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Voodoo
23.11.2005, 11:08
Für Bild-am-Sonntag-Kolumnist Peter Hahne ist das im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung geplante Verbot von "Killerspielen" der einzig richtige Weg. Die Erwachsenenwelt müsse Spiele wie Counter-Strike gar "ächten wie reale Gewalt".

Was Hahne fehlt, ist eine schlüssige Grundlage für seine Behauptungen. Er führt den Kriminologen Christian Pfeiffer an, der behauptet, Spiele würden eine gefährliche Macho-Kultur fördern, die Alltagsgewalt akzeptiere. Andererseits räumt Pfeiffer ein, "dass es keine wissenschaftlichen Beweise für den Zusammenhang zwischen virtueller Gewalt und realer Brutalität gibt." Das Argument von Verbotskritikern, der deutsche Jugendschutz sei weltweit der schärfste, wiegelt er unbegründet ab: "Das reicht offenbar nicht."

Bildblog.de weist zudem auf Fehler des Autors hin."Er behauptet, das Computerspiel Counter-Strike sei "nur zu gewinnen, wenn man (…) mindestens fünf Menschen tötet", das ist schlichtweg falsch: Counter-Strike (dessen Hauptinhalt laut Bundesprüfstelle übrigens nicht das Töten ist) lässt sich selbst dann "gewinnen", wenn am Ende alle virtuellen Spielfiguren quicklebendig sind.

Was meint ihr dazu?

vamp
23.11.2005, 11:12
Also ich finde nicht das Counterstrike ein brutales "Killerspiel" ist....

Ich für meinen Teil denke es steht bei CS das Teamplay im Fordergrund und nicht der Wille zu töten... Man möchte bloss so viel Runden wie möglich gewinnen.... Für mich CS eher wie ein sport.... So wie Fußball oder badminton...Man trainiert dort Taktiken und ähnliches um sich für Spiele vorzubereiten....

Also ich find die Meinung des Bild Reporters schwachsinning

Voodoo
23.11.2005, 11:14
Hab die selbe Meinung wie Vamp. Mir gehts ja nicht um das Töten...

Das sind halt Leute, die sich noch nie wirklich mit dem Thema auseinander gesetzt haben und drüber urteilen.

Totenhand
23.11.2005, 12:55
Ich seh das so: Wieder mal irgend son Futzi, der meint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und gegen etwas Stimmung zu machen, wovon er keine Ahnung hat. In meinen Augen will er sich durch sowas nur selbst profillieren und vor allem will er provozieren.

Stand ja noch schön seine email-addy drunter. Nun wird er bestimmt von son paar CS-Kiddies mit Morddrohungen zugespammt, die er irgendwann auch nochmal präsentiert um zu zeigen wie Recht er doch hatte.

Wer sich den Text durchgelesen hat und nur ansatzweise Ahnung von PC Spielen hat, wird merken das es nur geistiger Durchfall ist, was der da schreibt.

Sleip`
23.11.2005, 13:38
gibt mir eine waffe, ich kill ihn!!!!! :guns: :twisted:

vamp
23.11.2005, 13:50
das der sleipnir glei immer so radikal sein muss :applaus: ;)

rieke
23.11.2005, 13:59
Ich glaube es gibt leider genügend Jugendliche die das Spiel spielen, weil es authentische Waffen hat, die Darstellung ziemlich real und das Spielerlebnis "geil" ist. Solche Leute geben den Kritikern immer noch genügend Stoff das Spiel in die Diskussion um "Killerspiele" einzubauen. Dann gibts noch solche Freaks die unabhängig von CS ihr Leben nicht im Griff haben und dazu noch CS spielen, austicken ala Robert Häuser. Dass der Grund pauschal gleich mal bei einem Computerspiel gesucht wird liegt nahe, denn die Generation der Computerspieler sitzt nunmal noch nicht Flächendeckend in der Medienwelt :) . Es gab zwar hier und da eine grundierte Kolumne über CS, aber das ging unter in den ganzen Schlagzeilen und Aufmachern.
Natürlich bin ich der Meinung der Großteil von denen die CS spielen, tun es weil es ein Teamspiel ist un das ist verbunden mit einem riesen Spaßfaktor - das is der Grund weshalb wir (die den Sinn verstanden haben) CS spielen.

Die jetzige Diskussion um das Verbot wird hoffentlich leiser werden, wenn sie begreifen, dass das Problem nicht am Spiel sondern an den Eltern liegt und durch ein Verbot das Spiel viel attraktiver wird und sie den gegenteiligen Effekt erzielen werden. Aber bis das in die Köpfe reingeht werden noch viele Leute viele Kolumnen verfassen.

PS: von Peter Hahne (wenn er das is) hätte ich das jetzt eher weniger erwartet. Ist das wirklich der der mal Korrespondent vom ZDF war/ist ?

Sleip`
23.11.2005, 14:22
Die jetzige Diskussion um das Verbot wird hoffentlich leiser werden, wenn sie begreifen, dass das Problem nicht am Spiel sondern an den Eltern liegt und durch ein Verbot das Spiel viel attraktiver wird und sie den gegenteiligen Effekt erzielen werden. Aber bis das in die Köpfe reingeht werden noch viele Leute viele Kolumnen verfassen.
hoffen kann man auf jeden, doch wird das kaum der fall sein, solange die entwickler immer wieder neue games erschaffen, in denen das töten "vorrangig praktiziert" wird. man muss schon froh sein, das sie hauptsächlich "nur" CS die schuld geben. es gibt schliesslich dutzende spiele, die imo brutaler, aber vielleicht nicht ganz so realistisch sind. es ist und bleibt ein teufelskreis, der die politik noch jahre beschäftigen wird und unsere anerkennung in der gesellschaft verwehrt......

p.s. ich hab CS bstimmt nicht wg. des teamplays regelmäßig gezockt (meine teammates gingen mir anfangs immer am arsch vorbei!), sondern weil ich es nich abhaben konnte so schlechte stats anfangs zu haben! ja, ich geb's zu, ich war und bin immer noch statsgeil!!! :bunny: :p :D

Totenhand
23.11.2005, 15:05
ich hab auch mal drüber nachgedacht, warum ich das überhaupt spiele. Und ich muss sagen mir macht es einfach spass, aber was genau mir an cs spass macht kann ich gar nicht so genau sagen.

Shooter allgemein find ich besser und liegen mir mehr als andere genre.

kp, ich geh zocken

Castor
29.11.2005, 00:28
at susi: ja das ist der Peter Hahne. Und der schreibt immer so erz-konservatives und religiöses Geschwätz, nicht erst seit diesem artikel...

rieke
29.11.2005, 00:51
echt krass.... dachte ZDF hätte nicht solche krummen Typen :/

lord_schuldig
29.11.2005, 22:45
Also ich find auch das es in CS nicht immer ums TÖTEN geht...
Im Public schon aber nicht bei Wars^^
Da gehts um Taktiken. CS is bei mir auch eher wie Sport
e-sport halt:D :D

rieke
02.12.2005, 09:00
http://www.zockerweibchen.de/index.php?go=artikel&sid=14629

sieht interresant aus, vor allem weils aufm ersten läuft!

ps: voo mach ma ne news dazu, ich denke es wird viele interessieren (ich muss jetzt wech *g)

reen
24.02.2006, 10:53
wenn nicht beckstein sowas sagt, wer sonst?
er ist halt so ziemlich der konservativste politiker den ich kenne, dazu noch csu und bayer.. es muss immer extreme meinungen geben, sonst gäbe es ja nie den gesunden mittelweg.
ich sehe mich selbst nicht als geistig labil und spiele sehr gerne cs und hab auch in meinem leben schon viel zu viel gespielt, trotzdem bin ich der meinung, dass computer spielen die gesellschaftliche entwicklung von kindern und jugendlichen nicht fördert. natürlich gibt es einige "sinnvolle" faktoren bei der spielerei, aber die viele zeit die dabei auf der strecke bleibt ist logisch nicht zu rechtfertigen. wenn kids mal ab und zu bissel spielen, im schnitt nicht mehr als eine stunde am tag, glaube ich nicht dass das ein problem ist. aber bei mir und bei einigen von euch waren es in den anfangsjahrem mit cs halt 5-7h behaupte ich mal. bei mir wars zumindest im alter von 14-16 teilweise so. wenn man allerdings an die 5h am tag im alter von 8-14 spielt dient das garantiert nicht zum guten und die tendenz ist ja erkennbar. fernsehschauen, gameboy etc. ist allerdings auch nicht besser find ich und über den scheiss der da den ganzen mittag im tv kommt schimpft keiner... naja was solls, strengen wir uns als eltern halt an und investieren die nötige zeit damit wäre das hauptproblem behoben.

Totenhand
24.02.2006, 16:23
lol aber ein Vergleich zwischen Kinderpornos und Ego-Shootern ... mal erlich irgendwo hört der Spass auf ... Nun wird man hier schon mit Schwerverbrechern und Perversen gleichgestellt.

Voodoo
09.03.2006, 12:55
CDU/CSU sagt USK-Kontrolle ist mangelhaft

Nach dem gemeinsamen Treffen der CDU/CSU Innenminister in Wanzleben, Sachsen-Anhalt, bei dem es neben sicherheitspolitischen Themen, auch um die sogenannten "Killerspiele" ging, zeigt sich die Union besorgt über die Kontrolle durch die Unterhaltungsoftware Selbstkontrolle (http://www.usk.de/).

Dazu heißt es in einer Pressemitteilung (http://www.asp.sachsen-anhalt.de/presseapp/data/mi/2006/049_2006.htm), die das Innenministerium Sachsen-Anhalts nach der Tagung herausgab:


Pressemitteilung: Die Video- und Computerspiele stellen ein erhebliches Gefährdungspotenzial insbesondere für Kinder und Jugendliche dar... ...die Innenminister stellten übereinstimmend fest, dass die im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag vereinbarte Prüfung der Spiele durch die 'Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle nur sehr mangelhaft funktionioniert und nicht mit dem Jugendschutzrecht in Einklang stehe.

Hessens Innenminister Bouffier äußerte sich bereits vorgestern zu diesem Thema:

<img src="http://static.4players.de/premium/ContentImage/a1/d4/12065-bild.jpg" align="left" border="1" hspace="5">Volker Bouffier: "Experten erwarten in den nächsten Jahren zudem ei*nen erheblichen Zuwachs der Teilnehmerzahlen an diesen überaus brutalen Online-Spielen von heute 3,4 Millionen auf 30 Millionen im Jahr 2009. Innenminister Bouffier: 'Wir beobachten die zunehmende Gewaltbereitschaft gerade von Kindern und Jugendlichen mit großer Sorge. Deshalb muss konsequent gegen Spiele, die Gewalt in jeder Form verherrlichen, vorgegangen werden. Dazu sollte das Jugend*schutzgesetz insofern geändert werden, dass eine niedrigere Eingriffsschwelle, durch das Streichen des Wortes 'offensichtlich' jugendgefährdend, erreicht wird. Diese Spiele sind mit einem effektiven Jugendschutz schlicht unvereinbar. Mit geeig*neten technischen Maßnahmen, beispielsweise durch elektronische Filter, muss si*chergestellt werden, dass Minderjährige keinen Zugriff auf solche Spiele haben. Hier sind insbesondere die Provider gefordert, aber auch die Betreiber von so genannten Internet-Cafes.
Desweiteren geht aus der Pressemitteilung hervor, dass sich die Innenminister der CDU/CSU aus diesem Grund für ein totales Produktions- und Vertriebsverbot der beliebten Spiele aussprechen.

Welche Spiele genau von solch einem Verbot betroffen wären, wollte die Union allerdings auch diesmal nicht sagen. Heißt das womöglich, dass sich die Politiker selbst nicht darüber im klaren sind, welche Spiele unter den Begriff der Killerspiele fallen oder haben sie am Ende gar keine Ahnung vom Gamesmarkt?

Best_of#EJT
09.03.2006, 16:26
die auch durch die medien gepushte feststellung, dass die gewaltbereitschaft unter jugentlichen mehr zunimmt (inwieweit das stimmt, müsste überprüft werden, da es erst seit der letzten zeit ins rampenlicht der medien gerückt ist und deshalb so urplötzlich wirkt), läuft hier im einklang der wirtschaft, die ihre produkte (siehe "gewaltverherrlichende" games) auf gerade diese konsumenten zugeschnitten hat.

natürlich muss man wohl zugeben das, an dieser sache etwas dran ist, aber inwiefern das extreme auswirkungen auf die gesellschaft haben soll (barbarei? siehe "Lord of the flies", falls des jemd. kennt) ist sowieso nur spekulation und hemmt außerdem das wirtschaftswachstum :D

was sagt eigentlich, auch deswegen, die spieleindustrie dazu?

Voodoo
09.03.2006, 16:57
In der Vergangenheit waren auch schon Comics (1950) für das Ansteigen der Kriminalität sowie Heavy Metal in den 80er und 90er Jahren. Ich meine, die suchen immer nur ein Sündenbock. Die Leute, die anfällig für sowas sind, werden auch durch andere Gründe austicken.

Voodoo
15.03.2006, 11:49
Experten diskutieren über Killerspiele

Regierungspolitiker halten Computerspiele, in denen Menschen getötet werden für gefährlich. Experten dagegen sind sich uneins.

Ist es harmlos, wenn Kinder am Bildschirm eines Computers auf virtuelle Menschen ballern? Die kontroverse Diskussion darüber hat neue Aktualität bekommen, seitdem bekannt ist, dass die große Koalition solche Spiele in Deutschland verbieten will.


Gefahr der Abstumpfung

Die Gegner eines Verbots, darunter vor allem Medienwissenschaftler und die Computer-Lobby, führen ins Feld, es sei wissenschaftlich nicht nachweisbar, dass Kinder und Jugendliche mit solchen Killerspielen reale Gewalt übten. «Was wir aber wissen, ist, dass das Spielen solcher Spiele zur Abstumpfung gegenüber realer Gewalt in der mitmenschlichen Umgebung führt und dass die eigene Gewaltbereitschaft zunimmt», sagt hingegen der Hirnforscher Manfred Spitzer in einem Interview der Zeitschrift «Psychologie heute».



Antrainierte Störung

Es werde zwar häufig argumentiert, dass Computerspielen und Fernsehen im Kindesalter den geistigen Fähigkeiten und Fertigkeiten förderlich seien, wie etwa der Schnelligkeit des Denkens oder Reagierens. Dazu gebe es aber nur eine einzige Untersuchung, sagte Spitzer, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm und Autor des Buchs «Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft».

In dieser Untersuchung wurde herausgefunden, dass Kinder Einzelheiten auf dem Bildschirm schneller erkennen können, wenn sie viele «Ballerspiele» spielen. Damit werde aber auch beschrieben, dass eine Aufmerksamkeitsstörung antrainiert wird, sagte Spitzer mit Hinweis auf die vielen sonstigen visuellen Reize.



Zynische Spiele

Auf jeden Fall üben Gewaltspiele eine für Erwachsene häufig kaum nachvollziehbare Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. «So genannte Ego-Shooter sind unter anderem deshalb so beliebt, weil sie von allen Computerspielen das banalste Spielprinzip innehaben. Viele Kinder und Jugendliche, die den ganzen Tag mit solchen Spielen verbringen, kennen gar keine anderen Computerspiele oder haben weder die Geduld noch die Fähigkeit, einem komplexen Spielprinzip zu folgen», sagte der Leiter eines Büros für Kindermedien in Berlin, Thomas Feibel, in einer früheren Ausgabe von «Psychologie heute». Der Autor des Buchs «Killerspiele im Kinderzimmer» ist der Meinung: «Es gibt jede Menge brutaler und zynischer Computerspiele, die absolut nichts in den Händen von Kindern und Jugendlichen zu suchen haben. Da helfen nur harsche Verbote.»



Über Spiele reden

Die Motivationspsychologen Rita Steckel und Clemens Trudewind von der Universität Bochum zogen aus einer Studie mit 280 Schulkindern die praktische Konsequenz, Eltern sollten «mit den Kindern über die Spiele reden und Werte bezüglich Gewalt vermitteln, die sie gegebenenfalls auch mit Verboten durchsetzen sollten».

Feibel unterscheidet zwischen konstruktiven und negativen Spielen. In einem konstruktiven wird zum Beispiel ein Staat errichtet, der dann gegen Barbaren, die alles an sich reißen wollen, verteidigt werden muss. «Ego-Shooter sind immer destruktiv, selbst wenn ihnen wie bei 'Counter-Strike' ein hoher taktischer Bezug bescheinigt wird», sagte Feibel.



Schlechter in der Schule

Ein Computer im Kinderzimmer kann nach dem Urteil von Experten auch die Leistungen in der Schule beeinflussen. Das kriminologische Forschungsinstitut in Hannover hat bei einer Repräsentativbefragung von 6000 Viertklässlern und 17 000 Schülern neunter Klassen festgestellt, dass der Besitz eines PC im eigenen Zimmer bei den Jungen die tägliche Spielzeit je nach Alter und Schultyp um 40 bis 90 Minuten erhöht. Das beeinflusst nach dem Befund von Neurologen ebenfalls die schulische Leistungsfähigkeit, weil die Konzentrationsfähigkeit leidet und das im Kurzzeitgedächtnis flüchtig gespeicherte Schulwissen teilweise durch die emotional hoch besetzten Bilder der Gewalt verdrängt wird.

Dass Mädchen pro Tag fast 90 Minuten weniger am Computer spielen und außerdem die brutalen Spiele meiden, scheint für Christian Pfeiffer, den Direktor des Instituts in Hannover, auch ein Grund für ihren in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsenen Leistungsvorsprung gegenüber den Jungen zu sein.



Bestandteil der Kultur

Der Magdeburger Informatik-Professor Maic Masuch gab zum Thema «Killer-Spiele» im Deutschlandradio Kultur zu bedenken, die Debatte gehe an der Wirklichkeit vorbei. Seiner Meinung nach werden Computerspiele zu einem ganz natürlichen Bestandteil der Kultur. «Das wird ähnlich sein wie im Film: Wenn wir uns heute Stummfilme ansehen, schmunzeln wir über die Bildsprache und darüber, dass die Leute aus dem Kino gerannt sind, als der erste Zug auf sie zukam», sagte Masuch. An der Universität Ilmenau wurde bereits die erste Professur für Computerspiele ausgeschrieben.

Voodoo
11.04.2006, 13:05
Zum Thema Jugendschutz


BildDie Politik meldet sich mal wieder zum Thema Jugendschutz. NRW erkannte nun die Arbeit des USK an. Der USK wurde im Vorfeld in einem Treffen der CDU/CSU Innenminister scharf kritisiert.

Die Prüfung von Computerspielen durch die USK sei weder ausreichend, noch stehe es mit dem "Jugendschutzrecht in Einklang".

Wie der eSport Markt heute berichtet, hat der Landtag in Nordrhein-Westfallen anderes zur USK zu sagen. Die Politiker lobten die USK. Der rechtliche Rahmen bedürfe keiner Änderungen im Bezug auf "an der Ladentheke" erhältliche Spiele. In der Debatte wurde an erste Stelle die Gefahr gestellt, die von Internetseiten auf Jugendliche ausgeht. Gefährdende Inhalte, teilweise sogar solche, die gegen Bestimmungen des Strafgesetzbuches verstoßen, seien für Kinder und Jugendliche viel zu leicht zugänglich.

Eine Lösung des Problems sieht die Debatte in der Selbstverpflichtung großer Internetprovider und Betreiber. Ausserdem wurden verschiedene Maßnahmen zur Lösung des Problems vorgeschlagen, wobei auch mehrfach betont wurde, dass die Gefährdung die vom Internet ausgeht nicht vollständig in den Griff zu bekommen ist. Deshalb müsse man sich um so mehr dafür einsetzen, bei der Kontrolle der Online-Medien besonders present zu sein. So wurde zum Beispiel angesprochen, auch Online-Spiele mit einer Alterskennzeichnung zu versehen.

"Die Landesregierung soll darauf hinwirken, dass seitens der KJM (Kommission für Jugendmedienschutz) schnellst möglich Kriterien dafür entwickelt werden, was eine sichere Internet-Seite für Kinder ist. Auf die bestehenden Erkenntnisse bezüglich solcher Seiten kann zurückgegriffen werden."

Groß geschrieben wird auch die Förderung der Medienkompetenz, und zwar seitens Eltern und Kinder. "Nur medienkompetente Bürger können kritisch und verantwortungsvoll mit der medialen Vielfalt umgehen."

Voodoo
08.06.2006, 09:52
Raubmord von Computerspieler verübt?

In den USA wurde jetzt bekannt, dass zwei Jugendliche zu "echten" Raubkopierern geworden sind. Die beiden Jugendlichen kopierten einen Raubmord, in dem sie versuchten einem Mann sein Auto zu klauen, als dieser sich weigerte ihnen sein Auto zu überlassen, erschlugen sie ihn und schossen ihm anschließend in den Kopf. Der Vorwurf des amerikanischen Anwalts und Videospielegegners Jack Thompson lautet wie folgt: Die Jugendlichen haben sich bei ihrer Tat von dem Videospiel Grand Theft Auto (GTA) inspirieren lassen und den Raubmord aus dem Spiel kopiert. Thompson ist der Meinung, dass eine Szene, wie sie die zwei Täter hinterlassen haben auch in GTA vorkommt, woraus er schlussfolgert, dass der Mord anders nicht zu erklären ist, als dass die beiden Täter ihn kopiert haben.

Dann kommt Thompsons mit einer Verbalattacke, die sich gegen alle Video- und Computerspieler richtet, unter denen er eigentlich schon genug Feinde hat.


Jack Thompson: "Niemand schießt anderen Menschen in den Kopf. Es sei denn, er ist ein Auftragskiller oder ein Videospieler"

Die Polizei glaubt jedoch nicht an einen Zusammenhang zwischen Videospielen und der Straftat. Uns würde interessieren, wie Thopmson die vielen durch Kopfschüsse getöteten Menschen in allen Kriegen dieser Welt erklären will, durch eine Armee von Video- und Computerspielern?

Young-Steff
08.06.2006, 11:27
lol videospieler = auftragskiller, dann würd ich gern auch soviel kohle für eine mission bei den games bekommen, ne mal im ernst, hat der nen schaden oder nen riesen schaden:stupid2: :wallbash: ?

Totenhand
09.06.2006, 16:33
und ein Auftragskiller schießt seinem Opfer auch nicht in den Kopf .. das haben wir doch bei "Leon der Profi" gelernt ...

Naja wie immer: Maßlos überzogen .. aber wenn sie meinen. Gab auch schon Leute die anderen Leuten in den Kopf geschossen haben, bevor es Überhaupt Computer gab :stupid2:

rieke
10.06.2006, 13:59
der Thompson schon wieder, der will doch nur rummel um seine Person haben. Der ist so krank drauf, damit er Werbegelder kassiert..... so ein Spacken

Voodoo
20.06.2006, 11:03
Verbot von Killerspielen gefordert


Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hat ein Verbot gewalttätiger Computerspiele gefordert. „Der Jugendschutz muss in diesem Bereich deutlich verbessert werden und mit den technischen Entwicklungen Schritt halten“, sagte er am Montag. Niedersachsen beteilige sich bereits an einer Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz zu dem Thema.


Trotz der bestehenden jugendschutzrechtlichen Vorkehrungen, so der Politiker, seien gewalttätige Computerspiele einem breiten Nutzerkreis zugänglich. Viele Spiele könnten unkontrolliert aus dem Internet heruntergeladen werden.

Herstellungsverbot im Gespräch

„Wir dürfen nicht warten bis spektakuläre Einzelfälle von jugendlichen Amokläufern – wie 2002 in Erfurt – zu Opfern führen, sondern müssen präventiv handeln“, sagte Schünemann. Ein wissenschaftlicher Streit darüber, ob Killerspiele langfristige Auswirkungen auf das Verhalten von Jugendlichen hätten, bringe wenig.

Ein wirksamer Jugendschutz könne letztlich nur erreicht werden, wenn besonders schädliche Computerspiele gar nicht erst auf den Markt kämen. „Ich fordere deshalb ein schnelles Herstellungs- und Verbreitungsverbot“, betonte Schünemann.

Arbeitsgruppe Computerspiele

Eine Verbesserung des Jugendschutzes auf Bundesebene ist Gegenstand der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU/CSU und SPD. Die Innenministerkonferenz hatte Anfang April in Garmisch-Partenkirchen die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die ein Konzept mit dem Ziel einer gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern erarbeiten soll.

Die Arbeitsgruppe wird unter Mitwirkung Niedersachsens die rechtlichen und technischen Möglichkeiten zur Unterbindung und Verbreitung gewalttätiger Computerspiele prüfen.

Voodoo
20.06.2006, 12:11
US-Verband ESA hat Klage erhoben


Unlängst wurde bekannt, dass die Gouverneurin Kathleen Babineaux Blanco ein Gesetz verabschiedet, welches die Regulierung des Spieleverkaufs- und Verleihs im Bundesstaat Louisiana vorsieht. Angepeilt ist, hier dem Verkauf als auch dem Verleih von Spielen mit extrem gewalttätigen Inhalt ein Riegel vorzuschieben bzw. den Verkauf an minderjährige Spieler unter Strafe zu stellen. Fleißig an dem Gesetzesentwurf mitgearbeitet hat der allseits bekannte Anwalt Jack Thompson.

Nun kann es aber passieren, dass man eventuell den Gesetzesentwurf erneut per Gericht kippt. Wie bekannt wurde, hat die ESA (Entertainment Software Association = Publisherverband der Spieleindustrie in den USA) in Louisiana vor dem Federal District Court of Baton Rouge Klage erhoben. Ziel der Klage ist es, wie bereits schon in gesamt sechs anderen Bundessaaten der USA geschehen, die Vorlage wieder aus dem Gesetz zu streichen, da sie gegen – wie die ESA es begründet – geltendes Grundrecht des US-Bürgers verstoße.

Doug Lowenstein, Präsident der ESA, ist sich schon jetzt siegessicher, dass man auch in Louisiana gewinnen wird. Überdies prangert er inzwischen auch die finanzielle Steuerverschwendung an, die mit diesen bisher immer gekippten Gesetzesentwürfen einhergeht. So rechnet er vor, dass die bis heute in diesem Zusammenhang geführten Prozesse den Staat gesamt über 1 Mio. US-Dollar gekostet haben – beglichen aus den Taschen der Steuerzahler.

In weit das Aufzeigen dieser Tatsache für einen Denkumschwung sorgt und ob der angestrebte Prozess gewonnen wird, muss abgewartet werden. Bekanntlich mahlen gerichtlichen Mühlen gerne mal etwas langsam.

Voodoo
23.06.2006, 10:29
Kritik vom Entwicklerverband G.A.M.E.


Erst diese Woche machte der niedersächsische Minister des Inneren und Sport, Uwe Schürmann, von sich reden. Der Politiker fordert ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot im Bereich der Videospiele für sogenannte Killerspiele. Das man eine solche Äußerung bzw. ein derartige Forderung nicht unkommentiert stehen lassen darf, ist für den deutschen Entwicklerverband G.A.M.E. absolut wichtig. So meldete sich kein geringerer als der Geschäftsführer des Verbandes, Stephan Reichart, zu Wort und kritisierte die unbedachte Aussage des Politikers.

Zunächst stellte Reichart mal klar, dass auch in Deutschland sehr viele Arbeitsplätze mit der Entwicklung und Produktion verknüpft sind. Gesamt gesehen sei das Segment Videospiele das einzige, dass seit Jahren ein konstantes Wachstum vorweisen könne. Allein vor diesem Hintergrund sehe Reichart schon die Maßgabe, sich ernsthaft mit der Thematik Spiele zu befassen, anstatt sich regelmäßig zu halbherzigen, unsachgemäßen und zudem gern auch polemischen Aussagen hinreißen zu lassen. So wird Reichart dann auch wie folgt zitiert: "Meines Erachtens sollte die Politik ihre Energie nicht in dieses Wahlkampfthema stecken, sondern sich gemeinsam mit den Verbänden in Deutschland für einen bewussten Umgang mit Medien einsetzen und die Medienkompetenz von Eltern, Erziehungsberechtigten, Pädagogen, Politikern und natürlich auch Kindern gezielt stärken."

Darüber hinaus gab Reichart gleichfalls zu bedenken, dass gerade mal zwei der in Deutschland gesamt 226 ansässigen Entwickler sich tatsächlich mit dem Genre Ego-Shooter ernsthaft befassen. Und selbst diese Tatsache reiche bei Weitem noch nicht aus, diesen Studios zu unterstellen, dass sie damit automatisch Killerspiele produzieren.

Last but not least nahm Reichart auch die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) in Schutz. Diese würde hervorragende und professionelle Arbeit leisten und würden von Herrn Schürmann zu unrecht in die Killerspieldiskussion hinein gezogen.

Voodoo
31.07.2006, 10:44
Abgestumpft durch Videospiele


Videospiele mit Gewalt und Aggression senken die Sensibilität gegenüber realer Gewalt. Das haben amerikanische Psychologen in Tests an mehr als 250 Studenten nachgewiesen, die sie mit authentischen Bildern von Streitereien, Schießereien oder Kämpfen konfrontierten. Bei Probanden, die sich zuvor zwanzig Minuten lang mit einem Gewaltvideospiel beschäftigt hatten, fielen typische Stressreaktionen wie Herzklopfen oder Schwitzen deutlich geringer aus.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler zunächst bei den 124 männlichen und 133 weiblichen Probanden die physiologischen Basisdaten wie Herzschlag und elektrischer Widerstand der Haut. Dann hatte ein zufällig ausgewählter Teil der Teilnehmer zwanzig Minuten lang ein Videospiel mit gewalttätigem Inhalt zu spielen, während sich die anderen mit einem Spiel ohne Gewalt beschäftigten. Anschließend zeigten die Forscher den Probanden ein zehnminütiges Video mit Polizeibildern, Szenen aus Gerichtsälen, Schießereien und Kämpfen und maßen gleichzeitig den Herzschlag und die Stressreaktionen auf der Haut.

Diese Bilder realer Gewalt führten bei den Probanden nach dem aggressiven Spielen zu deutlich geringeren Reaktionen als bei den Studienteilnehmern, die ein harmloses Spiel gespielt hatten, ergab die Auswertung. Die Gewaltvideospiele führten dazu, dass sich die Nutzer an Gewalttätigkeit gewöhnten und daher weniger auf solche Bilder reagierten, erklärt Studienleiter Nicholas Carnagey.

Generell führe die weite Verbreitung von Aggression in der Medienlandschaft zu einer weitreichenden und systematischen Desensibilisierung gegenüber Gewalt, so der Psychologe. Auch Spiele, die ohne Blut und andere realistische Details auskommen, würden zu diesem Effekt beitragen, denn sie bewirkten bei den Spielern, mit Gewalt etwas Positives zu assoziieren. In weiteren Studien wollen die Forscher nun herausfinden, in welchem Maße auch andere Medien wie Filme und Fernsehsendungen zur Desensibilisierung gegenüber Gewalt beitragen.

Best_of#EJT
31.07.2006, 15:53
da is schon was dran an der Sache. Aber inwieweit das schlimm ist..
Muss man halt gesellschaftskritisch betrachten ;)

Nirvana
31.07.2006, 16:40
irgendwie stumpfen mich die Medien mehr ab als irgendwelche Computerspiele ... ich meine schockiert es noch irgendwen, wenn man hört: Selbstmordanschlag in Israel oder im Irak und dazu gleich die frischen Bilder serviert bekommt ?

Voodoo
31.07.2006, 16:54
oder Filme ala Hostel, The hills have eyes, Haus der 1000 Leichen usw.....

diese Filme stumpfen extrem ab. Dabei hab ich noch nicht mal die schlimmsten aufgezählt. Sgt Ultra merkt es ja auch schon, der sich ständig solche Filme anschaut. Er ist ein potentieller Massenmörder :D

Sgt Ultra
31.07.2006, 17:05
oder Filme ala Hostel, The hills have eyes, Haus der 1000 Leichen usw.....

diese Filme stumpfen extrem ab. Dabei hab ich noch nicht mal die schlimmsten aufgezählt. Sgt Ultra merkt es ja auch schon, der sich ständig solche Filme anschauen. Er ist ein potentieller Massenmörder :D

potenzieller? tssss... muss ich erst noch vor deinen augen ein paar leute schnetzeln, bis du mir endlich glaubst? :heilig:

aber das stimmt schon, so filme stumpfen voll ab. während die leute mit denen ich da teilweise im kino war oder mit denen ich dvd abend gemacht hab gezuckt haben und weggeschaut haben, konnte ich irgendwie ganz gelassen sitzen bleiben und weiter futtern *g* muss ich mir da jetzt sorgen machen? :cool: aber ich hab mir vorgenommen da mal ne pause zu machen...

Nirvana
31.07.2006, 17:46
naja ich hab irgendwie auch nicht so die probleme mit den splatter filmen ... die meisten sind sowas von übertrieben und realitätsfern, dass (ich persönlich) eher drüber lachen muss - gibt da aber auch ausnahmen ;)

Voodoo
31.07.2006, 18:10
die von mir aufgezählten waren keine Splatterfilme, sondern sehr auf realismus ausgelegt.

Nirvana
31.07.2006, 18:47
echt ?

Haus der 1000 Leichen


Kritik: Rob Zombie ist eine Art pervertiertes Multitalent. Der Sänger der Heavy-Schock-Band White Zombie wagt sich nun auch an sein Kinodebüt, das wenig überraschend, ein lupenreiner Slatter-Film geworden ist.

The Hills Have Eyes


Terror-Schocker von Alexandre Aja (High Tension)

High Tension hab ich am Samstag gesehen - für mich war das sehr unrealistischer Splatter - vor allem das Ende ;)

aber ist halt Ansichtssache

Voodoo
31.07.2006, 23:33
High Tension hätt ich auch als Splatter eingestuft. Allerdings nicht die anderen. Bei The Hills Have Eyes heißt es ja auch nur Terror Shocker. Das muss ja kein Splatter sein :P

Voodoo
16.08.2006, 17:28
Jack Thompson wieder in Aktion


Der wohl berühmteste als auch umstrittenste Anwalt der Gegenwart ist zurück und holt wieder zu einem Rundumschlag aus. Dieses Mal hat er – wie könnte es auch anders sein – wieder einmal Rockstar bzw. Take 2 im Visier, die am 1. Oktober 2006 mit ihrem neusten Werk Bully für die PlayStation 2 an den Start gehen wollen (gültig für die USA). Einfach will es Thompson dem Entwickler als auch Publisher dabei nicht machen – ganz im Gegenteil. Und damit die Aktionen auf Seiten von Thompson auch ja auf gesunden Füßen stehen, hat er schon jetzt erheblich vorgefühlt.

Wie berichtet wird, hat sich Thompson kürzlich an Take 2 als auch eine große Handelskette in den USA gewandt. Sein Anliegen: Er hat um eine vorzeitige Herausgabe des Spiels Bully ersucht, damit er selbst prüfen kann, in wie weit das Spiel eine Gefährdung darstelle bzw. immer „noch eine Bedrohnung durch Nachahmungs-Gewalttaten in Schulen“ mit sich bringe. Dem aber noch nicht genug, denn die Forderung zur Herausgabe des Spiels hat der umtriebige Anwalt mit einer Frist garniert die besagt, dass er die Veröffentlichung des Spiels notfalls mit einer Klage verhindern werde. So haben Take 2 oder wahlweise die große Handelskette (was auch immer diese damit zu tun hat) bis zum 1. Oktober 2006 Zeit, ein Bully Exemplar auszuhändigen.

Das natürlich der gute Thompson nicht wirklich die geeignete Adresse ist ein Spiel ordnungsgemäß einzustufen, sollte hinlänglich bekannt sein. Vielmehr wird sich die ESRB (Entertainment Software Patings Board) darum kümmern, wer Bully in die Hände bekommt und wer nicht. Allerdings sieht Thompson genau in diesem Verfahren bzw. in dieser Organisation das Problem, denn bisher habe sie ihren Job aus Anwaltssicht nicht gut gemacht.

Ist darüber hinaus die Organisation zur Objektivität verpflichtet, gilt das freilich nicht für Thompson. So ist sich der gute Mann schon jetzt sicher, dass „Bully niemals veröffentlicht“ wird. Im Übrigen auch die Überschrift seiner bereits entstehenden Klageschrift.

Eine Stellungnahme zu diesem erneuten Übereifer des Herrn Thompson seitens der Handelskette oder aber auch Take 2 bzw. Rockstar liegt derzeit nicht vor. Es dürfte aber anzunehmen sein, dass man seitens der Macher und Vertreiber auch dieses Mal eher schweigen wird.

Wer sich überdies die bereits zahlreichen Aussage von Thompson zu Gemüte führen mag, welche bereits hinsichtlich verschiedener Spiele schon aus seiner Richtung gekommen sind, sollte einfach mal diesem Link folgen (englische Sprache):

http://en.wikiquote.org/wiki/Jack_Thompson_%28attorney%29

rieke
19.09.2006, 11:15
Heute gibt es wieder Weisheiten, die des Gamers Herz in Wallung versetzen. "Je brutaler die Spiele sind und je häufiger man sie spielt, desto schlechter sind die Noten." Oder "Je mehr man Ego-Shooter spielt, desto höher ist die eigene Gewaltbereitschaft." Dies sind die neusten populistisch-einprägsamen, wenn auch sinnfreien Erkenntnisse, die nun Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen zum Besten gab.




Und weil das so natürlich nicht weitergehen kann, man den spielenden Teil der Bevölkerung nicht kampflos in einem bizarren Strudel aus Gewalt und Aggression versinken lassen möchte, ist es höchste Zeit einzuschreiten. Zwecks Untersuchung und Feststellung der kritischen Lage preschte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU), personifiziertes christlich-orwellsches Einmannkommando, mutig vor und beauftragte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KfN), welches auch promt lieferte. Der bisherige Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltverherrlichenden Computerspielen sei völlig unzureichend, weswegen man nun im Schulterschluss mit dem KfN versuchen möchte, gegen die laxe Vorgehensweise bei der Altersfreigabe von Computerspielen vorzugehen. Im Vordergrund steht selbstverständlich wie bei jedem bedeutenden Vorhaben in der Menschheitsgeschichte ein heheres Ziel: der Jugendschutz. Ein sehr sensibles und zurecht bedeutungsvolles Thema, das bedauerlicherweise regelmäßig den Hörnern des Populismus zum Opfer fällt.

So erneut geschehen. Man zweifelt an der Sicherheit des Systems selbst, die Vergabe der USK-Beschränkungen sei nicht befriedigend. Selbst bei Spielen die ab 16 Jahren freigegeben sind, fließe reichlich Blut, so der Innenminister. Zunächst wolle man die Vergabe-Kriterien näher unter die Lupe nehmen. "Gewaltverherrlichende Spiele, bei denen es ums Töten geht, haben nichts in den Händen von Kindern und Jugendlichen zu suchen", sagte Schünemann. Ums Töten?! Aber nicht doch! Mir ging es bislang dabei um den Spaß am Spiel selbst, um einen schönen Zeitvertreib, um die Interaktion mit anderen. Um die brenzlige Lage inmitten potenzieller Killer und Gewalttäter von morgen besser einschätzen zu können, werden die KfN-Forscher 90 (!) Computerspiele mit unterschiedlichen Alterseinstufungen in einem Forschungsprojekt nachspielen. Ob dies im Rahmen des geläufigen Daddelns am PC, am Schießstand, von Jägers Hochsitz oder gar in einer Straßenschlacht münden werde, wurde leider nicht mitgeteilt.


Zitat:
Anhand der Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen dann Vorschläge an die Innenministerkonferenz gehen, wie die Kontrolle und die Klassifizierung der Killerspiele geändert werden könnten. Seiner Ansicht nach muss die Kontrolle "in staatlicher Hand" bleiben, sagte Schünemann. Der Minister geht noch einen Schritt weiter: Ziel müsse es sein, dass die brutalen Spiele in Deutschland nicht verbreitet oder gar nicht erst hergestellt werden dürften.



Wir danken an dieser Stelle Herrn Uwe Schünemann für seinen unermütlichen Einsatz!
Zum Glück haben wir sonst keine Probleme...



Quelle (http://zockerweibchen.de/news-artikel,17840,1.html) Autor: Höhlchen

vamp
19.09.2006, 11:17
Das Thema wird doch immer wieder ausgekramt, wenn mal wieder ein Jugendlicher oder ähnliches durchdreht.

rieke
19.09.2006, 11:19
naja der Artikel ist ganz nett sarkastisch geschrieben :)

Voodoo
21.09.2006, 09:25
Spielen für die Forschung


Zwei Universitäten in Neuseeland wollen erforschen warum uns Actionspiele Spaß machen. Insegsamt 81.200 ¬ lässt man sich das Projekt kosten.

Mit diesem Geld will man zwei sogenannte "Gaming Clubs" einrichten, in denen dann Jugendliche, unter der Aufsicht von Psychologen, Ego-Shooter und ähnliche Action-Spiele konsumieren können.

Erforschen will man damit eins der größten Geheimnisse des des Videokonsolen- und PC-Spiele-Zeitalters:

Warum machen Spiele mit Gewalt und Action Spaß?

Der Wissenschaftlicher wollen sehen, wie die Jugendlichen untereinander agieren und wie sie sich mit den Spielen beziehungsweise den Charakteren in den Spielen auseinandersetzen.

Voodoo
23.10.2006, 14:00
Spiele erneut im Fadenkreuz des ZDF


Wie Kinder Spaß am Morden finden – So lautete der Titel eines Beitrags aus der ZDF-Sendung „aspekte“, der sich einmal mehr mit dem Problem des Jugendschutzes in Computer- und Videospielen beschäftigte.

Nach den von Spielern scharf kritisierten Beiträgen zum Thema Computer- und Videospiele im ZDF-Magazin „frontal“ vor einigen Monaten, widmete sich der TV-Sender erneut der Thematik des Jugendschutzes in diesem Medium. Diesmal wurde in einem Beitrag des Magazins „aspekte“ die Objektivität der Unterhaltungs-Software-Selbstkontrolle (http://www.usk.de/)(USK) angezweifelt, die die Alterfreigabe von Computer- und Videospielen regelt. So wäre deren Arbeit allein nicht ausreichend, um Kinder und Jugendliche vor den so genannten „Killerspielen“ zu schützen.

Trotz der Wichtigkeit dieses Themas in Politik und Gesellschaft, mangelte es dem Beitrag sowie dem zugehörigen Begleitartikel (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,3990031,00.html)einmal mehr an Objektivität. So wird das erfolgreiche und beliebte GTA San Andreas folgendermaßen zurechtgestutzt: „Bewaffnet mit Motorsägen, Baseballschlägern, Schaufeln und Pistolen gegen Passanten, Rentner und Polizisten kämpfen - und das alles bei cooler Musik und mit schönen Frauen zusätzlich. Das ist das Erfolgsrezept des Computerspiels "GTA San Andreas (http://www.sanandreas.de/)", das weltweit mehr als zehn Millionen Mal verkauft wurde.“ Hier hätte die USK mit einer Klassifizierung von „ab 16“ laut ZDF eindeutig versagt.


An der Einseitigkeit der Diskussionsführung ändern auch die Einwürfe der Politik nichts. So empfindet es Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann als skandalös, das Spiele wie San Andreas oder Hitman Contracts (http://www.eidos.de/gss/legacy/hitmancontracts/) überhaupt eine Altersfreigabe erhalten hätten: "Da sind die Innenminister gefordert, nach vorne zu gehen. Wir haben uns geeinigt, wir wollen mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen Nachweise führen, dass die USK hier falsch gehandelt hat, und dann aber gleich den Auftrag erteilen, 'was sind Killerspiele?' - dann wollen wir Formulierungen haben für ein Herstellungsverbot und ein Verbreitungsverbot."


Aufgrund der für viele Spieler provokanten Aussagen innerhalb des Beitrags hat dieser seinen Weg ins Internet gefunden. Wer die Sendung vom Freitag verpasst haben sollte, kann dies hier (http://www.youtube.com/watch?v=1qEuoCiOD0Q)nachholen. Wie lautet Ihre Meinung zu diesem Thema? Ist ein generelles Verbot von bedenklichen Spielen akzeptabel oder sollten erwachsene Spieler hier nicht bevormundet werden?

Nirvana
23.10.2006, 14:40
GTA ist aber echt mal nen brutales "Killerspiel" - ich fordere ein Herstellungsverbot ! :applaus:

zusätzlich fordere ich, dass Politiker auch mal ihren Kopf benutzen bevor sie Äußerungen tätigen - abgesehen davon habe ich wirklich keine Probleme damit jugendgefährdende Spiele (z.B. Doom) auf Ü18 zu beschrenken ...

Voodoo
23.10.2006, 15:00
Ich habe auf jeden Fall auch nichts dagegen, wenn viele Spiele auf ü18 gesetzt werden. Allerdings geht es nicht darum. Denn das macht die USK ja schon. Soweit ich es sehe, wollen sie diese Spiele komplett aus dem Markt ziehen. Indizieren also.

Nirvana
23.10.2006, 15:14
also gegen das indizieren habe ich dann auch etwas ... weil ich kann schon allein entscheiden, was ich spiele - und da muss sich auch keiner sorgen um meine psyche machen ;)

aber selbst wenn es dazu kommt leben wir zum "glück" in einer globalisierten welt mit internet ;o)

Voodoo
23.10.2006, 15:16
Genau. Man kann es auch positiv sehen. Weil wir nun gezwungen sind, englische Spiele zu spielen, gehen unsere Noten im Englisch-Unterricht endlich mal Richtung 1. :)

Deadman
23.10.2006, 15:31
Das hab ich versucht! Und ich kämpfe immernoch um meine 7 Pkt. in Englisch.

freak
23.10.2006, 15:51
ich habs immer auf die englisch lehrer geschoben :)

h a e p i i i
23.10.2006, 16:29
Mein Englisch wird auch nicht besser Oo nur bissel Vokabeln vielleicht ^^

Voodoo
23.10.2006, 16:35
Ja, an Vokabeln hab ich viel gelernt gehabt. Meine Lehrerin hat vielleicht dumm geguckt, als ich sie fragte was marriage auf deutsch heisst.

rieke
23.10.2006, 18:45
naja is ma wieder typisch, dass Politiker sagen die USK habe versagt...

Ich glaub eher bei den betroffenen Kindern/Jugendlichen haben die Eltern versagt Oo

Voodoo
08.11.2006, 16:03
Erwiderungs-Artikel erschienen


Gestern erschien ein Beitrag auf zeit-online (http://www.zeit.de/2006/45/Titel-Computerspiele-45), in dem der Autor Jörg Lau der USK vorwirft, gewalthaltige Computerspiele viel zu lasch einzustufen. Grundlage dieses Artikels war die Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN).

Auf der gleichen Webseite holt nun der Journalist Falk Lüke zum Gegenschlag aus. In seinem Artikel "Horror im Kinderzimmer (http://www.zeit.de/online/2006/45/kfn-computerspiele?page=1)" greift er die Argumente von Jörg Lau auf und erklärt darin seine Ansicht der Dinge:

"Was die umfangreiche und eigentlich begrüßenswerte KFN-Studie gezeigt hat: Spiele sind in vielen Kinderzimmern angekommen, gesellen sich zum Fernseher dazu. Deswegen ist es tatsächlich sinnvoll, sich mit diesem Phänomen auch wissenschaftlich zu beschäftigen. Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Spiel und kriminellem Verhalten kann dabei aber nur ein Aspekt sein. Beantwortet werden müsste auch die Frage, welche Standards für unsere Gesellschaft im medienpädagogischen Bereich notwendig sind. Zu überlegen wäre auch, ob Schulungen für hilflose, wenig technik-affine Eltern nicht sinnvoller wären als Verbote. [...] Denn mancher Vater und manche Mutter dürften schnell in Erklärungsnöte geraten, wenn sie ihrem Nachwuchs erläutern sollen, warum Gewaltdarstellung in der Oper freie Meinungsäußerung ist - Computerspiele jedoch verboten gehören."

Interessanter Nebenaspekt: In den Kommentaren (http://zeus.zeit.de/comments/online/2006/45/kfn-computerspiele?base=/online/2006/45/kfn-computerspiele)zu dem neueren Artikel liefern sich Falk Lükeund Jörg Lau ein lesenswertes Wortgefecht.

Voodoo
13.11.2006, 17:30
Videospiele sind Kunstobjekte


Der französische Minister Renaud Donnedieu de Vabres versucht die Regierung davon zu überzeugen, dass Videospiele in ihrer Form als Kunst bzw. Kunstobjekte einzustufen sind.

Sollte er mit dieser Marschroute Erfolg haben, könnte sich das auf die gesamte Spielbranche auswirken. Der Minister äusserte sich zu dem Thema so:


Bild[...]Nennen Sie mich den Minister für Videospiele, wenn Sie wollen - ich bin stolz darauf. Die Leute haben viel zu lange auf die Videospiele herabgesehen und dabei den hohen kreativen sowie kulturellen Wert übersehen. Videospiele sind nicht bloß ein kommerzielles Produkt. Sie sind eine Form von künsterlichem Ausdruck und beinhalten die kreative Art von Geschichtenschreibern, Designern und Regisseuren[...]Insbesondere die Top-Publisher in Frankreich könnten durch eine Anhebung von Videospielen zur Kunstform profitieren, sollte Renaud Donnedieu de Vabres mit seinem Vorschlag durchkommen, da steuerliche Vergünstigungen von mehr als 20% winken könnten.

Sollten Spiele auch in Deutschland zur Kunst erhoben werden, dann wäre eine Zensur von Spiele stark eingeschränkt. Wie bei Filmen wäre eine stilistisch überzogene Gewaltdarstellung erlaubt. Man denke da nur an so Filme wie "Kill Bill", "Sin City", "Hostel" usw. Was haltet ihr von dieser Sache?

MaX PoWeR
13.11.2006, 17:39
Ich fänds klasse, der Mann hat ja auch nicht ganz unrecht mit dem, was er sagt!

Deadman
13.11.2006, 20:10
Yey endlich werden die Lobbyist der Spielebranche aktiv :/

HybridTherory
14.11.2006, 18:27
Hab das schon in CHIP gelesen....

CS is wohl eher ein Teamplay Game und kein Killergame wie z.b. MaxPayne...

Naja en bischen schwachsinnig aber wenn se Meinen^^

Sgt Ultra
20.11.2006, 20:32
Ich glaub darüber gabs mal nen Thread, ich find ihn aber grad nich, deswegen n neuer:


Blutiger Überfall auf Schule

Emsdetten (dpa) - Blutiger Racheakt eines ehemaligen Schülers: Mit Gewehren, Sprengfallen und Rauchbomben hat ein 18-Jähriger im westfälischen Emsdetten am Montag seine frühere Realschule überfallen und fünf Menschen angeschossen. Der maskierte Täter tötete sich selbst, nachdem er Rauchbomben gezündet hatte.

Insgesamt wurden bei dem im Internet angekündigten Überfall 27 Menschen verletzt, darunter 16 Polizisten. Als Motiv nannte die Staatsanwaltschaft "allgemeinen Lebensfrust" des jungen Mannes. Der 18-Jährige, laut Polizei ein Einzeltäter, hätte am Dienstag wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vor Gericht erscheinen müssen.

Mindestens vier Schüler und ein Hausmeister der Geschwister- Scholl-Schule wurden angeschossen. Die Verletzungen der Opfer, darunter drei Jungen und ein Mädchen, seien "teilweise gravierend", erklärte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer. Allerdings schwebe keiner der Verletzten in Lebensgefahr. Die übrigen Schüler waren in einem angrenzenden Schulgebäude und auf einer Wiese in Sicherheit gebracht worden. Die Polizeibeamten erlitten Rauchvergiftungen, als der Täter die Bomben in einem Flur der Schule zündete.

Der 18-Jährige, der eine Gasmaske trug, war am Vormittag mit zwei abgesägten Gewehren und Sprengfallen am Gürtel zur Pause auf dem Schulhof erschienen und hatte einen Schüler angeschossen. Dann stürmte er in das Schulgebäude. Wenig später fanden ihn Spezialeinsatzkräfte im zweiten Stock tot auf dem Boden liegen.

Der junge Mann habe sich zweifelsfrei selbst getötet, berichtete die Polizei. Die Umstände seines Selbstmords waren zunächst unklar. Wegen der notwendigen Entschärfung der Sprengfallen gestaltete sich die Bergung der Leiche schwierig. Ein Spezialeinsatzkommando sperrte die Schule weiträumig ab. Mit Spürhunden wurde das Schulgebäude nach weiteren Sprengsätzen durchsucht.

Der Täter, bei dem es sich nach übereinstimmenden Berichten von Mitschülern und Lehrern um einen 18-jährigen Einzelgänger handeln soll, hatte nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Internetseite eingerichtet, auf der in aggressiven und zum Teil wirren Texten Gründe für die Tat und den Freitod schilderte.

Der Autor kündigte dort in einem langen Schreiben an, Rache zu nehmen. An der Schule habe er lediglich gelernt, dass er ein Verlierer sei. "Ein Großteil meiner Rache wird sich gegen das Lehrpersonal richten, denn das sind die Menschen, die in mein Leben eingegriffen haben und geholfen haben, mich dahin zu stellen, wo ich jetzt stehe", schrieb er in einer Art Abschiedsbrief, den die Polizei für authentisch hält. Der Text schließt mit den Worten: "Ich bin weg...".

Der Brief ist mit mehreren, teils martialischen Bildern illustriert, die den Mann mit Waffen, darunter auch eine Maschinenpistole, zeigen. Ehemalige Lehrer des Mannes gaben an, er sei für sein Faible für das gewalttätige Computerspiel Counter-Strike bekannt gewesen.


quelle: web.de

Voodoo
20.11.2006, 20:33
ich hab ihn gefunden ;)

Nirvana
20.11.2006, 21:21
kommt einen irgendwie bekannt vor ... das wird mal wieder ein gefundenes Fressen für Politiker und Psycholgen, nach dem Motto: "Die Killerspiele sind schuld". ;)

Young-Steff
20.11.2006, 21:31
ich geb jetzt einfach mal an das dieser herr ein faible für die gewaltigen comics von benjamin blümchen hat

rieke
21.11.2006, 09:52
im Moment sieht ja die Tendenz der Medien so aus, dass sie auf soziale und psychologische Hilfe plädieren. Jedenfalls hat SWR1 ein paar Zeitungen demnach zitiert.

Die Politik hinkt mal wieder dem Puls der Zeit hinterher.... :wallbash:

Voodoo
21.11.2006, 10:17
Amokschütze in Schule war offenbar PC-Spieler


Der 18-jährige Amokläufer von Emsdetten soll seine Ex-Schule "in einem Ballerspiel nachgebaut" haben.
Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel Online (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,449557,00.html)berichtet, "hatte der Schüler seine ehemalige Schule vor Jahren bereits als Szenario für ein populäres Ballerspiel am Computer nachgebaut." Laut Polizeibericht soll der 18-jährige tot sein und sich vermutlich selbst das Leben genommen haben. Zuvor hatte er heute Morgen in der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten im Münsterland um sich geschossen und mehrere Menschen verletzt.
Was der erneute Amoklauf eines mutmaßlichen Computerspielers für Konsequenzen haben wird, ist bislang noch unklar. Dass erneut Forderungen nach einer Verschärfung des Jugendschutzgesetzes oder einem Verbot von Ego-Shootern laut werden, ist aber wahrscheinlich.

Hhmm mal ehrlich. Wie hoch ist die Chance, dass jemand in Deutschland einen Computer zuhause hat und mind. ein Spiel gespielt hat, indem es drum geht, andere Menschen zu töten? Ich würde sagen sehr sehr hoch. Eigentlich könnte man fast immer pauschal davon ausgehen, dass jemand ein Zocker ist, wenn die Person männlich und jünger als 40 ist.

A-TOM-IC
21.11.2006, 10:22
Kommt auf die Altersgruppe an. Aber erweiter das mal auf (Anti-)Kriegsfilme, Tom und Jerry, "Cowboy und Indianer"-Spiele und ähnliches.

vamp
21.11.2006, 10:26
Das ist doch mittlerweile schon ein leidiges Thema geworden. Ich stimme Tom zu. Es müssen nicht immer gleich PC-Spiel Schuld sein. Es gibt auch genug Filme oder ähnliches, die solche Verhalten auslösen könnten.

Voodoo
21.11.2006, 14:54
Das Land Niedersachsen bereitet eine Bundesrats- Initiative mit dem Ziel vor, ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Gewalt verherrlichenden Computerspielen zu erreichen. Angesichts des tödlichen Überfalls eines 18-Jährigen auf eine Realschule im nordrhein-westfälischen Emsdetten werde er der Länderkammer einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorlegen, sagte der Landes- Innenminister Uwe Schünemann (CDU) der Netzeitung

:wallbash: :wallbash: Die Fragen sich erst gar nicht, warum der Junge Waffen besaß, warum der 3x sitzen geblieben ist, warum nie von den Lehrern was gemacht wurde, obwohl der Junge öfters auffällig wurde, warum die Polizei nicht einschritt als der Junge schon öfters Passanten bedrohte......

... es sind halt die Killerspiele :motz:

Nirvana
21.11.2006, 16:41
Er ist 2 mal sitzengeblieben *klugscheiss* (ist aber auch unwichtig ...)
Aber den Lehrern jetzt anseitsweise die Schuld daran zu geben, ist auch ein wenig überzogen. Dann sollten sich auch eher mal die Eltern hinterfragen, wie es denn sein kann, dass ein Jugendlicher der 2 mal die Klasse nicht geschafft hat stundenlang diese "Killerspiele" konsumieren kann, derartige Webseiten erstellt etc.
Bedenklich ist auch, dass die Polizei ihn für heute wegen unerlaubten Waffenbesitzes vorlädt und er weiterhin mit illegalen Schusswaffen ausgestattet war.
Es ist und bleibt die Tat eines geistig Verwirrten. Ich persönlich kann nicht verstehen, dass keiner in seiner Familie oder von seinen Freunden dieses Problem erkannt hat. Selbst die Polizei wäre nach einer kurzen Internetrechere fündig geworden ...

um Bezug zum Thema zu nehmen: Natürlich ist der Auslöser Counterstrike *hust*
Von mir aus sollen die es ruhig verbieten, nur was passiert dann nach dem nächsten Amoklauf - soll das Fernsehen staatlich zensiert werden, Metal verboten werden oder sogar Mensch Ärger Dich Nicht ?!

Es ist lächerlich ...

Voodoo
21.11.2006, 16:45
Was ich damit sagen wollte war, dass es deutlich mehr zu hinterfragen gibt, als: "Welches Spiel zockte der Täter?".

Allein schon, dass er in Foren nach Anleitungen für Bomben fragte und auch über die Schule in diesem Zusammenhang redete macht ihn doch verdächtig.

rieke
21.11.2006, 16:49
ich muss weiter betonen, dass viele Vertreter der Presse betonen , dass es ein sozial psychologisches Problem ist und nicht Auslöser das PC Spiel war.

Das finde ich sollte hier bei der Diskussion nicht unter den Tisch fallen. Wir reden hier über die Politiker die blindlinks ihre Äusserungen loslassen.

Ich finds einen enormen Fortschritt, wenn man bedenkt wie die Presse über die PC Spiele und vor allem CS hergezogen ist, als Herr Steinhäuser einen Kurzschluss hatte.

Voodoo
21.11.2006, 16:53
Das ist auf jeden Fall ein Fortschritt, doch bringt es nichts, wenn dieser bei den gesetzgegebenden Herren an der Macht nicht fruchtet. :) Naja, irgendwann ist die Zockergeneration so alt, dass sie führende Positionen im Parlament einnehmen werden und dann hat sich das Thema eh erledigt. hehehe

freak
21.11.2006, 16:56
Ja aber was liest man über in den großen Headlines? Killerspiele! Was bleibt bei den Menschen dann hängen die sich nich richtig damit beschäftigen? Die Killerspiele! Da können soviele Vertreter der Presse das irgendwo in nem Artikel in 2 Zeilen verpacken, das andere überwiegt definitiv Rieke...

Nirvana
21.11.2006, 17:14
jup, da hat der freak recht ...
und einem politiker ist das doch fast egal - er muss seine wählerschaft davon überzeugen was gegen die schrecklichen ereignisse getan zu haben. die einfachste methode ist (richtig, was sonst): ein verbot der "killerspiele"

die sollten vll. noch einmal eine studie an die politiker weitergeben, wieviele menschen diese ego shoter spielen - vielleicht wird denen dann klar, dass die entweder in einem land leben mit geschätzten 10 mio. amokläufern, oder wenn man weiterdenkt diese spiele vll. doch nicht so gefährlich wie die sie darstellen wollen.

eigentlich reicht es auch sich die verkaufszahlen von doom 3, hl2, battlefield etc. anzuschauen.

vorsicht ironie: jetzt habe ich fast angst nach hause zu gehen, es könnten mir viele bedrohliche gamer über den weg laufen, oder ich lauf gleich amok :)

rieke
21.11.2006, 17:19
naja gut, stimmt schon.

Aber es gibt nunmal auch einen Großteil der eben nicht nur "Killerspiele" liest, und vor allem die Herren/Frauen Politiker verfolgen auch mit Interesse das was die großen Pressevertreter schreiben.

rieke
21.11.2006, 22:34
hier ist ein guter Artikel der mal die Quellen zusammenfasst: http://zockerweibchen.de/news-artikel,18574,1.html

Deadman
21.11.2006, 22:57
Man beachte, dass das Wort "Scheindebatte" öfter Fällt als bei vorhergegangen Vorfällen und dass jene Parteien die kein offenkundiges Interesse zur Beschwichtigung der Wähler haben sich ganz klar gegen eine reduzierung auf das sogenannte Problem "Killerspiel" äussern wenn nicht sogar völlig von diesem verweisen.

So nun habe ich auch keine Lust mehr auf dieses Thema. Und wenn die Polizei eines Tages vor meiner Tür steht werde ich meine Wohnung zum Hochheitsgebiet erklären.
Sind wir denn jetzt in China, dass ich mir vorschreiben lassen muss was ich mir anschaue?

Best_of#EJT
21.11.2006, 23:27
Nunja kennt ihr die moderneren gesellschaftskritischen Werke wie "Bahnwärter Thiel" von ... oder "Woyzeck" von ...?
In den Menschenbild das sie beschreiben kommt es bedingt durch allerlei negativ Einflüsse und Isolation sowie Resignation (der Charakter ist zudem psychisch labil) zu einem "overflow" (Ich spreche hauptsächlich von Woyzeck (keine Lust den Autor rauszusuchen)).
Dieses Menschenbild ist auch größtenteils auf unsere heutige Gesellschaft übertragbar.
Es ist also nichts neues das ein sogenannter "overflow" (Amoklauf) passiert. Wenn die Umstände gegeben sind, passiert sowas halt.
Lösung: Gesellschaftsänderungen die z.B. eine Isolation oder einen Realitätsverlust verhindern, bzw. psychisch labile Menschen auffangen. Das läuft aber richtung Kommunismus und ist somit in unserer kapitalistisch-, egoistischgeprägten Gesellschaft nicht realisierbar.

rieke
22.11.2006, 00:04
es muss noch nicht mal Kommunismus sein. Es muss eine normale Erziehung der Kinder sein, in eine feste Familienstruktur und wenn diese nicht gegeben ist soweit wie möglich eben schaffen (bei Scheidung o.ä.).

Wenn man die heutige Erziehung anschaut, angefangen bei dem Zeitmangel über Geldmangel über Interessenmangel oder einfache Ignoranz der Eltern die bezweckt dass schon 2-3 jährige den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen und keine "normale" Welt kennen lernen. Das sind die Anfänge...

Wobei mir gerade aufgefallen ist, dass bisher die Täter die jetzt vor allem die Amokläufe durchgeführt haben auf ein Gymnasium/Realschule gegangen sind. Damit ist das Grundauffassungsvermögen ja da. Aber es ist eben in die falsche Richtung gegangen.
Die Frage "warum" stellt sich genau hier und nirgendwo anders. Warum und vor allem wie haben die Eltern die Kontrolle verloren? Ein Kind braucht Förderung damit es erfolgreich lernen und eben auch auf einem Gymnasium/Realschule anfangen kann. Also war es nicht von anfang an so, dass das Kind total auf dem falschen Dampfer war und keine geistige Förderung erhalten hat.

Ich denke Auslöser ist ganz klar das Versagen der Eltern während der Pubertät des Kindes. Es ist eine Phase die vor allem davon geprägt ist sich selbst zu entdecken und sich teilweise stark von den Eltern abzuschotten, auf die oder auf die andere Weise. Die Hormone drehen durch. Wo die eine mit 14/15 anfängt in Discos ab 18 zu gehen und Alkohol trinkt, probiert der andere tolle "verbotene" Computerspiele aus (das soll kein Pendant zum Thema Killerspiele sein).
Der Tüp aus Emstetten hat eben in seiner Pubertät - schätzungsweise - sich selbst abgeschottet, seinen eigenen Lebensweg wählen wollen, sich in ein Hobbie un ein Wahn gesteigert, das mit Waffen zu tun gehabt hat. Denk mal er war irgendwas mit Schützenverein oder was weiß ich wo er so Knarren herbekommt. Vll sogar irgendson illegaler Club oder sonst was. Es ist einer unter vielen die ihre Wege gehen. Die einen Wege sind kontrollierter die anderen unkontrollierter.
Der Weg vom Amokläufer war eben ein besonderer, der beeinflusst wurde von Gesellschaft, Schule, Freunde/keine Freunde und anderen Sachen.

Ich find es sind und bleiben Einzelfälle, diese wo am Ende ein Amoklauf oder ähnliches rauskommt.

Was ich oben geschrieben habe mit den "Anfängen" das ist ein viel größeres Problem als das des Amokläufers. Denn daraus entwickeln sich Leute, deren Perspektive - vor allem in der Großstadt - das eigene Ghetto oder die Klique is. Bildung auf der Strecke bleibt und die in der Gesellschaft gnadenlos untergehen, weil sie keine Akzeptanz finden. Wobei man hier wieder einen Vergleich zu unserem Amokläufer ziehen kann ;)

mfg

rieke

n8 :o

Castor
22.11.2006, 01:48
HYSTERIE UND WAHRHEIT
Die Mär von der Emsdettener Ballerspiel-Arena

Von Holger Dambeck

Der Amokläufer Sebastian B. soll seine Schule am Computer nachgebaut haben, um darin mit einer Waffe umherlaufen zu können. Tatsächlich existiert ein Counterstrike-Level einer Geschwister-Scholl-Schule. Jedoch steht die Vorlage nicht in Emsdetten.

"Der Grundriss passt", schreibt die "tageszeitung" ("taz") aus Berlin in ihrer heutigen Ausgabe. Sie berichtet über eine sogenannte Map für das Computerspiel Counterstrike, in dem angeblich die Emsdettener Geschwister-Scholl-Schule nachgebildet wurde. Die virtuelle Welt zeigt ein mehrstöckiges Gebäude, in dem man sich durch die langen Flure bewegen kann. Die Türen der Klassenzimmer bleiben allerdings verschlossen. "Das ideale Trainingsgelände für einen Amoklauf", heißt es in dem taz-Bericht weiter.

Sebastian B., der sich ResistantX nannte und gestern in der Emsdettener Geschwister-Scholl-Schule Amok lief, soll diese Map erstellt haben.

Das hatten gestern auch mehrere Schüler der Geschwister-Scholl-Schule im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE berichtet. Irgendwie schien dies ja auch gut zu dem Bild zu passen, das sich Schüler, Politiker und Journalisten von dem 18-jährigen Amokläufer im Schnellverfahren gemacht hatten. Nur stimmt es nicht, zumindest nicht, solange es um die am Computer nachgebaute Schule geht. Hier hat Hysterie Recherche ersetzt.

Das Counterstrike-Level de_gss, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, ist zwar tatsächlich einer Geschwister-Scholl-Schule nachempfunden. Allerdings steht diese nicht in Emsdetten, sondern im rund 240 Kilometer entfernten Melsungen nahe Kassel. Am 16. September 2000, also schon vor mehr als sechs Jahren, hatte es jemand aus Melsungen unter dem Pseudonym "Schlossherr" im Internet veröffentlicht.

"Die Hecke noch etwas abrunden"

"Dann mach ich einfach mal den Anfang mit meiner ersten und bisher einzigen Map", schreibt Schlossherr. "Wie wahrscheinlich viele hab ich als Objekt meine gute alte Schule ausgewählt und nachgebaut." Seine Arbeit kam in der Community gut an: "Die Map sieht sieht dem Original ziemlich ähnlich (gut gemacht)", erklärt ein anderer Surfer. "Die Hecke vielleicht noch etwas abrunden."

Weitere Recherchen ergaben schnell, dass kaum der Amokläufer Sebastian B. hinter der Map stehen kann. Nicht nur, weil die Fassade der nachgebauten Schule tatsächlich jener Schule aus Melsungen nachempfunden ist.

Sebastian B. hat sich zwar auch mit dem Erstellen von Maps für Shooter-Spiele beschäftigt. Allerdings erst seit dem Jahr 2003, wie er in einem Forum der Webseite quake.de berichtet. Also drei Jahre nachdem "Schlossherr" seine Map ins Netz stellte.

"Hallo, hat, bzw. kennt jemand nen Link zu einem deutschen Tutorial für Doombuilder?", fragte Sebastian B. am 9. August 2005 in die Online-Runde. Doom Builder ist eine Software zum Programmieren neuer Levels im Shooter Doom. "Moin...Ich tippe mal darauf, dass du Anfänger bist im Levelbauen", antwortet ihm ein anderer Forumsteilnehmer. "Jau", schrieb Sebastian B. zurück und ergänzte: "PS: Ich mappe seit 2 Jahren für CS und Half life, also nur in Sachen Doom ein Anfänger" (Die Abkürzung CS steht für Counterstrike).

In den letzten Monaten interessierten ihn Duelle mit Gewehren

Sebastian B. bekennt zwar, selbst Maps zu erstellen. Eine der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten, von dem immer wieder berichtet wurde, hat SPIEGEL ONLINE bei Recherchen jedoch nicht gefunden. Auch kein anderes Counterstrike-Level, das ihm zuzuschreiben ist. Dass eine solche Map noch existiert, ist damit freilich nicht völlig ausgeschlossen - nur die in der "taz" und anderswo zitierte hat B. definitiv nicht erstellt. Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hatte ein 14-jähriger Schüler von einem Level der Realschule berichtet, das von Sebastian B. stammen soll. "Aber da gab es nur den Altbau, der Neubau fehlte. Man konnte auf dem Schulhof oder auf dem Dach starten. Ich schätze mal, dass er damit geübt hat."

Im quake.de-Forum suchte der Amokläufer Hilfe bei der Installation von Software, klagte über eine abgeschmierte Festplatte - all das, was junge Leute so in Foren machen. Er wollte sich auch einer Gruppe anschließen, die sich regelmäßig zu Onlinespielen mit älteren Doom-Versionen verabreden wollte - ein Egoshooter-Klassiker, der erstmals 1993 erschien. Lange hielt es Sebastian B. jedoch nicht im quake.de-Forum aus. Insgesamt verfasste er zwölf Einträge, der letzte stammt vom 12. Oktober 2005.

In den letzten Monaten interessierte sich der Amokläufer offenbar stärker für Duelle mit Gewehren, die Plasikkugeln verschießen (Airsoft) und Online-Videos. Auf Youtube finden sich Videos seiner Airsoft-Gruppe Taste - und unter seinem Namen ein Clip, in dem der Amoklauf von Columbine verherrlicht wird. "Warum widmen wir diesen Killern überhaupt irgendetwas?", fragt ihn ein aufgebrachter Youtube-Nutzer. "Weil sie verdammt noch mal auch gestorben sind", entgegnet Sebastian B. "Sicher ist das nicht das Gleiche. Aber sieh es so: Sie starben für etwas, an das sie geglaubt haben."

Mitarbeit: Christian Stöcker

Quelle: Spiegel (http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,449857,00.html)

Schön, dass der Spiegel jetzt die Hyterie beklagt, waren sie doch gestern die ersten, die CS als "Planungs-Tool" des Amok-Laufs recherchiert hatten....

Zur Diskussion: Lächerhaft, aber was stört's uns? ESL wechselt dann den Sitz ins liberale Ausland, Lan-Partys sind weiter ab 18 und gut ist... So ein Gesetz taugt doch hinten und vorne nicht, außer dass es Arbeitsplätze vernichtet und das Business ins Ausland verlagert...Selbst wenn die Spiele der Auslöser wären, kann ein Verbot doch die Ausbreitung und Nutzung nicht im Geringsten verhindern

Best_of#EJT
22.11.2006, 02:52
@rike
sowie du es gesagt und ich es oben versucht habe zu beschreiben, findet sich die Grundursache in der Gesellschaft und fängt schon mit der Prägung an.
Wenn in solch schwirigen Situationen (z.B. Existenzkriese...) selbst der Rückhalt in der Familie fehlt, das intimste und persöhnlichste Bindungsglied in der Gesellschaft, dann brauchen wir uns nicht weiter zu wundern wenn es soweit kommt. Hast du sehr schön herangeführt. Aber ich denke wir dürfen nicht nur die einzelnen Familien anklagen sondern unsere gesamte Gesellschaft ist schon seit Jahrzehnten erkrankt. In welcher Klasse gibt es nicht einen der von den anderen gehänselt/gemoppt wird?
All die Ausgrenzung und Isolation ist heute normal. Das ist der Punkt meine Damen und Herren! ;)
Es geht nicht mehr ums Miteinander oder Füreinander sondern ums ICH und MICH.

freak
22.11.2006, 10:54
Hab jetzt nich mehr alles gelesen, 2 much :) aber hey, Thiel (Gerhart Hauptmann) und Woyzeck (Georg Büchner) sind nette Bücher..hatte ich in deutsch beim mündlichen Abi :bunny:

Nirvana
22.11.2006, 10:57
Wulff und Stoiber wollen Killerspiele verbieten

Die Diskussion über ein Verbot von Killer-Computerspielen ist nach dem Amoklauf von Emsdetten voll entbrannt. Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Bayern, Wulff und Stoiber, wollen sie verbieten. Gewaltforscher wenden sich gegen ein Verbot.

Hamburg - Altersbeschränkungen reichten nicht aus, sagte Christian Wulff (CDU) als Reaktion auf den Amoklauf eines 18-Jährigen in einer Emsdettener Realschule gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wulff sagte: "Selbst bei Spielen, die mit 16 freigegeben sind, wird reichlich getötet und fließt jede Menge Blut." Gefährlich sei, dass sich das Gewaltpotential dieser Spiele erst offenbare, wenn die ersten Level durchlaufen seien.

Wulff und Stoiber: "Altersbeschränkungen reichen nicht aus"
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) kündigte eine Bundesratsinitiative an. Es dürfe jetzt "keine Ausreden" mehr geben, sagte Stoiber. "Killerspiele animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten."

Gutachter des Deutschen Bundestages haben dem Vorhaben der Großen Koalition, so genannte Killerspiele gesetzlich zu verbieten, gute Chancen eingeräumt. "Der Bundesgesetzgeber ist generell nicht gehindert, ein Einfuhr-, Verkauf-, Vermiet- und Verleihverbot für 'Killerspiele' zu erlassen", heißt es in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, das der "Netzeitung" vorliegt. "Eine solche Regelung würde nicht per se gegen das Grundgesetz verstoßen."

Die Gutachter raten aber, die Grenzen des Verbots "klar" abzustecken und "deutlich" aufzuzeigen, welche Spiele unter die Regelung fallen. "Der Begriff des 'Killerspiels' ist daher vom Gesetzgeber klar zu definieren, um dem Bestimmtheitsgrundsatz zu genügen", schreiben sie in ihrer Expertise. Darüber hinaus empfehlen sie zwar, "im Hinblick auf die Berufsfreiheit der Hersteller und Händler dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit besondere Beachtung zu schenken". Allerdings sehen sie darin kein unüberbrückbares Hindernis, weil sie davon ausgehen, dass die Hersteller neben Killerspielen auch unbedenkliche Spiele produzieren.

Für den Fall, dass ein Verbot dazu führt, dass Spiele verstärkt unkontrolliert übers Internet oder als so genannte Grau-Importe nach Deutschland gelangen, schlagen die Gutachter des Bundestages vor, "auch eine Regelung zur Zugriffsbeschränkung für Internetseiten mit entsprechenden Inhalten zu erlassen". Das sei schon deshalb sinnvoll, da "die Verbotsregelung grundsätzlich geeignet ist, den Vertrieb von 'Killerspielen' zu unterbinden oder zumindest erheblich einzuschränken".

Den ganzen Artikel gibt es hier (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,449970,00.html)

Quelle: Spiegel

Ich freu mich schon auf die Liste der "Killerspiele".
Zudem bin ich wirklich gespannt auf die gewünschte Umsetzung der Gutachter des Bundestages.

Voodoo
22.11.2006, 11:03
Ich hab den von Castor geposteten Artikel gerade durch und ich bin überrascht, dass da mal auf die Hysterie-Bremse getappt wird. Allein wenn ich das schon höre, dass einer auf einer CS Map ein Amoklauf übt... Was zum Teufel will man da üben? Man kann dadurch noch lange nicht mit Waffen umgehen. Sollte er, was er ja anscheinend nicht hat, die Map erstellt haben, dann hatte er eh schon kenntnisse von den Räumlichkeiten. Also brachte es ihm so auch nichts. Das ist einfach eine totale Verarsche der Leser. Da wären wir wieder beim Thema mit den seriösen Medien und Berichte über die Gaming-Szene. (wir hatten das Thema schon im PS3 Thread).

Castor
22.11.2006, 12:47
jupp, aber die initiativen von Wulff und Stoiber sind schon relativ krass, ich denke die setzen da was durch... was in dem artikel steht wäre ja auch ein komplett verbot mit allen konsequenzen, das ist schon eine nummer härter. Damit wären CS lans dann wohl eine Zusammenrottung krimineller Subjekte die vom SEK gestürmt würden müssten... :stupid2: :stupid2:

Deadman
22.11.2006, 14:23
[...][schlagen die Gutachter des Bundestages vor, "auch eine Regelung zur Zugriffsbeschränkung für Internetseiten mit entsprechenden Inhalten zu erlassen".
o.O hackts?! CHINA!!! Ich könnt glatt auswandern, einen Unterschied würde es eh nicht machen.

/E: bzw. wenn sowas eingeführt wird und die Gamer-Community (die ja bekenntlich meistens nach aussen hin auf einem Nenner ist) und der Rest der BRD nicht wieder anfangen zu demonstrieren, sondern sich weiterhin als Objekt bentzen lassen, resegniere ich entgültig.

rieke
22.11.2006, 14:26
Lange habe ich mich gefrag(g)t, was der Unterschied zwischen einem Killerspiel und einem Politiker ist.

Seit gestern weiß ich die Antwort:

Ein Killerspiel dient dem Abbau von Agressionen.
Ein Politiker dient dem Aufbau von Agressionen.


Das Zitat ist ein Kommentar zu dem von mir geposteten Artikel.

Was Wulff und Co mal wieder für verbalen Dünnschiss Produzieren ist zu geil. Ich würde gern mal wissen ob die sich einmal ernsthaft mit dem Thema und der Materie OBJEKTIV auseinandergesetzt haben ohne das Vorurteil "KILLEN" im HInterkopf zu haben UND vor alledem mal über die "KILLERSPIELE" hinaus gesehen haben, warum der Tüp so abgegangen ist.

Darauf kann ich nur ein das Zitat weiterführen von dem Kommentar:

Ok, Polemik und Scherz beiseite: Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen der Verletzten, aber ich habe folgende Fragen;

1.) Wie konnte er in Besitz der Waffen gelangen?
2.) Warum konnte er diese Tat ankündigen, ohne das sich jemand dafür interessiert hat?
3.) Was ist in seiner elterlichen Erziehung falsch gelaufen?
4.) Wie kann sich ein 18-jähriger von dieser Gesellschaft derart in Stich gelassen fühlen?
5.) Warum konnte er Videos veröffentlichen, die ihn mit realen Waffen und Munition zeigen, und auch das hat keinen interessiert?
6.) Warum laufen am Nachmittag gewaltverherrlichende amerikanische Serien im Fernsehen und keinen stört es?


!!!!!!!!

lord_schuldig
22.11.2006, 15:03
Ok, Polemik und Scherz beiseite: Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen der Verletzten, aber ich habe folgende Fragen;

1.) Wie konnte er in Besitz der Waffen gelangen?
2.) Warum konnte er diese Tat ankündigen, ohne das sich jemand dafür interessiert hat?
3.) Was ist in seiner elterlichen Erziehung falsch gelaufen?
4.) Wie kann sich ein 18-jähriger von dieser Gesellschaft derart in Stich gelassen fühlen?
5.) Warum konnte er Videos veröffentlichen, die ihn mit realen Waffen und Munition zeigen, und auch das hat keinen interessiert?
6.) Warum laufen am Nachmittag gewaltverherrlichende amerikanische Serien im Fernsehen und keinen stört es?
Das sind wirklich gute Fragen. Wir haben heute in der Schule 30 Minuten über das alles diskutiert. Schon erstaunlich wieviele Leute alles auf die Spiele schieben. Da hab ich der Lehrerin genau diese Fragen gestellt. Da hat sie ziemlich dumm geguckt.

edit: Da mich das alles ziemlich interresiert hab ich mir den abschiedsbrif mal durchgelesen. Is schon hat was der so schreibt: Abschiedsbrief (http://www.n-tv.de/734961.html#)

rieke
22.11.2006, 21:29
Bei CNN lief auch etwas darüber ob und wie ComputerSpiele Kinder/Jugendliche beeinflussen. Ein Kommentator redete grade seine letzten Sätze zu Ende. Ich hab also nur den Schluss mitbekommen, aber als Untertitel stand: PC Games are benificial for children!

Best_of#EJT
22.11.2006, 22:44
Ein Kommentar bei "Hart aber fair":
"Unser System ist nicht darauf ausgelegt dem Gescheiterten wirklich zu helfen."
So ist es.

freak
22.11.2006, 22:48
Der Abschiedsbrief geht schon krass ab, wobei er teilweise recht hat.

rieke
22.11.2006, 22:55
Die Sendung "Hart aber Fair" war irgendwie heiße Luft. Das Problem der Eltern wurde wieder auf später verschoben und am Ende garnicht mehr behandelt...
Anstattdessen haben die sich die Haare gezupft über Themen wie man Schule besser gestalten kann - wo doch schon jetzt klar ist, dass sich in dem Sinne nix ändern wird weil einfach DAS GELD FEHLT!!! ....

ps: Ich hatte den ANfang verpasst und grad punktuell den Beitrag über die "Killerspiele" gesehn.

schlechter gehts wohl nicht mehr. Niveaulos und DUMM ! Anstatt die SPiele zu zeigen sagen sie "wir wollen ihnen das Blutfließen ersparen und beschreiben ihnen was darin vor komm"
Wer sich selbst überzeugen will: http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?p=4&b=138

richtig richtig schlecht!!!

Voodoo
23.11.2006, 09:30
hmpf... gut, dass ich das verpasst habe. Hätte mich nur wieder aufgeregt. Vielleicht wird die Sendung "Kontraste" heute, die Max Power angesprochen hat, besser.

Hier noch eine News, die ich gerade gelesen habe:


Datei für jugendliche Gewalttäter geplant

Angesichts des Überfalls eines 18-Jährigen auf eine Schule in Nordrhein-Westfalen wollen die Länder- Innenminister härter gegen Jugendgewalt vorgehen. Ein Verbot von Killerspielen scheint möglich, ist aber heftig umstritten.

Nach dem Überfall eines 18-Jährigen auf eine Realschule in Nordrhein-Westfalen streiten Politiker parteiübergreifend über mögliche Konsequenzen. Der Hamburger Innensenator Udo Nagel warnte davor, die Debatte auf Fälle wie den in Emsdetten zu verengen. «Es geht um die ganz alltägliche Gewalt unter Jugendlichen, und zwar vor allem um die Körperverletzungen», sagte Nagel der Tageszeitung «Die Welt».

Nagel regte daher an, eine Datenbank für gewalttätige Jugendliche einzurichten. Damit könnten «zielgerichtet polizeiliche Maßnahmen» durchgeführt werden, sagte der parteilose Politiker. «Dies könnte ähnlich organisiert werden wie bei der Gewalttäterdatei Sport, die bisher ja ganz gut funktioniert.»

zum ganzen Artikel (http://www.netzeitung.de/deutschland/454726.html)

Ich finde es nicht schlecht, wenn sie so eine Datei anlegen würden.

Voodoo
23.11.2006, 10:25
Eine sehr umfangreiche Stellungnahme findet ihr auf der Homepage von Counterstrike.de (http://www.4players.de/cs.php/dispbericht/-/5015/0.html).

Castor
23.11.2006, 15:05
hier mal ein spiegel review zur sendung hart aber fair:

Spiegel (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,450284,00.html)

lord_schuldig
23.11.2006, 15:13
Der Artikel auf Counterstrike.de ist gut.

rieke
23.11.2006, 15:38
beide Artikel treffen den Nagel auf den Kopf. Wobei ich mir vom Spiegelartikel noch mehr Kritik erhofft habe.

Nirvana
23.11.2006, 16:01
ich werde mir heute auch mal den Bericht von Kontraste "Killerspiele als Gebrauchsanleitung" anschauen ... obwohl ich bei der Namensfindung schon so meine Bedenken habe.

rieke
23.11.2006, 16:04
wann kommt das und auf welchem Sender?

Voodoo
23.11.2006, 16:10
ARD 21:45 Uhr

MaX PoWeR
23.11.2006, 17:22
Boah ich schaue mir grade hartaberfair an, mann is das schlecht! Über das Thema mit soner Rentnertruppe zu diskutieren, das ist ja als ob ich im Kindergarten ne Debatte über die schlechten Bedingungen in Altersheimen abhalte....

lord_schuldig
23.11.2006, 18:56
Boah ich schaue mir grade hartaberfair an, mann is das schlecht! Über das Thema mit soner Rentnertruppe zu diskutieren, das ist ja als ob ich im Kindergarten ne Debatte über die schlechten Bedingungen in Altersheimen abhalte....
:D Aber is echt so. Die jeweiligen Personen haben kein einziges mal diese SPiele gespielt, sondern nur Ausschnitte und kurze brutale Szenen gesehen...

Deadman
23.11.2006, 19:28
Das ist doch völlig normal.
Die Politiker haben eh keine Ahnung sofern kein Lobbyist daneben sitzt und
den Souffleur mimmt.
Doktoren wissen eh nur über ihre Materie bescheid (gut geeignete Lobbyisten).
Und der Rest war halt der einzig vernünftige Gast dort :)

vamp
24.11.2006, 09:36
Counter-Strike-Nachbau der Schule in Emsdetten aufgetaucht


Nun ist er tatsächlich aufgetaucht: Der Level für das Spiel Counter Strike, den der Amokläufer Sebastian B. von der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten konstruiert hat. Im Fernsehen waren gestern Abend Szenen daraus zu sehen.

Schon kurz nach der Tat am Montag wurden die ersten Gerüchte über eine sogenannte Map für den Taktikshooter Counter-Strike laut, die der Täter entwickelt haben sollte. Seine eigene Schule habe er als im Spiel begehbaren Raum nachgebaut, von einem "virtuellen Trainingsgelände" für die Tat war die Rede. Die tatsächliche, der Schule nachempfundene Spielumgebung jedoch blieb verschollen.
Am Dienstag berichtete die "tageszeitung" aus Berlin über eine angebliche Counter-Strike-Map der Schule - was sich jedoch als Irrtum herausstellte: Das von der Zeitung beschriebene Spielfeld war sechs Jahre alt - und bildete zwar eine Geschwister-Scholl-Schule nach, aber nicht die aus Emsdetten, sondern eine Schule im Ort Melsungen südlich von Kassel.

Nun aber ist tatsächlich ein virtueller Nachbau der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten aufgetaucht - mehrere Schüler der Schule waren offenbar im Besitz der Map. In "Stern TV" wurden gestern Abend Szenen aus dem grafischen 3-D-Gebäude gezeigt, in dem sowohl die Aula als auch einzelne Klassenzimmer betreten werden können. An mehreren Wänden und über dem Dach schwebend prangt das blutvermierte, selbstentworfene Logo des Täters, "RX".

Quelle: Spiegel.de (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,450393,00.html)

Voodoo
24.11.2006, 10:37
Diskussionsrunde zu Gewalt in Computer- und Videospielen: Selbstregulierung statt Verbot


Spielepublisher Electronic Arts hat am 22. November in Berlin eine politische Diskussionsrunde unter dem Motto "Verbot oder Selbstregulierung?" veranstaltet. Klaus Uwe Benneter (SPD), MdB, stellvertretend für die Bundestagsfraktion, sowie Thomas Jarzombek (CDU), MdL, aus Nordrhein-Westfalen, diskutierten mit Vertretern aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft über den verantwortungsvollen gesellschaftlichen Umgang mit interaktiver Unterhaltung. Dabei thematisierten sie auch den Amoklauf von Emsdetten und die Forderungen nach einem Einschreiten des Gesetzgebers. Die Diskussionsteilnehmer waren sich grundsätzlich einig, dass ein Verbot Gewalt darstellender Computer- und Videospiele das Problem nicht löse. Stattdessen sei ein breiter gesellschaftlicher Dialog nötig. In der Aussprache mit den Podiumsteilnehmern kündigte auch der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Jörg Tauss an, diese Diskussion in der Politik aktiv anzustoßen und fortzuführen.
"Nach dem schrecklichen Ereignis vom Montag sollten wir nicht vorschnell handeln", sagte Professor Dr. Winfred Kaminski, Leiter des Instituts für Medienforschung und Medienpolitik der Fachhochschule Köln, in seinem einführenden Vortrag. "Verbote sind nicht erfolgreich, da sie die Medienkompetenz der Spieler ‚abstrafen’. Denn Spiele sind grundsätzlich erst einmal ein Mittel zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen."

Nach Einschätzung der Diskussionsteilnehmer reiche die bestehende Gesetzeslage aus, um Kinder und Jugendliche vor Gewaltdarstellungen in Computer- und Videospielen zu schützen; eine zusätzliche Regulierung sei nicht notwendig.

Der ehemalige SPD-Generalsekretär und Justiziar der SPD-Bundestagsfraktion Klaus Uwe Benneter beschrieb die Position seiner Fraktion: "Wir brauchen keine Schnellschüsse aus der Politik; gefordert ist jetzt ein Miteinander mit Eltern und Lehrern."

Eine ähnliche Position vertrat Thomas Zeitner, Geschäftsführer von Electronic Arts Deutschland: "Wir haben ein erhebliches Interesse an einem wirksamen Jugendschutz, der etwa durch eine Indizierung sichergestellt werden kann", so Zeitner. "Mit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle besitzt Deutschland eine europaweit einmalige Einrichtung, die hervorragende Arbeit bei der Alterseinstufung von Computer- und Videospielen leistet." Zeitner warnte davor, die positiven Effekte von interaktiver Unterhaltung zu vernachlässigen. "Wer spielt, lernt gleichzeitig den Umgang mit neuen Kulturtechniken."

"Wir sprechen heute von circa 25 Millionen Spielern in Deutschland, vom Lernspieler bis zum Silvergamer. Wir dürfen in der Debatte diese Gruppe nicht diffamieren und das enorme Potential, das diese Technologie bietet, nicht ungenutzt lassen", erklärte Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Kommunikationswissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. "Mit einfachen Ursache-Wirkungs-Mustern lässt sich das komplexe Phänomen interaktive Unterhaltung nicht erklären. Statt die Spiele zu verdammen, sollten wir lieber einen kompetenten Umgang mit ihnen vermitteln, wenn möglich im Schulunterricht."

Auch Eltern und Pädagogen müssten besser über Computer- und Videospiele informiert werden, erklärte Tanja Witting von Spielraum, dem Institut zur Förderung von Medienkompetenz. "Die Kontrolle der USK ist sehr effektiv, aber sie greift natürlich nicht in den Haushalten – hinter den Kinderzimmertüren. Hier sind es die Eltern, die prüfen müssen, welche Spiele ihre Kinder spielen und ob diese für sie geeignet sind", sagte die Diplom-Pädagogin. "Es besteht großer Nachholbedarf, insbesondere bei Erwachsenen, die nicht mit digitalen Medien groß geworden sind und nicht so selbstverständlich mit ihnen umgehen wie ihre Kinder."

Thomas Jarzombek, Mitglied im Landtag von Nordrhein-Westfalen und Beauftragter für Neue Medien der CDU-Landtagsfraktion, verwies auf das Potenzial der Branche, die in Deutschland jedes Jahr rund eine Milliarde Euro umsetze. Ein Großteil des Angebots machen Sport- und Rennsimulationen sowie Gesellschaftsspiele aus. "Interaktive Unterhaltung ist eine wichtige Säule der Medienpolitik in NRW", sagte Jarzombek. "Wir sollten die Unternehmen unterstützen und nicht mit unnötigen Auflagen einschränken. Wir begrüßen daher freiwillige Initiativen der Industrie, die den verantwortungsvollen Umgang mit Computer- und Videospielen lehren."

Voodoo
24.11.2006, 11:56
Stellungnahme des dt. Kinderhilfswerks


bAuch das deutsche Kinderhilfswerk hat sich jetzt in der Debatte um das Verbot gewaltverherrlichender Spiele zu Wort gemeldet. Der gemeinnützige Verein fordert in einer Stellungnahme langfristige und nachhaltige Ursachenbekämpfung statt schnelle Scheinlösung durch Verbot von so genannten »Killerspielen«.

So fordert das Deutsche Kinderhilfswerk weiterhin an Schulen und Freizeiteinrichtungen mehr Psychologen, Sozialarbeiter, aber auch Medienpädagogen, die einen kompetenten Umgang mit Medien und deren Inhalte unterstützen und fördern.

"Kinder und Jugendliche dürfen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine gelassen werden und brauchen reale und schnell erreichbare Ansprechpartner.

Die Diskussionen im Nachgang des erschreckenden Amoklaufs in Emsdetten am vergangenen Montag zeigen, dass eine Erklärung nicht in einer monokausalen Ursache-Wirkung durch das Rezipieren von Gewalt-Computerspielen zu finden ist. Spiele wie ‚Counterstrike’ oder ‚Doom’ lassen die Nutzer nicht allein zu einem Täter werden.

Vielmehr muss es darum gehen, die im Abschiedsbrief von Sebastian B. selbst angesprochenen Themen wie soziale Isolation, Leistungsdruck, Markenwahn, Schulversagen oder Zukunftsangst ernst zu nehmen und als Probleme für Jugendliche zu begreifen", betont die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes, Dr. Heide-Rose Brückner, heute in Berlin. "Ein Verbot von Killerspielen geht an einer Lösung des Problems, auch wenn sie so schön einfach wäre, vorbei. Medien können aber nicht als Sündenbock für die Probleme unserer Gesellschaft herhalten. Denn was müsste als nächstes verboten werden, wenn ohne öffentlichen Zugang zu Gewalt-Computerspielen dennoch Amokläufe oder ähnliche brutale Verbrechen verübt werden?"

Endlich mal eine soziale Einrichtung, die erkannt was wirklich Sache ist und vernünftige Argumente bzw. Ansichten aufweisen können. Hoffe die werden von den Doktoren und Professoren Politiker angehört und nicht nur belächelt.

Voodoo
24.11.2006, 12:35
Moderator von "Hart aber Fair" entschuldigt sich


Die WDR-Sendung "Hart aber fair" mit dem Thema "Vom Ballerspiel zum Amoklauf - was treibt Jugendliche in die Gewalt?" wurde in der Community aufgrund fehlender Objektivität harsch kritisiert. Kein Spieler oder Spielexperte war anwesend, um die Spieler zu vertreten. Ihren Frust äußerten die Spielefans im Gästebuch der Sendung, wo minütlich hunderte Beschwerden eingingen. Nun äußerte sich Moderator Frank Plasberg und entschuldigte sich in kurzer und knapper Form bei seinen Kritikern:


Liebe User!
Ich habe wie immer besonders aufmerksam unser Gästebuch gelesen. Nicht zu übersehen, dass viele User unsere Sendung als unfair empfunden haben, weil kein Spieler am Panel vertreten war. Sie haben Recht: Das war ein Fehler. Auch ein noch so guter Tom Westerholt im Film konnte dieses Manko nicht wett machen. Sorry, wir haben verstanden.
Ihr Frank Plasberg

Deadman
24.11.2006, 15:39
Irgendwie bin ich äusserst positiv von der Entwicklung dieses Themas überrascht.
Ich wüsste gerne die konkrete Ursache, ob es nun die Gamer Community ist, Lobbyisten, einfach eine verstumme CDU/CSU oder eine schwache Koalition.

rieke
26.11.2006, 23:01
Tipp: Sabine Christiansen mit interessanten Gästen. Viel ausgesuchter als bei HartAberFair! u.A. auch Ralf Möller

im Publikum ist Christian "Blizzard" Chmiel

Voodoo
27.11.2006, 16:03
Crytek äußert sich zu möglichem Verbot


Sollten Ego-Shooter à la Half-Life 2 oder Doom 3 in Deutschland tatsächlich verboten werden, wird Far Cry-Entwickler Crytek wohl Deutschland den Rücken kehren. In einem am Samstag in Focus TV auf ProSieben ausgestrahlten Interview sagte Firmenmitgründer Cevat Yerli: "Wenn [Crysis] verboten wird, dann gibt es Crytek in Deutschland vielleicht nicht mehr. Das heißt wir würden raus hier, auswandern". Das gesamte Videointerview finden Sie auf der Fanseite Crysis-HQ.com (http://www.crysis-hq.com/modules.php?name=News&file=article&sid=237). Laut dem Beitrag kostet Crysis rund 20 Millionen Euro und rund 130 Menschen arbeiten an dem Spiel. Angesichts der Förderprogramme in anderen EU-Staaten oder Nord Amerika dürfte es Crytek aber kaum schwer fallen, eine neuen Sitz für ihre Firma zu finden.

Nach dem Amoklauf des 18jährigen Sebastian Bosse an seiner ehemaligen Schule hatten vor allem Unions-Politiker in der vergangenen Woche ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von so genannten »Killerspielen« gefordert. Nach bisheriger Lesart ordnen Politiker Ego-Shooter und Actionspiele wie Counterstrike und Grand Theft Auto: San Andreas in diese Kategorie ein. Laut einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages wäre ein solches Verbot rechtlich möglich.

Best_of#EJT
27.11.2006, 17:37
Es ist für mich eine Utopie diesem Verbot gerecht zu werden. Allein die Lobby ist schon zu stark um dieses sinnfreie Verbot durchzusetzen.

Voodoo
27.11.2006, 17:39
schauen wir mal wie stark die Lobby wirklich ist. Bisher hat man von ihr eher weniger gehört. Ich hoffs für uns Zocker. Sonst verstehe ich es, wenn sämtliche deutsche Spielefirmen (Blue Byte, Piranha Bytes, Crytek usw) ins Ausland wechseln würde. Soviel zum Thema Arbeitsplätze sichern.

Best_of#EJT
27.11.2006, 17:46
Ich glaube nicht das sich die Spielefirmen sonderlich beeindruckt von dem Geschrei zeigen.
Für sie ist und bleibt es vorerst "hot air". Für mich übrigens auch. Sonst hätten sie schon längst Stellung bezogen.
Aber wenn es ernster wird dann werden die ordentlich Gas geben und zeigen wie der Hase läuft.

Voodoo
27.11.2006, 17:50
Die sollten nur nicht zu lange warten. Sonst steht das Gesetz und dann wäre es reichlich schwer es noch abzuändern.

BlackFog
27.11.2006, 18:56
Ich bin da ganz eurer Meinung, ein einfaches Verbot bring garnichts!

Nicht mehr ganz so "neu" aber auch ganz interessant, auch die Kommentare: http://www.pcwelt.de/blog/?p=165


BlackFog

rieke
27.11.2006, 19:57
die Diskussion gestern bei Sabine CHristiansen war doch sehr offen. Es gab sehr interessante und gut ausgesuchte Gäste, die teilweise betonten, dass man nicht alle Spiele unter einen Hut bringen dürfte. Das war sogar ein Lehrer aus Erfurt, der gefordert hatte differenziert an die Sache ranzugehen und dass CS ein Strategiespiel ist und kein "Killerspiel". mouz|Blizzard kam auch noch kurz zu Wort.
War aber eher schwach, hat ziemlich viele Hänger in seinen Sätzen gehabt und klang weniger überzeugend. Das eine Argument allerdings war stichhaltig: dass es in den skandinavischen Länder prozentual mehr CS Spieler gibt, aber nicht solche sozialen Probleme oder gar einen Amok - Lauf.

MaX PoWeR
27.11.2006, 20:34
Ich habs leider verpasst, hätt ich das eher gewusst, hätt ich meinen Videorecorder programmiert, gibts das auch irgendwo als stream? Muss mich allerdings auch mal outen, GTA hab ich nur bis Teil 2 gespielt und danach nicht mehr, und die Bilder die man bei Kontraste gesehen hat, fand ich dann schon etwas erschreckend, und vor allem total sinnlos...

Castor
29.11.2006, 12:49
naja, bei GTA war es doch schon immer so, dass man viel sinnlose und äußerst brutale Gewalt ausüben konnte, also das Spiel ist schon bedenklich
ich fand's allerdings sau geil :)

Voodoo
29.11.2006, 16:37
Ergebnisse der Forsa-Institut Umfrage


Erschreckende Ergebnisse erzielte eine Umfrage, welche das Forsa-Institut im Auftrag des Hamburger Magazins Stern durchführte. In dieser Umfrage wurden von besagtem Institut 1007 representativ ausgewählte Bundesbürger am 23. und 24. November nach ihrer Meinung befragt, ob es möglich ist, das sogenannte "Killerspiele" mitverantwortlich für die zunehmende Gewalt an Deutschlands Schulen sein. Ganze 76 Prozent der Befragten stimmten dieser Theorie zu und lediglich 26 Prozent konnten keinerlei Zusammenhänge zwischen Computerspielen und Gwalt an Schulen feststellen.

Auch wurden die Leute nach dem Verbot von Killerspielen befragt, welches die Länder Niedersachsen und Bayern bereits anstreben. Hier stimmten 59 Prozent für das Verbot und nur 39 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine Regelung aus, den Verkauf dieser Spiele zu unterbinden.

Nirvana
29.11.2006, 16:39
... da freut sich die Politik ;)

Voodoo
29.11.2006, 16:46
Medienexperten sprechen sich für die Einführung eines Gütesiegels aus


Anstelle eines Verbotes der immer noch nicht exakt definierten "Killerspiele" hat die Grünen-Medienexpertin Grietje Bettin jetzt ein Gütesiegel für PC- und Videospiele gefordert. Dieses Siegel solle als Orientiertungshilfe für Eltern dienen und pädagogisch wertvolle Inhalte kennzeichnen. Der Medienpädagoge Winfred Kaminski schloss sich dieser Forderung umgehend an und appellierte, man müsse "Computerspiele aus der Schmuddelecke holen". Außerdem führten Verbote nicht zum Ziel, sie erhöhten eher noch den Anreiz. Kaminski regte außerdem an, die Entwicklung hochwertiger Spiele zu fördern.

Voodoo
29.11.2006, 16:49
... außerdem an, die Entwicklung hochwertiger Spiele zu fördern.

Da bin ich mal gespannt. Denn ich kann mir vorstellen, dass dann nur so Spiele wie "Pinguine gehen auf die Reise" oder so gefördert werden. Manche Personen verstehen immer noch nicht, dass manche brutale Spiele auch hochwertige Meisterwerke sein können (Ausnahmen gibts immer). Die Idee gefällt mir aber dennoch.

Deadman
29.11.2006, 17:18
[...]"Pinguine gehen auf die Reise" [...]
und Inhaltlich wird das Spiel leer sein weil die Entwicklung 10€ gekostet hat.

Castor
30.11.2006, 14:59
GEWALT-DEBATTE
Spielzeug für Untergangspropheten

Von Christian Stöcker

Gestern war es wieder soweit. US-Forscher präsentierten neue schockierende Erkenntnisse darüber, wie "Killerspiele" im Gehirn nachwirken. Für die Aussagekraft solcher Studien interessierte sich wie üblich kaum jemand. Fazit: Egoshooter sind und bleiben das schönste Spielzeug für Untergangspropheten.

mehr gibts hier: Spiegel (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,451475,00.html)

Sehr guter Artikel, unbedingt lesen!

Voodoo
01.12.2006, 11:55
BILD verkauft Killerspiele!


Auf BILD.de werden Ego-Shooter im Allgemeinen und Counter-Strike im Besonderen mit dem Amoklauf in Emsdetten in Verbindung gebracht und scharf kritisiert (unter anderem hier (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/11/23/internet-dunkle-seite-serie-teil1/internet-dunkle-seite-teil1.html), hier (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/11/21/amoklauf-schule-emsdetten/hg-computerspiel.html)und hier (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/11/21/amoklauf-schule-emsdetten/main-amok-schueler.html)). Trotzdem findet sich ein paar Klicks weiter der beliebte Team-Shooter im BILD.de-Shoppingportal (http://shopping.bild.t-online.de/query.html?qry=counterstrike&cid=100002&x=0&y=0)in mehrfacher Ausführung. Sogar Fan-Artikel zum "Ballerschund" sind dort zu erstehen.
Aufgefallen ist das den Kollegen vom BILDblog (http://www.bildblog.de/?p=1848)., die einen amüsanten Artikel dazu verfasst haben.

Muharhar :D der Bastian B wäre sicherlich der einzige Mensch weltweit gewesen, der Egoshooter mit einem Joystick gespielt hätte :muhihi: (bezogen auf Link 3)

Deadman
01.12.2006, 15:50
Bild ist derart lächerlich... schade nur, dass ich damit nichts neues sage.

freak
01.12.2006, 17:40
hahahahahahahaaahahaa habt ihr den Horror Comic schon gesehn?

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/fotogalerien/aktuell-2006/amoklauf-201106/mordphantasien-zeichnungen-201106/fg-zeichnungen,templateId=renderPopup.html

Voodoo
01.12.2006, 18:44
looool

Best_of#EJT
02.12.2006, 18:54
Ist "horror Comic" ernst gemeint???
looooooooooooooooooooooool

freak
02.12.2006, 19:21
lach mich immernoch kaputt *g*

Lord_Ayax
03.12.2006, 14:36
soll das n scherz sein? oder ist das ernst gemeint ^^

Deadman
03.12.2006, 23:07
mhm vllt. etwas schroff aber dennoch schön zusammen gefasst. so dass auch der letzte Politiker in der ersten Reihe der CDU und SPD es merkt:

HIER (http://www.karpfenschleuder.de/flash/killerspiele.html)

rieke
03.12.2006, 23:56
:top:

Sgt Ultra
03.12.2006, 23:58
hehe, nur wird das keiner von denen sehen

Deadman
04.12.2006, 00:33
Jaaa, ich weiß.... es steht nicht in der Bild :/

Voodoo
04.12.2006, 16:36
Mögliche Konsequenzen erst im kommenden Jahr.


Wie die Kollegen von Games Markt (http://www.mediabiz.de/newsvoll.afp?Nnr=222224&Biz=gamesbiz&Premium=N&Navi=00000000&T=1)berichten, ist vorerst in Deutschland nicht mit einer Verschärfung des Jugendschutzes zu rechnen. Das Bundesfamilienministerium nahm auf Anfrage der Grünen-Fraktion Stellung zu der Thematik. Zunächst sei die vereinbarte Evaluierung des Jugendschutzgesetzes abzuwarten, bevor weitere Schritte zu erwarten seien. Bereits letzten Sommer hatte die Bundesregierung einem »Killerspiel«-Verbot eine Absage erteilt. Damals stellte die FDP-Fraktion eine Anfrage. Die Haltung des Bundesfamilienministeriums habe sich seitdem nicht verändert.

Die angesprochene Evaluierung des Jugendmedienschutzes wird voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Voodoo
05.12.2006, 14:54
Beckstein legt Gesetzesplan vor


Um offenbar im Kompetenzstreit mit dem eigentlich für Jugendmedienschutz zuständigen Bundesfamilienministerium die Deutungshoheit zu erlangen, hat Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) einen drastischen Gesetzesvorschlag für das Verbot von so genannten »Killerspielen« gemacht. Auch wenn die Aussichten auf eine Eins-zu-Eins-Umsetzung dieser Pläne eher unwahrscheinlich sind, gehen sie weit über das bisher von ihm und anderen deutschen Innenministern geforderte Verbot von Ego-Shootern und gewalthaltigen Actionspielen wie Counterstrike und Grand Theft Auto hinaus.


Wie der Spiegel in seiner Onlineausgabe (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,druck-452419,00.html)berichtet, will Beckstein laut seiner »Arbeitshypothesen«, mit denen er in weitere Gespräche gehen will, den Gewaltdarstellungs-Paragraphen 131 des Strafgesetzbuchs (StGB) verschärfen. Dieser Paragraph (http://dejure.org/gesetze/StGB/131.html) verbietet die Verbreitung und Erwerb von Gewaltverherrlichenden und -verharmlosenden Medien. Bisher mussten Staatsanwälte und Richter im Einzelfall prüfen, welche Inhalte tatsächlich Gewaltverherrlichend sind, bevor ein Verbot ausgesprochen wurde.


Beckstein will nun offenbar diesen richterlichen Spielraum deutlich einschränken. Deshalb heißt es im Entwurf des Bayern: "Wer Computerspiele, die es den Spielern als Haupt- oder Nebenzweck ermöglichen, eine grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeit gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen auszuüben, verbreitet, [...] herstellt, bezieht, liefert [...], wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft." Der Schwerpunkt liege bei dieser Formulierung auf dem "aktiven Handeln des Spielers", schreibt Spiegel Online. In der bisherigen Fassung stellt Paragraph 131 StGB unter anderem jene Person unter Strafe, die Gewaltverherrlichendes oder -verharmlosendes "öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht". Diese Passage ist nur schwer anzuwenden auf Computerspiele, bei Beckstein entfällt sie.


In letzter Konsequenz können, wenn dieser Entwurf Gesetzesnorm würde, nahezu alle Computerspiele die kriegerische Handlungen oder vom Spieler initiierte, virtuelle Tötungsdarstellungen enthalten, unter Strafe gestellt werden. Denn letztlich sind auch Orks und Elben menschenähnlich, Szenen in Strategiespielen bei denen Bodentruppen von Kavallerie niedergetrampelt werden, könnten leicht als grausam tituliert werden und selbst das Spucken auf einen am Boden liegenden Gegner in einem Online-Rollenspiel dürfte als die Menschwürde verletzend eingestuft werden. Zudem müssten die Hersteller jegliche Veränderbarkeit ihrer Software verhindern, da sie befürchten könnten, dass das Töten von virtuellen Spielfiguren durch Modifikationen doch möglich wäre. Damit hätte Beckstein dann sein Ziel erreicht, dass prakitsch alles verboten wäre, was nicht ausdrücklich durch den Staat erlaubt würde.

Deadman
05.12.2006, 15:14
Mmhm. Ein totalitärer Staat... irgendwie kommt mit das Bekannt vor...
Und wer beruft sich nun auf das Grundgesetz?



Viva la revolution!

Hasta la Victoria siempre!

Voodoo
05.12.2006, 15:17
Hinterwäldler Bauer... er soll besser Kühe melken als Gesetze entwerfen. Das kann er sicherlich besser.

JOA
05.12.2006, 16:08
Nur leute die mit Computerspielen, speziell Ego-shootern nix am hut haben kommen auf solche Gesetzte.. Ich wette er weiss nichtmal worauf es bei zB einem spiel wie Counter-Strike ankommt.. er sieht nur dort werden leute erschossen also kann man davon malle werden.. solche Leute sind der hammer.. man nennt sie auch NUBS :)

Deadman
05.12.2006, 22:16
Notfalls können die Gamer Deutschlands eine Volksinitiative starten.

Wenn ich mich nicht irre bräuchten wir nur 300.000 Wahlberechtigte Gamer aus allen Bundesländern :(
Aber wenn nicht die Gamer Community im Internet wüsste ich nicht wer sowas durchsetzten könnte.

Young-Steff
06.12.2006, 12:10
http://onnachrichten.t-online.de/c/98/16/80/9816804.html

Is ja wieder klar, dass man cs screens als bilder für den artikel nutzt

Deadman
06.12.2006, 12:37
http://www.welt.de/data/2006/11/27/1126533.html <---- HAHAHAHAHA, ein Schlag ins Gesicht der "killerspieleverbotfordernden"-Politiker.
Leider auch eine traurige Wahrheit.

Voodoo
06.12.2006, 12:41
Ich hatte neulich ein Gespräch mit der Mutter meiner Freundin, die halt auch im Fernsehen gehört hat, dass Cstrike Spieler Amok laufen. Sie weiß natürlich, dass ich das auch spiele und findet das sehr bedenklich. Auf meine Argumente hin, ging sie gar nicht ein. Sie ist in ihrer Meinung von den Medien komplett fixiert worden, so dass sie glaubt, CS Spieler seien böse und gefährdet.

lord_schuldig
06.12.2006, 12:46
Ja, Leute die selber nicht spielen, lassen sich von den Medien sehr beeinflussen. Merke ich bei meiner eigenen Mutter und auch bei dern Lehren.

Deadman
06.12.2006, 12:55
Lustig das ihr das erwähnt meine Eltern meinten letzten auch zu mir, ich liefe ja ganze Zeit in Schwarz rum, mein Desktop sei dunkel und ich spiele CS ergo wäre ich ein potenzieller Amokläufer.
Sie sagten es zwar mit einem Grinsen, allerdings ließen auch sie etwas "sorge" in ihrem Ton mit klingen.

Young-Steff
06.12.2006, 13:03
is doch bei allem so, was man nich selbst tut kann man nich verstehen is doch bei den muskgeschmäckern genauso, jenach dem was man hört so kleidet man sich mehr oder weniger auch und die die eben nicht so auf diese art von musik stehen die verstehens einfach nicht. Sobald irgendjemand mit einfluss eine meinung kundtut glauben ihm alle die selbst damit keine erfahrung gemacht haben.

Voodoo
06.12.2006, 14:21
Naja, ich mag Techno oder Volksmusik auch nicht, aber tolleriere ihre Kleidung und versuche nicht auf Teufel komm raus den Dirndl an den Pranger zu bringen.

Voodoo
06.12.2006, 14:59
Amoklauf angekündigt über...

... das "Killerspiel" Counter Strike


Vor wenigen Wochen erst geschah das Unglück in Emsdetten, welches das Medium der Computer- und Videospiele abermals in ein schlechtes Licht rückte und Printmedien und Politik zerissen das Medium ein weiteres mal in der Luft und gaben vielen Menschen einen falschen Eindruck von dem Medium. Gesetzesentwürfe, die mehr als lächerlich sind werden ausgearbeitet, einseitige Diskussion zum Medium der Videospiele werden im Fernsehen gezeigt und viele Menschen erhalten einen falschen Eindruck von Spielern.

Der Schrecken darum scheint derzeit jedoch kein Ende zu nehmen, denn nun kündigte ein weiterer Schüler an, am heutigen Tag Amok zu laufen. Ausgelöst wurde diese Ankündigung durch zwei Realschüler aus Rheinland-Pfalz. welche zusammen Counter Strike übers Internet gespielt haben und dort auf den mutmaßlichen Schüler trafen. So soll der anonyme Mitspieler während des Spiels verkündet haben, am heutigen Nikolaustag in seiner Schule in Baden-Württemberg Amok zu laufen. Das teile das Kultusministerium am Dienstag mit. Man könnte den Wahrheitsgehalt dieser Ankündigung nicht auschließen, hiess es. Leider ist es der Polizei bisher weder gelungen den Spieler, noch den Schulort ausfindig zu machen. Laut dem Innenministerium in Stuttgart hatten sich die beiden Schüler aus Rheinland-Pfalz über ihre Schulleitung an die Polizei in Rheinland-Pfalz gewandt. Eine Ministeriumssprecherin sagte, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter nicht um einen Trittbrettfahrer handle.

Außerdem wies die Polizeit berichte des "Südkurier" zurück, wonach die Polizei sich bei der Suche des möglichen Täters auf den Raum Karlsruhe konzentriere, zurück und auch die Angaben, dass man derzeit 50 bis 60 Verdächtige überprüfe seien unzutreffend, so das Karlsruher Polizeipräsidium. Außerdem warnte die Polizei vor "Panikmache".
Die Schüler, Lehrer, Eltern und die Polizeit starten im Südwesten heute mit erhöhter Alarmbereitschaft in den Schultag, allerdings wurden die Eltern auch angehalten, ihre Kinder nicht Zuhause zu lassen. Die Polizei wird verstärkt Streife fahren, an den Schulen Präsenz zeigen und mit den Schulleitern in ganz Badem-Württemberg Kontakt halten sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart. Auch die Polizeit in Rheinland-Pfalz sei aufgerufen ein wachsames Auge auf die Situation an den Schulen zu haben, sagte ein Polizeisprecher in Mainz.

MaX PoWeR
06.12.2006, 15:30
Der Artikel in der Welt ist mal geil :top:


Mit Internetanschluss und Kurbelgenerator für stromlose Regionen. :D :D :D

lord_schuldig
06.12.2006, 16:05
Heute morgen in der Schule war hart: 2 Polizeistreifen durchsuchten Autos und einige Personen^^
Naja manche hatten bisschen Panik aber naja^^ war ja nix^^

Voodoo
06.12.2006, 16:18
Verein organisiert Unterschriftenaktion gegen pauschale Killerspiel-Verbote

Ausschnitt aus der Pressemeldung des Vereins:


Der Verein Medialog e.V. - Verein zur Förderung von Medienkompetenz beobachtet mit Sorge die abermals aufflammende Diskussion und sieht Handlungsbedarf. Daher hat Medialog e.V. am 30. November 2006 eine Unterschriften-Initiative gestartet, in der sich die Teilnehmer gegen die pauschale Verurteilung von Computerspielen und für eine sachliche Auseinandersetzung mit den Ursachen des Emsdetter Amoklaufs aussprechen. Die Unterschriftensammlung soll im Falle einer zu erwartenden Gesetzesinitiative zum Verbot von Computerspielen dem Bundestag übergeben werden.

"Setzt man sich mit den bekannten Fakten zum Emsdetter Fall auseinander", so Pierre Kretschmer, der Vorstandsvorsitzende von Medialog e.V., "so stellt man schnell fest, dass mit einem 'Verbot von Killerspielen' niemandem geholfen ist und eine sachliche Auseinandersetzung mit den Hintergründen des Falles eher verhindert wird. Es ist besorgniserregend, wie schnell Politiker und bekannte Kritiker von Computerspielen reagiert und die tragischen Ereignisse für ihre Zwecke instrumentalisiert haben." Medienwissenschaftler, Soziologen und Psychologen betonen in den letzten Wochen hingegen immer wieder, dass die Verbotsforderungen allenfalls Ängste gegenüber Medien und Medientechnologien schüren, an der Sache jedoch völlig vorbeigehen, betont Kretschmer. Eine Gesetzesinitiative scheint ihm zufolge aber trotz der immer lauter vernehmbaren Gegenstimmen von Wissenschaftlern und einer Vielzahl von Bürgern kaum noch zu verhindern zu sein. Daher habe sich Medialog e.V. entschlossen, Stimmen gegen ein solches Verbotsbestreben zu sammeln und im Falle konkreter Gesetzesinitiativen an den Bundestag weiterzugeben.

Der Verein Medialog e.V. hat sich in der Vergangenheit immer wieder für eine sachgerechte Auseinandersetzung mit neuen wie alten Medien stark gemacht und betont, dass Zensurierung und Verbote kontraproduktiv seien, weil sie eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Medien und ihren Inhalten verhindern. Angesichts der tragischen Ereignisse in Erfurt und jetzt Emsdetten zeige sich, dass vor allem Angst und Vorurteile den Diskurs über Medien bestimmen und der Verdacht erweckt wird, einzelne Politiker nutzten diese Ängste und das Entsetzen der Öffentlichkeit, um lang gehegte Verbotsansinnen in die Tat umzusetzen. Daher sei die jetzt gestartete Unterschriftenaktion auch als ein Protest gegen die Vereinnahmung des Themas für medien- und parteipolitische Zwecke zu werten.

Die Unterschriftenaktion sowie relevante Texte und Informationen finden sich auf der Internetseite www.killerspieleverbieten.de, zur Homepage des Vereins geht es hier (http://www.medialog-ev.de/) entlang.

GSF_Patrick
07.12.2006, 14:24
Moin moin an alle zusammen.

Hab mir zwar nicht die kompletten 15 Seiten durchgelesen, aber möchte dennoch bisschen was dazu sagen ;)


Ich für meinen Teil vermiete ja wie auch viele andere Server an "potenzielle Amokläufer"....

Was unsere Herren Politiker nicht mit bedacht haben ist, dass wenn sie das wirklich durchziehen, dann wird es einige Arbeitslose geben.

Bei den Gameserveranbietern wird der größte Teil schließen müssen, da nach wie vor Counterstrike das meist gemietete Spiel überhaupt ist.


Man wird sehen was kommen wird. Auch wir schauen mit bedenklichen Augen in die Zukunft.

MaX PoWeR
07.12.2006, 14:42
Angenommen, die Spiele sind tatsächlich für die Amokläufe verantwortlich, wovon unsere Politiker ja ausgehen, sind ein paar Arbeitslose mehr wohl deutlich leichter zu verkraften, als ein paar Tote mehr. Ich teile diese Meinung zwar nicht, kann aber die Konsequenz daraus nachvollziehen.

Nirvana
07.12.2006, 14:43
hat gestern zufällig jemand die Tagesschau gesehen ?
Es gab dort einen Bericht zu den Vorfällen des "angekündigten Amoklaufs" wo auch eine kurze Einspielung von CS zu sehen war mit der Aussage "In diesem Killerspiel wurde die Androhung eines Amoklaufs ausgesprochen ...".

Mir ist bei dieser Umschreibung fast das Essen im Hals stecken geblieben. Ich finde es ziemlich traurig was die Medien/Journalisten daraus machen.
Wenn die Klatschpresse wie "Bild" sowas schreiben okay, aber die Tagesschau sollte doch ein wenig objektiver an die Sache herangehen.
Auch die Auswirkungen, einige Schulen komplett zu schließen nur weil ein mutmaßlicher Trittbrettfahrer vermeidlich dummes Zeug labert finde ich äußerst bedenklich ...

Voodoo
07.12.2006, 14:46
Ja, das wird sowas von übertrieben. Von so mancher "seriösen" Sendung bin ich schon enttäuscht. Wenn die über andere Themen genau so vorgehen, wie in diesem...

freak
07.12.2006, 16:06
Ich seh jeden Tag grad nen Bericht im TV dazu und muss sagen mehr als lächerlich. Es wird von CS berichtet und es gibt Szenen dazu von Quake oder Postal. Über CS wird dann gesagt dass man Punkte fürs Arm abschneiden bekommt und am meisten für den Kopf und bla bla zu lustig. Alles miserabel recherchiert!

Voodoo
07.12.2006, 16:08
löl... :wallbash: :stupid2:

rieke
07.12.2006, 16:57
bleibt nur abzuwarten wie sich das alles entwickelt und die Öffentlichkeit damit umgeht. Denn Medien ist eine Instanz bei der man wenig beeinflussen kann.

Voodoo
07.12.2006, 18:01
Eine sehr lustige Kolumne, die schön verdeutlicht, was uns in der Zukunft erwartet findet ihr hier (http://www.4players.de/4players.php/kolumne_show/Allgemein/137.html). Ein Blick lohnt sich.

GSF_Patrick
07.12.2006, 18:21
Angenommen, die Spiele sind tatsächlich für die Amokläufe verantwortlich, wovon unsere Politiker ja ausgehen, sind ein paar Arbeitslose mehr wohl deutlich leichter zu verkraften, als ein paar Tote mehr. Ich teile diese Meinung zwar nicht, kann aber die Konsequenz daraus nachvollziehen.

Amoklauf... Ich hab heute 6 Markierer (Gotchas) geliefert bekommen.

Nächste Woche werde ich die mit Kollegen auf einem Gelände testen gehen.

Wenn das einer sieht kommt bestimmt die GSG9 angerückt :D

MaX PoWeR
07.12.2006, 19:12
Eine sehr lustige Kolumne, die schön verdeutlicht, was uns in der Zukunft erwartet findet ihr hier (http://www.4players.de/4players.php/kolumne_show/Allgemein/137.html). Ein Blick lohnt sich.

Wirklich nett :top:

lord_schuldig
07.12.2006, 20:36
Ja die Medien übertreibens schon manchmal. Das härteste find ich dann, dass viele das dann auch alles glauben. Musste gestern sogar meinem Vater erklären, dass WC3 kein Killerspiel ist^^

Hier ein paar Links hab ich grade gefunden:
http://www.stop-cs.de.vu/
http://www.karpfenschleuder.de/flash/killerspiele.html

MaX PoWeR
07.12.2006, 21:58
http://www.stop-cs.de.vu/ <-- muhaha, wie geil ist die Seite :D


24. Nov 2006 - News Gefängnis

Nach dem Foltermord ist ein neuer Fall von Gefängnisgewalt bekannt geworden. Ein Häftling wurde von seinen Mitgefangenen überredet einen Selbstmordversuch zu begehen. Es ist nicht auszuschließen, dass er zuvor Killerspiele gespielt hat.

roflroflrofl :applaus:

rieke
07.12.2006, 22:23
ich glaub sone ähnliche seite gabs schon nach erfurt

lord_schuldig
07.12.2006, 23:18
Nicht das Wort "rofl" benutzen, da:

ROFL
Ein Begriff der besonders häufig bei Hassorgien (Clanwars) verwendet wird. Er drückt die besondere Wut aus, die man gegenüber seines Gegenspielers empfindet, wenn dieser einen erschossen hat. Häufig wird dieser Begriff auch von Spielern der Gewaltsimulation Unreal verwendet, wenn diese einen Server betreten.

rieke
07.12.2006, 23:21
:muhihi:

wo hastn das her

Sgt Ultra
07.12.2006, 23:49
oh weia :D

MaX PoWeR
08.12.2006, 00:03
muhrhr ROFLROLF! :D

Deadman
08.12.2006, 00:52
Noch irrer finde ich ja


CAMPER
Auf seiner Ausgangspostition stehengebliebener Spieler, der Gewalt ablehnt, jedoch von seinen Mitspielern genötigt wird diese anzuwenden. Ausdruck wird oft als Schimpfwort benutzt und wird des öfteren zusammen mit "NOOB" und "FAKER" gebraucht.

Voodoo
08.12.2006, 09:25
woher habt ihr denn diese Begrifferklärungen? Das ist doch nicht ernst gemeint oder?

Voodoo
08.12.2006, 10:06
Hysterie zum Thema Amokläufe


Die allgemeine Hysterie zum Thema Amokläufe greift weiter um sich. So forderte das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Serverlogs des "Kifferstübchens" an. Begründet wurde dies mit der Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung einer Straftat.

Nähere Infos und ein Bild vom Originalschreiben findet ihr hier (http://www.kifferstuebchen.de/).

Damit sollte auch dem letzten Spaßvogel (oder dem der sich dafür hält) klar werden, daß ein schlechter Scherz wie "Ich laufe Morgen Amok", derzeit sehr schnell nach hinten losgehen kann und das daraus eine Menge maskierter und schwerbewaffneter Ordnungshüter im eigenen Heim resultieren könnte.

Solche "Scherze" sind weder lustig noch in irgendeiner Form amüsant und in der derzeitigen Sachlage mehr als kontraproduktiv.

Was bei einem solche "Spass" passieren kann zeigt der nachfolgende Fall.


Ein 19-jähriger Trittbrettfahrer aus Achern (Baden-Württemberg) wurde wegen einer solchen Amokdrohung im Schnellverfahren zu vier Wochen Dauerarrest verurteilt. Der Berufsschüler hatte am Mittwochabend per E-Mail einen Überfall auf eine Schule angekündigt, um sich und einer Bekannten einen schulfreien Tag zu verschaffen und ihr zu imponieren. (Quelle: N-TV.de)

Voodoo
08.12.2006, 10:29
Endlich Verständnis!

Gestern auf dem Heimweg habe ich ein Interview auf SWR3 gehört, das wirklich... wirklich von Intelligenz und Verständnis zeugt. Da hat sich jemand mal ernsthaft Gedanken gemacht und Ursachenforschung betrieben. Nicht nur das. Es wurden auch Vorschläge vorgetragen, die wirklich sinnvoll sind.

Ich fass das Interview mal mit eigenen Worten zusammen. Wer Interviewed wurde weiß ich leider nicht mehr. Irgend eine Vorsitzende des Elternbeirats (oder so ähnlich).

Sie sagte, dass so genannte Killerspiele nicht die Ursache für Amokläufe sein könnten, da auch schon vor dem PC solche Taten begangen wurden. Eher müsste man sich das Umfeld des Jungen näher betrachten. Bei berufstätigen Eltern findet das Kind, wenn es um 12 Uhr nach Hause kommt, niemand vor mit dem es über seine Probleme reden kann. Niemand, der ihn mal in den Arm nimmt oder sonstwie als stützende Hilfe beisteht (Kind könnte ja aufm Heimweg verprügelt worden sein oder schlecht im Sportunterricht und deshalb Ziel von Hänseleien usw).

Da bietet sich der Computer förmlich an in fremde Welten zu versinken. So werden jedoch die Probleme, Ängste und Gefühle nicht verarbeitet, sondern nur verdrängt. Die Person flieht förmlich. Der Kontakt zu seiner Umwelt wird stetig schwächer und so werden gewisse Grenzen nicht mehr richtig wahrgenommen. Da kann die angesammelte Wut, Entäuschung, Hass und Frust zu einer Kurzschlussreaktion führen.

Eltern und Lehrer sollten in solchen Fällen früher entgegen wirken und mehr für die Person da sein. Lehrer sollten besser ausgebildet werden um mit solchen Situationen klar zu werden. Ein Vorschlag von ihr hat mir sehr gut gefallen. Und zwar würde sie es als gut empfinden, wenn Kinder in eine Vollzeitschule müssten. So sind die Kinder nicht mehr um 12 Uhr in einem verlassenen Haus sich selbst überlassen, sondern sind in Gesellschaft mit anderen Menschen und Pädagogen. Es wäre allerdings falsch die kompletten Stunden mit Unterricht zu füllen. Eher schwebt ihr vor, dass Zeit für Hausaufgaben gegeben werden (ähnlich wie Hohlstunden), Gruppengespräche geführt und über allgemeine Dinge geredet werden. Auch vermehrt Sport könnte sie sich vorstellen oder einfach nur Ruhephasen. Das kommt der sozialen Ader des Kindes zu Gute, aber auch der Bildung, die in den letzten Jahren eh schon sehr kritisiert wurde.

Ich selbst wäre von so einer Schulführung sehr begeistert. Wenn das Kind, dann um 15 oder 16 Uhr nach Hause kommt, hat es immer noch genug Zeit mit Freunden ins Freibad zu gehen, zu spielen, am PC abzuhängen oder mit den Eltern zu reden.

Auf jeden Fall ein besseres System als es im Moment ist. Und vielen Dank an die unbekannte Person, die sich im Gegensatz zu so "Spitzenpolitiker" wie Beckstein oder die vielen "seriösen" Medien wie FAZ sich mal Gedanken drüber gemacht hat, was die Ursache sein kann und wie man dagegen wirken könnte.

Nach den ganzen Schwachsinnsmeldungen in den letzten Tagen tut es auch mir gut, endlich mal was vernünftiges darüber schreiben zu können.

vamp
08.12.2006, 10:29
Ich kann das Thema zur Zeit echt nicht mehr sehen. So schlimm. Die Medien verdrehen alles und Politiker wollen irgendwem die Schuld geben ohne sich zu informieren.

Gestern bei Taff kam endlich mal ein Bericht, wo auch Spieler und ein USK Tester befragt wurde. Und da kam auch mal was richtiges bei raus.

GSF_Patrick
08.12.2006, 11:56
Hier ein News Auszug eines CS Clans der Kunde ist bei uns:





Der populistische Aufschrei zum Verbot der so genanten "Killerspiele" verhallt



Legales Spielen

Die neuerliche Debatte nach einem Verbot der so genannten "Killerspiele" scheint erstmal beendet. Eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen beim Bundesfamilienministerium ergab, dass man erst einmal das Ergebnis einer gerade laufenden Studie über die Auswirkungen des bestehenden Jugendschutzgesetzes abwarten wolle, bevor man weitere Schritte unternehmen will. Zwar ist nicht gänzlich ausgeschlossen worden, dass es ein Verbot für Spiele mit gewaltsamen Inhalt geben werde, aber man geht eher davon aus, dass eine Verschärfung des Jugendschutzes nicht nötig sein wird, da man auf diesem Gebiet zum jetzigen Zeitpunkt schon eine Voreiterrolle in Europa und der Welt einnimmt.


Medienkompetenz

Auch stehen die Zeichen gut, dass die digitale Kluft zwischen den Generationen abgebaut werden kann und somit Missverständnisse, wie sie in den letzten Tagen und Wochen aufkeimten, erst gar nicht mehr entstehen sollten.
So nimmt diese Tage das Institut zur Förderung der Medienkompetenz seine Arbeit auf.
Bei diesem Projekt geht es in erster Linie darum, Eltern, Lehrern und Pädagogen im Umgang mit den neuen Medien vertraut zu machen und aufzuzeigen, welchen Einfluss und Stellenwert diese auf Jugendliche haben.


FH Köln: Institut für Medienkompetenz

Die Spielebranche setzt ein akademisches Zeichen gegen die Killerspiel-Hysterie: Nintendo und Electronic Arts unterstützen die Fachhochschule Köln in Zukunft bei der Aufklärungsarbeit über Spiele.
Unter der Leitung von Professor Dr. Winfred Kaminski (Direktor des Instituts für Medienpädagogik und Medienforschung) und Professor Dr. Jürgen Fritz (Leiter des Forschungsschwerpunkts "Wirkung virtuelle Welten") will ein neues Institut die Förderung der Medienkompetenz vorantreiben.
Unter dem Namen "Spielraum" geht es darum, die Gesellschaft über die Formen von Computer- und Videospiel im Allgemeinen sowie den Stand der Forschung im Besonderen zu informieren. Vor allem Eltern und Pädagogen sollen eine Anlaufstelle für Fragen bekommen, die Themen wie Risiken und Möglichkeiten des Kulturguts Spiel betreffen.
Dazu Prof. Kaminski: "Für viele Kinder und Jugendliche sind Computer- und Videospiele das Leitmedium geworden. Sie haben ein Recht darauf, auch in diesem Bereich eine angemessene Erziehung und Orientierung durch ihre Eltern und Lehrer zu erfahren. Voraussetzung dafür sind aber genauere Kenntnisse über die Chancen und Risiken dieses Mediums. Hier setzt Spielraum an."

Wie will das Institut die Medienkompetenz konkret fördern? Woran arbeitet man?

Folgende Projekte sind geplant:
* Ausbildung von Multiplikatoren, die multimediale
*Ausrichtung von modellhaften Schulungen für Eltern und Pädagogen sowie Kinder und Jugendliche
*Entwicklung und Erprobung von Lehrmodulen fürnpädagogische Einrichtungen
*Bereitstellung von Unterrichtseinheiten und Lehrmaterialien
*Aufbau einer Website als Kontakt- und Informationsbörse
*Ausrichtung von Tagungen und Kongressen, dieeinen Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft,Wirtschaft, Politik, Bildung und Medien ermöglichen
*Vorträge zu forschungsbezogenen und medienpädagogischen Fragen auf externen Veranstaltungen
*Aufbau eines Referentennetzwerks
*Beratung von und Kooperation mit Initiativen und Organisationen, die sich mit interaktiver Unterhaltung auseinandersetzen *Vermittlung von Experten als Interviewpartner sowie Bereitstellung von Informationsmaterial für die Medien
*Beiträge in Fachzeitschriften und Fachbüchern
*Publikation von Sammelbänden und Monografien sowie eines Newsletters "Spielraum - Institut zur Förderung von Medienkompetenz"

Voodoo
08.12.2006, 12:14
Leider sind sämtliche News schon bei uns in diesem Thread verewigt. :p

lord_schuldig
08.12.2006, 12:39
woher habt ihr denn diese Begrifferklärungen? Das ist doch nicht ernst gemeint oder?
Die sind von www.stop-cs.de.vu
Außerdem wenn in SWR3 wirklich so ein Elternbeirat interviewed wurde dann find ich das ja mal 100x besser als dieses Müll Gelabere ausm Fernsehen...

zierfisch
08.12.2006, 12:58
Ehrlich gesagt sehe ich das Problem nicht bei den sogenannten Killerspielen, da man sie größtenteils nach einigen Stunden durchgespielt hat und dadurch nicht allzu tief in die gewaltverherrlichende Materie versinkt.

Leute die hingegen seit Jahren z.b. cs/bf2 spielen, haben dagegen eine ganz andere Sicht des Spiels, da geht es dann um Teamspiel, Taktik etc. aber sicherlich nicht um das Pixelblut und "töten".

Man sollte eher auf mmorpg aufpassen, da dort eher viele Spieler den Kontakt zur Umwelt verlieren und richtiggehend in dem Spiel versinken. Natürlich ist es schwer eine Grenze, zwischen gerne spielen und süchtig sein, zu ziehen, aber wenn man täglich 3-6 Stunden mit wow o.ä. verbringt, dann ist das mMn teilweise krank. summiert man diese zeit auf ein Jahr hoch, dann kommen da unglaubliche Zahlen heraus.

Bsp. einer meiner Freunde ist überkrass wow süchtig. der hatte zeitweise täglich 8 std wow gezogt, nach recht kurzer zeit schon eine "nettospielzeit" von 3 Monaten. Da merkte man richtig, wie er sich entfremdet und nur noch in seinem Zimmer sitzt.

Darunter leidet dann arbeit (falls man welche hat), freundin, freunde, familie.

nunja, eigentlich sag ich immer, dass es jeder selbst wissen muss, aber vlt. sollte man dem doch irgendwie einhalt gebieten.

lord_schuldig
08.12.2006, 13:23
Ich hatte nach 3 Monaten WoW auch ne Played Time von 16 Tagen. Dann hab ich nen Strich gezogen und mit WoW aufgehört. Ich war abartig süchtig ...

Deadman
08.12.2006, 14:14
Ich muss zugeben ich war früher derart vernarrt in das MMORPG, dass auch ich meine Freunde der näheren Umgebung teilweise für meine Freunde auf den Servern getauscht habe.
Ich hab online mehr zeit verbracht als offline... aber schädlich war es nicht.
Immerhin habe waren das ehrliche Personen und zum Schluss (sehr) gute Freunde.
Ausserdem habe ich dabei viel über Design gelernt.
Ich sag das mal so... Wenn leute in das Hobby "Musizieren" derart vernarrt wären wie manche in das Hobby "Game" würde es niemanden stören, da die Musik völlig in die Gesellschaft eingegliedert ist, wärend wir die Generation sind die sich erst richtig damit auseinander setzen kann.

MaX PoWeR
08.12.2006, 14:23
Also bei cs hab ich auch schon Sessions hinter mir, die jeder Aussenstehende sicher als Sucht bezeichnen würde *g* Schlimmer war es allerdings mit FF auf der PS1, so krass lange am Stück hab ich glaube ich nie wieder nen Game gespielt :D

Castor
08.12.2006, 14:44
also die stop-cs.de.vu seite kann ja wohl kaum ernst gemeint sein, oder?

Deadman
08.12.2006, 15:03
Ich musste das wirklich lange abwägen.
Bis ich dann auf den Satz gestoßen bin
[quote]Wir sind ein Zusammenschluss von Eltern, Lehrern, Pädagogen und Fachkundigen aus der Schweiz[...]

Und dachte mir: Schweiz?! wtf... das ginge die doch nichts an :/
Und warum sollte die Seite dann bitte auf einer einfachen de.vu Domain gehosted sein?
Unter diesen Aspekten die ganzen Aspekten betrachtet würd ich schon an der glaubwürdigkeit der Seite zweifeln.
Andererseits ist sie komplett stimmig, es gibt keine Verweis auf Satire oder ähnliches und auch wenn die Begriffserklärung scheinbar alles andere als schlecht recherchiert ist, ist es mit Verweis auf die profilierten Medien doch nicht soo unwahrscheinlich, dass die Aussagen ernst gemeint sind.

zierfisch
08.12.2006, 15:41
@deadman

hättest du deine wow zeit mit partys, frauen und geld verdienen verbracht, dann wärste jetzt sicher um einiges "reicher"! :p

falls du das jedoch so handhaben konntest, dann ist das gut, aber schau dir doch die heutige jugend an (14 aufwärts). sie werden "nur" noch wow haben, weg vom rl zum vl. Das find ich traurig und besorgniserregend.

reen
11.12.2006, 20:25
naja 8h wow am tag ist gar nix.
ich kann dir auf unserem server und das ist einer von den neusten, d.h. da sind weniger freaks bzw "alteingesessene" drauf als auf den servern die es schon seit release gibt, mal locker aus der hand 20 leute nennen die täglich weit über 12h online und damit meine ich sie spielen aktiv und hängen nicht afk irgendwo rum.

wow ist halt viel komplexer als cs und ist auch wenn das jetzt bescheuert klingt wesentlich vollständiger als cs. in cs da spielst pub oder cw, die freaks spielen dann noch 1on1, 2on2 ..... aber eigentlich zählt nur 5on5 und dazu braucht man halt mal 5 leute die skill haben. bei wow kannst den ganzen tag deine zeit "sinnvoll" (im sinne des spielsinns und des weiterkommens") verbringen dadurch dass du irgendwo kräuter, ruf, ehre farmst...

wir haben bei uns ne gilde aufm server "untamed": ist nebenbei die beste bei uns, aus der gilde schätze ich mal sind locker 80% arbeitslos weil die raiden quasi immer.
sind dementsprechend natuerlich auch equippt, im vergleich dazu gibt es server die schon 1 jahr länger laufen und die gilden dort noch nichtmal die "erfolge" verbuchen können wie untamed... und die leute die dort spielen sind mal alle crank :P wobei die durchaus nett sind, aber will nicht wissen was die sonst noch machen.

naja.. text ist schon wieder viel zu lang geworden, aber ich dachte ich schreib auch mal wieder was, weil ich mir vor paar tagen von meiner mutter anhören musste was ich da eigentlich fürn scheiss machen würde jetzt schon seit jahren.... überall in den medien würde kommen was counterschtrike etc. für schlimme spielen wären.... ich musste da echt lachen.. also jetzt gehts schon soweit... naja wie auch immer... die medien die medien......

Deadman
11.12.2006, 21:37
@ Zierfisch
Nicht WoW, UO war meine Droge, das bewegt sich auf einer gaaaaanz anderen Ebene :)

Sry fürs Offtopic

zoot
12.12.2006, 09:36
eine kleine Anekdote zum wochenende

ich war am WE meine mum besuchen und hab mich ne weile mit ihr unterhalten, aufeinmal, mitten im Gespräch fragte sie mich ob ich Killerspiele spiele, das grinsen konnt ich mir natürlich nicht verdrücken und antwortete "ständig und gerne", ihren schockierten Blick hättet ihr sehen sollen, in ihren Augen lag echt schon fast angst ... ich musste sie denn auch erst beruhigen, dass das was in den Medien gesagt wird Quatsch ist und nicht der Realität entspricht. Die Reaktion von ihr hat wiederrum mich schockiert ....

Sgt Ultra
12.12.2006, 10:32
:D

aber eigentlich traurig, wie sehr man von den medien beeinflusst werden kann

MaX PoWeR
12.12.2006, 10:38
Werden wir doch alle und das ständig ;) Merken tut man es meistens nur, wenn man Ahnung von der Materie hat oder bei einem bestimmten Ereigniss dabei war. Ich war zB früher des öfteren auf Demos, die völlig anders abgelaufen sind, als es am nächsten Tag in der Zeitung stand - da kriegt man echt nen Hals teilweise.

Musste da auch dran denken, als ich heute Nacht die Vorschau für Frontal21 heute Abend gesehen habe. Fand die Sendung immer recht gut und kritisch, bis sie dann so derbe schlecht über cs berichtet haben. Da hab ich mich dann gefragt, ob die anderen Berichte auch alle so schlecht sind, und man es einfach nur nicht merkt, weil man keinen Plan von der Thematik hat.

Deadman
12.12.2006, 13:24
Dass Medien uns zum Teil absichtlich falsch unterrichten ist nicht einmal ein großes Geheimnis.
Man nehme z.B. das ZDF, dessen Programmdirektoren und Indendanten von der Regierung gestellt werden.
Da gab es mal eine Nachricht u.a. die Kritik an der CDU übte... diese Nachricht wurde während des ganzen Tages nur einmal gesendet und tachte später nie wieder auf (ZDF war und ist bist heute immer konservativ gewesen)
Oder das ARD welches in Bayern einst einfach ein anderes Programm zu schaltete weil die Nachrichten stark contra CSU waren.
Von den privaten Sendern verlieren wir an dieser Stelle am besten nicht einmal ein Wort.

rieke
12.12.2006, 16:01
Musste da auch dran denken, als ich heute Nacht die Vorschau für Frontal21 heute Abend gesehen habe. Fand die Sendung immer recht gut und kritisch, bis sie dann so derbe schlecht über cs berichtet haben. Da hab ich mich dann gefragt, ob die anderen Berichte auch alle so schlecht sind, und man es einfach nur nicht merkt, weil man keinen Plan von der Thematik hat.


Hehe, genau das selbe habe ich auch gemacht ;)

MaX PoWeR
12.12.2006, 19:16
VERBOTSDEBATTE

Niedersachsen will bis zu zwei Jahre Haft für Killerspiel-Verkäufer

Die Union überbietet sich mit Gesetzesplänen für ein Killerspiel-Verbot. Nach Bayerns Innenminister Beckstein präsentiert jetzt sein niedersächsischer Kollege Schünemann einen Entwurf, der SPIEGEL ONLINE vorliegt und deutlich härter ausfällt: Geplant ist auch eine konkrete Strafdrohung gegen die Spieler.

München - "Folge niemand. Sei du selbst." Das ist das Lebensmotto von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Schreibt er zumindest auf seiner Homepage. In der vergangenen Woche kam ihm allerdings sein Ministerkollege Günther Beckstein (CSU) zuvor: Der Bayer legte SPIEGEL ONLINE seine Blaupause zum Verbot von so genannten Killerspielen vor. (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,452419,00.html)
Doch jetzt präsentieren auch die Niedersachsen ihren Gesetzesentwurf. Und bis auf die bei Beckstein ebenfalls angestrebte Regelung des Killerspiel-Verbots über den Gewaltdarstellungsparagrafen 131 des Strafgesetzbuches (StGB) sind die Norddeutschen ganz "sie selbst" - sie planen eine Art verschärften Beckstein.

http://www.spiegel.de/img/0,1020,753516,00.jpg
Szene aus Computerspiel Counterstrike: Voraussichtlich im Februar gemeinsame Initiative von Bayern und Niedersachsen

Der Bayer fordert "Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe" für jeden, der grausame Computerspiele "verbreitet, einer Person unter 18 Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht oder herstellt, bezieht, liefert, [...], anbietet". Niedersachsen hingegen will im Grundsatz "bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe". Der bestehende Strafrechtspraragraf 131 soll nicht verändert, sondern ergänzt werden durch einen Absatz mit konkretem Bezug auf Computerspiele, "bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist".

Strafandrohung auch für die Spieler

Denkbar ist nach dem niedersächsischen Entwurf ein Zusatzabsatz, der Besitz und Nutzung von Killerspielen unter Strafe stellt. Wer sie sich beschaffe oder solche Spiele anwende, "wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft". Das wäre konkreter als in der bayerischen Forderung.

Im bayerischen Innenministerium sieht man aufgrund der gemeinsamen Verbotsvariante über den Paragrafen 131 StGB "keine grundsätzlichen Unterschiede im Ansatz", sagt Sprecher Rainer Riedl zu SPIEGEL ONLINE.

Bayern und Niedersachsen werden ihre Gesetzesentwürfe nun wohl einander anpassen und voraussichtlich im Februar eine gemeinsame Bundesratsinitiative starten. Sie können sich dabei auch auf die Koalitionsvereinbarung von CDU, CSU und SPD auf Bundesebene berufen. Darin heißt es, man wolle ein "Verbot von Killerspielen vorrangig erörtern". Trotzdem betont Justizministerin Brigitte Zypries (SPD), es gebe keine Strafbarkeitslücke - sie lehnt den Plan von Beckstein und Schünemann ab.

Innenpolitische Achse Hannover-München

Auslöser der Debatte um Killerspiele war der Amoklauf von Emsdetten. Vor rund drei Wochen schoss der 18-jährige Waffennarr Sebastian B. in einer Realschule im Münsterland um sich, verletzte 37 Personen und tötete sich schließlich selbst. Der Amokläufer war Fan von Gewaltspielen am Computer. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE kündigte Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber schließlich eine Bundesratsinitiative an. (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,450097,00.html)
Darin unterstützten ihn die Niedersachsen von Beginn an. Doch auf der Achse Hannover-München spielen sich die Beteiligten nicht erst seit den Blaupausen gegen Killerspiele die Bälle zu. Schon beim Streit ums Bleiberecht gingen Schünemann und Beckstein gemeinsam gegen die weiter gefassten Aufenthaltsregelungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf die Barrikaden - und setzten sich halbwegs durch.

Auch die nun geplante gemeinsame Bundesratsinitiative zum Paragraphen 131 StGB sieht man in Hannover und München optimistisch: "In den anderen Ländern gibt es keine substanziellen Stimmen dagegen", heißt es.

:stupid2:

rieke
12.12.2006, 19:26
Die haben ja anscheinend sonst nichts zu tun, als sich Gedanken über so ein Schwachsinn zu machen. Deutschland quillt ja überhaupt nicht über vor innerpolitischen Problemen ala Ausländerintegration, Jugendkriminalität, Arbeitslosigkeit, Schuldenberge, brüchige Schulsysteme, Arbeitsplatzabbau, Gesundheitssystem, rückfällige Straftäter (Vergewaltigungen), Waffenbesitz???, Städteverwahrlosung, hohe Steuern, hohe Benzinkosten, Armut, HARTZ 4 ?!, Schwarzmarkt, Drogenkriminalität, Drogenschmuggel, Warenschmuggel, Bandenkriminalität, Akademikerflucht, Wahlbeteiligungen, öffentliche Gelder, Häusliche Gewalt, Bürokratiewahn, Umweltpolitik oder Rechtsradikalität..... :stupid2:

Best_of#EJT
12.12.2006, 20:16
also langsam wird wird es ernst...
wie wärs mit den ersten Demonstrationen der sog. "Killerspiel" Spielern?
wir könnten ja mal sowas auf die Beine stellen und dadurch gleichzeitig ein offizielles myrabbits.de-comunity treffen veranstalten... hrhr fänd ich toll.
Ich spiel ja kaum die sog. "Killerspiele" aber mich kotzt des einfach an das durch allerlei Falschinformation und suche nach einem Sündenbock ein Gesetz erlassen wird. Und ich dachte ein bischen Objektivität würde es in der Gesetzgebung schon geben...

lord_schuldig
12.12.2006, 20:19
Also warscheinlich hat man den Politikern einfach Screens von Postal 2 als CS Screens untergejubelt... Wer Postal 2 schonmal gesehen hat der kann sich denken warum^^
Naja also Freiheits + Geldstrafe für die Verkäufer ist ja akzeptabel, aber für die Spieler?!?!? unakzeptabel

rieke
12.12.2006, 23:03
naja wer CS einfach so zoggt und noch mit gewissen MODs, dann kann ein Laie schon behaupten es sein ein "Killerspiel". Aber dass viel zu häufig bei den allegemeinen - was sich "Recherche" nennt - maßlos übertrieben wird und alles wo das Blut nur so spritzt als CS oder Konsorten, was teilweise ab 16 freigegeben ist, dargestellt wird, ist uns nun leider shcon bekannt.

Young-Steff
14.12.2006, 11:46
Glaub oder Sitrb (http://www2.onspiele.t-online.de/dyn/c/99/08/32/9908324.html)

Voodoo
18.12.2006, 14:50
Erster Killerspiel-Prozess in Schweden verhandelt


Nicht nur bei uns machen sich Politiker und Medien Gedanken über das Gefährdungspotential von so genannten Killerspielen. Auch in Schweden beschäftigen sich die Offiziellen mit diesem Thema, dort wurde jedoch nun ein wichtiges Urteil gefällt.
Anzeige


Dort fand ein Prozess um den Vertrieb von gewalttätigen PC-Spielen statt. Ausschlaggebend war ein in Deutschland indiziertes Spiel, das in Schweden mit der Alterfreigabe "ab 18 Jahren" in den Läden steht.

Die Richter sollten darüber entscheiden, ob das Spiel extrem gewalttätig sei und somit gegen das Druckfreiheitsgesetzt verstoßen würde, was mit bis zu zwei Jahre Haft bestraft wird, ähnlich wie es der bayerische Innenminister Beckstein und sein niedersächsischer Kollege Schünemann planen.

Zur Beweißführung zeigt der Staatsanwalt den Richtern 21 Szenen, die die Brutalität des Spiels herausstellen sollten. Die Verteidigung wiederum führte Filme wie "Kill Bill", "The Punisher" oder "Hostel" an, in welchen ähnliche Szenen zu sehen sind und welche in den schwedischen Kinos sogar "ab 15 Jahren" freigegeben waren.

Überraschender Weise überzeugte genau dieses Gegenargument der Verteidiger die Richter, welche den Angeklagten in allen Punkten freigesprochen haben. In ihren Augen dürfe man Videospiele nicht nach anderen Gesichtspunkten bewerten als Filme.

Ein Pädagogikprofessor, der sich als Gutachter mit dem Spiel befasst hatte kam daneben zu dem Schluss, dass solche Spiele allemal als Geschmacklos, aber nicht als schädlich befunden werden könnten.

BlackFog
18.12.2006, 15:18
@Erster Killerspiel-Prozess: So würde das bei uns sicher nicht funktionieren... :rolleyes:

Mich wundert es, dass Beckstein & Co. nicht noch fordern die Todesstrafe extra hierfür wieder einzuführen!


BlackFog

MaX PoWeR
18.12.2006, 17:18
Wann verbietet Herr Beckstein sich endlich selbst? Das wäre ein Segen für die Menschheit...

Voodoo
18.12.2006, 17:21
kommt hier eigentlich jemand aus Bayern?

kRaL
21.12.2006, 14:00
jo :wallbash:

und arbeite noch dazu für den staat :heilig:

vamp
21.12.2006, 14:05
RAUS !!!! :teufel:


:heilig: :D

kRaL
21.12.2006, 14:14
:D

naja Bayern mag ich auch nicht so wirklich als einer ausm Ruhrpott

aber vielleicht kennt das ja einer von euch ....

mit 2 Jahren wirst ins Auto gepackt und an den Bodensee zum Urlaub machen verdonnert das Problem dabei war halt dass meine Eltern nie wieder zurück sind :stupid2:

um beim Thema zu bleiben ... wie wärs denn mal mit ner Veranschaulichung von "Killerspielen" in der der Sinn und Zweck dargelegt wird und auf der selben Page dann so ne Art Unterschriftenliste gegen das Verbot von diesen Spielen ...

so ne seite müsst halt nur jemand machen (Sith anschau)

Voodoo
27.12.2006, 09:58
Interview mit Günther Beckstein


Bei den Kollegen von gamaXX.de ist heute ein Interview (http://www.gamaxx.de/specials_99.html)mit dem umstrittenen Innenminister Bayerns, Günther Beckstein erschienen. Rechtsanwalt und Chef von gamaXX.de Andreas Lober führte das Interview mit Beckstein und stellt Fragen, die der Politiker in vielen Fällen geschickt zu umgehen weiß.


Ein Auszug:

gamaXX:
Herr Minister Beckstein, Sie haben in der öffentlichen Diskussion so genannte "Killerspiele" auf eine Ebene mit Kinderpornos gestellt. Wenn Sie nun beispielsweise mit Herrn Zeitner von Electronic Arts diskutieren, der einige dieser Spiele vertreibt - fühlen Sie sich in dieser Gesellschaft wohl?

Dr. Günther Beckstein:
Ich hatte mit Herrn Zeitner von Electronic Arts ein interessantes und offenes Gespräch. Weder ihm, noch anderen Firmenvertretern, mache ich persönliche Vorwürfe, solange sie sich in ihrer Geschäftstätigkeit in einem Bereich bewegen, der strafrechtlich nicht verboten ist. Ein strafbewehrtes gesetzliches Verbot menschenverachtender Computerspiele halte ich aber für notwendig. Auf den Einwand, ein Verbot lasse sich wegen der Verbreitung solcher Killerspiele via Internet nicht durchsetzen, habe ich darauf hingewiesen, dass wir mit Cyber-Cops ja auch die Verbreitung von Kinderpornographie via Internet zurückdrängen. Wieso sollte das also bei Killerspielen nicht funktionieren?

Ich seh zum ersten Mal, dass dieser Beckstein sogar einen Doktor Titel hat.... :eek: .

rieke
27.12.2006, 11:44
da liegt das Problem der Herren Politiker, sie können eine Antwort verfassen ohne direkt auf die Frage einzugehen... Man wird solche Leute nie mit dem Rücken zur Wand bekommen bei einer Diskussion...

Voodoo
27.12.2006, 11:58
ja, total lächerlich. Gekonnt um die Frage herum gelabert.

Voodoo
04.01.2007, 11:53
ARD Magazin "Kontraste" verschickt Mails an Kritiker und enttäuschte Zuschauer

Diese Mail ging an etliche Kritiker und enttäuschte Zuschauer, die sich über das ARD Magazin "Kontraste" aufgeregt haben.


Sehr geehrter Herr B.,

aufgrund der Vielzahl von Zuschriften, die wir zum Thema "Gewalttätige Computerspiele" erhalten haben, ist es uns leider nicht möglich, auf jede Zuschrift einzeln einzugehen. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis!

Es ist den Autoren aber wichtig, folgende Punkte herauszustellen.

Hauptthese des Stückes war und ist:

"Gewalttätige Computerspiele machen brutal und dumm, und zwar um so mehr, um so jünger der Spieler ist, um so gewalttätiger die Spiele sind, um so länger die Spielzeit pro Tag ist."

Computerspiele sind ein Faktor unter anderen, aber ein klar messbarer und höchst signifikanter Faktor. Der Zusammenhang ist ein statistischer - wie beim Lungenkrebsrisiko durch Rauchen. Alle wissen, dass Rauchen das Lungenkrebsrisiko erhöht. Und alle kennen die Geschichte vom 80-jährigen Kettenraucher, der vom LKW überfahren wurde und vom 30-jährigen Nichtraucher, der an Lungenkrebs stirbt. Aber in der Masse ist es nicht zu leugnen, dass Rauchen das Lungenkrebsrisiko fördert. All die empörten Spieler von Killerspielen, die sich selbst in Ihren E-mails Friedlichkeit und Intelligenz attestierten (und so meinten, den Beitrag ad absurdum geführt zu haben), dürfen sich also als den statistischen Ausreißer betrachten. Das gilt natürlich insbesondere für jene, die ohne valide Argumente vorzubringen, uns schlechte Recherche, unseriöse Berichterstattung, geistige Armut, Verschleuderung von Gebühren etc vorwerfen. Exemplarisches Zitat: "Ihr seid so welche Spacken. Dümmer gehts nicht" "Ihr seid doch alles spasten ihr hundesöhne. Fickt euch." (Fehler aus dem Original übernommen)

Unsere Experten sind keine Pseudo-Experten, die Studien keine Chimären, auch wenn viele E-mail-Schreiber deren Existenz nicht wahrhaben wollen. Für alle Interessierten, insbesondere für all die Intelligenzbestien, die Killerspiele völlig harmlos finden, sei empfohlen, einen Blick in die Originalstudien zu werfen:

Studie der Gutenberg-Kommission nach dem Amoklauf in Erfurt:

http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta_media/ta.KomGut.pdf

Überblick über die vielen Studien zur o. a. Hauptthese:

http://www.mediengewalt.de/forschung/forschung-computerspiele.shtml

Sehr interessant hier die Interpretation der Studien durch die Produktionsfirma Electronic Arts ("Der Pate"), hier dürften sich einige E-mail-Schreiber wieder finden.

Ganz besonders lesenswert ist die Metastudie von Kunczik und Zipfel:

http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/redaktion/PDF-Anlagen/medien-gewalt-befunde-der-forschung-sachbericht-langfassung,property=pdf,bereich=bpjm,rwb=true.pdf

Zu einigen Gegenargumenten:

http://www.merz-zeitschrift.de/detail.php?beitrag_id=150

Und schließlich als Anhang die Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen "Mediennutzung, Schulerfolg, Jugendgewalt und die Krise der Jungen"

Viel Spaß bei der Lektüre, wünscht

Steffen M.
ARD-KONTRASTE

Eine schön geschriebene Mail, zu der ich auch noch einiges schreiben möchte. WER ZUM TEUFEL IST SO BLÖD UND SCHREIBT SO SELTEN DÄMLICHE MAILS WIE: "Ihr seid so welche Spacken. Dümmer gehts nicht.... Ihr seid doch alles spasten ihr hundesöhne. Fickt euch."?????!!!!!!?? Wie sollen uns "seriöse" Medien ernst nehmen, wenn von der Spielerseite so ein Bullshit kommt? Wenn hier jemand ein Spast ist..... *verkneif*.

Aber dennoch bin ich der Meinung, dass nicht die normalen Zocker die Ausreisser sind, sondern die Amokläufer. In meinem riesigen Zocker Bekanntenkreis ist keiner, der Amokgelaufen ist, eine Schlägerei angefangen hat oder sonstwie Ärger mit der Polizei hatte. Zumindest hab ich davon nichts mitbekommen. Da können dir mit ihren Studien nicht erzählen, dass Zocker die friedlich sind die Ausnahmen wären.

Nirvana
04.01.2007, 12:29
Ich kann solche Leute, die keinen vernünftigen Satz schreiben können und als Kritikversuch Beleidigungen schreiben müssen überhaupt nicht verstehen !
Aber man sollte das vll. auch einmal in Relation zu der mit Sicherheit auch zahlreichen konstruktiven und sachlichen Kritik sehen - das fehlt meiner Meinung nach vollkommen in dieser Stellungnahme ...

Leider habe ich den Bericht nicht gesehen, aber ich würde mich eigentlich nicht als dumm oder brutal bezeichnen - wozu ich mich genötigt fühlen müsste laut der Hauptthese des Berichtes ... und die Argumentation mit dem Rauchen ist lächerlich !

ich werde mir mal die Links anschauen ... vll. sind diese ja halbwegs brauchbar :confused:

lord_schuldig
04.01.2007, 12:30
Joa, aber man kann sich ja denken von wem Mails mit Ausdrücken verschickt werden. Nämlich von Kiddies...
Ich und meine Kumpels haben uns zusammengehockt und zusammen einen Leserbrief an die Zeitung geschrieben. War ein voller Erfolg, zumindest hat der Brief unsere Eltern überzeugt.

Voodoo
04.01.2007, 12:46
Ich finde, dass man solche Studien auch nicht unbedingt als DER Beweis ansehen kann. Schließlich hab ich hier auch schon oft in den News Studien erwähnt, die das Gegenteil behaupten. Manche sogar zeigen auf, dass die Kreativität des Kinds, die Reaktionsfähig und das schnelle Kompinieren gefördert wird. Je nachdem wo man sucht, findet man andere Studien.

rieke
04.01.2007, 13:07
hab mich vorhin kurz mit voo in icq darüber unterhalten und werd einfach mal das posten was ich da geschrieben habe:



rieke (11:05 AM) :
ich kann den menschen ja gut verstehen, denn schaut man mal das Niveau auf den CS Servern an oder in ESL Foren oder sonstigen Communities, sind es mit Verlaub gesagt, haeufig oder fast immer junge CS Spieler (nicht nur CS), die an Haltung verlieren und vulgaere Ausdruecke und Flamereien in die Runde schmeissen, nicht sachlich bleiben koennen. Wie soll es denn Klein-Hans der zum ersten mal CS spielt anders lernen, als wenn es ihm auf den Servern taeglich nicht anders vorgefuehrt wird
rieke (11:07 AM) :
man greift sich ja an den Kopf wenn man als aussenstehender das so sieht. Das Niveau ist auf den Boden gesunken, die Ausdruecke sind nicht selten verachtend und wenn man, sich selbst dann mal anhoert: " Ey der Huso hat doch so ein Luck, der killt mich blablabla" - das sollte man mal durch seinen eigenen WOrtschatz filtern, reallife.exe ausfuehren und nochmal so auf der strasse sagen, mal sehn wie das wirkt


Um es nochmal zu verdeutlichen:

Ich für meine Begriffe kann den Brief nachvollziehen, auf eine gewisse Weise! Dass der Vergleich mit dem Rauchen dem Thema etwas hinterherhinkt, vernachlässige ich mal. Wie oben geschrieben gibt es eine Unmenge von jungen Spielern, die eben CS nicht als Freizeitausgleich oder Teamwork sehen.

Von 10 Personen, die CS gerade anfangen, so behaupte ich mal, sind mindestens 7 unter 18 Jahre alt, wenn nicht sogar unter 16. Diese schlittern in eine Welt, die wir nur zu gut kennen. Das Niveau auf CS Servern oder in manchen ESL Foren ist mal unter aller Sau. Das brauch ich nicht zu betonen. Die Umgangsform lässt zu wünschen übrig usw.
Was dabei als Produkt rauskommt, braucht man glaub ich nicht mehr zu sagen.
Wenn dann ein Außenstehender, z.B. ein Elternteil das eigene Kind beim "Flamen" zuhört, da muss man nicht viel zusammenzählen was derjenige dann denkt.
Ob ein paar dieser Studien eben auf diese Erfahrungen von Elternteilen oder Lehrern zurückgehen, weiß ich nicht, ich kann es mir aber gut vorstellen.

Die Vernünftigen unter den Zockern wissen zu gut wie sie Zockersprache und normale Umgangssprache trennen müssen. Aber je jünger die jenigen sind und je weniger familiären Rückhalt diese haben, desto mehr versacken sie in der Welt, die keine vernünftige Kommunikation beinhaltet usw. Ich kann jetzt noch einen ganzen Roman darüber schreiben, werd ich euch ersparen. Ich sag nur noch meine eigene Erfahrung:

Ich hab an mir selbst gemerkt, dass meine Denkleistung/ Konzentrationsfähigkeit, mein Gedächnis und Aussprache eingebüst hatten, nachdem ich mit 16 angefangen hatte zu zocken. Nachdem es mal ausgesprochen wurde in Studien, ich selbst drüber nachgedacht hatte, hatte ichs bemerkt. Dass es bei andern auch so ist - muss nicht sein, aber ist gut möglich. Mit der Zeit hab ich dran gearbeitet und seit längerem hab ichs in den Griff bekommen.

lord_schuldig
04.01.2007, 13:24
Ich finde, dass die meisten ab 16 mit dem geflame aufhören. Als Kiddies kann man mMn nur die unter 16 jährigen bezeichnen.
ansonsten 100% aggree at rieke

Voodoo
04.01.2007, 13:28
BITTE WAS?!!?!? Das glaubst du doch nicht selbst, oder?

Der Freak wurde schon zu unseren Anfangszeiten von einem 32 Jahre alten Typen übelst angeflamed und dann gebannt. Aber was er für Sache losgelassen hat.

Und schau dich in der ESL in den Comments mal um. Dort sieht man ja schön immer das Alter. Das geht von 13 bis 22, bevor es nachlässt. Bevor hier jetzt jemand schreit: Das heißt nicht, dass alle das machen :)

lord_schuldig
04.01.2007, 13:45
hm...
ESL sind wir nicht wirklich aktiv und in IRC Fun Wars trifft man eher selten auf Flamer. Aber vllt haste recht, denn wir haben mal genen nen Clan gezoggt inner ESL da hat einer geschrieben:

Da ihr die ersten wart, die ein Match flamefrei gespielt haben werde ich mich mal zurückhalten euch PPs zu drücken.

Aber @ Kaes kleiner Tipp.

Du hast "fastprites 2" an ... der Wert muss 0 sein. Achte drauf,sonst gibts beim nächsten mal PPs.
http://www.esl.eu/de/cs/3on3/ladder/match/4591776/

vamp
04.01.2007, 13:48
es gibt im IRC wie auch ESL genügend Flamer und es ist fast egal wie alt sie sind. Wenn manche leute denken sie seien extrem gut und dann mal weggefegt werden, fangen auch solche an zu flamen.

rieke
04.01.2007, 14:41
ich kenn es garnicht anders, als dass man angeflamed wird. Es ist eben Umgangston. Warum das so ist, die wirklichen Ursprünge, ist schwer zu erörtern. Es gibt keine Altersgebundenheit. Wie ich schon gesagt habe, fängt es früh an und hört teilweise garnicht auf.

Häufig wird geflamed, weil man nicht über den eigenen Tellerrand gucken kann oder mal einfach seine Wut nicht runterschlucken kann. Es gibt tag täglich Provokationen. Wenn man sich beschwert aufm Server, dann heisst es häufig von einem völlig Unbeteiligtem "Taschentuch?" . Da ruhig zu bleiben, obwohl man konstruktive Kritik äussern wollte, fällt nunmal schwer. Dass da sich der Großteil auf das gleiche Niveau runterlässt ist eben der einfachere Weg.

Das einzige was teilweise hilft ist es mit Humor zu sehen, wenn der Gegenüber merkt, du springst nicht auf seine Gehässigkeiten an, verliert er das Interesse daran und teilt vielleicht sogar den Humor.

freak
04.01.2007, 14:43
Ein Grund warum ich kein CS mehr spiel. Das Geflame :rolleyes:
Weiß noch früher wars einfach ne coole Sache, grad als ich Voo und Co. kennengelernt hab. Kein Geflame sondern Respekt ^^ so wars aber echt

Voodoo
04.01.2007, 14:48
ja, ich weiß noch wie ich dich kennen lernte. Du bist mit der MP5 durch uns durch gerauscht....

Da hörtest du nicht: "alta, erzähl das deiner Oma!!!", "Du ficker, kannst auch nur rushen" oder "dauerfeuernap", sondern etwas wie "Super Skill mit der MP5, willst uns joinen?" *g*

freak
04.01.2007, 16:24
hach, nostalgie :D

MaX PoWeR
04.01.2007, 17:10
Tja, ich kann den Autor auch ganz gut verstehen. "Statistischer Ausreisser" ist man eben nicht nur, wenn man friedlich, sondern auch noch intelligent ist, und ich hab mich beim CS Zocken noch nie unter Superhirnen gefühlt.
Geht man von der Grunddebatte aus, Killerspiele machen Killer, so sind diese Amokläufer definitiv die "statistischen Ausreiser", aber man hat das Ganze ja mittlerweile ausgeweitet auf die Entwicklung und Intelligenz der Jugendlichen, und wenn man dann derartige Mails bekommt, sieht man sich in seiner Aussage natürlich bestätigt.

Deadman
04.01.2007, 20:28
Also können wir festhalten, dass "wir" (die aktiven Mitglieder dieser Community) die statistischen Ausreisser in sachen Intelligenz sind?

Schade sonst hätten wir uns als Paradebeispiel einer Studie stellen können :/

Voodoo
10.01.2007, 12:12
Bayerisches Kabinett beschließt Bundesratsinitiative für ein Killerspiele-Verbot


"Killerspiele gehören in Deutschland verboten. Das sind unverantwortliche und indiskutable Machwerke, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen", kommentierte der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber die Initiative. Weiter führte er aus: "Es geht um den Schutz unserer Kinder. Wer künftig virtuelle Killerspiele herstellt oder verbreitet, muss damit rechnen, dass er hart bestraft wird und zwar mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr."

Der Kurs ist somit klar abgesteckt. Bayerns Familienministerin Christa Stewens erklärte, dass ein umfangreiches Maßnahmenpaket in Planung sei, mit dem man den Jugendschutz verbessern und Jugendliche vor "Killerspielen" schützen will. Aber nicht nur die virtuellen Ballereien stehen auf der schwarzen Liste des bayerischen Kabinetts, auch real nachempfundene Action-Spiele wie Gotcha, Paintball oder Laserdome rücken ins Fadenkreuz.

Folgende Eckpunkte stellte die Ministerin als Maßnahmen heraus:

Verbot virtueller Killerspiele im Strafgesetzbuch
Verbot real nachempfundener Killerspiele wie Gotcha, Paintball oder Laserdrome im Ordnungswidrigkeitenrecht
Verbot offensichtlich schwer jugendgefährdender Filme und Computerspiele
Vermiet- und Verleihverbot indizierter jugendgefährdender Filme und Computerspiele
Verbesserungen bei der Freiwilligen Selbstkontrolle
Erhöhung des Bußgeldrahmens bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz
Verbesserungen bei Internet, Fernsehen und Online-Spielen durch Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages der Länder
Initiative im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit (Bayern möchte den Jugendschutz in Europa verbessern, da viele der vermeintlich jugendgefährdenden Inhalte aus dem Ausland kommen.)


:stupid2: ohne Worte!

Deadman
10.01.2007, 13:49
Mmhm. Ich finde wir werfen Bayern aus der EU und erklären es zum Schurkenstaat :D

Voodoo
10.01.2007, 13:53
... und ernennen Stoiber zum Erzbösewicht, den es zu bekämpfen gilt. Seine rechte Hand Dr. Beckstein soll ebenfalls die Superkräfte unserer Superhelden-Liga zu spüren bekommen!

Deadman
10.01.2007, 14:11
um mal John „Hannibal“ Smith zu zittieren:



Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Selan
10.01.2007, 17:16
Sich medienwirksam beliebt zu machen und schnell einen Schuldigen finden ist doch das einzige, was viele Politiker nur noch machen.

Voodoo
10.01.2007, 17:26
die traurige Wahrheit. Das haben wir auch öfters hier schon besprochen. Die denken nur noch an ihre nächste Wiederwahl, damit sie weiter fleissig Geld verdienen können.

Deadman
10.01.2007, 19:24
Und das Beste:
Es ist nichtmal ein Geheimniss.
Es sind nunmal Volksparteien, diese bereits selber zu, dass die Medien unbedingt für sich nutzen Müssen bzw. die Medienwirksamkeit unbedingt beachten müssen da diese sie ansonsten ins Visier nehmen.
Nunja, die deutsche Bevölkerung lässt es auch mit sich machen, bzw über 60% der Wähler.

Deadman
10.01.2007, 20:11
Gerade auf Web.de (http://magazine.web.de/de/themen/computer/games/hintergrund/3457334,cc=000005480300034573341crFQ8.html) gelesen:


Mehrheit der Deutschen für "Killerspiel"-Verbot

Allensbach (dpa) - Nach Amokläufen an Schulen befürworten fast zwei Drittel der Deutschen einer Meinungsumfrage zufolge ein Verbot so genannter Killerspiele. 60 Prozent vertreten diese Ansicht, wie aus einer repräsentativen Untersuchung des Instituts für Demoskopie in Allensbach hervorgeht.
http://magazine.web.de/images/336/3457336,h=179,pd=2,w=239.jpg (http://magazine.web.de/images/336/3457336,templateId=renderPopup.html)Eine Mehrheit der Deutschen ist für das Verbot so genannter Killerspiele (Symbolbild).
© dpa
http://magazine.web.de/static/images/common/icon-enlarge.gif (http://magazine.web.de/images/336/3457336,templateId=renderPopup.html)

34 Prozent halten jedoch ein Verbot für unsinnig und wirkungslos, weil sich solche Spiele ohne weiteres im Internet herunterladen lassen.
Während sich Experten uneinig sind, welchen Einfluss brutale Darstellungen in den Medien auf das Verhalten von Jugendlichen haben, halten viele Bürger vereinzelte Gewalttaten für symptomatisch. Mit 48 Prozent glaubt fast jeder zweite Deutsche, unter jungen Leuten sei die Gewaltbereitschaft weit verbreitet. 44 Prozent meinen dagegen, es handele sich wie beim Amoklauf an einer Realschule im westfälischen Emsdetten um einen gestörten Einzeltäter.
Zweidrittel (65 Prozent) der Befragten plädierten dafür, Gewaltdarstellungen im Fernsehen, auf Video und in Computerspielen zu verbieten. 22 Prozent lehnen ein Verbot ab. Am ehesten dagegen sind junge Leute im Alter von 16 bis 29 Jahre in Westdeutschland. 47 Prozent dieser Altersgruppe halten nichts von einem Verbot. Im Osten sind es 23 Prozent.
<script type="text/javascript"> <!-- document.writeln('<scr'+'ipt type="text/javascript" src="' + ad_server + 'site=' + ad_cl + '&special=rectangle&adsize=300x250&section=' + ad_sc +'/&pageview=ng_outer&tile=' + ad_ts + '&pp=' + ad_pp + '&pa=' + ad_pa + '&pg=' + ad_pg + '&pageview=' + ad_eros + '&category=' + ad_cat + '&ag=' + ad_ag + '&params.styles=magazin_rectangle_html,magazin_recta ngle_img"></scr'+'ipt>'); //--> </script><script type="text/javascript" src="http://extads.web.de/js.ng/site=webde&special=rectangle&adsize=300x250&section=gm1/themen/computer/games/hintergrund/3457334/&pageview=ng_outer&tile=0937543789&pp=___NULL&pa=-1&pg=null&pageview=no_eros&category=article&ag=internet/&params.styles=magazin_rectangle_html,magazin_recta ngle_img"></script> Befragt wurden 2077 Bundesbürger ab 16 Jahren in der Zeit vom 1. bis zum 12. Dezember 2006.

DAS sind DIE 60% die SPD und CDU wählen.
Menschen die einfach keine Ahnung von ihrer Umwelt und der Politik haben, das sind genau die Leute die demoskopisch befragt werden und dessen "Sehnsüchte" und "Wünsche" lappidar von den Politiker der Volksparteien gestillt werden.

Selan
10.01.2007, 23:50
Dann sollen sie sie verbieten, weiter genutzt werden sie dennoch und Gewalt an Schulen wird es dann weiterhin geben.
Wäre ja schön, wenn Probleme sich so einfach lösen ließen

Voodoo
12.01.2007, 11:32
Elternverband: Verbot ist keine Lösung


Während die Politiker u.a. in Bayern lauthals ein Verbot sogenannter Killerspiele forden, stoßen die Mitglieder des Bayerischen Elternverbandes e.V (http://www.bayerischer-elternverband.de/index.php?templateid=artikel&id=97). in ein ganz anderes Horn. In einer erst kürzlich veröffentlichten Stellungnahme des Verbandes gibt die Landesvorsitzende des BEV an, dass ein Verbot der fragwürdigen Spiele keinerlei Sinn mache – ganz im Gegenteil, erscheint ein Verbot als „wenig wirkungsvoll“ und es könnte sogar schädlich sein. Gesamt schätzt der Verband die derzeitige Diskussion als populistisch und wenig effektiv. Darüber hinaus gibt man gleichzeitig an, dass gewaltverherrlichende Spiele längst verboten seien.

Am Beispiel Emsdetten erklärt die Vorsitzende des Verbandes, Isabell Zacharias, dass Politiker „refllexhaft reagieren“. Zitat: „Ein junger Mann schießt auf Menschen. Der Täter hat Counterstrike gespielt, also wird Counterstrike zum Killerspiel erklärt, das man verbieten muss. Das ist populistisch, und gefährlich ist es außerdem, denn wer Verbote fordert, scheint zu handeln und braucht sich nicht mehr ernsthaft mit Ursachen zu befassen."

Emsdetten sei kein Amoklauf gewesen – dafür habe sich die Tat viel zu lange vorher angekündigt. Vielleicht wäre es Fachleuten wie z.B. Schulpsychologen im Vorfeld gelungen die Tat zu verhindern. Leider sei es sehr aufwändig, teuer und vor allem deutlich weniger medienwirksam diese Forderung zu erfüllen. Ein Killerspielverbot wiegt hier doch gleich ganz anders.

Auch für die inzwischen stattfindenden Aufklärungsveranstaltungen vergibt der Verband schlechte Noten. Diese seien „wenig effektiv und zu theoretisch“. Es würde ein schwarz-weiß Bild vermittelt: Entweder verteufeln die Referenten gewalthaltige Spiele, andere befürworten sie wieder und beide untermauern ihre Thesen mit passenden Studien. Sinnvoller wäre es, so der BEV, wenn Eltern z.B. wissen was die fraglichen Spiele bzw. generell die Spiele ausmacht, auf die ihre Kids abfahren. denn solche einfachen Grundlagen würden schon ausreichen, damit die Eltern wieder mehr influss auf ihre Kindern nehmen könnten.

Denn vollständigen Artikel könnt ihr mit dem Quellenlink einsehen.

Diese Frau sollte Politikerin werden... sie nutzt ihren Kopf.

Deadman
12.01.2007, 11:54
Das Wunderbare ist, dass sie wirkliche Maßnahmen nennt.

kRaL
12.01.2007, 18:52
:applaus: :top:

Voodoo
15.01.2007, 17:21
Spieleverband attackiert CSU


G.A.M.E. warnt vor den Auswirkungen der geplanten CSU-Bundesratsinitiative zum Thema Killerspiele.

Vor dem Hintergrund der aktuellen bayerischen Bundesratsinitiative zur Verschärfung des Jugendschutzgesetzes warnt G.A.M.E., Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V., vor den weit reichenden, gesellschaftlichen und kulturellen Konsequenzen, die das darin geforderte Verbot von „Killerspielen“ in Deutschland haben würde. G.A.M.E. begrüßt zwar, dass offenbar selbst die bayerische Staatsregierung es aufgegeben hat, für ein Produktionsverbot einzutreten, denn damit wären letztlich hoch spezialisierte Arbeitsplätze im Schnittbereich von Technologie und Kultur in Deutschland unnötig gefährdet worden.
Doch die gesellschaftliche Auswirkung eines Verbotes von bestimmten, immer noch nicht genau definierten Computerspielen für Erwachsene, könne jedoch sowohl kulturell als auch gesellschaftlich massive, negative Auswirkungen haben. Die meisten jungen Menschen wissen, dass ein Verbot von Killerspielen in Deutschland unnötig, unsinnig und ausschließlich politisch motiviert ist. Die latente Kriminalisierung von Computerspielern durch die Begrifflichkeit „Killerspiele“, führt bereits jetzt zu einer enormen Politikverdrossenheit unter Jugendlichen.

Stephan Reichart, Geschäftsführer von G.A.M.E: „Die CSU ist sich offensichtlich nicht darüber im Klaren, dass sie hier auf Jahrzehnte hinaus Millionen von Wählerstimmen verliert, da Computerspieler ganz genau wissen, dass die Behauptungen dieser Politiker und Wissenschaftler schlichtweg nicht stimmen und Computerspiele keinesfalls aus Spielern „Killer“ machen. Wer solch ein „Verbot“ fordert – selbst wenn es statistisch gesehen, nur auf maximal 3% aller im Markt befindlichen Spiele zutreffen könnte – greift meiner Ansicht nach zudem /massiv/ in das Recht der Erwachsenen auf Kultur ein. Hier wird von der CSU einseitig ein Medium angegriffen, das sich längst auf kultureller Augenhöhe mit dem Film, der Musik und der Literatur befindet. Wenn wir dieses Verbot akzeptieren, was wird als nächstes gefordert? Konsequenterweise wären die nächsten Schritte ein Verbot von Literatur oder Filmen, die kontrovers Gewalt als Stilmittel einsetzen, wie „Der freie Wille“ (Preisträger der Berlinale 2006)“.

G.A.M.E. fordert daher die CSU dazu auf, endlich von dem Vorhaben Abstand zu nehmen, die bereits vorbildlichen und absolut bewährten Jugendschutzbestimmungen im Bereich der Computerspiele in Deutschland durch ein „Kulturverbot“ ersetzen zu wollen

lord_schuldig
15.01.2007, 18:47
da ham se auch recht.

Voodoo
16.01.2007, 17:17
Kein Tag vergeht ohne Killerspiel Diskussion...


Final Fantasy VII schuld an Doppelmord!?


Und wieder einmal muss ein Computerspiel für eine Blutbad her halten. Doch dieses Mal ist es nicht das für die Medien gerne ins Feld geführte Counter-Strike, welches unsere Jugend zu blutrünstigen Amok-Läufern degradiert. Vielmehr, so schreibt die BILD-Zeitung, läge die Ursache für die brutalen Morde von Tessin an: Final Fantasy VII.


http://www.looki.de/kmx/modul_cms/uploads/2007/1/1168941175_original.jpg

Wie sonst könnte auch aus zwei als harmlos geltenden Gymnasiasten über Nacht eine tödliche Gefahr werden? Wer die Idole der beiden Täter waren, ist offensichtlich: Die beiden FFVII-Charaktere Sephiroth (Bild, rechts) und Reno (Bild, links). Angeblich sprachen sich die beiden Schüler am Tatabend sogar ausschließlich mit diesen Namen an. Das alles dürfte dank der BILD wieder einmal für weitere negative Schlagzeilen rund um virtuelle Spiele führen, und ein drohendes Verbot zahlreicher Titel.

»Wollten sie sein wie ihre Vorbilder, ohne Gnade töten, wie sie es schon hundertmal am PC geübt hatten?«, heißt es im BILD-Artikel (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/01/16/doppelmord-tessin-schueler-opfer/doppelmord-tessin-schueler-opfer.html).

Final Fantasy VII bekam vor 10 Jahren von der USK eine Altersfreigabe ab 12 Jahren.

Nirvana
16.01.2007, 17:25
sorry, aber da fällt mir echt garnix mehr zu ein - Final Fantasy das Killerspiel, ab damit auf den Index ! blöd.de lässt grüßen ...

Voodoo
16.01.2007, 17:31
die verstehen einfach nicht, dass 'Barbies Ponyhof' viel mehr Potenzial zum Amoklauf hat als jedes andere Spiel!! Zumindest ist das bei mir so :D

MaX PoWeR
16.01.2007, 17:48
Das waren bestimmt die bösen Chocobos! :D

freak
16.01.2007, 21:08
lol :D Chocobos waren zu geil! Aber mal im Ernst...was geht eigentlich...wie BEHINDERT!!!!!!!!!!

Deadman
16.01.2007, 21:13
So ab jetzt wird es heikel, denn wenn ein Rollenspiel, das den Charakter eines interaktiven Buches hat, können wir uns bald auch nur noch Teletubbies Bilderbücher anschauen :/

Castor
17.01.2007, 12:26
ein glück ist das internet ist unser aller freund :)

Hmm, ich mal mir grad mal folgendes Szenario aus:
Jahr 2012, Verbot ist in Kraft, Strafen werden immer höher
Ich spiele schön KillerStrike v8 mit aufgedrehten Boxen, da kommt da glatt das SEK zum Fenster reingesprungen, weil mein Nachbar die Medien-Stasi wegen illegalem Konsum angerufen hat.
Ich werde also ohne Gerichtsverhandlungnach für 10 Jahre nach Helgoland deportiert - Super Vorstellung :)

Nirvana
17.01.2007, 12:57
... bist ja doch nicht so optimistisch wie ich dachte *g*
1984 lässt grüßen :)

Sleip`
17.01.2007, 12:59
musste gestern auch schmunzeln als ich das lesen durfte. echt traurig was für ausmaße das langsam annimmt. am besten ich beschwör mal bahamut, damit er ein bisschen aufräumt..... :wallbash:

Voodoo
17.01.2007, 13:11
Sleip, ich hab Angst vor dir.... *provisorisch 110 wähl*

kRaL
17.01.2007, 13:50
und ich habs zu meiner freundin noch gesagt als die meldung im tv kam ... morgen steht in der zeitung "Täter haben Killerspiele gespielt" :D

*andenkopffass*

rieke
17.01.2007, 23:08
Das schlimme is ja, wers nich besser weiß, glaubt den scheiss. Die Macht der Worte ....

Wenn dir nen Arzt erzählt das und dies sei gut für die Gesundheit und X und Y wird gemacht, was natürlich die neuste Forschung ist usw... es ein Problem mit deiner Gesundheit gibt und das die Lösung ist, was liegt Nahe zu glauben....

... dem Politiker der natürlich Ahnung hat wie er alles so verpackt, dass es glaubhaft klingt.

ps: das is auf das GEsamtthema bezogen, denn das Potential der Bild sollte MAN kennen.

Voodoo
18.01.2007, 08:39
Leider ist die Bild eine sehr häufig gelesene Zeitschrift. Der, der die Zeitschrift liest, glaubt vielleicht nicht dran, aber er wird es weitererzählen und schon dieser wird die Geschichte vielleicht glauben.

Ach, eigentlich schon eine Frechheit, dass die Medien jeden Scheiss verzapfen dürfen.

Voodoo
18.01.2007, 16:29
Geisel des Tessiner Doppelmordes entkräftigt Bild-Behauptung


Die Bild-Zeitung berichtete vor kurzem, dass die beiden Jugendlichen, die vor wenigen Tagen in Tessin ein Ehepaar ermordeten, sich vom Rollenspiel Final Fantasy 7 inspirieren ließen. Während der Tat sollen sich die beiden sogar mit Namen von Spielfiguren angesprochen haben.

Diese Behauptung wurde nun aber entkräftet, da sich die Geisel, die die Täter kurz nach dem Mord genommen hatten, gestern in stern TV zu Wort gemeldet hat. Laut ihrer Aussage haben sie vorher nur den Film Final Fantasy 7: Advent Children gesehen. Die beiden Namen der Spielfiguren seien danach lediglich in einer Unterhaltung über den Film gefallen.

Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Spiel und der Tat ist somit nicht mehr gegeben.

harhar, die Bild-Zeitung mal wieder mit einem Schnellschnuss. Ich weiß net, wer der Bildzeitung auch nur eine Zeile glaubt (außer die Sportergebnisse) ist doch sehr naiv.

Deadman
18.01.2007, 21:45
http://www.bildblog.de/?p=2016

JackY
21.01.2007, 17:19
ich finde es auch schwachsinnig immer den sogenannten "Killerspielen" die Schuld zu geben!ob nun FF oder Cs oder Doom oder was weiss ich.
Aber so ist es am einfachsten , bloss nicht nach weiteren Hintergründen fragen , das könnte ja in Arbeit ausarten...

Mein Freund spielt nun seit Jahren CS , er ist nicht gewaltätig !
Das gleiche gillt für mich und ich hatte net gerade ne dolle Kindheit , bin ich jetzt auch ein potientieller Amokläufer???

Mich persönlich regen diese Verallgemeinerungen auf!
Nur weil jemand ein sogenanntes "Killerspiel" zockt , wird er doch noch lange nocht zum Mörder , da steckt doch noch viel mehr dahinter.
Schulische , private sowie familiäre Probleme sollten zuerst hinterfragt werden!

und wenn "Killerspiele" verboten werden sollen , müssen auch Serien wie CSI , Akte Mord , Autopsie und so weiter verboten werden.
in solchen Serien bekommt man fast bis ins kleinste Detail geschildert , wie man am besten den perfekten Mord begehen könnte !

Filme wie SAW und Hostel gehören dann auch nicht ins TV , in den beiden Filmen z.B. tropft doch das Blut gerade zu aus dem Fernseher und die Gewalt springt einem schier ins Gesicht !

wenn die Ermittler in solchen Fällen schon nicht im Stande sind erst mal die Familären Hintergründe zu erfragen und sich direkt auf die Spielesammlung stürzen , dann sollten die sich auch mal die Filmesammlung durch sehen.

ich glaub da würden ein paar Dinge finden die bedeutend schlimmer sind als CS und Co...

beim letzen Amoklauf wurde angeblich ja "nur" das Game final fantasie gefunden , da waren die Ermittler wohl echt enttäuscht...und die tolle CSU erst.
Aber wie sich rausstellte war es noch nicht mal das Game , sondern der Film...:wallbash:

Voodoo
21.01.2007, 17:44
Die Beschuldigungen kommen ja selten von den Ermittlern, sondern eher von den Politikern, da sie gut für die nächsten Wahlen dastehen wollen. Unwissende hören nur, dass Killerspiele böse sind und dass Politiker XY wehement gegen sowas ist. Man merke sich: Politiker XY ist gut und sollte gewählt werden.

Was die ach so tollen, weit vorausdenkenden Politiker nicht beachten: In nur wenigen Jahren sind es eben diese Killerspiele-Spieler, die den Großteil der Wähler ausmachen und da können sie sicher sein, dass die Partei von XY eher nicht gewählt wird.