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View Full Version : Muslimischer Aufstand wegen Karikatur



Voodoo
31.01.2006, 09:05
Zeitung entschuldigt sich für Karikaturen


Karikaturen mit dem Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung haben in islamischen Ländern zu massiven Protesten geführt. Das Blatt entschuldigte sich jetzt für die Zeichnungen.

Die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» hat sich für die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen (http://www.netzeitung.de/ausland/379865.html) entschuldigt. Der Chefredakteur der Aarhuser Zeitung, Carsten Juste, sagte am Montagabend, die Zeichnungen hätten nicht gegen dänische Gesetze verstoßen, aber unzweifelhaft viele Muslime beleidigt. Bei ihnen wolle man sich entschuldigen.

Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen distanzierte sich im Fernsehen erstmals öffentlich von den Zeichnungen. Er sagte, er würde Mohammed niemals in einer Weise darstellen, die andere kränken könne.

Die Zeichnungen hat in mehreren islamischen Ländern Empörung hervorgerufen. Im Gaza-Streifen stürmten bewaffnete Mitglieder (http://www.netzeitung.de/spezial/nahost/379965.html) der Al-Aksa-Brigaden ein Büro der Europäischen Union. Die radikalislamische Hamas rief zum Boykott dänischer Produkte auf. Auch in Libyen und Saudi-Arabien wurden Boykott-Forderungen laut.

ähm... ich finde die News mal sehr krass. Allein schon der Gedanke, dass diese Leute so einn bewaffneten Aufstand machen, nur wegen einer Karikatur in einer Zeitschrift, die noch lange nicht stellvertretend für ein Land ist... finde ich beunruhigend. Diese Leute leben in meinen Augen im 12 Jahrhundert. Damals waren die europäischen Christen genau so drauf.

Sobald man was schlechtes über Jesus oder Gott sagte, wurde man verbrannt. Doch das war 800 Jahre her verdammt!!!!!! Ich hoffe solche Leute kommen niemals ..... wirklich niemals an Massenvernichtungswaffen ran oder an eine Technik, die ähnlich verherend ist. Denn dann gehts mit der Welt dem Bach runter. Auch wenn sich das jetzt böse anhört. Die sollen sich doch alle gegenseitig erschießen.

Bevor ich hier jetzt als rechtsradikal ausgelegt werde: Ich meine damit nicht alle Islamisten, sondern nur die Radikalen. Schließlich hatte ich schon selbst etliche Vernünftige Islamisten im Freundeskreis.

freak
31.01.2006, 10:18
Man man man ich muss wirklich sagen der Großteil der Menschen dort ist einfach primitiv und irgendwo hängengeblieben wo wir uns zum Glück weiterentwickelt haben. Is doch wirklich so, das Denken ist total schwachsinnig und unqualifiziert für unser jetztiges Zeitalter...auch wenn ich mit besten Willen versuche manche Dinge nachzuvollziehen...kriegs nich rein in mein Hirn! Das Meiste ihrer Wert- und Glaubensvorstellungen ist total paradox! :confused: :wallbash:

rieke
31.01.2006, 10:36
die Menschen dort haben eine komplett andere Wertvorstellung und vor allem Weltvorstellung.
Durch den Afghanistankrieg, durch den Irakkrieg, durch Israels Gewaltpolitik und dann noch der Gipfel mit der Mauer quer durch Israel - das alles hat viele Menschen dort unten umgekrempelt. Es war schon immer ein Vorurteil gegen den Westen dort. Gerade weil er sich besser entwickelt hat, weil wir wohlständisch sind und weil wir wieder mal einen Kreuzzug führen (würden) - dank Bush kann man sich das "würden" fast mal wieder sparen. Die fanatischen Bewegungen stützen sich auf den Koran. Viele Leute haben überhauptnichts zum Leben und kämpfen um ihr dasein. Solche verzweifelten Leute sind Futter für die Hamas.

Ich will die Denkensweise von denen nicht verteidigen, sondern nur versuchen zu erklären wie ich es sehe. Die sind extrem fanatisch. Aber wenn man die Vorgeschichte bedenkt, dann versteht man es vielleicht ein bisschen leichter.

Ich habe letztens eine Reportage gesehn über den Wahlkampf der Hamas und über eine Frau die dort Wahlkampf gemacht hat - für die Hamas. Man will es kaum glauben, aber damit hat die Hamas ein gewaltigen Schritt nach vorne gemacht, indem sie eine Extremistin ins Rampenlicht gestellt haben. Somit haben sie die Frauen, die vielleicht noch am meisten Grund haben sich gegen diese fanatische Bewegung mit Selbstmordattentaten zu richten, weil sie ihre Kinder in diesem Gotteskrieg verlieren, auf ihre Seite geschlagen.
Das war sehr erschreckend mit welcher Überzeugung ein paar Frauen das Interview gegeben haben. Aber es war auch ein wenig verständlich. Es bleibt ihnen nichts womit sie ihr Leben gestalten können, da bringen sie lieber ihren Sohn aufs Schlachtfeld und erben den Ruhm den er als Märtyrer einbringt.

Sicherlich ist es schwer zu begreifen, aber wenn man sich ein bisschen mit der Denkensweise auseinander setzt, dann versteht man allmählich warum die so austicken.
Das ist ein reinstes Pulverfass da unten, da brauch nur ein Funke wie die Karikatur kommen und es spielen sich wieder solche Szenen ab wie beschrieben.

Voodoo
31.01.2006, 10:48
Die biegen ihre Wertvorstellungen so hin wie sie es gerne wünschen. Das beweist auch schon die Tatsache, dass der Koran der Extremisten anders geschrieben ist, als der normale (ich weiß allerdings nicht, welches das echte ist) Koran. Viele meiner türkischen Bekannte und Freunde erzählen mir immer wieder, dass sie zwar streng gläubisch sind, aber das was die da unten machen nichts mit dem Koran zu tun hat. Vor allem was so oft zitiert wird.

Auch dieses neue Modewort Jihad (keine Ahnung wie man das schreibt) darf eigentlich nur von den höchstens religiösen Führer ausgesprochen werden. Ich will bezweifeln, dass es in den letzten 10 Jahren so war. Da hat doch jeder einen ausgerufen....

Ich verstehe schon, dass viel durch ihre Erziehung und das was du oben beschrieben erklärbar ist. Dennoch akzeptiere ich solch ein Verhalten in der heutigen Zeit nicht mehr.

freak
31.01.2006, 10:54
Klar gibts da arme Schweine und Menschen die auch mit dem Scheiss nichts zu tun haben wollen. Dennoch gibt es genug Köpfe in den oberen Schichten die einfach hängengeblieben sind.

rieke
31.01.2006, 10:59
jo sicherlich. Akzeptieren darf man das auf keinen Fall, vor allem wenn es sich gegen komplette Vertretungseinrichtungen handelt, die bei weitem garnichts mit der Zeitung oder gar dem Verfasser zu tun haben.

Was den Koran angeht, ist es ja gerade die Art und Weise wie sie den Koran auslegen, mit der sie die jungen Leute fangen. Sie werden extrem religiös erzogen und dann brauchen die Leute nur noch die Wut der jungen Männer in die richtige Richtung lenken -> voila

Dass der Koran und vor allem der Begriff Djihad bei dem ganzen Flächenbrand falsch ausgelegt worden ist, ist eine große Tragödie. Mit dem Afghanistan und Irakkrieg wurde das ganze leider vorangetrieben. Wie man es auch immer nennen will, Flächenbrand oder Pulverfass - es bleibt seeehr angespannt. Vor allem weil Iran jetzt genauso schräg abgeht .....klickst du hier (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,398270,00.html)

Voodoo
31.01.2006, 11:10
ja, das mit dem Iran ist ja wohl gerade meine größte Sorge. Spätestens wenn er eine Atombombe hat, sollte sich jeder diese Sorgen machen. Vor allem wenn so Chirac jetzt schon mit einer Atombombe droht.

rieke
31.01.2006, 11:13
Dennoch gibt es genug Köpfe in den oberen Schichten die einfach hängengeblieben sind.


Die gibt es leider auch bei uns :(

wobei die nicht hängengeblieben sind, sondern meistens sind die Drahtzieher Männer die im Westen studiert haben, eine vollständige Ausbildung haben und deswegen das ganze auch so dermaßen perfekt planen können. Die machen das in der Überzeugung ihrer Religion. Die die hängen geblieben sind, haben meistens garnicht die Chance sich zu bilden.

Voodoo
31.01.2006, 11:20
ja, das stimmt. Gestörte Leute gibt es leider auch oft bei uns. Und dass Massen sich noch immer relativ leicht beeinflussen lassen ist auch kein Geheimnis. Dennoch ist das kein Vergleich zu da unten. Denn bei uns ist es die Ausnahme. Dort schon fast die Regel.

Totenhand
31.01.2006, 11:44
Ist wirklich beängstigend wenn man sowas ließt. Aber ich gebe Susi da voll recht, die Leute da unten haben nichts außer ihre Religion und den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, was ihre religiösen Führer ihnen versprechen.
Mein liebstes Beispiel kommt da direkt aus dem Iran: Während des Irak-Iran-Krieges in den 80er Jahren setzten die Iraner eine Freiwilligenmiliz ein, die sogenannte "Bassidsch". Diese Truppe bestand hauptsächlich aus armen Bauern, die jüngsten waren gerade mal 10 Jahre alt. Die Bassidsch greift immer in Menschenwellen an. Z.B wurden sie eingesetzt um Minenfelder zu räumen. Dazu sind sie einfach in die Felder reingelaufen und haben sich in die Luft gesprängt. Bei der rekrutierung gab man ihnen einen einfachen Plastikschlüssel der das Tor zum Paradies öffnen sollte. Sobald sie also gestorben sind, konnten sie sofort in Paradies einziehen.

Ich find sowas einfach nur krass und ich zweifle wirklich daran ob die Machthaber und die Führer dieser Terrororganisationen selbst so strenggläubig sind. In meinen Augen benutzen sie nur die Leichtgläubigkeit der Menschen aus und benutzen sie für ihre perversen Zwecke. Bestes Beispiel dafür waren doch die Taliban in Afganistan. Sie haben den Menschen in dem Land so mehr oder weniger alles verboten was freude macht, aber selbst gelebt wie die Könige, ohne auf essen, Alkohol, Frauen und Musik zu verzichten.

Castor
31.01.2006, 20:49
STREIT UM MOHAMMED-KARIKATUREN

Einen bedrohen, eine Million einschüchtern

Von Henryk M. Broder

Dänemark versucht verzweifelt den Streit um die Mohammed-Karikaturen in der "Jyllands-Posten" beizulegen. Das Blatt hat sich inzwischen bei den Muslimen entschuldigt - unnötigerweise. Der Fall ist ein Beispiel dafür, wie eine demokratische Öffentlichkeit vor einer totalitären Gesinnung kneift.


Man redet in der Bundesrepublik und im freien Europa gerne von der Notwendigkeit, aus der Geschichte zu lernen, den Anfängen zu wehren und für eine wehrhafte Demokratie einzutreten. So sind sechzig Jahre nach dem Ende der Nazi-Herrschaft alle fest entschlossen, eine neue Machtergreifung der NSDAP zu verhindern.

Allerdings sind die operativen Möglichkeiten in der Realität eher bescheiden. Ein Dutzend Kostüm-Nazis im sächsischen Landtag schaffen es, die übrigen Parteien in hysterischen Aktionismus oder desperate Hilflosigkeit zu stürzen. Der leider zu früh verstorbene Johannes Gross, ein echter Konservativer mit Sinn für historische Zusammenhänge, hat einmal gesagt: "Der Widerstand gegen Hitler und die Seinen wird umso stärker, je länger das Dritte Reich zurück liegt."

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie die politische Klasse reagieren würde, wenn dem Land wirklich eine totalitäre Gefahr drohen würde - von rechts oder von links.

Was man sich aber vorstellen kann und muss, ist, was in der Bundesrepublik los wäre, wenn eine deutsche Zeitung, sagen wir die "Frankfurter Rundschau" oder die "Süddeutsche Zeitung", ein Dutzend Karikaturen über den Propheten Mohammed drucken würde, in der Art, wie täglich und überall Karikaturen über Jesus, den Papst und sein Bodenpersonal erscheinen. Man muss nur kurz über die Grenze schauen, nach Dänemark, wo "Jyllands-Posten" sich so etwas vor vier Monaten erlaubt hat. Seitdem tobt in der muslimischen Welt ein Sturm der Empörung, als wäre in einem Vorort von Kopenhagen ein zweites Abu Ghureib entdeckt worden.

Heute nun ist "Jyllands-Posten" eingeknickt und hat sich für die Karikaturen entschuldigt. Man habe nicht die Absicht gehabt, Muslime in der ganzen Welt zu kränken und distanziere sich "von symbolischen Handlungen, die geeignet sind, bestimmte Nationalitäten, Religionen und Bevölkerungsgruppen zu dämonisieren", erklärte Chefredakteur Carsten Juste.

Natürlich geht es nicht nur darum, religiöse Empfindungen auf Kosten der Meinungsfreiheit zu respektieren. Dänemark fürchtet als Folge des Handels- und Käuferboykotts für dänische Produkte in islamischen Ländern den Verlust von 11.000 Arbeitsplätzen. Anfang dieser Woche hat bereits eine dänische Großmolkerei in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wegen des um sich greifenden Boykotts die Produktion eingestellt.

Von den Drohungen gegen Dänemark offenbar mehr als beeindruckt, hat sich die Regierung des reichen und von arabischem Erdöl unabhängigen Norwegen zur präventiven Flucht nach vorne entschieden. Das Außenministerium ließ über seine Botschafter in islamischen Ländern ausrichten, dass man "Verständnis" für den "Zorn und die Betroffenheit" von Muslimen wegen der Zeichnungen habe.

Eine Osloer Zeitschrift hatte die Karikaturen aus Solidarität mit der dänischen Zeitung nachgedruckt. Außenminister Störe meinte, das wäre "nicht positiv für den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen und Menschen mit verschiedenen Religionen".

Wie nennt man so etwas? Vorsorgliche Kapitulation? Selbstmord aus Angst vor dem Tode? Beitrag zum multikulturellen Leben, bei dem die eine Seite beleidigt spielt und die andere sich umgehend von sich selbst distanziert? Oder schlicht: Wechselspiel von Erpressung und Opportunismus?

Rudi Carrells Entschuldigung

Es ist nicht das erste Mal, dass eine demokratische Öffentlichkeit vor einer totalitären Gesinnung kneift, die sich religiös verbrämt. Als Rudi Carrell vor über 20 Jahren in seiner "Tagesshow" einen kleinen satirischen Film zeigte, in dem es um den Ajatollah Chomeini und Büstenhalter ging, kam es zu einer Krise, die am Ende mit einer Entschuldigung Carrells entschärft wurde.

Als Salman Rushdie im Jahre 1988 seine "Satanischen Verse" veröffentlichte, waren die Muslime der Welt so aufgebracht, dass Rushdie nach einer gegen ihn verhängten "Fatwa" jahrelang im Versteck leben musste. Noch heute kann er sich nur mit Leibwächtern in die Öffentlichkeit wagen.

Damals freilich war die Öffentlichkeit geteilt. Während einige liberale Intellektuelle Verständnis für die Reaktionen der beleidigten Muslime äußerten und meinten, der Muslime Rushdie hätte nicht so weit gehen dürfen, sein eigenes Nest zu beschmutzen, solidarisierten sich etliche europäische Verlage mit ihm und brachten Sonderausgaben der "Satanischen Verse" auf den Markt. Die "taz" druckte Auszüge auf der Titelseite, damit auch die "taz"-Leser, die ihre Proteste gegen Subventionskürzungen im Kulturbetrieb "mit lieben Grüßen" unterschreiben, erfuhren, was Rushdie verbrochen hatte. Die Frankfurter Buchmesse schloss 1989 iranische Verlage von der Teilnahme aus. 1991 wurde der italienische Übersetzer der "Satanischen Verse" bei einem Attentat schwer verletzt, der japanische Übersetzer erstochen.

Heute gibt es keine Solidarität mit "Jyllands-Posten", keine Zeitung traut sich, die Karikaturen nachzudrucken, aus Angst, dadurch einen Boykott auszulösen und den Absatz von Haribo-Gummibärchen und Melitta-Kaffeefiltern in Arabien zu gefährden.

Seitenwechsel der "taz"

Und die "taz" hat die Seite gewechselt. Ein Kommentar, der heute im Blatt steht, fängt mit dem Satz an: "Sie wusste, was für ein Süppchen sie da kochte, die dänische Zeitung Jyllands-Posten, die als Sprachrohr des rechtsreaktionären Dänemark gilt..." Ob das wahr ist, müsste noch geklärt werden. In jedem Fall bedeutet der Satz, dass Meinungsfreiheit ein Privileg linksreaktionärer Organe wie der "taz" ist und bei "rechtsreaktionären" Blättern aufgehoben wird.

"Jyllands-Posten" könne, heißt es in dem Kommentar, "auf eine ungute Vergangenheit des unverblümten Antisemitismus in den dreißiger Jahren zurückblicken", heute kühle sie "ihr Mütchen" lieber an den Muslimen.

Von der spießigen Sprache abgesehen, die man heute nur noch ab und zu im "Neuen Deutschland" findet, ist ein solcher Vorwurf nur dumm und frivol, wenn man weiß, dass die Dänen fast ihre gesamte jüdische Bevölkerung mit Booten nach Schweden gerettet haben und dass der dänische König zur Zeit der Besatzung einen gelben Stern an seinem Anzug trug.

Offenbar hat der "unverblümte Antisemitismus", den "Jyllands-Posten" in den dreißiger Jahren angeblich verbreitete, die Dänen nicht davon abgehalten, doch das Richtige zu tun. Während die "taz", die vor ein paar Jahren noch für Rushdie und die Meinungsfreiheit eingetreten ist, heute Verständnis für die Reaktionen auf die "unappetitlichen Karikaturen" äußert, die nicht ansatzweise so "unappetitlich" sind wie es Monty Pythons Jesus-Satire "The Life of Brian" war.

Wie würde die "taz" reagieren, wenn christliche Fundamentalisten zu einem Boykott Englands aufrufen würden? Es hat sich was geändert im öffentlichen Bewusstsein nach dem 11. September 2001, nach den vielen Anschlägen von Ankara bis Madrid, nach den al-Dschasira-Bildern von geköpften Geiseln. "Bestrafe einen, erziehe hundert", hat Mao gesagt. Bedrohe einen, schüchtere eine Million ein, könnte es heute heißen.

Hilli
31.01.2006, 21:30
guter Artikel!

MaX PoWeR
31.01.2006, 21:49
Der Artikel ist echt nett.

http://home.arcor.de/gsg9paula/hamas&papas.jpg

rieke
31.01.2006, 22:04
der Artikel trifft den Nagel auf den kopf. Sehr gut recherchiert.

sagemal wo hastn das Bild her - pass bloß auf sonst ist morgen das rabbits Forum nicht mehr da :|

Totenhand
31.01.2006, 23:21
echt ein sehr schöner artikel. Hätte die Karikaturen gerne mal gesehen.

MaX PoWeR
01.02.2006, 00:20
Titanic (http://www.titanic-magazin.de/startseite.php) :)

Voodoo
01.02.2006, 11:41
Der Artikel spiegelt auch meine Meinung nieder. Sowas ist doch echt.... krank!

Voodoo
02.02.2006, 09:25
Islamisten rufen zu Angriff auf dänische Server auf


Die Wut gegen die Proheten-Karrikaturen in einer dänischen Zeitung richtet sich jetzt auch gegen deren Internet-Auftritt. Islamisten rufen dazu auf, deren Server lahmzulegen.

Islamisten haben in mehreren Internet-Foren offen dazu aufgerufen, die Server der dänischen Tageszeitung «Jyllands Posten» zu attackieren. Solche Angriffe sind technisch relativ einfach - Links zu den entsprechenden Anleitungen finden sich laut einem Bericht von «Spiegel Online» in mehreren Foren.
Die Zeitung hatte vergangenes Jahr Karrikaturen über den Propheten Mohammed veröffentlicht, sich inzwischen aber dafür entschuldigt. Radikale Muslime forderten darüber hinaus auch eine Entschuldigung der dänischen Regierung.

«Spiegel Online» zitiert nun aus einem Forum, in dem ein Nutzer offen zu Attacken gegen die Website von «Jyllands Posten» aufruft: «Brüder, heute werden wir, mit Gottes Erlaubnis, damit beginnen, die Website der dänischen Zeitung lahm zu legen, die sich über unseren ehrenwerten Propheten lustig gemacht hat.»


Technisch einfach

Um einen Server lahmzulegen, ist es lediglich nötig, innerhalb kürzester Zeit mehrere tausend Anfragen an ihn zu senden. Der Rechner versucht dann, wie bei jedem Aufruf der Website mit einem Browser, Daten zu senden - und überfordert sich so innerhalb weniger Minuten selbst.

In der arabischen Anleitung werden «vier Wege» zu diesem Ziel beschrieben. Am einfachsten sei es, «die Seite mindestens drei Mal aufzurufen und immer wieder zu aktualisieren», schreibt der Autor. Effektiver sei es aber, Programme herunter zu laden, die genau das immer wieder machen.

Die Kritik in den Foren richtet sich auch gegen die deutsche Tageszeitung «Die Welt». «Die deutsche Zeitung 'Die Welt' hat keinen anderen Weg gefunden, sich mit dem Thema der Bilder vom Propheten zu befassen, als diese Bilder zu verbreiten - auf ihrer Titelseite!», schreibt ein Forumsteilnehmer. «Wir müssen ihnen Widerstand entgegensetzen, dem ganzen Westen», forderte ein anderer.

LOL, ich finde es nur noch lächerlich. Entschuldigung... wie dumm sind diese "Brüder"? Die Sonne dort unten hat denen ihr Hirn ordentlich matschig gegrillt. Wenn ich schon solche fanatisch patriotische Sprüche höre, kommt mir die Galle hoch.

Da kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln... :stupid2:

Klabauter
02.02.2006, 11:50
Bewaffnete Palästinenser haben am Donnerstag vor dem Büro der EU in Gaza gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen protestiert.

Die etwa 50 Männer seien maskiert und mit Schnellfeuergewehren und Panzerfäusten ausgerüstet, berichteten Augenzeugen. Sie gehörten den Al-Aksa-Brigaden der bisher regierenden Fatah-Organisation und dem radikalen Islamischen Dschihad an.

:wallbash: :wallbash: :wallbash:

die sollen ihre überschüssige Energie und das Geld für die Waffen dafür einsetzen ihre Bevölkerung zu ernähren!

Totenhand
02.02.2006, 12:03
ich finde es gut das mitlerweile doch noch einige Zeitungen diese Karikaturen abgedruckt haben und sich somit für die Pressefreiheit einsetzen.

Es ist einfach unerhört das sich die gesammte westliche Welt von so ein paar Idioten mit Masken und Waffen einschüchtern lässt.

rieke
02.02.2006, 13:38
Ich hab mit meiner Mutter ein bisschen über das Thema geredet. Sie hat mir erzählt, dass hier in Deutschland auch seehr viele Muslime total abdrehen, sobald es ansatzweise gegen ihre Gesinnung geht.

Meine Mutter ist Grundschul-Lehrerin und weiß zu gut um den Ansturm von ausländischen Kindern, die noch nie ein Wort deutsch geredet haben.
Sie erzählte mir von Grundschulen in Berlin, in der es per Gesetz verboten werden sollte auf dem Schulgelände Türkisch zu reden. Die gesamte Sippschaft der Türken in der Umgebung hat losgebrüllt: Diskriminierung

Aber Tatsache ist, dass mehr als 90% der Schüler mancher Grundschulen in Berlin Ausländer sind und sie es beiweitem für richtig erachten auch dort mit ihren ausländischen Sprachen sich zu unterhalten. Nur: die Schule steht in Deutschland und dort unterrichten deutsche Lehrer und es wird ein deutscher Unterricht gehalten. Folge ist natürlich, dass der Unterricht nicht so ablaufen kann, weil die meisten der ausländischen Kinder kein Deutsch können, weil sie fortlaufend sich in ihrer Muttersprache unterhalten.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus der Klasse meienr Mutter. Das ist ein ausländisches Mädchen (Südkorea), die erst seit kurzem hier in Deutschland wohnt, aber sich dennoch bemüht und die Sprache besser beherrscht als manch anderer aus dem Ausland stammender, der hier aufgewachsen ist. Man muss aber auch dazu sagen, dass die Asiaten sowieso eine andere Auffassung vom Lernen und Disziplin haben :/ - die Türken sollten sich mal eine Scheibe davon abschneiden.

Voodoo
02.02.2006, 13:49
soll das sogar nicht bundesweit durchgesetzt werden, dass man nur noch Deutsch sprechen darf in Schulen? Hab so nebenbei glaub was aufgeschnappt. Ich würde es gut finden.

vamp
02.02.2006, 13:50
Das ist wohl wahr.... Das sehe ich ja schon an meiner Berufsschule... Diese liegt in Britz/Neukölln

Da sind auch sehr viele Türken und andere Ausländer, die sich meist auch auf türkisch unterhalten aufm Schulhof oder ähnliches... Ich finde es auch dass in Deutschlang geschweige denn in Deutschen Schulen auch Deutsch geredet wird....

MaX PoWeR
02.02.2006, 14:22
Das stimmt wohl Susi, die Asiaten fügen sich hier viel viel besser ein, als Türken, Albaner usw. Die müssen wohl recht ähnliche gesellschaftliche Werte haben wie wir. Ich habe auch noch nie bei nem Asiaten in der Strassenbahn gedacht, was isn das fürn Proll o.ä., die wissen sich einfach zu benehmen und sind immer sehr zuvorkommend.
Was die Geschichte mit den Mohamed Karikaturen mittlerweile für Kreise zieht, ist echt unfassbar.

Totenhand
02.02.2006, 14:59
ja glaube das mit dem Deutsch auf Schulhöfen soll Bundesweit durchgesetzt werden, zumindest isses auch bei uns im Gespräch.

Kann mir dabei nur schwer vorstellen wie man das duchsetzten, bzw. bestrafen will :\

Find das alles sehr merkwürdig

Voodoo
03.02.2006, 08:58
Islamisten drohen Deutschen


Millitante Palästinenser haben wegen den Mohammed-Karikaturen damit gedroht, Europäer zu entführen. Die EU räumte inzwischen ihr Büro im Gaza-Streifen.

Die Europäische Union (EU) hat ihre Vertretung im Gazastreifen wegen des sich verschärfenden Streits um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen geschlossen. Es sei zunächst kein Termin bekannt, wann die Arbeit wieder aufgenommen werde, sagte ein EU-Mitarbeiter am Donnerstag in Gaza. Bei dem Protest bewaffneter Palästinenser wenige Stunden zuvor seien auch Schüsse auf das Gebäude abgegeben worden. Das Haus sei zu diesem Zeitpunkt aber bereits verlassen gewesen.
Etwa 50 maskierte Männer waren in den Vorgarten des EU-Büros eingedrungen und hatten Schüsse abgefeuert. Die Bewaffneten erklärten, die «europäische Provokation» mache alle Institutionen in Gaza und der ganzen Welt zum «Ziel ihres Feuers».


Hotels durchsucht

In Nablus im Westjordanland drohten militante Palästinenser unterdessen mit der Entführung von Europäern. Ein Sprecher der Al-Aksa-Brigaden erklärte, seine Organisation durchsuche bereits Wohnungen im Autonomiegebiet. Hotelbesitzer seien aufgefordert worden, Staatsbürgern aus den Ländern Frankreich, Dänemark, Norwegen und Deutschland keine Unterkunft zu gewähren. Die Europäer hätten 72 Stunden Zeit, die Autonomiegebiete zu verlassen, erklärten die Extremisten.

Die militanten Fatah-Anhänger vor dem EU-Büro drohten offen Gewalt an, falls bis Donnerstagabend keine Entschuldigung wegen der Zeichnungen eingegangen sei. Ferner wurden Angriffe auf Kirchen sowie die Schließung von Pressebüros angekündigt, insbesondere das der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Die ersten ausländischen Journalisten verließen bereits den Gazastreifen. Die dänischen und französischen Mitglieder eines EU-Teams, das den Grenzübergang Rafah beobachtet, erschienen aus Sorge vor Übergriffen nicht zum Dienst. Norwegen stellte die Arbeit in seinem Büro im Westjordanland vorerst ein.

Ein europäischer Diplomat sagte, Drohungen der zur bisher regierenden Fatah gehörenden bewaffneten Al-Aksa-Brigaden und des radikalen Islamischen Dschihad würden sehr ernst genommen.


EU-Kommission besorgt

Auch die EU-Kommission reagierte besorgt auf die Drohungen. «Wir verurteilen jede Form der Gewalt in einem solchen Streit», sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Zugleich betonte sie, Meinungsfreiheit sei nach wie vor ein fundamentaler europäischer Wert, ebenso aber der Respekt für andere Länder. Wer von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch mache, tue dies aus eigenem Antrieb und werde nicht von Regierungen kontrolliert.

Nach der Gewaltandrohung palästinensischer Kämpfer gegen Franzosen rief die französische Regierung am Donnerstag ihre Bürger auf, den Gaza-Streifen zu meiden. Das Pariser Außenministerium erklärte, «schon seit Monaten» rate Paris von Reisen in das als Risikozone eingeschätzte Gebiet ab.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, die Freiheit der Presse sollte so ausgeübt werden, dass stets die Glaubensgrundsätze der Religionen respektiert werden. Er betonte, wie wichtig es sei, Missverständnisse und Feindseligkeiten zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Kulturen auszuräumen. Das sei vor allem durch friedlichen Dialog und gegenseitigen Respekt möglich.


Mubarak warnt vor Zunahme von Terror

Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak riet zu einem verantwortungsvollen Krisenmanagement. Ansonsten könne es sein, dass die Affäre «den Kräften des Radikalismus und des Terrorismus» neue Vorwände liefere. Meinungs- und Pressefreiheit könne man aber nicht als Entschuldigung für die Beleidigung der Religion benutzen, fügte er hinzu.

Am Mittwoch hatte das Pariser Außenministerium den Nachdruck der Bilder in der Zeitung «France Soir» in die Verantwortung des Blattes gestellt und alles «verurteilt, was die Einzelnen in ihrem Glauben oder ihrer religiösen Überzeugung verletzen» könne.



Deutscher in Nablus kurzzeitig entführt


Ein Deutscher ist im Westjordanland von Palästinensern entführt und kurz darauf wieder befreit worden. Zuvor hatten militante Organisationen wegen der Mohammed- Karikaturen mit der Verschleppung von Europäern gedroht.

Der Konflikt um die Mohammed- Karikaturen hat sich am Donnerstagabend weiter verschärft. Zwei bewaffnete Palästinenser entführten im Westjordanland nach Angaben von Augenzeugen einen Deutschen aus einem Café in Nablus. Wie die palästinensische Polizei mitteilte, wurden die Kidnapper kurz darauf gestellt und der Mann befreit.


Al Aksa-Brigaden bestreiten Verantwortung

Militante Palästinenser hatten zuvor mit der Entführung von Europäern gedroht. Ein Sprecher der Al-Aksa-Brigaden sagte, seine Organisation durchsuche bereits Wohnungen im Autonomiegebiet. Hotelbesitzer seien aufgefordert worden, Staatsbürgern aus den Ländern Frankreich, Dänemark, Norwegen und Deutschland keine Unterkunft zu gewähren. Die Europäer hätten 72 Stunden Zeit, die Autonomiegebiete zu verlassen, erklärten die Extremisten.

Allerdings distanzierten sich die Al Aksa-Brigaden von der Entführung. «Unverantwortliche Elemente» hätten den Mann verschleppt, hieß es in einer Erklärung.



EU-Büro geschlossen

Die Europäische Union hatte nach Übergriffen ihre Vertretung im Gazastreifen wegen des sich verschärfenden Streits um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen geschlossen. Es sei zunächst kein Termin bekannt, wann die Arbeit wieder aufgenommen werde, sagte ein EU-Mitarbeiter am Donnerstag in Gaza.

Auslöser des Streits sind Karikaturen, die zunächst in einer dänischen Zeitung veröffentlicht worden waren und später auch von Medien in anderen Ländern abgedruckt wurden. Auf einer der Zeichnungen ist der Prophet Mohammed mit einer Bombe im Turban dargestellt.

Castor
03.02.2006, 10:43
Da lob ich mir mal Israel. Die hätten sich nicht einschüchtern lassen und bei Bedarf einfach alle Extremisten abgeknallt. Hätte ich auch gerade Bock drauf...

Deppenpack...

Klabauter
03.02.2006, 11:50
Mich würde interessieren was passieren würde, wenn ein palästinenser eine Mohammed-Karrikatur zeichnen und öffentlich aushängen würde. Ist ja nicht ganz abwegig, dass es jemand belesenen auch unter denen gibt, der humoristisch mit dem Thema Religion umgeht. Zunächst einmal würden sie ihn umbringen. Aber nachdem ja nach deren Auffassung ein ganzer Staat, bzw. eigentlich ein ganzer Kontinent für die Handlungen eines einzelnen Exemplars einer ethnischen Gruppe verantwortlich gemacht werden kann... müssten sie als logische Konsequenz... sich gegenseitig... :stupid2: oder nicht?

rieke
03.02.2006, 12:02
Ich finde diese ganze Entwicklung nun doch zunehmend beunruhigend. Ich dachte es wäre ein kleiner Konflikt. Aber wie es aussieht war das der entscheidene Funke der die Wut die die ganze Zeit latent da war nun entfacht hat. Es ist kaum zu glauben wie krass die da unten jetzt abgehen.

Wenn das mal keine größeren Ausmaße annimmt...

Castor
03.02.2006, 12:59
Das mit dem Funken und dem Pulverfaß dachte ich auch schon - ich würde vorschlagen, vorsorglich schin mal die Generalmobilmachung auszurufen ;) nee, hoffentlich nicht. aber mit extremisten aller art is halt vieles möglich...

Hilli
03.02.2006, 13:19
Hallo? Zeitungskarrikatur --> Leute entführen???
Die haben doch alle einen an der Waffel.

http://ugly.plzdiekthxbye.net/art2/osama.jpg

Totenhand
03.02.2006, 14:05
Ich finde diese ganze Entwicklung nun doch zunehmend beunruhigend. Ich dachte es wäre ein kleiner Konflikt. Aber wie es aussieht war das der entscheidene Funke der die Wut die die ganze Zeit latent da war nun entfacht hat. Es ist kaum zu glauben wie krass die da unten jetzt abgehen.

Wenn das mal keine größeren Ausmaße annimmt...


tja stellt sich halt die Frage, ob es nur kleine militante Gruppen sind, die da unten auf die Kacke haun, oder es da in allen Schichten brodelt. Durch die eingeschränkte Bild, was einen durch unsere Medien gegeben wird, kann man immer schwer sagen in wie weit es die Leute da unten wirklich bewegt :\

Das komisch ist ja: die zeitung, sowie die dänische Regierung hat sich doch schon längst Entschuldigt. Verstehe nicht, warum die jetzt auf einmal so abgehen.

Voodoo
03.02.2006, 14:14
ja das stimmt. Das muss man auf jeden Fall berücksichtigen. Unsere News sind doch sehr einseitig. Denn wer möchte in den Nachrichten schon lesen, dass normale Familien die Entschuldigung angenommen haben und glücklich ihren Weges gehen.

MaX PoWeR
03.02.2006, 14:20
Ich denke doch, dass sich das durch alle Schichten zieht. Gestern im Tv ne Frauendemo gesehen, zigtausend Frauen am demonstrieren, wo ich mir noch dachte, dürften Frauen in dem Land überhaupt auf die Strasse gehen, wenn sich ihr Protest gegen die eigene Regierung richten würde?
Am besten finde ich ja die neuste Forderung, die Abschaffung der Pressefreiheit....

Voodoo
03.02.2006, 14:23
rofl im ernst? Das ist ja lächerlich :).

Was ich neulich gesehen habe ist, dass die Hamas Frauen jetzt auch höhere Stellen belegen dürfen. Doch das sind alles radikal islamistische Frauen. Da dachte ich mir auch, ob die Frauen diese Rechte hätten, wenn sie Neutral veranlagt wären.

Voodoo
03.02.2006, 15:33
Muslime akzeptieren dänische Entschuldigung nicht


Im Streit um Mohammed-Karikaturen ist kein Ende absehbar. Der ägyptische Botschafter in Dänemark wies eine Erklärung der dänischen Regierung zurück. In zahlreichen Ländern gingen die Proteste unvermindert weiter.

Der ägyptische Botschafter in Dänemark hat am Freitag die Antwort der dänischen Regierung auf die umstrittenen Mohammed-Karikaturen als unzureichend kritisiert. Das Land müsse mehr tun, um die muslimische Welt zu besänftigen, sagte Mona Omar Attia nach einem Treffen mit Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen, an dem auch die Botschafter weiterer Länder teilgenommen hatten, unter anderem aus dem Iran, der Türkei und dem Libanon.


«Organisierte Strategie gegen Muslime»

Hunderttausende Iraner haben nach dem Freitagsgebet in der Hauptstadt Teheran und anderen iranischen Städten gegen die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in europäischen Zeitungen protestiert. In Teheran gingen mehrere tausend Menschen auf die Straße. Sie skandierten Slogans wie «Diese Beleidigung bleibt nicht ohne Antwort» sowie «Tod Amerika» und «Tod Israel».

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte, wenn Muslime derartige Beleidigungen ignorierten, würden die anti-islamische Bewegungen noch weiter um sich greifen. Der frühere Präsident und nach wie vor einflussreiche Politiker Ali Haschemi Rafsandschani bezeichnete die Karikaturen beim Freitagsgebet in Teheran als «organisierte Strategie gegen die Muslime».

Er fügte hinzu: «Das war ein sehr hässlicher Schritt einiger Zeitungen.» Damit würden 1,6 Milliarden Muslime weltweit beleidigt. Die Zeichnungen waren vor vier Monaten zuerst in der dänischen Zeitung «Jyllands-Posten» veröffentlicht worden und sind seither auch von mehreren europäischen Zeitungen gedruckt worden.


Demonstrationen in Ägypten und Syrien

In Ägypten und Syrien haben nach dem Freitagsgebet Tausende von Muslimen gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Europa protestiert. «Boykottiert Produkte aus den USA und Dänemark und aus anderen europäischen Staaten», stand auf einem Plakat, das ein Demonstrant vor der Al-Murabit-Moschee in Damaskus trug. An dem Gebet in der Moschee nahm der Vorsitzende des Politbüros der radikal-islamischen palästinensischen Hamas teil.

Die Sicherheitskräfte hinderten vor der Al-Azhar-Moschee in Kairo rund 1200 Gläubige daran, ihren Protest von der Moschee auf die Straße zu tragen. Sie verbrannten dänische Fahnen. An einer ähnlichen Protestaktion in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria beteiligten sich rund 3000 Menschen.


Erstmals Proteste in Russland

In dem eskalierenden Streit um Karikaturen des Propheten Mohammed haben erstmals auch islamische Prediger in Russland ihre Gemeinden zum Boykott von Waren aus der EU aufgerufen. Beim Freitagsgebet in der Hauptmoschee von Machatschkala verurteilten etwa 7000 Menschen die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten als lästerlich. Zu dem Gebet seien deutlich mehr Menschen gekommen als sonst üblich, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass aus der Hauptstadt der Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus. In Russland leben etwa 20 Millionen Muslime. Der Nordkaukasus und die Regionen Tatarstan und Baschkirien sind islamisch geprägt.

Ähm... äh.... aber.... äh..... nein..... doch wenn.... äh.... nein..... :eek:


Hier übrigens die Karikaturen:

http://www.netzeitung.de/img/0079/184779.jpg

m e t h
03.02.2006, 16:09
solche Fanatiker.
4 grosse Balken drüberziehen...mit Pekingenten bestücken und zuscheissen lassen.:top:

Klabauter
03.02.2006, 16:16
...wenn Muslime derartige Beleidigungen ignorierten, würden die anti-islamische Bewegungen noch weiter um sich greifen...

Nein. Nur durch so kindisches Verhalten, mit denen islamistische Extemisten immer wieder auf ihre Unzurechnungsfähigkeit und die Gefahr die von ihnen ausgeht hinweisen, werden anti-islamische Bewegungen weiter um sich greifen.


bezeichnete die Karikaturen beim Freitagsgebet in Teheran als «organisierte Strategie gegen die Muslime».

... genau. Da steckt ein ganz perfider Plan dahinter! Eine extra zusammengestellte Kommission, nur mit der Aufgabe betraut den Islam mit aller Härte zu zerschlagen, ist zu dem großartigen Ergebnis gelangt alle Islam-anhänger langsam durch alberne Zeichnungen mürbe zu machen. :eek:

Totenhand
03.02.2006, 18:26
Naja Massendemos überzeugen mich seit Sadam Hussain auch nich mehr. Ist ja mitlerweile allgemein bekannt das solche Massendemos inszeniert werden. Die Leute gehören dann oft einer Partei an, die dann mal schnell mobiliesiert wird, wenn man nen kreischenden Mob braucht.

Finde es allerdings etwas merkwürdig: auf der einen Seite fordern sie eine Entschuldigung, wenn das passiert wird diese abgelehnt ... HÄÄÄH???

Denke mal da wird uns noch einiges blühen ...

rieke
03.02.2006, 18:59
Grad eben kam mir der Gedanke an das 3. Reich. Was die dort unten für Propaganda veranstalten ist nicht mehr schön. Und alles im Sinne der Religion, dass die sich selbst ein Bein stellen ist milde gesagt.

Ich habe übrigens gehört, dass der Journalist oder der Redakteur von dieser französischen Zeitung gefeuert wordern ist, weil der Verleger arabischer oder halt islamischer Herkunft ist.

Die Mullas da unten benutzen die ganze Geschichte doch nur um endlich einen Grund vorweisen zu können gegen die westliche Welt vorzugehen. Die haben doch shcon die ganze Zeit drauf gewartet. Nicht, dass sie dankbar sein können, dass Israel endlich abzieht, nein, gleich wieder einen oben drauf. Von wegen Frieden schaffen.
Anfangs habe ich noch versucht sie zu verstehen, warum sie so reagieren. Aber das ist nun wirklich kein Recht mehr. Ich respektiere, wenn sie ihre Religion schützen wollen. Manche hams halt mit der Religion, aber offenbar ist denen es nicht genug. WIe shcon gesagt: die haben nun endlich den Auslöser gefunden um eine internationale Propagandawelle zu starten - den kleinen großen bürgerlichen Religionskrieg gegen die westliche Welt.

Ich finde es gut, dass die europäischen Zeitungen sich nicht einschüchtern lassen. Was soll das eigentlich? Das Symbol für die Freiheit, die Pressefreiheit, sollte nicht als Marionette herhalten. Da stößt es nämlich langsam auf unsere Grundfesten des Glaubens und da wird mancheiner hier in Europa auch ein wenig bissig auf die ein oder andere Weise...

m e t h
03.02.2006, 19:26
Der chef der Zeitung kam aus ägypten.
Und aus Russland hat sich auch direkt ne Randgruppe von 7000 leute den fanatikern angeschlossen.
Mal sehn wo das hinführt -.-

Castor
03.02.2006, 20:26
diese vollaffen. :stupid2:
ich wiederhole meine forderung nach der Generalmobilmachung:2guns: :ugly-panz :target:

centerum censo, arabinem esse delendam :)

MaX PoWeR
03.02.2006, 20:54
Cuius regio, eius religio!

Aber lasst uns doch bitte zufrieden ;)

Hilli
04.02.2006, 03:20
http://ugly.plzdiekthxbye.net/art2/einvolkeinreicheinugly.jpg

riKkTer^
04.02.2006, 12:14
lol :)

Voodoo
04.02.2006, 18:28
Botschaften in Syrien in Brand gesteckt


BildDemonstranten haben die dänische und die norwegische Botschaft in Syrien in Brand gesteckt. Sie protestierten offenbar gegen die umstrittenen Mohammed- Karikaturen.

Demonstranten haben am Samstag laut Augenzeugenberichten die skandinavischen Botschaften in der syrischen Hauptstadt Damaskus in Brand gesteckt. Zunächst stürmten sie die dänische Botschaft und legten dort Feuer. Ein Botschaftssprecher bestätigte im Rundfunk, dass das gesamte Gebäude, in dem auch die Botschaften von Chile und Schweden untergebracht sind, in Flammen aufgegangen sei. Zu dem Zeitpunkt seien keine Mitarbeiter mehr in den Vertretungen gewesen.
Kurz darauf wurde auch die norwegische Vertretung von Demonstranten angezündet. Die syrische Polizei hatte vergeblich versucht, die aufgebrachte Menge mit Tränengas und Wasserwerfen zu vertreiben. Anschließend versuchte die Menge zur französischen Vertretung weiter zu ziehen, konnte aber von den Sicherheitskräften abgedrängt werden.

Die Proteste richteten sich offenbar gegen die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed durch eine dänische Zeitung. Das wenige Kilometer von der Botschaft entfernt liegende Dänische Kulturinstitut wurde ebenfalls evakuiert, weil die Verantwortlichen auch hier einen Angriff befürchteten. Die Demonstranten wurden nach Angaben dänischer Diplomaten zusätzlich durch Gerüchte aufgeheizt, wonach in Kopenhagen am Samstag vor dem Rathaus Korane verbrannt werden sollten. Danach seien die Proteste «total außer Kontrolle geraten».

Am Morgen hatten hunderte Palästinenser das deutsche Kulturzentrum in Gaza angegriffen und das Mobiliar vor dem Gebäude demoliert. Auch das Gebäude der EU-Kommission wurde mit Steinen beworfen.

Mehrere deutsche Zeitungen hatten die umstrittenen Karikaturen ebenfalls abgedruckt, um Unterstützung für die Pressefreiheit zu demonstrieren.


Deutsches Kulturzentrum in Gaza gestürmt


BildAus Protest gegen die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in europäischen Zeitungen haben militante Palästinenser am Samstag das deutsche Kulturzentrum und das Büro der EU-Kommission in Gaza angegriffen.

Mehrere hundert wütende Palästinenser haben wegen der Veröffentlichung von Mohammed- Karikaturen am Samstag in der Stadt Gaza das deutsche Kulturzentrum attackiert. Das Büro war zur Zeit des Angriffs geschlossen. Augenzeugen berichteten, junge Männer und Schüler hätten das Gebäude mit Steinen beworfen und Mobiliar außerhalb des Büros verwüstet. Die Randalierer sagten, sie wollten gegen eine Beleidigung des Propheten Mohammed protestieren, nachdem die Karikaturen auch in deutschen Zeitungen veröffentlicht wurden. Steine flogen auch auf das Gebäude der EU-Kommission in Gaza.
Die EU-Kommission forderte die Palästinenserbehörde auf, für einen angemessenen Schutz europäischer Einrichtungen zu sorgen. Man bedauere, dass Europäer, die für ein besseres Leben der Palästinenser arbeiteten, in dieser Weise angegriffen würden, hieß es in der Stellungnahme aus Brüssel.

Vor dem EU-Büro ersetzen Palästinenser die EU-Flagge am Samstag durch die palästinensische Fahne. Bereits am Donnerstag waren etwa 50 maskierte und bewaffnete Palästinenser in den Vorgarten des EU-Büros eingedrungen und hatten Schüsse gefeuert.

Wie Augenzeugen berichteten, wurden die für die Sicherung der Gebäude zuständigen palästinensischen Polizisten am Samstag zunächst nicht Herr der Lage. Es sei dann Verstärkung der Polizei eingetroffen, die die Protestierer abgedrängt habe. Auf das Gelände der deutschen Einrichtung selbst seien etwa zwei Dutzend Demonstranten vorgedrungen.

Das Auswärtige Amt bemühte sich nach Angaben eines Sprechers, Einzelheiten des Vorfalls zu klären. die Außenstelle in Ramallah stehe mit den palästinensischen Behörden in Kontakt.

Militante Palästinenser verschleppten in Gaza zudem ein polnisches Ehepaar. Unbekannte hätten den Mann, einen gebürtigen Palästinenser, und seine Frau auf einer Hauptstraße entführt, teilte die Polizei mit. Der Mann arbeite für ein Hilfsprogramm im Gazastreifen. Berichte über die Entführung eines dritten Ausländers in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens blieben unbestätigt.

rieke
04.02.2006, 18:55
Mein kann sich weitgehend nur wiederholen:

Wo soll das alles hinführen? Es brennen nicht nur die Botschaften licherloh.....

Voodoo
06.02.2006, 08:32
Die Empörung ist nicht grundlos


Die heftigen Reaktionen auf die umstrittenen Karikaturen aus Dänemark haben weniger mit der Humorlosigkeit einzelner Muslime als mit der sozialen Dimension des Islam zu tun. Die Netzeitung sprach darüber mit dem Religionswissenschaftler Hans G. Kippenberg.

zum Interview (http://www.netzeitung.de/voiceofgermany/380900.html)

Schönes Interview. Allerdings frage ich mich... wenn die Religion das große Band ist und nicht die Nation, warum die ganzen Muslims sich dann ständig gegenseitig in die Luft jagen und bei erstbester Gelegenheit eine Blutfede starten... haben doch schließlich alle die selbe Relegion.

freak
06.02.2006, 10:33
Ich kann immer nur wieder sagen, hängen geblieben wo wir uns weiterentwickelt haben..sowas ging bei uns im Mittelalter ab :wallbash:

Klabauter
06.02.2006, 10:38
Wie dumm kann man eigentlich sein?!
Von den ganzen Europäern dort unten in den Botschaften und bei den Hilfsprojekten ist keiner nur dort um einen lässigen Urlaub zu verbringen!

Stellt Euch mal vor, ihr seit karitativ veranlagt und begebt Euch in die Gefahren, die ein Krisengebit mit sich bringt, nur um den Leuten dort zu helfen. Aus reiner selbstlosigkeit. Und nur, weil in ca 8000 km Entfernung jemand ein lustiges Bildchen gemalt hat musst Du nun um Dein Leben fürchten. Du hast zwar niemandem gesagt, er solle lustige bildchen malen, aber dennoch wollen die, denen Du gerade am helfen warst, dir deswegen an den Kragen.

Da würde ich doch sagen: Ihr könnt mich mal! Dann lasst eure Kinder weiter auf den Straßen verrecken!

Ich dachte ja wirklich heutzutage könnte man alles irgendwie diplomatisch lösen. Aber wie soll man diplomatisch sein, wenn dein Partner völlig irrational handelt?

Voodoo
06.02.2006, 11:35
Gestern hab ich in einem Bericht gesehen, dass viele Moslems in Dänemark anscheined, um die Lage weiter zu verschärfen, gefälschte Karikaturen zur Heimat geschickt haben. Diese "gefälschten" Karikaturen wurden niemals abgedruckt. Auch hat eine falsche News die Runde gemacht, dass in Dänemark anscheinend beschlossen worden ist, alle Korane zu verbrennen.

Solche Leute, die diese falschen News in Umlauf bringen, gehören eigentlich direkt exekutiert.

rieke
06.02.2006, 12:20
Ich bin sogar der Meinung, dass es nicht das einzige ist, was bestimmte Regime machen. Die haben doch endlich die Chance den Hass gegen den Westen in nicht gekannte Bahnen zu lenken, gerade weil eine Ausgangssituations da ist, die sowas "rechtfertigt".

Die radikalen Gruppen könnten nie diese Botschaften und Einrichtungen kaputt machen, wenn das Regime das nicht will.

Totenhand
06.02.2006, 13:41
Die radikalen Gruppen könnten nie diese Botschaften und Einrichtungen kaputt machen, wenn das Regime das nicht will.

Da geb ich dir Recht Susi.
Man hat ja gesehen wie die Regierung in Darmaskus bei den Auschreitungen reagiert hat. Die Sicherheitskräfte sind erst eingeschritten nachdem die Dänische und die Norwegische Botschaft bereits in Flammen standen.

Ich würde aber trozdem gerne wissen wielange sich das die europäischen Länder noch bieten lassen.

MaX PoWeR
06.02.2006, 13:44
Hmm nu gabs in Afghanistan die ersten Toten bei einer Demo. Werden die noch merken, dass ihr Protest schon lange in keinem vernünftigem Verhältnis mehr steht?

Man muss sich auch mal in Haut des Menschen versetzen, der für die Karikaturen verantwortlich ist. Das muss man sich mal reinziehen, man hat nen relativ normalen Job bei einer Tageszeitung, nix aufregendes. Eines Tages veröffentlicht man ohne groß nachzudenken eben jene Karikaturen, ausnahmsweise mal keine Politiker - und dann gibts nen riesen Knall, die halbe Welt steht Kopf, man denkt manchmal, man bewege sich auf den 3. Weltkrieg zu. Wie muss sich dieser Mensch bitte fühlen???

rieke
06.02.2006, 13:52
scheisse :)

Klabauter
06.02.2006, 16:04
Vielleicht mal ich ma eine Prophet-Voodoo Karikatur und stell sie hier rein. Mal sehen, was die Rabbits so alles anzünden um dagegen zu protestieren.

Voodoo
06.02.2006, 16:08
Anzünden wird wohl nicht reichen... ich mach alles AUTOBAHN!!!!! :D

Sgt Ultra
06.02.2006, 19:15
das endet irgendwann noch in einem Glaubenskrieg...

A-TOM-IC
07.02.2006, 09:21
Wie dumm kann man eigentlich sein?!
Von den ganzen Europäern dort unten in den Botschaften und bei den Hilfsprojekten ist keiner nur dort um einen lässigen Urlaub zu verbringen!

Stellt Euch mal vor, ihr seit karitativ veranlagt und begebt Euch in die Gefahren, die ein Krisengebit mit sich bringt, nur um den Leuten dort zu helfen. Aus reiner selbstlosigkeit. Und nur, weil in ca 8000 km Entfernung jemand ein lustiges Bildchen gemalt hat musst Du nun um Dein Leben fürchten. Du hast zwar niemandem gesagt, er solle lustige bildchen malen, aber dennoch wollen die, denen Du gerade am helfen warst, dir deswegen an den Kragen.

Da würde ich doch sagen: Ihr könnt mich mal! Dann lasst eure Kinder weiter auf den Straßen verrecken!

Ich dachte ja wirklich heutzutage könnte man alles irgendwie diplomatisch lösen. Aber wie soll man diplomatisch sein, wenn dein Partner völlig irrational handelt?

Sehe ich genau so, kann's auch nicht nachvollziehen. Vorallem auch nicht solche Aussagen wie von einer Frau Osthoff, dass die Leute dort so kultiviert wären, da der Nahe Osten ja die Wiege der Kultur sei. Das mag zu Zeiten der Kreuzzüge sogar noch so gewesen sein, aber nun?

A-TOM-IC
07.02.2006, 09:22
Anzünden wird wohl nicht reichen... ich mach alles AUTOBAHN!!!!! :D
Hehehe :D

rieke
07.02.2006, 10:12
Hab grad in den Nachrichten gehört, dass die iranische Regierung dazu aufgerufen hat Holocaust Karikaturen zu drucken.

Netter Versuch ;)

Da sieht man dass sie es noch nicht mal im Ansatz verstanden haben, dass es um Pressefreiheit geht.

Voodoo
07.02.2006, 10:16
Wenn die Karikaturen gut gemacht sind, würde ich sie gerne sehen wollen. Ich kenne schon ein paar echt lustige :)

Nirvana
07.02.2006, 13:53
Karikaturen die den Holocaust leugnen bzw. dienen um diesen als "lustiges Schauspiel" darzustellen findest Du lustig ?

naja ist dann wohl doch eher Geschmackssache *hust*

Wenn das im Endeffekt nur von den Zeitungen initiert wird soll mir das Recht sein (dort soll ja Bitte auch Meinungsfreiheit / Pressefreiheit herschen), aber ich denke eher die Regierung in Teheran wird da ihre Finger im Spiel haben ;)

Voodoo
07.02.2006, 14:10
Wenn die Karikaturen gut gemacht sind, finde ich es lustig... ja :)

Du findest ja szenen aus Kill Bill oder Sin Sity auch stylisch... obwohl gerade der hunderste auf brutale Art und Weise gekillt wurde :D. Außderm sollten wir sowas auch nicht so ernst nehmen.

Schließlich beschweren wir uns hier drüber, dass sie Witze über ihren Phopheten nicht lustig finden. Da sollten wir bei gutgemachten Karikaturen von einem heiklen Thema hier, auch nicht gleich mit Fackeln und Mistgabeln auf die Straßen gehen hehe

Aber ich denke auch, dass die Karikaturen von den Iranern deutlich unter die Gürtellinie gehen werden. Schließlich wollen die uns so provosieren.

Edit: Ach ja, ich habe neulich erfahren, dass in moslimischen Ländern (glaub es waren alle mit gemeint) es verboten sei, Bilder über den Phopheten zu machen. Dann wirds irgendwie schon verständlicher, dass sie bei einer Karikatur gleich ein bisschen aufgebrachter sind. Dennoch sollte man nicht so ausarten...

MaX PoWeR
07.02.2006, 14:12
*Räusper*
Man sollte evtl zw. Fiktion und Realität unterscheiden... Klar kann son Gemetzel amüsant sein, aber halt nur, solange es ein Film ist. Bilder aus nem KZ oder so find ich allerdings nicht wirklich komisch.

A-TOM-IC
07.02.2006, 14:27
Also Karikaturen über Völkermord muss ich auch nicht gesehen haben. Aber ich glaube kaum das hier jemand deswegen Häuser anzünden, Leute entführen oder Flaggen verbrennen würde ...

Nirvana
07.02.2006, 14:41
Ich beschwere mich bestimmt nicht, dass Moslems Karikaturen über ihre Propheten nicht lustig finden. Ich beschwere mich lediglich über ein Teil der Moslems die mit Gewaltbereitschaft auf diese Karikaturen reagieren bzw. dazu gedrängt werden ...
PS: ich empfinde diese Karikaturen im übrigen bewusst provozierend und wenig hilfreich (vielleicht sollten die Medien dort ein wenig mehr Fingerspitzengefühl zeigen ...)
soll jetzt nicht heißen, dass ich gegen Pressefreiheit bin :P

Ansonsten agree @ Paula

freak
07.02.2006, 15:24
Ich denke mal dass es aber bestimmt nicht provozierend gemeint war, erst als die französische Zeitung es wieder und wieder abgedruckt hat seh ich es als Fehler den man vorwerfen kann. Von Gott soll man sich auch kein Bildnis machen, es gab bestimmt schon genug Gott/Jesus Karikaturen oder? Aber ich geb Nirv auch recht, man darf sich drüber aufregen aber nicht in dieser Art und Weise, nämlich mit Gewalt und sinnloser Wut.

rieke
07.02.2006, 15:36
ich hab ja nicht gesagt ich find sie lustig. Im gegenteil. Ich find es nur lachhaft wie sie versuchen sich zu revanchieren. Es geht hier nicht darum die Moslems in die Pfanne zu hauen, indem europäische Zeitungen diese Karikaturen immer wieder abdrucken, sondern darum, dass niemand das Recht hat die Pressefreiheit hier in Europa einzuschränken.
Natürlich sollte man Pressefreiheit so ausleben, dass niemand wirklich dabei angegriffen wird. Aber die Art und Weise wie die islamischen Länder reagieren, zwingt die europäischen Zeitungen gerade zu es weiterzudrucken, weil der Aufstand in diesem Verhältnis nicht gerechtfertigt ist.

Indem sie also Karikaturen vom Holocaust abdrucken meinen sie, sie könnten uns damit beleidigen (in einem gewissen Sinne machen sie es - klar). Natürlich geht dann die Ausführung, wie die Regime diese Karikaturen gestalten, über das Maß der Presserfreiheit hinaus, wie schon das Maß an Protest überschritten ist...
Aber genau da sollten wir Europäer dann nicht nachgeben und Amok laufn, weil genau das erwarten doch die islamischen Regime, wenn sie das drucken.

Klabauter
07.02.2006, 16:08
Also erst einmal, können Karikaturen über den Holocaust, wenn sie mit dieser Intension erscheinen sollen, für die Autoren nur nach hinten los gehen.

Wenn die Karikatur die Nazis als das darstellt was sie waren (nämlich Völkermordende Menschenrechtsverletzer) dann ist sie geanau so viel wert wie alle Nazi-Karikaturen, die wir hier in Deutschland seit über 60 Jahren zu genüge selbst gezeichnet haben. Dadurch fühlt sich niemand auf den Schlips getreten.

Wenn die Karikatur die Nazis nicht als die Verlierer zeigt, der Witz also auf Kosten der Juden geht... ... dann währe die Karikatur bestenfalls dann skandalös, wenn sie ein Deutscher gezeichnet hätte. Wenn die Moslems da unten sowas zeichnen, dann zeigt das höchstens das phänomenale Unvermögen großer Teile der arabischen Welt, logische Zusammenhänge zu erfassen.

Zur Pressefreiheit: Ich hab im Radio schon manches Kommentar eines Professoren gehört, der meinte: Die Pressefreiheit ist zwar wichtig, aber eine Zeitung hätte eine gewisse Verantwortung, deretwegen sie mit bestimmten, sensiblen Themen vorsichtig umzugehen hätte.
Ich bin der Meinung, dass das Quatsch ist. Die Pressefreiheit ist unmittelbar mit der Meinungsfreiheit verbunden. Die Presse ist schließlich ein wichtiges Organ um eine freie Meinung kund zu tun! Ich würde auch weder rechts- noch linksradikale Zeitungen verbieten wollen, weil nur so ein freies Denken bestehen kann. Ohne jegliche Zensur.
Zusammen mit meiner Meinung will ich mir auch nicht meinen Humor verbieten lassen. In einer Europäischen Zeitung, von Europäern, für Europäer, soll all das drin stehen dürfen, was Europärer lesen wollen (und lustig finden), bzw. was Europäer sagen wollen... und das ohne dass irgendein Wüstenfisch meint, er könnte das nach SEINER Meinung filtern.

freak
07.02.2006, 16:18
also die meinung, rechtsradikalte zeitungen zB. nicht zu verbieten, teil ich absolut nicht..sorry

MaX PoWeR
07.02.2006, 16:31
Allerdings. Irgendwo hört es mit der Meinungs- bzw Pressefreiheit auch auf, spätestens wenn geltendes Recht verletzt wird. "Freies Denken ohne jegliche Zensur", klar, dann kommen irgendwann von irgendwelchen Perverslingen noch Pädophile Zeitschriften auf den Markt, um es mal auf die Spitze zu treiben.

Klabauter
07.02.2006, 16:33
@Freak: tut mir leid, aber damit bist Du in einer Hinsicht nicht besser als die Nazis: Du verbietest einer Minderheit das Recht auf eine eigene Meinung.

Der Begriff "Rechtsradikal" ist hier natürlich differenziert zu betrachten. Ich gehe natürlich davon aus, dass sich alles im Rahmen geltenden Rechts bewegt.

Nirvana
07.02.2006, 17:12
Ich würde auch weder rechts- noch linksradikale Zeitungen verbieten wollen, weil nur so ein freies Denken bestehen kann.

da hätte der Verfassungschutz aber schon was gegen - und das ist gut so !

Klabauter
07.02.2006, 17:34
Dieser Verfassungsschutz ist schon eine feine Sache. Vollkommen egal ob unser jetziges System gut ist oder schlecht. Wir müssen es beschützen. Das Zusammenspiel unserer tollen Parteien, bei denen keiner weis, welche er wählen soll, weil sie alle das Selbe sagen, und alle gleich wenig tun. Überall wird geschimpft. Die Politiker sind korrupt! Die schieben sich gegenseitig die Knete in den Arsch! Es tut sich nix in Deutschland!

Ja wie denn auch?

Ich wollte mich hier nicht auf rechtsradikalität festlegen. (Aus euren Reaktionen möchte man ja fast meinen, die Muslime könnten mit Holocaust-Karikaturen doch jemanden hier beleidigen...)
Ich wollte mich nur dafür aussprechen, dass das, was wir hier den Muslimen raten - nämlich nicht so verstockt zu sein und auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen - auch selbst nicht vergessen sollten.
Wenn ich mir anhöre, wie hier gleich gewettert wird, wenn jemand "rechtsradikal" sagt, dann kann ich langsam verstehen, was mit den Muslimen los ist. Wir ham uns ja selbst genügent unumstößliche Dogmen auferlegt, die einfach aus Prinzip nicht mehr überdacht werden dürfen. Eine Änderung in der Regierungsform stößt hier auf den gleichen starrsinn wie hurmorvoller und liberaler Umgang mit der Religion in der arabischen Welt.

Und alles resultiert aus mangelnder Information. Politisch rechts heißt genausowenig eine Naziparole auf der Straße zu brüllen, wie es heißt, dass Gläubige des Islam automatisch selbstmordattentäter sind.

Was lerne ich daraus?

Wir sind alle ferngesteuert. Jeder nach seiner Kultur.

Voodoo
07.02.2006, 18:22
Kann dem Klabauter da nur zustimmen.

Castor
07.02.2006, 18:27
stimme Dir prinzipiell zu. Es ist halt ein schmaler Grat...

In den USA ist ja das Recht auf Meinungsäußerung noch höher eingestuft als hier. Nazi Symbole und Parolen, Holocaust-Lügen sind dort kein Problem.
Da liegt es dann an der Gesellschaft, solche Äußerungen zu ächten.

Mag mich auch nicht festlegen, was besser ist, alles zu erlauben oder aber die Meinungsfreiung in der Art wie in der BRD "einzuschränken", quasi dass sie Recht und Gesetz von vorneherein respektiert...
Letzteres ist nämlich in der USA dank des kruden rechtssystems immer auslegungssache des jeweiligen gerichts: was ist nun Freie Rede, was illegal? Im Zweifel ist es dann Redefreiheit...

Nirvana
07.02.2006, 23:01
Oh JAAAA, lasst uns noch mehr von den Amis übernehmen - ich finde die Anpassung zum "gläsernen Bürger" (Fingerabdrücke im Perso gabs auch schon unter Hitler) reicht aus, Danke ;)

aber davon abgesehen passt das eh alles nicht zum eigentlichen Thema :P

ich gehe morgen mal genauer auf die Denkanstösse ein.

Klabauter
08.02.2006, 10:36
Das passt sehr wohl zum eigentlichen Thema. Es setzt die Betrachtung dieser Karikaturaufstände in einen angemesseneren, weiteren Ramen. Der Grund sind eben diese kulturbedingten Gesetzmäßigkeiten die einfach jede Kultur hat. Mir hat diese Unterhaltung schon weiter geholfen. Ich hab auch gewettert und alle da unten für völlig blöd erklärt. Nur Susee hat mal versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Wir können der Sache nur auf den Grund gehen, wenn wir Parallelen in unserer eigenen Kultur finden.

Im Übrigen: Diese Karikatur mit den Leuten auf der Wolke ist nicht der Stein des Anstoßes. Was ist mit dieser Karikatur in der Mohammed eine Bombe unter dem Turban trägt? Das hab ich ja jetzt erst gehört. Wieso hab ich die vorher nicht gesehen? Da könnte ich schon verstehen, dass die Muslime beleidigt sind... Jeder der da unten ein bissle Grips hat, versucht das Bild des Islam zu zeigen wie es wirklich ist, nämlich laut Koran (hat ihn nicht gelesen) wohl eine friedliebende Religion. Die Attentäter sind es allerdings, die bei uns in den Medien gezeigt werden und nicht die freundlichen Leute... warum auch? die sind ja nicht schokierend. Warum sollten wir was in den Medien zeigen das nicht schokierend ist? Jetzt tauchen solche Karikaturen auf und die zeigen nur: Wir haben ein ganz beschissenes Bild vom Islam. Und sie sagen den Leuten da unten: Wir scheren euch alle über einen Kamm. Der Islam ist gewalttätig. Mohammed würde aus reiner gehässigkeit sich und andere in die Luft sprengen.

Ich, finde trotzdem, dass diese Proteste zu weit gehen und dass jeder seine Meinung sagen und schreiben und zeichnen darf. Vielleicht sollte es den Muslimen eher ein Ansporn sein, ihrem fundamentalistischen Grundproblem Herr zu werden. Lieber ihre Anstrengungen nach innen richten um diejenigen, die für das schlechte Bild des Islam in Europa verantwortlich sind (die Extremisten) zur Vernunft zu bringen.

Uns sollte es ein Ansporn sein, das was in den Medien übertragen wird, nicht als die ganze Wahrheit hinzunehmen. Das meiste ist sicherlich wahr. Aber der Kontext in dem es gezeigt wird ist ganz oft einfach unzureichend.

Noch was: Dieses "Jaaa lasst uns noch mehr von den Amis übernehmen" kann ich langsam nicht mehr hören. Dieses Herausgebrülle von antiamerikanischen Floskeln ist genau die Stammtischmentalität die mir grad auf den Keks geht. Das ist auch schon ein gesellschaftliches Prinzip. Ein Herdentrieb. Aber ganz bestimmt nicht nachgedacht und hinterfragt.

Voodoo
08.02.2006, 10:53
ich habe auch schon in einem vorherigen Post beschrieben, dass in den Medien immer nur die Extremfälle gezeigt werden, aber nie die guten Taten oder Verhaltensweisen.

Doch diese Karikatur mit der Bombe unterm Turban könnte auch, wie ebenfalls von mir angesprochen, eine Fehlmeldung sein, die von den radikalen Moslems in Umlauf gebracht wurden ist, um die Stimmung weiter anzuheizen.

freak
08.02.2006, 11:10
Hat jemand gestern Frontal 21 gesehn? Da wurde das Thema auch aufgegriffen und islamische TV Sender gezeigt, auf denen Comic serien gezeigt werden mit Selbstmordattentätern als Helden, Soap's wo Juden ein Christenkind auf brutale Art und Weise ermordet haben und aus dem Blut Brot gebacken haben...voll krank!
Wie die die Juden im TV fertig machen und Hass schon an kleiner Kinder vermitteln ist echt heftig...

Voodoo
08.02.2006, 11:15
Frontal 21 ist doch voll die minderwertige Klatschsendung. Alleine schon die Reportagen, die sie über e-Gamer gemacht haben ist lächerlich. Die suchen sich die extremsten Fällen raus und präsentieren es als standard. Es ist als ob die islamisten bestimmte Folgen von South Park herauspicken und behaupten, dass alle Amis so gegen Islamisten vorgehen würden.

Also Frontal 21 kannste voll knicken!

A-TOM-IC
08.02.2006, 11:20
Eine freie Meinung darf auch von mir aus jeder haben. Die Frage ist nur, ob jeder auch die Freiheit haben sollte diese Meinung unabhängig vom Inhalt zu veröffentlichen (mal ganz davon abgesehen, ob noch mehr Desinform... äh ... Information sinnvoll wäre). Aus Erfahrung wird man ja anscheinend klug, weshalb dann nicht aus der Geschichte lernen? Radikale hatten wir schon an der Macht. Was dabei passiert ist bekommt man als Schüler ja viele Jahre ins Hirn gebrügelt (vermutlich sogar zu sehr; zumindest zu meiner Zeit).

Meinungsfreiheit/-veröffentlichung hat ja auch nicht direkt mit der Regierungsform zu tun. Die Mechnismen stehen im Grundgesetz, das einem jeden hier im Land auch Freiheiten und Rechte zusichert. Das es keine neue Partei mit frischen Konzepten in den Bundestag schafft liegt wohl eher daran, dass sie eben nicht genug Stimmen bekommen (würden). Aber dazu brauchen wir keine die brav und stumpfsinnig irgendwelche hetzerischen Parolen nachpallpern bzw. über Medien verbreiten.

Das jeder nach seiner Kultur "ferngesteuert" sein soll, ist mir zu einfach. Auch wenn jemand in seiner Kindheit regelmäßig von seinen Eltern oder Mitschülern verprügelt wurde, muss noch lange kein gewalttätiger Mensch werden. Das die Kultur und das persönliche Umfeld einen beeinflusst steht ausser Frage, aber deswegen will ich niemandem seinen Verstand noch seine Verantwortung für sein Handeln absprechen. Und die Reaktion in der arabischen Welt auf eine Karikatur in einer dänisches Zeitung ist einfach übertrieben.

Klabauter
08.02.2006, 11:42
@voo: Stimmt. Hast Du schon erwähnt.

@tom: Ich wolle es ja eben nicht zu schwarz/weiß darstellen. Ich bin ja verfechter von liberalen Grauschattierungen. Ich will nur sagen, dass es eben viele Herangehensweisen an eine Sache gibt. Mit "Ferngesteuert" meinte ich "Beeinflusst" ... und nicht "zum willenlosen Instrument gemacht"

Und wenn ich sage, das man mal über alles nachdenken kann, heist es nicht, dass ich die Regierung stürzen will. Es ging mir auch nicht darum, dass eine Partei mit revolutionären Konzepten an die Macht kommen soll, sondern um Kritik am Parteiensystem an sich. Ein System in dem die Regierungspartei (egal welche) wirksame Reforman nicht durchsetzt, weil solche Reformen immer mit Einschnitten in den Volkszuwendungen verbunden sind. Das würde sich auf die nächste Wahl auswirken. Die Opposition ist prinzipiell dagegen, weil das die Opposition nun mal sein muss. So zeigt sich's mir. Das ist sowas von unproduktiv.

Gerade weil wir aus der Geschichte gelernt haben, sollte jeder für sich wissen, das radikale an der Macht keine gute Idee ist... aber den Informationsfluss (auch den vermeintlichen Desinformationsfluss) durch eine Institution zensieren zu lassen ist ein erster Schritt zur Radikalität und Unterdrückung.

Ich erinnere nur an den Tread mit dem simulierten Gehirn. Da hatten wir schon erkannt, dass wir für nichts eine Garantie der absoluten Zuverlässigkeit haben. Dann ist es doch nur Gefährlich etwas unzuverlässigem die Macht zu geben alternative Gedanken zu unterdrücken. Und damit kommen wir zurück zum Thema. Der "GLAUBE" ist wohl das unzuverlässigste was wir uns denken können. Und dort unten, wo es gerade kocht, da hat diese Macht die der GLAUBE hat zu so viel unangemessener Gewalt geführt. Nicht zuletzt durch zensur von Information und Meinung. Wenn dem nicht so währe, dann wären dort unten Karikaturen (auch über religiöse Themen) keine Besonderheit.

A-TOM-IC
08.02.2006, 12:53
Werter Kollege Klabauter :),

ihre Intensionen bzgl. des Regierungssystems erschloss sich mir nicht vollumfänglich, was sich auch durch den mir fehlenden Kontext zum eigentlichen Diskussions-Thema bedingte.

Die Zensur des Informationflusses betrifft zumindest in diesem Rechtsstaat nicht Meinungsminderheiten oder Minderheitenmeinungen, sondern Bereiche die konträr den geltenenden Gesetzten laufen. Dieser "radikale, unterdrückerische Akt" wie ihr ihn nanntet, wird von der Staatsmacht ausgübt, um die Freiheiten und Rechte jener zu limitieren, welche die Rechte und Freiheiten anderer beschneiden würden. Ergo, die Frage um die es sich eigentlich handelt ist: Welche Rechte und Freiheiten halten wir für mehr schützenswert?

Eurer These, dass der Glaube das unzuverlässigste in dieser Welt sei, kann ich nicht ganz beipflichten. Glaube bedeutet, dass man etwas in dieser Welt, in der es - wie ihr schon sagtet - keine Garantien gibt, als feste Konstante, als unumstößliche Wahrheit / Tatsasche akzeptiert hat. Es kann und wird wohl auch nie jemanden geben, der widerlegen kann, dass es eine omni-potente Macht oder Wesenheit gibt.

Was genau die Gewalt auslöste kann ich nicht beurteilen. Der Glaube selbst war's jedoch vermutlich nicht, da der Islam eigentlich eine friedliche Religion sein soll. Dazu zählt meiner bescheidenen Meinung nach auch Toleranz gegenüber Andersgläubigen und der Respekt vor dem Leben.

Grüße haarspaltender Art, Weise und Beschaffenheit
Der KOBOLD (also ich =) )

MaX PoWeR
08.02.2006, 12:54
Die Karikatur mit der Zündschnur im Turban ist kein Fake, da bin ich mir sicher. Mir impliziert sie allerdings eher, dass die gesamt Region da unten ein Pulverfass ist, und nicht zwingend, dass jeder Islamist gewalttätig ist.

Ich fand es sehr interessant, was Henryk M. Broder (Spiegel-Autor) neulich im Kultur-Weltspiegel gesagt hat, da ging es um die Frage, ob die Abbildung der Karikaturen westliche Arroganz ist, die religiöse Gefühle verletzt:

"Was heisst hier Gefühle verletzen, und wessen Gefühle werden verletzt? Meine Gefühle werden auch verletzt, und darauf nimmt keiner Rücksicht. Meine Gefühle werden verletzt, wenn ich höre, dass in Saudi-Arabien 16 jährige gehängt werden, weil sie sich irgendwie sexuell unangemessen verhalten haben, oder dass Ehebrecherinnen gesteinigt werden, oder dass Freitagnachmittag in der Öffentlichkeit Dieben die Hände abgehackt werden."

Von der Seite hatte ich das bisher noch nicht betrachtet, aber er hat völlig Recht. Wie oft habe ich mich schon über solche Dinge aufgeregt, kürzlich erst über die Geschichte:

Die erschütternde Geschichte der Mukhtar Mai

Im Sommer 2002 ordnete im pakistanischen Meerwala ein Stammesgericht die Vergewaltigung einer jungen Frau an - als Vergeltung für ein angebliches Vergehen ihres kleinen Bruders. Der Fall der damals 28-jährigen Mukhtar Mai ist kein trauriges Einzelschicksal. Im streng muslimischen Pakistan sind derartige "Ehrenverbrechen" bis heute an der Tagesordnung.

Da kommts mir mehr als hoch, wenn ich sowas lese oder höre, trotzdem renne ich nicht auf die Strasse und verbrenne Pakistanische Flaggen oder zeige in sonst einer Form Gewaltbereitschaft.

rieke
08.02.2006, 13:03
Da kommts mir mehr als hoch, wenn ich sowas lese oder höre, trotzdem renne ich nicht auf die Strasse und verbrenne Pakistanische Flaggen oder zeige in sonst einer Form Gewaltbereitschaft.

Weil wir hier in Europa eine völlig andere Welt- und vor allem Wertvorstellung haben, als da unten. Dazu gehört auch sich möglichst friedlich und unserem Grundgesetz entsprechend zu verhalten, weil wir danach erzogen wurden.
Da unten herrscht natürlich ein anderer Ton, weil es viele Denker dort unten gibt die den latenten Hass auf den Westen bündeln und in gezielt in manchen Aktionen ausüben LASSEN.
Die die ihn ausüben haben teilweise (wie ich bereits gesagt habe) noch nicht mal die Möglichkeit sich zu bilden oder ansatzweise gegen die Regierung/Gesetz zu protestieren, weil sie nicht in der Lage dazu sind UND möglicherweise auch ganz zufrieden mit der Situation sind ihr Leid und ihre Trauer über ihre Misslage in Gewalt ausleben zu können.

A-TOM-IC
08.02.2006, 13:08
Selbst wenn es dort Leute gibt, die anders darüberdenken, wird es wohl kaum jemand äußern. Es ist nunmal nicht einfach gegen den Strom zu schwimmen. Mal ganz abgesehen davon, was man u.U. dabei risikieren würde.

Voodoo
08.02.2006, 13:08
boah, das ist ja sehr krazz was du da geschrieben hast Paula. Das gibt einen wirklich zu denken. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Koran sowas nur ansatzweise billigen würde.

Nirvana
08.02.2006, 13:20
Sorry für meine politische Einstellung und meine antiamerikanische Haltung, die hat aber bestimmt noch mehr als nur oberflächliche Gründe auf die ich vielleicht später nochmal kurz eingehe ...

zum Haupthema:
Ich finde es halt geschmacklos und auch gefährlich Karikaturen zu veröffentlichen die uns und der Welt ein Bild präsentieren sollen, welches nicht der Wahrheit entspricht. Dieses verallgemeinert die Sachlage nur ... nicht alle Muslime sind Fundamentalisten und Selbstmordattentäter - nicht alle Deutsche sind Nazis (wie das zB in der englischen Presse auch gerne dargestellt wird) etc. - im Gegenteil !
Mir persönlich ist das auch vollkommen egal, was gedruckt wird, da ich mich persönlich damit in keinster Weise angegriffen fühle. Als Ateist habe ich es mit Sicherheit auch leichter damit umzugehen. Jedoch akzeptiere und respektiere ich jegliche Art von Religion (und wenn eine Religion aussagt ihren Gott nicht zeichnen/darstellen zu dürfen kann ich die Reaktionen der muslimischen Welt nachvollziehen, nur im verbalen Sinne versteht sich).
Im Endeffekt ist die Kluft zwischen westlicher und muslimischer Welt damit angestiegen. Wäre natürlich schön, wenn das ganze ein Ansporn für die Moslems wird ihrer fundamentalistischen Probleme Herr zu werden. Ein 6er im Lotto halte ich aber für wahrscheinlicher (dafür sollte man sich einfach nur die Wahlergebnisse in Palästina, dem Iran und sogar dem Irak anschauen).
Ein weiteres Problem daran ist einfach, dass dieser Konflikt schon seit Generationen besteht und dieser weitergetragen und verstärkt wird. Genau das gleiche Problem ist z.B. auch in Tschetschenien anzufinden und lässt sich in absehbarer Zeit auch nicht lösen, da der geschürte Hass zu stark verwurzelt ist ...´

und nochmal zu den Amis:
Bei einem Land welches sich als einzige und größte Industrienation nicht an das Kyoto-Protokoll hält (mag für unsere Generation ja unwichtig sein ...), deren eigene Rechte durch ein Patriot Act eingegrenzt werden, die Angriffskriege gegen souveräne Staaten ohne Grund und ohne Zustimmung der Vereinten Nationen führen, die andere Regime putschen und damit noch schlimmere Diktaturen im Land aufbauen und die es z.B. untersagen Südafrika in eigener Regie Medikamente zu entwickeln, um den ca. 1 Million Menschen die dort jährlich an Aids sterben zu helfen, finde ich nicht wirklich Zustimmung zu deren Verhalten.

Klabauter
08.02.2006, 13:51
Irgendwie wird ja doch immer wieder alles verallgemeinert.

Die Moslems verallgemeinern den Westen
Der Westen verallgemeinert die Moslems
Nirvana verallgemeinert die Amis

hach ja.



wird von der Staatsmacht ausgübt, um die Freiheiten und Rechte jener zu limitieren, welche die Rechte und Freiheiten anderer beschneiden würden.
Das währe ja wie in Minority Report. Die Rechte von Leuten beschneiden, weil sie etwas tun würden...? Ich finde das hat einfach einen bitteren Beigeschmack.


Glaube bedeutet, dass man etwas in dieser Welt, in der es - wie ihr schon sagtet - keine Garantien gibt, als feste Konstante, als unumstößliche Wahrheit / Tatsasche akzeptiert hat.
Mir fällt es leichter etwas als Tatsache zu akzeptieren, wenn ich etwas vor mir habe, das einem Beweis recht nahe kommt. Nehmen wir wieder die Schwerkraft: Auch wenn nicht sicher ist, ob die Schwerkraft auch beim Milliardsten Versuch ihre Wirkung zeigt... kann ich sie aufgrund meiner Erfahrung als Tatsache und ausreichend berechenbare Wahrheit akzeptieren. Warum suchen sich die Religionsfanatiker ausgerechnet DAS Ding aus, das in so überhaupt gar keinem Versuch den man sich vorstellen kann auch nur ansatzweise als wahr herausgestellt werden kann. Genau das was von allem was uns umgibt das diffusteste und widersprüchlichste und nicht mal besonders wahrscheinliche... das müssen die als Fakt ansehen uns lassen ihr Leben davon bestimmen. Und noch schlimmer. In dessen Namen üben sie Gewalt und Verbrechen aus.

Tut mir leid, da hakts bei mir aus.

A-TOM-IC
08.02.2006, 15:09
Das währe ja wie in Minority Report. Die Rechte von Leuten beschneiden, weil sie etwas tun würden...? Ich finde das hat einfach einen bitteren Beigeschmack.
Wie willst du das anders lösen? Nur weil mein Nachbar die maximale Freiheit haben möchte die Morgensonne in voller Größe zu geniesen, hätte ich dennoch was dagegen wenn er meine Hütte wegenreissen lassen wöllte. Nur weil Person X meint das Person Y der letzte Ar... auf Gottes Erde ist, will Y vielleicht trotzdem nicht, dass diese Meinung im TV veröffentlicht wird.

Ich meine das generell. Die persönliche Freiheit eines Einzelnen steht immer wieder im Widerspruch mit der eines anderen. Wie man dabei verfährt muss man ja irgendwie regeln. Und dafür sind Gesetzte + Staatsmacht zuständig. Wenn jeder nach maximaler Freiheit strebt, dann geht das zwangsläufig zu Lasten von anderen.



Warum suchen sich die Religionsfanatiker ausgerechnet DAS Ding aus, das in so überhaupt gar keinem Versuch den man sich vorstellen kann auch nur ansatzweise als wahr herausgestellt werden kann.
Weil es beim Glauben um die ultimativen, spirituellen Fragen des menschlichen Seins geht, mit denen sich alle Kulturen auseinander gesetzt haben. Wer bin ich? Warum bin ich? Was ist der Sinn des Lebens/Seins?

Klabauter
08.02.2006, 15:24
Nur weil mein Nachbar die maximale Freiheit haben möchte die Morgensonne in voller Größe zu geniesen, hätte ich dennoch was dagegen wenn er meine Hütte wegenreissen lassen wöllte.
Hallo? Es ging doch nur um Meinungsfreiheit und die Freiheit jedem die Möglicheit zu geben, sich diese Meinung anzuhören, bzw. sie zu lesen.
Wieso redest Du schon wieder von Häuser-Abreißen?


Weil es beim Glauben um die ultimativen, spirituellen Fragen des menschlichen Seins geht, mit denen sich alle Kulturen auseinander gesetzt haben. Wer bin ich? Warum bin ich? Was ist der Sinn des Lebens/Seins?
Dieser Frage kann man nachgehen, ohne verkorkste Regeln, die sich ein Guru vor ein paar Hundert jahren ausgedacht hat und deren Grund nicht nachvollziehbar ist, zu seinen unumstößlichen Lebensgrundsätzen zu machen.

Castor
09.02.2006, 00:35
http://www.zeit.de/2006/07/Karikaturenkonfl_P?page=1

sehr interessanter Artikel, der ebenfalls besagt, dass die randale keinegswegs spontan ist, sondern von den jeweiligen regimen gelenkt wird

Klabauter
09.02.2006, 10:22
Da kann ich eigentlich nix mehr zu sagen.
Erschien mir sehr einleuchtend. Also doch ferngesteuert. :-)

Castor
09.02.2006, 11:04
yor, klang sehr glaubwürdig. ist ja nicht so, dass die muslime in anderen ländern nicht auch stinksauer sind, aber die können ihren protest halt anders darstellen.

Voodoo
09.02.2006, 11:17
Attacke aus Iran: «Merkel sieht sich als Hitler»


FotoEin Mitglied der iranischen Führung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Adolf Hitler verglichen. Der Kommunikationschef der Revolutionären Garden, Massud Dschasajeri, habe gesagt: «In ihren kindlichen Träumen sieht sie sich selbst als Adolf Hitler und glaubt daher, dass sie als Kanzlerin die Welt beherrschen kann.» Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna.


Berlin weicht Stellungnahme zu Iran-Kritik aus

«Von Leuten, die eine zionistische Vergangenheit haben, kann man nichts anderes erwarten.»

Merkel hatte auf der jüngsten Sicherheitskonferenz in München Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad scharf für anti-israelische Äußerungen kritisiert. Sie warnte davor, die Bedrohung durch die Islamische Republik zu unterschätzen und dadurch möglicherweise ähnliche Fehler zu begehen wie der Westens bei Hitlers Aufstieg in den 30er Jahren.

rieke
09.02.2006, 11:50
die machen sich halt immer lächerlicher...

Müssen sich nicht wundern, wenn man sie wie bald wie Nordkorea behandelt (wobei NK ja eingelenkt hatte....)

Klabauter
09.02.2006, 11:55
Da steckt auch irgendwie ein Prinzip dahinter, oder?

Im zweifelsfalle vergleicht man irgendeinen Deutschen mit Hitler. Das kann man immer mal machen... ob es in den Kontext passt oder nicht... hört sich immer gut an. :wallbash:

Nirvana
09.02.2006, 12:14
hier noch 2 sehr lesenswehrte Artikel ...

http://www.welt.de/data/2006/02/09/842944.html

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/88511/index.html

rieke
09.02.2006, 12:30
Natürlich steckt da ein Prinzip dahinter. Die Leute, die dort regieren, sind ja nicht dumm, kombinieren können sie auch - auf ihre Art und Weise , mit ihren Weltdarstellungen und -anschauungen. Indem sie ein Feinbild kreieren, das am besten die Weltherrschaft an sich reißen, alle Moslems wegbomben und den Islam ausrotten will. Welches Bild passt besser als Hitler. Hitler hat das alles gemacht, nur mit dem Judentum und anderen die er als minderwertig ansah.
Wie ich schon gesagt habe, alles wird von den Regimen inszeniert, geregelt, finanziert, vorangetrieben und vor allem "gesetzlich" abgesichert. Kaum einer von den muslimischen Bürger kommt auf die Idee eine Staatsform die sich auf den Islam begründet zu hinterfragen, bzw. die Handlungsweise der Regierung anzufechten. Selbst wenn sie auf die Idee kommen, werden sie verfolgt und erschossen.
Es ist Propaganda in höchstem Maße. Ich denke es ist langsam nicht mehr anmaßend zu sagen, dass das Regime vor allem aus Iran sich langsam in der Form der Propaganda in Richtung Hitler bzw. Deutschland im Jahr 1930-1933 bewegt. Es wurden die deutsche Bürger darauf eingeschworen, dass jetzt alles besser wird. Wirtschaftlich brachte Hitler Deutschland enorm weit. Es ist leider ihm zu verdanken, dass Deutschland mit die beste Infrastruktur in den 50-60er Jahren hatte. Er hat en masse Autobahnen, Zuggleise, Fabriken und Städte ausgebaut. Er hat die Leute aus der Resignation der 20er Jahre geholt und neue Perspektiven geschaffen. Er hat dann gegen Anfang 1930 angefangen Feinbilder zu erschaffen. Propaganda war an erster Stelle.

Parallelen sind leider da:
Iran startet ein Atomprogramm, will das Land wirtschaftlich besser gestalten. Durch vermeindlich demokratische Wahlen schwelgt das Land in Euphorie. Die Entwicklung aus der Misere ist gekommen, bald wird es allen besser gehen.
Nachdem das Regime es geschafft hat die Bürger zu überzeugen, dass bald alles besser wird, kommt die Ursachenforschung, warum war eigentlich alles so schlecht. Der Westen ! usw Was im 3. Reich das "arische Blut" war, ist dort unten so ungefähr der Islam. Die anderen sind alle böse, sie wollen den Islam ausrotten usw.
Sicherlich ist die größe Parallele, dass Deutschland in der Verliererrolle nach dem 1. Weltkrieg war und nun Iran sich auch als vermeindlich "klein, schwach und alle wollen ihnen an den Kragen" sieht. Natürlich meint das "sehen" die Inszenierung des Regims. Sie möchten den Bürgern ein Bild vermitteln, mit dem sie geschickt die Propaganda vorantreiben können.

Klabauter
09.02.2006, 12:59
Das Tragische aus ihrer Sicht ist: Die haben vielleicht den Fanatismus und und eine ähnliche Propagandamaschinerie. Aber - und das ist eine ernst gemeinte Frage, denn ich weis es nicht - haben die auch die Köpfe? Die Wissenschaftler? Die Technologie?
Um mal eben eine Wirtschaftsmacht aus dem Boden zu stanzen wie es in Deutschland passiert ist... und damit überhaupt in der Lage zu sein einen Krieg zu führen... gehört da nicht mehr dazu als ein armes, geplagtes Volk, von denen die meisten weder lesen noch schreiben können?
Bei den letzten Wahlen im Irak waren statt der Namen auf den Zetteln die Symbole der Wahlbündnisse verzeichnet, damit die Leute überhaupt wussten, was sie wählen.

Totenhand
09.02.2006, 13:11
Während in arabischen Ländern dänische Flaggen verbrannt und Botschaften angegriffen werden, rücken muslimische Einwanderer und Dänen in Dänemark enger zusammen. Seit die Welt auf ihr Land schaut, wollen viele Zuhause ein Zeichen des Friedens setzen.

Kopenhagen - Viele in der dänischen Hauptstadt können gar nicht begreifen, warum ihr kleines Land plötzlich so in den Mittelpunkt gerückt ist. "Ich hätte nie gedacht, dass das so große Wellen schlägt. Auch in Dänemark sind die Mohammed-Karikaturen jetzt das einzige Thema", sagt der 50-jährige Knut M., der an einer Kopenhagener Würstchenbude steht und sich vor Kälte die Hände reibt.



AP
Muslime in Kopenhagen: "So etwas hat Dänemark noch nie erlebt"
Es regnet in der dänischen Hauptstadt, durch die engen Straßen im Bahnhofsviertel pfeift der Wind. Hinter den Fenstern der Wohnhäuser flackern Fernsehbilder, Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen ist zu sehen, das Redaktionsgebäude der "Jyllands-Posten" und aufgebrachte Muslime in Afghanistan. Vor einem Kiosk steht ein Zeitungsständer, auf dem Titel der "B.T." ist das Foto eines kleinen Mädchens abgedruckt, das seinen Vater fragt: "Warum hassen die Muslime uns so?" Die Dänen haben Angst, schreibt die Zeitung, Angst vor Anschlägen, Angst vor Krieg.

Bisher fristete das kleine Königreich im Norden Europas eher ein beschauliches Dasein als Monarchie und Fußballnation. Früher stand es für Lego, doch Legoland scheint abgebrannt. In der islamischen Welt werden die Karikaturen der "Jyllands-Posten" zum Generalangriff auf die Ehre der Moslems aufgeblasen. In Kopenhagen sind die Leute fassungslos über die Reaktionen, die die Karikaturen weltweit ausgelöst haben. In der Vesterbrogade im Zentrum Kopenhagens reihen sich arabische Läden aneinander. Auf Reisen nach Nordafrika und in den Nahen Osten hat sich Mohammed spezialisiert, der wie viele der Ausländer seinen Familiennamen lieber nicht nennen will. "So etwas wie das hat Dänemark noch nie erlebt", sagt er. In einem langen schwarzen Mantel sitzt er vor einer Regalwand mit Prospekten. "Ich fühle mich gar nicht gut bei der ganzen Sache. Warum müssen die alles kaputt machen? Wir sind so ein friedliches Land", sagt er. Die, das sind für Mohammed diejenigen, die mit Absicht religiöse Gefühle verletzen, genauso wie die Leute, die zu Gewalt greifen, dänische Botschaften angreifen und Flaggen verbrennen. "Es tut mir weh", sagt Mohammed.

Die hellblauen Zettel in seinem Schaufenster, auf denen er Touren nach Damaskus und Beirut anpreist, könne er fast abnehmen, sagt Mohammed. Seit Tagen hat er kaum eine Reise verkauft. "Ich warte nur noch, bis die ganze Aufregung vorbei ist."

Müde von den Auseinandersetzungen

Seit zwei Wochen steht das 5,3 Millionen Einwohner kleine Dänemark im Mittelpunkt der Welt. Aber viele Dänen sind müde von der Diskussion um die Mohammed-Karikaturen, schließlich hatte die auflagenstärkste dänische Zeitung "Jyllands-Posten" die Skandalcartoons schon im Herbst abgedruckt.


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von Emil Peisker

Mefid, ein 22-jähriger Taxifahrer mit kahlrasiertem Kopf, will nicht mehr über die Karikaturen reden. "Wissen Sie, wir hier in Dänemark reden darüber schon fast ein halbes Jahr. Auf und ab, rauf und runter. Und jetzt plötzlich ist die Welt auf uns aufmerksam geworden", sagt der Sohn palästinensischer Einwanderer.

Für die Ausschreitungen in Syrien, im Libanon, Gaza und in Afghanistan findet Mefid harte Worte. Es sei eine Schande, was dort gerade passiere. "Ich entschuldige mich für die radikalen Muslime", sagt er. Er hält kurz inne: "Niemand hat das Recht so etwas zu tun."

Auch Ali, dessen Familie aus Afghanistan nach Dänemark gekommen ist, schämt sich dafür, dass im Namen seiner Religion Gewalt an dänischen Einrichtungen verübt wird, Flaggen verbrannt werden, Ausländer in arabischen Ländern bedroht werden. Er sitzt mit einem dänischen Freund auf einer Bank vor einem Einkaufszentrum, raucht, sagt: "Die Bilder schockieren mich." Sein Freund nickt.

Trotzdem glaubt Ali, wie viele andere Kopenhagener auch, dass die Zeitung "Jyllands-Posten" die Karikaturen abgedruckt hat, "weil sie damit provozieren wollte". "Warum hat 'Jyllands-Posten' denn sonst die Jesus-Karikatur nicht gebracht?", fragt sich Mikkel Velstrup, der im Cafe "Paradis" mit Freunden zusammen sitzt. Als der Zeitung im Jahr 2003 ein Zeichner Jesus-Karikaturen angeboten hatte, lehnte ein Redakteur sie mit der Begründung ab, dass er fürchte, seinen Lesern würden sie wohl nicht gefallen. "Da stimmt doch was nicht", sagt Mikkel Velstrup. Er habe aber beobachtet, dass in Dänemark jetzt alle besonders nett miteinander umgehen - Pakistani, Türken, Afghanen und Dänen - Christen und Muslime.

"Das waren alles Lügen"

"Geschmacklos war das, dass sie die Zeichnungen abgedruckt haben", bekräftigt auch Mohammed aus dem Reisebüro. "Gerade in dieser Zeit, in der die rechtspopulistische Volkspartei so stark ist und sowieso schon ständig versucht, gegen Muslime Stimmung zu machen". Und auch Knut M. hofft, dass jetzt nicht ein falsches Bild entsteht von den dänischen Muslimen. "Schließlich sind die meisten Muslime, die hier leben, außerordentlich moderat", sagt er. Für Leute, wie den Arhuser Imam Ahmed Akkari, der den Streit um die Karikaturen zusätzlich angefacht hat, hat er überhaupt kein Verständnis. "Der hat auf einer Reise im Nahen Osten einfach falsche, viel schlimmere Karikaturen herumgezeigt. Das waren alles Lügen", erklärt Knut M. Von "solchen Muslimen" gäbe es aber in Kopenhagen nicht viele.

Wenn die Aufregung irgendwann vorbei ist, dann könnte die ganze Sache mit den Karikaturen auch etwas Positives bewirken - zumindest in Dänemark, glaubt Knut M.: "Vielleicht reden wir dann weiter miteinander - Einwanderer und Dänen." Dass Ministerpräsident Fogh Rasmussen sich lange geweigert hat, mit Botschaftern aus muslimischen Ländern zu sprechen, sei nicht richtig gewesen. "Ich will die Pressefreiheit nicht in Frage stellen, aber wenn die Gefühle von einer Religionsgemeinschaft verletzt werden, dann muss man reden und sich miteinander auseinandersetzen", sagt Knut M.

Dass vor ein paar Tagen auf dem Kopenhagener Rathausplatz gegen die Gewalt und für einen Dialog demonstriert wurde, zeige, dass hier eigentlich alle nur Frieden wollen. "Und einfach wieder ein bisschen Normalität."

Immerhin die Dänen sind wieder zur Vernunft gekommen :\ Hoffe der Rest der Welt schafft das auch noch

MaX PoWeR
09.02.2006, 23:27
http://home.comcast.net/~pwarren2000/Support_Denmark1.jpg

Nirvana
10.02.2006, 07:28
das ist mal echt hart ....

hier noch nen guter Artikel von spiegel.de

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,400017,00.html

rieke
10.02.2006, 12:27
Ein sehr interessanter Artikel. Ich hatte nicht gewusst, dass es so eine einflussreiche Einrichtung in Form einer Universität gibt. Dass es eine gibt ist war mir bewusst.
Bin mal gespannt ob der Spiegel das weiterverfolgt welche Rolle dir Uni einnehmen wird.

Voodoo
10.02.2006, 22:33
Habe auf dem Heimweg von der Schulung heute auf SWR3 gehört, dass anscheinend genau die selben Karikaturen schon letztes Jahr im Oktober in einer ägyptischen Zeitung veröffentlicht wurden. Die dänische Zeitung hat sich nur dieser Karikaturen bedient. Damals gab es keine Auschreitungen.... nicht mal einer, der sich beschwerte.

Totenhand
11.02.2006, 13:44
Habe auf dem Heimweg von der Schulung heute auf SWR3 gehört, dass anscheinend genau die selben Karikaturen schon letztes Jahr im Oktober in einer ägyptischen Zeitung veröffentlicht wurden. Die dänische Zeitung hat sich nur dieser Karikaturen bedient. Damals gab es keine Auschreitungen.... nicht mal einer, der sich beschwerte.

Hm Voo das kann aber nicht sein: die Karikaturen erschienen nämlich bereits im September in Dänemark.

Voodoo
11.02.2006, 14:13
naja, so haben die es halt berichtet. Habs direkt hier aufgeschrieben, als ich heim kam.

A-TOM-IC
13.02.2006, 10:12
Das Tragische aus ihrer Sicht ist: Die haben vielleicht den Fanatismus und und eine ähnliche Propagandamaschinerie. Aber - und das ist eine ernst gemeinte Frage, denn ich weis es nicht - haben die auch die Köpfe? Die Wissenschaftler? Die Technologie?
Um mal eben eine Wirtschaftsmacht aus dem Boden zu stanzen wie es in Deutschland passiert ist... und damit überhaupt in der Lage zu sein einen Krieg zu führen... gehört da nicht mehr dazu als ein armes, geplagtes Volk, von denen die meisten weder lesen noch schreiben können?
Bei den letzten Wahlen im Irak waren statt der Namen auf den Zetteln die Symbole der Wahlbündnisse verzeichnet, damit die Leute überhaupt wussten, was sie wählen.
Natürlich können sie Krieg führen, eben auf eine andere Art und Weise. Konventionell haben sie keine Chance und ich denke das wissen sie auch.

Nirvana
13.02.2006, 13:40
Totenhand hat in diesem Falle recht ;)

Castor
14.02.2006, 13:25
Andere Karikatur, gleiches Thema...


"TAGESSPIEGEL"-CARTOON

Empörung vom Hörensagen

Von Henryk M. Broder

Damit hatte Klaus Stuttmann nicht gerechnet: Seine "Tagesspiegel"-Karikatur, die auf den WM-Einsatz der Bundeswehr abzielen sollte, sorgt in Iran und bei Exiliranern für Empörung. Inzwischen gibt Wut-Mails und Morddrohungen gegen den Zeichner - meist von Leuten, die das Bild nicht gesehen haben.

Berlin - Die erste Morddrohung kam am Samstagnachmittag. Klaus Stuttmann saß an seinem Computer, da machte es "klick": "Sie haben Post." Und dann ging es Schlag auf Schlag. Bis Sonntagabend waren es mehr als 150 Mails aus der ganzen Welt, sogar aus Kanada, USA und Australien, darunter vier Morddrohungen. Stuttmann rief das Landeskriminalamt an, das ihm zur Vorsicht rief. Er rief die Telekom an, um seinen Namen und seine Adresse aus dem Telefonbuch löschen zu lassen, aber nicht einmal die Telekom kann einen Eintrag aus Tausenden ausliegenden Telefonbüchern entfernen.

Da zog Klaus Stuttmann die Notbremse: "Ich habe das Weite gesucht." Soll heißen: Er zog aus seiner Wohnung aus und suchte sich "eine andere Bleibe". So sehr ihm die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst am Herzen liegen, sein Leben ist ihm wichtiger.

Klaus Stuttmann, 1949 in Schwaben geboren, ist Karikaturist. Er arbeitet unter anderem für die "Leipziger Volkszeitung" und den Berliner "Tagesspiegel". Und da erschien letzten Freitag eine Karikatur von ihm, mit der er die laufende Debatte um den Einsatz der Bundeswehr bei der Fußball-WM kommentieren wollte: Vier bewaffnete Bundeswehrsoldaten treten gegen vier iranische Spieler an, die Sprengstoffgürtel um ihre Trikots angelegt haben. "Ich wollte damit zeigen, wie absurd die Idee ist, die Bundeswehr bei der WM einzusetzen, nicht dass die Iraner Terroristen sind." Die Karikatur war allenfalls bundeswehrfeindlich, aber bei der Truppe fühlte sich niemand beleidigt.

Dafür empörte sich tags darauf die iranische Sportzeitung "90", nannte die Zeichnung "schamlos", der Generalsekretär der iranischen Sportpressegemeinschaft sprach von einem "schmutzigen Witz". Und das Gästebuch auf der Homepage von Klaus Stuttmann füllte sich mit Zuschriften wie diesen: "Herr Stuttmann, nicht Ihre Tat ist verwerflich, sondern Ihre gedankengut. Ihre Rechtsbeugung und Verlogenheit. Iranische Fußballer mit Terroristen gleich zu setzen ist unverschämt und gar rassistisch..." "Sie haben mit Ihrer Karikatur sehr viele iranische (Fussball-) Freunde beleidigt..." - "Schade, dass es Kleingeistern wie Ihnen erlaubt wird, eine mediale Plattform wie diese Zeitung zu nutzen."

Wie schon im Falle der zwölf Mohammed-Karikaturen, die in der dänischen "Jyllands-Posten" erschienen waren, war es eine Empörung aus zweiter Hand, vom Hörensagen. Kaum ein Mail-Schreiber hatte die Zeichnung wirklich gesehen, viele Mails fingen mit dem Satz an: "Wie ich gehört habe..." Dennoch stand fest, Stuttmann habe "damit das ganze iranische Volk und unsere Nationalmannschaft schwer beleidigt". Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin forderte den "Tagesspiegel" auf, sich schriftlich zu entschuldigen "und die notwendigen Schritte für eine Wiedergutmachung dieses unmoralischen Akts zu unternehmen", andernfalls würde man "die Angelegenheit rechtlich" weiter verfolgen.

Was Stuttmann an der Hasswelle, die sich mit Nettigkeiten wie "Nazi", "Hitler" und "Motherfucker" artikulierte, am meisten überraschte, war der Umstand, dass die Mails "mehrheitlich von regierungskritischen Exiliranern geschrieben wurden, die darauf bestehen, dass man Politik und Sport trennen müsse". Und bei Sport hört eben der Spaß auf, sogar für Iraner, die mit der Politik ihrer Regierung nicht einverstanden sind. Das habe er nicht gewusst, er sei auch noch nie wegen einer Zeichnung bedroht wurden, sagt Stuttmann SPIEGEL ONLINE.

Allerdings, als er vor zwei Jahren für eine Zeitung der IG Metall einen Zeichnung über einen SPD-Parteitag gemacht und die Delegierten "wie Betende in einer Moschee" gezeichnet habe, da haben sich "die muslimischen IG-Metall-Mitglieder wahnsinnig beschwert". Dabei wollte er nur mit seinen Mitteln darauf hinweisen, dass sich bei dem SPD-Parteitag niemand getraut habe, Schröder zu kritisieren. "Damals spürte ich zum ersten Mal, dass es eine andere Kultur mit einem anderen Humorverständnis gibt, die in Deutschland eine Rolle spielt." Jetzt ist aus dem Gefühl eine Gewissheit geworden.

Der "Tagesspiegel" dokumentiert den Fall heute auf seiner Meinungsseite ("Das Rätsel einer Empörung") und erklärt sein Bedauern über die iranischen Reaktionen: "Wir können sie uns nur mit mangelnder Vertrautheit mit der innenpolitischen Debatte in Deutschland erklären." Um die Situation zu deeskalieren, ist auch Klaus Stuttmann zu Konzessionen bereit: "Ich habe weder das iranische Volk noch die iranische Fußballnationalmannschaft verunglimpfen oder beleidigen wollen. Und wenn das iranische Volk und die iranische Nationalmannschaft verlangen, dass ich mich bei ihnen entschuldige, dann tu ich das hiermit auch. Wenn ich mir auch keiner Schuld bewusst bin."

Was ihm dagegen sehr wohl bewusst ist: "Die Selbstzensur ist in vollem Gang. Man muss zweimal überlegen, wer sich wodurch verletzt fühlen könnte. Man muss aufpassen, dass nicht wieder alles explodiert." Die Flut der empörten Mails hört nicht auf.

Allerdings melden sich inzwischen auch Leser zu Wort, die keine Entschuldigungen mehr hören oder abgeben wollen, wie beispielsweise "Ahmed": "Jeder kriegt das Zerrbild, das er verdient - die Deutschen werden schließlich auch schon seit Jahrzehnten als Nazis karikiert und sie haben dafür ganz Europa in Brand gesetzt. Iran ist nachgewiesenermaßen seit Jahren ein aktiver Unterstützer des islamischen Terrorismus. Wenn die Iraner wieder 'nur' als Teppichhändler und Ziegenhirten dargestellt werden wollen, müssen sie eben an ihrem Image arbeiten."

Und "Andreas" schreibt: "schlimme zeiten, wenn karikaturen die wogen höher kochen lassen als es die realen verhältnisse tun

Voodoo
14.02.2006, 15:00
oh mann....

MaX PoWeR
14.02.2006, 16:39
Echt zu geil, so wie die drauf sind finden die in jedem Bilde ne Beleidigung. So etwas ähnliches gab es doch auch grade mit der Polizeikarikatur, son Ball mit Gesicht und Polizeimütze auf, darin haben die Engländer auch gleich mal wieder den guten alten Adolf entdeckt...

Castor
14.02.2006, 19:31
wie wärs denn, wenn wir morgen mal Mollis auf die iranische Botschaft werfen?Hätt ich grad mal Bock auf. Getreu dem Motto: Wir können auch anders ;)

Sgt Ultra
14.02.2006, 21:19
Getreu dem Motto: Wir können auch anders ;)

das wir anders können werden die glaub schon noch früh genug erfahren, sobald sie ihren heiligen Krieg gegen uns ausrufen...

riKkTer^
15.02.2006, 12:26
ich glaube unsers Volk hat schon mehr als einmal gezeigt das wir auch anders können ... aber wollen wir wirklich auch anders können ? war nicht gerade sehr rumreich die zeit ... http://ugly.plzdiekthxbye.net/small/s150.gif

Sgt Ultra
15.02.2006, 16:41
ich meinte damit nicht uns, sondern die westliche welt allgemein...

Castor
16.02.2006, 09:22
dito

riKkTer^
16.02.2006, 13:26
jaja ;)

riKkTer^
24.02.2006, 13:33
http://patrick-pecher.de/img/news/mohammed.gif
olol ^^

basel!ne
24.02.2006, 16:46
es ist ja nun einfach so das es einige Extremisten im den islamischen Ländern gibt... also ok, einige ist untertrieben, aber alle ist auch schon wieder falsch. auf jeden Fall gibt es da einige die den Westen total kacke finden und fertich. und die suchen natürlich in allem was der "Westen" macht einen Grund das Volk aufzuhetzen. das sind solche Karikaturen natürlich gefundenes Fressen und sie werden sich so lange daran laben wie es geht. Es ist aber meiner Meinung nach nicht das Volk selber daran schuld, sondern der Staat. Soweit ich weiß gibt es nur einige wenige demokratische Länder im nahen Osten, die sich eigentlich noch nichtmal demokratisch nennen dürften, da die Richtlinien nicht erfüllt werden... durch diese Art der " Unterdrückung", da in den anderen Ländern fast überall Diktaturen herrschen, entsteht natürlich eine gewissen Wut gegen die bevorteiligten Länder mit ihren Freiheiten. diese Wut wird nun einfach übernommen ohne das die Menschen genau wissen warum. es heißt einfach " scheiss westen". und daraus resultieren dann solche Unruhen bei denen de sozialen Umstände sicher auchnoch eine rolle spielen... insofern kann ich die menschen dort teils verstehen...

gut war vllt verwirrend geschrieben, aber das ist so ungefähr meine Meinung

Voodoo
28.03.2006, 14:54
sorry, dass ich diesen alten Thread nochmal herauskruschtel, aber ich wollte jetzt nicht extra einen neuen erstellen.

Und zwar geht es um die Sonnenfinsternis, die heute ansteht. Dazu les ich einen Bericht, wie die Bevölkerung in den betroffenen Ländern das aufnimmt. Ihr fragt euch jetzt sicherlich, was das in diesen Thread zu suchen hat... hehehe. Aber lest einfach mal selbst. Ich finde das zu hart...


1989 hatte eine teilweise Sonnenfinsternis in Nigeria zu religiösen Ausschreitungen geführt, bei denen 28 Menschen getötet wurden. Fanatische Muslime hatten die Sonnenfinsternis als religiöses Zeichen gedeutet und Kirchen in Brand gesetzt.

Klabauter
28.03.2006, 15:14
Das ist sooo krass. Wenn man sich überlegt, dass im 14 Jahrhundert (also etwa zu der Zeit, als man bei uns noch dachte, die Erde sei eine Scheibe) in Timbuktu (was gar nicht so weit weg von Nigeria liegt) bereits eine Universität existiert hat, an der Kenntnisse von der Laufbahn der Himmelskörper und Grundlagen der Astrologie vermittelt wurde.
Schade dass da so ein Rückschritt stattgefunden hat.