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View Full Version : Fußball - Gewalt im Fußballstadion



MaX PoWeR
29.03.2006, 00:49
Hilflos in Halle

Sie nannten ihn Drecksnigger und Bimbo. Bei einer Oberligapartie in Halle wurde der Leipziger Spieler Ogungbure wüst beschimpft. Er hob den Arm zum Hitlergruß - und bekam eine Anzeige. Das Verfahren wurde eingestellt, aber nun fragen sich die Verantwortlichen, wie es zu dem Eklat kommen konnte.



Berlin - Es waren lange zermürbende 90 Minuten für Adebowale Ogungbure vom FC Sachsen Leipzig. Immer wieder ahmten die gegnerischen Fans Affenlaute nach, beschimpften den 25-jährigen Nigerianer. Als er den Platz nach dem Spiel verlassen wollte, nahmen die Pöbeleienzu. Ogungbures provozierende Reaktion: Er reckte den Arm zum Hitlergruß und legte zwei Finger unter der Nase quer, um ein Hitlerbärtchen zu formen. Die Folge: Er bekam eine Anzeige, weil er ein verfassungsfeindliches Symbol in der Öffentlichkeit gezeigt hatte.

"Ich bin kein Affe, auch kein Bimbo, sondern ein Mensch", erklärte Ogungbure in der "Leipziger Volkszeitung" seine Reaktion, "in meiner ganzen Karriere wurde ich noch nicht so behandelt wie in dieser Oberliga."

Das Spiel in Halle eskalierte nach Angaben der "Leipziger Volkszeitung" sogar fast: Nachdem der Hallesche FC kurz vor Spielende zum 2:2 ausglich, warteten die Fans von Leipzig noch ein paar Minuten bis zum Abpfiff - um dann das Spielfeld zu stürmen. Die Polizei, die mit 450 Mann bei dem Spitzenspiel vor Ort war, konnte die gewaltbereiten Fans zwar zurückdrängen. Ein paar vom Halleschen FC waren nach dem Hitlergruß aber bis zu Ogungbure vorgedrungen. Die "Leipziger Volkszeitung" beschreibt die Szene so: Ogungbure "musste in den Infight mit gegnerischen Anhängern". Auch von einer Beule am Kopf ist die Rede.

Wurden rechtsradikale Parolen ignoriert?

"Es war keine Schlägerei. Geschubst und gestoßen - das wurde schon. Aber keiner hat ihn tätlich angegriffen", sagt hingegen Siegfried Koch, Sprecher der Polizei Halle, zu SPIEGEL ONLINE. Dort wird zurzeit die Videodokumentation des Spiels ausgewertet. Die Staatsanwaltschaft Halle hat das Verfahren heute aber eingestellt, da Ogungbure provoziert worden sei und sich nicht mit den Zielen verfassungsfeindlicher Organisationen identifiziert.

Rolf Heller, der Präsident des FC Sachsen Leipzig, wirft der Polizei vor, sie habe rechtsradikale Parolen eines Fans ignoriert. "Das Wegsehen der Polizei ist bedenklich", sagte er. Dass die Beamten schon während des Spiels hätten eingreifen sollen, kann der Sprecher der Polizei in Halle aber nicht nachvollziehen. "Der erste Ansatzpunkt liegt beim Verein. Der hat das Hausrecht: Wachdienste und Ordner", sagt Siegfried Koch.

Michael Schädlich, Präsident des gastgebenden Halleschen FC, saß während des Spiels auf der Haupttribüne. Doch die Beleidigungen und Affennachahmungen hat er nicht mitbekommen. "Ich habe nichts gehört, aber das heißt natürlich nichts", sagte er zu SPIEGEL ONLINE, "aber warum sollte man ihn so beleidigen?" Er erzählt von ehemaligen "Publikumslieblingen schwarzafrikanischer Herkunft" und von dem Fanprojekt, das er Anfang Januar gegründet hat, um gewaltbereiten Fans mit ihren Problemen zu helfen. "Das Thema Rassismus gab es in Halle bislang nicht und wird es in Zukunft auch nicht geben", sagt Schädlich trotzig. Stadionverbote gegen Hooligans hat er schon ein paar Mal ausgesprochen.

Keine Anzeige gegen Hooligans

"Es ist unheimlich schwer, in der Menge einem Fan nachzuweisen, dass er etwas aufs Spielfeld geworfen hat oder jemanden beleidigt hat", sagt Schädlich. Aber wenn es Zeugen gebe, sollten die doch Anzeige erstatten. Bislang liegen gegen Hooligans, so der Hallesche Polizeisprecher Koch, noch keine Anzeigen vor.

Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) will die Vorfälle beim Spiel Hallescher FC gegen FC Sachsen Leipzig nun vor das Sportgericht bringen. Außerdem sollen die Regelungen zu Stadionverboten verschärft werden: Bislang gilt der Ausschluss eines Hooligans in ganz Deutschland nur bei Spielen in der 1. und 2. Bundesliga sowie in der Regionalliga. In der Oberliga hingegen kann ein Verein einem gewalttätigen Fan den Besuch im eigenen Stadion zwar verbieten. Das bei einem anderen Klub durchzusetzen, ist zurzeit aber sehr kompliziert und langwierig.

Leipzigs Präsident Heller fordert nun eine größer angelegte Aktion gegen Rassismus. Das Engagement hat es bei seinem Verein bereits vorher gegeben: Die Spieler machten bei der Internationalen Woche gegen Rassismus mit - gedacht als Beitrag zur kommenden Fußballweltmeisterschaft unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden". Auf Fotos im Internet hat sich die Mannschaft des FC Sachsen Leipzig die Gesichter schwarz geschminkt. Adebowale Ogungbure steht in ihrer Mitte, mit weißer Farbe angemalt, das Kinn stolz nach vorn gereckt.



Ganz schön traurig. Besonders, dass tatsächlich ein Verfahren gegen ihn eröffnet wurde, weil er ein verfassungsfeindliches Symbol in der Öffentlichkeit gezeigt hat. :stupid2: :wallbash:

Voodoo
29.03.2006, 08:52
ja, echt ein beschämendes Verhalten von den Fans. Sowas sollte hart bestraft werden.

vamp
29.03.2006, 09:17
joa miese sache sowas..

MaX PoWeR
30.03.2006, 22:28
Es tut sich zum Glück etwas:


RASSISTISCHE ÜBERGRIFFE

Fifa droht mit Zwangsabstieg

Die rassistischen Anfeindungen gegen den Fußballspieler Adebowale Ogungbure ziehen weitere Kreise. Heute hat sich der Fußball-Weltverband zu den Vorkommnissen geäußert und harte Sanktionen angekündigt, sollten die Vereine nichts gegen fremdenfeindliche Vorfälle unternehmen.

Leipzig - Fifa-Generalsekretär Urs Linsi verwies im Zusammenhang mit den Übergriffen auf den Spieler des Oberligisten Sachsen Leipzig auf den neuen Strafenkatalog des Verbandes hin, der auch in den unteren Spielklassen gilt. Danach drohen Vereinen Punktabzug, Platzsperren oder sogar der Zwangsabstieg.

Linsi hat in dieser Woche einen Brief an alle Verbände verschickt, in dem er die Umsetzung der neuen Regel fordert. Als Zeitvorgabe gilt der 1. Juli. Anlass der Regelverschärfung waren vor allem rassistische Vorfälle in Spanien und Italien. "Aber natürlich werden wir auch darauf achten, dass so etwas in der vierten deutschen Liga bestraft wird", sagte Linsi dem "Tagesspiegel". Bislang waren Sanktionen gegen Rassismus von der Oberliga abwärts Sache der Landesverbände und nicht des DFB.

Der nigerianische Stürmer Ogungbure war am vergangenen Samstag bei der Oberliga-Begegnung beim Halleschen FC von der Tribüne rassistisch beleidigt worden und hatte auf die permanenten Provokationen mit dem Hitlergruß reagiert. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Spieler wegen des Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft Halle eingestellt, weil Ogungbures Verhalten als Protest und nicht als Verherrlichung einer verbotenen Organisation gewertet wurde.

"Es war nicht das erste Mal, dass ich beschimpft wurde. Doch bislang habe ich mich auf mein Spiel konzentriert. So schlimm wie in Halle war es aber noch nie. Das tut weh", sagte Ogungbure. Furcht vor weiteren Übergriffen hat der 24-Jährige vor dem Heimspiel der Leipziger am Sonntag gegen Plauen nicht. "Ich kenne keine Angst. Ich habe immer versucht, gegen Rassismus zu kämpfen, und werde das auch weiterhin machen. Ich bin stolz, dass der Verein und unsere Fans dabei hinter mir stehen. Hier habe ich eine Familie gefunden", sagte der Nigerianer.

Nirvana
02.04.2006, 18:09
BFC Dynamo Berlin wäre da auch nen Verein den die in die Kreisliga schicken dürfen - Danke ! :)

m e t h
02.04.2006, 22:14
Also was in Leipzig da abgeht teilweise...omg
3-4 Strassenbahnen werden da regelmässig der Sitzplätze entledigt wenn LOK spielt.

Voodoo
06.04.2006, 11:17
Owomoyela und DFB gehen gegen NPD vor


Patrick Owomoyela und der Deutsche Fußball-Bund haben ein Strafverfahren gegen die NPD eingeleitet. Die Partei hat einen WM-Planer mit einem den Nationalspieler diffamierenden Schriftzug versehen.

Nationalspieler Patrick Owomoyela von Werder Bremen und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gehen strafrechtlich gegen die NPD vor. Der Abwehrspieler hat über seinen Berliner Anwalt eine Einstweilige Verfügung gegen die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) erwirkt.

Sie verbietet es der Partei unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000 Euro, die Titelseite eines WM-Planers mit einem Foto des Nationalspielers und einem diffamierenden Schriftzug zu versehen.

Voodoo
12.10.2006, 14:19
Wieder hat sich ein trauriger Fall von Rechtsradikalismus im deutschen Fußball ereignet. Diesmal in Berlin.


Das Kreisligaspiel zwischen der Fußballmannschaft TuS Makkabi Berlin und der VSG Altglienicke hätte kaum jemanden in Deutschland interessiert, wäre das Spiel normal verlaufen. Die Partie am 26. September im Ost-Berliner-Stadion war jedoch für die jüdischen Spieler alles andere als sportlich.

Makkabi-Spielmacher Vernen Liebermann hat bereits beim Aufwärmen vereinzelt Sprüche wie «Deutschland ist keine Judenrepublik» oder «Deutschland ist kein Judenstaat» gehört. «Ich bin daraufhin zum Schiedsrichter gegangen und habe ihn auf die antisemitische Sprüche aufmerksam gemacht», erzählt der 24-jährige Student. «Dieser erwiderte, dass er, wenn er etwas hört, sofort das Spiel abbrechen würde. Dafür ist er da.»

Aber Schiedsrichter Klaus Brüning hat nichts gehört. Und daher auch nichts unternommen. Das sagte er auch vor dem Sportgericht am Mittwochabend aus. Dabei wirkte der stämmige Mann mittleren Alters sichtlich nervös. Seine Begründung, er habe sich auf das Spiel konzentrieren müssen, wurde von den rund 40 Zuschauern in den Rängen mit Fassungslosigkeit aufgenommen.

Das Verhalten des Schiedrichters trug nicht zur Deeskalation der Lage bei. Im Gegenteil: Für Vernen Liebermann, dessen Großeltern die Nazi-Zeit im Ghetto überlebt hatten, entwickelte sich der Abend zu einem Albtraum. «Alle zehn Minuten kam dann irgendein Schrei, irgendein Ruf gegen Juden, zum Beispiel 'Hier regiert nicht der DFB, hier regiert die NPD', 'Judensau' oder 'Synagogen brennen'.»

Die jüdischen Spieler wurden immer nervöser und konnten sich auf die Partie nicht mehr konzentrieren. Ihr Trainer wurde zudem von der Seitenlinie weggeschickt. Kein Wunder, dass zur Halbzeit Altglienicke mit 3:0 führte. Die Stimmung wurde immer aggressiver. Die rechtsradikalen Störer standen neben der Auswechselbank von Altglienicke mit Bierflaschen in der Hand und grölten immer lauter, ihre Freundinnen saßen sogar in der Box. Die Makkabi-Fußballer hielten daher die Hooligans für Freunde der gegnerischen Mannschaft.

Dann kam die 78. Minute. Der jüdische Abwehrspieler Raffael Tepmann reagierte auf das Geschrei, indem er den Störern laut zurief: «Haltet die Fresse, Jungs!» Daraufhin erhielt er vom Schiedsrichter die gelbe Karte. Vernen Liebermann ging zum Schiedsrichter und sagte ihm: «Wenn er einen Funken Anstand hat für die Geschichte in diesem Land, dann müssen Sie etwas unternehmen und uns helfen.» Daraufhin erhielt Liebermann die Gelb-Rote-Karte.

Liebermann weigerte sich zuerst den Platz zu verlassen. Gleichzeitig bestätigte die Trainerin des VSG Altglienicke, Kerstin Forchert, den NPD-Ruf, drängte die Störer hinaus und bat die Makkabi-Spieler, weiter zu machen. Diese hatten aber Angst. Daher ging die ganze Makkabi-Mannschaft vom Platz, um eine Eskalation zu verhindern. Nach dem Spiel wurden sie sogar bedroht, so dass sie ungeduscht so rasch wie möglich wegfuhren. Die Polizei kam erst eine Stunde später.

Noch in der Nacht wurde der Altglienicker Jugendkoordinator Sven Klebe, der nicht im Stadion war, telefonisch über den Vorfall informiert. Da die NPD eine Woche zuvor im gleichen Stadtteil 18 Prozent der Stimmen erreicht hatte, befürchtete er, dass die Rechtsradikalen seinen Verein einnehmen könnten. Um einen Tag vor dem Pokalspiel mit Herta BSC die Lage zu beruhigen, entschuldigte er sich als Einziger seiner Mannschaft beim jüdischen Fußballklub schriftlich. «Wir bedauern die Vorfälle und werden unsererseits Schritte einleiten, um solche Dinge zukünftig auszuschließen», versprach er im Namen des Vereins. «Die angeblichen Anhänger auf der Tribüne werden, so weit wir sie namentlich identifizieren können, ein Stadionverbot unsererseits erhalten.»

Der Deutsche Fußballbund (DFB) will gegen den Rassismus vorgehen. Das DFB-Sportgericht verhängte schon in der Vergangenheit, zum Beispiel Ende September gegen den Zweitligisten Hansa Rostock, wegen rassistischer Sprechchöre eine Geldstrafe von 20.000 Euro. Der DFB-Kontrollausschuss hatte gegen die Bundesligisten Alemannia Aachen und Borussia Mönchengladbach Anklage wegen unsportlichen Verhaltens erhoben, weil im Punktspiel die Anhänger beider Mannschaften ausländische Spieler mit fremdenfeindlichen Sprechchören beleidigt hatten. Und DFB-Chef Theo Zwanziger ermahnte die Fußballvereine, die rassistische Störer mundtot zu machen. Damit fordert er ein, was auch die FIFA erwartet, die entsprechende Richtlinien erlassen hat. Danach werden Vereine hart bestrafft, wenn ihre Zuschauer durch rassistisches Verhalten auffallen.

Bei der viereinhalbstündigen Gerichtsverhandlung in Berliner Haus des Fußballs wurden Spieler beider Mannschaften zu den antisemitischen Sprechchören gefragt. Es wurde klar, dass Schiedsrichter Brüning diese hätte hören müssen. Die Glienicker wollten nur das NPD-Lied nach dem Spielabbruch gehört haben, nichts weiter. Makkabi-Sportleiter und Trainer Claudio Offenberg erhielt lauten Beifall als die «Wegschauer und Weghörer» kritisierte und vom Berliner Fußball-Verband mehr Solidarität verlangte. «Wir sind hier nicht nur Fassballspieler und Trainer, sondern vor allem Bürger einer Demokratie, in der die Würde des Menschen unantastbar ist.» Und BFV-Präsident Bernd Schultz betonte die Notwendigkeit, die Schiedsrichter für rassistische Sprüche zu sensibilisieren.

Mit einer harten Strafe gegen Kreisligisten Altglienicke wird indessen nicht gerchnet. Zum einen weil nach dem Spielabbruch die Trainerin Forchert die Störer wegschickte. Aber auch weil die Existenz des Amateurvereins viele jüngere Fußballer von der NPD fernhält.

Das Urteil, das am kommenden Montag erwartet wird, soll dennoch ein bundesweites Signal setzen, hieß es. Aber bei Makkabi Berlin ist die Normalität noch längst nicht wieder eingekehrt. Sechs Stammspieler haben Angst, in östlichen Stadtbezirken zu spielen. Polizisten in Zivil begleiten die Mannschaft während des Ligaspiels.


Ich finde sowas total fürn Arsch. Dass der Schiri da nicht eingegriffen hat und stattdessen sogar das Opfer bestrafte find ich sehr dreist und verantwortungslos. Ich würde ihm für immer die Lizens zum Pfeifen entziehen.

reini
13.10.2006, 21:12
Unmögliche Aktion vom Schiri :confused:
Man sollte ihm die Lizenz entziehen,und ihm obendrauf noch eine überziehen.:haue:

h a e p i i i
22.10.2006, 01:44
Ist echt arm sowas.. das hat dann auch nichts mehr mit Fußball zu tun ...

weg mit dem shiri !

MaX PoWeR
10.11.2006, 13:39
Hier (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,447426,00.html) gibt es ein ganz interessantes Interview eines Betroffenen.

Voodoo
14.11.2006, 13:32
Leipzigs Ogungbure schlägt Spieler nieder


Weil Ade Ogungbure die permanenten rassistischen Beleidigungen nicht mehr ertragen konnte, hat er seinen Gegenspieler mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Er könne nicht mehr, sagte der Spieler des FC Sachsen Leipzig.


Die Fälle mit rassistischem Hintergrund im deutschen Fußball ebben nicht ab. Zum wiederholten Mal steht der Nigerianer Ade Ogungbure vom Nordost-Oberligisten FC Sachsen Leipzig in den Schlagzeilen. Nach dem Meisterschaftsspiel beim VFC Plauen (0:1) am vergangenen Freitag schlug der 25-Jährige seinen Gegenspieler Andrej Zapyshnyi nieder, nachdem dieser den Afrikaner während des Spiels permanent als «Bimbo» und «Nigger» beschimpft haben soll.


Verband verhängt Vorsperre

Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) verhängte nach Auswertung der Fernsehbilder gegen Ogungbure bis zur Verhandlung eine Vorsperre. Von Ermittlungen gegen Zapyshnyi, der die Beleidigungen abstreitet, ist noch nichts bekannt.

«Der Schlag war ein Fehler, das darf mir nicht passieren. Aber zwei Dinge kann ich nicht akzeptieren: Wenn jemand meine Mutter beleidigt oder mich wegen meiner Hautfarbe. Wir sind doch alle gleich», sagte der Nigerianer der «Bild»-Zeitung. «Ich bin ausgeflippt.»



«Ich bin am Ende»

Der frühere Profi des 1. FC Nürnberg und von Energie Cottbus denkt darüber nach, Deutschland in Richtung Frankreich oder England zu verlassen. «Ich werde jede Woche bepöbelt, danach kann ich die Uhr stellen. Das Ganze macht mich kaputt. Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende.»

DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte der Zeitung: «Wir verurteilen jede Art von Rassismus. Aber auch Selbstjustiz können wir nicht akzeptieren. Das darf kein Spieler selbst in die Hand nehmen, sonst schaukelt sich die Situation immer weiter hoch.» Auch Leipzigs Trainer Eduard Geyer verurteilte den Faustschlag und die vermutlich vorausgegangene Beleidigung. «Wir reden über eine Geldstrafe.»

Ogungbure stand bereits im März und Oktober zwei Mal im Mittelpunkt. Bei der Partie beim Halleschen FC hatte er nach Beleidigungen durch gegnerische Anhänger diesen den Hitler-Gruß gezeigt. In der Begegnung gegen Halle in Leipzig kam es erneut zu Beleidigungen gegen den Nigerianer, worauf der NOFV Halle zu einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilte.

Da sollte echt mal endlich härter durchgegriffen werden.

Voodoo
24.11.2006, 11:56
Zwar nicht 100% passend, doch kann man es dennoch hier posten....


Polizist erschießt PSG-Fan


Ein tragischer Zwischenfall ereignete sich im Rahmen des UEFA-Cup-Spiels zwischen Paris St. Germain und Hapoel Tel Aviv (2:4). Bei einer Auseinandersetzung nach der Partie erschoss ein Zivilpolizist einen etwa 20-jährigen Anhänger von PSG, ein weiterer wurde durch einen zweiten Schuss verletzt.

Laut Polizeiangaben handelte der Beamte aus "legitimer Selbstverteidigung. Das war ein Schuss aus Verzweiflung." Etwa 150 Pariser Fans sollen einen Fan aus Tel Aviv bedroht haben. Als der Polizist dem israelischen Anhänger zur Hilfe kommen wollte, sei er selbst angegriffen worden und wehrte sich mit Tränengas. Nachdem diese Maßnahme keine Wirkung gezeigt hatte, machte er von der Schusswaffe Gebrauch und musste daraufhin vor der aufgebrachten Menge in einen Schnellimbiss fliehen.

"Wenn er nicht geschossen hätte, wäre er dabei draufgegangen", drückte es die Polizeigewerkschaft Alliance aus. Die PSG-Fans gelten gemeinhin als gewaltbereit. Die Polizei hat eine interne Untersuchung der Vorfälle eingeleitet.

Ich finds immer wieder schade, wie manche Idioten den Fußball in den Dreck ziehen. Das hat gar nichts mehr mit Fußball zu tun. Für mich sind das gar keine Fans, sondern dumme Krawallmacher. Schrecken nicht mal vor der Polizei zurück. Wenn das so stimmt, wie es in den Zeitungen steht, dann kann ich die Tat vom Polizisten nachverfolgen.

Castor
24.11.2006, 13:09
tjo. sowas passiert dann, sollte sich kein hooligan wundern. bin mal gespannt, was jetzt mit dem polizisten passiert, sowas kann ja für ihn böse enden

Voodoo
26.02.2007, 09:13
Wieder kommt es zu Gewalt im Fußball


Die schlechte Verfassung ihrer Mannschaften setzten Anhänger einiger Fußball-Klubs am Wochenende in Krawalle um. Spieler des 1. FC Dynamo Dresden wurden auf dem Weg zum Training gar von 50 maskierten Hooligans bedroht.

Im sächsischen Fußball hat es erneut einen Fall von Gewalt gegeben. Spieler des Regionalligisten 1. FC Dynamo Dresden wurden auf dem Weg zum Training von 50 maskierten Hooligans bedroht. Sie beschimpften die Spieler und schossen mehrfach mit Schreckschusspistolen in die Luft. Dynamo-Spieler Marco Vorbeck dachte daraufhin laut über einen Rückzug nach. «Man überlegt, ob man nicht besser aufhören sollte, hier zu spielen, weil es ja nicht Sinn der Sache ist, Angst um sein Leben zu haben», sagte der Stürmer am Sonntag. Bei dem Vorfall war auch ein Kamerateam des Mitteldeutschen Rundfunks MDR bedroht worden.


Leipzig beschließt Maßnahmen gegen Gewalt

Nach der 2:4-Niederlage in der Fußball- Bundesliga bei Hannover 96 haben derweil einige Anhänger von Borussia Dortmund ihren Ärger am Fan-Bus ausgelassen. Wie die Polizei Bielefeld am Sonntag mitteilte, randalierten sie am Samstag im Fahrzeug, warfen mit Flaschen und zerstörten eine Scheibe.

Der Busfahrer hielt an einem Rastplatz an und weigerte sich, die Reise mit den Randalierern fortzusetzen. Die 50 BVB-Fans mussten aussteigen, Polizisten beruhigten die Gemüter. Für sieben BVB- Fans war die Fahrt allerdings beendet: Sie wurden in Polizeigewahrsam genommen.


Bengalisches Feuer beim Training

Anhänger von Borussia Mönchengladbach und des 1. FC Köln haben angesichts der sportlichen Talfahrten ihrer Vereine das Abschlusstraining beider Fußball-Mannschaften am Samstag behindert. Beim Bundesliga-Tabellenletzten Mönchengladbach wurden nach Informationen der Zeitung «Express» am Tag vor der Partie gegen Werder Bremen am Rand des Trainingsplatzes bengalische Feuer und Rauchbomben gezündet. Das bestätigte Borussia- Sprecher Markus Aretz.

Aretz sagte, das Zünden von Feuerwerkskörpern bei einem Training sei «bedenklich». Herbeigerufene Polizisten hätten allerdings nicht eingreifen müssen, sondern seien in ihren Fahrzeugen geblieben. Nach etwa zehn Minuten habe sich die Lage beruhigt, so Aretz.


Training gestört

Einen ähnlichen Vorfall gab es beim Zweitligisten Köln, wo etwa 30 Personen das nicht öffentliche Abschlusstraining vor der Partie gegen den SC Paderborn störten. Dabei hätten gerade die Kölner das Training doch so nötig. In der Stadt streitet man ja mittlerweile auch darüber, ob Maskottchen «Hennes» am schlechten Zustand der Mannschaft mitverantwortlich ist. Manch einer will den Geißbock geschlachtet sehen, damit ein neues Tier Glück bringen möge.



Randale auch in Belgrad

Besonders aber in Serbien eskalierte die Gewalt. Nach dem Lokalderby zwischen den Belgrader Fußballclubs Roter Stern und Partisan gab es in der Nacht zum Sonntag schwere Ausschreitungen. Mindestens 13 Personen wurden verletzt und 27 verhaftet, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Nach ihrer Darstellung errichteten Fans von Roter Stern Belgrad nach der 2:4-Niederlage ihres Teams in der Innenstadt Barrikaden aus Mülleimern. Berittene Polizei sei gegen sie vorgegangen. Roter Stern Belgrad führt die Tabelle der Ersten Liga mit neun Punkten Vorsprung auf Partisan an. Der Sieg am Sonntag war der erste Partisans seit sechs Jahren.



Schießerei bei Pariser Amateurspiel

Bei Paris führte ein Fußballspiel zwischen zwei Amateurvereinen zu einer Schießerei und einer Massenschlägerei mit drei Leichtverletzten. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, entzündete sich die Gewalt bei dem Spiel am Vortag an einer Schiedsrichterentscheidung. Der Schauplatz der gewalttätigen Auseinandersetzung mit Schusswaffen, Messern und Latten liegt in der sozial unruhigen Vorstadt La Courneuve. Als der Schiedsrichter einen Spieler maßregelte, rief dieser seine Fans aufs Spielfeld. Verletzt wurden zwei Spieler sowie ein Trainer. Vier Personen wurden festgenommen.

:stupid2: :stupid2: :stupid2: und da gehen die Politiker auf Zocker los, statt hier mal ernsthaft was zu unternehmen.

MaX PoWeR
26.02.2007, 20:46
Was meinst Du, warum die alle so gewalttätig sind?? Richtig, sind alles Killerspielspieler :eek:

Hilli
26.02.2007, 23:46
und Raucher!

Sgt Ultra
23.06.2007, 11:09
Ich packs einfach mal hier mit rein, mal ein erster Schritt:


Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat Schiedsrichter angewiesen, Spiele bei rassistischen Vorfällen ab sofort abzubrechen. Diese Regelung soll bereits beim Finale der U21-Europameisterschaft in Groningen zum Einsatz kommen.

Vor dem Endspiel zwischen den Niederlanden und Serbien werden beide Teams gemeinsam mit UEFA-Präsident Michel Platini ein Zeichen gegen Rassismus setzen, teilte die UEFA weiter mit.

"Wir haben beschlossen, null Toleranz gegenüber jeglichen rassistischen Fan-Sprüchen zu zeigen. Wir haben mit den Schiedsrichtern gesprochen und haben auch die Unterstützung der Landesverbände, der Clubs und der Spieler-Gewerkschaft", betonte UEFA-Sprecher William Gaillard nach einer Sitzung des UEFA- Exekutivkomitees.