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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biologie - Sprachmuster bei Buckelwale



vamp
24.03.2006, 09:49
Forscher haben Sprachmuster in den Lautäußerungen von Meeressäugern entdeckt. Bei den Gesängen der Buckelwale handelt es sich demnach eher um Rap.

screen Buckelwale setzen aus einzelnen Lauten Ausdrücke zusammen, die sie wiederum zu teils über Stunden andauernden Gesängen kombinieren. Eine vergleichbare hierarchische Strukturierung der Lautäußerungen sei ansonsten nur vom Menschen bekannt, berichten US-amerikanische Forscher. «Die Gesänge der Buckelwale sind nicht wie die menschliche Sprache, aber es gibt darin Sprach-Elemente», sagt Ryuji Suzuki vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). Gemeinsam mit Kollegen analysierte der Neurobiologe Aufzeichnungen von Buckelwalgesängen. Die Männchen der Megaptera novaeangliae genannten Art tragen die Gesänge zur Paarungszeit vor. Über Monate singen sämtliche Bullen einer Population das gleiche Lied. Auf diese Weise versuchen sie Partnerinnen zur Paarung zu finden, vermuten Forscher.

Das Team um Suzuki hat vor Hawaii aufgezeichnete Gesänge mithilfe eines Computerprogramms in einzelne Elemente zerlegt und jedem Element ein Symbol zugeordnet. Die Forscher wollten herausfinden, ob sich die Lieder der Wale auf diese Weise strukturieren lassen. Um die Komplexität der Gesänge bewerten zu können, berechneten sie zudem, wie viel Information jedes der Elemente theoretisch enthalten kann. n der März-Ausgabe des Magazins «Journal of the Acoustical Society of America» berichtet das Team, dass sie mithilfe des Computers Sprachmuster in den Lauten erkennen konnten. Die Wale wiederholen kurze und längere Abschnitte, ohne sie zu verändern. Einige dieser Gesangsteile werden sechsmal wiederholt, andere bis zu 400 Mal. In diesen sich wiederholenden Abschnitten erkannte der Computer die hierarchische Struktur der Laute.

Dieses Ergebnis bestätigten auch menschliche Probanden ohne spezielle Vorbildung, denen die Gesänge vorgespielt wurden. Sie sollten die Lautäußerungen nach ihrer Komplexität einordnen, auf sich wiederholende Elemente achten und einschätzen, inwieweit die Laute vorhersagbar sind. Auch ihre Bewertungen stützten die Theorie von der hierarchischen Struktur der Lautäußerungen, die bereits 1971 von den Biologen Roger Payne und Scott McVay aufgestellt wurde. Viel Information enthalten die Gesänge jedoch nicht. Nach Suzukis Berechnungen übermitteln die Gesänge weniger als ein Bit Information pro Sekunde. In jedem gesprochenen Wort eines Menschen sind dagegen mehr als zehn Bit enthalten. «Trotz der Unterschiede wäre ich nicht überrascht, wenn Meeressäuger auf komplexe Weise kommunizieren könnten», sagt Suzuki. Dabei hingen sie stärker von Lautäußerungen ab als Landtiere, da Sicht und Geruchssinn unter Wasser weniger effektiv sind. Suzuki hofft, dass seine Ergebnisse auch in andere Forschungen, etwa zur Evolution, einfließen werden.

Cobra
24.03.2006, 10:10
loool rappende Wale *g*

Voodoo
24.03.2006, 10:13
Wenn die jetzt noch mit Pluderhosen fotografiert werden.....