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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neues von der Kopier-Szene



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Voodoo
27.08.2005, 18:08
Nachdem die MPAA (Motion Picture Association of America) bereits im Februar diesen Jahres die Seite LokiTorrent.com schließen ließ (wir berichteten), musste nun auch die eDonkey-Seite The-Realworld (TRW) den Betrieb einstellen. Auf beiden Websites wurden größtenteils TV-Sendungen beworben.

Die MPAA hatte gegen den Betreiber, Wulf Jarek, beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung erwirkt. Nach eigenen Angaben fanden sich auf TRW über 1100 Links zu TV-Shows, die über das eDonkey-Netzwerk verbreitet wurden. Die urheberrechtlich geschützen Sendungen befanden sich natürlich selbst nicht auf dem Server.

Der deutsche Betreiber, der in Schottland lebt, bittet die Besucher nun um Spenden, um sich rechtlich verteidigen zu können. Die MPAA kündigte an, gegen Ihn und den Provider (eine Schweizer Firma) Schadensersatzansprüche geltend machen zu wollen. Damit dürften auf beiden Parteien immense Summen zukommen.

An dieser Stelle sei vielleicht auch noch ein recht Interessanter Artikel erwähnt, der in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Technology Review“ erschienen ist – und auch online nachgelesen werden kann.

Link: Volkssport Fernseh-Surfen (http://www.heise.de/tr/artikel/63115/0) (Technology Review 09/2005

Voodoo
29.08.2005, 12:37
In den USA hat eine neue Klagewelle gegen Nutzer von Filesharing-Diensten begonnen. Den Betroffenen wird vorgeworfen über das Internet urheberrechtlich geschütztes Filmmaterial verbreitet zu haben. Soweit nichts neues, doch dieser Fall unterscheidet sich grundlegend von den Vorhergegangenen.

Als Grundlage für die Klagen dient dieses Mal nicht die Auswertung von IP-Adressen, sondern die Logs der P2P-Anbieter selbst wurden ausgewertet. Insgesamt wurden 286 neue Verfahren gegen US-Bürger angestrengt. Die Daten stammen nach Angaben der Motion Picture Assiociation of America (MPAA) von Filesharing-Webseiten die im Laufe dieses Jahres geschlossen wurden.

Mit der neuen Reihe von Klagen will die MPAA offenbar besonders die Nutzer des BitTorrent-Netzwerks verunsichern, obwohl man eingestand, dass keine der eingereichten Klagen auf den Daten basiert, die "LokiTorrent" im Februar an die MPAA übergeben musste. Die MPAA will den Nutzern derartiger Angebote offenbar deutlich machen, dass ihre Aktivitäten aufgezeichnet werden.

Seit Dezember 2004 läuft eine aggressive Kampagne der Filmindustrie, die auch die Betreiber von BitTorrent-Hubs mit Klagen überzieht. Seitdem haben zahlreiche Angebote ihren Dienst eingestellt - teils freiwillig, andere nur unter massivem juristischen Druck. BitTorrent ist eigentlich zur schnellen Verteilung grosser Dateien gedacht und der Erfinder des Systems sagte bereits mehrfach, dass die Verwendung von BitTorrent zur illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte eine "dumme Idee" sei, da die Identität des einzelnen Teilnehmers nicht geschützt werde.

Voodoo
05.09.2005, 15:17
Ein Bundesgericht in Australien urteilte am Montag, dass die Nutzer der Tauschbörse KaZaA das Urheberrecht verletzen. Die Betreiber, Sharman Networks, sollen nun ihre Software derart modifizieren, dass Copyright-Verletzung dort nicht mehr stattfinden.

Damit hat eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung zumindest ein vorläufiges Ende gefunden.

Sharmans Anwälte hatten argumentiert, dass sich die Software für KaZaA von einem Kassettenrecorder oder Photokopierer nicht unterscheidet - und dass KaZaA mögliche Copyright-Verletzungen durch seine User nicht kontrollieren kann.


Nutzer weichen aus
Zwar bringt die Musikindustrie in zahlreichen Ländern Klagen gegen die Nutzer von Tauschbörsen ein, doch diese scheinen sich davon vorerst nicht von der Tauschbörsen-Nutzung abhalten zu lassen.

Trotz zahlreicher legaler Online-Musikangebote wie iTunes machen P2P-Netzwerke nach wie vor den Großteil des Traffic der Internet-Service-Provider aus, laut dem Traffic-Analysten CacheLogic 50 bis 70 Prozent [61 Prozent davon sind Videodaten].

Dabei weichen die Nutzer zunehmend aus, statt KaZaA nutzen sie laut CacheLogic eben andere Netzwerke wie eDonkey und BitTorrent.

Laut einer aktuellen Auswertung wächst eDonkey wieder, vor allem weil die Filmindustrie derzeit gegen BitTorrent-Websites vorgeht, und ist derzeit das meistgenutzte P2P-Netzwerk.

Voodoo
12.09.2005, 17:51
Die Szene der Raupkopierer musste wieder mal einen herben "Rückschlag" einstecken. Wie das Branchenmagazin Gamesmarkt berichtet, führte die Bielefelder Polizei eine erfolgreiche Razzia in einer verdächtigen Lagerhalle durch.

Bei dieser Aktion beschlagnahmte die zuständige Einheit immerhin 25.000 Raubkopien aus den Bereichen CDs, Videokassetten und DVD. Die Datenträger stammen allem Anschein nach aus Russland und wurden illegal nach Deutschland importiert, um sie dort an den Mann zu bringen.

Der Razzia ging eine mehrmonatige Recherche der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen), proMedia - Gesellschaft zum Schutze geistigen Eigentums sowie der zuständigen Staatsanwaltschaft voraus. Den Angeklagten drohen nun hohe Geld- und Haftstrafen.

MaX PoWeR
13.09.2005, 02:08
http://www.heise.de/newsticker/meldung/63635

Find ich auch ganz interessant :)

Voodoo
14.09.2005, 10:41
(GVU) ist es der Bielefelder Polizei gelungen, insgesamt rund 25.000 CDs, DVDs, Musikkassetten und Videos mit russischer Herkunft zu beschlagnahmen.

Der Aktion sei eine monatelange Recherche und gemeinsame Ermittlung der Hamburger Promedia GmbH, der GVU und der Staatsanwaltschaft Bielefeld vorausgegangen, welche zur Ergreifung des russischen Staatsbürgers geführt hat. Ihm wird vorgeworfen, mitunter auch illegal hergestellte Bild- und Tonträger in großen Mengen von Russland nach Deutschland importiert und hier weiterverkauft zu haben. Der Verkauf richtete sich in erster Linie an Landsleute und russische Kleinhändler. Über die erforderlichen Lizenzen, die er für den Import und Verkauf russischer Musik- und Video-Importe benötigt, verfügte er dabei jedoch nicht.

Die Bielefelder Polizei beschlagnahmte aus diesem Grund 20.000 CDs, 3000 Kassetten, 2100 DVDs und über 350 Videokassetten. Der russische Staatsbürger hat offenbar seit Jahren mit den illegalen Importen gehandelt, welche ausschließlich das russische Musikrepertoire abdecken. Neben den Bild- und Tonträgern wurden fünf Computer und die Buchführung der Firma sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Russland ist der Musikindustrie nach wie vor ein Dorn im Auge, da die Regierung nach Ansicht der Musikindustrie die illegale Vervielfältigung und den illegalen Handel mit urheberrechtich geschützten Materialien nicht stark genug verfolge.

Voodoo
15.09.2005, 09:47
Der polnische Kulturminister hat gestern bekanntgegeben, dass Polizei und Zoll seines Landes allein im letzten Jahr Raubkopien im Wert von 25 Millionen Euro sichergestellt haben. Er sieht diese Zahl als einen Durchbruch im Kampf gegen das Geschäft mit Kopien von Filmen, Spielen und Musik.

Er sagte, dass es zwar immer noch massive Probleme mit dem Schutz von Urheberrechten gebe, Polen aber inzwischen nicht mehr zu den Ländern gehört, die von Plattenfirmen in dieser Hinsicht als besonders auffällig eingestuft werden. Trotzdem müsse weiter etwas gegen den Diebstahl geistigen Eigentums getan werden, da viele dies nicht so ernst sehen, wie einen Diebstahl von dem sie persönlich betroffen sind, so der Minister weiter.

Polen war von Verbänden der Musikindustrie mehrfach aufgefordert worden, energischer gegen Raubkopien und die illegale Vervielfältigung von CDs und DVDs vorzugehen. Es gab sogar Künstler, die aus Protest gegen die Überwältigende Menge von nicht genehmigten Kopien, die in Polen verkauft wurden, dort keine Konzerte mehr gaben.

Voodoo
16.09.2005, 12:42
Ein US-Amerikaner, der gemeinsam mit Kollegen Xbox-Konsolen modifizierte und Raubkopien im großen Stil vermarktete, ist von einem Bezirksgericht zu fünf Monaten Haft und einer anschließenden Bewährungszeit von drei Jahren verurteilt worden. Zusätzlich wurden ihm eine Geldstrafe von fast 250.000 Dollar und 80 gemeinnützige Arbeitsstuden auferlegt. Er verstieß nach Ansicht des Gerichts genau wie drei seiner Kollegen zuvor gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Die Entertainment Software Association begrüßt das Urteil: "Strafen dieser Größenordnung verdeutlichen Händlern, dass der Verkauf von illegalen Produkten ernste Konsequenzen hat."

Voodoo
23.09.2005, 09:56
Bereits gestern teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe mit, dass zwei Hersteller von Computerspielen rund 20000 Anzeigen gegen angebliche "Piraten" eingereicht haben, die auf Verletzung von Urheberrechten lauten. Bereits vor einigen Tagen hatte der Hersteller Zuxxez bekannt gegeben, dass man nun gegen die Anbieter von illegal kopierter Software vorgehen wolle.

Die Karlsruher Firma ist der Entwickler des Strategiespiels "Earth 2160", das bisher 14 000 Mal aus dem Internet heruntergeladen wurde. Da zum Herunterladen aber auch immer jemand da sein muss, der das Spiel überhaupt erstmal zum Download anbietet, hat man sich nun entschlossen gegen die Anbieter zu klagen.


Bei der Staatsanwaltschaft ist man zunächst überrascht über die Anzahl eingereichter Anzeigen, da man bisher noch nie eine derartige Menge zu verarbeiten gehabt habe. Dadurch dürfte es einige Zeit dauern, bis allen IP-Adressen die Anschlüsse und die dazugehörigen Adressen zugeordnet werden können.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen nicht alle 20000 Fälle vor einem Gericht verhandelt werden. Das Strafmaß liege zwischen 50 Euro für einzelne Fälle bis hin zu einer Haftstrafe für Wiederholungstäter. Das Vorgehen zeigt bereits erste Wirkung: die Anzahl der deutschen Quellen für Earth 2160 im EDonkey-Netzwerk ging von 13700 auf rund 100 zurück. Nun wollen auch andere deutsche Spielehersteller gegen die Filesharer vorgehen.



Für Filesharer ist heute ein schwarzer Tag. Erst die Nachricht von zehntausenden Klagen gegen Teilnehmer die Heruntergeladenes illegal weiter verbreiten und nun scheint auch noch das WinMX-Netzwerk seinen Betrieb eingestellt zu haben.

Auch bei den "Kollegen" von eDonkey scheinen die Lichter auszugehen. Zumindest in deren Büro in New York, denn dieses wurde gestern geschlossen, wie Nachrichtenagenturen berichteten. Offenbar geschieht dies Alles im Zusammenhang mit den Briefen, die die Vereinigung der amerikanischen Musikindustrie (RIAA) in der letzten Woche an die Betreiber von Filesharing-Netzwerken verschickt hatte.




Nun scheinen sich die Betreiber des WinMX-Netzes auf die Inselgruppe Vanuatu im Südpazifik abzusetzen, da ein DNS-Whois der Domain WinMX.com nicht mehr Toronto als Sitz des Domain-Besitzers angibt, sondern eben jenes südpazifisches Archipel. Eventuell ist dies also nur ein vorübergehendes Abtauchen. Auch die Betreiber des KaZaA-Netzwerkes von Sharman Networks waren vor einiger Zeit auf diese Inseln umgezogen um einem Verfahren in den Niederladen zu entgehen und von Steuervorteilen zu profitieren.

Voodoo
27.09.2005, 11:47
Tauschbörsen entfernen oder blockieren soll ein Tool, das der Musikindustrie- Verband IFPI anbietet. Experten rechnen nicht mit einer hohen Verbreitung.


Der Weltverband der Musikindustrie IFPI hat eine Software veröffentlicht, die Filesharing-Programme auf Computern entfernen oder blockieren soll. Außerdem sucht das Programm nach Musik- und Video-Dateien auf der Festplatte und gibt diese in Listenform aus.


Das Programm trägt den Titel «Digital File Check» und steht zum kostenlosen Download auf der amerikanischen IFPI-Website bereit. Als Zielgruppe für die Software sieht die IFPI unter anderem Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Eltern und Menschen, deren Computer auch von anderen benutzt werden.

Da das Tool tief in die Systeme eingreift und die IFPI in ihrer Pressemitteilung keine Hinweise darauf gegeben hat, wie das Programm genau arbeitet, sind Experten allerdings skeptisch, ob das Programm auf höhere Nutzerzahlen kommen wird: «Denn noch nicht einmal die als Zielgruppe angesprochenen Bildungseinrichtungen oder Unternehmen werden es einer solchen Software eines Interessenverbandes überlassen, ihre Rechner zu 'reinigen'», kommentiert der Branchendienst «intern.de».

Nirvana
29.09.2005, 12:24
eben bei spiegel.de gesehen:


FILMINDUSTRIE GEGEN P2P

Piraten vor Gericht

Eine Kinokarte kostet rund acht Euro, eine Videokamera ist für 300 zu haben, außer im Kino, wenn sie läuft: Dann kostet sie ihren Besitzer 250.000 Dollar und mehrere Jahre Haft, wenn er erwischt wird. In den USA hagelt es derzeit entsprechende Urteile.

Gerade in Großstadt-Kinos kann es heute auch in Deutschland geschehen, dass der Platzanweiser kurz nach Beginn noch einmal durch die Reihen geht - ein Nachtsichtgerät vor den Augen. Die Überwachung des Kinosaals zielt dabei nicht etwa auf unzüchtiges Techtel-Mechtel, sondern auf handliche Kameras: Zu viele große Filme, findet die Filmindustrie, finden noch vor dem DVD-Start ihren Weg ins Internet. Die schlechteren Kopien werden einfach per Hand von der Leinwand abgefilmt. Die besten Kopien haben DVD-Qualität - weil sie zu oft direkt vom Erzeuger kommen.

Beides will die Entertainment-Industrie künftig verhindern. Angeblich verliert sie mittlerweile rund 3,5 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr durch Raubkopien. Die Zahl ist imaginär: Sie basiert auf Schätzungen über Film-Downloads und raubgebrannte DVDs, die einfach in potentielle DVD-Verkäufe umgerechnet werden. Ohne diese Raubkopien, argumentiert die Industrie, ginge es den Kinos nicht so schlecht und auch im exorbitant boomenden DVD-Sektor würde sie noch mehr verdienen.

Doch Milliarden hin oder her, dass hier Verluste entstehen, steht außer Frage - und dass eine Industrie ihre Produkte schützt, ist ebenfalls logisch. In den USA hat sich die Hatz auf die Kopierer in den letzten zwei Jahren verschärft. Nach einer Serie von Razzien und zahlreichen Verhaftungen in den so genannten "Release Groups", die sportlich darum wetteifern, möglichst als erste eine "kostenlose" Kopie eines Blockbusters ins Netz zu stellen, jagt sie vermehrt auch im Kinosaal.

Mit Erfolg. Am Dienstag kam es gleich zu zwei Urteilen. Welches zuerst erfolgte, ist strittig: Entweder Ronald R. oder Curtis S. dürfen sich im zweifelhaften Ruhme sonnen, als erster auf Basis eines nagelneuen Gesetzes gegen den Einsatz von Aufnahmegeräten in Kinosälen und die Verbreitung von Raubkopien im Internet, dem "Family Entertainment Copyright Act", verurteilt worden zu sein. Davon abgesehen drohen ihnen bis zu drei Jahre Haft, Geldstrafen bis zu 250.000 Dollar plus Schadensersatzforderungen in eventuell folgenden Zivilprozessen.

Die Täter sind meist Insider

Curtis S. ist der erste verurteile "Kino-Filmer". Vor Gericht bekannte er sich schuldig, handgefilmte Kopien der Filme "Bewitched" und "The Perfect Man" in eine P2P-Börse eingestellt zu haben. Schmerzhafter aus Sicht der Industrievertreter ist der Fall von Ronald R. - der allerdings auch die größere abschreckende Wirkung haben könnte.

Denn Ronald R. gehörte zur Oscar-Jury und hatte eine Vereinbarung unterschrieben, die ihm teils vorab zur Verfügung gestellten Kopien nicht in Umlauf zu bringen. Das "Million Dollar Baby" von Clint Eastwood fand er so gut, dass er es anderen nicht vorenthalten wollte: Als die Kopie in den P2P-Börsen landete, ließ sie sich anhand ihrer digitalen Kennung zu Ronald R. zurück verfolgen. Er hatte den Film quasi mit Absender auf den Weg geschickt.

R. ist seit seiner Verhaftung beruflich erledigt, doch da hören seine Sorgen nicht auf: Zwar erreichten seine Anwälte vor Gericht einen Deal, der sein Strafmaß auf nicht mehr als 6 Monate Haft und 100.000 Dollar Geldstrafe begrenzen soll. Vertreter der Filmlobby MPAA kündigten aber bereits an, dass sie eine Zivilklage folgen lassen wollen, die Ronald R.'s Rechnung um bis zu 150.000 Dollar Schadensersatz erhöhen könnte.

Die Industrie hat die Hatz verschärft

Abschreckung tut aus Sicht der MPAA Not, denn die bei weitem meisten Raubkopien - Schätzungen zufolge rund 80 Prozent - werden von Mitarbeitern der Filmindustrie selbst weiter gegeben. Irgendwo in der Produktionskette findet sich immer ein Leck: Mal ist es der Vorführer bei einer Presse-Preview, mal jemand im Schnittstudio oder im Vervielfältigungswerk.

Ungewöhnlich oft trugen in den letzten Jahren Film-Raubkopien die Kennzeichnung der Oscar-Jury, und in manchen Fällen kommt ein Film sogar zur inoffiziellen, aber höchst öffentlichen Uraufführung, bevor er überhaupt fertig gestellt ist: Beim Comic-Action-Kracher "Hulk" war das vor zwei Jahren so.

Eine populäre "Vorab"-Raubkopie wurde mit Lücken im Soundtrack und - maßgeblicher - unfertigen Spezialeffekten ausgeliefert. Was fehlte, war die Hose: Teils lief der Hulk sekundenlang nackt durch die Gegend, teils flackerte sein Beinkleid nur, während er sich Panzer zertrümmernd durch den Film prügelte. Seitdem weiß man, dass der grüne Gigant eigentlich eine Art Barby-Puppe auf Steroiden ist: Der Kerl hat keinerlei Geschlechtsmerkmale.

Im letzten Jahr prügelten sich einmal mehr die Jedi mit den Sith, und auch "Star Wars: Episode III" gelangte noch vor dem Kinostart in Netz. Wieder einmal über einen "Screener", eine für den internen Gebrauch gedachte Kopie, die an Oscar-Jurymitglieder verschickt werden sollte. In diesem Fall gelang es den Fahndern der MPAA, die ganze alternative Verwertungskette von der Raubkopie bis zur Einspeisung ins Netz zu verfolgen.

Acht Personen sollen daran beteiligt gewesen sein, gestern reichte die MPAA in Kalifornien Klage gegen sie ein. Der Prozess soll im Oktober beginnen, und wieder drohen den Angeklagten bis zu drei Jahren Haft plus Schadensersatzforderungen.

Wie kaum einer zuvor verdeutlicht dieser Fall, wie große Teile der von der Industrie so gefürchteten "Raubkopierer-Mafia" aussehen: Gerade bei den Kopien, die in P2P-Börsen landen, geht es seltener um organisiertes Verbrechen, als um Gefälligkeiten und kleine, nicht ganz koschere Dienste unter Freunden - um Alltagsdelikte.

Star Wars III: Vom Kopierwerk zur Börse

Ausgangspunkt der illegalen Vorab-Veröffentlichung von "Star Wars III" war nach Ermittlungen des FBI Albert V., 28, Angestellter eines kalifornischen Film-Vervielfältigungswerkes. Weiter ging es unter Freunden: Als erstes verlieh Albert V. "seine Kopie" an seinen gleichaltrigen Kumpel Jessie L., der sich wiederum erfreut eine eigene Kopie zog.

Als nächstes ließ er drei ehemalige Arbeitskollegen in den Genuss des zu dieser Zeit noch exklusiven Filmes kommen: Michael Fousse, Dwight S. und Stephani G. freuten sich drüber und zogen ihrerseits Kopien.

Stephani G. gab anschließend eine Kopie an Joel D.. Der wiederum hatte einen Kumpel namens Marc H., der im Gegensatz zu den sieben anderen nicht nur eine ganz private, heimliche Weltpremiere genoss, sondern diesen Spaß auch mit ein paar Millionen Leuten teilen wollte: Erst Marc H. veröffentlichte den Film über eine P2P-Börse - ein Tag, bevor der Film seinen Kinostart erlebte.

Auch Marc H. sieht sich darum mit einer Klage unter dem "Family Entertainment Copyright Act" konfrontiert, auch ihm drohen bis zu drei Jahre Haft. Die anderen Sieben werden glimpflicher davonkommen: Ihnen werden Copyrightverletzungen vorgeworfen, die mit Haftstrafen bis zu einem Jahr verbunden sind.

Initiiert wurden alle Ermittlungen durch private Fahnder der MPAA, die ihre Informationen an das FBI weitergaben. Ausgangspunkt der Recherchen waren angeblich jeweils Rückverfolgungen der IP-Adressen der Personen, die die Filme in die P2P-Börsen eingespeist hatten.

Die Vertreter der Filmlobby MPAA jedenfalls dürften den 27. September rot in ihren Kalendern anstreichen: So viel Abschreckung an einem Tag gab es noch nie. Als Sahnetüpfelchen auf dem Prozess-Kuchen folgte dann noch die Klage gegen Eric W.

Der hatte sich bei der gestrigen Eröffnung des Prozesses gegen ihn schuldig bekannt, in einem Fall gefälschte DVD-Label auf eine Menge raubkopierter DVDs verklebt zu haben. Im Gegensatz zu den anderen Prozessen gehen die Staatsanwälte hier vom einem kriminellen Akt aus pekuniären Interessen aus: Eric W. könnte die Klebeaktion mit fünf Jahren hinter Gittern bezahlen.

Totenhand
29.09.2005, 15:58
auf jeden Fall interessant, nur ob im Endeffekt was bei rum kommt? Würde mich nicht wundern wenn die Strafen alle mehr als milde ausfallen.

Hades
29.09.2005, 16:53
das von nirvana hab ich gestern gemeint, nur im falschen thread :heilig:

Voodoo
25.10.2005, 10:41
Trotzdem könnten Raubkopierer in Zukunft straffrei bleiben. Grund ist ein "Feintuning" des neuen Urheberrechts. In einem Entwurf des Justizministeriums steht: "Nicht bestraft wird, wer rechtswidrig Vervielfältigungen nur in geringer Zahl und ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch herstellt".

Was hierbei "geringe Anzahl" bedeutet, ist noch nicht klar, aber schon jetzt ist es bei vielen Staatsanwaltschaften gängige Praxis, nur Anzeigen zu verfolgen, wenn mehr als ca. 1000 verschiedene Titel raubkopiert wurden. Als Begründung wird immer wieder genannt, dass der notwendige Aufwand zur Strafverfolgung in keinem Verhältnis zur Straftat steht, da das Aufspüren von Raubkopierern - speziell in Internettauschbörsen - zwar möglich, aber extrem kompliziert und kostenintensiv ist.

Nirvana
25.10.2005, 12:34
Im Endeffekt kümmert uns das doch eh alles nicht. Es gibt doch eh keinen der so etwas nutzt hier :heilig:

Aber ist doch wirklich so, der Staatsanwaltschaft nutzt es ja im Endeffekt auch nicht die Nutzer aufzuspüren ... die wollen die Leute, die es verbreiten - also immer schön auf den Upload achten :applaus:

Voodoo
02.11.2005, 15:03
Sony-Kopierschutz kommt mit Hacker-Technik


Tief ins Herz des Computersystems installiert sich heimlich ein neuer Sony-Kopierschutz. Leider lässt er sich nicht mehr deinstallieren.

Sony hat Probleme mit einem neuen digitalen Kopierschutz für CDs. Das System, das in den USA im Moment auf einigen Veröffentlichungen erprobt wird, bedient sich Technologien, wie man sie bisher nur von Hackern und Spyware kannte.

Wie die «Futurezone» des Österreichischen Fernsehsenders ORF meldet, ist der Kopierschutz auf Basis eines so genannten «Root Kit» entwickelt. Mit dieser Technologie tarnen normalerweise Hacker Veränderungen am Betriebssystem eines Computers. Um Sonys CDs auf dem Rechner abspielen zu können, muss zunächst ein spezieller Player installiert werden. Die Software versteckt im Zuge dieser Installation Systemdateien – und zwar nicht nur solche, die es selbst beeinflusst hat.

Von diesem Zeitpunkt an ist die Software im Hintergrund auch dann aktiv, wenn der Player gar nicht geöffnet ist. Alle zwei Sekunden werden alle laufenden Prozesse auf Copyright-Verletzungen kontrolliert – und zwar gleich achtfach, mit entsprechenden Auswirkungen auf die CPU-Last und damit die Leistungsfähigkeit des Rechners. Auch deinstallieren lassen sich die versteckten Features nach Erkenntnissen des Windows-Insiders und Sicherheitsexperten Mark Russinovich von Sysinternals mit konventionellen Mitteln nicht mehr, da sie nirgendwo gelistet wird.


Warnung vom Experten

Russinovich war es auch, der die geheimen Tätigkeiten des Kopierschutzes zufällig entdeckte, als er eine neue, von ihm entwickelte Scan-Software testete, während er eine entsprechende Sony-CD im Laufwerk hatte. Als er versuchte, sich des unerwünschten Programms zu entledigen, führte das dazu, dass das komplette CD-Laufwerk nicht mehr nutzbar war.

Der Experte warnt vor Systemabstürzen durch die schlampige Programmierung der Software, die Sony offenbar von der Firma First 4 Internet bezogen hat. Außerdem könnten sich Hacker die vom Kopierschutz versteckten Systemdateien dazu zu Nutze machen, um ihrerseits dort Schädliches einzuschleusen.


Ich finde sowas die absolute Frechheit. Das darf und kann nicht der Weg sein um illegalen Kopien vorzubeugen. Die sollen mal ihre Preise ändern. Das sowas was bringt merkt man an den ganzen Erfolgen der Internet Song Verkäufer wie z.B. Musicload.de

Voodoo
04.11.2005, 09:17
Mittlerweile hat BMG Sony Music anscheinend auf die Vorwürfe reagiert und ein kleines Tool bereit gestellt, mit dem XCP wieder von einem "infizierten" PC entfernt werden kann. Mehr Infos hier (http://cp.sonybmg.com/xcp/english/updates.html).

Laut heise.de putzt der oben genannte Uninstaller tatsächlich den Kopierschutz-Mechanismus von der Festplatte. Allerdings ist die CD, mit der die Installation durchgeführt wurde, auf diesem PC dann nicht mehr abspielbar. Vielen Dank an "Wetter" und "emkayde" aus dem GS-Pinboard.

Voodoo
04.11.2005, 09:47
Einem Bericht des Wissenschaftsmagazins «New Scientist» zufolge plant das Hollywood-Studio Warner Brothers einen neuartigen Kopierschutz für Kinofilme. Um Internet-Raubkopien künftig besser zurückverfolgen zu können, soll ein «Audio-Wasserzeichen» in die Streifen integriert werden. Dies bestehe aus für den Menschen nicht hörbaren Tonfolgen, so der Bericht. Bislang hatten die Hollywoodstudios ihre Filme mit sichtbaren Markierungen zu schützen versucht - diese ließen sich jedoch von Kennern herausschneiden.


HD-DVD betroffen

Laut «New Scientist» will Warner Brothers das Audiosignal in seine wichtigsten Filme integrieren. Wann es so weit ist, wollte das Filmstudio jedoch nicht sagen. Auch ist unklar, ob andere Medienkonzerne mitziehen - Warner hat die Technik auf einer Fachveranstaltung in Paris bereits anderen Studios vorgestellt.

Richtig funktionieren wird die Codierung allerdings erst, wenn die ersten Abspielgeräte für den DVD-Nachfolger HD-DVD auf den Markt kommen: Diese Geräten sollen das Audiosignal selbsttätig erkennen können, und das Abspielen eines solchen Filmes dann verweigern.


Codierung bewahrt

Laut «New Scientist» wird die Codierung auch bewahrt, wenn der Kinofilm mit einer Handkamera abgefilmt wurde. Daneben sollen ebenfalls Warner-Kauf-HD-DVDs eine spezielle Form des Signals enthalten. Ist es nicht vorhanden, soll ein Abspielgerät ebenfalls die Wiedergabe verweigern. Das Signal soll sogar erkannt werden können, wenn es nur im Hintergrund läuft.

Unklar ist noch, ob Warner Brothers den Schutz auch auf Scheiben mit dem HD-DVD-Konkurrenzformat Blu-Ray pressen will. Fred von Lohmann, Anwalt der Netzbürgerrechtsorganisation EFF, sagt, grundsätzlich sei gegen die Technik nichts einzuwenden, wenn sie nur auf ein Format beschränkt sei. Allerdings verlange die Medienindustrie den Einbau solcher Technologien in jedes einzelne Gerät. Das Risiko, dass Hollywood die Technik aller existieren und zukünftigen Geräte diktiere, sei groß, sagte von Lohmann dem «New Scientist».

Totenhand
04.11.2005, 15:33
njo und dann schnappst du dir deine Handkamera um nen schönes Urlaubsvideo mit den Kleinen zu drehen, lässt dir ne DVD brennen und kannst die dann auf deinem neuen DVD Player nicht abspielen, weil kein doofes Wasserzeichen von Warner druff ist? :stupid2:

Voodoo
07.11.2005, 10:45
Sony-DRM wird zum bevorzugten Hackertool


Zur Blamage, die Kunden hintergangen zu haben, kommt nun auch der Einsatz des Rootkit-Kopierschutzes als hervorragendes Hackertool.

Sonys Versuche, durch ein verstecktes Rootkit die Funktionsfähigkeit des eigenen Kopierschutzes zu garantieren, entwickeln sich derzeit von der Lachnummer über eine Blamage zum mittlerweile handfesten Skandal.

Der Sony-Musik-Trojaner wird nämlich bereits von Hacker zum zum Verstecken von eigenen Aktivitäten verwendet. Im konkret bekannt gewordenen Fall gelingt es mit Hilfe einer SonyBMG-Audio-CD, die Spyware des Spiele-Entwicklers Blizzard zu unterlaufen, der den Online-Nutzern seines Millionenerfolgs "World of Warcraft" eine Durchsuchung der privaten Festplatte zumutet - eigentlich eigentlich eine Unverschämtheit dem zahlenden Kunden gegenüber, die sich nun aber mit Hilfe einer anderen Unverschämtheit eines anderen Unternehmens ausbügeln lässt.

In beiden Fällen wurde wohl die Rechnung ohne den Gast gemacht. Die technischen Details finden sich z.B. bei SecurityFocus.

Wir sagen alle.... DANKE SONY!

MaX PoWeR
07.11.2005, 13:15
Bittorrent-Nutzer zu Haftstrafe verurteilt

Zum ersten Mal ist ein Nutzer des Filesharing-Systems Bittorrent zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Jedem, der Filme oder andere geschützte Dateien auf diese Art verbreite, drohe Ähnliches, warnte der Vorsitzende eines Gerichts in Hongkong.



Der Präzedenzfall ist da. Nicht dass die Filmindustrie bislang gezögert hätte, den Betreibern von Bittorrent-Seiten den Spaß am Filmetauschen zu vergällen. Aber mit dem eben gefällten Urteil aus Hongkong bekommt die Jagd auf die Filesharer eine neue Qualität.

Denn bisher mussten sich in erster Linie diejenigen Sorgen machen, die spezielle Suchseiten oder sogenannte Tracker betreiben - Server, die für das Aufspüren der Schnipsel einer im Netz verteilten Torrent-Datei notwendig sind. Der Tracker stellt allerdings darüber hinaus nicht notwendigerweise Daten zur Verfügung - das machen die User selbst. Jeder, der über ein Bittorrent-Netzwerk Daten herunterlädt, bietet zwangsläufig auch gleichzeitig Daten an. Bei früheren Filesharing-Systemen wie KaZaA oder LimeWire war das anders: Dort konnte man das "Sharing" von Dateien per Mausklick unterbinden.

Wenn jemand in einem Bittorent-Netzwerk nicht nur Schnipsel, sondern ein vollständiges File anbietet (was notwendig ist, damit weitergetauscht werden kann), nennt man das "seeding", sähen. Das muss man nicht tun, es bringt einem aber Punkte im System ein und sorgt unter Umständen für schnellere Downloads - wer mehr gibt, bekommt auch mehr. "Seeden" muss nicht jeder, aber solange man herunterlädt, bietet man auch an. Das macht das System einerseits so schnell, andererseits aber auch jeden einzelnen Nutzer der an einer Copyright-geschützten Datei saugt, zum Urheberrechtsverletzer. Genau das hat das Gericht in Hongkong nun erstmals auch in einem Urteil offiziell festgestellt.

"Nicht mit Nachsicht behandelt"

Richter Colin Mackintosh sagte, "die Gerichte müssen die Botschaft verbreiten, dass die Verteilung von Kopien, die das Urheberrecht verletzen, insbesondere das 'seeding' von Filmen ins Internet, nicht mit Nachsicht behandelt werden wird". Das Gericht befand, es gebe kaum Unterschiede zwischen Nutzern von Filesharing-Diensten und Raubkopierern, die illegal vervielfältigte CDs oder DVDs verkauften.

Das erste Exempel für diese Politik wurde nun an Chan Nai-ming, 38, statuiert, einem Arbeitslosen, der sich online "Big Crook" nannte. Für das "seeding" von drei Filmen wurde er verurteilt, drei Monate muss er ins Gefängnis. Richter Mackintosh sagte, es wäre "unverantwortlich, wenn die Gerichte nicht anerkennen, dass eine Gefängnisstrafe zwingend erforderlich ist", weil das Schadenspotential für die Filmindustrie "riesig" sei.

Chan war schon im Januar verhaftet und im April angeklagt worden. Verurteilt wurde er am 24. Oktober ausgerechnet für die Verbreitung von drei Werken, die nach überwiegender Kritikermeinung nicht gerade zu Meilensteinen der Filmgeschichte zählen: "Daredevil", "Miss Undercover" und "Red Planet". Jetzt wurde das endgültige Strafmaß mitgeteilt. Die Höchststrafe hätte vier Jahre betragen. Richter Mackintosh sagte, er habe das Strafmaß reduziert, weil Chang nicht vorbestraft sei und weil es sich um das weltweit erste Urteil in einem solchen Fall handele.

Sprecher der phonografischen Industrie und der Filmindustrie zeigten sich erfreut über das Urteil. Woody Tsung von der Motion Picture Industry Association sagte, Gefängnis sei "eine ziemlich ernste Strafe", und weiter: "Wenn Bittorent-Nutzer befürchten müssen, sie könnten im Gefängnis landen, weil sie Filme ohne Erlaubnis ins Internet hochladen, wird niemand wagen, das wieder zu tun."

Totenhand
07.11.2005, 15:05
für drei Filme in den Knast? Ziemlich krass ... da gibts doch Leute die laden viel viel mehr :\

Voodoo
08.11.2005, 09:15
Sony Kopierschutz telefoniert nach Hause


Das Rumoren um Sony Musics umstrittenen CD-Kopierschutz XCP (wir berichteten) zieht weitere Kreise. So wurde nun bekannt, dass der installierte Player in regelmäßigem Abstand den eingeblendeten Banner überprüft und aktualisiert. Dabei wird die ID der gerade abgespielten CD übermittelt und dem User ein zur Musik passender Werbebanner präsentiert, zum Beispiel mit Link auf die Webseite des Künstlers. Der Support von XCP bestreitet derweil, dass irgendwelche Userdaten gesammelt oder verwertet werden.
Im slashdot-Forum wurde jetzt auch bekannt, dass der Kopierschutz hervorragend dafür geeignet ist, sein eigenes, favorisiertes Ripping-Tool zu verstecken. Die Vorgehensweise ist die selbe wie immer: Einfach die ausführbare Datei mit dem Prefix $sys$ ausstatten -- und schon kann das Kopierschutztool den bösen Ripper nicht mehr erkennen und überlässt ihm die Arbeit.
Dritte Meldung bei slashdot: Ein italienischer Anwalt hat Klage gegen Sony Music (Italia) eingereicht.

Voodoo
09.11.2005, 10:09
Sonys XCP: Nach diesen Programmen hält der Kopierschutz Ausschau


Ein finnischer Anwender will herausgefunden haben, nach welchen Windows-Programmen Sonys kontroverser Kopierschutz XCP Ausschau hält. Er konnte aus dem Kopierschutz eine umfangreiche Liste extrahieren.


Laut einem Finnen überprüft Sonys Kopierschutz XCP anhand einer eingebauten Liste fortwährend, ob eines der in dieser Liste enthaltenen Programme entweder als Prozess oder in einem geöffneten Windows-Fenster läuft. Dafür zuständig ist die Datei $sys$DRMServer.exe von XCP.

Der Finne hat die Liste (http://hack.fi/~muzzy/sony-drm-magic-list.txt)online gestellt. Demnach werden über 200 Programme überprüft. Aufgelistet sind neben dem Programmnamen auch teilweise die Namen der Programm-Prozesse. Neben diversen MP3-Rippern enthält die Liste auch die Namen einiger Brennprogramme, wie etwa Nero Burning ROM, Feurio und Easy CD Creator.

Eine weitere Liste nutzt der Installer des Kopierschutzes. Diese Liste ist allerdings nicht so umfangreich. Dafür werden hier Programme wie beispielsweise Winamp, Itunes und Windows Media Player aufgezählt.

Ein Rätsel bleibt, wofür XCP diese Listen nutzt. "Bisher habe ich nicht herausgefunden, was es macht, wenn es fündig wird", so der Finne "muzzy". Der Code sei zwar in C++ geschrieben, aber es sei aufwendig festzustellen, was XCP da genau macht. Bisher habe er den Kopierschutz nur auf einem Testsystem installiert und die Installation auf seiner Entwicklermaschine gescheut.

Auf seiner Website (http://www.cs.helsinki.fi/u/nikki/) erklärt "muzzy", dass es ihm mittels dem "$sys$"-Zusatz vor dem Dateinamen eines Rippers gelungen sei, eine mit XCP geschützte Audio-CD trotz des Rootkits zu rippen. Das Rootkit habe zwar den Ripper erkannt, aber dennoch diesen nicht an der Arbeit gehindert.

Sony BMG hat mittlerweile über die Berichte über XCP reagiert. Die offizielle Stellungnahme, die die PC-WELT von Sony BMG per Mail zugestellt wurde, findet ihr hier (http://www.pcwelt.de/news/sicherheit/123692/index2.html).

Totenhand
09.11.2005, 16:57
ich finde sowas total scheiße :\ ich rippe alle meine cds, einfach deshalb weil ich eh die meiste Zeit vorm Rechner bin und diesen auch als Musikanlage benutze. Außerdem will ich die CDs auch aufm Mp3 Stick hören und nich n paar Tausend CD Taschen mit mit rumschleppen ...

Ist zwar blöd das mit sowas missbrauch getrieben wird, aber für den autonormal verbraucher is ja ma wieder alles mist ne :\

Porschejägerin
10.11.2005, 22:22
Sony BMG kündigt CD-Kopierschutz-Version für Europa an
Hamburg/London - Sony BMG will sein umstrittenes Kopierschutzverfahren für Musik-CDs «im Laufe des nächsten Jahres» in veränderter Version auf dem europäischen Markt einführen. Damit soll Käufern in erster Linie das limitierte Kopieren von CDs ermöglicht werden, teilte Sony BMG Continental Europe mit.
Derzeit prüfe das Unternehmen noch verschiedene Softwaretypen für ein digitales Rechtemanagement (DRM). Drei bis fünf legale Kopien würden für den privaten Gebrauch eine vernünftige Lösung sein, sagte Europa- Chef Maarten Steinkamp am Donnerstag in einem dpa-Gespräch.
Mit der Ankündigung geht Sony in die Offensive und tritt zugleich der heftigen Kritik an dem DRM-Verfahren entgegen. In den vergangenen Wochen war die in den USA auf einigen CDs des Unternehmens erprobte Schutzsoftware XCP in den Medien unter heftigen Beschuss geraten. Den umstrittenen DRM-Schutz auf amerikanischen CDs wird es hier zu Lande aber nicht geben, wie Steinkamp bestätigte. «Wir als Unternehmen wollen für Europa eine offene, transparente und klare Lösung.» Das Rechtemanagement dürfe dabei nicht zur «Bremse» werden.
Sony hatte Medienberichte dementiert, wonach Musik-CDs mit der in den USA erprobten Schutz-Software XCP es erlaubten, beim Abspielen am Computer heimlich Dateien zu verstecken und sogar Nutzerdaten auszuspionieren. Die mit Sonderzeichen versehenen Dateien sollen sich den Berichten zufolge in die Tiefen des Betriebssystems einnisten und nur schwer zu entfernen sein. In Deutschland sind entsprechend bestückte Musik-CDs allerdings nicht verkauft worden.
«Wir möchten es den Konsumenten ermöglichen, private Kopien anzufertigen», sagte Steinkamp. Zu diesem Thema habe es bislang viele Missverständnisse gegeben und große Verwirrung geherrscht. Digitales Rechtemanagement sei derzeit das beste und sinnvollste Verfahren, um das geistige Eigentum des Unternehmens und das der Künstler zu verwalten. «Das Thema der Privatkopie ist durchaus ein Problem, aber wir müssen in erster Linie an die Konsumenten denken.» In Europa werde das Unternehmen deshalb nur Technologien einsetzen, «die für den Käufer sicher und fehlerfrei sind».
© dpa - Meldung vom 10.11.2005 17:36 Uhr

Voodoo
14.11.2005, 13:56
Die Meldungen über Sonys Kopierschutz reissen nicht ab, und werden dabei für den Konzern auch nicht angenehmer. Nun soll unter anderem entdeckt worden sein, dass für den Kopierschutz aus einer anderen Software kopiert wurde.

Die Seite De Winter Information Solutions berichtet darüber, dass ein Computerexperte (dessen Name der Redaktion von De Winter bekannt ist) Teile aus einer anderen Software in dem Kopierschutz gefunden hat.

Auf der CD "Get Right With The Man" von "Van Zant" sollen sich verschiedene Strings aus der Bibliothek version.c des MP3-Encoders LAME befinden. Die Strings sind "http://www.mp3dev.org" (das ist die offizielle Webseite von LAME), "0.90", "LAME3.95", "3.95" und 3.95 ". Außerdem soll ein Array namens "largetbl" in der Datei Go.exe vorkommen. Dieses kommt auch im Modul tables.c von libmp3lame vor.

LAME wird unter der GNU Lessers General Public License (kurz LGPL) veröffentlicht. Wer solch eine Software verändert, muss das urspüngliche Copyright angeben und den veränderten Quellcode offenlegen.

Sollten sich diese Behauptungen bewahrheiten, könnte Sony einiger Ärger ins Haus stehen. So könnten die Entwickler von LAME die Firma Sony auf Schadensersatz verklagen.

Außerdem wäre da noch der Goldgräber-Effekt. Wo einer was findet, suchen viele. Sollte noch etwas interessantes in Sonys Kopierschutz verborgen sein, würde es mit Sicherheit auch gefunden.

Des Weiteren - vorausgesetzt die Behauptungen treffen zu - muss man sich die Frage stellen, wieso ein Konzern sein eigenes "geistiges Eigentum" mit drastischen Maßnahmen schützen möchte, wenn man durch diese Maßnahmen selbst keine Rücksicht auf das "geistige Eigentum" anderer nimmt.

Voodoo
22.11.2005, 09:48
Als Verstoß gegen das neue Anti-Spyware-Gesetz wertet die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Texas, dass der Kopierschutz von 50 Musik-CDs des Labels Sony BMG sich automatisch installiert, sobald man den Datenträger in einen Windows-PC einlegt, und "große Sicherheitslücken" hinterlässt. Tatsächlich sind bereits Viren im Umlauf, die von Sonys so genanntem "Rootkit" aufgerissene Lücken ausnutzen.

Staatsanwalt Greg Abbott sprach von einer "technischen Nacht-und-Nebel-List gegen Verbraucher". Aus dem nun anstehenden Prozess könnte sich ein warmer Geldregen für Texas ergeben: Pro Verstoß seien bis zu 100.000 Dollar Wiedergutmachung an den Staat möglich - und es gebe tausende von Fällen.

Voodoo
22.11.2005, 10:02
Sony BMGs umstrittene Kopierschutztechnologie kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen. Die auf einigen Musik-CDs enthaltene Software installiert sich ungefragt auf dem Rechner des Endkunden, nimmt über das Internet Kontakt zu Sony auf, verletzt die Urheberrechte einiger Open Source Projekte und und und...

Nun haben die Analysten der Firma Gartner herausgefunden, wie sich die auf den CDs enthaltene Software mit simpelsten Mitteln ausschalten lässt. Sie teilten mit, dass man mit Hilfe eines kleinen Schnipsels undurchsichtigen Klebebands auf dem äusseren Rand die zweite Session der CD unlesbar machen kann, so dass die CD als normales ungeschütztes Medium gelesen werden kann. Diese Methode ist eigentlich bereits seit längerem bekannt.

"Der PC behandelt die CD dann als normale Single-Session Musik-CD und die üblichen CD-Ripper haben keinerlei Probleme mit dem Umgang mit dem Medium," so Gartner. Offenbar müssen die Besitzer von CDs mit dem Kopierschutz so nicht einmal von Sony BMGs Umtauschangebot Gebrauch machen, um ihre CDs normal benutzen zu können. Gartner kommt zu dem Schluss, dass die Musikindustrie auch nach fünf Jahren keinen gangbaren Weg zum ultimativen Schutz ihrer Produkte gefunden habe.

Das Unternehmen geht davon aus, dass die Industrie in Zukunft von der Integration von Kopierschutzmaßnahmen in ihre Produkte absehen und sich wieder stärker für den Einbau von DRM-Technologien in PC-Hardware einsetzen wird.

vamp
22.11.2005, 10:29
Also ich finde es schon hart, wie Sony so mit ihren Kunden umgeht... Durch ihren angeblichen Kopierschutz reißen sie Sicherheitslücken auf, wodurch der Endkunde eigentlich gefärdet ist... Sehr beängstigend....

Das zweite ist: Der tolle Kopierschutz läßt sich dann doch ziemlich simpel umgehen... Und dafür is Sony so in die Schlagzeilen gekommen... :stupid2:

Naja....

Voodoo
22.11.2005, 11:47
RIAA-Chef hält Spyware und Rootkits für normal


Der Präsident der Recording Industrie Association of Ameria, Cary Sherman, hält Sony BMGs Verwendung von Spyware und Rootkits für legitim. Für ihn ist es eine übliche Maßnahme, die auch von zahlreichen anderen Firmen ständig genutzt werde. Seiner Meinung nach haben Musikfirmen die gleichen Rechte wie Film- oder Software-Schmieden.

Es sei nichts ungewöhnliches dabei, wenn Software und Technologie dazu verwendet werden, geistiges Eigentum zu schützen. Man könne keine zusätzlichen Kopien von Windows oder jeder anderen Software erstellen - warum sollte dies bei CDs also anders sein.

Das einzige Problem, was er bei Sony BMGs Kopierschutzmaßnahmen sieht, seien die Sicherheitslücken der Software. Sony sei mit den aufgetretenen Problemen allerdings gut umgegangen, indem man von der Verwendung des Schutzes abgesehen habe. Die Plattenfirma hat sich laut Sherman ausreichend entschuldigt und mit dem Rückruf der betroffenen CDs und dem Produktionsstopp von weiteren Medien mit der umstrittenen Software der Situation entsprechend reagiert.

Er sagte weiterhin, dass Sony verantwortungsvoll gehandelt habe und fragte sich, wie oft eine Softwareapplikation ähnliche Probleme verursacht habe. Die Hersteller hätten weniger stark durchgegriffen und häufig wird nur ein Patch über das Internet veröffentlicht, anstatt das Produkt vom Markt zu nehmen - man könnte meinen, dass Sherman nicht sonderlich viel über Software sowie deren Entwicklung und Vertriebswege weiss.

Eine Abschrift des Interviews in dem er sich so äusserte, lässt sich hier (http://www.cpwire.com/artman/publish/article_1212.asp) einsehen.

Voodoo
28.11.2005, 11:02
Industrie fordert Herausgabe der Nutzerdaten möglicher Raubkopierer


Das Europaparlament - am 13. Dezember wird erneut über das neue Datenaufbewahrungsgesetz beraten.25.11.2005 15:18 Uhr - Die Creative and Media Business Alliance (CMBA) ersucht im europäischen Parlament um eine Erweiterung des zurzeit verhandelten, neuen Datenaufbewahrungsgesetzes: Die bei Telekommunikations- und Internetfirmen gespeicherten Nutzerdaten sollen zur Aufklärung sämtlicher krimineller Vergehen genutzt werden können, nicht nur für die Verfolgung von Schwerverbrecher und Terroristen. Die persönlichen Daten potenzieller Raubkopierer einsehen zu können, sei laut CMBA ein wirksames Mittel gegen Piraterie.

Die britische Open Rights Group beklagt, eine solche Regelung würde Bürgerrechte mit Füßen treten. Im Parlament fand der Branchenvorstoß bislang keinen Anklang. Am 13. Dezember folgen die abschließende Lesung und Abstimmung über den Gesetzesentwurf.

Voodoo
05.12.2005, 11:00
Großer Schlag gegen Szene


Die Raubkopierer in Deutschland müssen sich einmal mehr nach neuen Quellen umschauen, denn wie die GVU berichtet, wurden am Freitag in Deutschland und der Schweiz die Wohnungen von verschiedenen Beschuldigten durchsucht.

Den Personen wird vorgeworfen, dass sie ein Netz aufgebaut haben, welches für eine monatliche Gebühr von 30 bis 140 Euro auf Servern aktuelle Filme und andere Medien als Download zur Verfügung stellte.

Über mehrere Monate waren die Verdächtigen überwacht worden, um auch weitere Kreise aufzudecken, die die Daten wiederrum an andere Kunden weitergaben. Die tausenden Kunden werden sich vermutlich auch Gedanken darüber machen, ob sie nicht auch bald Post von den Behörden bekommen.

Einmal mehr zeigt sich, dass es sich nicht lohnt Raubkopien zu nutzen. Die beschlagnahmten Daten sollen etwa der Datenmenge von 3500 bis 7000 Filmen entsprechen. Der Ring war in Deutschland an einer oberen Stelle in der Raubkopierszene, auch in Europa war die Rolle führend.

Voodoo
22.12.2005, 10:45
Bagatellgrenze für private Kopien


In der zweiten Reformstufe des Urheberrechtsgesetzes reagiert Justizministerin Brigitte Zypries auf die Befürchtungen der Bürger und Konsumenten und Datenschützer und plädiert für eine "Bagatell-Regelung" beim Kopieren von Filmen und Musik.

Die Justizministerin macht einen Gesetzesvorschlag, dass Kopien straffrei bleiben, wenn sie "nur in geringer Zahl und ausschließlich zum eigenen privaten Gebrauch" hergestellt werden.
Diese Regelung soll einerseits die Staatsanwaltschaft und Strafverfolgungsbehörden entlasten, die dann erst ab einer bestimmten Anzahl an illegal angebotenen Musikstücken zu ermitteln beginnen.

Der Verband der Filmverleiher (VdF) befürchtet, "dass aus Sicht des Gesetzgebers das Mitschneiden aktueller Kinofilme im Kinosaal zunächst straffrei wäre" und man befürchte einen Freibrief für Kopierer von urheberrechtlich geschützen Werken.
VdF-Geschäftsführer Johannes Klingsporn wirft der Justizministerin "eine absurde Schwächung der Rechtsverfolgung sowie eine Legalisierung von Milliarden von Raubkopien" vor.

Wie Spiegel Online (http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,391198,00.html) berichtet, wollen vor "allem der Dachverband der europäischen Musikindustrie (IFPI) und der europäische Verlegerverband (EPC) schärfer gegen Filesharer und Raubkopierer vorgehen."

Die Lobby der Musik- und Filmindustrie hat großen Einfluss und so wird eng mit der Europäischen Kommision zusammen gearbeitet, um Verschärfungen des Strafrechts im Sinne der Industrie zu erreichen.
" Die Zero Tolerance gegenüber der Piraterie ist Musik in unseren Ohren", sagt John Kennedy, Chairman der europäischen Musikindustrie (IFPI).

Keine generelle Kriminalisierung

Auf der anderen Seite stehen Datenschutz, Konsumentenrechte und der Schutz Privatsphäre. Jim Murray, Direktor des europäischen Dachverbands der Verbraucherschützer (BEUC) äußert sich wie folgt: "Die Industrie besteht auf der Information oder besser auf der Falschinformation der Kunden, was sie in der digitalen Welt nicht tun dürfen. [...] Wir glauben, dass es höchste Zeit ist den Konsumenten Grundrechte in der digitalen Welt zu garantieren und ihnen zu sagen, was sie mit ihrer Hardware und ihren Inhalten tun dürfen."

Voodoo
27.12.2005, 10:19
Frankreich legalisiert Tauschbörsen


In Frankreich ist ein Streit über das künftige Urheberrecht ausgebrochen. Nachdem die Regierung zunächst ein Gesetz in das Parlament einbrachte, dass hohe Geld- und Haftstrafen für Urheberrechtsverletzungen vorsah, beschloss das Parlament am Mittwochabend faktisch das exakte Gegenteil.

Das im Parlament in der Nacht zum Donnerstag beschlossene Gesetz sieht nun vor, dass Internet-Provider künftig eine pauschale Urheberrechtsabgabe für die Tauschbörsen-Nutzung ihrer Kunden zahlen. Dafür können Internet-Nutzer Kopien von Filmen, Musik und Software auf ihrem Computer besitzen - solange sie diese nur privat nutzen.

Das 577 Mitglieder zählende Parlament war zum Zeitpunkt des Beschlusses schon nahezu menschenleer. So wurde das Gesetz mit 30 zu 28 Stimmen beschlossen. Dafür stimmten unter anderem 22 Abgeordnete der Regierungspartei UMP.

Vertreter der Film- und Musikindustrie kritisierten die Entscheidung scharf. Der französische Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres kündigte an, am Freitag die Wiedereröffnung der Debatte zu beantragen - um die Entscheidung doch noch zu kippen.

Voodoo
27.12.2005, 10:22
Oscar Filme 2006 im Internet aufgetaucht


Nach Angaben der Internet-Firma BayTSP sind Filme, die an die Oscar-Jury verschickt wurden, im Internet aufgetaucht. Bei der Suche nach entsprechenden Signaturen seien gleich mehrere Titel gefunden worden, berichtet die britische BBC.
Laut BayTSP ist unter den illegal verbreiteten Filmen unter anderem «North Country» mit Charlize Theron in der Hauptrolle.

Sind die Angaben von BayTSP richtig, dürfe auch relativ schnell der Schuldige gefunden sein. Aufgrund schlechter Erfahrungen versieht die Academy of Motion Picture, Arts and Science inzwischen die Oscar-Filme mit einem eindeutigen Code. So bekommt jedes Jury-Mitglied eine eindeutig identifizierbare Kopie.

Bereits mehrfach Filme kopiert

Im vergangenen Jahr wurde auf diese Art und Weise der «Oscar»-Juror Carmine Caridi identifiziert. Er wurde daraufhin zu einer Schadensersatzzahlung von 300.000 US-Dollar verurteilt. Auch «Kill Bill 1» und «Seabiscuit» waren von Juroren illegal im Netz verbreitet worden.

Warum erneut ein Film illegal im Netz landet ist unklar - den Juroren ist eigentlich bekannt, dass die Filme mit einem digitalen Wasserzeichen versehen sind. Laut BayTSP ist dieses auch nur sehr schwer zu entfernen.

BlackFog
06.01.2006, 10:46
heise online (http://www.heise.de/newsticker/meldung/68034)
Sony-Chef entschuldigt sich für Kopierschutz per Rootkit

Der Chef des Unterhaltungselektronikkonzerns Sony, Howard Stringer, hat sich für den aggressiven Kopierschutz des Musiklabels Sony BMG entschuldigt. "Sony BMG hatte nicht die Absicht, den Konsumenten zu bestrafen", sagte Stringer laut einem dpa-Bericht auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Das Label hatte einzelne Musik-CDs mit Kopierschutzprogrammen ausgestattet, die sich als Rootkit auf den PCs der Kunden einnisteten und die Rechner Sicherheitsrisiken aussetzten. Nach massiver Kritik der Kunden und verschiedenen Klagen hatte Sony BMG von dem Vorgehen Abstand genommen und die CDs gegen Versionen ohne Kopierschutz ausgetauscht und den betroffenen Kunden gleichzeitig die Songs als MP3 zur Verfügung gestellt.

Die Kopiersperren XCP der britischen Firma First4Internet sowie MediaMax von Suncomm kamen auf etwa fünf Millionen CDs zum Einsatz. Betroffen sind über 50 Titel, darunter die aktuellen Alben von Neil Diamond und Cyndi Lauper. Die Alben wurden in Japan, Kanada und den USA verkauft. Wer diese CDs in sein CD-Laufwerk einlegte, setzte sich damit einem unkalkulierbaren Risiko aus. Die von den "Kopierschutzmechanismen" installierten Treiber machen Windows-PCs und Mac-Rechner für wohlgezielte Angriffe anfällig. Ein Netzwerk-Experte machte über eine Server-Analyse mindestens eine halbe Million Rechner aus, auf denen das "Sony BMG Rootkit" installiert war.

"Inhalte und Technologie sind merkwürdige Bettgenossen", sagte Stringer weiter. "Wir hängen zusammen. Und manchmal verstehen wir uns nicht. Aber ist das nicht letztlich die Definition einer Ehe?", sagte der Sony-Chef unter dem Lachen des Messepublikums.

Im Wettstreit mit dem Softwaregiganten Microsoft sieht sich Stringer wegen des Starts der Spielkonsole Xbox 360 nicht unter Zeitdruck. Er verwies laut dpa darauf, dass im vergangenen Weihnachtsgeschäft die derzeitigen Playstation-Modelle von Sony die Xbox überflügelt hätten. Außerdem verfüge die neue Playstation 3 mit dem Cell- Prozessor und dem Blu-ray-Laufwerk für hoch auflösende Inhalte über Merkmale, die die Xbox nicht bieten könne. "Die dritte Generation der Spielekonsolen hat erst dann begonnen, wenn wir sie gestartet haben." Stringer vermied in seiner von Hollywood-Star Tom Hanks begleiteten Rede allerdings darauf, ein genaues Startdatum für die Playstation 3 zu nennen. Bisher hieß es, die neue Konsole werde im "Frühjahr 2006" auf den Markt kommen.

Voodoo
06.01.2006, 14:22
soso... ob da eine Entschuldigung reicht? :)

Voodoo
18.01.2006, 11:56
GEMA: Privatkopien sind weiterhin erlaubt


Das Kopieren von CDs, DVDs und anderen Bild- und Tonträgern für Freunde und Verwandte ist weiterhin erlaubt. Leila Werthschulte vom Musikrechteverwalter GEMA in München erklärt dazu: "Wir befürworten die Privatkopie, weil Abgaben für die Urheber schon beim Kauf von Leermedien bezahlt wurden".

Allerdings dürfe auch weiterhin der Kopierschutz bei Datenträgern nicht umgangen werden, da die Musikkonzerne mit dieser digitalen Rechteverwaltung die Anzahl der Kopien eigenständig begrenzen.

Für jede Spielstunde einer CD zahlt der Käufer 7 Cent Abgaben an die GEMA. Für andere Tonträger sind es rund 6 Cent und Bildträger 9 Cent. Bei einem CD-Brenner gehen pauschal 7,50€, für einen DVD-Brenner 9€ und 2,60€ für einen MP3-Player an die GEMA. Weitere Informationen für Verbraucher sind auf der Seite www.privatkopieren.de zu finden. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) verwaltet in Deutschland die Nutzungsrechte der Musikschaffenden.

Kopiergeschützte CDs sind auf der Rückseite mit einem Hinweis versehen. Die meisten Mitglieder des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft in Berlin setzen laut Sprecher Hartmut Spiesecke zu diesem Zweck ein Logo namens Copy-Control ein. Genaue Zahlen, wie viele CD-Produktionen auf dem Markt geschützt seien, gebe es nicht: "Das ist auch eine Frage des Repertoires." So sei exotische Weltmusik seltener kopiergeschützt als Hit-CDs.

http://www.privatkopieren.de/

Voodoo
24.01.2006, 18:03
GVU unterstützte Raubkopierer


Am heutigen Tage gab es ein weiteres Mal eine groß angelegte Durchsuchungsaktion seitens der Staatsanwaltschaft gegen professionell agierende Raubkopierer. Erstaunlicherweise stand im Fokus dieser Razzia ausgerechnet die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (kurz GVU).

Wie die Magazine c´t und Onlinekosten.de in mühsamer Recherche herausfanden, liegen Hinweise vor, dass zumindest ein Admin einer sogenannten "Warez-Group" in regelmäßigen Abständen von der GVU bezahlt worden sein soll. Zusätzlich steuerte die GVU noch Server und andere Hardware bei, um als Gegenleistung an IP-Adressen und Namen professioneller Raubkopierer zu kommen.

Sollte man der GVU nachweisen können, dass sie aktiv an dem heute in Frankfurt am Main beschlagnahmten beteiligt war, könnte auch sie in das Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Somit dürften sich einige Mitarbeiter der GVU schon einmal auf eine Anklage wegen Beihilfe zu illegalen Geschäften einstellen.

Voodoo
25.01.2006, 14:37
ich glaube hier passt es am besten rein:

DSL: Rausschmiss von Power-Usern erreicht Massenmedien


Während 1&1 seit längerem Vielnutzern eine Abfindung von 100,- Euro bietet, wenn sie den Provider verlassen und nicht wiederkommen, geht Kabel Deutschland laut Plusminus wohl etwas rabiater zur Sache und schmeißt Kunden, die zu viel Traffic verursachen, nach erfolgter Mahnung auch einmal raus. Die Vielnutzer bringen die Kalkulation der Anbieter ins Wanken.

Plusminus thematisierte dies in seiner Sendung am Dienstag, dem 24. Januar 2006, am Beispiel von Pensionär Bernd Brockfeld, der viel im Internet unterwegs ist und sich daher für einen Flatrate-Tarif entschieden hat. Doch bei 1&1 ist er mit einem Datenvolumen von bis zu 100 GByte im Monat falsch, man bot ihm die übliche Abfindung von 100,- Euro an, wenn er den Provider verlässt. Für den Anbieter ist dies anscheinend günstiger als Herrn Brockfeld auch weiterhin für unter 10,- Euro im Monat surfen zu lassen.

Laut Plusminus haben rund zwei Drittel der Vielsurfer bei 1&1, die ein solches Angebot erhalten haben, dies auch angenommen und sich damit zugleich verpflichtet, "zukünftig keinen DSL-Flat-Tarif von Unternehmen der United Internet Gruppe mehr zu bestellen."

Dem Bericht zufolge sind mittlerweile auch die Verbraucherzentralen auf das Vorgehen aufmerksam geworden: "Nach einer Abmahnung droht nun die Klage", heißt es bei Plusminus.

Rabiater schildert Plusminus das Verhalten von Kabel Deutschland im Fall der Familie Böttchers, die einen Internetzugang mit 8 MBit/s vom Kabelnetzbetreiber nutzt. Sollte die Familie künftig ihr Datenvolumen nicht senken, werde der Vertrag gekündigt.

Totenhand
25.01.2006, 16:24
erst bieten sie alles billig und immer schneller an und dann schmeißen sie dich raus, wenn du es intensiv nutzt. Ich find sowas ist einfach nicht richtig ...

Solche Poweruser muss man in die Kalkulation mit einbeziehen ...

Voodoo
27.01.2006, 12:28
Anzeigenflut schafft Arbeitsplätze


Es scheint, als würden Raubkopien tatsächlich Arbeitsplätze schaffen. Hierbei ist nicht die Rede von Produzenten oder Verkäufern auf der illegalen Seite. Viel mehr, fällt in den letzten Monaten immer mehr Arbeit durch Anzeigen an.

Vor allem die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat mit einer wahren Anzeigenflut zu kämpfen, denn dort sollen in einem halben Jahr rund 40.000 Anzeigen für das Fachgebiet der Urheberrechtsverletzungen eingegangen sein.

In diesem Fall liegt die extrem hohe Zahl an eine Anwaltskanzlei in der Region, die zahlreiche Unternehmen in Urheberrechtsfragen unterstützt. Durch den erheblichen Aufwand wurden einige neue Beamte eingestellt. Auch andere Behörden sprechen von einer gestiegenen Zahl an Anzeigen und Verfahren.

Voodoo
27.01.2006, 15:16
Musik-Verlag unterstützt Tauschbörsen-Nutzer


Der größte kanadische Musikverlag will die Massen-Prozesse gegen Tauschbörsen-Nutzer stoppen. Er unterstützt nun eine Familie, die vom US-Musikverband verklagt wurde.

Der größte kanadische Musik-Verlag Nettwerk Music interveniert gegen eine Klage, die der US-Lobbyverband Recording Industry Association of America (RIAA) gegen Benutzer von Datei-Tauschbörsen eingereicht hat.

Geschäftsführer Terry McBride kündigte an, man werde die Familie Gruebel unterstützen, die wegen der Verletzung von Urheberrechten verklagt wurde. Sie soll mehrfach Musik illegal aus dem Internet heruntergeladen haben.

McBride sagte, «das Vorgehen der RIAA ist nicht im Interesse meiner Künstler». Klagen könnten nicht dazu dienen, Musiker zu fördern. «Die Klagen zerstören Kreativität und Leidenschaft und zerstören das Geschäft, das ich liebe.»

McBride: RIAA missbraucht das Recht

Seiner Ansicht nach missbrauche die RIAA das geltende Recht, so McBride. «Das Recht ist dazu da, jemanden zu schützen, nicht dazu, als Schwert geführt zu werden.»

In der Erklärung von Nettwerk Music heißt es, man habe sich dazu entschlossen, die Prozesskosten der Familie Gruebel zu übernehmen. Grund dafür sei unter anderem auch, dass sie von der RIAA wegen dem Herunterladen von Musik der Sängerin Avril Lavigne verklagt wurden - die in Kanada bei Nettwerk Music unter Vertrag steht.

Massenhaft Klagen

Die RIAA hatte in den vergangenen Monaten massenhaft Klagen eingereicht. In der Regel richten sich diese gegen Tauschbörsen-Nutzer, die die Musik lediglich zum privaten Gebrauch herunterladen. So auch im Fall Gruebel. Die RIAA hat der Familie deshalb angeboten, die Klage gegen eine Zahlung von 4500 Dollar einzustellen.

In Deutschland erwägt die Bundesregierung, für solche Fälle eine Bagatellklausel einzuführen. Auch hierzulande sind derzeit zehntausende Klagen gegen Tauschbörsennutzer anhängig - allerdings wurden sie wegen der illegalen Nutzung von Software verklagt.

Voodoo
01.02.2006, 12:25
Raubkopieren wird zum Breitensport


Allein im ersten Halbjahr 2005 wurden laut einer Erhebung der Filmförderungsanstalt 11,9 Millionen Filme illegal heruntergeladen und 58,4 Millionen Filme auf CD oder DVD kopiert. Die Studie spricht von 30 Prozent mehr Deutschen, die Filme herunterladen, als noch im Vorjahr. Aktivste Kopierer sei die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen; stark zugenommen hätte das Herunterladen daneben bei 10- bis 19- sowie über 50-Jährigen. Das illegale Downloaden entwickle sich zum "Breitensport".

Voodoo
07.02.2006, 11:49
BitTorrent - Verschlüsselung gegen Bandbreiten-Drosselung


Die Entwickler der beiden BitTorrent-Clients Azureus und µTorrent haben - zum Unbill von BitTorrent-Erfinder Bram Cohen - eine Verschlüsselungsfunktion integriert, mit der BitTorrent-Datenpakete schwerer erkannt werden sollen. Dies soll sich dann auswirken, wenn Provider versuchen, mittels installierter Filtersysteme per "Traffic Shaping" die Bandbreite einzuschränken.

Das µTorrent-Team hat Ende Januar 2006 seinen BitTorrent-Client µTorrent mit der Version 1.4.1-beta (Build 407) mit einer Verschlüsselungsfunktion versehen - aktuell ist Build 412. Das Java-basierte Azureus folgte Anfang Februar 2006 mit der Version 2.3.0.7, wobei verschlüsselte Verbindungen auch zwischen µTorrent- und Azureus-Clients aufgebaut werden können sollen.

Neben einer reinen Header-Verschlüsselung ist bei dem als Message Stream Encryption bezeichneten Verfahren auch eine komplette, aber aufwendigere Verschlüsselung der Datenpakete möglich. Der BitTorrent-Client BitComet ist ebenfalls um eine Verschlüsselungsfunktion erweitert worden, diese ist aber zu der von µTorrent und Azureus derzeit nicht kompatibel.

Cohen sieht in einer, seine Datenpakete verschleiernden Version von BitTorrent gar keinen Vorteil, da nur wenige Provider gegen massenhafte, mittels BitTorrent ausgeführte Downloads vorgehen würden und die Traffic-Shaping-Tools bereits so fortschrittlich seien, dass sie ohne allzu viel Probleme auch BitTorrent-Übertragungen mit verschleierter Paket-Identifizierung ermitteln könnten. Außerdem würden dem BitTorrent-Nutzer zu Gute kommende Provider-seitige BitTorrent-Caches ausgeschaltet.

Auch anonyme BitTorrent-Downloads würden durch die Header- oder Paket-Verschlüsselung Cohen zufolge nicht möglich, auch wenn es anders vermutet werden könnte - zumindest nicht, wenn BitTorrent-Tracker eingesetzt werden. Zudem kritisiert Cohen, dass die Verschlüsselung eine deutlich stärkere Prozessor-Belastung mit sich bringt und dass Inkompatibilitäten zwischen Clients mit und ohne Verschlüsselung entstehen könnten.

Wenn denn eine Verschlüsselung unbedingt sein muss, so sollte dies Cohen zufolge als Erweiterung im Tracker-Protokoll erfolgen, so dass der jeweilige Client dem Tracker mitteilen könne, ob eine Verschlüsselung unterstützt wird. "Der Tracker sollte generell die Kontrolle behalten", so Cohen, Änderungen am BitTorrent-Protokoll selbst sieht er hingegen mit Unbehagen.

In seinem Blog teilt Cohen seine Meinung unmissverständlich mit: "[...] wenn es um Provider geht, so ist Verschleierung eine Kombination aus Böswilligkeit, Unprofessionalität und Schädigung. Softwareprojekte, die Qualität über 'Featuritis' stellen, versuchen meistens solche Dinge zu vermeiden, insbesondere wenn ihre potenzielle Effektivität eher einem Spucken ins Gesicht des Gegenübers gleichkommt als einem konkreten Nutzungsvorteil." Damit bringt er indirekt auch seine Sorge zum Ausdruck, dass letztlich das BitTorrent-Protokoll durch die Verschlüsselung mehr an Ansehen verlieren könnte.

Das Filesharing-Protokoll BitTorrent wird zwar massenhaft für die Verbreitung illegaler Kopien eingesetzt, findet aber Anwendungsgebiete auch in der legalen, effizienten Verbreitung von Daten - seien es Linux-Distributionen, Spiele-Demos oder World-of-Warcraft-Patches.

Voodoo
13.02.2006, 17:06
Erneut Sicherheitsrisiken entdeckt


Laut einer Meldung bei heise.de treibt eine neue Kopierschutzmethode den Sicherheitsexperten wieder mal den kalten Schweiß auf die Stirn. Auf der DVD "Mr. & Mrs. Smith", die seit dem 24. Januar im Handel ist, stellt die eingesetzte Kopiersperre Alpha-DVD des koreanischen Herstellers Settec, ein konkretes Sicherheitsrisiko dar.

Der Kopierschutz besteht hierbei aus zwei Komponenten: Einmal sind es defekte Sektoren auf der Disk, die ein Ripper nicht exakt auslesen kann. Zum zweiten sind es drei Dateien, die in das System32-Verzeichnis kopiert werden. Eine dieser drei Dateien bekommt bei jeder Installation einen anderen Namen: bootgui.exe, msxhtml.exe und win32k2.exe. Zu erkennen sind die Komponenten an der Größe (808 KByte) und an den Dateieigenschaften, die eine "MS Corp." als Hersteller ausweisen. Von Microsoft kommen diese Dateien allerdings nicht.

Laut heise.de ergab eine Analyse der ebenfalls installierten hadl.dll, dass diese auch bereitwillig andere, schädliche Prozesse unter seine Tarnkappe nehmen kann, es sind nur wenige Zeilen Code dafür nötig. Zudem wird häufig nach der Installation der Treiber über Probleme mit Hardware, vornehmlich Brennern, und auch mit Brennprogammen berichtet. Hersteller Settec hat die Sicherheitslücken und Probleme mittlerweile bestätigt und bereits ein Deinstallationswerkzeug (http://uninstall.settec.com/ger/)zur Verfügung gestellt. Auf Mac- und Linux-Rechnern ist der Kopierschutz übrigens wirkungslos, die DVD lässt sich dort ohne eine Installation der Kopiersperre abspielen.

oh mein Gott, ich habe doch kein Bock bei jeder Original CD Angst zu haben, dass sie irgendein scheiss auf meinem Rechner installieren!!!!

Porschejägerin
17.02.2006, 09:59
US-Musikindustrie stellt Privatkopien für mobile Player in Frage


Im Zuge der Überarbeitung des US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act (DMCA) hat der Interessenverband der US-Musikindustrie Recording Industry Association of America (RIAA[1]) seine Einstellung zu Kopien von Songs einer CD für den privaten Gebrauch auf mobilen Playern gewandelt. Darauf weisen die Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation (EFF[2]) hin. RIAA-Anwalt Don Verrilli habe im Verfahren[3] gegen die Tauschbörsenbetreiber Grokster und Streamcast Networks vergangenes Jahr noch betont, es sei grundsätzlich rechtmäßig, eigene CDs auf den eigenen Computer oder iPod hochzuladen (PDF-Datei[4]). Aus einer Eingabe an das für Urheberrecht zuständige Copyright Office gehe demgegenüber nun ein bedeutender Sinneswandel hervor. Darin heißt es, die Aussage legitimiere nicht einen "fair use", sondern drücke lediglich eine Bewilligung der Urheberrechtsinhaber aus, die zurückgenommen werden könne.

Diese Aussage findet sich als Fußnote in dem Schreiben Exemption to Prohibition on Circumvention of Copyright Protection Systems for Access Control Technologies (PDF-Datei[5]), das die RIAA zusammen mit anderen Organisationen Anfang Februar vorgelegt hat. Es beschäftigt sich unter anderem ausgiebig mit dem Prinzip des "fair use" und der Wandlung von Formaten bei der Erstellung von Privatkopien. Das Copyright Office[6] hatte die Möglichkeit geboten, bis zum 2. Februar in Eingaben die Überarbeitung des DMCA zu erörtern, bei der es unter anderem um Ausnahmen vom Verbot der Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen geht.

Zu den Diskussionen und juristischen Streitigkeiten um das Urheberrecht und zur Novellierung des deutschen Urheberrechtsgesetzes siehe den Artikel auf c't aktuell (mit Linkliste zu den wichtigsten Artikeln aus der Berichterstattung auf heise online und zu den Gesetzesentwürfen und -texten):

Die Auseinandersetzung um das Urheberrecht in der digitalen Welt[7]

(anw[8]/c't) (anw/c't)



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URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/69707

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.riaa.org
[2] http://www.eff.org/deeplinks/archives/004409.php
[3] http://www.heise.de/newsticker/meldung/61120
[4] http://www.supremecourtus.gov/oral_arguments/argument_transcripts/04-480.pdf
[5] http://www.copyright.gov/1201/2006/reply/11metalitz_AAP.pdf
[6] http://www.copyright.gov/1201/comment_forms/index.html
[7] http://www.heise.de/ct/aktuell/meldung/68064
[8] mailto:anw@ct.heise.de

vamp
17.02.2006, 10:10
Seit Jahren fährt die Unterhaltungsindustrie Kampagnen gegen vermeintliche illegale Kopien: "Copy Kills Music", "Nur Original ist legal", "Raubkopierer sind Verbrecher". Im Laufe der Zeit ist der Eindruck entstanden, das Kopieren von Musik oder Filmen sei generell verboten. Die Unterhaltungsindustrie zeigt wenig Interesse, diesen Eindruck zu minimieren: Abschreckung statt Aufklärung heißt die Devise. Höchste Zeit für das Fernsehmagazin der c't, das Rechtsempfinden wieder gerade zu rücken. Das ist allerdings nicht so einfach. Nicht erst seit der Novelle vom 23. September 2003 ist das Urheberrecht ein Minenfeld.
Außerdem zeigt das c't magazin.tv in seiner morgigen Sendung, welche Kostenfallen beim Internetzugang per Modem oder ISDN lauern und wie man sie elegant umschiffen kann. Auch schildert die Sendung den Fall einer Frau, die ihre private Hörbuchsammlung über eBay auflösen wollte. Später bekommt sie eine Abmahnung zugeschickt, sie würde bei dem Auktionshaus gewerbsmäßig handeln, könnte jedoch weder ein Impressum nachweisen und würde auch nicht auf das gesetzlich verankerte Rückgaberecht beim gewerblichen Online-Handel hinweisen.

Die Sendetermine findet ihr hier (http://www.heise.de/newsticker/meldung/69728)

BlackFog
22.02.2006, 16:04
Tja, da freut sich die MPAA und der User lacht:
Tauschbörsen
22.02.2006, 12:13 Schlag gegen eDonkey
Freunde des "Esels", wie eDonkey auch liebevoll genannt wird, bemerken seit gestern vielleicht eine drastische Reduzierung des Traffics und der User. Das hat auch seinen Grund. Mit Razorback2 wurde gestern, durch einen gemeinsamen Einsatz der belgischen und schweizerischen Polizei, der weltgrößte Index-Server des Netzwerks stillgelegt.
In einer Pressemeldung verkündet die Motion Picture Association of America (MPAA) stolz, dass sie den Usern in Europa mit diesem Schlag die Suchgrundlage für rund 170 Millionen, meist illegalen, Downloads entzogen haben. Darunter auch einige Millionen Hollywood-Filme.
Der Betreiber des Serverparks wurde, zeitgleich mit der Razzia in der Nähe von Brüssel, in seinem Wohnort in der Schweiz fest genommen. Damit ist der letzte der für das Netzwerk so wichtigen Index-Server von der Internet-Landkarte verschwunden. Die US-Server wurden bereits im November 2004 abgeschaltet, Europa war der letzte noch betriebsfähige Hort des "Esels".Quelle: http://www.gamestar.de/news/vermischtes/31676/

BlackFog

MaX PoWeR
22.02.2006, 16:25
Einige Millionen Hollywood Filme?? Soviele gibts doch überhaupt nicht....
Wenn die die Anzahl der Quellen meinen, sollen sie das auch so schreiben ;)

Voodoo
22.02.2006, 16:27
heute morgen erst was gesucht und gefunden ;)

Voodoo
23.02.2006, 09:23
Laut Golem.de wurden alle Logfiles des Servers lediglich im RAM gehalten. Es wurden zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Benutzerdaten auf die Festplatte geschrieben. Mit dem Ziehen des Netzsteckers haben die Behörden also auch sämtliche Spuren vernichtet, die zu einer Verfolgung der User hätten dienlich sein können.

Nirvana
23.02.2006, 12:40
lol :applaus:

Castor
24.02.2006, 08:12
rofl :D

Klabauter
24.02.2006, 11:51
Hätte es da nicht ohnehin noch ein paar Barrieren mehr gegeben?
Also ich hab in meinen Esel niemals irgendwelche Benutzerdaten eingegeben. In diesen Logfiles kann doch also höchstens meine IP gestanden haben, oder?
Soweit ich weis, darf mein Provider auch heute noch nicht die Zuordnungen meiner IPs zu meiner Adresse weitergeben...

Voodoo
24.02.2006, 11:57
In Deutschland nicht (mehr), aber es gibt auch ausländische Sauger.

Voodoo
27.02.2006, 12:17
eDonkey-Netzwerk stabil


Nachdem die MPAA (Motion Picture Association of America) die Abschaltung des eDonkey-Servers Razorback als großen Schlag gegen die Tauschbörsenszene gefeiert hatte, scheint die tatsächliche Tragweite deutlich geringer als erwartet.

Wie CacheLogic feststellte, ist der entstehende Traffic unwesentlich eingebrochen. In den letzten Jahren ist mit dem eDonkey-Netzwerk eine Tauschplattform entstanden, die wesentlich schwerer zu kontrollieren ist, da die Daten nicht zentral über einen Server laufen, sondern auf diverse Server geleitet werden, so dass Ausfälle leichter kompensiert werden können.

freak
27.02.2006, 13:04
der gute alte razorback 2, einer der treusten server :D

vamp
27.02.2006, 13:26
aaahhhh jooooo

vamp
01.03.2006, 10:10
In Großbritannien sind nun zwei britische Raubkopierer und gleichzeitig auch Händler von einem Gericht zu Haftstrafen verurteilt worden. Diese Strafen liegen im Bereich von neun bis fünfzehn Monaten.
Laut Polizei handelten die beiden mit Raubkopien. Damals konnten bei den beiden insgesamt 13.000 illegal kopierte Medien (CDs und DVDs) sichergestellt werden.

Quelle: GamerRadio.de (http://www.gameradio.de/indexnews.php?pn_go=details&id=0004775)

jeGs
01.03.2006, 19:31
nicht schlecht

vamp
07.03.2006, 10:34
In Großbritannien wurde nun eine Kampagne gegen den Handel mit Raubkopien in Pubs gestartet. Geleitet wird das Projekt von der "Industry Trust of IP Awareness". Die Kampagne soll Besitzer und Gäste informieren.
Insgesamt wurden schon 36.000 lizenzierte Pubs kontaktiert. Außerdem haben die Besitzer Anti-Raubkopierer-Poster für ihre Toiletten erhalten. Auch diese Poster sollen auf das Problem aufmerksam machen.
Laut Industry Trust of IP Awareness beträgt der DVD-Raubkopien-Handel in Pubs 26 Prozent

Klick (http://www.mediabiz.de/newsvoll.afp?Nnr=202002&Biz=dv&Premium=N&Navi=00000000&T=1)

Voodoo
08.03.2006, 13:18
CSU-Politiker gegen Bagatellklausel


Nicht immer müssen die Konsumenten schuld sein, wenn es nicht mit dem Produkt klaptt, so könnte man die zentrale Aussage des Bayerischen Medienministers Eberhard Sinner (CSU) zusammenfassen.

So fordert er, dass die Filmindustrie zusammen mit den Kinobetreibern den Besuch eines Kinos wieder zu einem echten Event macht. Dennoch dürfe man die Gründe für den Rückgang der Einnahmen nicht auf eine Ursache abschieben.

Es sei ebenso wichtig, dass man das Unrechtsbewusstsein bei den Nutzern von illegalen Kopien stärken müsse, damit diese sehen welche Arbeit hinter einem Film steht und, dass Raubkopien nicht nur die Industrie, sondern auch das Angebot an Filmen auf lange Sicht schwächen können.

Hart scheint die Sicht Sinners zu der "Bagatellklausel", die im Bundesjustizministerium für die Urheberrechtsreform geplant ist. Diese ermöglicht die Einstellung des Verfahrens, wenn die Kopien für den privaten Gebrauch und in einem geringen Rahmen waren. So fordert Sinner eine Prüfung dieses Gedankens.

"Unseren Jugendlichen muss bewusst gemacht werden, dass Raubkopien ebenso wenig wie Schwarzfahren oder Ladendiebstahl gesellschaftlich akzeptiert werden können", betonte der Minister.

Voodoo
22.03.2006, 12:35
Ende der Privatkopie droht


Bei der Reform des Urheberrechtsgesetztes war ursprünglich die so genannte Bagatellklausel vorgesehen. Damit wären Kopien im geringen Rahmen für den privaten Gebrauch nicht strafbar gewesen. Dieser Passus soll im neuesten Entwurf des Gesetzes laut dem "Handelsblatt" fehlen. Für private Raubkopien soll es in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge doch keine Bagatellklausel geben. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) wolle künftig Schwarzkopien prinzipiell unter Strafe stellen, berichtet das "Handelsblatt" am Mittwoch unter Berufung auf Koalitionskreise. Zypries hatte ursprünglich geplant, Urheberrechtsverletzungen von der Strafbarkeit auszunehmen, wenn nur wenige Kopien angefertigt wurden und es nur um den privaten Gebrauch geht. Diese Bagatellklausel sei in dem neuesten Gesetzesentwurf, der am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet werden soll, nicht mehr enthalten, schreibt die Zeitung.

Musik- und Filmindustrie klagen seit Jahren über Einbußen durch illegale Kopien. In Frankreich beschloss die Nationalversammlung am Dienstag ein Gesetz zum Schutz der Urheberrechte, das für Privatleute, die zum Eigenbedarf illegal kopierte Musik aus dem Internet herunterladen, ein Bußgeld von 38 Euro pro Verstoß vorsieht. Personen, die den Kopierschutz knacken, werden mit einem Bußgeld von 3750 Euro Buße bestraft.

vamp
23.03.2006, 12:54
Das Bundeskabinett hat eine Änderung des Urheberrechtes durchgewinkt, die aus CD-kopierenden Schulkindern endgültig Kriminelle macht. Die "Bagatellfall-Regelung" und geduldete Privatkopien sind Geschichte - dafür darf die Industrie von Internetprovidern Verbindungsdaten erfragen.


Der ganze Artikel ist hier (http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,407246,00.html) zu finden

Voodoo
23.03.2006, 13:00
oh oh, das ja gar nicht gut :/

Castor
23.03.2006, 16:15
Und dass Zypries tatsächlich plant, der Industrie selbst Auskunftsrechte gegenüber Internetprovidern zuzugestehen, ist schlicht ein Skandal: Im Western ist die privat organisierte Posse, die auf Verbrecherjagd geht, noch ganz unterhaltsam. Im richtigen Leben hat vor wenigen Wochen die GVU bewiesen, was dabei heraus kommt: Die privaten Fahnder hatten ihre Erfolgsstatistiken geschönt und User zwecks Strafverfolgung in Fallen gelockt, in dem sie selbst Piratenserver finanzierten.


Gutes Fazit. Der Teil der Änderung ist tatsächlich krass, da kommen harte zeiten auf alle bösen, bösen raubkopierer zu. Kann mir nicht vorstellen, dass das verfassungsrechtlich konform ist. mal sehen, wann der erste klagt ^^

niko
23.03.2006, 18:58
ich glaub QDSL sagt nix :>

vamp
23.03.2006, 22:45
da muss jeder ISP was sagen scheiss egal wer es is

Voodoo
24.03.2006, 09:36
Tausende Datenträger sichergestellt!


Eine Meldung der Staatsanwaltschaft Dessau berichtet über die Sicherstellung von mehreren zehntausend illegal bespielten Datenträgern. Der Zoll in Dessau war in Zusammenarbeit mit weiteren Behörden innerhalb Deutschlands auf eine russischstämmige Unternehmerin aufmerksam geworde.

Im September 2005 waren am Flughafen Berlin Tegel bereits mehrere zehntausend Medien beschlagnahmt worden, die an das Unternehmen der 29-jährigen in Dessau adressiert waren. Seitdem liefen die Ermittlungen, die nun zur Durchsuchung der Geschäftsräume führten.

Hierbei wurden 31.000 Musikkassetten und CDs sichergestellt, die sich bereits als illegale Kopien bestätigt haben. Die Prüfung von etwa 100.000 weiteren Medien, darunter vor allem Videokassetten und DVDs stand bei der Bekanntgabe noch aus. Jetzt prüfen die Behörden die Betriebswege, denn die Raubkopien, die von Russland und Weißrussland aus nach Deutschland geliefert wurden, sollen im gesamten Bundesgebiet vertrieben worden sein. Die Auswertung der Firmendaten dürfte daher noch einige Informationen preisgeben und zu Folgedurchsuchungen führen.

vamp
24.03.2006, 12:49
Hab hier nen schicken Artikel gefunden!!!



Nachdem am Mittwoch vom Kabinett der neue Entwurf zum Urheberrecht verabschiedet worden ist, fällt der Durchblick nicht leicht. Wagen wir eine Zusammenfassung.

Was auch weiterhin erlaubt bleibt, ist - im Groben formuliert - das Anfertigen von Privatkopien für sich und die Familie. Dies gilt sowohl bei Audio- wie auch bei Filmangeboten. Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass bei der Anfertigung kein Kopiermechanismus umgangen werden darf. Sollte ein Kopiermechanismus vorhanden sein, so darf nur eine so genannte "analoge Kopie" erstellt werden. Darunter versteht der Gesetzgeber, dass zum Beispiel über den analogen Ausgang eines CD-Players das Musikstück aufgezeichnet wird.

Generell verboten ist das Verkaufen von angefertigten Kopien. Hier ist auch schon der größte Unterschied zu finden: So galt es bisher als ein Bagatellvergehen, wenn man beim Verkauf erwischt wurde. Diese Bagatellklausel ist im neuen Gesetz abgeschafft worden und der Verkauf gilt nun als Straftat.

Eine letzte Neuerung ist die eingeführte "pauschale Vergütung". Darunter versteht der Gesetzgeber, dass alle Hersteller von kopierfähigen Geräten einen Teil des Verkaufpreises an die Urheber sowie Rechtsinhaber zahlen sollen.

Quelle: PC Games Hardware online (http://www.pcgameshardware.de/?article_id=459320)

Voodoo
24.03.2006, 13:00
Das hört sich ja jetzt gar nicht mehr so schlimm an...

Castor
24.03.2006, 14:19
finde ich nicht..

hier eine kleine übersicht: http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,407467,00.html
analoe kopien stinken doch und bald werden dann alle cds nen kopierschutz haben. schon is allet kriminell...

Voodoo
24.03.2006, 15:21
Kein «fairer Ausgleich» beim Urheberrecht



Open-Source-Aktivist Beckedahl hält wenig vom neuen Urheberrechtsentwurf. Die Rechteinhaber hätten sich durchgesetzt, sagte er der Netzeitung. Die Herstellung einer erlaubten Privatkopie verkomme zum «Gnadenrecht».

Zum Artikel (http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wirtschaftspolitik/388833.html).

Voodoo
11.04.2006, 11:20
Jugendliche lieben sie!


Raubkopierer sind Verbrecher und die deutsche Jugend besinnt sich sowieso kaum noch auf Werte. Stimmig passt hierzu, dass rund 70 Prozent der Jugendlichen in Deutschland Raubkopien besitzen sollen. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Business Software Alliance in Auftrag gegeben hat.

Befragt wurden repräsentativ 4.400 Jugendliche. Weiter kam heraus, dass etwa 10 Prozent bereits Geld für die Weitergabe einer Kopie verlangt hätten und viele die Raubkopien selbst aus dem Internet herutergeladen hatten. Auf die Geschlechter verteilt zeigte sich, dass sowohl weibliche als auch männliche Jugendliche in einer gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Form Kopien nutzen.

Voodoo
24.04.2006, 17:24
Familie ohne Computer verklagt?


Die Recording Industry Association of America, kurz: RIAA, die inbesondere für verschiedene Klagewellen gegen Filesharer und Copyright-Verletzer bekannt geworden ist, scheint auch nicht unfehlbar.

So wurde eine amerikanische Familie verklagt, unter der sich mindestens ein Mitglied befinden soll, das mehrere Musikstücke illegal im Internet getauscht haben soll. Das Kuriose: Die Familie besitzt weder PC, noch Internetanschluss. Explizit soll es sich um rund zehn Musikstücke handeln, die über den digitalen Äther verschickt und getauscht wurden. So soll dabei ein gängiges p2p-Filesharing-Programm genutzt worden sein und die Dateien im beliebten mp3-Format existiert haben.

Im Falle dieser Familie, sofern man deren Aussagen glauben kann, scheint dies jedoch nicht möglich zu sein. Denn weder Computer, noch Internetanschluss sind im Haushalt vorhanden. Desweiteren sei die Familie erst vor rund einem Jahr eingezogen, was auch ein "Erbe" über den Vorbesitzer nicht ausschließt.

Nichtsdestotrotz verteidigt sich die RIAA mit der Tatsache, dass durch rigorose Vorgehensweise das illegale Herunterladen und Tauschen von copyrightgeschütztem Material zurückgegangen sei. Dass es dabei hin und wieder auch vermeintlich Unschuldige trifft, scheint nicht auszuschließen zu sein.

ähm, ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die das Konsequent durchziehen. Das ist 100% nur so eine Masche, denn der Aufwand für die Anwälte usw ist teurer, als die 10 Lieder überhaupt an Streitwert darstellen.

Young-Steff
24.04.2006, 18:57
ja hast recht und ich finds auch lächerlich was die da abziehen...

Totenhand
25.04.2006, 12:57
:confused: 10 Lieder? Gehen den Amis die Raubkopierer aus, oder warum machen die da so nen stress? :eek:

Vielleicht auch nur wieder ein weiterer Versuche ein Exempel zu statuieren, nach dem Motto: Selbst Leute die nur 10 Lieder tauschen machen sich strafbar

Voodoo
23.05.2006, 12:09
Größter Schlag gegen Tauschbörsen-Netzwerk in Deutschland


Staatsanwaltschaft Köln: Verfahren gegen 3.500 eDonkey-Nutzer
Rund 130 Hausdurchsuchungen wurden im Rahmen einer koordinierten Aktion gegen Tauschbörsennutzer heute zeitgleich im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Die federführende Staatsanwaltschaft Köln spricht vom "größten Schlag gegen ein Tauschbörsennetzwerk in Deutschland", bei dem zahlreiche PCs beschlagnahmt und weitere Beweismittel sichergestellt wurden.

Es sei gelungen, insgesamt etwa 3.500 Nutzer des eDonkey-Netzes zu identifizieren, die jeweils bis zu 8.000 Dateien über die Tauschbörse angeboten haben. Gegen alle Beschuldigten wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Für die betroffenen Musikfirmen sind die erforderlichen Strafanträge gestellt worden.

Es handele sich dabei um das größte Verfahren, das jemals in Deutschland gegen illegale Angebote in Internettauschbörsen durchgeführt wurde, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft Köln.

Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden in Zusammenarbeit mit der von der deutschen Landesgruppe der IFPI e.V. beauftragten proMedia Gesellschaft zum Schutze geistigen Eigentums mbH.

Nirvana
23.05.2006, 13:23
auch gerade bei Spiegel Online gelesen - heftig :)

Totenhand
23.05.2006, 23:37
bin ganz froh das ich keine p2p Progis nutze und auch so nur LEGAL runterlade ^^ Aber ich finds erlich gesagt scheiße: Gerade CDs sind so schweine teuer, wenn ich nicht arbeiten würde und nur von 50€ Taschengeld im Monat leben müsste, dann könnte ich mir auch keine cds leisten.

Frag mich ob CDs auch von der Mehrwertsteuererhöhung nächstes Jahr betroffen sind. Weil dann werden die dl noch mehr zu nehmen.

Young-Steff
24.05.2006, 00:21
als ich noch schüler war hab ich mir locker jede woche 2-3 cds gekauft...musste halt nebenher schaffen...mittlerweile kauf ich mir jede woche 1-2 dvds hehe naja musiktechnisch is eben auch so in den letzten jahren das sich viele alben gar nicht lohnen weil nur 2-3 gute lieder drauf sind und da lohnt es sich nicht das album zu kaufen...wenn dann ein jahr warten und bei amazon für 7-8€ kaufen

reen
24.05.2006, 13:05
und außerdem gibt es ja nette streamripper.... naja ich brauch das ganze zeug net, höre radio oder kauf mir ne cd was sehr selten vorkommt. ich finds nämlich im gegensatz zu vielen anderen auch mal nett wenn nix trötet, brüllt oder schreit :) aber vllt. liegt das an der früheren vergreisung :confused:

freak
24.05.2006, 17:40
Hab mir seit hm 4 Jahren keine CD mehr gekauft und besitze 1 DVD :D

Young-Steff
24.05.2006, 21:45
bestize ca 200 cds und fast ebensoviele dvds ^^

Totenhand
26.05.2006, 00:11
ja ich kaufe mir meine cds, 1.) weil ich es einfach schön finde meine persönlichen exemplare zu besitzen. Es gibt nichts über ein schönes Booklet :) und 2.) möchte ich die Künstler, die ich schätze auch unterstützen anstatt ihnen zu schaden.

Das schlimme ist ja nur das der Industrielle Teil sowas ausnutzt. Und viel schlimmer ist das sie auch noch so ne starke Lobby haben, die sowas durchsetzten. Als ob wir Momentan nicht größere Probleme haben als Raubkopierer.

Deadman
26.05.2006, 14:23
und online Musik kaufen und runterladen ist leider qualitativ nicht der Hammer.

Voodoo
02.06.2006, 14:02
Raubkopierer öffentlich gelistet


Die Methoden im Kampf gegen Raubkopierer nehmen immer größere Ausmaße an. Das US-Softwareunternehmen Microsoft ist jetzt dazu übergegangen Privatpersonen und Firmen, die mit Raubkopien erwischt wurden, namentlich auf einer extra dafür online gestellten Webseite (http://www.microsoft.com/piracy/partners/default.mspx#) aufzulisten. Microsoft erhofft sich dadurch einen Abschreckungseffekt, da das Image der genannten Unternehmen wohl unwiderbringlich beschädigt wird.

Voodoo
13.06.2006, 16:36
Britische Musikindustrie erlaubt erstmals Privatkopien


Erst vor einigen Wochen hatten wir über den Vorschlag der britischen Musikindustrie berichtet, die Erstellung von CD-Kopien für den privaten Gebrauch zu gestatten. Nun hat sich der Industrieverband BPI erneut geäussert und seine Position bekräftigt - alle Briten können nun also Musik-CDs für den privaten Gebrauch kopieren.

Der Chef des britischen Verbandes der Musikindustrie Peter Jamieson stellte gegenüber der BBC jedoch klar, dass ausdrücklich der persönliche private Gebrauch gemeint sei und Kopien für andere Menschen nicht von der Toleranz der Plattenfirmen gedeckt werden.

Bisher machte sich jeder strafbar, der Musik von einer CD auf ein tragbares Abspielgerät übertrug. Grund dafür sind die teilweise 100 Jahre alten Urheberrechtsgesetze der britischen Inseln. Der Verbandschef erklärte noch einmal ausdrücklich, dass die Verfolgung kommerzieller "Piraten" wie bisher mit aller Härte fortgesetzt wird.

Er gab weiterhin an, dass Apples DRM-geschütztes iTunes-System dem Kampf gegen illegal kopierte Musikdateien nicht gerade zuträglich sei. Es sei zu unterstützen, dass Apple seine Dateiformate kompatibel zu den Produkten anderer Hersteller mache. In Grossbritannien scheint die Musikindustrie also offenbar ganz andere Herangehensweisen zu praktizieren, als ihr amerikanisches Gegenstück.

Sgt Ultra
21.07.2006, 20:22
weiß zwar net obs stimmt, aber ich finds hart:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/84/4123584/400_6335356337613834.jpg

Totenhand
21.07.2006, 21:12
hm weiß auch nicht ob es stimmt. Aber jemand der Kinderpornos besitzt und verbreitet wandert mit sicherheit in den Bau.

Aber ich glaube bis jetzt wurde noch nie ein Raubkopierer zu Haft verurteilt, oder?

Egal wie, krass ist es trozdem ... naja da sieht man: Kinder haben in der Politik keine Lobby, traurig aber war

vamp
30.08.2006, 15:14
Der Besitzer einer amerikanischen Website, die sich auf den Verkauf kopierter, copyrightgeschützter Software spezialisiert hatte, hat vor Gericht eine sehr hohe Strafe bekommen. Zwischen 2002 und 2005 betrieb Danny Ferrer die Website BuysUSA.com, auf der er beispielsweise Adobe- und Macromedia-Produkte zu unwahrscheinlich günstigen Preisen anbot. In dieser Zeit verdiente er einige Millionen US-Dollar, von denen er sich Privatjets, Autos und Boote kaufte. Alle diese Fahrzeuge muss er nun zurückgeben. Insgesamt 4,1 Millionen US-Dollar in Geld und Sachwerten, sechs Jahre Gefängnis und 50 Stunden Sozialarbeit machen seine Strafe aus. "Moderne Software-Piraterie muss eben mit modernen Strafen rechnen." kommentierte der Kläger-Anwalt den Prozess.

Quelle: Gamestar (http://www.gamestar.de/news/vermischtes/vermischtes/1464366/vermischtes.html)

Young-Steff
29.09.2006, 12:33
http://oncomputer.t-online.de/c/92/10/53/9210530,si=0.html

h a e p i i i
29.09.2006, 18:28
bockwurst.dl.am ;) kannte ich noch gar nicht.

Aber bei mir in der Umgebung wurden nun auch ca. 20 Leute gepackt in Zeitung gelesen kommen nicht in Knast oder so wurde milde gemacht.

Für jeden gesaugtes Lied auf dem Rechner 3€ oder so zahlen und Sozialstunden soweit ich weiß. Wobei da schon bissel Geld zusammenkommt :O

Young-Steff
30.09.2006, 00:52
wobei da auch die frage ist ob die nur die 3€ für das verlangen was tatsächlich geladen wurde und die nachweisen können oder jedes lied das auf dem rechner ist. das würd mich ma interessieren

Sgt Ultra
30.09.2006, 10:53
von zwei geschäftskollegen wurden 3 kumpels erwischt, die jetzt 3000, 7000 und 11000 Euro bezahlen dürfen. Je nachdem wie viel sie auf dem rechner hatten

Totenhand
30.09.2006, 14:54
denke mal Knast gibts nur für solche Leute die die Kopien auch wirklich noch verkaufen und daraus Profit schäffeln.

Voodoo
30.09.2006, 15:15
das ist ja wohl klar :)

Young-Steff
30.09.2006, 22:57
was ich nicht verstehe, es ist legal sich webradio aufzuenhemn und zu spiechern aber dafür wird dann auch strafe verlangt?

Sgt Ultra
30.09.2006, 23:11
wo steht das, das es dafür ne strafe gibt?

Young-Steff
30.09.2006, 23:15
ne weil meine frage war ja ob die das bezahlen müssen, was sie illegal geasugt haben und erwischt wurden, oder was sie auf dem rechner hatten

Voodoo
25.10.2006, 15:32
bittorrent verdrängt den Esel


Der Deutschen Lieblingssport im Internet: Saugen was die Leitung hergibt. Die Leipziger Firma Ipoque hat im Zeitraum von Juni bis Oktober das von deutschen IP-Adressen verursachte Traffic-Volumen analysiert und kam dabei auf gar nicht so überraschende Ergebnisse.

P2P-Traffic, also der Datenstrom, der durch Tauschbörsen aller Art verursacht wird, stellt mehr als die Hälfte des Gesamttraffics im deutschen Internet. Genauer gesagt: tagsüber etwa 30 Prozent, nachts rund 70 Prozent und mehr. Im untersuchten Zeitraum stieg das Volumen der getauschten Daten um 10 Prozent - trotz verschärfter PR- und Strafverfolgungsmaßnahmen der Industrie.

Das beliebteste Protokoll der "Sauger" ist allerdings nicht mehr der "Esel" eDonkey, sondern bittorrent. Beide zusammen produzieren mehr als 95 Prozent des gesamten P2P-Datenverkehrs in Deutschland. Zwei Drittel dieser Datenmengen fallen auf Videos, Musikdateien bringen es lediglich auf 19 (eDonkey) bis 21 Prozent (bittorrent).

Die beliebtesten Tauschobjekte bei bittorrent sind Spielfilme (21 Prozent), eDonkey bringt es hier nur auf 10 Prozent der Datenmenge. Dafür transportiert der bei jungen Leuten sehr beliebte "Esel", man höre und staune, doppelt so viele Pornos wie bittorrent und um einiges mehr an TV-Sendungen.

Alle Tauschnetze leben aber von aktuellen Veröffentlichungen. So erstaunt es nicht, dass unter den am häufigsten getauschten Dateien aktuelle Spielfilme und CD-Produktionen sind. Die "Hitliste" von Juni bis Oktober zeigt deswegen auch Titel wie "Kuschelrock 20", das neue Rosenstolz-Album, oder Filme wie "World Trade Center", "Klick" oder "Das Parfum". Die am häufigsten getauschten Software-Produkte waren FIFA 07, Company of Heroes und die Gilde 2.

Voodoo
29.11.2006, 16:54
Internet ist wegen Klage der RIAA in Gefahr


Der Anwalt Ray Beckerman ist einer der Wenigen, die sich der US-Musikindustrie bei ihrem Feldzug gegen Privatpersonen, die nach Meinung des Musiverbandes RIAA illegal Musik zum Download angeboten haben, in den Weg stellt. Aktuell vertritt er im Fall "Elektra vs. Barker" eine angehende Krankenpflegerin.

Bisher rechnete sich die Verteidigung relativ gute Gewinnchancen aus, doch das Verfahren scheint nun eine Wendung zu nehmen, das nicht nur für die Beklagte Folgen haben könnte. Beckerman hatte beantragt, das Verfahren einzustellen, weil die RIAA keine konkreten Beweise dafür liefern konnte, dass die Beklagte tatsächlich selbst urheberrechtlich geschützte Inhalte angeboten hatte.

Im Gegenzug behauptete die RIAA, mit Unterstützung des Verbandes der US-Filmindustrie (MPAA) und der US-Regierung, dass das blosse Bereitstellen von Dateien zum Download über das Internet bereits eine Verletzung von Urheberrechten darstellt. Diese Behauptung könnte sich, wenn sie vom Gericht angenommen werden sollte, als Todesurteil für das Internet wie wir es heute kennen erweisen, so Beckerman in seinem Weblog.

Der Anwalt fordert nun eine breite Unterstützung für seine Mandantin, denn für die RIAA könnte die Behauptung, dass das Anbieten von Dateien eine Urheberrechtsverletzung darstellt, auch nach Hinten losgehen. Sollte das Gericht nämlich stattdessen dem Antrag Beckermans auf eine Einstellung des Verfahrens stattgeben, kann der Musikverband in Zukunft nicht mehr gegen Privatpersonen vorgehen, ohne konkrete Beweise für ihre Taten vorzulegen.

Die Äusserungen von Beckerman stammen aus dem Juli 2006, als er gegenüber den DRM-Gegnern von DefectiveByDesign zu den Verfahren der RIAA und MPAA gegen seine Mandanten Stellung nahm. Auch heute sind sie jedoch aktuell, da die Verhandlungen im Fall "Elektra vs. Barker" noch nicht abgeschlossen sind.

Voodoo
30.11.2006, 10:39
Strafe bei illegalen Downloads


Ubisoft Deutschland wird die Maßnahmen gegen den illegalen Spiele-Download ausweiten und zukünftig nicht legale Downloads (via Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) oder BitTorrent-Tauschbörse) strafrechtlich verfolgen lassen. Die ermittelten IP-Adressen werden dann an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Vorrangig sollen die so genannten „Erstverbreiter“ erwischt werden, aber auch Personen die Software illegal hoch- bzw. runterladen werden in die Ermittlungen einbezogen. Bereits bei Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas soll dieses Verfahren eingesetzt werden.

„Der zu unserem Leidwesen rege illegale Handel unserer Software im Internet veranlasst uns dazu, weitere Maßnahmen über den klassischen Kopierschutz hinaus zu ergreifen. Ziel dieser Maßnahme ist es, das Unrechtsbewusstsein stärker in den Fokus zu rücken und den Software-Piraten das Handwerk zu legen“, sagt Odile Limpach, Managing Director Ubisoft Deutschland.

Naja, das haben die Firmen doch schon seit längerem gemacht. Ich denke, dass dies nur zur Einschüchterung gesagt wurde, da bei den meisten Leuten sich eine Klage nicht mal lohnen würde. Bei der Masse an Downloader...

vamp
04.12.2006, 12:43
New York City will keine "Raubkopierer" in der Stadt


Meist gelten asiatische Länder als Paradies für Raubkopierer, wo die neuesten Filme, Spiele und Software-Produkte zu Spottpreisen auf der Straße angeboten werden. Doch auch die US-Großstadt New York gehört zu den Orten, an denen Raubkopien auf offener Straße erworben werden können.

So ist der "Big Apple" nicht nur bei Mode und Finanzen die Hauptstadt der USA - satte 43 Prozent aller illegal kopierten DVDs stammen aus New York. Bürgermeister Michael R. Bloomberg will deshalb neue Gesetze schaffen, die strengere Strafen für die Anbieter illegaler Kopien mit sich bringen.

Die von Bloomberg vorgeschlagene Gesetzgebung muss nun vom Stadtrat angenommen werden. Stimmen die Abgeordneten den Regelungen zu, wird das Aufzeichnen eines Films in einem Kino zu einer Straftat, die mit bis zu sechs Monaten Gefängnis und maximal 5000 US-Dollar Geldstrafe geahndet werden kann. Hinzu kommen Zivilstrafen in Höhe von bis zu 5000 US-Dollar.

Bisher wird das illegale Mitschneiden von Filmen in Kinos nur mit 15 Tagen Gefängnis und einer Geldstrafe von maximal 250 US-Dollar geahndet. Ausserdem muss das Vergehen von einem Polizeibeamten beobachtet werden. Nach dem neuen Gesetz könnten Angestellte des Kinos Verdächtige nun so lange festhalten, bis die Polizei eintrifft, um die Person festzunehmen.

Quelle: Winfuture.de (http://www.winfuture.de/news,28814.html)

vamp
06.12.2006, 13:12
USA: 7 Jahre Haft für das Abfilmen von Kinofilmen


In den USA wurde der 36-jährige Johnny Ray Gasca, besser bekannt als "Prince of Piracy", jetzt zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er wurde in den Jahren 2002 und 2003 drei Mal beim Abfilmen von Hollywood-Streifen im Kino erwischt.

Für jede Tat erhielt er eine Haftstrafe von einem Jahr. Die weiteren vier Jahre erhielt er wegen Zeugenbedrohung, Besitz einer gestohlenen Sozialversicherungskarte sowie dem widerrechtlichen Entziehen aus der Obhut seines Anwalts. Er wurde nach den damals geltenden Gesetzen verurteilt.

Wäre er nach dem aktuellen Family Entertainment and Copyright Act of 2005 verurteilt worden, so hätten ihm bis zu zehn Jahre Haft gedroht. Dieses Gesetz macht allein das Mitführen einer Kamera im Kino strafbar, da es als Versuch gewertet wird, eine audiovisuelle Aufnahme anzufertigen.

Gasca soll mit seinen Bootlegs bis zu 4500 US-Dollar pro Woche verdient haben. In seiner Wohnung fand man zwei DVD-Brenner sowie elf Videokameras. Seine Aufnahmen sollen damals von außergewöhnlich guter Qualität gewesen sein.

Quelle: Winfuture.de (http://www.winfuture.de/news,28845.html)

BlackFog
06.12.2006, 15:48
Vielleicht gehört es hier nicht rein, aber oben war ja auch schon von BitTorrent die Rede.

Die offizielle Azureus-Webseite[3] preist momentan noch die Monate alte Version 2.5.0.0 als aktuelles Release an, weist aber bereits auf die neue Seite Zudeo.com Beta powered by Azureus 3.0[4] hin. Bei Zudeo handelt es sich um einen Dienst im Stile von YouTube, die Musik und Videos jedoch nicht in einem auf der Webseite eingebetteten Flash-Player abspielt, sondern per Klick einen Torrent-Download anstößt und nach erfolgtem Download im integrierten Player wiedergibt.

Während YouTube Qualität, Laufzeit und Größe der Videos beschränkt, um Bandbreite zu sparen, kann Zudeo aus den Vollen schöpfen – komplette DVD-Images (wie der Star-Wars-Fanfilm "Reign of the Fallen"), Konzertmitschnitte (von Sigur Rós[5] selbst eingestellt) und Videos in HDTV-Auflösung sind an der Tagesordnung. Hier spielen die Azureus-Macher den Vorteil des zu grundliegenden rasanten Dateiverteilers BitTorrent aus. Zwar bieten Nachwuchskünstler auch Musik auf Zudeo an, dennoch liegt der Fokus von Zudeo auf Videos, die in die Kategorien HD, Films, Animation, Fan Films, Trailer und "Tony Hawk Boom Boom Sabotage" fallen.

De facto haben die Azureus-Entwickler, die im Sommer Risikokapital[6] für den Ausbau ihrer Software zu einer legalen Audio- und Videodistributionsplattform erhalten haben, die Zudeo-Oberfläche mit integrierter Suchfunktion über Azureus 2.5.0.0 gestülpt. Erst wenn man in den Advanced-Modus wechselt, erkennt man den altbekannten Azureus-Client wieder. Das Publizieren erfolgt aus dem Client heraus und wurde stark vereinfacht. Momentan können alle Nutzer auf die publizierten Dateien zugreifen. Eine Möglichkeit, Videos nur einem begrenzten Nutzerkreis zur Verfügung zu stellen, ist geplant.

Damit man etwas auf Zudeo veröffentlichen kann, muss man sich, wie bei anderen Video-Communities auch, bei dem Dienst registrieren. Die Beta spuckt bei Klicks auf bestimmte Links mitunter noch Fehlermeldungen aus, funktioniert aber grundsätzlich recht gut.
(vza[7]/c't) (vza/c't)

URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/82088

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/bilder/82088/0/1
[2] http://www.heise.de/bilder/82088/0/1
[3] http://azureus.sf.net
[4] http://www.zudeo.com
[5] http://www.sigur-ros.is/
[6] http://www.heise.de/newsticker/meldung/76104
[7] vza@ct.heise.de

Voodoo
06.12.2006, 16:05
coole Sache. Danke für info!

vamp
07.12.2006, 14:34
Microsoft-Software für 29 Mio. Dollar illegal verkauft


Microsoft versucht seit Jahren mit allen Mitteln gegen den illegalen Vertrieb seiner Software-Produkte vorzugehen. Nun kann das Unternehmen einen weiteren Erfolg verbuchen. Die US-Bundesbehörden berichten, dass man drei Personen schuldig gesprochen hat, die im großen Stil Microsoft-Software illegal vertrieben haben.

Die beiden Männer und eine Frau kauften die Produkte zu stark vergünstigten Preisen, die eigentlich für Universitäten und andere Bildungseinrichtungen gedacht sind. Später wurde die Software dann an normale Endkunden weiterverkauft. Die drei Beschuldigten wurden deshalb nun wegen Verschwörung und Betrug verurteilt.

Die Höhe ihrer Strafe soll erst im März festgelegt werden. Nach Angaben der Behörden hat das Trio in den Jahren zwischen 1999 und 2001 Software im Gesamtwert von mehr als 29 Millionen US-Dollar vertrieben. Sie schufen Scheinfirmen, um andere Unternehmen aufzukaufen, die autorisiert waren, Software zu vergünstigten Preisen für den Verkauf an Bildungseinrichtungen zu erwerben.

Microsoft verlor durch den Betrug der drei Verurteilten über die Jahre insgesamt 60 Millionen US-Dollar Einnahmen. Die Beschuldigten wollen nun gegen ihre Verurteilung Rechtsmittel einlegen, weil sie der Meinung sind, legal gehandelt zu haben.

Quelle: Winfuture.de (http://www.winfuture.de/news,28885.html)

vamp
14.12.2006, 10:00
Werden Festplatten künftig online durchsucht?


Laut eines Berichts der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung könnte ein digitaler Lauschangriff bald vollkommen normal sein. Geht es nach dem Willen des Bundesinnenministeriums, soll das Bundeskriminalamt ganz offiziell die Erlaubnis bekommen, online Festplatten von Surfern zu durchsuchen. Wie das geschieht, bleibt aus "ermittlungstechnischen Gründen" im Verborgenen.

Interessant sind die aufkommenden Spekulationen, wie das BKA online fremde Festplatten durchsuchen will. Eine Möglichkeit wäre das konsequente Ausnutzen von Sicherheitslöchern und Einschleusen von Trojanern. Laut Microsoft gibt es in Windows nämlich keine offizielle "Hintertür", durch die Ermittler auf einen beliebigen PC zugreifen können, ohne dass der Nutzer etwas davon merkt.

Bereits jetzt soll dieses Verfahren schon angewendet werden - in Einzelfällen - aber lediglich nach Absprache mit Staatsanwaltschaft und richterlicher Anordnung, so ein Pressesprecher des BKA. Unbescholtene Bürger brauchen demnach keine Angst haben, dass die eigene Festplatte willkürlich durchsucht wird.


Quelle: Gamestar.de (http://www.gamestar.de/news/vermischtes/bundeskriminalamt/1466810/bundeskriminalamt.html)

vamp
14.12.2006, 13:49
Symantec fordert 15 Mio. Dollar von Raubkopierern


Symantec hat nach eigenen Angaben gestern eine Klage gegen eine Reihe von Firmen und Privatpersonen eingreicht, die beschuldigt werden, durch raubkopierte Software rund 15 Millionen US-Dollar eingenommen zu haben. Zuvor war zwei Jahre lang gegen die Beschuldigten ermittelt worden.

Die acht Firmen, drei Privatpersonen und weitere Beteiligte sollen ein weltweites Vertriebssystem für gefälschte Software betrieben haben, bei dem die Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada als Hauptabsatzmärkte genutzt wurden. Symantec wirft den Beschuldigten nun Marken- und Urheberrechtsverletzungen, Betrug, fehlleitende Werbung und unlauteren Wettbewerb vor.

Während der vorangegangenen Ermittlungen, wurden laut Symantec von den Behörden mehr als 100000 unrechtmäßige Kopien von Software des Unternehmens beschlagnahmt. Darunter waren auch die populärsten Symantec-Produkte wie Norton AntiVirus, Norton Systemworks und Norton Internet Security. Symantec fordert nun 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz und eine dauerhafte Unterlassungsverfügung.

Quelle: Winfuture.de (http://www.winfuture.de/news,29011.html)

Voodoo
14.02.2007, 14:19
2.300 Euro Geldbuße für Familienvater


Wegen dem unerlaubten Herunterladen von Spielen, Musik und Filmen hat das Amtsgericht Meschede einem 35-jährigen Familienvater eine Geldbuße von 2.300 Euro auferlegt. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag berichtete, stellte das Gericht gleichzeitig das Verfahren wegen Verletzung des Urheberrechts ein. Bei dem Mann waren bei einer Wohnungsdurchsuchung 86 illegal kopierte Spiele, Musiktitel und Filme auf DVD gefunden worden.

Die relative geringe Geldstrafe begründete der Richter mit dem Verweis auf noch ausstehende Forderungen der Rechteinhaber in Höhe von »ein paar tausend Euro«. Zudem gebe es beim Thema »Raubkopie« ein nicht besonders großes Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung. »Wenn man wahllos eine Durchsuchung machen würde, würde man vermutlich bei jedem Zweiten eine gebrannte CD finden«, sagte der Richter. Der Angeklagte war der Polizei aufgefallen, weil er auf seiner eigenen Internetseite ein geschütztes Software-Programm angeboten hatte.

Voodoo
21.02.2007, 15:20
Telekom speichert IP-Adressen nur noch sieben Tage


Ohne jegliche Ankündigungen haben die großen deutschen Internetprovider jetzt den Umgang mit den Verbindungsdaten ihrer Kunden geändert. Das berichtet das Online-Magazin heise.de. Demnach werden IP-Adressen nur noch für maximal sieben Tage gespeichert.

Bisher sollen die T-Com und Arcor mit der Umstellung begonnen haben. Alle Anfragen von Strafverfolgern, die sich auf Daten beziehen, die älter als sieben Tage sind, laufen ins Leere. Ein Sprecher der T-Com bestätigte dies inzwischen: "Die T-Com wird ihre Praxis zur Speicherung von IP-Adressen dahingehend ändern, dass IP-Adressen künftig statt 80 Tage nur noch sieben Tage gespeichert werden."

Der Grund für diese Änderung dürfte der Ausgang eines Rechtstreits aus dem Jahre 2003 sein. Holger Voss wurde aufgrund eines Forenbeitrags verklagt. Nachdem er in diesem Fall gewonnen hatte, klagte er gegen seinen Provider T-Online, der seine Verbindungsdaten entgegen den Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes über einen Zeitraum von 80 Tagen abgespeichert und der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt hatte. Er argumentierte, dass dies nicht nötig sei, da er per Flatrate im Internet surfe. Zum Schluss siegte er damit vor dem Bundesgerichtshof.

"Die Konsequenz dieser neuen Praxis ist, dass sogar große Ermittlungsverfahren scheitern können. Für uns ist das sehr problematisch, Betrügen im Internet wird nun leichter", sagte der Osnabrücker Staatsanwalt und Sonderdezernent für Internet-Kriminalität Jürgen Lewandrowski.

Deadman
21.02.2007, 19:57
Ich weiß ja nicht?
Freuen mich diese Nachrichten jetzt?
Irgendwie... Ja!
Weniger glässern für andere sein ist doch was feines...

Deadman
09.03.2007, 18:51
Bundesrat für leichtere Enttarnung von Urheberrechtsverletzern

Der Bundesrat (http://www.bundesrat.de/) hat sich gemäß den Wünschen der Musikindustrie (http://www.heise.de/newsticker/meldung/84274) für die Streichung des Richtervorbehaltes bei den geplanten AuskunftsAnprüchen gegen Internetprovider über Nutzerdaten und für eine Erhöhung der Schadensersatzregelung bei Verstößen etwa gegen Urheber-, Marken- oder Patentrechte ausgesprochen. In ihrer Plenarsitzung am heutigen Freitag in Berlin stimmten die Länderchefs für die entsprechenden Empfehlungen des Rechtsausschusses. Die Länderkammer fordert demnach eine deutliche Verschärfung des heftig umstrittenen Regierungsentwurfs (http://www.heise.de/newsticker/meldung/84214) zur einfacheren zivilrechtlichen Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte. Hauptzielrichtung des Vorstoßes ist es, Urheberrechtsverletzer im Internet leichter zu enttarnen.
... (http://www.heise.de/newsticker/meldung/86487)

Deadman
11.03.2007, 22:42
Technische Optionen für die Online-Durchsuchung



Datenschützer schlagen Alarm: Die von Politikern und anderen geforderten Online-Durchsuchungen könnten Kollateralschäden bei der allgemeinen Computersicherheit produzieren, die in keinem Verhältnis zur technischen Maßnahme der Ermittler stehen würden, warnte (http://www.heise.de/newsticker/meldung/86401) kurz vor der Konferenz der Datenschützer diese Woche Johan Bizer, der stellvertretende Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein. Und in einer Entschließung (http://www.heise.de/newsticker/meldung/86496) der Konferenz selbst wenden sich die Datenschützer gegen "staatliches Hacking". Die Privatsphäre dürfe nicht ausgehöhlt werden, hieß es.
<table align="center" border="0" cellpadding="3"><tbody><tr><td> <noscript>http://bs.serving-sys.com/BurstingPipe/BannerSource.asp?FlightID=194694&Page=&PluID=0&Pos=8533 (http://bs.serving-sys.com/BurstingPipe/BannerRedirect.asp?FlightID=194694&Page=&PluID=0&Pos=8533) </noscript> http://oas.wwwheise.de/RealMedia/ads/adstream_lx.ads/www.heise.de/newsticker/meldungen/sw-technik/1218333175/Middle2/ibm05_10nste_07/ibm05_11nste_07_script.html/35356230373166663435663436363430?_RM_EMPTY_</td> </tr> </tbody></table> Rein technisch wären Online-Durchsuchungen machbar, allerdings ergibt sich für die Behörden ein unlösbarer Interessenkonflikt: Einerseits fordern und fördern sie Sicherheitsmaßnahmen, auf der anderen sind es genau diese Sicherheitsmaßnahmen, die ihnen den Zugriff auf die gewünschten Information verwehren. Entweder verbietet man effiziente Schutz-Software oder man versucht genau diese Schutz-Software immer wieder auszutricksen – und findet sich dabei in der Gesellschaft von Kriminellen wieder.


Quelle: heise.de (http://www.heise.de/newsticker/meldung/86537)

Deadman
13.03.2007, 12:29
Microsoft schielt auf die "Softwarepiraten"



Jeff Raikes (http://www.microsoft.com/presspass/exec/jeff/default.mspx), Chef der Business Division bei Microsoft, geht davon aus, dass ein Teil der Software-Piraterie dem Konzern helfen in dem sie Microsoft Produkte an jene Benutzer bringt, die sonst garnicht damit in Kontakt gekommen wären.
So will man zwar auch weiterhin gegen Raubkopien vorgehen, was auch soweit verständlich ist, allerdings in dem Maße, dass man versuchen wird aus illegalen Kunden zahlende Kunden zu machen.
Eine Umsetzung dieser Idee sei das Konzept "Pay-as-you-go-Software" für Menschen mit niedrigem Einkommen.

Sgt Ultra
18.05.2007, 18:35
Fast schon absurd klingt ein neuer Gesetzesvorschlag des amerikanischen Justizministers Alberto Gonzales.

Nicht die Tat zählt, sondern der Gedanke: So oder so ähnlich muss der amerikanische Justizminister Alberto Gonzales bei seinem neuen Gesetzes-Vorschlag gedacht haben. Herausgekommen ist der "Intellectual Property Protection Act of 2007", über den sich sicherlich nur die Copyright-Lobby freuen kann.

Allein schon der Versuch eine illegale Kopie zu erstellen soll von nun an gerichtlich verfolgt werden. Das möchte Gonzales zumindest durchsetzen. Mit bis zu 10 Jahren Gefängnisaufenthalt sollen seiner Meinung nach Menschen bestraft werden, die versuchen eine CD zu brennen.

Härter trifft es da nur noch Softwarepiraten. Wer eine illegale Version von Windows nutzt kann unter Umständen damit rechnen lebenslang hinter Gittern zu kommen. Als Beispiel für so einen Fall nannte Gonzales "die Nutzung eines Piraten-Betriebssystems in einem Krankenhaus". Die US-Heimatschutzbehörde und sogar das FBI sollen verstärkt nach Software-Verbrechern fahnden.


:eek: ähm, Hallo? :stupid2: Erklär mir dann mal bitte einer die relation zu einem Lebenslängliche weggesperrten Mörder/Vergewaltiger o.ä.

Deadman
18.05.2007, 18:40
Die Relation liegt in der finanziellen Schwere der Brieftaschen der Musikindustrie zur der der Vergewaltigten/Ermordeten.
Lobbyismus ist schon lange ausgeufert.

MaX PoWeR
18.05.2007, 22:46
Der Mörder/Vergewaltiger kriegt halt 2 x lebenslänglich :eek:

Nirvana
19.05.2007, 15:39
zumindest ist jetzt klar, wer Gonzales den Wahlkampf bezahlt (und wahrscheinlich noch mehr als das) ;)

Voodoo
29.05.2007, 14:17
Illegale Tauschbörse ausgehoben

Im Rahmen einer nahezu bundesweiten Durchsuchungsaktion konnten die Behörden in der vergangenen Woche Beweismaterial für eine illegale BitTorrent-Tauschbörse sicherstellen. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf einen 38-jährigen Verdächtigen aus Oberboihingen (Kreis Esslingen, Baden-Württemberg), der in der Vergangenheit schon einmal in das Visier der Fahnder geraten war. Er steht nun unter dringendem Tatverdacht, urheberrechtlich geschützte Filme und Computerspiele über das Internet vertrieben zu haben.

Die Untersuchungen waren schon im März 2007 aufgenommen worden, nachdem die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberverletzungen (GVU) den Behörden Hinweise auf ein Computerspiel mitgeteilt hatte, das bereits vor der offiziellen Markteinführung im Internet angeboten worden war. Die Polizeidirektion Esslingen und die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hatten daraufhin Ermittlungen aufgenommen, die schließlich zu dem Verdächtigen führten. Zeitgleich mit dessen Wohnung in Oberboihingen wurden am Dienstag den 22. Mai zehn weitere Objekte in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchsucht.

Nach den vorläufigen Erkenntnissen der Behörden soll eine Gruppe von Personen rund um den Verdächtigen über verschiedene angemietete Rechner mit den entsprechenden Speicher- und Upload-Kapazitäten ein BitTorrent-Netz betrieben haben, über das illegal urheberrechtlich geschützte Filme und Spiele verbreitet wurden, meldet die Lokalzeitung Der Teckbote in ihrer Online-Ausgabe. Die Ermittlungen der Behörden sowie die Auswertung des sichergestellten Materials sind noch nicht abgeschlossen. Den Tatverdächtigen droht jedoch zumindest eine Klage wegen Verletzung des Urheberrechtes – gegebenfalls kommen auch Schadenersatzforderungen der betroffenen Rechteinhaber hinzu.

Heise Online (http://www.heise.de/newsticker/meldung/90266)

Voodoo
09.07.2007, 13:39
Schwedische Polizei will The Pirate Bay sperren lassen

Der schwedische BitTorrent-Tracker The Pirate Bay ist wohl das populärste Angebot seiner Art. Im Mai letzten Jahres sorgte die Beschlagnahmung der Server der "Piratenbucht" für Aufregung, als die schwedische Polizei in einer beispiellosen Aktion gegen den Tracker vorging.

Die Beschlagnahmung hat jedoch offenbar wenig Wirkung gezeigt, denn das Angebot war nie wirklich beschränkt worden. Jetzt will die Polizei offenbar einen weitere Versuch starten, um den Betreibern von The Pirate Bay das Leben schwer zu machen und den Zugriff für Nutzer aus Schweden zu unterbinden.

Dazu soll The Pirate Bay als Anbieter von Kinderpornographie eingestuft werden und von schwedischen Internet-Providern freiwillig gesperrt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der dortigen Piratenpartei. Die Entscheidung soll in dieser Woche Fallen, wobei sich die Polizei offenbar auf bestimmte Inhalte bezieht, die nach Angaben der Betreiber aber nicht vorhanden sind.

Voodoo
15.07.2007, 10:03
Sexfilmer wollen gegen illegale Downloads vorgehen

Die amerikanische Filmindustrie versucht seit Jahren gegen die illegale Verbreitung, ihrer Produkte vorzugehen. Fast alle großen Filmfirmen engagieren sich in dieser Hinsicht, nur ein ganz bestimmter Sektor war bisher kaum aktiv - die Pornobranche.

Dies soll sich nun allerdings ändern. Eine Gruppe großer Firmen, die Sexfilme herstellen, hat sich zur sogenannten Global Anti-Piracy Agency zusammengeschlossen. Diese soll gegen den "Diebstahl von Inhalten, illegale Downloads aus dem Internet und illegal vervielfältigte DVDs" Vorgehen.

Angeblich kosten illegale Downloads, Filesharing und andere Arten von "Piraterie" die Unternehmen aus dem Bereich der Erwachsenenunterhaltung jährlich rund zwei Milliarden US-Dollar an verlorenen Umsätzen. Man will jedoch nicht gegen den einzelnen Anwender vorgehen, der möglicherweise ab und zu einen Film herunterlädt, sondern hat eher die Betreiber von Filesharing-Systemen im Visier.

Bis zum September dieses Jahres will man die neue Organisation zu einem schlagkräftigen Verband ausbauen. Offenbar will man ab diesem Zeitpunkt aktiv gegen die illegalen Downloads von nicht jugendfreien Inhalten vorgehen. Dass die Sexindustrie bei der US-Regierung aktives Lobbying betreiben will, scheint eher fraglich.

Nirvana
21.08.2007, 14:25
5 Jahre Haft für Raubkopierer ?!

Kaum im Kino, schon im Internet. Das ist zum Ärger der Filmindustrie der übliche Weg, den vor allem Blockbuster nehmen. In Australien könnte das einem jungen Mann zum Verhängnis werden: Der 21-Jährige habe Ende Juli in einem Kino in Sydney den Film "Die Simpsons" mit seiner Handykamera abgefilmt und die Datei online gestellt, so der Vorwurf der Polizei.

Zwar wurde das Material schon nach wenigen Stunden gelöscht, war bis dahin aber schon ein paar Tausend Mal heruntergeladen worden. So fand die erste illegale "Simpsons"-Kopie schnell ihren Weg auch in Tauschbörsen wie BitTorrent.

Nach Hinweisen der Filmproduktionsfirma 20th Century Fox führte die Polizei eine Razzia durch und verhaftete den Mann, dem nun bis zu fünf Jahre Haft wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht drohen. Der australische Verband gegen Urheberrechtsverletzungen gibt sich branchentypisch gnadenlos: Eine einzige Kopie könne, einmal in Umlauf gebracht, massive wirtschaftliche Schäden bei Kinobetreibern und Videotheken verursachen.

Muss ja ne tolle Kopie sein, mit einer Handykamera :stupid2:

Voodoo
21.08.2007, 14:29
naja, meine Handykamera hat eine Auflösung von 5 Megapixel. Da geht schon eine gute Qualität. Allerdings find ich das jetzt stark übertrieben. Ich tippe auf eine absichtlich gestreute Fehlinformation von den Medien, um die User zu verschrecken.

Nirvana
21.08.2007, 14:48
Die Kamera kann von mir aus auch 20 Megapixel haben ... das bringt doch eh alles nichts mehr bei diesen Miniobjektiven. Mein Handy hat auch ne Kamera mit integriert (2 oder 3 Megapixel). Wenn ich damit ein VIDEO (kein Foto) aufnehme, kann man sich das vll. noch ganz nett im Display des Handys anschauen, alles andere (doppelte Größe auf dem Rechner als Bsp.) ist schon mehr als unscharf und verschwommen.

Voodoo
21.08.2007, 14:58
jo, da ist meine schon schärfer. Hat auch eine Carl Zeiss Linse oder Objektiv drin. Aber kommt natürlich nicht annährend an richtige Kameras ran. Aber ich finde dennoch, dass diese angebliche Strafe (ich bin mir fast sicher, dass dies nicht stimmt) deutlich deeeeeeeeeeeeeeeeeutlich übertrieben ist. Man muss das mal mit anderen Strafen vergleichen. Zum Beispiel von Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder usw. Und das nur wegen einer Handyaufnahme?

greenmachine
21.08.2007, 17:27
Aber ich finde dennoch, dass diese angebliche Strafe (ich bin mir fast sicher, dass dies nicht stimmt) deutlich deeeeeeeeeeeeeeeeeutlich übertrieben ist. Man muss das mal mit anderen Strafen vergleichen. Zum Beispiel von Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder usw. Und das nur wegen einer Handyaufnahme?

Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen! Das ist wohl sehr übertrieben. :stupid2:
Ich bezweifle auch dass des stimmt....

MaX PoWeR
21.08.2007, 18:39
Ich sag nur "Noch 4 mal singen" :D

Und das Problem bei den Digicams ist ja meistens, das die integrierten Chips gar nicht in der Lage sind, XXMegapixel zu verarbeiten, was sich dann in unterbelichteten Bildern oder anderen Unannehmlichkeiten auswirkt. Aber ne hohe Zahl ist halt nen tolles Verkaufsargument :top:

Voodoo
28.08.2007, 14:05
Torrent-Suchmaschine TorrentSpy sperrt US-Nutzer

BildSeit gestern Abend blockiert die Torrent-Suchseite TorrentSpy.com alle Suchanfragen aus den USA. Grund dafür ist ein Rechtsstreit der Seitenbetreiber mit der MPAA, einer Art US-amerikanischen GEMA für Filme, so meldet es Torrentfreak.com.

Versuchen US-Internetnutzer auf TorrentSpy.com zuzugreifen, so bekommen sie seit gestern folgende Meldung zu lesen:
"Sorry, but because you are located in the USA you cannot use the search features of the Torrentspy.com website. Torrentspy’s decision to stop accepting US visitors was NOT compelled by any Court but rather an uncertain legal climate in the US regarding user privacy and an apparent tension between US and European Union privacy laws."

Die Gründe dafür sind laut Torrentfreak in einem Rechtsstreit zwischen den Betreibern der Website und der Motion Picture Association of America zu suchen. So fordert die MPAA, dass die Seitenbetreiber alle Informationen, die sich auch nur kurzzeitig im RAM des Webservers befinden, dauerhaft gespeichert und ihnen zur Verfügung gestellt werden. So wäre es also der MPAA möglich jeden, der eine Torrent-Datei von der Website lädt, zurückzuverfolgen.

Um nun der MPAA die Grundlage für Klage zu entziehen und so den übrigen TorrentSpy-Nutzern auch weiterhin Anonymität garantieren zu können, habe man sich für diesen radikalen Schritt entschieden, so Justin Bunnell, Besitzer von TorrentSpy.com. Bei dieser Maßnahme soll es sich um einen dauerhaften Schritt halten. Welche Auswirkungen das auf die Seite selbst haben wird ist noch nicht abzusehen: 15 Prozent der Seiten-Hits kamen bisher aus den USA.
Quelle Winfuture

Ich benutz sowas wie TorrentSpy zwar nicht, finde diese Entscheidung aber auf jeden Fall super :top:.

Nirvana
28.08.2007, 16:47
also ich benutze torrentspy schon ab und zu, allerdings wirst du dort bei suchanfragen eh meistens auf andere tracker verlinkt, in sofern haben die auch nicht die daten bzw. wissen überhaupt ob die files dann gezogen wurden ;)

aber wenn das so anfängt wird es die seite wohl bald garnicht mehr geben. wenn mpaa das per drohenden rechtsstreit erwirkt wird sich die gema etc. auch nicht lange lumpen lassen ... ;)

MaX PoWeR
28.08.2007, 18:26
Nen Proxi könnte Abhilfe schaffen ^^

Voodoo
24.09.2007, 13:27
"The Pirate Bay" zeigt Film-, Musik- & Spielefirmen an

BildDer nach eigenen Angaben größte BitTorrent-Tracker der Welt "The Pirate Bay" ist der Musik- und Filmindustrie schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Dies liegt nicht nur daran, dass viele geschützte Inhalte über den Tracker illegal heruntergeladen werden können.

Ein weiterer Grund dürften die vielfältigen Aktivitäten der Betreiber sein, mit denen sie gegen Urheberrechte kämpfen und diese mit schöner Regelmäßigkeit wissentlich und meist medienwirksam missachten. Jetzt setzen die Pirate-Bay-Macher zum nächsten Schlag an - sie verklagen die Musik- und Filmindustrie.

Nachdem in der vergangenen Woche zahlreiche Informationen über die Firma MediaDefender ins Internet gelangten, will man nun genügend Anhaltspunkte für Rechtsverstöße auf Seiten der Musik- und Filmfirmen gefunden haben. MediaDefender ist ein Dienstleister, der mit allerlei Maßnahmen versucht, Filesharer dingfest zu machen.

Kürzlich gelangten Teile des internen E-Mail-Verkehrs des Unternehmens ins Internet. Anhand der Daten soll sich belegen lassen, dass die Medienfirmen in ihrem Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen ihrerseits ebenfalls gegen gültige Gesetze verstoßen haben.

Die Betreiber von The Pirate Bay haben die E-Mails nun durchgesehen und eine Reihe von Musik- und Filmfirmen ausfindig gemacht, die sie nun beschuldigen, mit illegalen Methoden gegen ihre "Gegner" vorgegangen zu sein. Unter anderem wirft man den Firmen vor, Infrastruktur sabotiert, Denial-of-Service-Attacken durchgeführt, Spam-Mails verschickt und Hack-Angriffe gestartet zu haben.

Die gesammelten Informationen sollen mittlerweile an die schwedische Polizei weitergeleitet worden sein, da The Pirate Bay in unserem skandinavischen Nachbarland beheimatet ist. Dementsprechend richten sich die Ansprüche der Betreiber auch gegen die Niederlassungen der Musik- und Filmkonzerne in Schweden.

Folgende Unternehmen will The Pirate Bay verklagen: Twentieth Century Fox, Sweden AB
Emi Music Sweden AB
Universal Music Group Sweden AB
Universal Pictures Nordic AB
Paramount Home Entertainment (Sweden) AB
Atari Nordic AB
Activision Nordic (Filiale von Activision (UK) Ltd)
Ubisoft Sweden AB
Sony Bmg Music Entertainment (Sweden) AB
Sony Pictures Home Entertainment Nordic AB
Wie sich unschwer erkennen lässt, haben die Kläger es auch auf die Spielepublisher Atari, Activision und Ubisoft abgesehen. Darüber hinaus sind offensichtlich auch alle großen Plattenfirmen und Hollywood-Studios ins Fadenkreuz der Piratenbuchtler geraten. Ob die schwedischen Behörden nun tatsächlich Ermittlungen aufnehmen werden, bleibt zunächst abzuwarten.
Quelle Winfuture (http://www.winfuture.de/news,34545.html)

BlackFog
24.09.2007, 15:41
Auch hier kann ich nur wieder: :applaus: :top:


BlackFog

Voodoo
15.10.2007, 11:40
AnyDVD - mit KI gegen DVD-Kopierschutz

Bild vom CoverSlysofts (http://www.slysoft.com/de/)"AnyDVD" soll nun mit künstlicher Intelligenz (KI) neue DVD-Kopierschutzmechanismen auch selbst aufspüren und umgehen können. In nur ein paar Sekunden analysiere die Software die DVD-Struktur und könne mit Hilfe von ausgefeilten Regeln und Ausnahmen "entscheiden" wie genau der Kopierschutz der gerade eingelegten Spielfilm-DVD umgangen werden kann.

Slysoft (http://www.slysoft.com/de/)-Chef Giancarlo Bettini erklärte in einer Pressemitteilung stolz, dass es neue KI-Scanner in AnyDVD dem Nutzer ermöglicht, selbst dann Backups der eigenen DVD-Filme zu machen, wenn eine neue Kopierschutz-Technik eingesetzt würde: "Wir glauben dass der KI-Scanner selbst mit noch unveröffentlichten Kopierschutzsystemen funktioniert, deshalb sehen wir ihn als zukunftssichere Technik. " Selbstbewußt fügt Bettini hinzu "Das ist wirklich eine schwer zu knackende Nuss für die Kopierschutzindustrie."

Erstmals zum Einsatz kommt der neue KI-Scanner (engl. AI Scanner) mit der gerade erschienenen AnyDVD-Version 6.1.8.4 2007 10 11. Er ergänzt die Umgehungsroutinen für bereits bekannten Kopierschutzmechanismen, von denen Slysoft wieder einige neue erkannt und geknackt hat. Verbessert worden sein soll auch das CSS-Brute-Force-Cracking, das nun beispielsweise besser in Verbindung mit Arccos-, RipGuard-, ProtectDVD- und FluxDVD-Systemen funktionieren soll. Auch im Bereich HD DVD und Blu-ray Disc wurde wieder eine Untersützung für neue Titel hinzugefügt - und ein Fehler mit dem Magic File Replacement beseitigt.

Slysoft (http://www.slysoft.com/de/)beschreibt das eigene Windows-Tool als Meisterstück in einem "nie endenden Kampf gegen die Hersteller von DVD-Kopierschutzsystemen". Da AnyDVD den Kopierschutz von Blu-ray Disc, HD DVD, DVD und Audio-CD umgeht ist der Einsatz in vielen Ländern verboten, beispielsweise in USA und auch Deutschland. Das ist auch der Grund, warum Slysoft seinen Firmensitz seit einiger Zeit in Antigua hat, einer Karibik-Insel der Kleinen Antillen mit weniger scharfen Urheberrechtsgesetzen.

AnyDVD entfernt bei DVD-Filmen nicht nur zur Laufzeit den Kopierschutz, sondern umgeht auch Beschränkungen wie Ländercodes und sonstige Zwangseinstellungen, etwa erzwungene Untertitel. Das ist zwar vor allem für Cineasten interessant, die sich Importfilme kaufen und am PC anschauen, andererseits kann der Ländercode auch mit einem billigen Zweit-DVD-Laufwerk mit anderer Ländercode-Einstellung legal umgangen werden.

Die Umgehung von Kopierschutzsystemen ist allerdings hierzulande verboten (http://irights.info/index.php?id=560).
Quelle Golem (http://www.golem.de/0710/55362.html)

BlackFog
15.11.2007, 16:16
Humoristisch verpackt, aber sehr interessant! :top: (Dauer: 70 min)

<embed style="width:400px; height:326px;" id="VideoPlayback" type="application/x-shockwave-flash" src="http://video.google.com/googleplayer.swf?docId=-199979126191267419&hl=de" flashvars=""> </embed>

Wenns hier nicht paßt, einfach verschieben... ;)


BlackFog

clubic
15.11.2007, 19:54
sher lustiges aber vorallem interessantes video :)

was ist denn das beste prog um die festplatte zu verschlüsseln ? :)

Deadman
15.11.2007, 21:17
Truecrypt.

Aber wirklich sehr informatives Video. Da lohnen sich die vollen 70 Minuten

greenmachine
15.11.2007, 22:44
Sehr interessantes und hilfreiches Video! :top:

Voodoo
16.11.2007, 08:56
Für XP find ich auch Lockfolder XP (http://www.everstrike.com/) sehr gut.

BlackFog
16.11.2007, 14:23
was ist denn das beste prog um die festplatte zu verschlüsseln ? :)

Mit genau der gleichen Frage wollte ich mich die Tage auch beschäftigen! :D


Truecrypt.

Danke für den Tipp Deadman.


BlackFog

Voodoo
16.11.2007, 14:27
Truecrypt ist das beste kostenlose Tool für sowas.

clubic
16.11.2007, 15:07
muss ich mich nächste woche mal mit beschäftigen :)
Man sollte es den leuten ja im schlimmsten Flal nicht zu einfach machen :)

MaX PoWeR
16.11.2007, 19:13
Für XP find ich auch Lockfolder XP (http://www.everstrike.com/) sehr gut.

Nutzt Du das? Ich finde, die Beschreibung klingt gut, aber ich hab irgendwie Sorgen, dass das Ressourcen verbraucht und mir das Leben am PC nicht unbedingt erleichtert.

Voodoo
16.11.2007, 19:36
es verbraucht so gut wie keine resourcen. Es manipuliert das Betriebssystem, so dass es den gewünschten Effekt erzielt. Wie gut die Verschlüsselung ist, kann ich jedoch nicht sagen. Hab ich noch nicht ausprobiert.

Voodoo
29.01.2008, 16:02
GEMA siegt gegen Rapidshare

Gericht sieht hauptsächlich nicht legale Nutzung

BildNach Ansicht des Düsseldorfer Landgerichts ist der Filehoster Rapidshare für die Inhalte verantwortlich, die über seine Server getauscht werden. Das Gericht hat Rapidshare deshalb dazu verpflichtet, die abgelegten Inhalte zu kontrollieren und "auch solche Maßnahmen zu ergreifen, welche die Gefahr beinhalten, dass ihr Geschäftsmodell deutlich unattraktiver wird oder sogar vollständig eingestellt werden muss".
Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass der Dienst für die Verbreitung urheberrechtsgeschützter Inhalte "besonders gut geeignet" sei und deshalb auch "nicht hauptsächlich für legale Aktivitäten genutzt" werde. Rapidshare wiederum ziehe aus dieser Nutzung einen finanziellen Vorteil "in nicht unerheblicher Weise".

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) begrüßte (http://www.gema.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/?tx_ttnews[tt_news]=688&tx_ttnews[backPid]=73&cHash=2c827de5c9)das Urteil vom 23. Januar 2008 (AZ 12 O 246/07). "Diese Entscheidung ist ein Meilenstein im Kampf gegen die illegale Nutzung unseres Repertoires", kommentierte GEMA-Chef Harald Heker. "Sie setzt ein klares Signal, dass Dienste, die von unrechtmäßigen Nutzungen unserer Werke finanziell profitieren, umfassende Maßnahmen zum Schutz der Rechteinhaber ergreifen müssen und sich einer Haftung nicht einfach durch Verweis auf das Handeln der einzelnen Nutzer entziehen können."

Die GEMA sieht sich nun darin bestärkt, auch gegen andere, vergleichbare Dienste vorzugehen. Bereits im März 2007 urteilte das Landgericht Köln, dass Rapidshare für die Urheberrechtsverletzungen seiner Nutzer verantwortlich sei. Allerdings hob das Oberlandesgericht Köln im September 2007 das Urteil des Landgerichts teilweise auf und lockerte die Sorgfaltspflicht von Rapidshare.

Rapidshare stellt online Speicherkapazität zur Verfügung. Nutzer können Daten auf diesen Speicher hochladen und anderen zugänglich machen. Das Hochladen ist dabei kostenlos, für einen schnellen und problemlosen Abruf verlangt Rapidshare hingegen ein monatliches Entgelt. Rapidshare beruft sich darauf, dass die Nutzer für die von ihnen bereitgestellten Inhalte selbst haften.
Quelle Golem.de (http://www.golem.de/0801/57316.html)

clubic
29.01.2008, 16:29
Der Kampf gegen Windmühlen geht weiter...

PS.: dann stehen die Server halt in der Schweiz, Aut, Holland, Polen, ... wenn störts?

Hades
29.01.2008, 17:40
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte von Raubkopierern gestärkt. Demnach müssen Internetanbieter die Verbindungsdaten von Filesharern nicht gegenüber der Musik- und Filmindustrie Preis geben, damit diese Urheberrechtsverletzungen rechtlich verfolgen kann. Damit stärkten die Richter den Datenschutz im Internet, der auch für Musikpiraten gilt.

Spanische Rechteverwerter wollten gerichtlich durchsetzen, dass das Telekomunternehmen Telefónica die Adressen von Kunden herausgeben muss, die im Internet Musikstücke tauschen (Rechtssache C-275/06). Der EuGH urteilte nun, dass das Urheberrecht von Musikproduzenten den Datenschutz im Internet nicht aushebeln dürfe. Vielmehr müsse eine angemessene Balance zwischen Urheberrecht und Datenschutz gefunden werden


Quelle: t-online.de (http://computer.t-online.de/c/14/08/62/66/14086266.html)

Voodoo
29.01.2008, 17:44
wow, das wäre ja super. gleich m al nachverfolgen.

Nirvana
29.01.2008, 20:57
die Frage ist was zählt jetzt für uns in Deutschland ... hier wird es ja allgemein bekannt nicht so gehandelt. Erstens werden die Daten generell für ein halbes Jahr von den Providern gespeichert und zweitens sogar die Adressen bei entsprechenden Fällen rausgegeben.

Gibt es hier vll. den einen oder anderen Juristen der helfen kann? :)

Voodoo
29.01.2008, 21:17
Becks?

Voodoo
31.01.2008, 19:19
RapidShare wehrt sich weiterhin gegen GEMA

Nachdem das Landgericht Düsseldorf eine negative Feststellungsklage von RapidShare gegen die Verwertungsgesellschaft GEMA abgewiesen hat, will der Sharehoster in Berufung gehen. Ihm geht es darum, eine "obergerichtliche Entscheidung über die Prüfungspflichten von Webhostern" herbeizuführen, heißt es in einer Mitteilung. Das erstinstanzliche Urteil habe keine Auswirkungen auf den Betrieb von rapidshare.com.
Anzeige

RapidShare offeriert Speicherplatz für Unternehmen und Privatpersonen. Die Daten könnten über einen speziellen Link heruntergeladen oder gelöscht werden. Diesen Verweis macht RapidShare nach eigenen Angaben "nur demjenigen zugänglich, der die Daten gespeichert hat". Der Kunde könne den Link aber natürlich auch an Bekannte weitergeben oder anderweitig veröffentlichen. Die GEMA stört sich daran, dass sich unter den gespeicherten Daten auch urheberrechtlich geschütztes Material befindet.

RapidShare meint, die Prüfungspflichten für Hoster würden bisher unterschiedlich interpretiert und will dies nun klären lassen. Die Forderungen reichten von der Nutzung von Softwarefiltern, der Registrierung aller User, der Erhöhung der Anzahl der kontrollierenden Mitarbeiter bis zur Prüfung von Link-Ressourcen. Welche Software-Filter den Prüfungspflichten genügen, wie viele für die Prüfung abgestellte Mitarbeiter ausreichen und welche der Link-Ressourcen geprüft werden sollen, sei nicht einheitlich definiert. RapidShare meint, dass "selbst all diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, um den Missbrauch von Hosting-Diensten mit 100-prozentiger Sicherheit zu unterbinden".

RapidShare hatte zuvor bereits ein von der GEMA angestrengtes Verfahren in der ersten Instanz verloren. Über die Auslegung der Entscheidung in der Berufung vor dem Oberlandesgericht Köln waren die Streitparten uneins. Während die GEMA meint, RapidShare könne sich nicht grenzenlos auf die Unkontrollierbarkeit ihrer Speicherdienste berufen, meint die Gegenseite, ein Speicherplatzanbieter sei nur bedingt für die über seine Dienste herunterladbaren Musikwerke verantwortlich.

"Unserer Meinung nach ist es kontraproduktiv, das Internet und das Hosting pauschal dafür zu verdammen, dass sie wie jede Infrastruktur missbraucht werden können", meint Bobby Chang, Geschäftsführer der RapidShare AG. "Das Ziel ist, in Deutschland vernünftig und differenziert mit dem Thema umzugehen."
Quelle Heise.de (http://www.heise.de/newsticker/meldung/102801)

Voodoo
31.01.2008, 19:20
Urteil: Anschlussinhaber haften bei Internetpiraterie

Immer mehr Gerichte nehmen bei Fällen von Internetpiraterie den Anschlussinhaber in die Verantwortung. Nach ähnlichen Entscheidungen in Köln und Hamburg hat jetzt auch das Oberlandesgericht Düsseldorf die so genannte "Störerhaftung" in einer aktuellen Entscheidung bestätigt.

Internetnutzer haben demnach für die über ihren Anschluss begangenen Urheberrechtsverletzungen einzustehen. Der Fall tritt häufig ein, wenn in Familien oder Wohngemeinschaften mehrere Personen auf einen Internetanschluss zugreifen. Mit dem Beschluss vom 27. Dezember vergangenen Jahres teilt der 20. Zivilsenat explizit die bereits von den Oberlandesgerichten Köln und Hamburg vertretene Auffassung. Im vorliegenden Fall wurde zunächst zweifelsfrei festgestellt, dass geschütztes Musikrepertoire über den Internetanschluss des Anschlussinhabers illegal verfügbar gemacht wurde. Offen blieb, ob diese Urheberrechtsverletzungen durch seine Kinder, deren Freunde oder unbefugte Dritte über den vorhandenen WLAN-Zugang begangen wurden.

Ungesicherter WLAN-Anschluss

Das OLG Düsseldorf entschied, dass der Antragsgegner in jedem Fall für die über seinen Internetanschluss begangenen Rechtsverletzungen haftet. Der Antragsgegner habe zumutbare Sicherungsmaßnahmen unterlassen, argumentierten die Richter in ihrer Urteilsbegründung. Der Anschlussinhaber habe mit seinem Anschluss eine Gefahrenquelle geschaffen, die nur er überwachen könne. Objektiv gesehen habe er es Dritten ermöglicht, sich hinter seiner Person zu verstecken und im Schutze der von ihm geschaffenen Anonymität ohne Angst vor Entdeckung ungestraft Urheberrechtsverletzungen begehen zu können, so die Richter.

Von daher sei es gerechtfertigt, ihm zumindest die Sicherungsmaßnahmen abzuverlangen, die eine Standardsoftware erlaubt. Demnach sind Anschlussinhaber verpflichtet, ihre privaten Internetanschlüsse gegenüber fremden Zugriffen zu schützen. Besonders WLAN-Anschlüsse sollten ausreichend vor unbefugten Zugriffen Dritter bewahrt werden.
Quelle Onlinekosten.de (http://www.onlinekosten.de/news/artikel/28456/0/Urteil:_Anschlussinhaber_haften_bei_Internetpirate rie)

clubic
31.01.2008, 20:40
Der Schritt zum Schwerverbrecher, der eigene Internetanschluss...

Voodoo
08.02.2008, 15:43
Musikindustrie will Urheberrechtsfilter auf jedem PC

BildDie Musikindustrie geht seitdem die Verkaufszahlen von CDs immer weiter einbrechen massiv gegen die angeblich illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke vor. Neben diversen Klagen betreibt man derzeit auch Lobbyarbeit, um eine Filterung des Internet-Verkehrs zu erreichen.

Die Internet-Provider sollen nach dem Willen der Musikfirmen dazu gezwungen werden, den Datenverkehr auf Urheberrechtsverletzungen zu überwachen und gegebenenfalls bestimmte Daten zu blocken. In einigen Ländern hat man die Regierungen bereits soweit gebracht, dass die Einführung derartiger Gesetze kurz bevor steht.

Damit ist jedoch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, was die grenzenlose Fantasie der Plattenfirmen und ihrer Lobbyisten angeht, wenn es um die Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Selbsterhaltung geht. Der Chef des US-Musikverbands RIAA sorgt nun mit einem weiteren, beinahe schon kuriosen Vorschlag für Aufsehen.

Nach Meinung von RIAA-Präsident Cary Sherman sollten nicht nur Filter auf Provider-Ebene eingeführt werden, sondern auch spezielle Programme auf den Rechnern der Internet-Nutzer dafür sorgen, dass keine urheberrechtlich geschützten Werke unberechtigt heruntergeladen werden können.

Sherman geht davon aus, dass nur so auch alle Schlupflöcher für die Umgehung der Filter - zum Beispiel durch Verschlüsselung der Daten - geschlossen werden können. Seiner Auffassung nach sollte es kein Problem sein, Filter in Anwendungen oder gar auf Ebene des Betriebssystem bzw. der Hardware zu integrieren, mit der die eine Übertragung verschlüsselter, urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindert werden kann.

Der RIAA-Chef geht davon aus, dass die Filtermaßnahmen vor allem einen erzieherischen Effekt haben würden. Die Nutzer könnten so schneller begreifen, dass der Download geschützter Werke gegen das Urheberrecht verstößt. Shermans große Pläne wurden bekannt, weil eine Bürgerrechtsorganisation ein Video (http://www.youtube.com/watch?v=dxYGZ7Z6joQ) einer seiner Reden beim Videoportal YouTube veröffentlicht hat.

Nach Meinung der Vereinigung Public Knowledge legt Sherman mit seinen Äußerungen nahe, dass auf den Rechnern aller Anwender ab Werk eine Art Spyware installiert werden müsse.
Quelle Winfuture (http://www.winfuture.de/news,37395.html)

Nirvana
08.02.2008, 15:53
Der Typ hat echt Humor !

Ich hoffe ihm wird nochmal klar, dass seine Vorstellungen weit von der Realität entfernt sind. Schon allein die Internet Provider werden sich nicht darauf einlassen. Für mich absolute Utopie ...

Voodoo
13.02.2008, 11:59
Polizei beschlagnahmt 14 Warez-Server

Der Polizei ist in Nordrhein-Westfalen einen erfolgreicher Schlag gegen den gewerbsmäßigen Vertrieb von "Raubkopien" gelungen. Insgesamt wurden 14 FTP-Server vom Netz genommen, die in zwei "Ringen" für die Verteilung von illegalen Downloads gegen Bezahlung genutzt wurden.

Schon seit Ende Januar wurden von den Ermittlern in ganz Deutschland über 20 Wohungen und Räume von Firmen durchsucht. Dabei wurden diverse Computer und zahlreiche illegal vervielfältigte DVDs sichergestellt. In Essen soll einer der Beteiligten bereits festgenommen worden sein, die Betreiber der Server wurden ebenfalls bereits ermittelt.

Der Vorwurf der gewerbsmäßigen Softwarepiraterie kommt deshalb zustande, weil die Betreiber der Server Zugänge gegen eine monatliche Gebühr verkauft haben. Wer den "Monatsbeitrag" zahlte, konnte im Gegenzug nach Herzenslust Software, Musik und Filme herunterladen.

Nicht nur die Betreiber und der in Essen verhaftete Mithelfer, der für die Programmierung zuständig gewesen sein soll, müssen mit Strafanzeigen rechnen. Auch eine Reihe ihrer "Kunden", die von den Behörden identifiziert wurden, sollen rechtlich belangt werden.

Die Ermittlungen der Polizei gehen auf eine Anzeige der Gesellschaft zur Verfolgung von Urhebrrechtsverletzungen (GVU) zurück. Die GVU hat es seit langem auf geheime Server-Systeme abgesehen, die ihrer Auffassung nach die Quelle für diverse Medien und Programme sind, welche über Filesharing-Netze und andere Kanäle angeboten werden.
Quelle Winfuture (http://www.winfuture.de/news,37454.html)

Voodoo
23.02.2008, 18:43
EU will illegale Downloads unter Strafe stellen

Das Europäische Parlament hat die Mitglieder der Europäischen Union dazu aufgefordert, einen Plan zur Kriminalisierung von Urheberrechtsverstößen voran- zutreiben. Ein Entwurf, der bereits im letzten Jahr vorgelegt wurde, soll nun von den Mitgliedsstaaten abgesegnet werden.

Das EU-Gesetz würde neue Regelungen für die Bestrafung bei Urheberrechtsverletzungen mitbringen. Beispielsweise würde es auch das Herunterladen von geschützten Dateien unter Strafe stellen, allerdings nur, wenn kommerzielle Beweggründe dahinter stehen. Bisher war nur der Upload derartiger Dateien strafbar.

Der aktivste Unterstützer der Gesetzesvorlage ist der Italiener Nicola Zingaretti. "Organisiertes Verbrechen findet man weltweit und nimmt keine Rücksicht auf Grenzen. Wir wollen sicherstellen, dass Fälscher innerhalb der EU bestraft werden können", sagte Zingaretti in einer Stellungnahme.

Er betonte, dass man mit dem Gesetz organisiertes Verbrechen im Stile der Mafia bekämpfen will. Es soll nicht darum gehen, Kinder für das Herunterladen von Musik zu bestrafen. Allerdings wird der Gesetzesentwurf für viele Diskussionen sorgen, denn bisher wurde noch kein Kriminalgesetz EU-weit eingeführt.
Quelle Winfuture (http://www.winfuture.de/news,37679.html)

clubic
24.02.2008, 01:05
ach wie gut das es in der EU keine anderen Probleme gibt. Der verein macht auch nur Gesetze der Gesetze wegen.

Nirvana
06.03.2008, 16:50
Schweizer Datenschutzbeauftragter bringt Logistep vor Gericht

Während gegen den bayerische Landesdatenschutzbeauftragten Michael Betzl im Zuge der Liechtenstein-Affäre ermittelt wird, bringt sein Schweizer Kollege Hanspeter Thür die in Zug registrierte Firma Logistep AG vor Gericht. Rechtsgrundlage ist die heimliche Beschaffung von IP-Adressen.

Die Firma sammelt mittels einer speziell dafür entwickelten Software heimlich die IP-Adressen von Personen, welche in Filesharing-Systemen mutmaßlich Dateien ohne Zustimmung der Rechteinhaber anbieten. Die gesammelten IP-Nummern leitet Logistep häufig an deutsche Rechteinhaber weiter, welche die dortige Rechtslage nutzen, um massenhaft Abmahnungen zu versenden. Aber auch in der Schweiz selbst werden die IP-Nummern genutzt, um über den Umweg einer Strafanzeige Namen und Adressen zu ermitteln und dann zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen. In Foren werden zunehmend Vorwürfe laut, dass durch diese Methode auch Profite mit Filmen und Computerspielen erzeugt werden, die auf dem Markt scheiterten.

Der ehemalige Grünen-Politiker Thür hatte der Firma im Januar "empfohlen", dieses automatisierte Sammeln zu unterlassen, weil es gegen die Grundsätze des Schweizer Datenschutzgesetzes verstoße. Logistep ließ eine von ihm gesetzte dreißigtägige Frist mit der Begründung verstreichen, dass der Datenschutzbeauftragte nicht zuständig sei. Nun legte Thür den Fall dem Bundesverwaltungsgericht zur Entscheidung vor.

Quelle: heise.de (http://www.heise.de/newsticker/meldung/104641)

clubic
06.03.2008, 18:50
In der aktuellen CT ist ein interessanter Artikel über das Abmahnwesen, wie deutsche Staatsanwälte mit so nem "scheiß" zugemüllt werden und wie sich die vorratsdatenspeicherung darauf auswirken wird.


Für mich sind diese Abmahnanwälte und Konsorten die größeren Verbrecher

Voodoo
13.03.2008, 16:16
Filesharing: Musikindustrie will Geld von Providern

BildSchon länger leidet die Musikindustrie unter illegalen Downloads und geht aus diesem Grund gegen Nutzer vor, die Musik unerlaubt ins Internet stellen. Nun greift die Musikindustrie eine Idee aus dem Jahr 2003 wieder auf und will auch die Internet-Provider zur Kasse bitten.

So schlägt Jim Griffin, der drei der vier Major-Label bei ihrer Digitalstrategie berät vor, von den Internet-Providern eine Pauschale von fünf Euro pro Nutzer und Monat zu verlangen. Das Geld soll dann in einen Fonds fließen, der genutzt wird um Songschreiber, Musiklabel, Künstler und Verleger zu entschädigen.

Eine spezielle Einzugsstelle soll dabei das Geld unter den einzelnen Beteiligten aufteilen. Dabei schlägt Griffin vor, die Künstler je nach Popularität in P2P-Netzen zu entschädigen. Während die Internet-Anbieter dem Vorschlag sehr kritisch gegenüberstehen, scheinen sich die Plattenlabel mit dem Vorschlag anzufreunden.

"Die Plattenlabel fangen an die Idee einer Pauschale für den Zugang zu Musik zu mögen, da sie langsam merken dass das derzeitige Modell gescheitert ist", erklärte Peter Jenner, Chef des International Music Manager's Forum. Allein in den Vereinigten Staaten ist der Umsatz der Musikindustrie von 15 Milliarden US-Dollar im Jahr 1999 auf 11,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 zurückgegangen.
Quelle Winfuture

Nirvana
13.03.2008, 17:37
Ist klar, dass die Plattenlabel die Idee toll finden ... hab das mal schnell für 100 Millionen Internet Anschlüße in den USA durchgerechnet (jeder 3. Amerikaner wird wohl einen Internet Anschluß haben) und komme mal eben auf 6 Milliarden $ - da braucht dann fast kein "Künstler" mehr CDs verkaufen ... ;)

Selbst wenn die Provider das bezahlen zeigen die sich solidarischen und packen nochmal 10% drauf und geben das an den Endkunden weiter :)

Deadman
13.03.2008, 18:15
Diese bekackten Pauschalen in letzter Zeit... entschuldigt für den Ausdruck, aber langsam gehts mir gegen den Strich.
Ich ziehe wenn überhaupt über Torrent Netzwerke meine Ubuntu Versionen und genau diese Brenne ich dann auch. Wieso sollte ich im Endeffekt also Pauschalen an Platten Labels abgeben?

Voodoo
13.03.2008, 19:33
totaler Schwachsinn solche Pauschalen. Werde ich definitiv nicht zahlen. Wechsel ich jedesmal den Provider, wenn sowas an mich ran kommt.

MaX PoWeR
13.03.2008, 20:35
Vor allem 5€ monatlich!! Warum nicht gleich 20? Für 5€ im Monat will ich dann aber auch legale 10GB saugen können...

greenmachine
14.03.2008, 10:05
:flop: mehr brauch man dazu ja nicht sagen...

Voodoo
29.04.2008, 11:09
Kanzlerin Angela Merkel nimmt Stellung

Angeliga MerkelIn ihrer aktuellen Videobotschaft (http://www.bundeskanzlerin.de/nn_46996/Content/DE/Podcast/2008/2008-04-26-Video-Podcast/2008-04-26-video-podcast.html) spricht sich Kanzlerin Merkel für einen stärkeren Schutz des geistigen Eigentums aus. Der Kampf gegen illegale Raubkopien solle Künstlern oder Entwicklern zu ihren Rechten verhelfen. Parallel dazu rief Merkel die Gesellschaft zu einer Debatte über Urheberrechtsverletzungen auf: »Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt«, erklärte Merkel am Welttag des geistigen Eigentums.

Vor wenigen Tagen riefen die Kanzlerin rund 200 prominente Künstler in einem offenen Brief zu mehr Schutz für geistiges Eigentum auf. Das Internet würde es millionenfach ermöglichen, Musiktitel, Filme oder Hörbücher illegal herunter zu laden. Im vergangenen Jahr seien allein in Deutschland mehr als 300 Millionen Musikstücke ohne finanzielle Vergütung aus dem Internet geladen worden. Der legale Musikmarkt per WWW hätte nur knapp ein Zehntel dieses Umfangs erreicht.

Der Aufruf der Künstler fiel daher sehr konkret aus: »Nehmen Sie sich dieses Themas an und machen es zur Chefsache«.

Das Thema der illegalen Downloads sei nach Angaben Merkels bereits ein wichtiger Punkt bei den G8-Beratungen der sieben führenden Industrienationen und Russlands gewesen. Auch in diesem Jahr solle diese Problematik wieder angesprochen werden, denn die Internetpiraterie sei ein globales Problem und könne allein mit hierzulande geltenden Regeln nicht aufgehalten werden. Die Novelle des Urheberrechts hätte jedoch deutlich gemacht, was im privaten Rahmen erlaubt und was hingegen untersagt sei.
Die Künstler hätten die Kanzlerin jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass diese Regelungen noch nicht ausreichend seien: »Denn es geht gerade um junge Künstlerinnen und Künstler, die noch kein finanzielles Polster haben, um sich mit Raubkopien auseinandersetzen zu können«.
Quelle Gamestar.de


Ich bin mir sicher, dass die Zahl von 300 Millionen Musikstücke deutlich übertrieben ist. Woher sollen die auch die genaue Zahl kennen? Weiterhin verzerrt die Tatsache auch weiter diese fragwürdige Ansicht, dass nicht jeder, der nun keine Raupkopien mehr macht, dann auch gleich das Album von diesem jungen Künstler kaufen wird.

Deadman
29.04.2008, 19:16
Berechtigter Einwand Voo. Ich selbst habe mir beim lesen auch gedacht "hey, dass hat ihr gerade der Lobbyist ins Ohr geflüstert.
Doch für mich ist es inzwischen keine neue Erkenntnis wie manipulierbar Merkel ist, da dieses Schreiben allerdings nicht an mich oder meine Zielgruppe gerichtet ist, muss ich nichteinmal versuchen mich darauf einzulassen.

Zudem möchte ich anmerken, dass es doch weitaus wichtigere Sachen gibt als Urheberrechtsverletzungen die auf einem G8 Gipfel diskutiert werden sollten, auch wenn man über den Sinn dessen wiederum streiten kann.

Doch summa summarum hörte sich das ganze für mich etwa so an:

Bla, bla, bla... Klar der Musikindustrie das Recht geben Daten beim Provider abzufragen wird kein Problem darstellen auch nicht um einfach nur ein Werbedaten ranzukommen... bla bla bla wir setzen einfach in der nächsten Periode neue Richter ein... bla bla bla

MaX PoWeR
29.04.2008, 19:44
Ich finde die 300 Millionen recht realistisch, wenn nicht sogar untertrieben. Man denke an ca 10 Mio jüngere Menschen, die ja nicht nur einzelne Lieder, sondern ganze Alben saugen, das sind dann schnell 10-15 Songs. 10 Mio mal 30 Lieder, schon sind wir bei den 300. Manche machen das ja auch wirklich exzessiv, die saugen täglich mehrere Alben, insofern denke ich schon, dass die Zahl hinkommt.

Was mich allerdings verärgert, ist dieses ständige Gesabbel übers "geistige Eigentum". Das ist doch lächerlich, heutzutage sind doch bestimmt 80% der "Neuerscheinungen" irgendwelche Coverversionen von Liedern, die es längst gab. Wessen geistiges Eigentum versucht man hier also zu schützen?? Nach 20 oder 25 Jahren darf jeder Song nach Lust und Laune gecovert werden, und nachdem 2-3 Kleinigkeiten verändert wurden, spricht man plötzlich vom eigenen geistigen Eigentum, da lach ich mir doch den Arsch ab! :)

Voodoo
29.04.2008, 20:13
Wenn Leute Lieder saugen, dann nicht immer aktuelle aus dem selben Jahr. Da sind auch häufig ältere Alben dabei. Die Rechnung war ja nur für ein Jahr. Und davon auszugehen, dass 10 Millionen Kids aus dem Internet groß Songs herunterladen ist auch ein wenig hart.

Aber natürlich könntest du da auch recht haben. Sagen kann es aber keiner, da sowas absolut nicht einschätzbar ist.

Becks
29.04.2008, 20:21
Das sich die Politik in einem solchen Bereich einschaltet ist ihr gutes Recht. Die Justiz kann die Urheberrechtsverletzungen ja offenbar nicht stoppen. Wenn Du nun Merkel dafür kritisierst ist das bischen zu kurz gegriffen. Sie setzt sich für das geltende Recht ein, auch wenn man das natürlich als Endnutzer anders bewerten mag als die Musikkonzerne. Ist halt mal wieder eine typische Sache, dass man sichs leicht macht und gegen die Multinationalen Konzerne wettert. Aber kleinere Unternehmen haben nicht die Kohle, sich bei sowas zu engagieren (sind also froh, dass jemand das macht, was sie auch stört). Die Pauschale ist natürlich scheisse und sinnlos. Es gibt ja genügend Nutzer des Internets, die das legal machen. Aber: so eine Pauschale gibts bereits für CD Brenner, Video Recorder etc. in Deutschland.

Voodoo
29.04.2008, 20:34
Mir geht eher gegen den Strich, dass solche Themen über meiner Ansicht nach weit wichtigere gestellt werden.

Becks
30.04.2008, 01:55
(Dumme) Gegenfrage: und das wären? Bzw. insbesondere: wie macht sich das bemerkbar? Denn Fakt ist: klar, die Politik beschäftigt das. Aber es ist ja nicht das wichtigste Thema, das behandelt wird..

Voodoo
30.04.2008, 09:32
Crytek klagt über Raubkopien

BildPC Play unterhielt sich mit Cevat Yerli u.a. über Crysis und die zukünftige Ausrichtung des in Frankfurt verorteten Studios, welches mittlerweile auch zwei Ableger in Osteuropa hat. Der Shooter, dem Vernehmen nach nicht ganz der erhoffte kommerzielle Erfolg, leide unter der Verbreitung von Raubkopien. Softwarepiraterie sei generell ein Kernproblem des PC-Markts, so der Crytek-Chef. Wer Spiele illegal beziehe, schade der Plattform.

"Vergleichbare Konsolenspiele verkaufen sich vier- oder fünfmal so gut. Das war uns eine Lehre, und ich glaube nicht, dass wir in Zukunft noch PC-exklusive Spiele wie Crysis machen werden. Wir werden den PC weiterhin unterstützen, allerdings nicht mehr exklusiv."

Das Projekt sei insgesamt zwar als Trilogie angelegt gewesen, man müsse aber entsprechende Pläne überdenken, falls der Absatz nicht stimmen sollte.

Yerli dementiert allerdings weiterhin eine Konsolenumsetzung des Shooters - Crysis, "so wie wir es kennen", könne "unmöglich" auf PS3 oder Xbox 360 portiert werden. Dazu wären tiefgreifende Änderungen notwendig. Crysis sei als PC-exklusiver Titel angelegt gewesen, es sei "nicht der interne Fokus" Cryteks, den Titel für die Konsolen zu umzusetzten.

Eine andere Sicht auf das Thema hatte vor Kurzem Brad Wardell dargelegt. Der Stardock-Boss hinterfragte die Wirtschaftlichkeit von absoluten High-end-Spielen für den PC, würden diesen doch oft arg optimistische Erwartungen hinsichtlich der potenziellen Käuferschaft zu Grunde liegen.

Voodoo
05.05.2008, 13:18
40 Mio. Raubkopien?

BildImmer, wenn es um die Zukunft des PCs als Spieleplattform geht, führen Entwickler gerne das Argument der Raubkopien ins Felde. Mark Rein, Macher von Unreal Tournament 3, untermauert das jetzt mit Zahlen. So haben die Server der Firma über 40 Mio. (40 000 000) Versuche dokumentiert, in denen Spieler versucht haben, sich mit einem ungültigen CD-Key zu verbinden.

Zum Vergleich: Erst im März gab Publisher Midway bekannt, dass man eine Million Einheiten des Titels verkauft hatte. Auch wenn nicht jeder Connect-Versuch für eine einzelne Raubkopie des Titels stehen muss, ist das Verhältnis zwischen beiden Zahlen irritierend. Über ein ähnliches Missverhältnis klagte Anfang des Jahres übrigens auch Call of Duty 4-Entwickler Infinity Ward.

Voodoo
08.05.2008, 12:18
Torrent-Tracker soll Filmlobby 110 Mio. Dollar zahlen

Der Verband der amerikanischen Filmindustrie MPAA hat nach eigenen Angaben einen wichtigen Sieg gegen die Betreiber des einst sehr populären BitTorrent-Trackers TorrentSpy errungen. Die Hintermänner des inzwischen abgeschalteten Trackers sollen mehr als 110 Millionen US-Dollar an Hollywood zahlen.

Eine US-Richterin sprach der MPAA die höchstmögliche Schadenersatzsumme von 30.000 US-Dollar für jeden der insgesamt 3699 Fälle von Urheberrechtsverletzung zu, die man den Betreibern von TorrentSpy vorwirft. Justin Bunnell und seine Mitstreiter sollen deshalb insgesamt 110.970.000 US-Dollar zahlen.

Unter Umständen steigt die Summe sogar noch weiter, sollte sich die Richterin entscheiden, den Beklagten auch noch die Anwaltskosten der Filmlobby mit aufzuerlegen. Nach Angaben der MPAA ist die hohe Schadenersatzsumme ein deutliches Zeichen an die Anbieter illegaler Downloads, das eine abschreckende Wirkung haben soll.

TorrentSpy war im März letzten Jahres geschlossen worden, nachdem man einen Rechtstreit mit der MPAA verloren hatte. Die Betreiber des Trackers hatten massenweise IP-Logs zerstört und behauptet, sie würden damit lediglich die Privatsphäre ihrer Nutzer schützen. Tatsächlich fiel die Strafe nur deshalb so hoch aus. Nach Meinung der Richterin wurden dadurch "Beweise zerstört".

TorrentSpy hat angekündigt, gegen das Urteil vorzugehen.
Quelle Winfuture.de (http://www.winfuture.de/news,39308.html)

MaX PoWeR
08.05.2008, 16:51
110 Mio :xlol:

Ewok
08.05.2008, 18:50
Versteh nicht ganz, warum Leute, die einen Tracker betreiben verklagt werden. Immerhin ist doch jeder User selbst dafür verantwortlich, was er runterläd. Dann sollen se auch Waffenhersteller verklagen, aber da ist die Lobby wohl zu groß für.
Genauso die Geldstrafe... gegen 2 Privatpersonen doch total überzogen. Als würde die Filmindustrie jemals über 1 Million von denen bekommen.

Becks
09.05.2008, 11:11
Wenn die nicht ganz blöd sind, haben die was entsprechendes schon erwartet, als sie ihr System entworfen haben und haben keine große Kohle angesammelt, die ihnen genommen werden könnte - einem nackten Mann kann man schlecht in die Tasche greifen.. ;)

MaX PoWeR
09.05.2008, 17:45
Wie sollen die schon großartig was zur Seite gelegt haben, ich glaube nicht, dass man mit so einem Tracker viel Geld verdienen kann, wenn überhaupt!

Voodoo
09.05.2008, 18:16
ich denk schon dass ein erfolgreicher Tracker etliches durch Werbung verdienen könnte. Bannerklicks oder keine Ahnung. Sicherlich aber nicht so viel um sich das Leben geschweige denn diese Strafe finanzieren zu können.

MaX PoWeR
09.05.2008, 18:18
Ok, ein paar Taler kommen evtl rein, aber wie Du schon sagtest, bei weitem nicht genug. Ich weiss nur von einem Tracker, der regelmässig zum Spenden aufruft *g*

Voodoo
03.06.2008, 11:52
USA: Polizei verhaftet sechs BitTorrent-Nutzer

BildIn Großbritannien wurden sechs Nutzer der Filesharing-Plattform BitTorrent verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, über den abgeschalteten Tracker Oink.cd Musik bereitgestellt zu haben, noch bevor diese als CD in den Handel kam.

Betroffen sind fünf Männer und eine Frau aus Cleveland. Diese wurden inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt. Eine offizielle Anklage soll erst nach Abschluss der Ermittlungen erhoben werden.

Oink.cd wurde vor sieben Monaten abgeschaltet. Damals durchsuchte die Polizei das Haus des Administrators im englischen Middlesbrough. In Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden wurden anschließend die Web-Server beschlagnahmt.

Die Domain des Trackers, der nur einem begrenzten Nutzerkreis offen stand, leitete man auf eine Seite der Polizei um. Diese informierte darüber, dass Oink.cd behördlich geschlossen wurde und weitere Ermittlungen zur Identifizierung der Nutzer laufen.

Der Tracker galt als eine der besten Quellen für Musik im BitTorrent-Netzwerk. Die Community bemühte sich, ein möglichst vollständiges Angebot in guter Qualität bereitzuhalten. So zog Oink.cd das besondere Interesse der Ermittler aus der Musikindustrie auf sich.
Quelle Winfuture (http://www.winfuture.de/news,39836.html)

h a e p i i i
03.06.2008, 11:55
Tja dumm gelaufen. Ist halt illegal und daher muss man mit sowas rechnen.

Optix
03.06.2008, 17:15
Besonders dumm find cih darauf weiter zu sharen wenn die den schon "behördlich" geschlossen haben! ..

Deadman
11.06.2008, 14:05
Beweise gegen Filesharer oft sehr dürftig

Forscher der University of Washington haben aufgedeckt, dass die Rechteinhaber oft keine zwingenden Beweise gegen mutmaßliche Urheberrechtsverletzer in Filesharing-Plattformen in der Hand haben. Unschuldige können so leicht Opfer falscher Verdächtigungen werden.
Die Wissenschaftler kamen dem durch einen Zufall auf die Spur. Ursprünglich wollten sie das Verhalten der Anwender in dezentralen Netzen studieren. Um an entsprechende Daten zu kommen, entwickelten sie eine Software, mit der man sich zwar in BitTorrent-Netze einklinken kann, selbst aber keine möglicherweise geschützten Daten hoch- oder herunterlädt.

Nachdem man in rund 55.000 Einzelnetzen Daten gesammelt hatte, erhielten die Forscher Post von 206 Rechteinhabern. Sie wurden aufgefordert, die Verletzung von Urheberrechten unverzüglich einzustellen und dies gegenüber den jeweiligen Absendern zu bestätigen.
Quelle: Winfuture (http://www.winfuture.de/news,40014.html)

Deadman
13.06.2008, 16:12
Filesharing: Nutzerdaten als Beweis nicht zulässig

filesharingEin Hersteller von Computerspielen hatte mit seinem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen einen Nutzer von Filesharing-Plattformen keinen Erfolg. Das Landgericht Frankenthal erkannte die als Beweis vorgelegte Verbindung von Nutzerdaten und IP-Adresse nicht an.

Der Kläger war nach dem bisher üblichen Verfahren vorgegangen: Erst wurde die IP-Adresse des Nutzers ermittelt, der mit der Bereitstellung eines Spieles im Filesharing-Netz gegen das Urheberrecht verstieß. Anschließend reichte man Klage ein und die zuständige Staatsanwaltschaft holte beim Provider Auskunft über die Identität des Nutzers ein.

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<!-- Werbung ContentAd News ENDE //--> Das Landgericht erkannte diese Daten allerdings nicht als Beweis an. Man berief sich dabei auf die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Demnach dürften die gespeicherten Verbindungsdaten nur bei Ermittlungen im Falle schwerer Strafdaten von den Providern herausgegeben werden. Dies sei hier jedoch nicht der Fall gewesen, heißt es in der jetzt veröffentlichten Entscheidung von Ende Mai.
Quelle: Winfuture (http://www.winfuture.de/news,40074.html)

Nirvana
13.06.2008, 16:27
:top:

Deadman
17.07.2008, 09:49
Spielehersteller starten Angriff auf Filesharing-Nutzer

GerichtDie Hersteller von Computer-Spielen wollen in der nächsten Zeit massiv gegen die Verbreitung illegaler Kopien in Filesharing-Netzen vorgehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Rechtsanwaltskanzlei Davenport Lyons aus London.

Diese hat im Juni ein erfolgreiches Verfahren gegen vier Nutzer geführt, die Spiele in P2P-Netzen tauschten. Auftraggeber war der deutsche Publisher Zuxxez. Vier weitere größere Spiele-Hersteller wandten sich daraufhin an die Kanzlei und wollen von ihr ebenfalls Unterstützung im Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzungen.

<script type="text/javascript"><!--//<![CDATA[ if( wfv4_leaderboard_default_banner === 0 ){document.write ('<center>'); document.MAX_ct0 ='INSERT_CLICKURL_HERE'; var m3_u = (location.protocol=='https:'?'https://winfuture.de/openx/www/delivery/ajs.php':'http://winfuture.de/openx/www/delivery/ajs.php'); var m3_r = Math.floor(Math.random()*99999999999); if (!document.MAX_used) document.MAX_used = ','; document.write (&quot;<scr&quot;+&quot;ipt type='text/javascript' src='&quot;+m3_u); document.write (&quot;?zoneid=145&amp;target=_blank&quot;); document.write ('&amp;cb=' + m3_r); if (document.MAX_used != ',') document.write (&quot;&amp;exclude=&quot; + document.MAX_used); document.write (&quot;&amp;loc=&quot; + escape(window.location)); if (document.referrer) document.write (&quot;&amp;referer=&quot; + escape(document.referrer)); if (document.context) document.write (&quot;&context=&quot; + escape(document.context)); if ((typeof(document.MAX_ct0) != 'undefined') && (document.MAX_ct0.substring(0,4) == 'http')) {document.write (&quot;&amp;ct0=&quot; + escape(document.MAX_ct0)); } if (document.mmm_fo) document.write (&quot;&amp;mmm_fo=1&quot;); document.write (&quot;'><\/scr&quot;+&quot;ipt>&quot;);} //]]>--></script> <noscript><center><a href=&quot;http://winfuture.de/openx/www/delivery/ck.php?n=a3bc53b2&cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE&quot; target=&quot;_blank&quot;><img src=&quot;http://winfuture.de/openx/www/delivery/avw.php?zoneid=145&n=a3bc53b2&ct0=INSERT_CLICKURL_HERE&quot; alt=&quot;&quot; border=&quot;0&quot;></a></center><br></noscript> <script type="text/javascript"><!--//<![CDATA[ if( wfv4_leaderboard_default_banner === 0 ){ document.write ('</center><br/>'); } //]]>--></script> Bevor es zum Verfahren kam hatten bereits rund 500 Nutzer das Angebot der Anwälte genutzt, eine Zahlung von 440 Euro zu leisten oder ihre Unschuld zu belegen. Nur gegen vier Beschuldigte, die das Schreiben ignorierten, reichte man Klage ein. Diese wurden vor Gericht zu einer Geldstrafe von je etwa 950 Euro verurteilt. Hinzu kommen die Verfahrenskosten.

Die nächste Welle steht nach Angaben der Kanzlei bereits bevor. Rund 6.000 IP-Adressen, von denen aus illegal Inhalte angeboten wurden, habe man gesammelt und bereite das juristische Vorgehen vor. Wie die Anwälte ankündigten, werde man sich wie zuvor auf zivilrechtliche Klagen konzentrieren. Strafprozesse habe man bisher nicht angestrengt.

Quelle: Winfuture (http://winfuture.de/news,40866.html)

Voodoo
17.07.2008, 10:48
Strafprozesse bekommen die auch nicht durch. Von Zuxxez bekam ich auch schon Post.

Becks
17.07.2008, 11:08
Einen Strafprozess brauchen die auch nicht anstrengen, da es denen grundsätzlich nichts bringt. Kohle gibts nur im Zivilprozess. Es kostet allerdings nichts, Strafanzeige zu stellen und dann die Staatsanwaltschaft mal machen zu lassen. Es ist allerdings meines Erachtens nur eine Frage der Zeit, bis ein P2P geschädigtes Unternehmen einfach Strafanzeigen bei klarem Urheberrechtsverstoß stellt und dann erst im zweiten Schritt zivilrechtlich gegen die Verurteilten vorgeht - dann ist deren Tat eindeutig und man kann einen recht "einfachen" Schadensersatzanspruch geltend machen. Dazu könnte es dann kommen, wenn die Abmahngebühren für Anwälte eingeschränkt werden (da weiss ich gerad nicht, ob das entsprechende Gesetzesverfahren schon durch ist).

Voodoo
17.07.2008, 13:22
ist leider noch nicht durch. Verfolge das Ganze seit meinem Problem auch.

chromit
18.07.2008, 09:49
xxx

Voodoo
18.07.2008, 09:53
ja natürlich. :)

clubic
18.07.2008, 13:53
Die Frage dabei ist nun nur, gibt es eine möglichkeit dir zu beweisen, dass du diese Seite benutzt, ohne deine Verbindung abzuhören, was ja illegal wäre.

Voodoo
18.07.2008, 14:16
ja, wenn man die Log Datei dieser Seite auswertet und dann anhand der IP Adressen. Dass sowas gemacht wird, kennt man ja schon von anderen aufgeflogenen Seiten. Wobei sie hier wohl nicht mal eine zivilrechtliche Strafe anstreben werden. Schließlich hat man kein Upload gemacht wie bei Tauschbörsen.

clubic
18.07.2008, 14:48
vorallem stehen diese Server meist in ländern, die log nicht mal buchstabieren können ;)

Also ich halte es für sehr unwahrscheinlich dafür eine Anzeige zu bekommen

h a e p i i i
18.07.2008, 15:27
<text zensiert vom admin> steht in russland :p

Nirvana
18.07.2008, 15:29
dann buchstabiere mal auf kyrillisch log ;)

chromit
18.07.2008, 15:52
"лог"

sonst noch fragen ???

:)

calvera
18.07.2008, 21:59
berichtigt mich wenn ich falsch liege:

ich würd solche links, bzw. zeichen reihenfolgen hier nicht posten. es gibt genug assel-anwälte, die mit ihrem hackerprogramm namens google nach sowas suchen.

ich erinner mich da noch an b0rg.de die wegen einer änlichen geschichte abgemahnt wurden. da war es noch schlimmer: der damlas gepostete link wurde erst im laufe der jahre verboten, aber nicht von den zuständigen admins gelöscht und war somit für google noch gelistet...

trotz impressum würde ich es an eurer stelle nicht drauf anlegen. man weiß ja nie heutzutage.:confused:

Deadman
18.07.2008, 23:55
Gegen staatliche Zensur!

Voodoo
19.07.2008, 15:21
Ich steh über dem Staat ;)

Deshalb zensiert. Wo er nämlich Recht hat, hat er recht.

Deadman
22.07.2008, 18:25
Eco: Provider keine Hilfssheriffs der Musikindustrie

keine Hilfssheriffs der MusikindustrieDer Verband der deutschen Internetwirtschaft (Eco) hat sich dagegen ausgesprochen, dass Provider noch stärker als bisher zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet herangezogen werden.

Insbesondere wendet sich der Verband gegen die vor allem von der französischen Regierung, aber auch vom deutschen Kulturstaatsminister Bernd Neumann unterstützte Idee der Musik- und Filmindustrie, als Reaktion auf mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen den Internetzugang zwangsweise stillzulegen.

Dieses würde nicht nur massive Grundrechtseingriffe bedeuten, sondern zugleich auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien Schaden zufügen. "Diese Form der Privatisierung der Rechtsdurchsetzung bedeutet, dass die Internetwirtschaft bei der Durchsetzung von Urheberrechten ständig Dienste als Hilfssheriff leisten soll", sagte Oliver Süme, Vorstandsmitglied des Eco.

Quelle: Winfuture (http://winfuture.de/news,41022.html)

Voodoo
05.09.2008, 11:47
Sony kapituliert vor Raubkopierern

Sony zieht sich aus dem koreanischen DVD- und Blu-ray-Markt zurück.

Dies teilte Sony Pictures Home Entertainment in einer Pressemeldung mit. Man reagiere damit auf die hohe Zahl an Raubkopien und die geringe Bereitschaft der Koreaner, Filme legal zu erwerben.
Sony ist einer der letzten Anbieter, der in Korea noch regelmäßig DVDs und Blu-rays veröffentlichte. Universal, Paramount, Buena Vista und Fox haben sich bereits vor zwei Jahren aus dem koreanischen Markt zurückgezogen.

hmm heißt das jetzt, dass in Korea JEDER nur noch Raubkopieren tut, da ja offiziell eh keine DVD bzw Blue Ray verkauft wird? Auch nicht schlecht :)

Deadman
07.09.2008, 22:42
Oder, dass es in Korea einfach nurnoch Filme im Kino oder Fernsehen gibt. Ich denke Sony will damit ein Zeichen setzten... es wird nur einfach nicht über all ankommen.

The Nemesis
07.09.2008, 23:33
lol owned.

Deadman
30.09.2008, 15:40
Tauschbörsennutzung hat immer gewerbliches Ausmaß


Nutzung von Napster bereits gewerblich?Das Landgericht Oldenburg betrachtet bereits die Nutzung einer Tauschbörse als gewerbliches Handeln. Provider müssen nach der seit Anfang September 2008 geltenden Rechtslage Daten von Tauschbörsennutzern an Rechteinhaber herausgeben, sofern deren Handeln "gewerbliches Ausmaß" erreicht.

Die Frage, wann Rechteinhaber einen zivilrechtlichen Anspruch beispielsweise gegen Internetprovider haben, beschäftigt derzeit die Gerichte. Seit September 2008 gilt das Gesetz zur "Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums", das Musik- und Filmproduzenten oder Verlagen erstmals die Möglichkeit eröffnet, ausschließlich und auf direktem Wege zivilrechtlich gegen sogenannte Internetpiraterie vorzugehen. Bürgerrechtler und Datenschützer hatten das Gesetz zuvor heftig kritisiert.

Der Gesetzgeber hat daher vorgesehen, dass ein solcher zivilrechtlicher Auskunftsanspruch nur dann besteht, wenn der jeweilige Fall ein "gewerbliches Ausmaß" erreicht. Dann ist es dem Provider gestattet, dem Rechteinhaber Name und Anschrift des Anschlussinhabers mitzuteilen, über dessen Internetzugang die Rechtsverletzung begangen wurde - unter Verwendung von Verkehrsdaten.

Wann gewerbliches Ausmaß vorliegt, haben Gerichte zu entscheiden, und die legen dabei zum Teil sehr niedrige Hürden fest, wie die Musikindustrie erfreut feststellt: "Viele Gerichte sehen den illegalen Download von Musik, Hörbüchern oder Filmen aus Tauschbörsen nicht als Bagatelle", so der Bundesverband Musikindustrie. Das zeigten die ersten Erfahrungen mit dem neuen Gesetz.[...]

Das LG Oldenburg geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht bereits in der Nutzung einer Musiktauschbörse ein Indiz dafür, dass der Rahmen des Privaten "endgültig" überschritten sei. Kennzeichen des Privaten sei es "aber stets, dass nur ein überschaubarer, begrenzter Kreis von Kontaktpersonen angesprochen wird".

Aber nicht alle Gerichte betrachten schon eine solche geringe Nutzung als gewerblich: Das Landgericht Frankenthal sieht das gewerbliche Ausmaß erst bei rund 3.000 Musiktiteln beziehungsweise 200 Filmen als gegeben an (AZ.: 6 O 325/08).


Quelle: Golem.de (http://www.golem.de/0809/62681.html)

Voodoo
02.10.2008, 08:55
EFF: Kampf der Musikindustrie ist gescheitert

Bürgerrechtler fordern Kulturflatrate statt willkürliche Klagen gegen Filesharer

BildDie US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) geht hart mit der US-Musikindustrie ins Gericht. Ihr Kampf gegen den illegalen Tausch von urheberrechtlich geschützter Musik über das Internet sei nach fünf Jahren gescheitert. Laut EFF werden mehr Dateien denn je getauscht, drohende Klagen hätten nicht mehr Achtung vor dem Urheberrechtsgesetz geweckt.

Vor fünf Jahren hat der Verband der US-Musikindustrie, die Recording Industry Association of America (RIAA), Tauschbörsennutzern den juristischen Kampf angesagt. Seither hat der Verband etwa 30.000 US-Bürger vor Gericht gebracht - darunter auch Kinder, Großeltern, alleinerziehende Mütter oder Universitätsprofessoren.


Dabei störe es die RIAA auch nicht, wenn sie auf Widerstand stoße, schreibt die Electronic Fontier Foundation (EFF) in dem Bericht "RIAA v. The People: Five Years Later (http://www.eff.org/wp/riaa-v-people-years-later)" (deutsch: RIAA gegen das Volk: Fünf Jahre später). So verklage der Verband immer wieder Nutzer, weil sie Musikstücke in einem freigegeben Ordner speicherten und damit theoretisch zugänglich machten, auch wenn diese niemals getauscht worden seien. Richter haben diese Begründung jedoch schon des Öfteren zurückgewiesen. Das Verfahren gegen Jammie Thomas (http://www.golem.de/0710/55208.html), die wegen des Vorwurfs des Zugänglichmachens zu der Rekordstrafe von 220.000 US-Dollar verurteilt worden war, wird jetzt sogar neu aufgerollt.

Erreicht habe die Industrie mit ihre Klagen jedoch nicht viel. Studien legten nahe, dass der illegale Tausch von Daten über das Internet trotz drohender rechtlicher Konsequenzen in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen habe, so die EFF: 95 Prozent der aus dem Internet heruntergeladenen Musikstücke in den USA stammen nicht aus legalen Quellen. Verglichen damit seien Angebote wie iTunes nur "ein Tropfen auf den heißen Stein". Viele Filesharer entzögen sich der Verfolgung durch die Industrie, indem sie auf verschlüsselte Tauschverfahren auswichen oder einfach ihren Freuden CDs brennen. Es sei der RIAA nicht gelungen, die Nutzer davon zu überzeugen, dass Dateitausch das Gleiche ist wie Ladendiebstahl, resümiert die EFF.

Diejenigen, in deren Namen der Feldzug geführt wird, haben nicht einmal etwas davon, denn es sei kein "Penny in den Taschen der Musiker gelandet". Für die EFF lässt das nur den Schluss zu, die Kampagne habe ihre Glaubwürdigkeit verloren. "Haben die Verfahren etwas bewirkt? Hat das willkürliche Auswählen von rund 30.000 beliebigen Familien zu mehr Achtung der Öffentlichkeit für das Urheberrechtsgesetz geführt? Haben die Verfahren den P2P-Geist wieder in die Flasche gebannt oder der Plattenindustrie wieder Einkünfte wie im Jahr 1997 beschert? Nach 5 Jahren Drohungen und Prozessen ist die Antwort ein schallendes Nein", lautet das Verdikt der Organisation.

Statt die die Nutzer weiter zu verfolgen, schlägt die EFF ein anderes Vergütungsmodell vor: Die Einführung einer Filesharing-Flatrate. Gegen die Zahlung eines monatlichen Beitrags sollten die Fans das tun dürfen, "was sie ohnehin schon tun - nämlich die Musik, die sie mögen, mit anderen teilen mit der Software und auf der Plattform ihrer Wahl -, ohne Angst vor einem Verfahren haben zu müssen." Das Geld soll dann unter den Rechteinhabern entsprechend ihrer Popularität aufgeteilt werden.

Würden die rund 60 Millionen Amerikaner, die Dateien über das Netz tauschen, jeden Monat zwischen 5 und 10 US-Dollar zahlen, kämen schnell 3 Milliarden US-Dollar für die Musikindustrie zusammen, rechnet die EFF vor. Derzeit verdient die zwar noch dreimal so viel. Doch ließe sich über eine Flatrate auch eine Menge sparen: Die Kosten für die Herstellung und den Vertrieb von CDs fielen ebenso weg wie die Gewinnspanne des Handels. "Und das Beste daran ist, dass es ein dauerndes Einkommen ist - das Geld fließt in guten wie schlechten Zeiten, solange die Fans digitale Musik aus dem Internet wollen. Der Kuchen schrumpft nicht, er wächst mit dem Tausch von Musik über das Internet."
Quelle Golem.de (http://www.golem.de/0810/62727.html)

Voodoo
13.10.2008, 12:37
Staatsanwälte gegen Tauschbörsennutzer machtlos

"Wenn keiner ein Geständnis ablegt, sind wir in der Regel machtlos"

Tauschbörsennutzer können in Deutschland strafrechtlich praktisch nicht belangt werden, berichtet die Wirtschaftswoche. Und auch zivilrechtliche Schadensersatzklagen durch die Musikindustrie scheitern immer öfter an wenig auskunftsfreudigen Staatsanwälten.
Die deutsche Musikindustrie ist gegen Musikfreunde machtlos, die Songs gratis aus dem Internet herunterladen oder dort anbieten. "Wir müssen einer Person nachweisen, dass sie der Täter war. Und das können wir nicht", erklärte der Düsseldorfer Generalstaatsanwalt Gregor Steinforth der Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/). Wenn in einem Familienhaushalt niemand "ein Geständnis ablegt, sind wir in der Regel machtlos, und die Untersuchung ist beendet."

Wer Songs nicht gewerblich anbiete, müsse keine "ausufernden Ermittlungen, auch nicht die monatelange Sicherstellung von Computern" fürchten, so Steinforth. Hier rechtfertige das Ergebnis nicht den hohen Aufwand.

Seit dem Sommer 2008 haben Steinforth und zwei weitere Generalstaatsanwälte in Nordrhein-Westfalen festgelegt, dass gegen Menschen, die weniger als 3.000 Musiktitel im Internet anbieten, in der Regel nicht ermittelt wird. Die Musikindustrie reagierte empört und verklagte (http://www.golem.de/0805/59984.html)den Chef der Wuppertaler Staatsanwaltschaft Wirtschaft, Helmut Schoß und andere Bedienstete. "Sie wurden der Strafvereitelung und Rechtsbeugung bezichtigt - weil sie nichts getan haben. Wir haben die Vorwürfe als völlig haltlos zurückgewiesen", sagt Steinforth.

Schoß begründete sein Vorgehen, den Klägern gehe es nicht darum, Straftaten zu ahnden, sondern darum, per Strafanzeige Namen hinter IP-Adressen zu erfahren, um Abmahnungen und zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gegen die meist jungen Teilnehmer von Tauschbörsen auszuteilen. Innerhalb von zwei Monaten waren in Wuppertal 4.000 Strafanzeigen eingegangen. Schoß sah seine Behörde damit missbraucht.

Aber selbst die Auskünfte zu IP-Adressen, so der Generalstaatsanwalt, "dürfen wir den Anzeigenerstattern aufgrund verschiedener, jüngst ergangener gerichtlicher Entscheidungen, nur noch unter sehr engen Voraussetzungen geben".
Quelle Golem.de (http://www.golem.de/0810/62881.html)

Gut so!

h a e p i i i
13.10.2008, 13:15
find ich gut :top:

Deadman
27.10.2008, 20:18
Rapidshare: Uploads werden doch nicht kontrolliert


RapidshareAm Samstag berichteten (http://winfuture.de/news,43176.html) wir darüber, dass der Filehoster Rapidshare derzeit an einem neuen System arbeitet, dass bereits beim Hochladen von Dateien erkennen soll, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt oder nicht.

"Wir arbeiten an einer Lösung, die einerseits den neuen Vorgaben des Gerichts gerecht wird und andererseits die Privatsphäre der User schützt", erklärte Bobby Chang, Chief Operating Officer von Rapidshare im Gespräch mit ORF.at. Dennoch wurde am gestrigen Sonntag eine gegenteilige Stellungnahme auf Rapidshare.com veröffentlicht.

"Was uns in der heutigen Zeit ganz besonders wichtig ist, ist die Sicherheit persönlicher Daten. Deshalb werden wir die von unseren Kunden vertrauensvoll gespeicherten Daten weder heute noch in Zukunft ausspionieren. Wir wollen kein "Kontrollnet" und garantieren Ihnen, dass Ihre Daten bei uns sicher aufgehoben sind und von niemandem ausser Ihnen eingesehen werden können, solange Sie den erhaltenen Download-Link nicht verteilen."[...]

Quelle: WinFuture.de (http://winfuture.de/news,43197.html)

greenmachine
27.10.2008, 20:28
:top:

Voodoo
11.11.2008, 09:53
Kopierschutz: EA erneut wegen SecuROM verklagt

BildDer Spiele-Publisher Electronic Arts wurde in den Vereinigten Staaten erneut wegen der Verwendung eines DRM-Systems verklagt - dies hatte sich das Unternehmen bei der Einführung des SecuROM-Kopierschutzes sicherlich anders vorgestellt.

Zwei Personen haben bereits Ende Oktober neue Sammelklagen gegen Electronic Arts eingereicht und werfen dem Unternehmen rechtswidrige und betrügerische Geschäftspraktiken vor. Der Grund dafür ist der SecuROM-Kopierschutz, welcher in den beiden Fällen bei der Installation von "Spore Creature Creator Free Trial Edition" und "Die Sims" mit auf dem System installiert wurde.

Wie der Nutzer der kostenlosen Testversion des "Spore Creature Creator" erklärte, verstoße die unbemerkte Installation von DRM bei einem kostenlos verteilten Programm "gegen das Recht eines jeden Computer-Nutzers, zu kontrollieren was auf dem PC installiert wird und wie ein Computer genutzt werden soll".

Die zweite Sammelklage wurde von einer Frau aus Missouri eingereicht, die nach der Installation von "Die Sims 2: Gute Reise" mit Problemen auf ihrem Rechner zu kämpfen hatte. So wurden beispielsweise BackUp-CDs mit zusätzlichen Gegenständen für das Spiel ebenso wenig erkannt, wie Dateien auf ihrem USB-Stick oder iPod.

Bereits im September wurde Electronic Arts wegen des in Spore verwendeten Kopierschutzes verklagt. Damals standen vor allem die scharfen Einschränkungen welche der Kopierschutz für Spore mit sich brachte in der Kritik - mittlerweile hat das Unternehmen hier jedoch nachgebessert.

MaX PoWeR
11.11.2008, 17:04
Das geht auch alles ein wenig zu weit. Ich habe zB einen Kumpel, der hat tatsächlich noch kein Internet, und der konnte letzte Woche seinen neuen Fußballmanager zurückbringen, weil er ihn ohne Internet nicht installieren konnte. An solche Leute muss man halt auch denken. Der, der sich sonst fast jedes Spiel neu gekauft hat, hat sich den Manager jetzt von einem Kumpel brennen lassen, ich glaube nicht, dass EA das erreichen wollte...

Voodoo
11.11.2008, 20:10
Was aber wohl eher die Ausnahme ist. Dennoch finde ich solche Maßnahmen absolut nicht vertretbar. Ich kaufe mir KEIN Spiel, das solch einen Schutz hat.

Optix
11.11.2008, 20:49
Bringt ihm auch nix das er es gebrannt hatte! Ich habs von meinem Cousin geholt und nach dem Spielstart hab ich nur nen schwarzen Bildschirm!

MaX PoWeR
11.11.2008, 21:20
Naja, da gibts ja immer mehrere Versionen, und ich hab es bei ihm laufen sehen ;)

Hilli
12.11.2008, 20:49
läuft aber nur ein jahr, danach wird man immer entlassen ;)

MaX PoWeR
12.11.2008, 21:17
Das stimmt allerdings :applaus:

Voodoo
14.01.2009, 11:58
Zugangssperre für Raubkopierer

Nach den europäischen Vorbildern in Frankreich und Großbritannien erwägt jetzt auch die Bundesregierung den Weg, Raubkopieren den Breitbandzugang zu sperren.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will dies gemeinsam mit Deutschlands wichtigsten Internetprovidern besprechen und so bald wie möglich durchsetzen. Ähnlich einem Abmahnsystem im beruflichen Umfeld soll der raubkopierende Breitbandnutzer dann zunächst eine folgenlose Warnung erhalten, in der er aufgefordert wird seine illegalen Download- beziehungsweise Uploadaktivitäten einzustellen.

Bleibt diese Warnung von ihm unbeachtet, wird ihm der schnelle Breitbandzugang gesperrt. Das Internet kann er dann nur noch per Analogmodem über den normalen Telefonanschluss nutzen.
Quelle: teltarif.de

Sleip`
14.01.2009, 12:35
:top:

Castor
14.01.2009, 14:07
aha, und wie soll das gehen? Wie will man nachweisen, was ich gezogen habe?

Voodoo
14.01.2009, 14:52
Wenn Du Emule oder Bittorrent nutzt, kann man kurzerhand deine IP herausbekommen, da du ja auch gleichzeitig einen Upload hast. Dass man daraus auf deinen Namen kommt, ist ja kein Geheimnis. Natürlich kann man so nur herausfinden, was du zu diesem Zeitpunkt heruntergeladen hast und/oder was du alles in deiner Filelist hast.

Wenn du ein HTTP oder FTP Download machst, wird wohl nie einer dahinter kommen, es sei denn der Server wird einkassiert. Problematisch ist es dann besonders, wenn man auf dem Server ein Account hat, auf dem deine History gespeichert ist.

Also Möglichkeiten gibt es viele.

Nirvana
14.01.2009, 17:00
wie geil, ich stell mir das grad vor: die Sperren mich und ich muss meinem Arbeitgeber mitteilen: Sorry ich kann keine Rufbereitschaft mehr machen, da das Unternehmen für das ich Arbeiten soll meinen Anschluss nicht mehr entsperrt :D

btw: das wird eh nicht funktioneren wie die sich das vorstellen: Die Provider können das garnicht genau prüfen, sondern nur die Bandbreite berechnen und vll. den Port ausfindig machen über den der Traffic gemacht wird. Aber meine Daten sind erstens verschlüsselt und zweitens wird nur nen geschlossenes Torrent Netzwerk genutzt ...

Abgesehen davon müssten die sich ja dann in alle Netzwerke selber einwählen und IPs filtern etc. - und diesen Aufwand werden die nicht betreiben wollen.

Aber unterhalten kann sich ja mal ;-)

NoBoDy
14.01.2009, 17:18
.... Aber meine Daten sind erstens verschlüsselt und zweitens wird nur nen geschlossenes Torrent Netzwerk genutzt ...

Abgesehen davon müssten die sich ja dann in alle Netzwerke selber einwählen und IPs filtern etc. - und diesen Aufwand werden die nicht betreiben wollen.

Aber unterhalten kann sich ja mal ;-)

so seh ich das auch.

Maddox
15.01.2009, 10:29
Erinnert mich irgendwie an den Film Hackers.:heilig:

@Nirvana
Wie meinst du das mit verschlüsselt?

Voodoo
15.01.2009, 10:35
@nirv und Nobody

Sehr naiv! Der Provider wird das natürlich nicht machen, sondern die Millionen Anwälte, die dadurch auch verdienen wollen. Die Anwälte werden dabei dann auch mit euren Daten die Spielehersteller anschreiben, die natürlich eine Zivilklage anstreben. Der Spielehersteller wird dann natürlich, sollte das Gesetz geben, versuchen euch euer Breitbandanschluss zu nehmen.

Mir ist das passiert mit Emule. Verschlüsselung bringt gar nichts. Denn das ist eine Tauschbörse. Du hast immer ein Upload, und wenn es nur die Dateien sind, die du gerade herunterlädst. Anwälte oder spezielle Sicherheitsfirmen wie die Firma Logistep AG aus der Schweiz schauen eben nach diesen Freigaben und sehen da sofort, dass XZ mit der IP XXX.XXX.XXX.XXX die Datei fahrenheit.mov anbietet.

Wenn man geschlossene Torrent Netzwerke verwendet, ist man natürlich deutlich weniger gefährdet, doch sind solche Netzwerke auch schon komplett aufgeflogen. News kann man sicherlich hier lesen. Eine Garantie für Sicherheit ist das nicht.

Nirvana
15.01.2009, 12:00
Emule mit nem geschlossenen Torrent Tracker zu vergleichen finde ich aber auch ziemlich naiv. Übrigens ist mir noch nen dritter Punkt eingefallen: ich verwende keine Standard Ports zum Tauschen.

Und wenn man zusätzlich alles ausschließen möchte, kann man auch noch nen ausländischen Proxy verwenden. Hab ich selber noch nicht probiert, aber schon öfter gelesen, dass dies gehen sollte.

Ich verwende TrueCrypt für meine USB Platte sowie dem Laptop.
Ist relativ einfach zu bedienen. Es gibt allerdings einen großen Nachteil und das ist die Performance des Rechners - wenn Du nen kompletten Rechner sicher machen möchtest und zusätzlich damit Arbeiten willst sollte man über eine Hardware Verschlüsselung nachdenken.

Voodoo
15.01.2009, 12:16
Ich habe Emule nicht mit Torrent verglichen. Aber die Methode auf deine IP zu kommen ist die selbe und ist unabhängig davon. Glaub mir, ich habe mich mit diesem Thema mehr als ausgiebig beschäftigt.

Verschlüsselung bringt in diesem Fall rein gar nichts. Den Port ändern bringt da auch nichts. Du hast mich wohl nicht verstanden. Das ist nicht der Provider, der durch einen Filter versucht die "Täter" zu finden. Das sind Privatpersonen und drauf angesetzte Sicherheitsfirmen, die versuchen die Netzwerke zu durchforsten. Dabei wollen sie nicht eine bestimmte Person erwischen, sondern sammeln einfach, dass IP XXX.XXX.XXX.XXX am 13.12.08 die Datei "Ilegal.rar" angeboten hat. Dafür brauchen sie einfach nur selbst das Spiel oder Film herunterladen und "merken" sich die IP, von dem sie es beziehen. Dabei ist es ihnen egal, ob die Person seine Daten lokal verschlüsselt hat oder welchen Port er benutzt. Sie sehen, dass er diese Datei anbietet und somit gegen das Gesetz verstößt.

Dann wird Anzeige gestellt und Strafanwaltschaft muss, um die Akte öffnen zu können den Namen haben. Daher gehen sie an den Provider, der genau sagen kann, wer zu dieser Zeit diese IP hatte. Und schon haben sie deinen Namen.

Die Staatsanwaltschaft legt den Fall wegen geringem Wert aber wieder nieder. Doch der Anwalt, der Anzeige erstattete kann die Akte einsehen und hat den Namen. Damit geht er zu der Firma und fragt nach ob sie eine Zivilklage durchsetzen wollen. Die Spielefirma sagt ja und schon bekommt man einen netten Brief von diesem "seriösen" Anwalt. Dieser wird, sollte das oben genannte Gesetz geben, auch durchsetzen wollen, dass der "Täter" keine Bandbreitenverbindung mehr zur Verfügung hat.

Wenn du in einem geschlossenen Netzwerk bist, dann ist die Gefahr so zufällig gefunden zu werden natürlich gering. Doch sollte so ein Fahnder mal in so ein Netzwerk rein kommen, kann auch er so auf dich stoßen.

Es gibt dabei zwei Methoden um IPs zu sammeln. Viele machen es per Hand. Da hocken 20 Damen in einem Raum (ähnlich einem Call-Center), die einfach nach Usern suchen, die viel anbieten. Die Firma Logistep hat jedoch eine Methode entwickelt, effektiver das Netzwerk maschinell zu durchforsten. Dementsprechend viele Kunden haben sie inzwischen schon.

Einzig über einen ausländischen Proxy ins Netz zu gehen könnte da effektiv entgegen wirken. Doch dafür bin ich kein Experte und kann nicht sagen, wie zuverlässig diese Verschleierungsmethode ist.

Nirvana
15.01.2009, 13:03
Wir reden aber aneinander vorbei: ich beziehe mich hiermit nur auf den Artikel "Zugangssperre für Raubkopierer"

Der Provider hat doch viel mehr Möglichkeiten als diese miesen Vereine die sich ins Netz einloggen um Raubkopierer zu entlarven und Abmehnungen schreiben. Der kann schon allein die Trafficdaten analysieren und daraufhin seine Schlüsse ziehen.
Allerdings wird das nicht ausreichen, um deinen Anschluss zu sperren. In dem Punkt macht es dann aber schon Sinn Daten zu verschlüsseln.

Für die Zugangssperre werden im aktuellen Beispiel ja dann die Provider für verantwortlich gemacht. Und denen ist es egal was die Kunden machen, solange die bezahlen. Die einzige Methode wäre die Provider dafür in Verantwortung zu nehmen, dass über ihr angebotenes Medium Raubkopien getauscht werden. Ich kann mir jedoch in keinster Weise vorstellen, dass der Gesetzgeber sowas durchdrückt.

Würde sich auch ganz klar mit dem Widersprechen was im Konjunkturprogramm beschlossen wurde: 50 MBit für Alle !

Ich fühle mich trotzdem relativ sicher - klar gebe ich Dir aber auch Recht: Wenn jemand wirklich intensiv die Tracker infiltriert wirds nicht lange gutgehen ...

Jejolore
15.01.2009, 14:49
Wenn man das hier liest, könnte man meinen ihr habt einiges zu verstecken... Was ladet ihr denn so "illegales" herunter das man Angst haben muss von nem Anwalt Post zu bekommen?

Die Preise für PC-Games sind allemal vertretbar zurzeit im Vergleich zu den Wucherpreisen für Konsolenpendants. FilmRips oder Streamvideos von Kinopremieren finde ich auch nicht gerade einen Grund um mich illegal zu betätigen um an das Material zu kommen.

Ich verstehe ja noch das man gerne viele Filme sehen will, aber alles kann man nunmal nicht haben, sei es durch den Geldbeutel oder die "Bandbreite" beschränkt. Und die 2 Monate nach der Kinopremiere kann ich auch noch warten um mir einen Film aus der Videothek auszuborgen (wenn man zurückdenkt an die VHS-Zeit, als zwischen Premiere und Videothek 3 Jahre lagen wird mir übel).
Torrent-Netzwerke finde ich für allgemeinzugängliche Dateien perfekt, auch wenn sie nicht immer wie gewünscht nach dem Schneeballprinzip funktionieren, siehe WoW-Patches.

Voodoo
15.01.2009, 15:31
Ich teile deine Meinung!!! Seit einiger Zeit kaufe ich alles, was nicht Freeware ist. Mein System besteht zu 70% aus Vollversionen und 30% aus Freeware. Office und Vista sind gekauft. Zudem bin ich Mitglied bei drei Online Videotheken, von denen ich zwei exzessiv nutze. Teilweise nerven mich Raubkopierer sogar an, die die Branche kaputt machen.

Doch war ich damals halt noch nicht so auf dem Trip. Ich habe zwar auch dort schon viel gekauft gehabt, doch manche Spiele waren es einfach nicht Wert sich zuzulegen, weil sie einfach zu schnell durch gespielt waren, oder einfach ... kein Wiederspielwert hatten. Diese Games waren dann schnell mal heruntergeladen.

Die Zeiten sind jedoch schon längers vorbei.

Nirvana
15.01.2009, 16:11
Also den Schuh mit der Schuld, die Branchen pleite zu machen ziehe ich mir bestimmt nicht an. Es mag Leute geben die das exzessiv ausnutzen und vll. auch Geld damit machen, doch dazu gehöre ich mit Sicherheit nicht.

Ich habe mir letztes Jahr glaube ich 5 original Computerspiele gekauft, obwohl es sogar einfacher wäre sich ne gecrackte Version aus dem Inet zu ziehen und diese auf dem Rechner zu installieren (ich sag nur GTA4).

Sowas wie Raubkopien gibts schon seit C64 Zeiten. Ich behaupte sogar, dass einige Spielkonsolen (PS1 und PS2) extra so entwickelt wurden, dass diese gecrackt werden können.

Das einzige was sich bei mir geändert hat im Konsum von Filmen, Musik und Spielen ist der Bereich CD-Käufe. Das hat aber eher den Grund der schlechten bzw. minderwertigen Tonspuren auf den CDs sowie der Mangel an guten Bands/Musikern aus meiner subjektiven Ansicht - abgesehen mal von den letzten Wochen, da sind wirklich einige Perlen erschienen.

btw: auf ner LAN zieht doch auch jeder seine Festplatten voll (müsste man ja auch mal gegen vorgehen), die Online Videotheken werden genauso genutzt zum Kopieren oder Speichern der Daten von CD`s/DVD`s oder sogar Blue Ray`s. (sagt mir jetzt nicht, das macht keiner)

Voodoo
15.01.2009, 16:28
Ich wollte dir damit den Schuh nicht anziehen. War verallgemeinert. Die Filme und Spiele, die ich von der Online Videothek ausleihe, kopiere ich aber tatsächlich nicht.

Und ich bin fest davon überzeugt, dass Kopierer die Branche schaden. Zwar hätte nicht Jeder das Spiel auch gekauft, welches er sich kopiert hat, doch sind einige Top Games einfach deutlich weniger verkauft worden, wenn relativ zeitnah eine gecrackte Version im Netz erschien. Und wenn man sich die offiziellen Zahlen von Spielefirmen anschaut (nicht von den Publishern), dann ist es schon schade, dass z.B. auf jedes verkaufte Spiel von World of Goo 11-15 Raubkopien kommen. 11 ist sicher, doch gibt es immer eine Dunkelziffer, die natürlich höher liegt.

Dann muss man nur mal die Szene verfolgen. Immer häufiger liest man, dass ein Spiel, auf das sich durchaus viele gefreut haben, einfach eingestellt wurde, weil sich der Publisher auf seine 3-5 große Marken konzentrieren möchte. Allein in den letzten Wochen habe ich von 4 solcher Spiele gelesen.

Ein Tim Schafer, der durch seine äußerst kreativen Spiele (Day of the Tentacle, Grim Fandango, Psychonauts usw) bekannt ist, musste neulich monatelang nach einem Publisher für sein Spiel Brütal Legend suchen, da kein Publisher neue Projekte angehen wollte. Lieber "Need for Speed 34 - jetzt noch untergründiger" herausbringen.

Immer mehr Spieleentwickler entscheiden sich, ihre Spiele primär oder exklusiv für Konsolen herauszubringen, da dort einfach noch viel mehr Spiele verkauft werden. Die Anzahl der Raubkopierer nimmt aber leider auch dort steil zu.

Da ich selbst Entwickler bin, leide ich irgendwie mit den Spieleentwicklern mit.

lotze
15.01.2009, 16:51
.....Lieber "Need for Speed 34 - jetzt noch untergründiger" herausbringen.
:muhihi: :top:

Sgt Ultra
15.01.2009, 17:31
Naja, was mich grade aber auch bei den Spielen stört, ist die Preispolitik. Für ein Wii-Spiel beispielsweise zahlste am Anfang 60€ und selbst heute noch kosten Spiele, welche mit dem Erscheinungsdatum der Wii veröffentlicht worden sind maximal 10€ weniger. Es gibt da so einige Titel welche mich interessiert hätten, bei welchen ich aber dann Kopfschüttelnd vor dem Regal gestanden bin und es nicht gekauft hab. Wenn ich an meine gute alte Super Nintendo Zeit zurückdenke, da hat kein einziges Spiel 120 DM gekostet, die waren je nach beliebtheit zwischen 50 und 100 DM angesiedelt. Beim PC ist das doch nicht anders, da hätte ich beispielsweise niemals umgerechnete 160 (?) DM für UT3 beim Erscheinungstermin ausgeben müssen.

Nicht das manche jetzt ein falsches Bild von mir bekommen. Ich kann mich nicht mal mehr dran erinnern, welches mein letztes gespieltes Spiel war, was ich nicht gekauft habe.

Voodoo
15.01.2009, 17:36
Joar, gerade die Konsolenspiele, sind wegen den Systemlizenzgebühren sehr teuer.

MaX PoWeR
15.01.2009, 17:38
Die Preise sind ein entscheidender Faktor, jemand der zw 1000 und 1500 € Netto hat, gibt ungern 50-60€ pro Spiel aus, höchstens wenn er alleine lebt und das ganze Geld für sich hat. Mit Musik CDs ist es genauso, finde es heftig, dass die teilweise 30€ oder so kosten, einfach zu krass, trifft natürlich bei weitem nicht auf alle zu, aber auch 18€ oder so ist schon heftig.

Sleip`
15.01.2009, 18:08
Wenn ich an meine gute alte Super Nintendo Zeit zurückdenke, da hat kein einziges Spiel 120 DM gekostet, die waren je nach beliebtheit zwischen 50 und 100 DM angesiedelt.

wos, wo hast du denn bitte deine spiele gekauft??? habe damals für tiny toon adventures - buster busts loose stolze 150 DM bezahlt... :eek: und unter 100 DM gabs da nix, waren alle zwischen 100 - 120 DM angesiedelt (und das in lerche, quasi die alte version vom heutigen media markt).

Sgt Ultra
15.01.2009, 18:28
Da hab ich nie gekauft. Ich hab die immer hier in LB geholt und nie mehr als 100 DM bezahlt :p

Voodoo
15.01.2009, 19:58
Die Lerche fand ich auch nie besonders günstig. Ich war immer nur über die riesige Auswahl fasziniert.

Jejolore
18.02.2009, 09:56
Rückschlag für die Anklagevertreter im derzeit laufenden Prozess gegen die Pirate-Bay-Betreiber. Der schwedische Staatsanwalt musste den schwerwiegendsten Vorwurf fallen lassen.

Wie unter anderem The Register berichtet, sind die derzeit vor Gericht stehenden Pirate-Bay-Betreiber den heftigsten Vorwurf der Anklage los: Der Staatsanwalt Håkan Roswall hat den Vorwurf der Beihilfe zum Bruch des Urheberrechts fallen lassen müssen – eine Vervielfältigung geschützter Files wird Peter Sunde Kolmisoppi, Carl Lundström, Fredrik Neij und Gottfrid Svartholm Warg nun nicht mehr vorgeworfen.

Roswall musste seine Anklage mildern, da er nicht nachweisen konnte, dass die für das Verfahren als Beispiel genannten Torrent-Dateien beziehungsweise die Informationen darüber, wo diese zu bekommen sind, überhaupt über die Piraten-Suchmaschine verbreitet wurden.

Nun haben es die Betreiber nur noch mit einem erheblich harmloseren Vorwurf zu tun: Das Gericht befasst sich nun mit der »Beihilfe zur illegalen Bereitstellung von Urheberechts-geschütztem Material«. Ein harter Schlag für die Kläger, die Angeklagten freuen sich natürlich über den Rückschlag der Staatsanwaltschaft. Laut diversen Medienberichten soll Peter Sunde die Wendung im Verfahren noch aus dem Gerichtssaal via Twitter mit den Worten »EPIC WINNING LOL« kommentiert haben.

Quelle: tomshardware.com/de (http://www.tomshardware.com/de/Urheberrecht-Pirate-Bay-P2P-Prozess,news-242403.html)

Epic winning lol.... freak

Voodoo
20.04.2009, 10:23
Die Leute von Pirate Bay und ihre "Anhänger" gehen mir allmählich gehörig auf den Keks.

Laut dieser News (http://www.netzeitung.de/internet/1331837.html) (und anderen) haben sie ja eine Partei gegründet und wollen sogar ins Europaparlament. Die Chancen stehen sehr gut.

Weltweit werden sie von Jugendlichen als eine Art Robin Hood gefeiert. Dabei zeigen sich mit ihren Kommentaren, ihr Verhalten und ihre Ansichten, dass sie eindeutig einen an der Klatsche haben.

Bin durch Zufall auf diese Kolumne (http://www.netzeitung.de/internet/blogblick/1329097.html) gestoßen, die das schön zusammenfasst. Pirate Bay soll einfach mal aufhören so zu tun, als ob sie die Opfer wären und genügend Eier zeigen, um für ihre illegalen Aktionen gerade zu stehen.

Nirvana
20.04.2009, 10:56
Das Gericht sieht konkret das bewusste Verbreiten von urheberrechtlich geschützten Werken als Grund für das Urteil.

Mal abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Partei ihre 4 Prozent Wählerstimmen erhält könnte man auf Grund dieser Urteilsbegründung google genauso gut verklagen. ;)

ps: ich pflege bestimmt keine Sympathie mit denen, weil es denen schließlich auch nur darum geht Kohle zu verdienen.

Jejolore
20.04.2009, 13:33
PirateBay hatte doch bestimmt auch Werbung auf seiner Plattform geschalten oder? Waren da vielleicht auch Filmwerbungen darunter? Wenn ja dann ist es doch so als würde sich die Katze in den Schwanz beißen...

Voodoo
21.04.2009, 17:53
Filesharer sind die besten Kunden der Musikindustrie

PortaleWissenschaftler aus Norwegen haben mit einer Untersuchung der Musikindustrie den Hinweis gegeben, sich stärker um Filesharing-Nutzer als Kunden zu bemühen, als diese zu kriminalisieren.

Bereits jetzt seien Anwender, die Musik kostenlos auf Tauschbörsen herunterladen auch die besten Kunden von legalen Download-Plattformen, fand man an der Norwegian School of Management heraus. Für die Studie wurden 1.900 Anwender von über 15 Jahren nach ihren Nutzungsgewohnheiten befragt.

Der Unterschied sei dabei nicht einmal gering, hieß es. Gemäß der erhobenen Daten kaufen Filesharing-Nutzer sogar zehnmal mehr auf Portalen wie iTunes oder Amazon legale Downloads ein, als andere Nutzer. "Die größte Überraschung war, das der Unterschied so groß ist", sagte Audun Molde, einer der Mitautoren der Studie, laut einem Bericht der Tageszeitung 'Aftenposten'.

Die Download-Portale profitieren naturgemäß am meisten von diesen Anwendern. Die meisten von ihnen gaben aber auch an, binnen der letzten sechs Monate mindestens eine CD erworben zu haben. Das Hauptproblem für die Musikindustrie sei allerdings ein anderes Konsumverhalten dieser Nutzer. Sie kaufen eher einzelne Songs als komplette Alben, wodurch die Umsätze nicht mehr das frühere Niveau erreichen können.
Quelle Winfuture.de (http://winfuture.de/news,46646.html)