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View Full Version : Part 2: Neuwahlen



basel!ne
19.08.2005, 13:35
Part 2: Neuwahlen

Blödes Wort. Neuwahlen. Als ob man nicht jedes mal neu wählt. Sind die anderen Wahlen nun Gleichwahlen? Oder Altwahlen?

Früher war es einfach. Die Wahlfrage war einfacher.

- ich wähle CDU damit die allein regieren
- ich wähle die SPD damit die allein regieren
- ich wähle FDP damit die CDU nicht allein regiert
- ich wähle die Grünen damit die SPD nicht allein regiert

Heute ist das alles schwieriger. Eine Nicht-Wahl gibt es gar nicht mehr. Wer die FDP nicht mag kann eigentlich nur gar nicht wählen. Das ist die einzige Möglichkeit, sicher zu gehen, dass man eine Regierung mit der FDP nicht unterstützt.

Das ist so, als ob man zum Kaufmann geht und sagt: „Ich mag keine Äpfel! Bitte keine Äpfel. Stattdessen hätte ich gerne Tomaten und Gurken. Aber bloß keine Äpfel.“
Und man bekommt tatsächlich Tomaten und Gurken ........ UND ÄPFEL.

Als ich das erste mal das Wort Koalition hörte, dachte an eine Mischung aus Koala-Bär und Körperlotion. Der erste Eindruck täuscht eben nie.

Ist es dann nicht egal, ob CDU mit FDP und mit den Grünen regiert oder ob die SPD mit FDP und mit den Grünen regiert? Und noch dazu irgendeine dieser PRO Parteien? Eigentlich endlich mal ein treffender Name: Partei rechtstaatlicher offensive oder nur Pro. Jede Partei sollte das in ihren Namen einbauen. Etwa so:
SPD, die PGLKCF: Pro Grüne, Linkspartei und kontra CDU, FDP
Grüne, die PUSNLKFM: pro Umwelt, SPD, nette Leute und kontra FDP, macht
Linkspartei, die PPDUWKGL: pro Parteien die uns wollen und kontra goodbye Lenin
CDU, die PRKRHOB: pro reich und kontra Regierung herrscht ohne Bundestag
da wüsste man sofort, woran man ist.

Das würde viel Geld für Papier von Parteiprogrammen sparen, die ja sowieso im Regierungsfall korrigiert werden müssen, weil das mit den Parteiprogrammen der Koalitionspartner angeglichen werden muss.

Wie habe ich mir das in der Praxis vorzustellen?
Bei der FDP steht zum Thema Prostitution dann im Parteiprogramm:
wir sind uns sicher: das wird gut gehen.
Und bei der CDU steht im Parteiprogramm:
das prostituieren stinkt und prostituieren ist verboten. SO!!

Dann wird das real angeglichen. Koalition halt. Geteiltes Programm. Raus kommt dann:
wir prostituieren uns und das ist gut so. <- Gruß an alle Berliner an dieser Stelle!

Eigentlich reicht doch auf dem Wahlzettel: Regierung oder Opposition (für die positiven Genossen und die Motzlöffel). Den Rest sollen die Parteien unter sich ausmachen.

In diesem sinne: Ich bin pro Kontra!




PS: Ich glaube inzwischen verstehe ich jeden, der wegen allgemeiner Verplantheit nicht wählt! ;)

Voodoo
19.08.2005, 13:55
:top:

rieke
19.08.2005, 14:25
wir prostituieren uns und das ist gut so :applaus:


Ich wähl sowieso die grauen Panther, die so klein sind, dass sie noch nicht mal ein Wahlprogramm haben ^^


ach kein Plan.

Ich würde ja lieben gerne Schröder und Fischer in ihren Ämtern wieder haben, aber der rest..... bis auf Struck sind das alles Flachpfeiffen..

basel!ne
19.08.2005, 14:53
Doch haben sie: *klick* (http://www.diegrauen.de/)
Siehe unter Bundeswahlprogramm

Ist aber Top!
In jedem Punkt werden die Rentner irgendwie bevorteiligt... die halten wenigstens an ihren Grundsätzen fest!

rieke
19.08.2005, 15:41
hmm, nett :) mal überlegen :rolleyes:

reen
19.08.2005, 16:37
dazu hab ich auch was:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/949236
ich finde da einige denkansätze sehr logisch und nachvollziehbar.
hat irgendjmd bei uns in channel gepostet, weis aber den namen nicht mehr, irgendwas mit brot :)

^MADbroetchen^
19.08.2005, 17:16
ich wars nicht
Brotdose wars ;)
hab den artikel aber auch gelesen
war schon durchdacht, was der mann da von sich gegeben hat


@basel!ne: die texte gefallen mir, weiter so :top:

basel!ne
20.08.2005, 15:55
schön weitersagen die texte ;) damit alle was davon haben

Voodoo
26.08.2005, 15:54
Wer nicht weiß, welche Partei er wählen soll, der kann ja mal hier (http://www.wahl-o-mat.de/) schauen. Der Wahl-o-Mat ist wirklich nicht schlecht und sollte man ausprobieren.

0815*Sir Tom
26.08.2005, 15:56
Wir haben 20 Mio. Rentner, bringt die mal an die Macht, dann bleibt von meinem Gehalt gar nix mehr übrig.

Ich bin für die Auflösung des Generationenvertrages und für eine Einführung einer (gestaffelten) Einheitsrente.

Oder noch besser: der Staat baut im (billigeren) Ausland nette Wohnanlagen (Philipinen, China, Chile, etc.) und läßt die Rentner auswandern. Der "Unterhalt" dort drüben ist doch um einiges günstiger und ich selbst würde da sicher nicht nein sagen :applaus:
Nix mehr 2.000 Euro Rente für eine alleinstehende Witwe, da reichen dann 500 Taler :p


So, wichtig ist, das man überhaupt wählt. Jetzt muss ich aber los, muss Feierabend machen, Schwesterherz hat angerufen :D

Voodoo
26.08.2005, 16:01
lol, das ist ja mal eine geile Idee... würde mir auch gefallen in so einem Land rente zu genießen. Wobei es dann meistens an der Sprache habert.... wer lernt noch eine Fremdsprache mit 64?

Totenhand
26.08.2005, 16:05
lol, das ist ja mal eine geile Idee... würde mir auch gefallen in so einem Land rente zu genießen. Wobei es dann meistens an der Sprache habert.... wer lernt noch eine Fremdsprache mit 64?

ach da werden dann einfach Seniorenstätte hochgezogen. Wie ne Kleinstadt in Deutschland nur in billig und nur mit Rentnern

freak
26.08.2005, 16:33
Wollt ihr nicht gleich Hitler's Madagaskar Plan durchführen? Nur mit Rentnern halt :rolleyes:

reen
26.08.2005, 19:42
ich würde sagen wir schicken alle rentner nach australien, wie die gefangenen von den engländern damals, da sollense dann schaun wo se bleiben :P außer meine großeltern:)

0815*Sir Tom
29.08.2005, 11:32
Der Vergleich mit Hitlers Madagaskarplan ist ja mal albern, ich meine diese Möglichkeit wirklich ernst. Man kann ja verschiedene Alternativen anbieten, alles freiwillig natürlich... Jobs würde es auch noch schaffen, ich kenne EINIGE Bekannte die in "Pflegeanstalten" arbeiten (me war Zivi), die sicher "drüben" auch arbeiten würden...

Nun ja :) Man muss halt nur Ideen haben und diese umsetzen :D

Voodoo
29.08.2005, 11:35
Ich denke aber es wird nur im seltensten Fall klappen. Ich war auch Zivi und zumindest meine Patienten (etwa 20) waren alle so eingesessen, dass sie nicht mal ein Wohnungsumzug in die nächste Straße tolleriert hätten. Sie sind da aufgewachsen und wollen auch dort sterben.

Immer wenn ich erzählt habe ich fahre in Urlaub oder so kam nur eine abfällige Bemerkung. Hoffe ich werde nicht so O_o.... so meine Rente in Spanien oder auf den Bahamas zu genießen wäre goil.

0815*Sir Tom
29.08.2005, 13:10
Bis das umgesetzt ist, sind wir eh alle im Renteralter. Und für die Griesgrämer(innen) von heute ist es eh nicht mehr machbar.

Aber wenn die Einheitsrente kommt, dann wäre das ein super Angebot vom Staat. Für all diejenigen, die kein Eigentum haben oder sonst Vermögen, um einen Lebensstandard halten zu können.

Voodoo
16.09.2005, 11:59
Wenige Tage vor der Wahl haben Vertreter der Parteien den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) kritisiert, der dem Wähler als Entscheidungshilfe für die Stimmabgabe bei der Bundestagswahl am Sonntag dienen soll. Die kritisieren, die Texte des Wahl-O-Mat würden die Wahlprogramme der fünf teilnehmenden Parteien teilweise nicht korrekt wiedergeben.

Der Nachrichtensite «Heise online» sagte eine Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, die Fragen seien teilweise zu unklar oder zu kompakt formuliert. Sie forderte, dass die für den Wahl-O-Mat zuständige Redaktion in Zukunft die Fragen bzw. Thesen in enger Absprache mit den Parteien formuliere, um für mehr Klarheit zu sorgen. Eine ähnliche Auffassung vertritt dem Bericht zufolge die FDP. Von den Unionsparteien und der SPD gebe es bislang keine Stellungnahmen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung sagte, die Parteien selbst hätten ihre jeweiligen Standpunkte zu den Thesen eingetragen und auch autorisiert. Zudem habe man den Fragenkatalog bewusst möglichst kompakt ud repräsentativ gestalten wollen. Da eine nachträgliche Änderung des Wahl-O-Mat mindestens eine Woche dauern würde, habe man sich mit den Parteien darauf verständigt, dass er in der bestehenden Form beibehalten werde.



Der Wahl-O-Mat legt 30 politische Thesen vor, die der Nutzer mit «Ja», «Nein» oder «Neutral» beantworten kann. Am Ende wird er der Partei zugeordnet, der er inhaltlich am nächsten steht. Bei der letzten Bundestagswahl 2002 wurde rund 3,6 Millionen mal auf die virtuelle Entscheidungshilfe zurückgegriffen.


http://www.wahl-o-mat.de