu den Vorwürfen im Manipulations-Skandal zur Verfügung gestellt werden, betonte: «Mit der Erklärung hat sich die Sache erst einmal erledigt.»

Bereits am Montag war nach einer Selbstanzeige des Regionalligisten SC Paderborn bekannt geworden, dass Kapitän Thijs Waterink ebenfalls von einem Unbekannten vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV 10.000 Euro erhalten habe. Waterink hatte von diesem Geld jedem Spieler von Paderborn jeweils 500 Euro zukommen lassen.

SpaxX
01.02.2005, 12:44
wie ich schon sagte nun rollt der Rubel, das war erst der Anfang vom ganzen und ich denke das die 1. Buli nicht verschohnt bleiben wird .

Castor
01.02.2005, 16:47
WETTSKANDAL

"Habe gespürt, dass etwas komisch war"

Mitglieder des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg haben sich zum Verdacht der Manipulation des Spiels gegen den 1. FC Kaiserslautern geäußert. Einige Spieler sprechen von merkwürdigen Entscheidungen von Referee Jansen, Trainer Volker Finke hält sich eher bedeckt. In Kaiserslautern schweigen die Verantwortlichen.

Freiburg - "Ich kann mich erinnern, dass in dem Spiel zwei umstrittene Entscheidungen zu Gegentoren für uns geführt haben. Wir sollten uns mit direkten Äußerungen aber noch bedeckt halten", sagte SC-Trainer Finke der dpa. Freiburgs Kapitän Richard Golz berichtet, dass Jansens Entscheidungen damals innerhalb der Mannschaft diskutiert worden seien.

"Doch wir vermuteten natürlich nichts in Richtung Manipulation. Ich wäre im Leben nicht darauf gekommen, dass da was sein könnte." Stürmer Ellery Cairo erklärte: "Ich habe damals gespürt, dass etwas komisch war. Doch man denkt nicht gleich an einen bestochenen Schiedsrichter."

Der 1. FC Kaiserslautern wollte überhaupt keine Stellungnahme abgeben. "Wir verweisen in all diesen Dingen an die Zuständigkeiten beim DFB, der DFL und gegebenenfalls an die Staatsanwaltschaft", erklärte Pressesprecher Michael Novak. Darauf hätten sich die Mitglieder der Vereinsführung und das Präsidium heute in einer Sitzung geeinigt.

Nach Informationen der "Bild" und der "Süddeutschen Zeitung" ist Jansen durch seinen Ex-Kollegen Robert Hoyzer belastet worden. Bei der Partie im Fritz-Walter-Stadion fielen zwei umstrittene Tore für den FCK. Bei beiden Treffern soll Jansen zuvor angebliche Fouls von FCK-Stürmer Carsten Jancker nicht geahndet haben.

Freiburgs Manager Andreas Bornemann hat unterdessen klare Aussagen des Deutschen Fußball-Bundes zu möglichen Wiederholungsspielen im DFB-Pokal gefordert. "Der DFB ist gefordert, Szenarien aufzuzeigen, wie Wiederholungen im Pokal stattfinden könnten", sagte Bornemann. Sollte dem Einspruch des Hamburger SV gegen die in Paderborn mit 2:4 verlorene Erstrundenpartie im Zuge der Manipulationsaffäre stattgegeben werden, wären auch die Freiburger betroffen, die den Regionalligisten Paderborn im Achtelfinale ausgeschaltet hatten. Denn für die Breisgauer steht am 2. März das auch finanziell lukrative Viertelfinalspiel gegen Rekordmeister FC Bayern München an.

Für "grotesk" würde Bornemann eine alleinige Wiederholung des von Hoyzer manipulierten Spiels Paderborn gegen den HSV halten. "Wie soll das gehen? Selbst wenn Paderborn noch einmal gewinnt, sie wüssten ja bereits vorher, dass sie in der dritten Runde gegen uns rausfliegen. Das wäre wohl nicht gerade motivierend für die Paderborner Spieler." Es müsse daher eine große Lösung gesucht werden. Einem "runden Tisch" innerhalb der Liga würde sich der Verein nicht verschließen.




Nun geht's auch in der BuLi los, jedenfalls gerüchteweise.

Aber leider ist man meiner Meinung nach schon so weit, bei jeder Fehlentscheidung, die es in der Vergangenheit gab, Schiebung zu rufen. Das ist dann sicherlich auch falsch. Einfach abwarten, und dann die Fakten sehen....

Voodoo
01.02.2005, 16:55
Wie ich schon meinem Arbeitskollegen vor Tagen sagte. Es beginnt eine richtige Hexenjagt auf die Schiris. Sobald einer mal eine Fehlentscheidung macht, wird er dermaßen auseinander genommen. Arme Schiris.

freak
01.02.2005, 18:20
Wenn eine Hexenjagd beginnt dann in der Vergangenheit indem man Fälle neu aufdeckt etc, kontrolliert oder glaubst du dass jetzt noch ein Schiri sich bestechen lässt und versucht Spiele zu manipulieren? Wenn ja dann isser zu dumm zum laufen und würde somit als Schiri ausscheiden :top:
aber wenn du damit meinst dass die Bild Zeitung in Zukunft Verdächtigungen aufstellt gegen Schiris in den nächsten Spielen dann wird es wohl so sein :D
weil die zwar zu dumm zum laufen sind aber nur am PC die Artikel schreiben.

Sgt Ultra
01.02.2005, 19:55
http://lachschon.gamigo.de/screens/200501/tafkad-1106850558.jpg

Totenhand
01.02.2005, 20:24
lol Ultra, das Bild ist einfach nur der Hammer :applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus:

rieke
01.02.2005, 21:17
argh jetzt ist auch noch angeblich nen Spieler von Mainz05 mit drin :shocked:
Radislav Jovanovic spielte bei Dynamo Dresden. Zu der Zeit hatte er angeblich auch solche Wettaffairen gehabt. Er hat 15.000 € Bestechungsgeld bekommen.
Argh!
Stellung von Mainz05: Momentan gibt es keinen Grund zu reagieren.

Castor
01.02.2005, 21:22
wenn ich das richtig weiss, hat der Spieler das Geld als Siegprämie bekommen. Liegt also ohnehin kein Straftatbestand vor. Würde sich so verhalten, wie bei dem Paderborner Spieler. Warum sollte man auch bestraft werden, wenn man gewinnt (und dafür dann von 3. Seite ne extra Prämie bekommt, kann der Vereinswirt dann auch kein Freibier mehr ausrufen)? Hat ja eh keiner Einfluß drauf.

Auf der anderen Seite, wenn man beweisen könnte dass durch dieses Geld der Spieler zu Schwalben animiert wurde (der Paderborner Spieler hat eben einen der "schiebungs"-Elfmeter verursacht...) läge die Sache schon ganz anders.
Nur: Wer will das nachweisen? Bleibt Aussage gegen Aussage, aber ein fader Beigeschmack bleibt halt...

Voodoo
01.02.2005, 21:36
Ich hab mit meiner Mutter heute drüber diskutiert. Ich find auch, das es schlichtweg eine Siegprämie war. Aber sie besteht drauf, dass es dennoch beschiss ist.

naja... bin gespannt was sonst noch raus kommt

Castor
01.02.2005, 22:14
tja wie gesagt, wenn er mit dem Geld zu Schwalben angeregt wurde, dann wäre es Beschiss.

Eigentlich kann es nur so gewesen sein, was sind schon 15,000€? Ich meine, als Siegprämie? Ist das nun so, dass der Spieler sich deswegen mehr anstrengt und gegen den übermächtigen HSV gewinnt?
Ich denke eher, 15,000€ sind gutes Geld für ein paar Schwalben, bei denen das Risiko recht gering ist. Dagegen spricht allerdings wiederum, dass der Waterink die Kohle anschließend im Mannschaftskreis verteilt hat... naja, wer weiß das schon. Wenns keiner zugibt, kanns eh keiner beweisen....

BTW: Habe damals übrigens auf nen Paderborn Sieg gewettet :)

Voodoo
01.02.2005, 22:41
Castor hängt da mit drin!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1 :O

Castor
01.02.2005, 23:22
hehe. in der Runde habe ich gut abgesahnt. Nur auf Favoriten getippt. Außer HSV und Gladbach, und die haben gleich Auf wiedersehen gesagt :)

Nirvana
03.02.2005, 10:02
und gestern haben sie bei Dir die Wohnung durchsucht ... :D
btw: hat gestern jemand Stern TV gesehen ?! Da wurde das Thema auch noch mal angesprochen ... obwohl was ich komisch finde ist, dass mit Waterink und Kresic ja schon 2 Leute zugegeben haben Geld kassiert zu haben, da liegt die Vermutung schon Nahe, dass der Jansen und alle anderen genannten Namen von Hoyzer was dran ist - man wird sehen ;)

Voodoo
03.02.2005, 11:27
Das meinte ich ja ein paar Posts vorher. Irgendwie scheinen alle bisher genannten Namen nach und nach zu gestehen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis sie Jansen haben.

Voodoo
03.02.2005, 15:59
Der Deutsche Fußball-Bund hält es nach der Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Berlin für erwiesen, dass vier Partien manipuliert wurden. Zudem sollen neben Robert Hoyzer drei Schiedsrichter in den Skandal verwickelt sein.

Nach der Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Berlin ist es für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erwiesen, dass aufgrund des Geständnisses des ehemaligen Schiedsrichters Robert Hoyzer bislang mindestens vier Spiele manipuliert worden sind.


Zwei Regionalligaspiele verschoben

Wie der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main sagte, handelte es sich dabei um die Partien in der Regionalliga zwischen dem Wuppertaler SV und Werder Bremen, Eintracht Braunschweig und dem FC St. Pauli, das Zweitliga-Spiel LR Ahlen gegen Wacker Burghausen und um das Erstrunden-Pokalspiel SC Paderborn gegen den Hamburger SV.

Wie Zwanziger hinzufügte, habe Hoyzer zudem die Schiedsrichter Jürgen Jansen und Dominik Marks belastet. Sie sollen nach Hoyzers Angaben vor der Staatsanwaltschaft Berlin jeweils zwei Spiele manipuliert haben. Außerdem sind auch Felix Zwayer und der Schiedsrichter-Betreuer Wieland Ziller von dem 25-jährigen Hoyzer im Zusammenhang mit Manipulationen genannt worden. «Wir haben den Verdacht, dass diese drei Schiedsrichter in die Manipulationen verstrickt sind», sagte Zwanziger. Während er bei Hoyzer ziemlich schnell von dessen Täterschaft in diesem Wettskandal überzeugt gewesen sei, stelle sich das bei diesen drei Schiedsrichtern anders da. «Sollten diese drei von Hoyzer genannten Schiedsrichter nicht schuldig sein, werden sie so schnell als möglich rehabilitiert.»



Zwei Manipulationsversuche gescheitert

Nach DFB-Angaben, dessen Justiziar Götz Eilers am Mittwoch erstmals Akteneinsicht nehmen konnte, sei ein Manipulationsversuch durch Hoyzer bei zwei weiteren Spielen misslungen. Dabei handelt es sich um die Partie des SC Paderborn gegen den Chemnitzer FC und die Begegnung der Spielvereinigung Unterhaching gegen den 1. FC Saarbrücken.

Für den Präsidenten der Deutschen Fußball Liga DFL), Werner Hackmann, ist Felix Zwayer ohne Frage ein Beschuldigter in diesem Skandal, doch «ohne ihn wären wir bei der Aufklärung des Falles noch nicht so weit, wie wir sind». Zwayer hatte sich gegenüber dem Berliner Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich offenbart. Für Hackmann ist klar, dass es sich bei dem Wettskandal um «organisierte Kriminalität» handelt.

Zwanziger stärkte am Donnerstag dem DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder den Rücken, gegen den es wegen seines Agierens in diesem Skandal zu Rücktrittsforderungen gekommen ist. Wie Zwanziger sagte, arbeite er mit Mayer-Vorfelder in diesem Skandal vertrauensvoll zusammen. «Ich finde es nicht gerecht, in einer solchen Art und Weise darzustellen», sagte Zwanziger mit Blick auf den Auftritt Mayer-Vorfelders in der Talkshow von Sabine Christiansen. «MV» hatte dort mit seiner Aussage für Irritationen gesorgt, vom Wettanbieter Oddset keine Warnung über Manipulationen bei von Hoyzer geleiteten Spielen gegeben habe.

Nach Aussagen von Eilers habe die Staatsanwaltschaft den DFB gebeten, sich mit seinen eigenen Ermittlungen etwas zurückzuhalten, weil von der Staatsanwaltschaft «einige Spieler noch nicht vernommen worden sind.» Ob Bundesliga-Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SC Freiburg am 27. November, die von Jansen geleitet worden war, ebenfalls manipuliert worden ist, wollte Eilers noch nicht sagen. Zunächst einmal müssten die Vereine über den Sachstand informiert werden, lief der DFB-Jurist wissen.

Nirvana
03.02.2005, 17:29
In seiner Vernehmung belastete Hoyzer auch seinen Schiedsrichterkollegen Dominik Marks schwer. So habe Marks 5000 Euro für einen Sieg der Amateure von Hertha BSC Berlin im Regionalligaspiel gegen die Amateure von Arminia Bielefeld erhalten. Weitere 30.000 Euro soll Marks nach dem 3:0 des MSV Duisburg im Zweitligaspiel beim Karlsruher SC von Ante und Milan S. bekommen haben.

Genau das Spiel hatte von Heesen schon vor 3 - 4 Tagen öffentlich angesprochen ... Der Ball war beim angeblichen 1:0 der Hertha Amateure niemals nicht im Tor - damit ist zuminest wohl der Marks auch überführt.

Und dieser ehemaliger Schiri aus Dresden hat übrigens gestern Abend in Stern TV zugegeben Kontakt mit Ante S. gehabt zu haben, allerdings auch nur 2 mal persönlich. Das Thema Manipulation von Schiris wurde laut seinen Aussagen sogar angesprochen in Zusammenhang mit ehemaligen Oberligaspielen im Osten aber mehr auch nicht - naja *gg*

Voodoo
04.02.2005, 09:16
Chronologie


19. Januar:

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhält einen Hinweis, dass Schiedsrichter Robert Hoyzer aus Berlin Spiele manipuliert hat, um daraus Geldvorteile zu ziehen. Auf Grund dieser Hinweise leitet der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen gegen Hoyzer ein.

21. Januar:

Eine vom Vorsitzenden des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, anberaumte Vernehmung in der Frankfurter DFB-Zentrale endet damit, dass Hoyzer nach Ansicht des DFB seinen Austritt aus dem Verein Hertha BSC Berlin erklärt hat und damit nicht mehr der Disziplinargewalt des DFB unterliege. Im Gespräch mit Volker Roth, dem Vorsitzenden des Schiedsrichter-Ausschusses, bestreitet Hoyzer die Manipulations-Vorwürfe.

22. Januar:

Der DFB gibt bekannt, dass der Kontrollausschuss Ermittlungen gegen Hoyzer aufgenommen hat. Der Verdacht der Beeinflussung der Spielergebnisse bezieht sich unter anderem auf das DFB-Vereinspokal-Spiel der ersten Runde zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV.

23. Januar:

Der Ex-Trainer des HSV, Klaus Toppmöller, sieht sich als Opfer möglicher Manipulationen von Hoyzer. Er war einige Wochen nach der Pokalniederlage seiner Mannschaft in Paderborn entlassen worden. Es wird bekannt, dass sich die Ermittlungen auch auf weitere von Hoyzer geleitete Spiele erstreckt. Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger spricht erstmals von Betrug. Zudem erklärt er, dass Zeugen aus dem Bereich des Schiedsrichterwesens den DFB auf das Verhalten Hoyzers aufmerksam gemacht haben.

24. Januar:

Erstmals meldet sich Hoyzer zu Wort und erklärt, er habe nie auf von ihm geleitete Spiele gewettet. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig nimmt Vorermittlungen auf. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder fordert ein völliges Wettverbot für Spieler, Schiedsrichter und Klubverantwortliche. Schiedsrichter Markus Merk spricht sich dagegen aus. Nach einer Sondersitzung des DFB-Präsidiums wird bekannt, dass weitere fünf Spiele unter Manipulationsverdacht stehen. Der Hamburger SV legt Protest gegen die Wertung des Pokalspiels beim SC Paderborn ein. Der «Fall Hoyzer» soll nach Medienberichten kein Einzelfall sein. Für das Gespann, das das Zweitligaspiel Essen gegen Köln geleitet hat, gibt der DFB eine Ehrenerklärung ab. Erwin Horak, Oddset-Chef, schließt Regressansprüche an Robert Hoyzer nicht aus.

25. Januar:

Es wird bekannt, dass die vier Schiedsrichter Lutz-Michael Fröhlich, Manuel Gräfe, Olaf Blumenstein und Felix Zwayer dem DFB den entscheidenden Tipp im «Fall Hoyzer» gegeben haben. Hoyzer bekräftigt, er habe nicht betrogen. Zudem wird bekannt, dass Hoyzer von der Essener Rechtsanwaltskanzlei Holthoff-Pförtner vertreten wird. Hertha BSC Berlin lässt verlauten, dass Hoyzer noch nicht aus dem Klub ausgetreten ist. Schiedsrichter Felix Zwayer bestätigt, dass es vor dem Zweitligaspiel Rot-Weiß Essen - 1. FC Köln (2:2) dazu aufgefordert worden war, mit seinen Entscheidungen Einfluss auf die Partie zu nehmen. Zweitligist SpVgg Greuther Fürth legt Einspruch gegen die Spielwertung der Partie beim MSV Duisburg (0:1) ein.

26. Januar:

Der DFB erstattet Anzeige gegen Robert Hoyzer. Medieberichten zufolge hatte Hoyzer Kontakte zur kroatischen Mafia. Arminia Bielefelds Manager Thomas von Heesen bringt Schiedsrichter Dominik Marks in die Schusslinie. Beim Regionalliga-Spiel zwischen den Amateuren der Ostwestfalen bei Hertha BSC Berlin soll es unter der Leitung von Marks zu auffälligen Entscheidungen gekommen sein. Marks bestreitet die Vorwürfe. Regionalligist FC St. Pauli fordert den DFB auf, die Ermittlungen auch auf das Punktspiel der Hamburger gegen den VfL Osnabrück (2:3) auszuweiten. Hoyzers Rechtsanwalt Stefan Holthoff-Pförtner übt harsche Kritik am DFB und erklärt, bisher finde eine Vorverurteilung seines Mandanten in der Öffentlichkeit statt, die einer Hinrichtung gleich komme.

27. Januar:

Hoyzer gesteht überraschend die gegen ihn erhobenen Manipulationsvorwürfe. Zudem sagt er, dass in die Affäre noch viele andere Leute verstrickt seien. Der Schiedsrichterausschuss reagiert auf den «Fall Hoyzer» mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Nach Arminia Bielefelds Manager Thomas von Heesen erhebt auch VfL Wolfsburgs Amateur-Trainer Uwe Erkenbrecher Vorwürfe gegen Dominik Marks. Marks leitete die Regionalligapartie zwischen den Amateurteams des VfL Wolfsburg und des Hamburger SV. Marks wird nach einer Vernehmung vom DFB entlastet.

28. Januar:

Robert Hoyzer wird von der Staatsanwaltschaft Berlin in Essen vernommen. Nach Aussagen seines Anwalts Stephan Holthoff-Pförtner belastet der 25-Jährige dabei weitere Schiedsrichter und auch Spieler. Hoyzer gesteht mehr als 50.000 Euro für die Manipulation von Spielen erhalten zu haben. Am Abend durchsucht die Berliner Polizei vier Objekte, darunter das als Zentrum des Skandals geltene Cafe King, und nimmt vorübergehend vier Personen fest.

29. Januar:

Die Bundesliga steht am 19. Spieltag ganz im Zeichen des Skandals, die DFL und der DFB fordern die Zuschauer zur Unterstützung der Unparteiischen in den Stadien auf. Am Abend bestätigt die Staatsanwaltschaft Berlin, dass Haftbefehl gegen drei mutmaßliche kroatische Wett-Betrüger erlassen wurde. Der DFB kündigt einen Antrag auf Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Berlin an.

30. Januar:

Nach Hinweisen aus einem offenbar ernstzunehmenden Umfeld auf eine Verwicklung von Referee Jürgen Jansen in den Skandal setzte der DFB den Unparteiischen für das Sonntagspiel der Bundesliga zwischen Meister Werder Bremen und Hansa Rostock wieder ab und überträgt kurzfristig Lutz Wagner (Hofheim) die Leitung der Partie. Der DFB traf die Maßnahme eigenen Angaben zufolge lediglich «zum Schutz eines Schiedsrichters», konkrete Beweise gegen Jansen würden nicht vorliegen. Bundesinnenminister Otto Schily plädiert zur Verhinderung künftiger Manipulationen für die Einführung von Oberschiedsrichtern, die TV-Bilder auf Hinweise für Unregelmäßigkeiten auswerten sollen.

31. Januar:

Der DFB setzt eine `Sonderkommission Wett- und Spielmanipulationen´ unter Leitung von DFB-Justiziar Goetz Eilers ein, die für lückenlose Aufklärung im Betrugs-Skandal sorgen soll. Der SC Paderborn bestätigt, dass Kapitän Thijs Waterink vor dem Pokalspiel gegen den Hamburger SV 10.000 Euro von einem Unbekannten erhalten habe. Paderborns Vereins-Präsident Wilfried Finke
beschuldigt HSV-Spieler, an der Manipulation beteiligt gewesen zu sein, was die Hamburger vehement zurückweisen. Torhüter Ignjac Kresic vom Regionalligisten Dynamo Dresden bestätigt, dass die Mannschaft im Juni 2003 nach einem Sieg 15.000 Euro zusätzliche Prämie von einem unbekannten Sponsor erhalten habe. Laut Informationen der Bild-Zeitung sollen neben Waterink und seinen Teamkollegen Alexander Löbe und Georgi Donkow sowie Kresic und seinem Mitspieler Torsten Bittermann die Referees Jürgen Jansen, Dominik Marks und Felix Zwayer sowie die Spieler Tomislav Piplica (Energie Cottbus), Laurentiu Aurelian Reghecampf (Alemannia Aachen), Steffen Karl und Markus Ahlf (beide Chemnitzer FC) sowie der frühere Fifa-Schiedsrichter Wieland Ziller in den Skandal verwickelt sein. Jansen und Piplica bestritten in eidesstattlichen Erklärungen ihre Beteiligung.

1. Februar:

Klaus Toppmöller deutet in einem Interview an, dass Jürgen Jansen möglicherweise die Meisterschafts-Entscheidung in der Saison 2001/2002 beeinflusst haben könnte, als er am letzten
Spieltag beim 2:2 von Bayer Leverkusen beim FC St. Pauli gegen die von Toppmöller trainierten Rheinländer einen Handelfmeter verhängt hatte. Der Trainer kündigte Klagen gegen alle Personen an, die ihm in diesem Zusammenhang Schaden zugefügt hätten. Zudem wurde im Zusammenhang mit den Manipulationen erstmals auch das von Jansen geleitete Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SC Freiburg (3:0) am 27. November 2004 genannt. Der DFB gibt
bekannt, dass insgesamt gegen die Wertung von neun Spielen, drei im DFB-Pokal, vier in der zweiten Liga und zwei in der Regionalliga eingelegt wurde. Die am Tag zuvor beschuldigten Spieler und Trainer beteuern ihre Unschuld, Wieland Ziller stellte zudem Strafantrag gegen Robert Hoyzer, Schiedsrichter Dominik Marks will der Staatsanwaltschaft seine Vermögensverhältnisse offen legen. Dynamo Dresden will die 15.000 Euro Prämie für wohltätige Zwecke spenden. Die polizeilichen Ermittlungen weiten sich bundesweit auf 40 Wett-Betreiber und insgesamt 300 Annahmestellen aus, die ermittelnde Staatsanwaltschaft will dem DFB die gewünschte Akteneinsicht gewähren.

2. Februar:

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen ausgeweitet und bundesweit Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dies bestätigte am Vormittag Michael Grunwald, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Nach Informationen der Bild-Zeitung wurden zumindest die Wohnräume von drei im Zusammenhang mit dem Wettskandal genannten Personen durchsucht. Bei den betroffenen Personen soll es sich um Bundesliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen (Essen), Zweitliga-Referee Dominik Marks (Berlin) und Schiedsrichter-Obmann Wieland Ziller (Dresden) handeln.

3. Februar:

Der DFB bestätigt nach Akteneinsicht den Verdacht gegen die drei Schiedsrichter. Zudem sei bewiesen, dass Hoyzer mindestens vier Spele manipuliert habe, sagte Theo Zwanziger auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main. Unterdessen weist Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder die Forderungen nach seinem Rücktritt zurück. Der ebenfalls in Verdacht stehende Schiedsrichter Jansen kritisiert den DFB und kündigt eine Video-Pressekonferenz für fReitag an, um die Beschuldigungen zu entkräften.

gooze
04.02.2005, 09:46
habt ihr schon bemerkt das die domain www.betandhoyzer.de reserviert wurde ? lööl :huch:

Voodoo
04.02.2005, 10:11
löl der Gooze. :)

Voodoo
04.02.2005, 13:09
Der ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer hat noch bei weiteren Begegnungen versucht, das Spielergebnis zu manipulieren. In der Regionalliga-Partie SC Paderborn gegen den Chemnitzer FC (4:0) am 22. Mai 2004 scheiterte der Berliner jedoch am Eingreifen seiner Linienrichterin. Wie der «Berliner Kurier» berichtet, hatte Schiedsrichterin Inka Müller aus Stendal Hoyzer nach einem Elfmeterpfiff zwei Minuten vor dem Seitenwechsel angezeigt, dass das Foul außerhalb des Strafraums begangen worden ware. Hoyzer nahm seine Entscheidung zurück.
So blieb es beim 0:0 zur Pause. Nach «Kurier»-Informationen hatte es hohe Einsätze auf die Kombinations-Wette mit einer Paderborner Pausenführung und einem Paderborner Sieg gegeben.



Müller verweist auf TV-Bilder

«Ich kann und möchte mich dazu nicht äußern. Es ist ein schwebendes Verfahren. Aber es gibt TV-Bilder, die kann jeder sich anschauen und sich sein Bild machen», wird Inka Müller zitiert. Müller hatte Hoyzer des öfteren als Linienrichter assistiert.

Das Nachrichtenmagazin «Spiegel» hat noch weitere Details zu diesem Fall veröffentlicht. So seien Hoyzers Auftraggeber Ante S. 215.000 Euro durch die Lappen gegangen. Die gehe aus dem Geständnis des Beschuldigten vor der Berliner Staatsanwaltschaft hervor. Hoyzer will die Anzahlung von 8000 Euro an den Kroaten zurückgegeben haben.

Genauso soll laut «Spiegel» ein Manipulationsversuch bei der Zweitliga-Partie SpVgg Unterhaching gegen den 1. FC Saarbrücken misslungen sein. Für dieses Spiel im November vergangenen Jahres war auf Sieg der Gastgeber aus Bayern gesetzt worden. Hoyzer gibt an, vor dem Anpfiff 35.000 Euro angenommen zu haben. Zur Halbzeit stand es allerdings 2:0 für den Gast aus dem Saarland. Daraufhin habe Hoyzer eine SMS in der Halbzeitpause erhalten, wonach sein Anteil auf 50.000 Euro erhöht würde, wenn Unterhaching noch gewinnen sollte. Als 3:1-Sieger ging nach 90. Minuten allerdings Saarbrücken vom Platz.


Weiterer Versuch gescheitert

Gescheitert ist laut Hoyzers Angaben auch eine Einflussnahme auf die Zweitliga-Partie SpVgg Unterhaching gegen den 1. FC Saarbrücken im November 2004. Hier hatten die kroatischen Brüder auf einen Sieg der Heimmannschaft gesetzt. Als die Gäste die Partie für sich entschieden hatten, musste sich Hoyzer von seinen Hintermännern laut eigenen Angaben Tatenlosigkeit vorwerfen lassen.

Voodoo
07.02.2005, 15:20
Es wird immer krazzer!


Die Spur führt nach Österreich. Laut des ehemaligen Schiedsrichters Robert Hoyzer sollen besonders die Spiele in Österreich und Griechenland für illegale Wetten interessant sein.

Der ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer hat den Wettskandal erweitert. Der 25-Jährige Berliner soll der Berliner Staatsanwaltschaft bestätigt haben, dass die kroatischen Wett-«Navigatoren» insbesondere Interesse an Spielen der österreichischen und griechischen Liga zeigen, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».


Präsident Grill geschockt

Dabei sollen besonders Verbindungen der Wett-Mafia in Österreich vor allem zum Erstligisten SW Casino Bregenz bestehen würden. Beim Tabellenletzten der Zehnerliga reagierte man geschockt auf die Tatsache.

«Ich bin vor den Kopf gestoßen, habe absolut keine Ahnung, was da passiert sein soll. Ich will wissen, um was es geht. Erst müssen Beweise vorliegen, dass Spiele verschoben wurden», sagte Bregenz-Präsident Hans Grill bei Vorarlberg Online

Voodoo
11.03.2005, 16:38
Um das Thema hier mal wieder anzuheizen...


http://www.netzeitung.de/img/0070/154870.jpg

Steffen Karl vom Chemnitzer FC soll Wettbetrügern mit einem Foul zu hohen Gewinnen verholfen haben. Ihm wird aber noch ein weit schwereres Vergehen vorgeworfen.

Im Zusammenhang mit dem Wettbetrugs-Skandal ist am Freitag der erste Fußballspieler dingfest gemacht worden. Steffen Karl vom Regionalligisten Chemnitzer FC wurde in Chemnitz mit Haftbefehl des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten verhaftet. Die zuständige Ermittlungsrichterin ordnete die Vollstreckung der Untersuchungshaft an, teilte das Gericht mit. Karls Verteidiger kündigte an, dass sich der Beschuldigte am Montag in seinem Beisein vernehmen lassen will.


Ein absichtliches Foul

Gegen Karl besteht dringender Tatverdacht wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, der versuchten Verbrechensabrede und Nötigung. Der frühere Profi von Hertha BSC und dem FC St. Pauli soll im Mai 2004 beim Spiel des SC Paderborn gegen den Chemnitzer FC den Auftrag gehabt haben, im Strafraum gezielt zu foulen. Schiedsrichter Robert Hoyzer, der die Partie leitete, sollte so Gelegenheit erhalten, zu Gunsten des SC Paderborn zu pfeifen. Der Mitbeschuldigte Ante S. hatte einen hohen Geldbetrag auf das Ergebnis gewettet.

Karl wird außerdem vorgeworfen, im Mai 2004 Georg Koch, damals Torwart des Zweitliga-Klubs Energie Cottbus, 20.000 Euro für einen Fehlgriff angeboten zu haben. Koch sollte durch einen absichtlichen Fehler am letzten Spieltag das Spiel gegen den TV Jahn Regensburg zugunsten der Bayern gestalteten. Der Keeper lehnte das Angebot jedoch ab.



Koch im Auftrag von Karl bedroht

Als der jetzige Keeper des MSV Duisburg den Vorfall Ende Januar 2005 dem Deutschen-Fußball-Bund DFB meldete, soll Karl eine bislang unbekannte Person veranlasst haben, den Zeugen einzuschüchtern. Per Telefon sei Koch zum Schweigen aufgefordert worden. Andernfalls werde ihm «etwas passieren», schreibt das Amtsgericht Tiergarten in einer Pressemeldung.

Der dringende Tatverdacht gegen Karl beruht laut Haftbefehl auf den Angaben des Hauptbeschuldigten Robert Hoyzer, Angaben des Zeugen Koch sowie Ermittlungsergebnissen. Da Karl über den Anruf bei Koch mit unlauteren Methoden einen Zeugen beeinflussen wollte, so das Gericht, bestehe der Haftgrund der Verdunklungsgefahr.



Trainer ist überrascht

Chemnitz-Trainer Dietmar Demuth reagierte erstaunt. «Ich bin sehr überrascht», sagte er in Uerdingen, wo die Mannschaft am Samstag ein Punktspiel bestreitet. Am Freitagmorgen hätte Karl vor der Abreise nach Uerdingen in Chemnitz noch einen Fitness-Test absolvieren sollen, nachdem er sich für die Partie wegen einer Blessur bereits abgemeldet hatte. Zu diesem Test sei Karl nicht erschienen. Abwehrchef Ulf Mehlhorn sagte: «Ich will mich dazu nicht ausführlich äußern, aber ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass diese ganze Sache schon erledigt ist.»

Am Mittwoch war bereits Zweitliga-Schiedsrichter Dominik Marks festgenommen worden. Ihm wird Betrug in drei Fällen vorgeworfen.





http://www.netzeitung.de/img/0054/152754.jpg
Für den am Mittwoch festgenommenen Schiedsrichter Dominik Marks wurde Untersuchungshaft angeordnet. Auch ein weiterer Beschuldigter bleibt wegen Fluchtgefahr in Gewahrsam.

Im Bundesliga-Wettskandal hat die zuständige Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Tiergarten nach Verkündung des Haftbefehls gegen den DFB-Schiedsrichter Dominik Marks die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet, da dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr vorliegen.


Weiterer Kroate in Haft

Neben Marks bleibt auch der ebenfalls beschuldigte 21-jährige Tomislav C. in Gewahrsam. Auch dieser war am Mittwoch, dem 9. März 2005, von der Sonderkommission des Landeskriminalamtes Berlin festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, als Mitglied der Bande um Ante S. hohe Geldbeträge auf vier Fußballspiele gewettet zu haben, auf deren Ergebnisse der Mitbeschuldigte Robert Hoyzer Einfluss genommen haben soll.

Beide Beschuldigte haben die Tatvorwürfe bestritten. Marks soll insgesamt drei Spiele manipuliert haben. Neben der Zweitligapartie Karlsruher SC - MSV Duisburg (0:3) am 3. Dezember und dem Regionalliga-Spiel Hertha BSC/Amateure - Arminia Bielefeld/Amateure (2:1) soll Marks ein weiteres Spiel der dritten Liga verpfiffen haben.

Sgt Ultra
24.09.2005, 13:33
Sowas gibts wohl net nur bei uns :\


Rio de Janeiro - Brasilien droht der größte Fußball-Skandal seiner Geschichte. Schiedsrichter sollen nach Angaben des Nachrichtenmagazins «Veja» in dieser Saison Begegnungen der ersten Liga und auch des südamerikanischen Champions-Pokals «Copa Libertadores» manipuliert haben.
Unternehmer und andere Personen hätten bei den Referees Ergebnisse «bestellt», um bei Internet-Fußballwetten zu gewinnen, schreibt das angesehene Wochenblatt unter Berufung auf Ermittler der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft der Metropole Sao Paulo. Es handele sich knapp neun Monate vor der WM in Deutschland «um den größten Skandal der Fußball-Geschichte» im Land des Weltmeisters, heißt es.

Verwickelt in den mutmaßlichen Betrug, der den jüngsten deutschen Skandal in der Anzahl der manipulierten Spiele offenbar deutlich übertrifft, sind den Angaben zufolge mindestens zwei Unparteiische: FIFA-Referee Edilson Pereira de Carvalho und Paulo Danelon. Die Bundespolizei sei kurz davor, den Fußball-Mafia-Ring zu zerschlagen, der mit den abgekarteten Partien Gewinne von insgesamt mehr als einer Million Real (370 000 Euro) erzielt habe. Dank telefonischer Abhöraktionen wisse man, dass Carvalho in diesem Jahr mindestens 25 Begegnungen manipuliert habe. Die zwei Schiris hätten pro Spiel ein «Entgelt» von 10 000 bis 15 000 Real (3700 bis 5550 Euro) erhalten.

Um die Manipulation zu unauffällig wie möglich zu gestalten, habe die Bande auf favorisierte Teams gesetzt. Die Aufgabe der «gekauften» Schiris: Den Sieg der Favoriten zu «garantieren». Auf den Sieg von Favoriten werden zwar gewöhnlich sehr niedrige Prämien ausgezahlt. Um respektable Gewinne zu erzielen, habe die Bande aber hohe Geldsummen von 150 000 bis 200 000 Real gesetzt. «So wurden auffällige Überraschungssieger vermieden», erklärt Staatsanwalt Jose Guimaraes.

Die Selbstsicherheit der verstrickten Schiedsrichter kannte offenbar keine Grenzen. So habe Carvalho einem Unternehmer bei einem mitgehörten Telefonat gesagt, er könne «sogar Autos» auf das zu manipulierende Spiel - in diesem Fall ein Sieg des abstiegsgefährdeten Clubs Vasco da Gama Rio de Janeiro gegen den Tabellennachbarn Figueirense - setzen. «Überlegen Sie, wie viel sie setzen wollen, und dann schlagen Sie zu. Denn ich schlage auf dem Rasen zu», habe Carvalho gesagt.

Haftbefehle gegen die mutmaßlich verwickelten Personen könnten schon in den nächsten Tagen ausgestellt werden, schreibt «Veja». Die manipulierten Spiele müssten neu angesetzt werden. Der 43 Jahre alte Pereira de Carvalho, der eine Mietwagen- und eine Spielzeugfirma besitzt, genoss in Brasilien jahrelang einen guten Ruf. Auch international machte er sich einen Namen. Seit 1999 war er FIFA-Schiedsrichter, pfiff aber nur Spiele in Südamerika.

Carvalho gilt als sehr religiös. Vor den Spielen streckt er in der Spielfeldmitte seine Arme mit der roten und der gelben Karte in Händen stets gen Himmel aus und betet. «Beten hilft jetzt nicht mehr», schreibt «Veja». Laut Staatsanwaltschaft solle Carvalho wegen Betrugs und Bandenbildung angezeigt werden. Die Glaubwürdigkeit des brasilianischen Fußballs sei schwer angeschlagen. Einen Skandal um manipulierte Spiele gab es in Brasilien schon im Jahr 1982. Damals wurde aber mangels Beweisen niemand verurteilt.



© dpa - Meldung vom 24.09.2005 12:43 Uhr

Voodoo
24.09.2005, 20:06
rofl... das ist ja echt überall... allmählich sollte echt der Fernsehbeweis eingeführt werden, so dass Schiris überstimmt werden können.

Totenhand
25.09.2005, 11:13
oder einfach Sportwetten verbieten XD
Das macht eh süchtig! Also vorsicht wenn ihr wettet

MaX PoWeR
17.11.2005, 13:29
Hoyzer muss ins Gefängnis

Er hatte alles gestanden und deshalb mit einer milden Strafe gerechnet. Das Landgericht Berlin sah die Sache anders und verurteilte den frühere Schiedsrichter Robert Hoyzer wegen Spielmanipulationen zu einer Haftstrafe ohne Bewährung.

Berlin - Hoyzer muss wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs für zwei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis. Mit ihrem Urteil lag die 12. Strafkammer des Landgerichts Berlin über dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Ankläger hatten für den 26-Jährigen 24 Monate auf Bewährung gefordert.

Hoyzers ebenfalls angeklagter ehemaliger Refereekollege Dominik Marks erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten.

Gegen den Drahtzieher der Spielmanipulationen, den geständigen 29-jährige Kroaten Ante Sapina, verhängte das Gericht eine Haftstrafe von zwei Jahren und elf Monaten.

Ante Sapinas Brüder Milan und Filip erhielten Bewährungsstrafen in Höhe von 16 Monaten beziehungsweise 12 Monaten.

Voodoo
17.11.2005, 14:00
hmmm, denke die Strafe ist gerechtfertigt. Überrascht über die Höhe der Strafe bin ich dennoch.

Castor
17.11.2005, 15:14
:applaus: :applaus: :applaus:

bin aber ebenfall über die Höhe der Strafe angenehm überrascht.

Totenhand
17.11.2005, 16:53
es hieß ja im Vorfeld schon das er warscheinlich glimpflich davon kommt. Bin deswegen sehr überrascht, allerdings positiv überrascht :) Finds gut das er in den Knast geht. Es war betrug, also warum soll man da noch Gnade walten lassen?

MaX PoWeR
15.12.2006, 13:53
So, nach über einem Jahr mal wieder reaktivieren den Thread ^^


BGH-REVISIONSVERFAHREN

Hoyzer muss ins Gefängnis

Das Urteil des Landgerichts Berlin gegen Robert Hoyzer ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof BGH bestätigte heute die Haftstrafe von 29 Monaten für den der Spielmanipulation überführten Fußball-Schiedsrichter. Der Bundesanwalt hatte einen Freispruch gefordert.

Leipzig - Der 5. Strafsenat des BGH in Leipzig verwarf heute die Revisionen des früheren Schiedsrichters Hoyzer und der anderen zu Haftstrafen Verurteilten. Damit sind die Urteile des Landgerichts Berlin vom 17. November 2005 rechtskräftig. Die Berliner Richter hatten Hoyzer wegen Beihilfe zum Betrug in sechs Fällen zu zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt.

Die Spielmanipulationen der Angeklagten sind nach Ansicht des Gerichts als Betrug zu werten. Die Absprachen seien bereits vor dem Anschluss der Wettverträge getroffen worden, betonte der Vorsitzende Richter Clemens Basdorf. Die Angeklagten hätten bei den Wetten ihr " überlegendes Wissen" angewandt, um unrechtmäßige Gewinne zu erzielen. Ausdrücklich stellten sich die Bundesrichter hinter das Urteil der Vorinstanz. Das Landgericht habe diesen schwierigen Fall "in sehr kurzer Zeit sehr engagiert und angemessen gelöst". Der Richterspruch enthalte nicht - wie von Bundesanwalt und Verteidigung behauptet - inhaltliche oder rechtliche Mängel.

"Fußball in Deutschland ist eine sehr wichtige und eine die Öffentlichkeit bewegende Angelegenheit", sagte Basdorf. Der vorliegende Betrugsfall sei wie gemalt für einen Prüfungsfall. "Viele Studenten wurden mit dem Fall gequält und viele Wissenschaftler haben sich mit der Thematik auseinander gesetzt", sagte Basdorf bei seiner Urteilsverkündung. Hoyzer selbst war nicht anwesend und wurde durch seinen Anwalt Thomas Hermes vertreten.

Der Drahtzieher der Manipulationen, Ante Sapina, hatte wegen Betruges in zehn Fällen eine Haftstrafe von zwei Jahren und elf Monaten erhalten. Auch er muss ins Gefängnis. Sapinas Brüder Milan und Filip, Ex-Bundesligaprofi Steffen Karl und Schiedsrichter Dominik Marks, die ebenfalls in einen der größten Skandale in der Geschichte der Fußball-Bundesliga verwickelt waren, hatten von der Vorinstanz Bewährungsstrafen erhalten. Damit ist der Wett- und Manipulationsskandal abgeschlossen.

Bundesanwalt Hartmut Schneider hatte Freispruch für Hoyzer und Co. gefordert. Nach seiner Ansicht sei das Verhalten der Angeklagten zwar "eine Gaunerei", aber strafrechtlich nicht zu verfolgen. Spiele zu manipulieren sei zum damaligen Zeitpunkt (2004) kein Betrug gewesen. Nach Schneiders Auffassung fehlt im Strafgesetz derzeit ein Paragraf, der den Betrug bei Wetten unter Strafe stellt.

Schneider verwies darauf, dass in der Frühzeit des Gebrauchs von Kreditkarten in Deutschland deren Missbrauch nicht strafrechtlich verfolgt werden konnte, weil entsprechende Gesetze fehlten. Auch die Verteidiger forderten Freisprüche. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht.

"Das ist ein Ergebnis, das man - wenn man die Hauptverhandlung verfolgt hat - erwarten konnte. Dass es nicht im Sinne der Bundesanwaltschaft ausfiel, war in der Hauptverhandlung durch die kritischen Nachfragen erkennbar. Das ist auch nicht dramatisch. Es ist auch keine Niederlage. Es sind unterschiedliche Rechtsauffassungen deutlich geworden", sagte Generalbundesanwältin Monika Harms.

Voodoo
16.12.2006, 15:20
zu Recht finde ich!

MaX PoWeR
01.12.2007, 11:23
So, und wieder fast ein Jahr her, und der Thread wird reaktiviert ^^ Diesesmal gehts allerdings nicht um Hoyzer.

WETTBETRUG

26 Europapokal-Spiele unter Manipulationsverdacht

Europas Fußball droht ein neuer Wettskandal: Laut einer vertraulichen Liste stehen 26 Spiele in europäischen Fußball-Wettbewerben unter Manipulationsverdacht. Das berichtet der SPIEGEL. Im Zentrum der Wettmafia sollen Betrüger aus Asien stehen.


Hamburg - Dem SPIEGEL zufolge stehen auf der Uefa-Liste zwölf Qualifikationsspiele für den Uefa-Cup, acht UI-Cup-Spiele, drei Qualifikationsspiele für die Champions League, zwei Uefa-Cup-Spiele und ein Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft im kommenden Sommer.

15 der fraglichen Begegnungen fanden in der laufenden Saison statt, elf weitere wurden der Uefa von Wettüberwachern von Juli 2005 bis November 2006 gemeldet. Die überwältigende Mehrheit der Vereine, denen Manipulation unterstellt wird, kommt aus Ost- und Südosteuropa (unter anderen Bulgarien, Georgien, Serbien, Kroatien und dem Baltikum).

Die Uefa hat sich wegen des Betrugsverdachtes an die europäische Polizeibehörde Europol gewandt, weil der Verband die "Integrität unserer Wettbewerbe in Gefahr" sieht und mit den eigenen Sanktionsmöglichkeiten bei der Bekämpfung der Korruption an seine Grenzen stößt.

http://www.spiegel.de/img/0,1020,1035097,00.jpg
Fußball-Fans bei einem EM-Qualifikationsspiel in Belgrad: Betrogen von der Wettmafia?

Laut SPIEGEL reisten Anfang November fünf Funktionäre in die Europol-Zentrale nach Den Haag und übergaben ein 96 Seiten umfassendes Dossier. Am Beispiel von vier Europapokal-Spielen aus diesem Sommer wird darin detailliert beschrieben, mit welchen Methoden Wettbetrüger die Ergebnisse manipuliert haben sollen.

Das Zentrum der Wettmafia sieht die Uefa in Asien. Anders als in Europa, wo Zocker sich häufig ausweisen müssen, die Einsätze vielerorts auf dreistellige Euro-Summen begrenzt sind und Hightech-Betriebe wie Betradar innerhalb weniger Sekunden verdächtige Quotenbewegungen feststellen und Alarm schlagen können, kennt die Wett-Szene in Fernost praktisch keine Beschränkungen. Ein Paradies für Betrüger.

Millionengewinne möglich

"Leute, die ein Spiel verschoben haben, können leicht ein bis zwei Millionen Euro pro Spiel setzen und einen Gewinn in etwa gleicher Höhe damit erzielen", heißt es in dem Dossier. "Bei bedeutenderen Turnieren kann die Summe ungleich höher sein."

Die Uefa hofft, dass Europol den Komplex Wettmanipulation im Profisport in die Octa aufnimmt, eine Bedrohungs- und Gefährdungsanalyse zur Organisierten Kriminalität. Sie wird jährlich erstellt und legt langfristig Prioritäten bei der internationalen Verbrechensbekämpfung fest. Bereits Anfang Oktober hatten Uefa-Vertreter beim Wiesbadener Bundeskriminalamt in der Abteilung Organisierte Kriminalität vorgesprochen.

Fußballwetten zur Geldwäsche

Damals ging es um einen engeren Austausch mit den Ermittlern. Die Europol-Beamten interessieren sich besonders für das Thema Geldwäsche. Es besteht kein Zweifel daran, dass Wettmanipulation der geradezu perfekte Weg ist, Einnahmen aus dem Drogenhandel, der Prostitution oder aus Waffengeschäften mühelos zu vervielfachen und ungehindert in Umlauf zu bringen.

Europas Fußball war in den den vergangenen Jahren immer wieder mit Wettbetrug konfrontiert worden. Im Sommer 2004 wurden drei italienische Fußballclubs mit Punktabzug und Geldstrafen belegt. In Deutschland mussten der Schiedsrichter Robert Hoyzer und der kroatische Wettpate Ante Sapina Ende 2005 ins Gefängnis, weil sie gemeinsam Spiele verschoben hatten. Im tschechischen Fußball wurden im Oktober dieses Jahres sieben Schiedsrichter und drei ehemalige Funktionäre verurteilt, weil sie ebenfalls Spiele manipuliert hatten. Insgesamt sind seit der Jahrtausendwende 20 Skandale offen gelegt worden.

Quelle: Spiegel.de (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,520732,00.html)

Voodoo
01.12.2007, 12:01
Hab den Thread mal umbenannt. Was ich in letzter Zeit alles über Wettskandale und Manipulationen gelesen habe. Sei es im Tennis, Handball oder im Fußball. Echt überall wird manipuliert. Man sollte Sportwetten komplett verbieten.

Sgt Ultra
01.12.2007, 15:48
nur deswegen ist der VfB aus der CL ausgeschieden :D

Spass beiseite, ich finds auch ne sauerei. Kann mcih dem Voodoo nur anschliessen. Weg mit dem Zeug, macht die Leute eh nur abhängig...

Castor
01.12.2007, 23:44
ja genau. Alkohol und Zigaretten auch gleich abschaffen...

Voodoo
02.12.2007, 09:11
klar, wenn wir schon dabei sind. Am besten die Raucher komplett auswandern lassen, dann kauft eh keiner mehr Zigaretten.

MaX PoWeR
02.12.2007, 13:25
Naja, mal nicht gleich überreagieren. Ich tippe relativ selten, aber doch immer wieder mal, und das auch recht gerne. Deshalb bin ich noch lange nicht wettsüchtig... Nur weil da, wo viel Geld im Spiel ist, wie so oft Schindluder getrieben wird, kann man es doch nicht gleich verbieten.
Ich bin sowieso dafür, dieses dämliche staatliche Wettmonopol aufzulösen, so dass endlich jeder das wetten kann, was er möchte und wo er möchte...

Castor
02.12.2007, 18:52
Naja, mal nicht gleich überreagieren. Ich tippe relativ selten, aber doch immer wieder mal, und das auch recht gerne. Deshalb bin ich noch lange nicht wettsüchtig... Nur weil da, wo viel Geld im Spiel ist, wie so oft Schindluder getrieben wird, kann man es doch nicht gleich verbieten.
Ich bin sowieso dafür, dieses dämliche staatliche Wettmonopol aufzulösen, so dass endlich jeder das wetten kann, was er möchte und wo er möchte...

sehe ich genauso. Der Artikel im Spiegel sagt ja auch klar, dass das hier um die asiatische Wettmafia geht. Die kann man mit einem Wettverbot in Europa wohl kaum schocken. Darüber hinaus sind in Europa nach den letzten Skandalen recht viele Vorsichtsmassnahmen getroffen worden, wie bspw. Betradar, und die Verbände sind wesentlich aufmerksamer...
Also nicht immer gleich verbieten schreien, dass ist so Schäuble like...

Voodoo
02.12.2007, 19:34
In meinen Worten sollte auch ironie mit drin zu hören sein. :o

Castor
03.12.2007, 18:22
In meinen Worten sollte auch ironie mit drin zu hören sein. :o

In welchem - wohl kaum in dem ersten?
Das Statement mit den Rauchern ist klar, aber darauf geht ja keiner ein...

Nirvana
06.12.2007, 12:50
Die Frage ist ja auch mal woher der Manipulationsverdacht kommt.
Soweit ich das richtig in Erinnerung habe dreht es sich dabei um Wetten, wo die Buchmacher von ungewöhnlich hohen Einsätzen ausgehen. Heute wird geschrieben: HSV - Budapest soll eines der Spiele gewesen sein.

Angeblich wurden hohe Summen auf einen hohen Heimsieg des HSV gewettet.
Da es bei dem Spiel ein kurioses Eigentor gab wird gleich gesagt: Wahrscheinliche Manipulation !

Also ich hab das Spiel gesehen und der Sieg hätte auch gut 6:0 ausgehen können für den HSV, auch ohne das Eigentor.

Was ich mich jetzt einfach mal Frage: Reicht ein hoher Wetteinsatz aus, um Spiele als manipuliert zu unterstellen. Dann würde mich nämlich mal im Umkehrschluß interessieren, wieviele hohe Einsätze nicht aufgegangen sind und die Buchmacher gewonnen haben.

und mal so am Rande: Ich kann es auch nicht mehr hören ... es ist was nicht in Ordnung und gleich schreien "viele" - lasst es uns komplett verbieten !
Wenn die Oma von ihrer Rente 15 % im Monat in staatliche Lotterien investiert ist das also alles schick ... aber Sportwetten ist böse.
Das soll mir mal einer erklären.

Aber macht was ihr wollt: Wenn alle suchtgefährdenden Spiele, Wetten, Drogen verboten sind gehts uns doch allen gleich viel besser ;)

Dann können wir auch gleich noch was für den Umweltschutz tun - allerdings wird China und der gesamte Süd-Ostasiatische Raum das ohne Probleme ausgleichen ;)

Castor
08.12.2007, 18:08
das spiel 96 gegen werder kannste gleich mit in die liste aufnehmen. unfassbar, der schiri :stupid2: :wallbash:

Voodoo
08.12.2007, 19:54
Ich hab es nur in der Sportschau gesehen und obwohl ich für Werder war muss ich sagen, dass der Schiri plausibel gepfiffen hat. Deine Aussage ist meiner Meinung nach total überzogen. Wie gesagt, nur die Szenen in der Sportschau gesehen, aber die werden wohl nichts skandalöses ausgelassen haben.

Castor
09.12.2007, 11:28
dann solltest du mal all die anderen berichte sehen und lesen, bevor du dir deine meldung bildest. war auf allen sendern - wurde klar dargestellt, dass der schiri x-mal falsch lag. kann man aber auch sehen, ohne dass einem der reporter das vorbetet. so war die vorbereitung zum 2:1 klar abseits, vor dem 3:1 muss der schiri elfer für bremen pfeifen - beides unstrittig

Voodoo
09.12.2007, 11:59
Ich hab die Szenen gesehen und bilde mir daraus eine Meinung. Meiner Meinung nach, war das Spiel in Ordnung gepfiffen. Ich hab inzwischen auch das Spiel auf ZDF gesehen und kann meine Meinung damit nur verstärken. Wäre es jetzt Bayern gewesen hättet ihr alle angefangen mit "Bayern Heuler" usw. Du solltest das Spiel nochmal anschauen, wenn du weniger parteiisch bist. Außerdem, was bringt mir lesen? Dadurch bekomm ich auch nur die Meinung von jemand anders auferlegt.

Das klare Abseits... pfff, selbst in der Wiederholung mit Computerlinieneinblendung war es eine knappe Entscheidung. Ja, es war letztendlich Abseits, aber nur in Standaufnahme mit dazugeschaltener Linie zu erkennen. Vorm Fernseher ist immer laut geschrien, doch sollte man sich auch mal in die Lage des Schiris versetzen können. Du verhälst dich wie ein typisch Stuttgarter Fan... und das sind ja fast die schlimmsten dahingehend. Allein in den letzten 5 Spielen ist das Bayern paarmal passiert und da heult keiner so rum.

Die zweite Szene die du anspielst kann ich gerade nicht zuordnen. In dem Spiel ist soviel passiert...

Castor
09.12.2007, 12:27
ich brauch mir das spiel nicht noch mal anschauen (außerdem hab ich das nun schon x-mal). der schiri hat scheiße gepfiffen und gut ist.
elfmeter verweigert, danach fällt tor. abseits nicht gesehen --> tor. vorm 1:1 pfeift er freistoss, obwohl einwurf.
diegos elfmeter lässt er zwei mal ausführen, obwohl beim 1. zuerst ein hannoveraner in den strafraum rennt, und dann erst ein bremer... mehr brauch man dazu nicht zu sagen.

Voodoo
09.12.2007, 12:33
jo, ok. Also wenn DU das sagst, dann IST es natürlich auch so. Oh mein Gott, wie konnte ich nur beim großen Fußballgenie hier im Forum zweifeln? :anbeten:

Sgt Ultra
09.12.2007, 12:36
Du verhälst dich wie ein typisch Stuttgarter Fan... und das sind ja fast die schlimmsten dahingehend. Allein in den letzten 5 Spielen ist das Bayern paarmal passiert und da heult keiner so rum.

:xlol: zum Beispiel?

Voodoo
09.12.2007, 12:38
Ein Tor von Klose, das nicht gegeben wurde. Doch tut es ja hier nichts zur Sache. Schließlich hat kein Bayern Fan hier deshalb den Schiri hart kritisiert und ihm die Schuld für das Unvermögen der Mannschaft gegeben.

Sgt Ultra
09.12.2007, 13:56
das war eher auf den typischen Stuttgart-Fan bezogen...

Voodoo
09.12.2007, 14:01
du bist da ja zum Glück ne Ausnahme :D. Das kommt wohl erst, wenn du ein Bierbauch hast :muhihi:

MaX PoWeR
26.08.2008, 14:38
FUSSBALL

Mathematik der Schiebung

Den Betrügern auf der Spur: Zwei italienische Wissenschaftler haben ein Modell erfunden, um manipulierte Fußballspiele zu erkennen. Sie könnten damit bisher unbekannte Fälle in der Serie A aufdecken - womöglich sind es Hunderte.

Im Frühjahr 2006 folgten die beiden Arbeitsökonomen Tito Boeri und Battista Severgnini den Enthüllungen im italienischen Fußball genauso atemlos wie die meisten anderen Fans. Die Polizei hatte Telefone von Fußballmanagern, Verbandsfunktionären sowie Schiedsrichtern abgehört und war dabei auf ein riesiges Netzwerk der Korruption gestoßen. Einflussreiche Männer verschiedener Clubs hatten sich abgesprochen und reihenweise Schiedsrichter unter Druck gesetzt, um Spiele in der Erstliga-Saison 2004/05 zu beeinflussen. Rekordmeister Juventus Turin wurde nach den Ermittlungen der Titel aberkannt und in die zweite Liga zwangsversetzt. Andere Clubs wurden mit Punktabzug bestraft und reihenweise Offizielle aus ihren Ämtern entfernt.

http://www.spiegel.de/img/0,1020,1281696,00.jpg
Jubelnde Juventus-Spieler: Schiedsrichter unter Verdacht

Boeri, der einen Lehrstuhl an der renommierten Bocconi-Universität in Mailand hat, und Severgnini, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität in Berlin, beschäftigen sich vor allem mit Fragen von Arbeitsleistung und Produktivität. Und 2006 wollten sie eigentlich die von Fußballspielern ermitteln, weil sich ihrer Meinung nach das Spiel für solche Berechnungen besonders gut eignet. Doch unter dem Eindruck des "Calciopoli" genannten Skandals begannen sie sich eine andere Frage zu stellen: Kann man nicht vielleicht auch Spielmanipulationen rechnerisch ermitteln?

Also entwickelten sie ein hochkomplexes ökonometrisches Modell, das sich aus unterschiedlichen Elementen zusammensetzt. Einerseits stellten die beiden Ökonomen eine Art von Wahrscheinlichkeitsrechnung an, die der ähnelt, die Buchmachern zur Ermittlung von Wettquoten heranziehen. Zusätzlich wurde die Medienkonzentration im italienischen Fußball eingerechnet und das Auswahlverfahren, nach dem Schiedsrichter den Spielen zugewiesen wurden. Das mag sich seltsam anhören, hat aber mit verschiedenen Besonderheiten des italienischen Fußballs und des Skandals selbst zu tun.

Alles (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,574239,00.html)

Voodoo
26.08.2008, 15:00
Ich finde es einfach mega krass, was man mathematisch alles berechnen kann. Wenn dieses Modell stimmt, freue ich mich es im Einsatz zu erleben. Denn so manipulierte Spiele nerven einfach.

Neulich las ich, dass Wissenschaftler ganz genau ausrechnen können, was für dem Menschen die absolute Höchstleistung ist. So kann der Mensch beim 100m Spurt noch 12 Hundertstel drauf legen.

Becks
26.08.2008, 16:48
Krasse Sache, bin mal gespannt, ob deren Modell tatsächlich tragfähig ist, oder ob die einfach geschaut haben, welche Auffälligkeiten es bei den ja bekanntermaßen verschobenen Spielen in Italien gab.

The Nemesis
26.08.2008, 19:33
Und noch viel interessanter, ob die italienische Liga will, dass dieses System zum Einsazu kommt :D
Aber am Ende des Artikels wird von elitären Kreisen gesprochen, wenn das stimmt, dann dürfte England mittlerweile ziemlich gefährdet sein, wenn es um Absprachen ginge.

Sgt Ultra
30.08.2008, 16:27
Kommts jetzt auch zu uns?


DFB und DFL wollen aufklären
In einem SPIEGEL-Interview berichtet der kanadische Journalist Declan Hill über angebliche Manipulationen bei einem Spiel der WM 2006. Nach Recherchen des SPIEGEL sind auch ein Spiel der ersten und eines der zweiten Bundesliga auffällig. DFL und DFB kündigen in einer Pressemitteilung an, die "Angelegenheit" umfassend aufzuklären. Dafür wurde das Unternehmen Sportradar mit einer Analyse der Begegnungen beauftragt.

Angeblich seien bei dem Achtelfinalspiel der WM 2006 in Deutschland zwischen Brasilien und Ghana (3:0) von Zockern Wetten platziert worden, dass Ghana das Spiel mit mindestens zwei Toren Unterschied verliert. Davon berichtet der kanadische Journalist Declan Hill in einem Interview mit dem SPIEGEL.

Nach Recherchen des Hamburger Nachrichtenmagazins sollen auch zwei Spiele aus dem deutschen Profifußball auffällig sein. Dabei soll es sich laut SPIEGEL um die Spiele Hannover gegen Kaiserslautern (5:1) in der Saison 2005/06 sowie Karlsruhe gegen Siegen (2:0) handeln.

Ein malayischer Buchmacher, der im Juni 2007 vom Frankfurter Landgericht wegen versuchter Manipulation von Spielen in der Regionalliga und in Österreichs erster Liga zu einer Haftstrafe verurteilt worden war, soll auf die Spiele mehrere Millionen Euro gesetzt haben.

Die DFL und der DFB reagierten auf den Verdacht umgehend. "Ligaverband und DFB hatten bislang keine Anhaltspunkte, dass die genannten Begegnungen manipuliert worden sein sollen. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Verdachtsmomente bekräftigten Ligaverbands-Präsident Dr. Reinhard Rauball und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, dass beide Verbände eine umfassende Aufklärung der Angelegenheit anstreben und die Täter bei nachweisbaren Verfehlungen konsequent nach allen Möglichkeiten bestraft werden. Bereits am Samstagvormittag wurde das Unternehmen Sportradar mit einer Analyse der genannten Begegnungen beauftragt", heißt es in einer Pressemitteilung.

"In den aktuellen Fällen wird zeitnah alles, was an belegbaren Fakten zusammen getragen werden kann, gewissenhaft von Ligaverband und DFB überprüft. Falls es erforderlich sein sollte, werden dabei die DFB-Rechtsgremien sofort Ermittlungen einleiten und ihre Entscheidungen treffen. Darüber hinaus werden Ligaverband und DFB wie in der Vergangenheit auch die zuständigen Strafverfolgungsbehörden auf Wunsch bei ihrer Arbeit unterstützen, kündigen DFB und DFL an.

Castor
30.08.2008, 17:41
wieso jetzt zu uns? Ist doch schon lange hier!

Nirvana
30.08.2008, 22:00
ist mal geil ... ratet mal welches Spiel ich bei der WM 2006 live im Stadion verfolgen durfte ... ;)

Castor
31.08.2008, 20:20
ist dir gleich aufgefallen, ne :)

clubic
31.08.2008, 20:36
Ich kenn da auch noch ein manipuliertes Spiel von '99!

MaX PoWeR
31.08.2008, 21:39
Gestern Gladbach - Werder, eindeutig manipuliert! :heilig:

Sgt Ultra
31.08.2008, 22:36
Naja, in gladbach is es natürlich schon schwer zu gewinnen, das schaffen nur Spitzenteams :muhihi:

Sleip`
31.08.2008, 23:17
Naja, in gladbach is es natürlich schon schwer zu gewinnen, das schaffen nur Spitzenteams :muhihi:

muhahahar! :applaus:

Castor
01.09.2008, 07:54
naja, der VfB hat's eigentlich nur dem Gladbacher Torwart zu verdanken :)

Sgt Ultra
01.09.2008, 18:34
:rolleyes:

Gladbach hats eigentlich nur Gomez` Katastrophaler Chancenauswertung zu verdanken das es zu Halbzeit nicht schon 0-5 gestanden hat ;)