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View Full Version : Online-Spieler in geheimem Gefängnis inhaftiert



Voodoo
04.01.2006, 14:01
BildNutzer, die die Regeln des Online-Spiels «Second Life» brechen, erwartet eine seltsame Strafe. Ihre Charaktere werden in einem virtuellen Gefängnis festgehalten - dessen Ort bislang unbekannt war.

Ein Internet-User namens Nimrod Yaffle hat Einzelheiten einer ungewöhnlichen Strafmaßnahme in einer virtuellen Welt enthüllt. Als registrierter Nutzer des Online-Spiels «Second Life» habe er nach einem Regelverstoß eine E-Mail von dessen Betreiber Linden Lab erhalten, berichtet das Weblog «Clickable Culture». Darin wurde er informiert, dass nun ins «Corn Field» («Maisfeld») geschickt werde. Yaffle hielt die Mail zunächst für einen Scherz.


Feld ohne Wiederkehr

Als er sich jedoch das nächste Mal mit seinem Online-Charakter, auch Avatar genannt, bei dem Spiel anmeldete, fand er sich nicht in der üblichen Spielumgebung von «Second Life» wieder, sondern auf einem einsamen, nächtlichen Feld. Dort befand sich einzig ein extrem langsam fahrender Traktor und ein Fernseher, in dem ein alter Film über einen Jugendlichen mit Bewährungsstrafe lief. Ein Umschalten des Kanals war ebenso unmöglich wie das Entkommen aus der unheimlichen und vor allem auf Dauer langweiligen Umgebung.



Stummer Besuch

Als alle regulären Versuche Yaffles, dem Gefängnis zu entfliehen, fehlgeschlagen waren, scheiterte auch sein verzweifelter Plan, den Server, auf dem die Maisfeld-Simulation läuft, durch Insider-Tricks zum Absturz zu bringen. Möglicherweise hatte ihn gerade die Kenntnis solcher unerwünschter Methoden ins Pixelexil gebracht. Yaffle fiel in stille Depression, aus der ihn auch ein plötzlich in Form eines Avatars auftauchender Linden-Lab-Angestellter nicht erlösen konnte, der blieb nämlich stumm.

Der Chef von Linden Labs Kundenbetreuung erläuterte die originelle Disziplinierungsmaßnahme für Online-Spieler im offiziellen Forum von «Second Life». Wer ins «Corn Field» geschickt werde, habe sich lediglich ein leichtes Vergehen zuschulden kommen lassen und werde nach einiger Zeit wieder für das reguläre Spiel zugelassen. Daher auch der Film über den straffälligen Jugendlichen. Bei schweren Vergehen schließen die Macher die betroffenen Nutzer völlig von «Second Life» aus. Nach Angaben des Betreibers leben mehr als 100.000 Einwohner in der Welt des Spiels.


Zweifelhafte Maßnahme

Es bleiben die von «Clickable Culture» zu Recht geäußerten Zweifel an der Wirksamkeit solcher Maßnahmen. Wer die Neugier einiger Online-Spieler kennt, kann in der Tat davon ausgehen, dass einige alles daran setzen werden, ins Maisfeld geschickt zu werden. Auch wenn sie sich nach ein paar Minuten wünschen, es sofort wieder verlassen zu können.


zur Website (http://secondlife.com/)

rieke
04.01.2006, 14:40
Das sollte man mal mit Cheatern machn, wenn sie sich daraus befreien können, dann kann man den account sperren :D