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View Full Version : Thema Armstrong



Voodoo
06.09.2005, 22:20
http://www.netzeitung.de/img/0064/166564-1.jpg

Der am Doping-Pranger stehende Lance Armstrong will sein beschädigtes Image eventuell durch einen achten Sieg bei der Tour de France aufpolieren. Der am 24. Juli in Paris «unwiderruflich» zurückgetretene 33-jährige Rekordsieger erwägt nach einem Bericht der Zeitung «American Statesman» in Austin/Texas 2006 eine Rückkehr zur Tour. Das meldete am Dienstag die Internetseite von «Eurosport».
«Ich überlege diesen Schritt. Das ist vielleicht die beste Art, gegen die Franzosen anzustinken», sagte Armstrong. Der siebenfache Tour-Sieger sieht sich seit zwei Wochen mit schwersten Anschuldigungen konfrontiert, nachdem die französische Sportzeitung «L'Équipe» sechs positive Doping-Analysen Armstrongs aus dem Jahr 1999 veröffentlicht hatte.


Armstrong trainiert wieder

Armstrong sieht sich seit zwei Wochen mit schweren Doping-Anschuldigungen konfrontiert, nachdem die «L'Équipe» positive Doping-Analysen des Texaners von 1999 veröffentlicht hatte. Als Trotzreaktion auf diese Schlagzeilen habe er begonnen, über ein Comeback nachzudenken. Auf die Frage wie ernst es ihm sei, antwortete Armstrong dem «Austin American Statesman»: «Ich trainiere jeden Tag.»

Armstrongs ehemaliger Teamchef und Geschäftspartner bei Discovery Channel, Johan Bruyneel, bestätigte dessen Aussagen, die er im Rahmen der Verlobungsfeier mit der Rocksängerin Sheryl Crow getätigt hatte. Der Belgier sagte laut «Eurosport» bei der zur Zeit laufenden Spanien-Rundfahrt: «Ich schließe ein Comeback von Lance 2006 nicht aus. Aber ich kann es nicht definitiv bestätigen, bis ich ihn nicht persönlich gesprochen habe. Es ist nicht unmöglich.»



«Mir ist langweilig»

Nach der Tour hätte sein Schützling «einige Abschieds-Parties in Nizza» gefeiert. «Danach fuhr Lance zurück in die Staaten. Drei Wochen später meldete er sich bei mir und sagte: Ich bin wieder auf dem Rad. Mir ist langweilig - mir fehlt der Wettbewerb», erzählte Bruyneel von der letzten Wortmeldung seines früheren Kapitäns, der eine Rückkehr nach seinem siebten Sieg im vergangenen Juli ausgeschlossen hatte.

«Das ist keine Nachricht, mit der wir uns jetzt beschäftigen. Ich kann deshalb nicht sagen, das ist toll oder nicht. Auf jeden Fall hätte es keinerlei Auswirkungen auf unsere Planungen oder unsere Vorgehensweise in der nächsten Saison, wenn er zurückkommen sollte. Warten wir ersteinmal ab», riet am Dienstag T-Mobile-Manager Olaf Ludwig, dessen Team-Kapitän Jan Ullrich nach der Frankreich-Rundfahrt erklärt hatte, noch so lange weiter fahren zu wollen, «bis ich die Tour noch ein Mal gewonnen habe». Ullrich war von Armstrong fünf Mal geschlagen worden.

Totenhand
06.09.2005, 22:36
naja ich weiß nicht so recht was ich von dem halten soll. Ist mir irgendwie unbegreiflich wie man 7 mal hinter einander die Tour so dominieren kann.
Sicher hat man mal starke Jahre, aber so konstant??

Okay er fährt nur die Tour und bereitet sich das ganze Jahr drauf vor, aber die Dopingvorwürfe kamen für mich nicht überraschend.

Vll tue ich ihm auch unrecht, und 100% bewiesen ist gar nichts ne, aber ich weiß nicht ...

D@YWaLKeR
07.09.2005, 10:12
ich kann mir auch nicht vorstellen dass er nie gedopt hat!
Wie totenhand schon schrieb, so konstant und einfach wie er immer die touren gewonnen hat. er ist ohne frage ein ausnahmeathlet und ich finde es eindrucksvoll wie er sich nach seiner schlimmer krankheit zurück gekämpft hat und alle nieder gemacht hat. Aber ob alles mit rechten dingen passiert ist bezweifel ich.
ABER falls er doch nur durch seine leistung den erfolg hatte dann tut er mir jetzt leid, weil er jetzt nie wieder so gesehen wird wie er die ganze zeit gesehen wurde, als RADGOTT.

Voodoo
07.09.2005, 10:33
Ich kenne Jemanden der in ein Team, das an der Tour teilnimmt, rein wollte. Er gabs jedoch auf, weil so gut wie jeder irgendwie bescheisst. Ulrich der zuhause in einer Klimakammer (keine Ahnung ob man das so nennen kann) trainiert war nur ein Beispiel von vielen. Wobei dieses Beispiel ja nicht unter bescheissen fällt. Er kann sich auf jeden Fall nicht vorstellen, dass überhaupt einer sauber sein soll.

Letztendlich gewinnt seiner Meinung nach derjenige, der mit Stimulansen dennoch am besten Trainiert hat und nicht in Doping-Kontrollen erwischt wird. Und mein Bekannter hat wirklich Ahnung von dieser Szene. Also nicht irgend so ein dahergelaufener Dummschwätzer.

Als ich das von ihm gehört habe, war ich schon ein bisschen erschüttert. Ging zwar auch immer davon aus, dass einige Dopen, aber dass es im Grunde jeder auf eine Art und Weise macht ist ein wenig heftig für den Radsport.

Ach ja. Ich glaube auch, dass Armstrong gedopt war. Denn so übertrieben wie der immer dominiert hat.

Totenhand
07.09.2005, 13:02
auch durch diese letzten Proben da die nachuntersucht wurden, wurde ja auch gesagt das im Training gedopt wird. Und das angeblich in so krassen Mengen das bei der Tour kleinste Mengen ausreichen die dann zu ner Leistungssteigerung führen. Diese Menge soll dann aber so gering sein, das sie im Blut NOCH nicht nachweisbar ist. Der Radsport ist wirklich zwielichtig geworden, mit Spitzensport hat das fast schon nichts mehr zutun :\

Aber so ne krasse Legende ist Armstrong für mich auch nicht.
Der Größte ist immer noch Eddie Merxs. Der hat die Tour zwar nur 5 mal gewonnen, dafür dann aber auch noch alle anderen großen Touren.
Armstrong ist ja immer nur die Tour gefahren.

Voodoo
07.09.2005, 13:09
stimmt und ich denke damals hat man bestimmt auch nicht soviel gedopt... wenn überhaupt gedopt wurde.

Totenhand
07.09.2005, 13:44
vielleicht sollte man im Radsport das ganze Jahr über Kontrollen machen, damit auch im Training nicht gedopt wird.

Finde es echt schlimm das eine ganze Sportart so von den Drogen dominiert wird, da darf man eigentlich gar nicht mehr hinschaun.
Ich sag mal: Schwarze Schaafe hast du ja immer mal dabei, aber so krass ...

kru3m3L
07.09.2005, 13:55
ich finde man sollte lance nicht so an den karren fahren.
schliesslich dopt jeder. in jeder sportart wird geschummelt.
und das der jan halt immer nur zweiter geworden ist, zeigt dass lance einfach besser ist.
also klappe zu und nicht den ruf von lance auf so eine weise nach seinem rücktritt zerstören wollen.
einfach nur lächerlich falsch und vor allem FEIGE !

Voodoo
07.09.2005, 14:03
gedopt ist nun mal gedopt. Das ist verboten und sollte nicht zur Selbstverständlichkeit werden. Wenn du das als ok empfindest, weil es anscheinend jeder macht, dann stört es dich bestimmt auch nicht wenn gegen dich in CS gecheatet wird oder? Macht ja schließlich jeder.

Komische Einstellung hast du. Würde übrigens Ullrich dopen, dann würde ich genau das selbe schreiben. Auch wenn er dennoch immer nur zweiter wurde. Denn das find ich voll fürn Arsch.

Vor allem warum sollte es feige sein, wenn wir glauben, dass Armstrong gedopt ist/war? Soll ich etwa gegen ihn ein Radrennen machen oder was? Denkste ich würde es nicht sagen, wenn er mir gegenüber stehen würde? Was ist daran also feige?

kru3m3L
07.09.2005, 15:22
ich finde es nur feige dass jetzt wo er zurückgetreten ist auf ihm rumgehackt wird.
hätte ihn ein reporter bei der tour de france nach so etwas gefragt, wäre dieser reporter wahrscheinlich ausgelacht und gefeurt worden.
ich finds nur ungerecht, dass man sich mit dem was er geleistet hat nicht abfinden kann und ihm nur ans bein pinkeln will.
ich wäre für ein comeback, damit wieder alle sein hinterrad sehn können.

Voodoo
07.09.2005, 15:38
und wenn sich 120% sicher herausstellt, dass er doch gedopt hat? Du scheinst ja ein fanatischer Armstrong Fan zu sein. Ohne Frage, er ist ein Ausnahmeathlet. Mal angenommen es stimmt, dass beim Radrennsport kaum einer sauber ist, dann müssten alle in etwa auf selben Niveau sein (es sei denn es gibt unterschiede bei den Dopings). Dann entscheidet ja wieder, wer am besten trainiert hat.... sprich Armstrong.

reen
07.09.2005, 16:25
ich würde sagen lance dopt einfach besser, wie man weis haben ja fast alle großen us-sportler gedoped. selbst leute wie lewis etc. nur war halt das zeugs damals noch nicht verboten.... ich sag mal im spitzensport egal welcher schiebt sich fast jeder irgendwas rein... das war jetzt global und sportartübergreifend gedacht, also nicht NUR die amis, aber halt besonders die, siehe auch marion jones..

Voodoo
16.09.2005, 12:05
http://www.netzeitung.de/img/0070/172070-1.jpg
Die Dopingvorwürfe gegen Lance Armstrong erhärten sich immer mehr. Nach Auskunft des Chefs der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), Richard Pound, hat Hein Verbruggen, der Präsident des Weltradsportverbandes (UCI) den möglichen Dopingskandal um Lance Armstrong selbst ausgelöst. Der Niederländer hat nach Aussage von Pound die Unterlagen zum positiven Dopingtest von Lance Armstrong an die Journalisten der französischen Sportzeitung «L’Équipe» selbst weitergegeben.


Pound belastet Verbruggen

Pound erklärte auf einer internationalen Telefon-Pressekonferenz in Montreal: «Ja, Herr Verbruggen hat mir mitgeteilt, dass er selbst Journalisten die Dokumente gezeigt hat und ihnen mindestens eine Kopie ausgehändigt hat, und dies geschah, wie ich verstanden habe, vor der Veröffentlichung in der Zeitung.»

Pound sagte, der Weltradsport-Präsident habe der Wada erklärt, «den Journalisten alle sechs Armstrong belastenden Dokumente gezeigt» zu haben. Der Wada-Chef fügte hinzu, Verbruggen habe möglicherweise sogar mehrere Kopien ausgehändigt. Auf die Frage, ob es sich bei den Dokumenten um von Armstrong selbst unterschriebene Dopingkontrollformulare handelte, antwortete Pound: «Ja, das ist richtig.» Der Radsport-Weltverband wies dagegen Pounds Aussagen umgehend zurück.



Wada wundert sich

Auf dem Dopingkontrollformular ist stets sowohl die Codenummer als auch der dazugehörige Name des getesteten Athleten vermerkt. «Es ist ziemlich klar, dass ein Link zwischen dem Athleten und der Codenummer nur auf der Basis von Dokumenten herzustellen war, die die UCI besaß», sagte Pound und ergänzte: «Wir haben Herrn Verbruggen gesagt, es wundert uns, warum die UCI die Quelle für die Doping-Veröffentlichung außerhalb ihres eigenen Hauses gesucht hat.»

Die UCI hatte in einer offiziellen Stellungnahme vor einer Woche den Eindruck erweckt, keine Kenntnis über positive Testresultate zu haben. «Wir haben keine offiziellen Mitteilungen oder Dokumente der Anti-Doping-Behörden oder des Anti-Doping-Labors über positive Analysen erhalten», hieß es in der Mitteilung. Der Verband kündigte darin an, weiter nach der undichten Stelle zu suchen, aus der Informationen in die Öffentlichkeit gelangt seien.



Pound: Verantwortung liegt bei UCI

Außerdem hatte die UCI Wada-Chef Richard Pound kritisiert, weil er Armstrong gegenüber der Netzeitung öffentlich schuldig gesprochen habe. «Wir bedauern, dass Pound öffentliche Statements über die Schuld eines Athleten auf der Basis eines Zeitungsartikels abgegeben hat.» Der Wada-Präsident verwies hingegen in der Telefonkonferenz auf die Verantwortung der UCI: «Warum geht die UCI nicht einen Schritt nach vorn und erklärt, dass sie die Informationen geliefert hat?»

Auslöser des schweren Dopingverdachts gegen den siebenfachen Tour-de-France-Sieger Armstrong war ein Bericht der französischen Sportzeitung «L’Équipe» am 23. August. Unter Bezugnahme auf Ergebnisse des Anti-Doping-Labors in Chatenay-Malabry hatte das Blatt geschrieben, dass nachträglich untersuchte Dopingproben aus dem Jahr 1999 positiv getestet wurden und Armstrong zuzurechnen seien.

basel!ne
16.09.2005, 14:01
ich finds einfach nur behindert das die leute sich sone scheisse immer dafuer aufheben menschen zu verletzen, ob nun in ihrem ansehen oder irgendwie anders. wie assozial ist die welt geworden?