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View Full Version : Biologie - Pflanze zeigt Landminen durch Farbumschlag an



Cobra
20.03.2006, 10:26
Dänische Forscher haben dazu die Ackerschmalwand gentechnisch Bildmodifiziert - Stickstoffdioxid im Boden läßt sie rot werden

Kopenhagen - Dänische Wissenschaftler haben eine Pflanze gentechnisch verändert, um mit ihrer Hilfe nach im Boden versteckten Landminen suchen zu können. Die modifizierte Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) ändert ihre Farbe von grün zu rot, wenn in ihrer Nähe im Erdreich Minen verborgen sind. Dieser Farbwechsel läßt sich dann mit Hilfe von Kontrollflügen gefahrlos beobachten, ebenso wie auch die Aussaat der Pflanzensamen aus der Luft in fraglichen Gebieten problemlos möglich ist.

Die Ackerschmalwand enthält ein Gen, das normalerweise erst im Herbst angeschaltet wird und der Pflanze leuchtend rote Blätter verleiht. Die Wissenschaftler fügten der Pflanze ein Gen hinzu, das dafür sorgt, daß der Genschalter bereits in Gegenwart von Stickstoffdioxid aktiviert wird. Stickstoffdioxid ist ein Gas, das zumindest in geringen Spuren von den meisten konventionellen Sprengstoffen abgegeben wird. Die Pflanze kann dieses Gas mit ihren Wurzeln aufnehmen.

Die Wissenschaftler haben aber noch eine weitere Veränderung im Erbgut der Pflanze vorgenommen. Sie entfernten das Gen für einen wichtigen Wachstumsfaktor, so daß die Pflanze sich nicht mehr selbstständig vermehren und ausbreiten kann.

In der Erprobung sind indes noch eine weiterer innovativer Verfahren zum Aufspüren von Landminen. So lassen sich beispielsweise Hunde oder afrikanische Riesenhamsterratten darauf abrichten, Minen zu erschnüffeln. Sogar Bienen sind in der Lage die charakteristischen "Düfte" der im Boden lagernden Gefahrenquellen zu erkennen. In den USA wird der Einsatz von Bienen als Minensucher bereits getestet.

rieke
20.03.2006, 15:24
ist die Frage ob diese Pflanze auch die Erbanlagen besitzt sich an eine trockene und vor allem auch kalte Umgebung anzupassen -> Afghanistan.
oder trocken und heiß: Irak.
Schon eine tolle Sache, aber ob sich das so durchsetzen kann, ist die Frage *g