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Voodoo
03.04.2006, 16:02
Werden künftige Spiele in der Lage sein, sich der Stimmungslage des Nutzers anzupassen und damit frustrierende Spielphasen aufzulockern? Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) Rostock und die Spieledesigner ausbildende Games Academy GmbH Berlin wollen künftig in diesem und anderen Forschungsgebieten zusammenarbeiten und sich der Zukunft der interaktiven Unterhaltung widmen.

Die Partner wollen neue, marktfähige Techniken für Computerspiele erarbeiten, die in der Spieleindustrie heute noch nicht umsetzbar sind. "Dazu gehört beispielsweise die Emotionserkennung in Spielen, um die Qualität von Computerspielen messen zu können und künftig Spiele zu entwickeln, die auf den emotionalen Zustand der Anwender reagieren. Diese Möglichkeiten werden dann nicht nur in der Spielebranche nutzbar sein, sondern auch in weiteren Computeranwendungen zum Einsatz kommen", heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Schwerpunkt der gemeinsamen Kooperation sind entsprechend auch Forschung und Lehre im Bereich der interaktiven Unterhaltungsmedien.

Allein in Deutschland werden laut Games Academy jährlich über eine Milliarde Euro für Computerspiele ausgegeben. Die Games-Branche bleibe damit auch in Zukunft ein gewinnträchtiger Markt, den es zu erschließen gelte. Um sich auf dem schnelllebigen Markt behaupten zu können, seien ganze Teams von Programmierern und Grafikern sowie siebenstellige Produktionskosten nötig. Passend dazu müsse auch ständig neue Technik entwickelt werden, mit der die Spiele spannender und vielschichtiger werden können.

Die Games Academy wurde im Jahr 2000 als erste Spezialschule für die Computer- und Videospielproduktion in Deutschland gegründet und bietet eine praxisbezogene Ausbildung zum Games-Level-Designer. Das Fraunhofer IGD Rostock ist Teil des internationalen Netzwerks der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) und widmet sich der Visualisierung und interaktiven Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen.