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View Full Version : Ernährung - Pflanzenschutzmittelrückstände in rund 60 Prozent der Lebensmittel



Cobra
17.03.2006, 18:25
Der Anteil von Lebensmitteln, bei denen Rueckstände von Pflanzenschutzmitteln festgestellt wurden, die die gesetzlichen Höchstmengen nicht ueberschritten, lag im Jahr 2004 bei rund 52 Prozent. Bei 7,4 Prozent der Proben wurden die gesetzlichen Höchstmengen nicht eingehalten. In rund 40 Prozent der untersuchten Proben wurden keine Rueckstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen.

Dies sind Ergebnisse der "Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände", die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf der Grundlage von Daten der Bundesländer heute in Bonn veröffentlicht hat.

Rucola, Paprika und Johannisbeere am stärksten belastet
Zu den am stärksten belasteten Obst- und Gemüsearten gehören Rucola, Paprika, Johannisbeere, Tafeltraube und Gurke. Keine Überschreitungen der Höchstmengen wurden hingegen in Säuglings- und Kleinkindernahrung, Bananen, Broccoli, Pilzen, Spargel und Zwiebeln festgestellt. Grundnahrungsmittel wie Getreide und Kartoffeln waren nur geringfügig belastet. Selten kam es bei Kiwis, Orangen, Zitronen, Karotten und Tomaten zu Höchstmengenüberschreitungen.

37 Prozent der Lebensmittel mit mehr als einem Rückstand
In 36,5 Prozent aller Proben wurde mehr als ein Rückstand gefunden. Ein Grund für Mehrfachrückstände kann beispielsweise die Zusammensetzung einer Probe aus unterschiedlichen Partien sein. Auch ein gezielter Wirkstoffwechsel, durch den die Entwicklung von Resistenzen bei Schaderregern vermieden wird, kann zu Mehrfachrückständen führen. Insbesondere in Proben, bei denen eine Vielzahl von Rückständen anzutreffen ist, hält es das BVL aber auch für möglich, dass die gute fachliche Praxis bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln von den Produzenten nicht beachtet wurde.

17.03.2006 - Quelle/Text: Informationsdienst Wissenschaft online