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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biologie - Stresshormon hilft bei Angst vor Spinnen



vamp
28.03.2006, 09:17
Das körpereigene Stresshormon Kortisol kann die krankhafte Angst vor Spinnen und Menschenmassen lindern. Forscher hoffen darauf, dass eine Behandlung diese Ängste sogar ganz verschwinden lassen kann.

screen Der krankhaften Angst vor Spinnen und großen Menschengruppen kann offenbar durch das Stresshormon Kortisol abgeholfen werden. Das berichten Forscher aus Deutschland, der Schweiz und den USA im Wissenschaftsmagazin «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften. Bei Testpersonen hatten sie damit bereits Erfolg. Kortisol ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. In der Leber wird es zu Kortison umgewandelt.

Die Gruppe um Dominique de Quervain von der Universität Zürich und Gustav Schelling von der Ludwig-Maximilians-Universität in München hatte Menschen mit sozialer Phobie und Spinnenangst Kortisol oder Kortison schlucken lassen. Eine Stunde später hatten sie die Versuchsteilnehmer dem Angst auslösenden Reiz ausgesetzt. Beide Gruppen berichteten von geringerer Furcht als sonst. Zur Kontrolle verabreichten die Forscher einem Teil der Testpersonen ein wirkungsloses Scheinpräparat, das nicht zu einer Linderung der Angstanfälle führte.

Krankhafte Furcht kann zur Ausschüttung von Kortisol im Gehirn führen, was die Gedächtnisabfrage beeinträchtigt. Dies kann nach Ansicht der Forscher bedeuten, dass Kortisol während einer Panikattacke Ängste verringert, weil dadurch das Abrufen von mit Furcht behafteten Erinnerungen blockiert wird. An dem Experiment beteiligten sich 40 Probanden mit einer Sozial- und 20 mit einer Spinnenphobie.

Cobra
28.03.2006, 18:13
na also ich weis nicht, kann mir das irgendwie nicht so einfach vorstellen

MaX PoWeR
28.03.2006, 23:55
Echt ma, die sollen ma nen Gegenmittel gegen meine derbe Höhenangst finden :confused:

vamp
29.03.2006, 08:35
*paula zustimm*

rieke
29.03.2006, 14:16
dito :>

wobei vieles durch extreme Selbstkontrolle zu überwinden ist. Ruhe finden und einmal tief durchatmen hilft meiner Erfahrung nach am meisten.
Ein Beispiel: Daußen unter freiem Himmel gepennt, mit Schlafsack und Isomatte und so Zeugs. Morgens aufgewacht und nen Hirschkäfer hockte auf meinem Kopfkissen. Natürlich ist der erste Moment schreckhaft, man kann das ganze dann aber auch ruhiger ablaufen lassen, als histerisch ausm Schlafsack zu springen. Man nehme einen Gegenstand wenn man den Käfer nicht anfassen kann und schnickt ihn runter. Oder halt kurz wie ichs gemacht hab, mit der Hand runtergesetzt und weit weg geschnickt :>

Klabauter
29.03.2006, 14:23
Du hast einen Hirschkäfer "weg geschnickt" ??

Sind die nicht sehr groß?

rieke
29.03.2006, 14:30
ja die sind ganz schön groß. Ich hab ihn mit der Hand weggeschlagen, schnicken in dem Sinne ist nicht mehr möglich. Vielleicht hab ich ihn auch sofort indem ich ihn genommen hab weggeworfen (ist schon 3-4 Jahre her), inner niedrigen Flugbahn - bin ja Tierfreundlich :)

Voodoo
29.03.2006, 15:21
man kann allerdings auch eine Pfanne mit ordentlich Öl füllen dann den Hirschkäfer nehmen und in die Pfanne schnicken. :voodoo:

h a e p i i i
29.03.2006, 15:33
Wie würzt man den einen Hirschkäfer? :D

Voodoo
29.03.2006, 15:42
Ich könnte mir höchstens ein Tip vorstellen. Vielleicht auch irgendsowas wie Maggie oder Sojaöl. Probieren würde ich sowas schon gerne mal.

vamp
29.03.2006, 15:44
naja ick wees ja net

rieke
29.03.2006, 15:57
Ja wir hatten ja am Abend vorher mit Spiritus Kocher was leckeres gekocht, da warn auch shcon 2 Hörschkäfer aufgetaucht und wollten mit machen. Sin ewig in die leeren Konservendosen gekrabbelt und fanden die Flamme vom Kocher so interessant :> - egal wie oft man sie weggeschnickt hat - sie kamen wieder und fanden alles total interessant :D

MaX PoWeR
29.03.2006, 23:27
Um aufs Thema zurückzukommen: Ich kann mich natürlich nicht in andere Phobien reinversetzen und beurteilen, ob und wie leicht man diese überwinden kann. Meine Höhenangst jedoch habe ich schon mehrfach vergeblich zu überwinden versucht. Beim Bund zB waren wir während eines Offz-Lehrgangs auf einer Hindernisbahn, die speziell für diesen Zweck gebaut wurde, d.h., sie bestand im Grunde fast ausschliesslich aus Hindernissen, bei denen man Höhe überwinden musste. Die meisten konnte ich überwinden, 2 allerdings nicht. Das eine war ein Turm, der aus 2 Etagen bestand, da hab ich mich mit festkrallen grade mal auf die erste getraut. Das schlimmste Hindernis allerdings bestand aus lauter Balken, die über kleine "Schluchten" geführt haben. Die Balken wurden immer schmaler und und der Abgrund immer tiefer. Das ging alles noch. Schrecklich war, dass man kurz vor Ende nochmal nach links abbiegen musste, sich oben einhaken und noch einen Balken überqueren musste. Der endete auf einer ca 6-7 Meter hohen Mauer, die einfach senkrecht im Gelände stand. Der Gedanke, dass ich mich hinten aushaken, und dann runterbeugen und bei der Leiter der Mauer wieder einhaken müsste, war einfach zuviel für mich. Ich war zwar nicht der einzige mit Höhenangst dort, und zufälligerweise auch noch der dienstgradhöchste, trotzdem bin ich alleine umgedreht um hab den Rückweg angetreten, da konnten auch die Anfeuerungen meiner Kammeraden und der Ausbilder nix dran ändern...