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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umwelt/Natur - Umstrittene Robbenjagd gestartet



vamp
27.03.2006, 11:43
In Kanada hat die von Tierschützern heftig kritisierte jährliche Robbenjagd begonnen. Die Fischer auf den Inseln von Quebec und Neufundland wollen daran festhalten, um ihre Einkünfte aufzubessern. Es kam zu Rangeleien zwischen Jägern und Demonstranten.

Nahe der Magdalen-Inseln an der Ostküste waren am Samstag pausenlos Gewehrschüsse zu hören, als die Jäger die Jungtiere auf Eisschollen erlegten, um sie anschließend zu häuten. Es kam zu Konfrontationen mit Gegnern der Robbenjagd, unter anderem mit Mitgliedern des US-Tierschutzverbandes. Trotz massiver Proteste hat die kanadische Regierung die Tötung von 325.000 Tieren erlaubt. Ministerpräsident Stephen Harper wies Kritik zurück und sprach von einem Propagandafeldzug gegen sein Land.

screen Fischer der Inseln von Quebec und Neufundland hatten zuvor erklärt, sie seien wegen der stark zurückgegangenen Kabeljaubestände mehr denn je auf die Robbenjagd angewiesen. Die Jäger zeigten sich verärgert über die Anwesenheit der Demonstranten und der Presse. Einer hob den blutigen Kadaver eines Robbenbabys auf und warf ihn auf ein Schlauchboot, in dem Tierschützer und Journalisten saßen. Bei einem anderen Vorfall rasten Jäger mit ihrem Boot auf ein Journalisten-Boot zu und drehten erst im letzten Moment ab - über die Reporter ging deshalb eine Welle hinweg.

"Es ist ekelhaft wenn man hier draußen steht und sich anschaut, was die Robben schon durchgemacht haben", sagte Rebecca Aldworth vom US-Tierschutzverband der Nachrichtenagentur Reuters. Wegen der globalen Erwärmung hänge das Leben der Tiere ohnehin an einem seidenen Faden. Sie sprach von "unvorstellbaren Grausamkeiten" während der Jagd. Sie rief zu einem Boykott kanadischer Fischereiprodukte auf.

Im vergangenen Jahr wurden rund 325.000 Robben getötet, was den Jägern 16,5 Millionen kanadische Dollar einbrachte. Verkauft werden die Felle zumeist an die Modeindustrie in Norwegen, Russland und China, das Fett wird zu Öl verarbeitet. Die Jagd schadet der Seehundpopulation nach Ansicht der Regierung bei fast sechs Millionen Tieren nicht.

Besonders begehrt sind wegen ihres Fells die Jungtiere. Davon gibt es diesem Jahr aber nach Angaben von Tierschützern deutlich weniger als in früheren Jahren. Wegen des ungewöhnlich warmen Wetters sei das Eis äußerst dünn und viele Jungtiere seien ertrunken, bevor sie schwimmen konnten, erklärte der Tierschützer John Grandy. Gegen die Robbenjagd hatten auch etliche Prominente protestiert, darunter Brigitte Bardot und Exbeatle Paul McCartney mit seiner Frau Heather Mills McCartney.

vamp
27.03.2006, 11:44
Ich hab da gestern im TV Bilder zu gesehen.... Echt grauenhaft.... Ich kann nicht verstehen wie Mensch so wehrlose Tiere so töten können... Manchmal frage ich mich, wie Menschen so handeln können. Echt traurig..

zierfisch
27.03.2006, 14:46
tjo, halt wieder nen paar robben tot und der aufschrei ist groß! aber macht hier jmd was dagegen? schreibt ihr protestbriefe? organisiert ihr euch? spendet ihr was für greenpeace? ich glaube nicht! Also wird es euch im Endeffekt so egal sein, wie nen Sack Reis der in China umfällt. Oder wer von euch behält die Robbenthematik länger im Kopf als 10 Minuten?

Voodoo
27.03.2006, 14:54
Ich habe 5 Jahre lang 10€ monatlich an WWF gespendet. :p

vamp
27.03.2006, 15:19
Ich spende auch ;)

MaX PoWeR
27.03.2006, 16:16
Tjo, da trifft der Zierfisch schon den Nagel auf den Kopf. Allerdings find ichs besser, überhaupt mal drüber nachzudenken als gar nicht. Wie überall werden auch hier nur die Symptome des Problems angegangen, nicht die Ursachen. Aktiv werden wollen die wenigsten, viele beruhigen ihr Gewissen damit, indem sie einfach Geld spenden (nix persönliches Voodoo ;))

Ich war früher auch recht aktiv, habe an x Demos gegen Nazis usw teilgenommen, mich gegen Castor auf Gleisen verkettet (Menschenkette *g*) usw. Auch alles nur Symptombekämfung, aber man hatte das Gefühl, etwas "dagegen" unternommen zu haben. Leider nehmen an solchen Aktionen einfach nie genügend Leute teil, um ernsthaft Aufsehen zu erregen bzw etwas zu erreichen. Da wir in einer Demokratie leben, und sich anscheinend nur eine Minderheit für solche Themen interessieren, wird man im Laufe der Zeit immer frustrierter und lässt solche Aktionen irgendwann ganz sein.

Bleibt nur die Möglichkeit, nächstes mal eine Partei zu wählen, die neben der Wirtschaft auch umweltpolitische Interessen vertritt, aber wenn man mal betrachtet, wie die Grünen grade erst gestern bei den Landtagswahlen abgeschnitten haben, sieht man mal wieder, welchen Stellenwert die Umwelt für die Deutschen hat....

zierfisch
27.03.2006, 16:19
ich spende auch :P wollte mal bloss ne kleine diskussion lostreten, denke aber das paula den nagel ufm kopp getroffen hat, wie wir berliner zu sagen pflegen :D

reini
27.03.2006, 16:27
Verstehe die Leudde auch nicht,die unbedingt echtes Robbenfell haben müssen....warum nicht ein künstliges Fell??????

zierfisch
27.03.2006, 16:31
nunja, wieso wollen soviele leute nen ferrari oder nen porsche haben?!

weil es nicht jeder hat.

Bei der limitierten Anzahl an Robben gilt es doch sicher als schick bei der reicheren schicht ne robbe zu "tragen"!

reini
27.03.2006, 17:16
nunja, wieso wollen soviele leute nen ferrari oder nen porsche haben?!

weil es nicht jeder hat.

Bei der limitierten Anzahl an Robben gilt es doch sicher als schick bei der reicheren schicht ne robbe zu "tragen"!


Das ist ja grad das Schlimme daran,den Leuten ist es egal wieviele Robben dabei draufgehen.... hauptsache echtes Robbenfell.Dabei kann man es auf den ersten Blick,gar net erkennen ob echt oder nicht.Warum also nicht teures Kunstfell?Aber nein......die Leute brauchen ja die Gewissheit,dass ihr Mantel mal so ein süsses Vieh war...das find ich krank.

Selan
27.03.2006, 22:08
Naja, abgesehen davon, wie unschön die Robbenjagd ist, gerade in Grönland sind recht viele auf solche Jagden angewiesen, um sich ernähren zu können.

Totenhand
28.03.2006, 00:10
Naja, abgesehen davon, wie unschön die Robbenjagd ist, gerade in Grönland sind recht viele auf solche Jagden angewiesen, um sich ernähren zu können.

naja aber es ist schon ein unterschied ob du es machst um zu überleben oder die Tiere einfach brutal abschlachtest und ihnen das Fell abziehst, damit Leute wie Jennifer Lopes auch nächstes Jahr noch ne Tierfellkollektion auf den Markt bringen können.

rieke
28.03.2006, 09:06
Solang jemand den scheiss überwacht und vor das allem jemand ist, der nicht am Profit beteiligt ist, dann find ichs in Ordnung.

Es wurde gesagt, dass die Population schon sehr stark angestiegen ist. Manche Fischarten sind schon weniger geworden.

Generell finde ich, sollte man vor allem mal generell bedenken welche Tiere irgendwo anders auf der Welt einfach so abgeschlachtet werden, ohne dass irgendwer was davon hat. - kurz: ich finds generell falsch Tiere in freier Wildbahn ohne ökologisch wichtigen Grund zu töten -.
Was ich viel abartiger finde sind angebotene Freizeitjagden in Afrika, wo Touristen aus Spass irgendwelche Gnus abballern können. Zwar ist das rechtlich abgesichert, weil angeblich die Population stetig ist, aber sowas find ich nur noch widerlich....

Voodoo
28.03.2006, 09:11
ja, da Teile ich Susees Meinung. Unnötiges Töten von Tiere sollte generell verboten werden und mit hohen Strafen belegt werden.

Richtig widerlich wird die Afrika Sache dadurch, dass die "Jäger" stellenweise in Amerika vorm PC hocken und nur die Maus betätigen. Ihre Jagdtrophäe bekommen sie dann zugeschickt.... pffffffff, abartige Menschen!!!!

riKkTer^
30.03.2006, 11:29
Ein passendes Video : *klick* (http://maxxx-videos.de/videos_d_577_0.html)

zoot
30.03.2006, 12:46
das video ist echt hart, trifft die sacher aber ganz gut ^^